Die fachmännische F-Stecker-Montage(„Quad Shield“)

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SelfsatH21D
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 22. Mai 2010, 17:42
Moin
ich habe mir "Digital KHQ 120 Koaxkabel 4-fach geschirmt" mit Schirmgeflecht aus Kupfer Klasse A Wellenwiderstand 75 Ohm. Mantel 8,2 mm und 2x F-Stecker 8,2mm gekauft(12euro inkl versandkosten) und möchte dies nun montieren.

Jetzt ist die Frage, wie gehe ich genau dabei vor?
aus einem PDF habe ich so

"Falten Sie das freigelegte Geflecht über den Mantel zurück.
Bei „Quad Shield“, „Tri Shield“ und „Super Shield“-Kabeln
entfernen Sie nur die äußere Folie und Geflecht. Das innere
Geflecht muss über den Mantel zurückgefaltet werden. Vergewissern
Sie sich, dass die Folie am Dielektrikum anliegt
und unverletzt ist."

Mache ich da einen Fehler, oder ist das so korrekt montiert?
Also die äußere Folie und Geflecht bei "Quad-Shield" entfernen.

DIe Anleitung ist zwar für F-Kompressions-Stecker aber müsste doch fast gleisch sein oder nicht F-Kompressions-Stecker montage
Duke44
Inventar
#2 erstellt: 22. Mai 2010, 18:25

SelfsatH21D schrieb:
...ich habe mir "Digital KHQ 120 Koaxkabel 4-fach geschirmt" mit Schirmgeflecht aus Kupfer Klasse A Wellenwiderstand 75 Ohm. Mantel 8,2 mm und 2x F-Stecker 8,2mm gekauft...

Keine Ahnung warum die Leute sich sowas immer zulegen. Ist völlig unnötig für meine Begriffe und verbessert in keiner Weise den Empfang.

Ich würde das innere und äußere Geflecht nach hinten legen oder so wie hier damit das Dielektrikum umwickeln und bis auf die innerste Folie alle anderen entfernen.
Masselcat
Stammgast
#3 erstellt: 23. Mai 2010, 06:00
Beim F- Anschluss sollte man folgendes beachten :

- fester Sitz des Steckers auf dem Kabel achten, notfalls mit Klebeband fixieren, ein Rausrutschen des Kabel kann Kürzschlüsse verursachen, welche unter seltenen Umständen die Elektronik killt. (LNB-Umschalter)
- guter kraftschlüssiger Kontakt zwischen Abschirmgeflecht und Stecker
- kein Kurzschluss zwischen Innenleiter und Abschirmung
- Kabel bei der Montage nicht mechanisch überlasten, nicht dass der Kabelmantel Falten schlägt usw.
- Innenleiter sollte nicht zu wenig und zu weit aus den den Stecker rausschauen
- F-Stecker sollte fest auf den Anschluss geschraubt werden, kein Spiel haben,

Richtig gemacht, reichen normale Aufdrehstecker völlig.
Kompressionsstecker und Crimpstecker sind Luxus, braucht man nicht wirklich.
Bei Crimpsteckern kann man sich verletzen.

Wenn man unbedingt was besonderes als Kabel will, dann sollte man das LCD 99 von Kathrein für die Aussenmontage einsetzen, es soll länger der UV-Strahlung trotzen. Macht in der Regel fast keiner, weil selbst die üblichen weissen PVC- Strippen mehr als 10 Jahre meist keinen Schaden nehmen. Bekanntlich verrottet PVC schlecht.


[Beitrag von Masselcat am 23. Mai 2010, 06:05 bearbeitet]
SelfsatH21D
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 23. Mai 2010, 14:26
ok ich habe das innere und äußere Geflecht aus Kupfer nach hinten gelegt und F-Stecker aufgeschraubt(mit Zange nachgeholfen)
jetzt muss ich bis Mittwoch warten dann kommt mein Plasmasonic TX-P42GW20.
Ich denke: Hauptsache kein Kontakt zwischen Innenleiter und Abschirmung.
Und ein guter Kontakt zwischen Abschirmgeflecht und Stecker.

Macht es was aus, wenn Geflecht aus dem F-Stecker nach hinter 1 cm rausguckt? Oder soll ich es abschneiden?
Da kommt noch Gummitülle für F-Stecker.
Dubai-Fan
Inventar
#5 erstellt: 23. Mai 2010, 14:31
das überstehende abschneiden, die gummitülle hast du aber vor der steckermontage aufs kabel gefädelt? danach gehts ja nicht mehr.


[Beitrag von Dubai-Fan am 23. Mai 2010, 14:32 bearbeitet]
Duke44
Inventar
#6 erstellt: 23. Mai 2010, 14:33

SelfsatH21D schrieb:
...
Ich denke: Hauptsache kein Kontakt zwischen Innenleiter und Abschirmung. Und ein guter Kontakt zwischen Abschirmgeflecht und Stecker...

Richtig. Beides ist sehr wichtig.

SelfsatH21D schrieb:
...Macht es was aus, wenn Geflecht aus dem F-Stecker nach hinter 1 cm rausguckt? Oder soll ich es abschneiden?...

Ja das macht was aus. Darüber kannst Du Dir Störsignale einhandeln als auch welche aussenden --> Ergo abschneiden.
Masselcat
Stammgast
#7 erstellt: 24. Mai 2010, 05:37
Das Geflecht was über den F-Stecker rausguckt, sieht hässlich aus, mehr nicht. Und selbst wenn diese Drähtchen "Antenne" spielen, kann diese Energie nicht stören, weil die Drähtchen an der Abschirmung hängen, damit an der Masse des Systems (Erde) kurzschgeschlossen sind. Ist die Masse bzw. Abschirmung intakt, passiert garnix.


[Beitrag von Masselcat am 24. Mai 2010, 05:41 bearbeitet]
Dipol
Inventar
#8 erstellt: 03. Jun 2010, 19:10

Masselcat schrieb:
Richtig gemacht, reichen normale Aufdrehstecker völlig.
Kompressionsstecker und Crimpstecker sind Luxus, braucht man nicht wirklich.

Na klar, Kabelnetzbetreiber, Hersteller, Dibkom und ANGA-Kompetenzcenter sind doof und einer der vermutlich noch nie eine Messröhre für das Schirmungsmaß gesehen hat, beglückt die Fachwelt mit besseren Erkenntnissen. Fragt man sich bloß wie es kommt, dass F-Aufdrehstecker als absolute Schwachstelle gelten.

Masselcat schrieb:
Bei Crimpsteckern kann man sich verletzen.

Sorry, aber dafür benötigt man nicht nur zwei linke Hände, sondern auch eine gehörige Portion Dussligkeit.

Hier mal etwas Nachdenkliches für Fans von F-Aufdrehsteckern. Danach montieren Einsichtige hoffentlich keinen technisch veralteten Stecker mehr auf die heute üblichen dreifach geschirmten Kabel: http://www.gmbh.wern...rner_gmbh_telass.pdf

Die Nonsens-Empfehlung einen F-Aufdrehstecker auf ein vierfach geschirmtes Kabel zu montieren, verrät eine ausgeprägte fachliche Inkompetenz!


[Beitrag von Dipol am 03. Jun 2010, 19:15 bearbeitet]
Masselcat
Stammgast
#9 erstellt: 04. Jun 2010, 19:16
Kabel TV ? Hier ist das Satforum.
Offensichtlich wurden für das vierfachgeschirmte Kabel schon passende Aufdrehstecker angeschafft. (siehe erster Beitrag) Also kann man diese auch verwenden. Das vierfachgeschirmte Kabel ist schon Nonsens, für normale Sat-Zwecke.
Ein deutscher Receiverhersteller schirmt nicht mal seinen Tuner und die Kisten laufen auch.



Das PDF -Dokument hat kommerziellem Hintergrund. Die wollen was verkaufen. Ausserdem geht es dabei um Probleme mit den Rückkanälen bei Kabel TV unter 30 MHz, Schwachpunkt : Kabelanschlussdose. Also erst mal genau lesen.
Ein Rückkanal gibt es beim Satempfang nicht, es werden nur Frequenzen zwischen ca. 950-2150 MHz genutzt. Ausserdem treten bei der Sat-ZF nicht so hohe Pegel auf, wie sie teilweise beim Kabel-TV nötig sind oder durch die steigende Anzahl aktiver Rückkanäle entstehen können.

Ein gutes zweifachgeschirmtes Satkabel tut es immernoch bestens. Ausserdem habe ich auch noch nie gehört, dass die Sat-ZF, z.B. das DECT-Telefon stört.
Der F- Aufdrehstecker ist ein Schwachpunkt, weil man bei der Montage einiges falsch machen kann.
Trotzdem erledigt der Aufdrehstecker millionfach in Praxis seinen Job, obwohl sie oft mangelhaft ausgeführt sind. Ebenso das zweifachgeschirmte Satkabel.
Dipol
Inventar
#10 erstellt: 04. Jun 2010, 20:33

Masselcat schrieb:
Trotzdem erledigt der Aufdrehstecker millionfach in Praxis seinen Job, obwohl sie oft mangelhaft ausgeführt sind. Ebenso das zweifachgeschirmte Satkabel.

Zweifachschirmung mit A-Class ja, Zweifachschirmung mit B-Class nein!

Einteilige Crimpstecker sind ebenso wie Kompressions- oder die neuen Self-Install-Stecker jedem HQ-Aufdrehstecker im Schirmungsmaß weit überlegen. Dass sich eine Laie nicht wegen seiner paar F-Stecker eine Kompressionszange zulegt ist nachvollziehbar. Die Alternative Self-Install-Stecker hat sich da ja noch nicht genügend herum gesprochen.
Von einem Fachmann sollte man aber erwarten können, dass er nicht an der falschen Stelle spart und seinen Kunden abseits dem anerkannten Stand der Technik Sollbruchstellen installiert. Dass die Ansprüche an Kontaktierung und Schirmungsmaß bei BK-Betrieb höher sind, ändert nichts daran, dass ein F-Aufdrehstecker auch bei Sat.-Anlagen eine unnötige Schwachstelle ist.

Wer Crimp- oder Kompressions-Stecker bei der geringen Preisdifferenz als Luxus deklariert, Klebeband zum Fixieren der F-Stecker empfiehlt und noch dazu vor der Verletzungsgefahr bei Crimpsteckern warnt, ist ganz einfach nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Mit solchen Thesen dürfte man jeden Dibkom-Lehrgang vorzeitig verlassen.

Nach Untersuchungen besitzt nur ein Drittel der Fachbetriebe ein Digitalmessgerät. Es ist auch traurig, dass in IT-Meisterkursen nicht nur den Teilnehmern aus der Büromaschinenbranche die Montage von F-Steckern erst mal beigebracht werden muss. Bei der Allergie gegen Luxus muss man wohl nicht nachfragen, ob Kompressionsstecker zur Standardausrüstung gehören.


[Beitrag von Dipol am 04. Jun 2010, 20:34 bearbeitet]
Masselcat
Stammgast
#11 erstellt: 04. Jun 2010, 23:16
Kabel TV das sind andere Welten, als die übliche heimische SAT-Verteilung.
Class A oder B ?, ich habe schon zuverlässig laufenden Anlagen gesehen, wo das Kabel schirmungsmässig ziemlich schwach war, der Trick dabei ist, dass das Kabel sehr kurz ist und das Signal mit hohen Pegel durch das Kabel kommt und damit nicht so leicht zu stören ist. Da die Anlage einwandfrei läuft, wäre es wohl ein sinnloses Unterfangen, den Eigentümer Kompressionsstecker und Class A Leitung aufzuschwatzen. An Bild und Ton ändert das nichts.

Wenn der F- Aufdreh-Stecker an ein Receiver mit ungerschirmten Tuner angeschraubt ist und ich einwandfreien Empfang habe, sehe ich keine Grund den Aufdrehstecker bzw. Kabel noch weiter in der Schirmung zu verbessern. Der Schwachpunkt wird hier wo eindeutig der Receiver sein. Wenn das alles so kritisch mit der Schirmung wäre, dürfte der Receiver garnicht stabil laufen, mit seiner Null-Schirmung. Dagegen dürfte der F-Aufdrehstecker schirmungstechnisch eine "Festung" sein. Achja der Receiver hat Front/Rückwand und Boden aus Plastik, also auch das Gehäuse bringt kaum Schirmung.
Ein Schwachstelle, ist nur dann eine Schwachstelle, wenn sich daraus Probleme ergeben.
Warum soll ich auf etwas verzichten, was ansich einwandfrei funktioniert und preiswert ist ? Nur, weil es eine messtechnisch bessere Lösung gibt ? Weil es zu billig ist ? Weil es nicht "profimässig" ist ?
Letztendlich hab ich dadurch kein besseres Bild oder Ton bei DVB.


[Beitrag von Masselcat am 04. Jun 2010, 23:18 bearbeitet]
Dipol
Inventar
#12 erstellt: 05. Jun 2010, 11:56

Masselcat schrieb:
Warum soll ich auf etwas verzichten, was ansich einwandfrei funktioniert und preiswert ist ? Nur, weil es eine messtechnisch bessere Lösung gibt ? Weil es zu billig ist ? Weil es nicht "profimässig" ist ?
Letztendlich hab ich dadurch kein besseres Bild oder Ton bei DVB.

Meinetwegen, wenn dir der geringe Mehrpreis eines Self-Install- oder Kompressions-Steckers nicht das wesentlich bessere Schirmungsmaß und die deutlich bessere Kontaktierung wert ist.

Bei deiner Sparsamkeit stufst du vielleicht auch A-Class-Kabel als Luxus ein? Das wäre letztlich nur konsequent, da F-Aufdrehstecker vom Schirmungsmaß viel eher zu einem B-Class-Kabel als den heute gebräuchlichen 3-fach geschirmten Kabeln passen.


[Beitrag von Dipol am 05. Jun 2010, 11:57 bearbeitet]
Masselcat
Stammgast
#13 erstellt: 05. Jun 2010, 14:51
Wahrscheinlich suchts du nach der besten Lösung, ich suche ständig die effizenteste Lösung, also sichere Funktion bei geringen Kosten.

Dreifach geschirmte Kabel ist vielleicht beim Kabel-TV Standart. Im Sat-ZF-Bereich ist es für mich das zweifach geschirmte Kabel. Anders, wie beim Kabel, hat sich bei Sat-ZF Bereich in den letzten Jahren kaum was verändert. Mehr aktive Transponder und stärkere ASTRA-Sats, mehr nicht. Zur Zeit seh ich keinen Grund auf zweifache geschirmte Kabel beim Satempfang zu verzichten, zugunsten drei/vier fachgeschirmter Kabel.
Ich denke, dass z.B. das LCD 95 völlig ausreichend ist für Sat und schon ein gewisser Luxus ist. Die Nummer "Sicher" halt. Viele noch billigere zweifach-Strippen (Altbestände) machen ihren Job ebenfalls ohne Probleme, vor allen bei kurzen Längen, so zwischen 0-20 Meter.


Da die Satanlagen nun mit normalen Aufdrehstecker und zweifachgeschirmten Kabel funktionieren, bei sorgfältiger Montage, gibt es keinen Grund das System zu wechseln. Bereits einwandfrei funktionierende Systeme lässt man laufen. Offensichtlich sind die "miesen" Werte der Aufdrehstecker meist mehr als ausreichend, was wohl für manchen Theoretiker ziemlich unverständlich ist.
Ausserdem weise ich auch nahe zu gebetsmühlenartig darauf hin, dass bei der Montage auf guten Kontakt zwischen Abschirmung (Masse) und Stecker zu achten ist und auf festen Sitz des Steckes auf den Anschluss. Das ist wichtiger als so manche offizelle Aufdrehstecker-Montageanleitung die so durch das Netz geistert. Natürlich achte ich auch selbst darauf.

Für mich ist ein gutes zweifachgeschirmtes Kabel, das stärkste Glied in der Schirmungskette, dagegen sind viele Receiver die reinsten Scheunentore für Störungen wie DECT.
Ein niedrige Dämpfung der Kabel trägt auch zu mehr Störsicherheit bei, den um so mehr Pegel beim Receiver ankommt, um so mehr kann er sich gegen DECT wehren z.B.

Hier ungeschirmter Receiver, sicher nicht Class A auch nicht B, vielleicht Z
Hier nochmal paar Bilder und Infos


[Beitrag von Masselcat am 05. Jun 2010, 15:00 bearbeitet]
Energiespar-Formel
Neuling
#14 erstellt: 16. Apr 2018, 07:00
Hey,
hier sind schon einige echt tolle Antworten, jedoch alles ohne Bilder. Da ist ein gutes Vorstellungsvermögen gefragt

Hier mal noch eine Videoanleitung, wie Du das Ganze in 5min mit Deinem Kabel richtig verbinden kannst: https://youtu.be/tXl2OXkKWgI


LG Manu - von der "Energiespar-Formel"
raceroad
Inventar
#15 erstellt: 16. Apr 2018, 08:04
Doch nicht schon wieder: "Schön" bei Yogi abgekupfert (??) und alle Fehler übernommen:

Viel mehr falsch geht nicht: Umschlagmethode schön und gut, aber es ist total falsch, das zusammengedrehte Geflecht mit der Folie zu umwickeln. Diese Folie besteht zunächst einmal aus isolierendem Material und ist oft nur einseitig dünn beschichtet. Damit ähnelt die propagierte Methode dem Umwickeln der Geflechtdrähtchen mit Isolierband. Außerdem ist der Überstand des Innenleiters zu groß, der darf max. 1 mm überstehen.
KuNiRider
Inventar
#16 erstellt: 16. Apr 2018, 12:26
@Masselcat:
Ja ein LCD 95 ist ausreichend (aber m.W. brandschutztechnisch nirgends mehr zulässig) aber auch dieses erreicht seine Schirmwerte dauerhaft nur mit gute Kompressionssteckern! Und die Schirmung ist auch bei Sat wichtig, einmal, weil im Sat-ZF-Bereich durchaus einiges als Funk in der Luft liegt und einstreuen kann und wenn man mal eine größere Anlage mit Verstärker baut, diesen mit einem LCD 95 und Aufdrehsteckern gar nicht ganz aufdrehen darf, weil die Anlage sonst zuviel abstrahlt!
Stand der Technik für einen Profi sind 3fach-geschirmtes Vollkupfer CLASS A+ Koax nach ECA mit Kompressionssteckern, Laien dürfen auch gerne die Self-install-Stecker verwenden.
Alles andere ist Pfusch! Wer schon nicht an die bessere Schirmung glaubt, den sollte die wesentlich höhere Betriebssicherheit von Kompressionssteckern überzeugen, der Hauptgrund, warum die großen Kabelnetzbetreiber die Aufdrehstecker schon vor ca 25 Jahren verboten haben! Da kann sich kein Kabel lockern und die Kontaktstelle zum Schirm ist gasdicht verpresst, es findet also auch im feuchten Keller keine Oxydation statt.

Was ein Plastikgehäuse eines Receiver mit der Schirmung seines Tuners zu tun hat verstehe ich auch nicht
Hast du sowas mal von Innen gesehen? Da ist ein kleins silbernes Weißblechgehäuse auf der Platine und da ist der Tuner drin
Dipol
Inventar
#17 erstellt: 16. Apr 2018, 20:38

Energiespar-Formel (Beitrag #14) schrieb:
LG Manu - von der "Energiespar-Formel"


Wenn es in dem Verein "Energiespar-Formel" einen Fachmann mit ernstzunehmender hf-technischer Kompetenz gäbe, der bei Begriffen wie Schirmungsmaß, Schirmdämpfung, Kopplungswiderstand und Rückflussdämpfung nicht nur Bahnhof versteht, wäre das Quatsch-Video - mit dem links (!!!) gewickelten Geflechtzopf - nicht gedreht worden.

Im DF-Forum hat man gehandelt und den Werbebeitrag eines selbsternannten Experten gelöscht. Ich befürchte allerdings, dass dem fachlichen Unsinn auch noch in anderen Foren widersprochen werden muss.
Bollze
Inventar
#18 erstellt: 16. Apr 2018, 21:29

KuNiRider (Beitrag #16) schrieb:
@Masselcat:
..
Was ein Plastikgehäuse eines Receiver mit der Schirmung seines Tuners zu tun hat verstehe ich auch nicht
Hast du sowas mal von Innen gesehen? Da ist ein kleins silbernes Weißblechgehäuse auf der Platine und da ist der Tuner drin ;)


Der Pollin DR 100 ( kann man aus den Link erkennen) ist ein Receiver mit Plastikunterschale und ein Tuner der ungeschirmt auf den Mainboard sitzt. Der Gehäusedeckel ist aus Blech, dürfte aber nicht sehr hilfreich sein.
Auch andere Geräte wie der Pollin DR3 war in meinen Umfeld 13 Jahre in Benutzung, auch er wurde so mager gebaut, man konnte bequem im Sessel sitzen, das DECT-Telefon benutzen und dabei Sport1 gucken. Himm...

Bollze


[Beitrag von Bollze am 16. Apr 2018, 21:31 bearbeitet]
raceroad
Inventar
#19 erstellt: 16. Apr 2018, 21:52

Dipol (Beitrag #17) schrieb:
[....]wäre das Quatsch-Video - mit dem links (!!!) gewickelten Geflechtzopf - nicht gedreht worden.

Upps. An der Stelle hatte ich schon abgeschaltet. Alleine das Umwickeln mit der Folie nach Yogi-Art hat gereicht, um das Video als unbrauchbar einzustufen. Wenn man geduldiger ist, sieht man auch, dass der Stecker für diese Methode eindeutig zu groß ist. Der Stecker wird mehr aufgeschoben als aufgedreht und sitzt mit Sicherheit zu locker.


Im DF-Forum hat man gehandelt und den Werbebeitrag eines selbsternannten Experten gelöscht. Ich befürchte allerdings, dass dem fachlichen Unsinn auch noch in anderen Foren widersprochen werden muss.

Der bedeutendere Multiplikator dürfte auf Dauer 'Youtuba' sein. Das unsagbar schlechte Yogi-Video hat aktuell > 930 000 Klicks und 15mal mehr Daumen hoch als runter. Wenn ich mich richtig erinnere, gab es zu diesem Video einen Negativkommentar, den ich nicht mehr finde. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ein Autor unliebsame Kommentar löschen kann.
Mr._Bean
Inventar
#20 erstellt: 17. Apr 2018, 10:53
Dipol
Inventar
#21 erstellt: 17. Apr 2018, 12:13

Mr._Bean (Beitrag #20) schrieb:
F-Stecker montiert man so:


NEIN, auch nicht so!

Immerhin wird hier das Geflecht in Aufdrehrichtung verzwirbelt, aber auch diese Anleitung entspricht mangels vollflächigem Hülsenkontakt und mit untergewurstelter Alu-Folie nicht dem früher üblichen Altstandard, wie man ihn z. B. in alten HIRSCHMANN-Katalogen (Bild 1) noch nachsehen kann.

Montagen von F-Steckern mit SchraubkupplungenMontagen von F-Steckern mit SchraubkupplungenMontagen von F-Steckern mit SchraubkupplungenMontagen von F-Steckern mit SchraubkupplungenMontagen von F-Steckern mit SchraubkupplungenMontagen von F-Steckern mit Schraubkupplungen

Hier noch eine ältere Publikation von ANGA und ZVEI:
Montagen von F-Steckern mit Schraubkupplungen

ERBARMEN: Bitte nicht noch mehr vermeintliche Patentrezepte mit technisch überholten F-Aufdrehsteckern posten, davon gibt es schon zu viele!
Bollze
Inventar
#22 erstellt: 17. Apr 2018, 17:07
Bei einer typischen 0815 Satanlage bis zu einen Multischalter für ein Einfamilienhaus oder einer Wohnung sind die Anforderung an Kabel und Stecker eher gering, den einige teils heftige Probleme, die sich bei Grossanlagen mit Kabel-TV und Internet -Rückkanal einstellten können, gibt bei der 0815 Satanage nicht oder können gar nicht in einen so starken Masse auftreten.
Ein sinnvolles Argument, was hier lesen konnte, was für den Einsatz von professioneller Technik auch bei sehr einfach Satanlagen spricht, ist eine höhere Betriebssicherheit vor allen in feuchter Umgebung, also vor allen an den Anschlüssen des LNBs.
Ein weiteres Problem ist , dass die Qualität der meisten Aufdrehstecker im Handel stark nachgelassen hat, die man heute günstig kaufen kann und Gute kosten soviel, dass man dann auch zu den Seltinstallstecker greifen kann.

Bollze


[Beitrag von Bollze am 17. Apr 2018, 17:32 bearbeitet]
Dipol
Inventar
#23 erstellt: 17. Apr 2018, 19:36

Bollze (Beitrag #22) schrieb:
Bei einer typischen 0815 Satanlage bis zu einen Multischalter für ein Einfamilienhaus oder einer Wohnung sind die Anforderung an Kabel und Stecker eher gering, den einige teils heftige Probleme, die sich bei Grossanlagen mit Kabel-TV und Internet -Rückkanal einstellten können, gibt bei der 0815 Satanage nicht oder können gar nicht in einen so starken Masse auftreten.

Anders ausgedrückt: Die Sat.-ZF ist so robust, dass sie auch viele Montagegrausamkeiten verkraftet.

Bollze (Beitrag #22) schrieb:
Ein weiteres Problem ist , dass die Qualität der meisten Aufdrehstecker im Handel stark nachgelassen hat, die man heute günstig kaufen kann und Gute kosten soviel, dass man dann auch zu den Seltinstallstecker greifen kann.

F-Stecker aus chinesischen Hinterhofwerkstätten mit zweifelhaftem Schirmungsmaß, bei denen sich die Schraubkupplung abgelöst hat, gab es auch schon früher. Weder Vergoldung noch dicker aussehende Aufdrehmuttern bieten eine Gewähr für Qualität und selbst objektiv gute Stecker werden immer wieder mal versehentlich vom Kabel gelöst.

Obwohl die F-Aufdreholdies ihre Zukunft längst hinter sich haben, ist vermutlich es nur eine Zeitfrage bis sich der nächste Laiendarsteller mit einem Video darüber in Szene setzt.
Bollze
Inventar
#24 erstellt: 18. Apr 2018, 07:34
Das SAT-ZF mag für sich allein betrachtet robuster sein und hat auch kein besonders hohen Pegel...
Der entscheidende Punkt ist aber die Grösse/ Ausdehnung einer Anlage. Kabellängen, Anzahl der Verstärker/Verteiler/Dosen/ Anschlüsse, die dann auftretende Probleme durch Potentialunterschiede, mit oder ohne Rückkanal für das Internet usw.


[Beitrag von Bollze am 18. Apr 2018, 07:37 bearbeitet]
schraddeler
Inventar
#25 erstellt: 18. Apr 2018, 09:40

Dipol (Beitrag #23) schrieb:
Obwohl die F-Aufdreholdies ihre Zukunft längst hinter sich haben, ist vermutlich es nur eine Zeitfrage bis sich der nächste Laiendarsteller mit einem Video darüber in Szene setzt.

Während meiner Lehrzeit habe ich so um 1986 meinen ersten F-Stecker montiert, und seit dem nur die stinknormalen Aufdrehstecker.
Aber ich habe mir schon Self-Install zugelegt, die nehm ich beim nächsten Mal.Versprochen
Und Video mach ich auch keins

gruß schraddeler

PS: Ich habe mit denen von mir konfektionierten Steckern noch nie Probleme gehabt, die sind schon Jahrzehnte problemlos im Einsatz. Von daher muß man den Verbraucher auch verstehen, warum Geld für teure Stecker ausgeben wenn es mit den billigen auch geht.
Das ist quasi Goldohr <-> Holzohr umgekehrt , derjenige der schon Probleme durch mangelhafte Schirmung oder zu hohen Spannungsfall durch schlechte Kontakte hatte sagt natürlich auf jeden Fall Class A und Kompressionsstecker, zu Not auch Selfinstall, und dann kommt ein anderer und sagt mit meiner 30 Jahre alten Strippe mit viel zu großen Steckern hab ich auch einwandfreies Bild, also können die mir viel erzählen von wegen es kommt auf Kabel und Stecker an
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