welcher Ghettoblaster der 90iger taugt was ?

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Darode
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 16. Jun 2018, 12:27
Hallo,
ich habe einen alten Ghettoblaster Marke Panasonic,Typ DS 20

Ich finde den für meine Bedürfnisse gut, doch eines stört mich:
der Klang ist mir zu tief und ich kann die Höhen bei der Musikwiedergabe
nicht klar hören.

Meine Frage: welche Ghettoblaster haben ein ordentliches Lautsprechersystem gehabt die vielleicht separate Hochtöner hatten ?
Ich benötige gar nicht so einen starken Bass, viel wichtiger ist mir die Höhen gut warnehmen zu können.

Zudem soll der Ghettoblaser Anschlüsse für einen MP3-Spieler haben und er sollte nach Möglichkeit ein Drehregler zum Einstellen der Lautstärle haben (keine Tasten)-dies wäre aber nicht unbedingt zwingend notwendig.

Vielleicht habt ihr Geräte in Erinnerung so aus den 80iger oder 90iger Jahren die gut waren und schon einen CD-Spieler eingebaut hatten ?

Ich habe mal etwas in google geschaut, z.B. Panasonic RX 505, RX DT 75,
RX DT5, RX DT8
Aiwa Strasser CSD SR8

Viele sind vielleicht schon Sammlerraritäten da ich die in Ebay wenig oder nicht gefunden habe.
Vielleicht könnt ihe was dazusagen ?
Also nochmal zusammengefasst:
Gerät sollte hohe Töne sauber wiedergeben,
CD Player und Chinch Anschlüsse für MP3 Player haben.
Qualität sollte gut sein und möglichst nicht anfällig da ich selber nichts reparieren kann.
Danke für eure Hilfe und Infos.
Und das ich keinen Klang einer Stereoanlage erwarten kann ist mir klar.


[Beitrag von Darode am 16. Jun 2018, 12:33 bearbeitet]
Klipsch66er
Stammgast
#2 erstellt: 16. Jun 2018, 13:26
Den JVC RV-NB 10 habe ich noch zuhause herumstehen.
Etwas klobig die Kiste, der Sound ist Hammer, hat natürlich nix mit Hifi zu tun.
Man fällt garantiert damit auf.
AUX Eingang 3,5 Klinke ist vorhanden.
Beim Batteriebetrieb läuft der bei mir über eine Autobatterie, Anschlüsse dafür selbst gebastelt.
UKW Radio, CD, MP3CD, Kassette kann er auch noch.
Mit Fernbedienung.
Er ist schon Rarität, da JVC ihn nicht mehr mit 16ner Subwoofer anbietet.
Diese Gehettoblaster hat JVC ab Mitter der 90er angeboten, leider machte mein Erster aus 1995 vor einigen Jahren den Geier.
Der JVC wird bei mir noch nur in der Küche verwendet, da mein JBL Xtreme Bluetooth Lautsprecher doch etwas zeitgerechter und handlicher ist.
JVC RV-NB 10


[Beitrag von Klipsch66er am 16. Jun 2018, 13:32 bearbeitet]
DOSORDIE
Inventar
#3 erstellt: 18. Jun 2018, 03:52
Hä? Der kam doch erst 97/98 raus.

Ich habe auch einen, bin aber eigentlich kein Freund mehr davon. Er ist extrem bassig, hat aber nur Breitbänder für die Töne oberhalb 100 Hz. Erstens hat er dadurch ein Frequenzloch in den unteren Mitten und zweitens klingt er ziemlich dumpf, der Sweetspot hat auch nur geringe Toleranzen, wenn man das Gerät nicht sehr hoch aufstellt oder unmittelbar davor steht bleibt von den Höhen nix übrig. Es gibt soundtechnisch leider nur begrenzte Einstellungsmöglichkeiten (5 EQ Presets, den 6 stufigen Bassregler für die Woofer und Active Clear Sound) und das Active Clear Sound Feature ist total zum Kotzen, damit kann man die Höhen zwar noch mal boosten, sie werden aber dann immer nur aktiv wenn der Hochtonpegel eine gewisse Lautstärke erreicht, das ist nicht vom Volumeregler abhängig sondern vom Pegel der Aufnahme. Bei manchen Songs ist es dann die ganze Zeit aktiv und bei anderen geht es nur in bestimmten Momenten an, das klingt dann wie eine Cassette, bei der das Band abgenutzte Stellen hat.

Außerdem ist der Bass sehr matschig. Vor Allem bei Musik wo es auf schnelle Bässe an kommt, ist das Teil nur noch am Furzen.

Die Komponenten sind auch grundsätzlich nicht so der Burner. Im Vergleich zu 80er Blastern aus der Königsklasse hat der Boomblaster einen schlechten Tuner, mit dem es mir in Thüringen nicht gelungen ist MDR Thüringen zu empfangen und an einem Badesee hier in der Nähe ging kein Planet Radio, während mein alter JVC RC M70 von 1979 Vollausschlag beim Empfang des Senders anzeigte.

Das Cassettendeck reagiert wahnsinnig langsam auf Befehle, es spult sehr lahm und man kann z.B. Keine Cassette zurückspulen, während man Radio, CD oder Aux hört, da die Logik immer nur eine Komponente bedienen, außerdem kann man die Cassette nicht sehen, weil nur ein dünner Schlitz in der Klappe ist, wenn man eine Bandstelle sucht nur schwer bzw. Im Dunkeln gar nicht möglich. Da das Gerät leider auch keinen Pausensuchlauf hat ist das Ganze ziemlich schlecht durchdacht, weil sich dadurch der Komfort mit der Fernbedienung auch in Grenzen hält. Hinzu kommt, dass das Laufwerk sehr laut ist. Wenn man abends im Bett noch leise ein Hörspiel hören will, hört man deutlich die Geräusche der Mechanik. Dazu kommt das laute Rauschen des Verstärkers, der rauscht einfach permanent auf allen Quellen lauter als eine schlechte Cassette, auch wenn die Lautstärke auf 0 steht.

Das CD Laufwerk ist auch nicht so der Burner, es reagiert empfindlich auf Kratzer, braucht relativ lange um die CD einzulesen und ist mobil gar nicht betreibbar, weil die CD dann springt, sobald das Gerät bewegt wird.

Tragen ist bei dem Ding auch so eine Sache. Durch seine runde Form und den fehlenden Griff ist das leider sehr unkomfortabel. Über Batterien ist nach 4 Stunden Schluss, wenn man mal richtig aufdreht. Ein Gerät mit ordentlich Leistung aus den 80er Jahren hält mit modernen Alkalibatterien meist 16 bis 20 Stunden, wenn man die ganze Zeit voll aufdreht und ist dabei nicht leiser als der Boomblaster, nur eben nicht so bassig. In solchen Geräten sind in der Regel hervorragende Komponenten verbaut, die Tuner haben sehr gute Empfangseigenschaften und sind oft schon mit besseren Weltempfängern zu vergleichen.

Die Cassettenlaufwerke entsprechen im oberen Segment eigentlich immer der HiFi Norm, sodass man damit hervorragend Cassetten hören kann. Aufgrund der klassischen Bauform lassen sie sich sehr gut tragen. Eine Aux Quelle lässt sich eigentlich auch fast immer irgendwie anschließen, sodass man auch Bluetooth Empfänger daran betreiben oder sein Handy und MP3 Player damit nutzen kann.

Das Problem ist nur, dass sie, wenn man nicht nur Radio damit hören will immer einen Service am Cassettenlaufwerk brauchen. Potis und Regler haben oft Kontaktschwierigkeiten und Alles funktioniert nur noch so halb gut.

Sehr gute Geräte aus den 90ern waren die großen Panasonics mit dem fahrbaren Panel, die sind zwar meiner Ansicht nach nicht sonderlich hübsch, haben aber hervorragende Komponenten verbaut und klingen auch gut. Bin leider gar nicht darüber informiert, was die kosten. Da sind dann auch Full Logic Autoreverse Cassettendecks mit Typ IV Entzerrung und Dolby C drin. Noch besser sind dann die 3 Pieces aus selbem Hause (also die mit den abnehmbaren Boxen). Wenn du nicht unbedingt Batteriebetrieb brauchst bieten sich auch die FHs von Sony an, allerdings sind da meiner Ansicht nach die Cassettendecks mechanisch meistens nicht mehr zu gebrauchen, zumindest war das bei mir bei der FH7 mehrmals so, da habe ich 3 Stück gekauft und keins war mechanisch mehr richtig reparabel.

Ansonsten sind klassische 80s Ghettoblaster von JVC, Sharp, Aiwa, Toshiba, Hitachi und Panasonic zu empfehlen, japanische Geräte sind eigentlich immer ganz gut. Kommt halt wie gesagt drauf an ob du basteln kannst und wie viel Geld du investieren willst.

Ein kleiner Geheimtipp ist der Universum Super Sound 1600, den kriegt man günstig, der hat diese klassische Optik, allerdings geht da Radio nur bis 104 MHz und bis auf die Überspielbuchse gibt es keine Aux Möglichkeit (Cassette muss dafür auf Aufnahme stehen).

LG Tobi
Darode
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 21. Jun 2018, 15:40
Danke an die Antwortenden.

Ich denke der JVC fällt dann eher raus, da ich keinen zu Bass-lastigen Klang haben möchte.

Welche Panasonic Ghettoblaster haben Hochtöner eingebaut und einen
klaren Klang bei den höheren Frequenzen ? Könnt ihr da ein Gerät empfehlen ?
Tobi, meintest Du z.B. Geräte wie den Panasonic RX DT505 DT 75 etc. ?
Wie störanfällig sind die fahrbaren Panels ?

Gruß
highfreek
Inventar
#5 erstellt: 22. Jun 2018, 03:33
http://www.hifi-forum.de/viewthread-84-11018-62.html

hier hast Du genug lesestoff zu dem Thema.
gruß
DOSORDIE
Inventar
#6 erstellt: 22. Jun 2018, 05:13
Wenn er ein Gerät aus den 90ern haben will, dann wohl eher weniger. Dort geht es explizit um die Geräte der 80er.

Ja genau solche Geräte meinte ich. Allerdings habe ich selbst keine Erfahrungen damit, wir hatten früher welche in der Schule, die haben einen robusten Eindruck gemacht und der Klang war sehr sehr gut.

Es gab aber auch noch einen großen 3 Piece von Panasonic, der optisch sogar noch richtig 80s war, aber der gegen Ende der 90er noch im Heft war, der war noch besser, muss mal gucken ob ich den bei mir finde, bei Wegavision ist er jedenfalls nicht drin.

LG Tobi
DOSORDIE
Inventar
#7 erstellt: 22. Jun 2018, 10:44
RX DT 680 heißt das Ding was ich meine.

LG Tobi
Darode
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 30. Jun 2018, 13:12
Gibt es sonst noch alternative Geräte die zusätzliche Hochtöner eingebaut haben ?
Tobi danke nochmal für den Tip des DT 680...


Ist es eigentlich möglich in den Panasonic DS20 andere Lautsprecher
einzubauen, welche die Hochtöner schon integriert haben. Oder lohnt sich das nicht oder geht das vielleicht platztechnisch nicht ?

Ich habe jetzt noch Geräte gefunden Wie Panasonic RX DS55, RX DT 707,
RX DT7, RX DT 505

Kenn jemad die Ghettoblaster und kann was dazusagen ?



Danke
cesmue
Inventar
#9 erstellt: 30. Jun 2018, 13:37
Ich hatte diesen und war 20 Jahre zufrieden.
DOSORDIE
Inventar
#10 erstellt: 30. Jun 2018, 13:57
Der ist aus den 80ern. Ja die Hitachis waren soundtechnisch nicht schlecht, diese 3D Super Woofer Geräte haben aber schon die billigen chinesischen rein mechanischen Cassettenlaufwerke, die später in jedem Gerät verbaut waren. Wenn man mit relativ hohen Gleichlaufschwankungen und einem Permanentmagneten als Löschkopf klar kommt sind die auf jeden Fall nicht verkehrt. Kann aber zu Schnarrenden Geräuschen kommen, da die Basskammern nach 30 Jahren nicht mehr dicht sind, da kann man aber mit Silikon nach helfen.

LG Tobi
Blechdackel
Stammgast
#11 erstellt: 01. Jul 2018, 08:09
Geräte von der Art des Hitachi gab es Anfang der 90er auch von JVC, eine ganze Gerätegruppe von ca. einem Dutzend Geräten.
Ich hatte von 1992 bis 1994 den JVC PC-V 88 und habe den dann verkauft, um auf richtiges Hifi umzusteigen.
Es gab auch diesen zuschaltbaren Bass-Subwoofer, einen Radiotuner mit digitaler Anzeige und Abstimmung und Senderspeicher und ein Doppelkasettendeck mit Doby B auf einem Laufwerk. CD-Spieler konnte man dann über Chinch anschliessen.

Der Kauf eines Marantz CD-Spielers in August
1993,dann doch den Umstieg ein, den ich dann im Dezember 1994 endgültig abgeschlossen hatte.
Geplant war ursprünglich nur einen dieser Discman zu zukaufen. Ich merkte dann aber das ich doch mehr wollte.

Heiko
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