Unterliegen Verstärker einem Verschleiß ?

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phippel
Stammgast
#1 erstellt: 12. Feb 2005, 11:12
Hallo,
ich besitze schon seit längerem einen schönen Tandberg TR 2075. Ich habe das Gerät gebraucht erworben, es befindet sich außen und innen in einem - wie mir scheint - sehr gepflegten Zustand: kein Staub, nichts kratzt. Alles sieht unverbastelt aus.
An meinen neuen modernen Boxen (Dynaudio) klingt der Tandberg aber leider etwas lasch und müde. Das Klangbild ist zwar auch bei hohen Lautstärken ganz ruhig und mit richtigem Tiefbass - an den Lade-Elkos scheint es nicht zu liegen (oder?). Insgesamt fehlt es an Durchzeichnung und Bissigkeit.
Was mich interessieren würde, ist ob der Tandberg immer schon so geklungen hat - ob damals die Abstimmung einfach eine andere war (meinen alten 80er Jahre Boxen hat der Tandberg mit dieser Abstimmung (also straff und zurückhaltend) "Manieren beigebracht") - oder ob tatsächlich der Klang eines Verstärkers über die Jahrzehnte "müde" wird?
Danke
Philipp
richi44
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 12. Feb 2005, 14:29
Tandberg ist eine hochwertige Marke gewesen. Die haben nichts auf "Sounding" gegeben, was ja auch völlig richtig ist. Das bedeutet, dass der Klang neutral ist. Ob das jemandem gefällt oder nicht, ist eine andere Frage. Jedenfalls wirst Du den Klang nicht ändern können, auch wenn Du allenfalls die schon etwas älteren Elkos in der Scahltung auswechselst. Du bekommst damit etwas mehr Kraft in Impulsen, also kann ein Bass etwas druckvoller erscheinen. Aber das müsste man ausmessen.
Ein müder Klang ohne Biss ist eine Umschreibung, die ich mir zwar vorstellen kann, die aber keinen technischen Hintergrund hat. Da wird ohne Bastelei nichts besser, weil es nichts zu verbessern gibt.
Die Dynaudio sind meist auch sehr präzise, aber ohne AHA-Effekt. Sie bringen, zusammen mit dem ehrlichen Tandberg, die Musik so, wie sie aufgenommen wurde. Ob das einem gefällt oder nicht, steht auf einem anderen Blatt.
doc_relax
Inventar
#3 erstellt: 12. Feb 2005, 18:01
Hi,
möglich daß der Reciever und die Boxen einfach nicht zueinander passen. Das erlebe ich ständig. Ich habe z.B. ein paar Braun-Boxen hier rumstehen, die klingen nur an einem einzigen meiner Receiver gut. An den anderen kann ich mir das nicht antun, schrille Höhen oder lasche Bässe.
Vielleicht erwischst du ja bei ebay mal ein paar preiswerte Boxen, mit denen du einen Glücksgriff machst.
Gruß
doc


[Beitrag von doc_relax am 12. Feb 2005, 18:02 bearbeitet]
ukw
Inventar
#4 erstellt: 12. Feb 2005, 21:12
macyork
Stammgast
#5 erstellt: 26. Feb 2005, 16:21
Hi Philipp,

Du solltest mal diesen Bericht lesen:

http://www.hifi-foru...um_id=30&thread=8297

Grüße

macyork
phippel
Stammgast
#6 erstellt: 27. Feb 2005, 16:19

macyork schrieb:
Hi Philipp,

Du solltest mal diesen Bericht lesen:

http://www.hifi-foru...um_id=30&thread=8297

Grüße

macyork


hallo macyork,
danke für den link.
mittlerweile hat sich bei mir die situation drastisch verbessert: ich habe das boxenkabel gegen ein kimber 4vs ausgetauscht und plötzlich klingen der tandberg und die dynaudios als hätten sie sich von einem gewaltigen schnupfen erholt! so was habe ich noch nie erlebt, zumal ich beide kabel schon lange besitze und oft verglichen habe (an anderen boxen/verstärker).
Der tandberg klingt jetzt keineswegs mehr bedeckt. aber ansonsten - denk (-ich ohne es zu wissen) - muß ich wohl eher in den 4 stelligen eurobereich gehen um den tandberg eindeutig zu toppen.
philipp


[Beitrag von phippel am 27. Feb 2005, 16:22 bearbeitet]
ukw
Inventar
#7 erstellt: 27. Feb 2005, 19:15
@ macyork & phippel: Ihr müßtest erst einmal meinem Kabel hören! Ich habe schon einige Kabel probiert - sowohl Cinch als auch XLR! Aber dieses kabel, das über 23 Jahre in einer Disko eingespielt worden ist muß eine dermaßen feinkristalline CU Struktur besitzen - da hörst Du die Bühne soooo grooooß und weiiiiiiiit, wie mit keinem anderen mir bekannten Kabel.
Probiers einmal aus. Wenn Du die Gelegenheit haben soltest an so eine Strippe zu kommen anfang der 80ziger ich würde sagen, besonders die Jahrgänge vor Tschernobyl also vor dem 26. April 1986
(Hinweis mit Datum für die jüngeren Forumsteilnehmer) sind da sehr gefragt. Unter den wirklichen Cracks der High-Ender keine Frage - es können nur Kabel aus der Zeit vor dem 26.04.1986 diese Musikalität entwickeln. Bei einem Hörtest mit einem high fidelen Freund bemerkte er sofort, wie ungemein sauber die Fokussierung ist - in den Höhen spielt es engagiert und präzise auf und entwickelt richtig Drive.
Es gehört zweifelsfrei zu den ambitioniertesten Einsteigerkabeln für die HighEnd-Weihen. Wir waren überrascht, wie selbstverständlich groß und über den Frequenzbereich stimmig sowie bezüglich der Energieverteilung gleichmäßig das kleine schwarze Select-NF überträgt. In der Grundtendenz sonor und samtig unterschlägt es keinerlei Details. Die Wiedergabe erscheint offen und in sich hervorragend gegliedert. Ich persönlich führe das auf die "Reife" des Kabels zurück. Durch diese gewann das Klangbild hinsichtlich Natürlichkeit,Atem und Überzeugungskraft nämlich ungemein.
Es ist wie bei gutem Wein.
Nicht unterschätzen darf man den hochwertigen Kunststoff (ich möchte dieses Edle Material nicht einfach "Plastik" nennen) aus dem diese alten Kabel gefertigt sind. Inzwischen fast völlig frei von klangverfälschenden Weichmachern jeder Art, schrumpfen die damals schon ergonomisch perfekt geformten Stecker den schmalem Massepunkt an die Kontakte zwischen Signalquelle und Verstärker.
Im Vergleich zu einem KS1011, das mit WBTs normalem Metallstecker ausgerüstet war (um 670 Euro), drängte die Lakritz-Variante den Konservencharakter des Dargebotenen erheblich zurück. Das Spektrum wirkte tiefer und löste sich besser von den Boxen. Tonal bekamen Stimmen wie Instrumente über das Metallstecker-KS 1011 eine kühle, ja fast strenge Note.

Dazu meinte mein alter Hifi Freund von der Insel nur:
Its overall sound is "smooth, detailed, and slightly cool,
" with "unsurpassed natural clarity and freedom from edge."

Was Du wohl sagen würdest, wenn Du dieses Kabel hören dürftest???
Stell Dir vor mit meinem Kabel Ricki Lee Jones Fillmore Auditorium Live zu hören - da vergißt Du wirklich,
daß Du in Deinem Wohnzimmer auf dem Sessel sitzt

Buddy_52
Neuling
#8 erstellt: 27. Feb 2005, 20:01
Hallo, ich habe einen Tandberg TR 2080 ca. 10 Jahre lang betrieben, inwzischen ist er bei meinem Bruder gelandet und älter geworden. Der Receiver ist einfach Spitze !
Er hat ihn heute noch und wird ihn niemals abgeben. Der Klang und die Leistung hat niemals Zweifel aufkommen lassen, bis heute tut er brav seinen Dienst.(ca. 20 Jahre) Ob Zimmerlautstärke oder Dauerstress(Party)das Gerät war nie defekt.Klangmässig und auch Empfangsmässig ist er selbst heute nicht zu toppen, es sein denn man greift sehr tief in die Brieftasche.

http://bmwe9coupe.bm...lage/hifi/tr2080.jpg
phippel
Stammgast
#9 erstellt: 28. Feb 2005, 12:06

ukw schrieb:



jaja- schon gut!
die botschaft ist angekommen.
auch wenn es jetzt ein bisschen blöd klingt, ich würde keinesfalls wetten, dass das kimberkabel den besseren klang ausmacht.
da ich - wie gesagt - selbst schon viel mit kabel experimentiert habe, und weiß welchen (kleinen bis mittleren bis gar keinen )einfluß ein kabel ausmacht, kann es durchaus sein, das ich das vorherige kabel irgendwie falsch (?) angeschlossen habe, da ich selbst diesen unterschied einem kabel nicht zutraue.
der akt des tauschens hat auf jeden fall den klang dermaßen verbessert, der über einbildung weit hinausgeht- wie auch immer.
ich werde wieder zurücktauschen und berichten.
p

@UKW
ps: vielleicht kannst Du ja ein Kabel direkt aus dem Tschernobyl-Sarkophag auf dem Schwarzmarkt ergatttern: soll besonders leuchtende Klangfarben erzeugen!


[Beitrag von phippel am 28. Feb 2005, 12:17 bearbeitet]
andisharp
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 28. Feb 2005, 17:18
Selten so gegröhlt. Habe noch nen ganzen Sack voll super eingespieltes "Vor-Tschernobyl-Kabel" mit besonders formschönen Vor-Wende-Design Chinchsteckern, wer unbedingt will, kann mir ja ein Angebot machen.
ukw
Inventar
#11 erstellt: 28. Feb 2005, 23:40
Um nichts in er Welt würde ich diese Kabel hergeben - sind ein audiophiler Geheimtipp
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