Sony TA-6FB & TCK7BII & ST-A6B & PS-X40 & SS-G3

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hurrikane1982
Neuling
#1 erstellt: 16. Feb 2026, 22:49
Hallo zusammen,

ich habe von meinem Vater unsere alte Sony HiFi-Anlage übernommen. Er hat sie in den 1970er-Jahren gekauft und seitdem ist sie in Familienbesitz.

Wie im Titel erwähnt besteht das Set aus:

Verstärker

Kassettendeck

Radioempfänger

Plattenspieler

Lautsprechern

sowie dem originalen Sony HiFi-Rack / Möbelstück

Modelle:
Sony TA-6FB
Sony TC-K7BII
Sony ST-A6B
Sony PS-X40
Sony SS-G3

Ich habe als Kind viel Zeit mit dieser Anlage verbracht und unzählige Platten und Kassetten darüber gehört – entsprechend hängt auch etwas Nostalgie daran.

Der Zustand ist altersentsprechend. Optisch gibt es hier und da Gebrauchsspuren. Technisch funktioniert leider nicht mehr alles einwandfrei:

Der Verstärker lässt sich nicht mehr richtig lauter stellen, der Ton kratzt stark.

Der rechte Lautsprecher bzw. Kanal funktioniert nicht korrekt.

Ich hatte den Verstärker bereits bei einem lokalen HiFi-Fachgeschäft. Nach etwa sechs Wochen bekam ich die Rückmeldung, dass man nicht viel machen könne, da keine Ersatzteile mehr verfügbar seien. Ob es wirklich nicht möglich ist oder der Aufwand einfach zu groß war, kann ich nicht beurteilen.

Die übrigen Komponenten waren bis zuletzt funktionsfähig.

Da die Anlage aktuell nur in der Ecke steht und meine Kinder wenig Interesse an der „alten“ Technik haben, stellt sich mir die Frage:

Meine Fragen an die Experten hier:

Lässt sich der Verstärker grundsätzlich noch reparieren? Wenn ja, an wen sollte ich mich wenden (Spezialisten für Vintage-HiFi?)

Welchen realistischen Marktwert hätte die komplette Anlage heute?

Meine bessere Hälfte würde den Platz gerne anderweitig nutzen – daher muss ich eine Entscheidung treffen 😊 (auch wenn es mir in der Seele weh tut)

Vielen Dank vorab für eure Einschätzungen!

Bilder
scerms
Stammgast
#2 erstellt: 17. Feb 2026, 06:50
So eine schöne Anlage!
Das Problem mit dem Verstärker hört sich eigentlich nur nach verschmutzten Potis an.
Selbst wenn es Defekte gibt, lässt sich das zu 100% reparieren.
Ich wüsste nicht, was so ein Gerät für spezielle Ersatzteile braucht, die sich nicht beschaffen lassen.
Dem örtlichen HiFi Spezi unterstelle ich mal, das er dir lieber ein neues Gerät verkaufen will. Nach 6 Wochen zu sagen „Nö, geht nicht“ hat zumindest für mich ein Geschmäckle.

Um mal einzugrenzen, ob nur Verschmutzung und/oder Oxidation das Problem ist, kannst du folgendes probieren:
Im ausgeschalteten (!) Zustand alle Hebelchen und Knöpfe mehrfach (ruhig 30mal) betätigen.
Auch alle Potentiometer mehrfach von Anschlag zu Anschlag drehen. Wenn danach eine Änderung oder gar Besserung der Symptome eintritt, ist schonmal nix kaputt.

Selbst wenn etwas defekt ist, eine Reparatur oder gar Revision würde sich für mich in jedem Fall lohnen. Ganz besonders wenn es so ein schönes Familienstück ist. Da würde ich mich auch energisch gegen die Frau durchsetzen! Fachwerkstätten gibt es etliche, hier im Forum ist auch irgendwo eine Liste dazu angepinnt. Wo kommst Du denn her?


Gruß Sebi
hurrikane1982
Neuling
#3 erstellt: 17. Feb 2026, 23:59
Danke für die Infos! Das werde ich probieren und berichten.

Raum Bodensee / Konstanz
djsepulnation
Stammgast
#4 erstellt: 18. Feb 2026, 18:42
Hallo

Realistisch würd ich den Marktwert bei ca 400 ansetzen.Da leider der Zustand dementsprechend nicht so gut ist.
Die Anlage war damals eben Mittelklasse.Funktioniert bei den Lautsprechern der Hochtöner noch?Die machen gern die Grätsche mit der Zeit.
Ich an deiner Stelle würd sie behalten und den Verstärker herrichten lassen.Wenn du dir das selber zutraust umso besser/billiger
Der Plattenspieler ist n Direkttriebler da brauchst nicht mal Riemen wechseln.
Das Kassettendeck ist da schon aufwändiger.Müssten eventuell mal die Riemen getauscht werden.
Der Verstärker hat ein Schaltnetzteil und ein gekapseltes Lautsprecher Poti von Alps.Das kann man zerlegen und reinigen.Eventuell ist es auch nur eine kalte Lötstelle.
Wenn er sich grundsätzlich einschalten lässt und Musik wieder gibt ist ne Reperatur kein Problem.Aber wenn das Schaltnetzteil die Grätsche macht wirds umso komplizierter.
Liegt an dir was du damit machst.Schau mal in Kleinanzeigen nach was für die Geräte verlangt wird dann hast n Richtwert.
DB
Inventar
#5 erstellt: 19. Feb 2026, 17:26
Der Tuner ist nicht gewöhnlich: 7fach abgestimmt (übliche Tuner nur 3-4fach), zwei Bandbreiten hat er auch, eine überdurchschnittliche, fast frequenzkonstante Übersprechdämpfung auch.

MfG
DB
scerms
Stammgast
#6 erstellt: 20. Feb 2026, 05:00
Mittelklasse würde ich nicht unterschreiben…
Der Verstärker ist das zweithöchste Modell, das damals von Sony angeboten wurde.
Der Plattenspieler ist auch ziemlich gut.
Zum Tuner wurde auch schon was geschrieben.

Gruß Sebi
hammermeister55
Stammgast
#7 erstellt: 20. Feb 2026, 15:56
Noch etwas ist zu beachten das System auf dem X40 ist nicht für den J Tonarm geeignet, Nadelabstand 52 mm, der J-Tonarm braucht 49 mm.
Valenzband
Inventar
#8 erstellt: 20. Feb 2026, 18:37

hurrikane1982 (Beitrag #1) schrieb:
Sony TA-6FB
Der Verstärker lässt sich nicht mehr richtig lauter stellen, der Ton kratzt stark.
Der rechte Lautsprecher bzw. Kanal funktioniert nicht korrekt.
Ich hatte den Verstärker bereits bei einem lokalen HiFi-Fachgeschäft. Nach etwa sechs Wochen bekam ich die Rückmeldung, dass man nicht viel machen könne, da keine Ersatzteile mehr verfügbar seien. Ob es wirklich nicht möglich ist oder der Aufwand einfach zu groß war, kann ich nicht beurteilen.
Lässt sich der Verstärker grundsätzlich noch reparieren? Wenn ja, an wen sollte ich mich wenden (Spezialisten für Vintage-HiFi?)

Vieles hängt davon ab, ob es das spezielle Sony-IC "CX171" erwischt hat. Das ist leider so gut wie gar nicht mehr zu bekommen. Wenn überhaupt, dann ist es meist ein nicht funktionierendes chinesisches Fake-Teil zu Wucherpreisen.
Bevor irgend etwas Anderes im Detail untersucht, oder erneuert wird, sollte man sicher sein, dass dieses IC überhaupt noch OK ist. Wenn nicht, kann man evtl. noch ein Schlachtgerät auftreiben (das IC wurde seinerzeit in mehreren Sony Modellen verbaut), oder einfach einen noch funktionierenden 1:1 Ersatz des Geräts. Das dürfte aber altersbedingt schon ähnliche Probleme haben, oder bald entwickeln, weshalb ohnehin eine Revision sinnvoll wäre.


[Beitrag von Valenzband am 20. Feb 2026, 20:47 bearbeitet]
DB
Inventar
#9 erstellt: 21. Feb 2026, 11:30
Das Innenleben des CX171 ist etwas umfangreicher, es würde einige Mühe bereiten, dafür eine Ersatzplatine zu schnitzen.

MfG
DB
djsepulnation
Stammgast
#10 erstellt: 21. Feb 2026, 16:52
Denke der TE ist e schon ausgestiegen.Im Netz gibt es genügend Infos und Reperatur Berichte zu dem Verstärker.
Und n kratzendes Poti und n Kanalausfall müssen ja nicht unbedingt mit n defekten IC zu tun haben.
Was ich nicht wusste ist das der Amp heute 4-500 eur bringt wenn er revidiert ist.
Alle Achtung also durchaus erhaltungswürdig die Sonys....
scerms
Stammgast
#11 erstellt: 21. Feb 2026, 17:38
Ich befürchte auch, der TE ist längst raus. Vielleicht wollte er nur einen Verkaufspreis wissen…
Seitdem ist irgendwie Funkstille. Den Versuch, alle Potis und Schalter mehrfach zu bewegen hätte man bei ernstem Interesse innerhalb von 4 Tagen problemlos durchführen und kurze Rückmeldung geben können.
Schade.
hurrikane1982
Neuling
#12 erstellt: 21. Feb 2026, 21:40
Nein bin hier und lese fleißig mit, so viel Background Wissen habe ich nicht und bewundere wieviel Wissen hier ist.

Jetzt verstehe ich wie sich andere fühlen wenn ich als ITler mit ITlern mich unterhalte.

Ich war bis heute geschäftlich unterwegs und nächste Woche und die Woche darauf bin ich in Berlin.

Eventuell spanne ich morgen mal meine Kids ein die freuen sich sicherlich die „Knöpfe“ zu drehen.

Danke für eure Zeit.
scerms
Stammgast
#13 erstellt: 22. Feb 2026, 00:14
Da bin ich schon etwas erleichtert. Habe befürchtet, die Anlage wurde bereits entsorgt oder verramscht.
Ich drücke die Daumen das es nur an oxidierten oder verstaubten Schaltern und Potis liegt.
Bitte dann noch melden ob/was sich getan hat!
Gruß Sebi
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