*** TEST: ACER V9800 - 4K-Projektor mit HDR ***

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George_Lucas
Inventar
#1 erstellt: 23. Feb 2017, 19:57
Acer V9800 mit Fernbedienung und Lens-Flares - Foto Michael B. Rehders
TEST: ACER V9800 – 4K-PROJEKTOR MIT HDR
Acer offeriert für 3999,- Euro seinen ersten 4K-fähigen Projektor. Der V9800 ist wie geschaffen für alle Heimkinofans, die hochauflösende 4K-Filme in besten Farben erleben wollen. Die nicht motorisierte Optik schmälert dabei ein wenig den Komfort. Ebenso ist die hörbare und nicht in Echtzeit arbeitende Auto Iris zu beklagen. Allerdings erscheinen alle Bildwerke mit einer Detailvielfalt, wie ich sie in dieser Preisklasse bislang noch nicht gesehen habe. Vor allem in hellen Szenen kann der Acer V9800 seine Stärken vollumfänglich ausspielen. Die gestochen scharfen Bilder und die beeindruckende Detaildarstellung lassen viele Filme in völlig neuem Glanz erstrahlen.
Doch der Reihe nach:


Ausstattung und Technik
Der Acer V9800 ist ein wirklich großer Heimkino-Projektor, der mit seinen 15 kg Gewicht und der vorzüglichen Verarbeitung ausgesprochen professionell daherkommt.
Die native Bildauflösung gibt Acer mit 3840 x 2160 Pixel an. Die Maximalhelligkeit wird mit 2200 Lumen beziffert, und das Kontrastverhältnis soll 1.000.000:1 betragen.
Die hochwertig verarbeitete Optik ist nicht motorisch steuerbar. Alle Einstellungen daran müssen händisch vorgenommen werden - also Fokus, Zoom und Lens-Shift.
Der Zoombereich ist mit einem Faktor von 1,5 für einen DLP-Projektor relativ großzügig bemessen. Der Vorteil: Große Flexibilität in der Aufstellung. So kann eine zwei Meter breite Leinwand formatfüllend aus einer Entfernung von 2,72 – 4,08 m ausgeleuchtet werden.
Dabei ist der V9800 mit ungefähr 26 dB im hohen Lampenmodus angenehm leise. Im niedrigen Lampenmodus geht der Geräuschpegel auf kaum noch hörbare 20 dB zurück. Stille Filme ohne ohrenbetäubende Action-Szenen können unbeeinträchtigt genossen werden.
3D-Filme kann der Acer V9800 nicht wiedergeben.
Die brandneuen Filme in HDR (High Dynamic Range), die auf 4K-Blu-ray und bei Netflix erhältlich sind, kann der V9800 hingegen darstellen.
Kalibrierungs-Profis und technisch versierten Heimkinofans steht ein 6-Achsen-Farbmanagement zur Verfügung, mit dem die Farben wunschgemäß angepasst werden können. Das ISF-Menü ist allerdings nur zertifizierten Fachleuten zugänglich, die ein Passwort zur Freischaltung besitzen.

Acer V9800 - Seitenansicht - Foto Michael B. Rehders
Alle Anschlüsse befinden sich an der Seite des Projektors. Das finde ich insofern praktisch, weil der Acer direkt hinten an eine Wand gestellt werden kann.


Acer V9800 - Bedienelement - Foto Michael B. Rehders
Diagonal unter den Anschlussterminals befinden sich mehrere Bedienungstasten, die hinter einer Schiebeklappe „unsichtbar“ verborgen werden können. Mit diesen Tasten gelingt eine sichere Navigation durch die Bildmenüs, falls die Fernbedienung mal nicht zur Hand sein sollte.


Acer V9800 - Fernbedienung beleuchtet - Foto Michael B. Rehders
Die handliche Fernbedienung besitzt beleuchtete Tasten, um im dunklen Heimkinoraum treffsicher alle Einstellungen vorzunehmen.


Acer V9800 - Lens-Shift-Regler - Foto Michael B. Rehders
Unter einer Klappe, die sich auf der Oberseite des V9800 befindet, sind die beiden Lens-Shift-Regler gut geschützt vor einer versehentlichen Bedienung.


Bildeinstellungen und Messungen
Im Bildmodus „sRGB“ wird der Farbraum perfekt dargestellt. Es sind keinerlei Änderungen notwendig für eine normgerechte Wiedergabe. Die Farbtemperatur und der Graustufenverlauf können im Grunde ebenfalls so bleiben wie sie sind, weil die Abweichungen zum HDTV-Standard sehr gering ausfallen. Mit diesem Preset sehen DVDs, Blu-rays und TV-Sendungen knackscharf aus und besitzen hervorragende Farben.

Wer trotzdem noch Änderungen vornehmen möchte an der Farbtemperatur, weil sich beispielsweise nach mehreren hundert Stunden das Farbspektrum der Lampe ein wenig verändert hat, der sollte den Bildmodus „Benutzer 1“ nutzen. Die Bildmodi „sRGB“ und „REC.709“ erlauben nämlich keine Farbtemperaturänderungen; das entsprechende Menü ist in diesen Modi leider „ausgegraut“.


Acer V9800 - Screenshot - Schwarzwertanpassung vs. Helligkeit
Das Bildmenü erscheint wie von Acer gewohnt. Wer bereits einen Projektor dieser Marke eingestellt hat, wird sich schnell in den einzelnen Presets zurechtfinden.
Ein wenig abenteuerlich muten die unnötigen Doppelbelegungen an. Unter „Farbe“ gibt es die Reiter „Helligkeit“ und Kontrast“. Soweit normal. Unter „Erweitert“ gibt es die Parameter „Schwarzpegelanpassung“ und „Weißpegelanpassung“. Wird die „Helligkeit“ (um die Wirkungsweise zu veranschaulichen) auf einen Wert von 57 eingestellt, ändert sich der Wert von „Schwarzpegelanpassung“ ebenfalls auf 57. Wird unter „Schwarzpegelanpassung“ dieser Wert auf 0 gesetzt, ändert sich auch die „Helligkeit“ auf 0. Kurz: Es sind die gleichen Regler mit unterschiedlichen Namen.

Schauen wir uns den Bildmodus „Benutzer“ mal an:

Acer V9800 - Messung - Farbraum abWerk im Bildmodus Benutzer 1
Farbraum „Benutzer 1“ ab Werk: Das schwarze Dreieck stellt die Soll-Koordinaten des Farbraums dar. In der Werkseinstellung ist der Farbraum gleichmäßig erweitert (weißes Dreieck). Das wird vielen Zuschauern aber durchaus entgegenkommen, weil die Farben von Filmen etwas kräftiger erscheinen, ohne dass Hautfarben damit bonbonfarbig aussehen.


Acer V9800 - Messung - Farbraum kalibriert im Bildmodus Benutzer 1
Farbraum „Benutzer 1“ kalibriert: Mit wenigen Handgriffen sind die Primär- und Sekundärfarben eingestellt.


Acer V9800 - Messung - Gamma abWerk im Bildmodus Benutzer 1
Gamma „Benutzer 1“ ab Werk: Out-of-the-Box ist ein Gamma 2.4 aktiviert.


Acer V9800 - Messung - Gamma kalibriert im Bildmodus Benutzer 1
Gamma „Benutzer 1“ kalibriert: Um auf einen Gammawert 2.2 zu kommen, muss lediglich der Wert im Gamma-Preset entsprechend geändert werden.
Insgesamt stehen dafür fünf Gamma-2.2-Presets zur Auswahl, die allesamt den Helligkeitsanstieg von Schwarz zu Weiß leicht unterschiedlich darstellen. Das Preset „Gamma 2.2“ passt allerdings genau (siehe Diagramm).


Acer V9800 - Messung - Graustufenverlauf abWerk im Bildmodus Benutzer 1
Graustufenverlauf „Benutzer 1“ ab Werk: Idealerweise sollten die Farbverläufe von Rot, Grün und Blau exakt auf der 100-%-Linie liegen. Ab Werk ist die Abweichung allerdings relativ gering. Die Farbtemperatur beträgt gute 6460 Kelvin. Schwarz/Weiß-Filme werden vollkommen unverfärbt dargestellt.


Acer V9800 - Messung - Graustufenverlauf kalibriert im Bildmodus Benutzer 1
Graustufenverlauf „Benutzer 1“ kalibriert: Für die Korrekturen sind nur wenige Handgriffe nötig, um den gesamten Graustufenverlauf auf seine Sollwerte zu bringen. Die Farbtemperatur macht mit 6508 Kelvin (D65) nahezu eine Punktlandung.


Im Bildmodus „Hell“ erzielt der Acer satte 2181 Lumen und kommt der Herstellerangabe von 2200 Lumen sehr nahe. Allerdings besitzt das Bild einen sichtbaren Grünfarbstich. Kalibriert im Bildmodus „Benutzer 1“ verbleiben 1202 Lumen (D65). Das reicht aus, um Bildbreiten bis 3,80 Meter strahlend hell auszuleuchten. Den On/Off-Kontrast 953:1 (nativ) und 4765:1 (dynamisch) finde ich zu niedrig für diese Preisklasse. Der ANSI-Kontrast fällt hingegen mit 495:1 hervorragend aus. Mehr dazu unten im Bildtest.
Wird „Brilliant Color“ im erweiterten Menü hinzu geschaltet, erhöht sich die Lichtausbeute auf gute 1560 Lumen (D65). Obwohl jetzt mehr Weiß in die Primärfarben gemischt wird, um diese höhere Lichtausbeute zu erreichen, sehen die Farben in Filmen und auf Fotos immer noch sehr natürlich aus. Für Leinwandbreiten jenseits der 4 Meter, oder wenn am Nachmittag Sportsendungen im nicht vollständig verdunkelten Wohnzimmer geschaut werden, ist dieses Feature eine sinnvolle Erweiterung.

Bildeindrücke

AcerV9800 - Screenshot - 4K-Makroaufnahme - Foto Michael B. Rehders
Acer beziffert die native Bildauflösung mit 3840 x 2160 Pixel. Das bezweifle ich allerdings nach Sichtung dieses 4K-Testbildes. Auf dem Testbild befindet sich oben links ein Schachbrettmuster in UHD-Pixelauflösung. Der Acer stellt zwar einzelne Pixel dar, aber eine saubere Trennung von schwarzen und weißen Feldern gelingt nicht einmal auf dem Full-HD-Schachbrett rechts daneben.
Wie beim BenQ W11000 gehe ich vielmehr von einer nativen Bildauflösung von 2716 x 1528 Pixel aus. Diese werden mittels einer „eShift“-Technik bearbeitet. Es werden quasi zwei halbe Bilder vom selben Frame erstellt, die nacheinander projiziert werden. Einmal unverändert und einmal um 0,5 Pixel diagonal verschoben. Unser träges Auge kann diese schnellen Bildwechsel nicht erkennen, die in Sekundenbruchteilen stattfinden, und nimmt deshalb ein einziges volles Bild wahr.
Shiften tun übrigens die Spiegel auf den DLP-Chips – und kein anderes Bauteil, wie es beispielsweise die Projektoren von JVC und Epson verwenden.

2K - Hamburg - Foto Michael B Rehders_MBR0100
Diese Panoramaaufnahme von Hamburg habe ich aus der 21. Etage des Hanseatic Trade Centers geschossen. Die Ursprungsdatei hat 36 Megapixel. Das Bildwerk eigent sich vorzüglich, um die Stärken und Schwächen von Projektoren zu ermitteln.


Acer V9800 - Screenshot - Hamburg - Foto Michael B. Rehders
Der nicht einmal 5 % große Bildausschnitt aus meiner 4K-Hamburg-Panorama deckt die hervorragende Schärfe auf, die der Acer V9800 besitzt. Der rote Doppeldecker mit der Aufschrift STADTRUNDFAHRT wird nahezu perfekt aufgelöst. Sogar das Hamburg Wappen links neben dem Schriftzug wird mit allen Details abgebildet. Der sehr gute ANSI-Kontrast sorgt darüber hinaus für eine grandiose Durchzeichnung von dunklen und hellen Elementen.

Für Fotografen ist dieser Projektor wie geschaffen. Ich habe meine Bildwerke nur selten in dieser Qualität auf einer Leinwand betrachten können – und schon gar nicht mit einem Projektor für unter 4000,- Euro.

Full-HD-Filme:
„Star Wars – Episode 7“ landet als erster Film im Player. Die Laufschrift wird mit herrlichem gelbem Farbton dargestellt. Der Weltraum offenbart alle dort vorhandenen Sterne. Das Schwarz ist allerdings deutlich aufgehellt. Im Vergleich mit einem JVC DLA-X30 sieht es eher dunkelgrau aus. Während der Sternenzerstörer den Planeten allmählich verdeckt, nehme ich den Regenbogen-Effekt (RBE) wahr. Dieser fällt nicht stärker oder schwächer aus als bei anderen DLP-Projektoren, die ein Doppel-RGB-Farbrad zur sequentiellen Farbdarstellung nutzen. Besitzer eines DLP-Projektors, die diesen RBE nicht als störend empfinden, können bedenkenlos zugreifen.
Während des Angriffs auf die Bewohner des Planeten, regelt die aktivierte dynamische Blende die Helligkeit. In dunklen Szenen schließt sie, um das Schwarz zu verbessern, in hellen Szenen öffnet sie komplett, um die volle Lichtausbeute auszuschöpfen. Diese dynamische Regelung ist sowohl hörbar als auch sichtbar. Aus diesem Grund habe ich die Auto Blende ausgeschaltet. Jetzt ist der Projektor kaum noch zu hören. Sogar im hohen Lampenmodus rauscht der Lüfter sehr leise und sonor vor sich hin. Darüber hinaus ist keine Pixelstruktur auf der Leinwand zu erkennen. Toll!


High Dynamic Range:
Der Acer V9800 ist imstande, die brandneuen HDR-Filme zu projizieren. Die zugespielten HDR-Filme werden zuverlässig erkannt. Allerdings clippen die Filme bereits bei rund 700 Nits. Darüber hinaus erscheinen die Farben extrem bunt, wenn ein HDR-Film projiziert wird. Vor allem Hautfarben und Gesichter wirken, als ob die Protagonisten einen kräftigen Sonnenbrand haben. Das alles lässt sich aber problemlos korrigieren.


Wie der HDR-Bildmodus eingestellt wird, damit Filminhalte über 700 Nits nicht clippen und Hautfarben und Gesichter ihren "Sonnenbrand" verlieren, verrate ich in meinem unten verlinkten Bericht.
Dort gibt es dann auch Messungen, Tabellen und Diagramme vor/nach den HDR-Korrekturen und noch jede Menge Screenshots...


Der vollständige TEST: ACER V9800






Pro und Kontra:
+ herausragende Schärfe und Detaildarstellung
+ HDR mit fantastischen Farben nach der Kalibrierung
+ 4K-fähig
+ sehr gute Werkseinstellung im Bildmodus „sRGB“
+ vollständiges 6-Achsen-Farbmanagement
+ hell mit rund 1200 Lumen (D65) kalibriert
+ leise in allen Lampenmodi
+ keine Pixelstruktur zu sehen
+ sehr guter ANSI-Kontrast (495:1)
- keine motorische Optik
- hör/sichtbare Arbeitsweise der Auto Iris
- leichtes Bildruckeln bei Filmen mit 24 Hz
- verbesserungswürdiger On/Off-Kontrast
- kein 3D
- keine Frame Interpolation


Test, Text und Fotos: von mir!


[Beitrag von George_Lucas am 24. Feb 2017, 11:44 bearbeitet]
Rafunzel
Inventar
#2 erstellt: 23. Feb 2017, 21:55
Kein 3D + keine FI + 24p mit zusätzlichen Bildruckeln = kein Interesse - nicht zu gebrauchen (nur zum weiterverkaufen/-schenken )
George_Lucas
Inventar
#3 erstellt: 24. Feb 2017, 11:58

Rafunzel (Beitrag #2) schrieb:
Kein 3D

Nach dem zunehmenden 3D-Verzicht im TV-Bereich finde es bedauerlich, dass die ersten Hersteller auch auf 3D im Projektoren-Segment verzichten. Gerade bei den "Topmodellen" (TV und Projektoren) hätte ich mir gewünscht, dass 3D als "Premium"-Produkt weiterhin erhalten bleibt.
kraine
Inventar
#4 erstellt: 24. Feb 2017, 12:06
Super Test Georges
Rafunzel
Inventar
#5 erstellt: 24. Feb 2017, 17:12
@George_Lucas
Das betrifft momentan zum Glück nur den 4K DLP Bereich. Die neuen DLP FullHD Geräte unterstützen ja alle 3D,
selbst der kommende von LG.
ANDY_Cres
Inventar
#6 erstellt: 25. Feb 2017, 15:58
Hallo Rafunzel,

das stimmt nicht, dass alle quasi "4K" DLP Geräte weder 3D noch eine FI NICHT implementiert haben.
Es hängt davon ab wie der "Einheitsblock" von TI weiter intern verarbeitet wird.

Und das dabei andere Typen rauskommen hat ja die ISE Messe eindrucksvoll gezeigt.
Der neue "Wobbel" Chip ist auch bereits in untersch. Applikationen zu bekommen, es gibt nicht nur den EINEN.

TI modifiziert ständig die Produktpalette und wer dann Typ 0034 REvision 123 für 20.000 Einheiten ordert, der hat eben "nur" den Typ mit dem Rattenschwanz dahinter an Elektronik.
Aber als DLP "Kenner" wirst du um diese Umstände ja Bescheid wissen.

ANDY


[Beitrag von ANDY_Cres am 25. Feb 2017, 15:59 bearbeitet]
Surroundman
Inventar
#7 erstellt: 25. Feb 2017, 18:09
das größte Problem des Projektors ist, das alles intern mit 60Hz wiedergegeben wird (auch 50 Hz Signale) und man dadurch ein permanentes Ruckeln hat. Insofern m. E. ist das Gerät für Heimkino nicht zu gebrauchen, eher ein digitaler Dia Projektor.
renemrotzek
Stammgast
#8 erstellt: 25. Feb 2017, 19:47
Ich finde die Entwicklung gut

Bei optoma kommt doch einer mit fi und 3d
Und von Acer eventuell auch und für eine deutlich billigere uvp!!!!

Wir haben gerade mal Anfang 2017

mal schauen was noch so Kommt, klar besser geht immer aber besser ist halt auch deutlich mehr Geld
inliner-es
Stammgast
#9 erstellt: 26. Feb 2017, 22:39

Surroundman (Beitrag #7) schrieb:
das größte Problem des Projektors ist, das alles intern mit 60Hz wiedergegeben wird (auch 50 Hz Signale) und man dadurch ein permanentes Ruckeln hat. Insofern m. E. ist das Gerät für Heimkino nicht zu gebrauchen, eher ein digitaler Dia Projektor.


Finde ich auch! Eigentlich ist es ne Frechheit, so ein Gerät dem deutschen Kunden verkaufen zu wollen. Ich denke mal, daß der eine oder andere auch mal TV-Signale mit 50Hz schauen möchte. Und daß der Projektor keine 24P Signale sauber verarbeiten kann, ist auch bescheuert.


[Beitrag von inliner-es am 26. Feb 2017, 22:40 bearbeitet]
McElli
Stammgast
#10 erstellt: 27. Feb 2017, 13:04

Surroundman (Beitrag #7) schrieb:
das größte Problem des Projektors ist, das alles intern mit 60Hz wiedergegeben wird (auch 50 Hz Signale) und man dadurch ein permanentes Ruckeln hat. Insofern m. E. ist das Gerät für Heimkino nicht zu gebrauchen, eher ein digitaler Dia Projektor.



Kannst Du das bitte näher erläutern? Ist das ein "Problem" des TI Chips oder wie kommt das?
In der Konsequenz würde es ja bedeuten, dass auch ein 24p Signal mit 3:2 Pulldown verarbeitet werden würde. Und woher hast Du diese Info?
inliner-es
Stammgast
#11 erstellt: 27. Feb 2017, 21:24
Ich zitiere mal eine Passage aus der aktuellen audiovision. Da wurde das Gerät getestet. "Ungewöhnlich wie ärgerlich ist, dass alle Bildquellen in NTSC-Frequenz (60 Hertz) ausgegeben werden. Laut Acer ist das derzeit auch nicht ohne Weiteres zu ändern. So ruckeln nicht nur 24p-Kinofilme leicht, auch alle PAL -Inhalte mit Bildraten von 25 oder 50 Hertz laufen weniger flüssig als gewohnt."

Der gesamte Test steht in der März-Ausgabe der audiovision ab Seite 59.


[Beitrag von inliner-es am 27. Feb 2017, 21:36 bearbeitet]
Bernhard37
Stammgast
#12 erstellt: 27. Feb 2017, 21:44
Das ist wirklich ernüchternd! Besteht die gleiche Problematik dann nicht auch beim Benq W11000? Oder hat Benq dieses Problem besser im Griff?
George_Lucas
Inventar
#13 erstellt: 27. Feb 2017, 22:42
Der BenQ W11000 besitzt dasselbe Bildruckeln wie der Acer. Ich hoffe, dass dieses Ruckeln mit einem Firmware-Update behoben wird. Beim W1070 ist das ja auch gelungen.
inliner-es
Stammgast
#14 erstellt: 27. Feb 2017, 23:30

George_Lucas (Beitrag #13) schrieb:
Der BenQ W11000 besitzt dasselbe Bildruckeln wie der Acer. Ich hoffe, dass dieses Ruckeln mit einem Firmware-Update behoben wird. Beim W1070 ist das ja auch gelungen.


Ich frage mich, warum dieses Bildruckeln im Test des BenQ W11000 mit keiner Silbe erwähnt wird? Das wäre für mich ein K.O.-Kriterium!

George_Lucas
Inventar
#15 erstellt: 28. Feb 2017, 00:07
Beim Vorserienmodell im Oktober ist mir kein Miniruckeln aufgefallen - jedenfalls nicht mit dem damals zugespielten Filmmaterial. Ansonsten hätte ich es zweifelsfrei auch benannt.
Beim Seriengerät, das ich auch auf meinem Kalibrierworkshop genutzt habe, fiel mir ein leichtes Ruckeln hingegen schon auf. Im Abschlussbericht habe ich es dann auch benannt.
Auf dem angedachten Shootout-Bericht der beiden Projektoren, also dem Acer V9800 vs. BenQ W11000, werde ich darauf aber noch näher eingehen. Immerhin hatte ich beide Geräte für ein paar Tage hier, um sie ausführlich (auch miteinander) zu vergleichen.

Acer V9800 vs. BenQ W11000 - Foto Michael B. Rehders
Acer V9800 vs. BenQ W11000 in meinem Heimkino Lumière.


[Beitrag von George_Lucas am 28. Feb 2017, 00:23 bearbeitet]
inliner-es
Stammgast
#16 erstellt: 28. Feb 2017, 00:31
Das Ganze erinnert mich an die ersten Plasma TVs. Da wurde dem deutschen Kunden auch eiskalt ein Plasma Panel angedreht, welches nichtmal PAL darstellen konnte, weil es nur 480 Zeilen vertikal auflösen konnte. Und diese Plasmas liefen auch mit 60Hz. Aber der deutsche Kunde ist anscheinend so doof, und lässt sich das gefallen.
Sturmkrähe
Stammgast
#17 erstellt: 28. Feb 2017, 08:33
Hallo George Lucas,
warum stellst du in deinen Tests eigentlich keine Sättigungsstufen der Farben dar?
Die 100% Sättigung ist doch recht uninteressant. Viel wichtiger ist doch wie es da drunter aussieht.

Schöne Grüße
George_Lucas
Inventar
#18 erstellt: 28. Feb 2017, 11:29

Sturmkrähe (Beitrag #17) schrieb:
Hallo George Lucas,
warum stellst du in deinen Tests eigentlich keine Sättigungsstufen der Farben dar?
Die 100% Sättigung ist doch recht uninteressant.

Ich finde es schon wichtig, das Gamut aufzuzeigen. Nur so ist doch zu sehen, wie gut der Projektor das angestrebte Farbraummodell darstellt - beispielsweise für HDR den Rec.2020-DCI-P3-Farbraum.


Sturmkrähe (Beitrag #17) schrieb:
Viel wichtiger ist doch wie es da drunter aussieht.

Zweifelsfrei ist die "Farbmischung" innerhalb des Farbraums sehr wichtig. Denn es nutzt mir ja wenig, wenn das Gamut korrekt dargestellt wird, aber die Farbmischungen innerhalb des Farbraummodells mit den Korrekturen zunehmend abdriften. Leider lassen sich die Sättigungen der Farben nur an einer einzigen Stelle ändern. Einige Kalibrierer präferieren eine Korrektur bei 75 %, andere wiederum bei 100 %.

Wichtig finde ich in beiden fällen, dass die Zielkoordinaten innerhalb des Farbraummodells stimmen.
Das Problem ist aber jetzt schon, dass der Großteil der Leser mit Messdiagrammen recht wenig anfangen kann. Deshalb versuche ich die Diagramme so gut es geht zu beschreiben, und wie sich die abgebildeten Messergebnisse auf das projizierte Bild auswirken.


Bei zukünftigen Messungen werde ich aber gerne verstärkt berücksichtigen, auch die Sättigungsstufen innerhalb des Farbraums darzustellen, wenn das hier mehrheitlich gewünscht sein sollte.


[Beitrag von George_Lucas am 28. Feb 2017, 11:34 bearbeitet]
Sturmkrähe
Stammgast
#19 erstellt: 28. Feb 2017, 12:15
Vielen Dank für deine Antwort.
kraine
Inventar
#21 erstellt: 28. Feb 2017, 18:22


[Beitrag von kraine am 28. Feb 2017, 18:31 bearbeitet]
George_Lucas
Inventar
#23 erstellt: 28. Feb 2017, 20:09
@kraine

Danke für das Messdiagramm vom Farbraum, kraine. Darüber hinaus wieder ein guter Testbericht von Dir.
Heimkineast
Stammgast
#24 erstellt: 25. Mrz 2017, 05:01
Sind 1200 Lumen ist nicht deutlich zu wenig für HDR?
George_Lucas
Inventar
#25 erstellt: 25. Mrz 2017, 12:54
Das hängt von der Bildgröße zu Hause ab.
McElli
Stammgast
#26 erstellt: 25. Mrz 2017, 21:51
Wandelt der Acer auch alles in 60hz um wie der Benq?
George_Lucas
Inventar
#27 erstellt: 26. Mrz 2017, 00:17
Ja.
Faulkner
Inventar
#28 erstellt: 26. Mrz 2017, 03:29
Wenn die Optoma UHD60/65 4K DLP Projektoren auch dieses Problem haben, wären die ebenfalls erledigt.

Man kann nur hoffen,dass die bei Optoma dieses Problem noch beseitigen.


[Beitrag von Faulkner am 26. Mrz 2017, 03:30 bearbeitet]
Jogitronic
Inventar
#29 erstellt: 04. Aug 2017, 17:21
Review von Avforums

https://www.avforums...ojector-review.13706

The Acer has very poor shadow detail performance mixed with mediocre black levels, which is disappointing in a £4,695 projector.


[Beitrag von Jogitronic am 04. Aug 2017, 17:24 bearbeitet]
biker1050
Inventar
#30 erstellt: 09. Nov 2018, 12:04
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