Nassläufer-Füssigkeit selbst mischen

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easybeck
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 29. Okt 2005, 09:24
Hallo zusammen und ein schönes Wochenende,
wer kennt das genaue Mischungsverhältnis von Alkohol und destilliertem Wasser um Nassläufer-Flüssigkeit selber zu machen.

Pro/Kontra zum Thema Nassabspielen?
sounddynamics
Stammgast
#2 erstellt: 29. Okt 2005, 16:35
Z.b.

70% Wasser dest + 30 % Isopropyalkohol

wird auch zum Plattenwaschen genutzt. Verfliegt vollständig.


Grüsse

THomas
Superhirn
Stammgast
#3 erstellt: 29. Okt 2005, 17:37
Man sollte noch darauf hinweisen, dass "destilliertes Wasser", das z.B. für Bügeleisen verkauft wird, nicht genügt.
Das ist oft nur Jonen-ausgetauscht und enthält viel Salz.
Druide16
Inventar
#4 erstellt: 29. Okt 2005, 18:10
Moin,

also ich nutze auch das ganz billige AquaDest aus dem Baumarkt. Da steht drauf: Demineralisiert und vollentsalzt nach VDE 0510. Habe absolut keine Probleme damit. Das Ampuwa-Zeugs aus der Apotheke ist viel zu teuer und außerdem nur zusätzlich sterilisiert für medizinische Zwecke.

Edit: Schreibfehler

Gruß,

V.


[Beitrag von Druide16 am 29. Okt 2005, 18:12 bearbeitet]
sibro
Stammgast
#5 erstellt: 29. Okt 2005, 18:13
Macht einen kleinen verdunstungstest i.schale (5-10 ccm), dann seht ihr (evtl.)rückstände. Aqua dest. f. Autobatt. muß wohl reiner sein als bügeleisenwasser ?! -
frühergabs im lencoclean noch gewisse minimale gleitzusätze, zB. tenside mit weniger als 1 promille, welche auch noch reinigen. das bürstchen war dann immer mal auszuwaschen nach einigen LP-abspielungen
Druide16
Inventar
#6 erstellt: 29. Okt 2005, 18:27

sibro schrieb:

frühergabs im lencoclean noch gewisse minimale gleitzusätze, zB. tenside mit weniger als 1 promille, welche auch noch reinigen. das bürstchen war dann immer mal auszuwaschen nach einigen LP-abspielungen :.


Das war wohl kein Gleitzusatz, sondern eher ein Netzmittel, damit ein gleichmäßiger Feuchtigkeitsfilm entsteht.
Ich habe in 20 Jahren Nassabspielen nie das Bürstchen ausgewaschen, höchstens mal ein paar Flusen entfernt.

@easybeck
Dieses Netzmittel fehlt auch noch in der Rezeptur von Sounddynamics. Du kannst Dir entweder Netzmittel aus dem Fotobedarf besorgen oder einfach einen Tropfen Spüli nehmen.

Gruß,

V.
easybeck
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 30. Okt 2005, 21:46
Vielen Dank,
damit ist mir schon sehr geholfen.
easybeck
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 10. Nov 2005, 21:10
Noch schnell eine Frage zu der Mischung.
Der Tropfen Netzmittel kommt auf welche Menge Flüssigkeit?
Ich mische immer 250 ml, ist da ein Tropfen Netzmittel zuviel?
Wraeththu
Inventar
#9 erstellt: 10. Nov 2005, 21:20

Druide16 schrieb:
Moin,

also ich nutze auch das ganz billige AquaDest aus dem Baumarkt. Da steht drauf: Demineralisiert und vollentsalzt nach VDE 0510. Habe absolut keine Probleme damit. Das Ampuwa-Zeugs aus der Apotheke ist viel zu teuer und außerdem nur zusätzlich sterilisiert für medizinische Zwecke.

Edit: Schreibfehler

Gruß,

V.

Ganz umsonst (da abfallprodukt) ist das Wasser, das beim Kondenswäschetrockner anfällt. Da es aus dampf rückkondensiert wird sollte es sehr steril und auserdem Salz und klakfrei sein...sollte sich gut eigenen
alice35
Inventar
#10 erstellt: 10. Nov 2005, 21:40
Jetzt muß ich mich auch mal gegen die allgemeine Meinung wenden:
wie immer gibt's ein pro und ein contra:

Pro: Knackser vielleicht sogar Kratzer werden mit Verwendung vieler Mittel stark stark vermindert (ich schreibe extra nicht unterdrückt ).

Contra: Die Abtastnadel ist nicht mehr in der Lage, den gesamten Frequenzbereich wiederzugeben.

Zum Anderen: Spielt mal eine seit langem nass abgespielte Platte trocken ab, und ihr werdet entsetzliche Geräusche hören.

Sorry, war nur ein Tipp
easybeck
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 10. Nov 2005, 22:05
...verratet mir doch mal eure "Geheimrezepte".
alice35
Inventar
#12 erstellt: 10. Nov 2005, 22:54
Entschuldige, aber das Rezept ist die Platte sauber halten.
...und natürlich (so weit wie's geht) ANTISTAC - MÄSSIG zu behandeln. Und da gibt's wirkich gute Sachen! Stichwort Nakaoka...

mfg
pragmatiker
Administrator
#13 erstellt: 10. Nov 2005, 23:30

alice35 schrieb:
Entschuldige, aber das Rezept ist die Platte sauber halten.
...und natürlich (so weit wie's geht) ANTISTAC - MÄSSIG zu behandeln. Und da gibt's wirkich gute Sachen! Stichwort Nakaoka...

mfg :prost


Und daß man Schallplatten nicht auf den aktiven Flächen anfaßt, damit Fingerfett keine Chance hat, mit der Rillenstruktur in Berührung zu kommen, versteht sich ja wohl von selbst....genausowenig, wie man mit den Fingern in Schallplattenhüllen reinfaßt...

Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 10. Nov 2005, 23:31 bearbeitet]
easybeck
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 10. Nov 2005, 23:42
schmunzel...
Ich grabe mit meinen Platten nicht den Garten um und ich patsche auch nicht darauf....
Meine Frage bezog sich eher auf das Netzmittel in der Flüssigkeit.
welches, wieviel, oder besser keins dazugeben, bringt es etwas, wollte mal eure Meinung dazu hören.
Ich mische 70/30 und benutze kein Netzmittel.
Pro/Contra???
Alle meine neuen Platten laufen trocken, nur die alten nassgelaufenen werden weiter über meinen Lencoclean versorgt.
pragmatiker
Administrator
#15 erstellt: 10. Nov 2005, 23:47

easybeck schrieb:
:D schmunzel...
Ich grabe mit meinen Platten nicht den Garten um und ich patsche auch nicht darauf....
Meine Frage bezog sich eher auf das Netzmittel in der Flüssigkeit.
welches, wieviel, oder besser keins dazugeben, bringt es etwas, wollte mal eure Meinung dazu hören.
Ich mische 70/30 und benutze kein Netzmittel.
Pro/Contra???
Alle meine neuen Platten laufen trocken, nur die alten nassgelaufenen werden weiter über meinen Lencoclean versorgt.


Ich hatte vor vielen Jahren auch mal so eine "Naßabspielphase". Heute jedoch: Schallplatten, die naßabgespielt wurden, sauber waschen und dann nur noch trocken spielen. Die Gründe wurden von meinen Vorrednern oben schon genannt: Die Nadel soll in ihren Abtasteigenschaften nicht durch die Naßabspielflüssigkeit ausgebremst werden...

Grüße

Herbert
easybeck
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 11. Nov 2005, 00:04
...was haltet ihr von der Disco-Antistat Waschmaschine?
Da sie nicht absaugt, befürchte ich, dass sich der "Dreck" nur verteilt und wieder antrocknet.
Eine Alternative?
Mein Hifi-Händler möchte 2,50 € für die Reinigung einer Platte.
Ich bin mit dem Lencoclean sehr zufrieden, auch wenn nicht alle Informationen in meinen Lautsprechern ankommen.
Druide16
Inventar
#17 erstellt: 11. Nov 2005, 00:30

easybeck schrieb:
...was haltet ihr von der Disco-Antistat Waschmaschine?
Da sie nicht absaugt, befürchte ich, dass sich der "Dreck" nur verteilt und wieder antrocknet.


Du sagst es.

Alternative? Eine PWM (mit Absaugung!)

Wie viele Platten hast Du denn? Du mußt für Dich abschätzen, ob es sich für Dich lohnt, eine PWM anzuschaffen. Ich hatte ca. 100 Platten zu waschen und bin zu dem Schluß gekommen, daß es ohne nicht geht. Schließlich wollen auch Neuerwerbungen gewaschen werden.

Gruß,

V.
easybeck
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 11. Nov 2005, 09:08
Ich habe ca. 300 Platten und überlege schon mir eine PWM anzuschaffen, aber welche?
Ich möchte keine 1500,-€ ausgeben. Für das Geld kaufe ich mir lieber einen Plattenspieler.
Was könnt ihr empfehlen und was kostet der Spaß?
alice35
Inventar
#19 erstellt: 11. Nov 2005, 09:44

pragmatiker schrieb:

alice35 schrieb:
Entschuldige, aber das Rezept ist die Platte sauber halten.
...und natürlich (so weit wie's geht) ANTISTAC - MÄSSIG zu behandeln. Und da gibt's wirkich gute Sachen! Stichwort Nakaoka...

mfg :prost


Und daß man Schallplatten nicht auf den aktiven Flächen anfaßt, damit Fingerfett keine Chance hat, mit der Rillenstruktur in Berührung zu kommen, versteht sich ja wohl von selbst....genausowenig, wie man mit den Fingern in Schallplattenhüllen reinfaßt...

Grüße

Herbert


Toller Beitrag, als ob wir das nicht alle wüssten

mfg (war nicht böse gemeint)
pragmatiker
Administrator
#20 erstellt: 11. Nov 2005, 10:36

alice35 schrieb:

pragmatiker schrieb:

alice35 schrieb:
Entschuldige, aber das Rezept ist die Platte sauber halten.
...und natürlich (so weit wie's geht) ANTISTAC - MÄSSIG zu behandeln. Und da gibt's wirkich gute Sachen! Stichwort Nakaoka...

mfg :prost


Und daß man Schallplatten nicht auf den aktiven Flächen anfaßt, damit Fingerfett keine Chance hat, mit der Rillenstruktur in Berührung zu kommen, versteht sich ja wohl von selbst....genausowenig, wie man mit den Fingern in Schallplattenhüllen reinfaßt...

Grüße

Herbert


Toller Beitrag, als ob wir das nicht alle wüssten

mfg (war nicht böse gemeint)



Hab' nur laut gedacht...tschuldigung...und dabei sind mir wieder Schallplattenmißhandlungsszenen aus der Vergangenheit eingefallen, die ich bei so manchen Leuten mit ansehen mußte...deswegen sind mir diese Gedanken in die Tastatur gerutscht....

Nix füa unguad

Herbert
Hüb'
Moderator
#21 erstellt: 11. Nov 2005, 10:53
Hi!

Als Netzmittel empfehle ich ganz besonders dieses hier:

MIRASOL 2000 ANTISTATIC
Antistatisches Netzmittel und Hochglanzmittel mit bakterizider Wirkung. Verdünnung 1 + 400, in Maschinen bis 1 + 1000 als Netzmittel, 1 + 40 als Hochglanzmittel


Ist durch die zusätzliche antistatische Wirkung sehr gut geeignet. Es muss allerdings stark verdünnt werden, sonst besteht die Gefahr eines Schmierfilms auf den LPs. Ein Mischungsverhältnis von 2,5 ml auf 1000 ml (=1 Liter) ist völlig ausreichend.

Lieben Gruß

Hüb'
Peter_Wind
Inventar
#22 erstellt: 11. Nov 2005, 10:58
Ich habe früher einfach einen Tropfen Pril benutzt.
Die Nass-Phase aber aus den bereits genannten Gründen wieder sein gelassen. Deckel zu eine nicht stattische Bürste das war´s dann.
Und o Graus, die Platten vorher im destilierten Spülwasser per Hand gewaschen.
Druide16
Inventar
#23 erstellt: 11. Nov 2005, 12:38

easybeck schrieb:
Ich habe ca. 300 Platten und überlege schon mir eine PWM anzuschaffen, aber welche?
Ich möchte keine 1500,-€ ausgeben.


Moin,

bei der Anzahl Platten würde ich nicht lange zögern und mir eine PWM gönnen.

Hier einige Vorschläge am unteren Preislimit:

Für ca. 250,- € gibt es die Nitty Gritty Basic (springair.de).
Für ca. 325,- € gibt es die Okki Nokki (mhmv.de).

Für weitere Infos zu den PWMs kannst Du mal die Suchfunktion bemühen und auch mal hier nachsehen.

Ich nutze die NG Basic und bin bisher zufrieden mit dem Teil.

Gruß,

V.
aberlouer
Inventar
#24 erstellt: 11. Nov 2005, 15:28
Ich habe früher auch meine LPs nass abgespielt. Heute nur noch trocken. Um die Scheiben wieder hörbar zu machen, habe ich alle (ca. 1300) gewaschen und zwar mit dem "cheap thrill".

Mitlerweile bin ich bei ca. 1700 LPs angekommen und ich wasche jeden Neuzugang, bevor er auf den Teller kommt.

Schau mal im Analog Forum http://www.analog-forum.de/index.htm und suche nach cheap-thrill.

Edit: Schreibfehler


[Beitrag von aberlouer am 11. Nov 2005, 15:29 bearbeitet]
Hüb'
Moderator
#25 erstellt: 11. Nov 2005, 16:16
Ergänzung:
Bevor jemand denkt 'Tetenal Mirasol 2000 antistatic' sei irgendeine windig-esoterische High-Lotion: das ist ein Netzmittel aus dem Fotohandel:
http://www.directsho...80_fotochemikalien_p
Das reicht für 100 Liter Reinigungs- bzw. Nassläuferflüssigkeit.

Grüße

Hüb'
Druide16
Inventar
#26 erstellt: 11. Nov 2005, 17:49
Hallo Hub'

danke für den Link. Ich habe bisher immer Spüli als Netzmittel zum Plattenwaschen benutzt.
Da das aber nicht das gelbe vom Ei ist, wollte ich langsam mal auf ein echtes Netzmittel umsteigen. Hatte bisher nur nichts gefunden.

Gruß,

V.
easybeck
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 11. Nov 2005, 23:30
Vielen Dank für die ganzen Infos.
An dieser Stelle möche ich das Forum mal sehr loben, es ist wirklich Gold wert.
herr_frank
Stammgast
#28 erstellt: 11. Nov 2005, 23:56
V.[/quote]
Ganz umsonst (da abfallprodukt) ist das Wasser, das beim Kondenswäschetrockner anfällt. Da es aus dampf rückkondensiert wird sollte es sehr steril und auserdem Salz und klakfrei sein...sollte sich gut eigenen[/quote]


Das solltest du aber noch einmal filtern, z.B. durch einen Kaffeefilter, weil noch sehr viele winzige Fasern in dem Wasser sind.

Grüsse...
easybeck
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 12. Nov 2005, 12:07
Guten Morgen zusammen,
ich werde gleich mal in einen Fotoladen gehen und mir eine Flasche "MIRASOL 2000 ANTISTATIC" kaufen.
Ich denke ein Tropfen auf 250 ml sollte reichen um mein audio-technica zu verwöhnen ;).
Mal im ernst, habe mal geguckt was man so zum Thema "MIRASOL 2000 ANTISTATIC" findet und glaube, dass es den Platten nur gut tun kann.
Hier noch ein Vinyl-Tipp von mir: Apocalyptica -Reflections-
....hört mal rein.



[Beitrag von easybeck am 12. Nov 2005, 12:42 bearbeitet]
sibro
Stammgast
#30 erstellt: 12. Nov 2005, 13:45
Jeder Zusatz an Spül-, Gleitmittel hinterläßt Spuren in den Rillen (waren auch zb. Fluortenside uä.), deshalb gibts seit einiger Zeit die "Platten-Waschmaschinen", soll auch gewisse Wunder bewirken, zumal bei den Schellacks,-- geht mal zB. auf die Highend-Messe/München (Mai 06), da sind die Aussteller. - Mir ist das ständige Lenco-Prinzip bzw. der Aufbau zu aufwendig, alte LPs anzuhören. Ab und zu damit auch reinigen, ist schon mal förderlich.
kanadagrami
Schaut ab und zu mal vorbei
#31 erstellt: 12. Nov 2005, 17:27
Leute, macht die Sache doch nicht komplizierter, als sie ist.

Seit ca. 20 Jahren spiele ich ausnahmslos alle meine Platten nass ab mit einem LENCO clean-L (swiss made). Die damals mitgelieferte Origal-Flüssigkeit habe ich - auch als es sie noch gab - nie nachgekauft sondern mir eine eigene Mischung hergestellt, bestehend aus

9 Teile destilliertes Wasser (aus der Apotheke!) +
1 Teil reinen Alkohol (ebenfalls aus der Apotheke).

Destilliertes Wasser, damit keine Kalkrückstände entstehen, Alkohol, damit eine schnellere Verdunstung erfolgt. Beides aus der Apotheke wegen der damit garantieren Reinheit und Geruchsfreiheit. Damit entsteht niemals - und ich meine wirklich "niemals" - ein Rückstand. Aus was sollte dieser auch bestehen?

Einen Klang-Qualitätsabfall habe ich ebenfalls noch nie festgestellt, im Gegenteil, das feine Knistern, welches durch die elektrostatische Aufladung während des Abspielens beim Trockenspielen immer entsteht (Reibung!), entfällt vollkommen.

Es ist schlicht ein Märchen, dass einmal nass abgespielte Platten nie mehr trocken abgespielt werden können. Das ist nur der Fall, wenn schmutzige Platten und insbesondere zuvor mit Antistatic-Spray oder -Tüchern behandelte Platten nass abgespielt wurden. Die alkoholhaltige Flüssigkeit verdünnt dann den Schmutz bzw. die Antistatic-Rückstände und lagert dieselben anschließend als regelrechte Schmutz- und Fettschwarte zwischen den Plattenrillen ab. Dass solche Platten trocken abgespielt fürchterlich klingen, versteht sich von selbst. Da hilft dann nur noch eine Handwäsche (warmes Wasser + Spülmittel). Die Handwäsche empfehle ich ohnehin jedem, der und bevor er anfängt seine Platten nass abzuspielen.

Ein weiterer Vorteil des Nassabspielens liegt übrigens darin, dass durch die geringere bzw. geschmeidigere Reibung sowohl Platte als auch Diamant weniger abgenützt werden (es ensteht auch keine Reibungshitze), so dass beide eine längere Lebensdauer haben werden.

Also, keine Angst, ihr habt beim Nassabspielen nur Vorteile . Viel Spaß und Vergnügen!
easybeck
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 12. Nov 2005, 17:40
Nur 10 % Isopropanol ???
Das einzige mir bekannte Mischungsverhältnis ist 30 % Isopropol und 70 % destilliertes Wasser.
Das Verhältnis benutze ich jedenfalls und alle die ich kenne.
Druide16
Inventar
#34 erstellt: 12. Nov 2005, 17:50

kanadagrami schrieb:

Es ist schlicht ein Märchen, dass einmal nass abgespielte Platten nie mehr trocken abgespielt werden können. Das ist nur der Fall, wenn ...


Moin,

Deine Erfahrungen kann ich so nicht bestätigen. Ich habe meine Platten auch 20 Jahre lang nass abgespielt. Allerdings immer mit dem original Lencoclean-Fluid. Meine Platten habe ich alle neu gekauft, nie verliehen oder mit irgendwelchen Mittelchen behandelt. Sie waren somit immer sauber. Trockenabspielen war bei diesen Platten aber nicht mehr möglich. Erst nach einer Plattenwäsche waren die Platten wieder ohne Nebengeräusche geniessbar.


kanadagrami schrieb:

Einen Klang-Qualitätsabfall habe ich ebenfalls noch nie festgestellt, im Gegenteil, das feine Knistern, welches durch die elektrostatische Aufladung während des Abspielens beim Trockenspielen immer entsteht (Reibung!), entfällt vollkommen.


Was das Knistern angeht, gehen meine Erfahrungen in die gleiche Richtung. Was den Klangverlust angeht, kann ich ehrlicherweise keine Aussage machen, da ich auf meiner alten Anlage immer naß abgespielt habe und auf der neuen Anlage nur trocken. Ich hatte allerdings nie den Eindruck, daß der Klang durch das Nassabspielen beeinträchtigt wird.


kanadagrami schrieb:

Ein weiterer Vorteil des Nassabspielens liegt übrigens darin, dass durch die geringere bzw. geschmeidigere Reibung sowohl Platte als auch Diamant weniger abgenützt werden (es ensteht auch keine Reibungshitze), so dass beide eine längere Lebensdauer haben werden.


Dies kann ich nur bestätigen.

Gruß,

V.
Druide16
Inventar
#35 erstellt: 12. Nov 2005, 17:54

easybeck schrieb:
Nur 10 % Isopropanol ???
Das einzige mir bekannte Mischungsverhältnis ist 30 % Isopropol und 70 % destilliertes Wasser.
Das Verhältnis benutze ich jedenfalls und alle die ich kenne.


Wenn ich heute noch nassabspielen würde, dann nur auf zuvor gereinigten Platten. Und dann müsste das Mischungsverhältnis von Kanadagrami reichen. 30% IPA und 70%AquaDest ist das Mischungsverhältnis zum Plattenwaschen.

Gruß,

V.
cr
Inventar
#36 erstellt: 14. Nov 2005, 00:13
Auch ich habe damals alle meine Platten naßgereinigt. Gerade bei Klassik war die sonstige Knisterei störend. Das Nassreinigen brachte deutliche Besserung.
Leider kann ich nicht bestätigen, dass sich naßgereinigte Platten trocken gut abspielen lassen. Alle Platten, die ich danach verschenkte, unterzog ich einer gründlichen Reinigung, ehe sie wieder brauchbar waren.

Eine klangliche Beiinträchtigung durch die Flüssigkeit konnte ich nie feststellen, und das System war nicht das Schlechteste (wenn auch noch kein HiEnd), Shure V15/4.
easybeck
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 14. Nov 2005, 20:15
...da kommt mir doch noch eine Frage.
Wer kennt den Unterschied zwischen Lencoclean -C-, den ich benutze und einem Lencoclean -L-?

Druide16
Inventar
#38 erstellt: 14. Nov 2005, 21:07
Moin,

das Teil aud Deinem Dreher sieht aus wie mein alter Lenco-L.

Gruß,

V.
easybeck
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 14. Nov 2005, 21:12
....ist aber ein -C-.
Dann wird der Unterschied wohl nicht so gravierend sein.
Mein Lencoclean läuft immer etwas hinter der Nadel her, wie kann ich das einstellen?
Druide16
Inventar
#40 erstellt: 14. Nov 2005, 21:31
Moin,

entweder mit anderer Positionierung des Armes oder, das habe ich auch gemacht, indem Du den Bürstenkopf auf dem Rohr etwas in der Länge variierst.

Gruß,

V.
easybeck
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 14. Nov 2005, 21:50
Danke, das versuche ich gleich mal aus.
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