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FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Thema Satellitenempfang

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Autor
Beitrag
joeben
Moderator
#1 erstellt: 16. Mai 2005, 19:04
Eine kleine FAQ Liste über Fragen die in der Vergangenheit immer wieder auftauchten. Einige weitere Forumsmitglieder haben hier mitgewirkt, auch um sicherzustellen das die Antworten korrekt sind und nicht nur die Meinung eines einzelnen widerspiegeln. An dieser Stelle auch nochmal ein spezieller Dank an KuNiRider, q12, mahri und crazy_gera.

Ich hoffe diese Liste kann einige Fragen schnell und kompetent beantworten. Für Vorschläge und Anregungen bin ich gerne offen, aber natürlich auch für Lob. Ziel ist die Liste auch ständig zu erweitern und aktuell zu halten.

Hilfreiche Links finden sich am Ende der FAQ Liste.


Technik:
1. Was ist bei digitalem SAT-Empfang zu beachten, wie bekomme ich HDTV?
2. Was ist der EPG?
3. Wann kommt der Ton digital?
4. Welche LNBs gibt es?
5. Was ist ein Multischalter?
6. Was ist Diseqc?
7. Wie groß sollte die Schüssel sein?
8. Welchen Sat-Receiver soll ich kaufen?

Installation:
11. Wie richte ich die Satschüssel aus?
12. Verkabelung. Alles was sie dazu wissen sollten.
13. Wie prüfe ich ob freie Sicht zum Satelliten besteht

Probleme:
21. Kein Sport 1, Tele5, HSE24 ---> DECT Problem.
22. Es wurde ein analoger gegen einen digitalen Receiver getauscht, doch der empfängt nur ausländische Sender und eine handvoll deutsche Sender.
23. Wie kann ich testen ob mein LNB digitaltauglich ist.
24. Alle Geräte zeigen an ich hätte ein Signal, doch der Receiver findet nichts.
25. Kann ich mit meiner Schüssel UKW-Radio empfangen?
26. Gestern ging alles perfekt, heute habe ich keinen Empfang mehr.
27. Artefakte + Klötzchen bei einiben Programmen - Überpegel?

Fragen:
31. Was genau bedeutet Sky-geignet und kann ich auch mit anderen Geräten Sky empfangen?
32. Ich hab nur ein Kabel vom LNB zur Verfügung und will mehr als ein Gerät anschließen. Wie mach ich das?
33. Was kann ich tun um mein Bild über DVB-S zu verbessern?
34. Was genau kann ich unter der Bezeichnung Twin-Tuner verstehen?
35. Ich darf meine Schüssel nicht am Haus montieren, kann ich sie auch hinter dem Fenster in meiner Wohnung platzieren?
36. Ich wohne nicht in Deutschland, kann ich trotzdem Astra 19.2° empfangen?

Technik

1. Was ist bei digitalem SAT-Empfang zu beachten, wie bekomme ich HDTV?

Kabel:
Jedes Kabel kann auch HDTV, jedoch sollte bei Neuverlegung von Kabeln grundsätzlich gut geschirmte Kabel verwendet werden da sonst DECT Telefone den digitalen Empfang stören könnten.

Schüssel:
Stabil und hochwertig, so hat man viele Jahre problemfreien Empfang.

LNB:
Es gibt keine 3D, UDTV oder HDTV LNBs!
Es gibt 4 Ebenen auf denen die Frequenzen aufgeteilt sind, zum einen vertikal und horizontal und zum anderen Hoch- und Tiefband.
Dem LNB ist es dabei egal was da für ein Datenstrom kommt, die Bezeichnung "HDTV taugliches LNB" ist daher reines Marketing.
Digitaltaugliche LNBs müssen also alle 4 Ebenen erfassen können, sind daher auch für analoge Receiver geeignet.
Die äußere Kunstoffhülle sollte die F-Stecker gut vor Nässe schützen, denn dass ist ihre einzige wirkliche Funktion.
Rauschmaßangaben 0,1 ...0,2dB sind unrealistisch, sie lassen sich nur als Minimalwerte im gekühlten Zustand erreichen, zudem wäre der Empfangsunterschied zu den real 0,5dB RM von Qualitäts-LNB nur serh minimal, 1cm mehr Schüsseldurchmesser bringt mehr!
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2. Was ist der EPG?

Der EPG oder die elektronische Programmzeitschrift wird bei digitalen Programmen von den Sendern zur Verfügung gestellt, je nachdem welcher Sender findet man hier teilweise umfangreiche Informationen vor.
Im schlechtesten Fall bekommt man nur für heute und morgen das Programm im Voraus, die Startzeiten sind unpräzise und der EPG evtl. sogar fehlerhaft, bei der RTL Group keine Seltenheit.
Bei anderen Sender erhält man das Programm schon mal bis zu einer Woche vorab, bei Pro7 mit exakten Startzeiten und Endzeiten, bei ZDF mit FSK Angaben, usw.....
Technisat hat zum Beispiel einen eigenen EPG und nennt ihn SiehFernInfo (SFI), die Daten kommen nicht vom Sender sondern werden von Technisat redaktionell aufbereitet und per Satellit versendet.
Näheres unter www.siehferninfo.de
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3. Wann kommt der Ton digital?

Folgendes wird unterschieden.
1. Die Übertragungsart des Sat Receivers zum Endgerät
und
2. Das dabei verwendete Tonformat

1.
Das Signal kann anlog über Scart zum TV übertragen werden, analog per Cinch zu einem Verstärker oder auch digital (optisch oder elektrisch) zu einem Verstärker.
Jedoch können nur über die digitale Verbindung auch Dolby Digital Signale gesendet werden.

2.
Hat man nun eine digitale Verbindung installiert gibt es verschiedene Tonformate, die Sat-Receiver geben in der Regel entweder ein PCM oder ein Dolby Digital Signal aus. Was ausgegeben wird entscheidet man selber, in dem man den entsprechenden Audio Kanal im Menü auswählt, dies ist natürlich bei jedem Gerät anders.
Hat man nun das Dolby Signal gewählt erkennen die AV-Receiver das in der Regel automatisch und dekodieren dementsprechend. Sender die Dolby Digital ausstrahlen, machen das rund um die Uhr, aber nur ausgewählte Sendungen laufen in 5.1, normalerweise kommt die restliche Zeit nur 2.0 also Stereo.
Sender die Dolby Digital ausstrahlen sind ARD, ZDF, Sat1, Pro7, 3sat, BR-alpha, WDR, und Premiere (teilweise)

Achtung:
Bei den meisten Modellen wird bei Auswahl der Dolby Digital Spur kein analoges Signal ausgegeben, also auch nicht über Scart oder Cinch. Ist natürlich nur wichtig wenn man einen DVD-Recorder oder Videorecorder angeschlossen hat und die Sendung aufzeichnen will, in dem Fall würde die Aufzeichnung keinen Ton enthalten. Sat-Receiver mit Festplatte zeichnen den unverfälschten Stream auf, also inkl. Dolby Digital.
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4. Welche LNBs gibt es?

Single LNB: Hier kann nur ein Receiver angeschlossen werden

Twin LNB: Hier können zwei Receiver angeschlossen werden oder sogar schon einen analoge Mehrteilnehmeranlage aufgebaut werden.

Quad LNB oder auch Quattro Switch LNB genannt: Hier können 4 Receiver direkt oder auch ein Multischalter angeschlossen werden der ein 22kHz Signal erzeugt, allerdings ist diese Variante nicht zu empfehlen.

Octo LNB: Hier können 8 Receiver direkt angeschlossen werden.

Quad und Octo LNBs sind in der Regel störanfälliger und nicht für größere Kabellängen geeignet. Das Problem liegt hier auch in der Spannungsversorgung, hier kann es bei LNBs mit integrierten Multischalter zu Versorgungsengpässen kommen, oft treten die Probleme auch erst nach ein paar Wochen auf wenn die Netzteilelkos getrocknet und die F-Anschlüsse korrodiert sind.

Quattro LNB: Hier kann kein Receiver direkt angeschlossen werden, da er die 4 Ebenen einzeln auf seinen 4 Ausgängen ausgibt, man hätte also nur einen Teil der Programme. Quattro LNBs werden ausschließlich zum Aufbau von Mehrteilnehmeranlagen verwendet und sind dafür auch die beste Lösung.

Monoblock: Hier können 2 oder mehr Satelliten empfangen werden, die dazu nötigen Umschalter sind im LNB integriert.

Unicable LNB: Eine Einkabellösung wo im LNB bereits sämtliche benötigte Elektronik integriert wurde. Alle Geräte sind mit dem selben Kabel ans LNB angeschlossen. Bei der Unicable Lösung wurden sämtliche Transponder umgelegt, es geht also kein Sender verloren.

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5. Was ist ein Multischalter?

In Verbindung mit einem oder mehreren Quattro LNBs dient er zum Aufbau einer Mehrteilnehmeranlage.
Der Multischalter bekommt die 4 Ebenen einzeln gesendet und schaltet diese dann auf den jeweiligen Ausgang wo sie angefordert werden. So kann man praktisch unendlich viele Teilnehmer anschließen.

Die Bezeichnung setzt sich wie folgt zusammen.
Beispiel: Multischalter 9/16
Die vordere Zahl beschreibt die Anzahl der Eingänge wobei grundsätzlich ein Eingang für ein terrestrisches Antennensignal dabei ist.
Also 9 bedeutet 8 Ebenen + 1 terrestrisches Signal und 8 Ebenen bedeutet bei 4 pro Satellit das er für 2 Satelliten ausgelegt ist.
Die zweite Zahl beschreibt die Anzahl der Ausgänge, also können hier 16 Personen angeschlossen werden.

Ein "analoger" Multischalter verfügt übrigens nur über 2 Sat-Eingänge, da ja nur das Tiefband benötigt wird. Dieser sollte aber im Hinblick auf Zukunft Tauglichkeit eigentlich nicht mehr eingesetzt werden.

Qualitätsmerkmale bei MS:
- Dämpfungsausgleich + Entzerrung der Sat-Teilnehmerausgänge, z. Bsp: -3db bei 950MHz und +1 dB bei 2200MHz wäre ein Topgerät das kabellängen (LNB über MS bis Receiver) von ca. 60m zulässt. Ohne Entzerrung und mit mehr Dämpfung nur fü kürzere Kabellängen.
- Netzteil: Schaltnetzteile arbeiten i.d.R. mit einem besserem Wirkunsgrad. Manche MS schalten die LNB-Spannung ab, wenn alle Receiver abgeschaltet sind, dass spart Strom.
- Ebenen + Teilnehmertrennung: Diese Werte sollten möglichst hoch, auf jeden Fall > 25dB sein.
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6 .Was ist DiSEqC?

Die LNBs geben wie gesagt 4 Ebenen aus, das LNB erfährt welche Ebenen es ausgeben soll vom Receiver, der sendet dazu versch. Signale 14Volt, 18Volt oder ein 22kHz Signal, doch bei 2 Satelliten braucht es noch ein zusätzliches Signal um zu wissen welcher Satellit denn nun gefordert ist und dazu gibt es Diseqc Signale.
Es gibt Diseqc Schalter die im LNB verbaut sind, welche die im Multischalter stecken und es gibt sie auch einzeln zu kaufen, je nach Anwendungsfall.
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7. Wie groß sollte die Schüssel sein?

Hier im Forum ist immer wieder von 80cm die Rede, doch wieso gerade dieser Wert, 80cm ist die Empfehlung für den optimalen Empfang bei nur einem Sateliten, auch unterhalb ist natürlich Empfang möglich, selbst mit dem "DigiDish33" von Technisat, aber es ist nun mal so:
Satellitenpositionen sind rar und daher wurde der 360°-Gürtel wo eine Positionierung ist in 3° Abschnitte eingeteilt und vergeben und erst 80cm-Schüsseln haben so kleinen Empfangs-Öffnungswinkel, dass sie die Sat-Positionen gut trennen können. Zudem, je größer die Schüssel desto stärker das Signal, ab 80cm tut sich aber bei nur einem LNB nicht mehr viel, vor allem bei dem starken Astra Signal, dafür steigt die Windanfälligkeit.
Dazu kommt dann noch die Reserve, die ins Gewicht fällt wenn es schneit oder stark regnet, da ist mit einem 33cm Spiegel natürlich schnell der Spaß vorbei.
Fazit:
Wenn man eine neue Anlage völlig frei planen kann, sind bei einem Satelliten 75...80cm die Empfehlung.
Qualitätsmerkmale bei Schüsseln:
Unterschiede sind eigentlich ausschließlich in der Mechanik der Schüsseln.
- Fabrikneu (also vor Versand) gibt es bei gleicher Fläche keine Unterschiede
- Wird die Schüssel versendet, kommt die Schüssel je nach Qualität der Verpackung, der Dicke des Blechs, der Art der Randausbildung (nur einmal abgekantet ... 2 Rundbögen) mehr oder weniger außer Form.
- Bei der Montage wird der Reflektor auch mal angeeckt und da kommt wieder die Qualität des Reflektors zum tragen.
- Da der Empfangsbereich (Öffnungswinkel) sehr klein ist, darf im Wind weder der Reflektor noch der Arm sich bewegen.
- Bei Starkwind dürfen keine dauerhaften Verformungen eintreten (hier reichen 1..2mm in der Fläche!)(besser 6 statt 4 Haltschrauben für den Reflektor) oder der Spiegel sich am Mast verdrehen. Daher sollte er 2 Mastbügel haben.
- Teile dürfen nicht verwittern, sonst ist ein späterer LNB-Tausch meist nicht möglich, besonders anfällig sind hier Plastikteile und Schrauben.
==> Je stabiler desto besser! Im oberen Preissegment sind dass die GFK-Schüsseln von WISI wie die OA 78 und die Alu-Schüssel CAS 75 von Kathrein / im 'normalen' Preisbereich die 75er XP-Line von Gibertini (Baugleich Delta + Preisner) und die Fuba = Astr0 75er

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8. Welchen Sat-Receiver soll ich kaufen?

Ein schwierig Frage, schließlich ist das in aller Regel das zentrale Teil einer Anlage und eines TV-Abends, mit diesem Gerät muss man sich Tag täglich abärgern oder auch nicht.
Deshalb sollte man nun sorgfältig überlegen was man sich kaufen soll, will man wirklich ein paar Euro sparen und sich dafür jahrelang ärgern?

Als erstes muss man natürlich klären, was erwarte ich, soll er 2 oder mehr Tuner haben, eine integrierte Festplatte, Inernetzugang, Steuerung über Smartphone, Netzwerk-Streaming, CI Schächte für Pay-TV, 2 HDMI-Anschlüsse oder hab nur noch einen optischen Eingang am Verstärker frei, all das muss natürlich vor der genaueren Betrachtung eines Gerätes erst mal grundlegend geklärt werden.
Ein gute Seite ist dafür
www.inside-digital.tv
dort sind viele Geräte gelistet und was das wichtigste ist, es wird die jeweilige Ausstattung dazu gelistet. Wobei man das nicht mit einer Empfehlung zum Kauf verwechseln sollte.

Die trifft man am Besten nachdem man ein paar in Frage kommende Geräte vorsortiert hat und dann mal in ein paar Reviews schaut, Testberichte schmökert und natürlich hier im Forum liest.
Kaufberatung Digital Receiver
Hier wird auch viel gelistet www.testberichte.de
Viele ausführliche Tests aus Fachzeitschriften gibt es übrigens kostenlos auf den Homepages der Hersteller zum download, auch bei vielen ausländischen Herstellern findet man deutschsprachige Tests. Eine Linkliste zu den Herstellern gibt es am Ende.
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Installation

11. Wie richte ich die Satschüssel aus?

Zuerst prüfen in welcher Richtung der Satellit bei dir steht.
Dazu gehst du auf www.dishpointer.com tippst dort deine Adresse ein und wählst aus dem Aufklappmenü Astra 19,2°
Nun reinzoomen und den grünen Knubbel zum gewünschten Antennenstandort ziehen, die grüne Linie zeigt die Empfangsrichtung an. Bei evtl. Hindernissen noch den roten Knubbel aktivieren und diesen auf der grünen Linie auf das wahrscheinlichste Hindernis ziehen
--> nun wird dir angezeigt, wieviel höher das Hindernis gegenüber der Schüsselunterkante sein darf.
Die Halterung (Mast / Winkelwandhalter/ …) muss exakt senkrecht stehen. Dann den Elevationswert von Dishpointer auf der Gradskala der Schüssel einstellen und die entsprechenden Schrauben leicht anziehen. Ein Kabel vom LNB mit einem möglichst vorprogrammierten Receiver verbinden, bei Quattro-LNBs dabei unbedingt auf die richtige Ebene achten, für ARD (in SD) z. Bsp. horizontal High (HH)
Nun den Spiegel auf ein fernes ‚Ziele’ einstellen, dass der Dishpointer vorgegeben hat (Baum / Kamin / …) indem man am Feedarm längspeilt. Hast du schon ein Bild? Wenn nein den Spiegel 1cm am Spiegelaussenrand verdrehen und kurz (5..10s) warten ob ARD kommt. Solange weiterdrehen bis ein Bild kommt oder die Richtung nicht mehr sein kann, dann zurück und es nach der anderen Seite probieren.
Sobald ARD auf dem TV erscheint die Pegelanzeige am Empfänger aktivieren und in 5mm Schritten Richtung und Höhe auf max Qualität (= min BER) einstellen und dann die Schrauben langsam über Kreuz festzeifestziehen

Hilfreiche Tipps gibt es auch sehr zahlreich im Web, ne gute Seite ist.
www.satzentrale.de
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12. Verkabelung. Alles was sie dazu wissen sollten.

Immer wieder tauchen ähnliche Fragen auf, die hier mal etwas zusammengefasst abgehandelt werden sollen.
Hinweis: Die Rede ist hier von den Kabel zwischen Schüssel und Receiver.

Gleichmal vorneweg, eine Frage die viele beschäftigt, kann ich mein Fernsehbild durch ein gutes Kabel verbessern.
Bei analog ist dies in einem gewissen Rahmen möglich, bei digital hat das Kabel keine Auswirkungen auf die Bildqualität.
Ein schlechtes Kabel führt zu einem stark abgeschwächten Signal und ist anfällig für Störeinflüsse. Bei analog kann sich dies durch viele Auswirkungen bemerkbar machen, durch Störgeräusche im Ton, flimmern im Bild, usw...
Bei digital haben Störreinflüsse und schwache Signale immer die gleiche Wirkung, das Signal reißt ab. Starke Artefakte und kurz später Totalausfall.

Um dies zu vermeiden folgende Punkte befolgen.
1. Gute Kabel verwenden. Koaxkabel sollten eine möglchst hohe Qualität haben, leider sieht man dies den Kabeln kaum an und Daten von Billiganbietern sind oft geschönt
Gut ist:
- CLASS A Zertifizierung
- Hohes Schirmungsmaß (min 90dB besser > 100)
- Innenleiter aus Kupfer (kein StaCU!) und am Besten noch verzinnt
- Viele Schirmdrähtchen aus Kupfer mglst. verzinnt (kein Alu!) und zusätzlich 2 Schirmfolien = 3fach geschirmt (4-fach schaded nicht, bringen aber auch nichts außer schwieriger Steckermontage)
- Kabel ist relativ starr (Kabel mit zu weichem Mantel + Dielektrikum sind sehr anfällig für mechanische Defekte)
- Es steht Delta KOAX 110plus / Koax 0645T/ Belden H126 DB / Bedea Telass 100 oder 110 / Kathrein LCD 111 / Preisner SK 2000+ / Wisi MK 96 drauf. Diese Kabel sind, obwohl weiß, auch alle UV-beständig.
Sollte es, aus welchem Grund auch immer, mal nötig werden ein dünnes Kabel (<5mm) zu verwenden, sollte man wohl wirklich auf Markenqualität achten, z.B. DELTA KOAX 0645T.
Wie ein schlechtes Kabel aussieht sehen sie am folgenden Bild. Der Außenleiter besteht nur aus wenigen einzelnen Härchen, die Isolierung ist gut darunter zu erkennen. Immerhin ist das Kabel schon doppelt geschirmt.
http://img279.echo.cx/img279/4054/schlecht6zg.jpg
2. Fensterdurchführungen. Wo unbedingt nötig kann man das schon machen, besser wäre aber das zu vermeiden. Die weißen Fensterdurchführungen mit dem Drähtchen in der Mitte, dass durch Teflonfolie geschützt in ein Kupferband gewickelt wurde sind ein brauchbares Übel.
Solche extrem flachen Durchführungen (siehe Bild), sollten nicht verwendet werden.
http://img284.echo.cx/img284/4062/koax23qh.jpg
3. Kabel "zusammenstöpslen". Sollte möglichst vermieden werden, jede Verbindung bedeutet eine Schwächung des Signals und einen Angriffspunkt für Störquellen. Verbindungen werden grundsätzlich mit F-Verbindern hergestellt.
4. Sat Dosen sind nicht zwingend nötig. Ein durchgehendes Kabel vom LNB zum Receiver ist eine feine Sache. Sollte man jedoch darauf angewiesen sein, sei es weil ein UKW Signal eingespeist wurde oder der Ästethik wegen.
Sollte man auf Einhaltung der Biegeradien achten und auf eine gute Signaltrennung der Dose.
Hinweis: Für die Verbindung zwischen UKW Ausgang und HIFI-Anlage sollte auch ein ordentlich geschrimtes Kabel verwendet werden.
Test: Bei UKW Radio eine Frequenz von einem starken Ortssender einstellen, Kabel von der Dose abziehen. Bei einem guten Kabel kommt jetzt praktisch nur noch rauschen, bei einem schlechten hat man immernoch Empfang.
5. Freie Ausgänge, egal ob am LNB, Multischalter oder als Durchschleifausgang am Receiver, sollten mit einem 75Ohm Abschlusswiderstand verschlossen werden.
6. und vielleicht wichtigster Punkt.
Wie montiere ich einen F-Stecker korrekt?
http://img284.echo.cx/img284/9834/koax16zt.jpg
Auf dem Bild kann man die einzelnen Elemente gut erkennen, wobei die Abschirmung nur eine dünne Alufolie ist und das als Außenleiter bezeichnete Teil das Drahtgeflecht darstellt.
Wichtig ist, das der Innenleiter keinen Kontakt zu dem Außenleiter oder sonstigen leitenden Teilen bekommt. Der Außenleiter hingegen muss guten Kontakt zum Stecker haben. Um dies zu erreichen geht man wie folgt vor.
Zuerst entfernen sie vorsichtig ein ca. 2cm langes Stück Außenisolation, darauf achten das sie dabei möglichst keine Fasern vom Außenleiter abtrennen. Nun legen sie den Außenleiter zurück um an die mit der Abschirmung umwickelten Isolation zu gelangen. Nun entfernen sie auch ein Stück der Isolation inkl. Abschirmung. Hier ist sehr wichtig das die Isolation nicht bis zur Außenisolation entfernt wird, sondern ca. 5mm übersteht. Der Innenleiter sollte nun 8-9mm lang aus der Isolation ragen(siehe Bild 1). Achten sie darauf das Kabel dabei nicht zu stark auf Zug zu belasten
Nun wird der Außenleiter in Aufdrehrichtung (Uhrzeigersinn) um das überstehenden Stück der Isolation gelegt und der Stecker kann aufgeschraubt werden (siehe Bild 2)
http://img279.echo.cx/img279/229/abisolieren1yw.jpg
Hinweis: Sollte Ihr Kabel über ein zusätzliche äußere Schirmung verfügen, so muss diese unbedingt entfernt werden, da hier oftmals ein nicht leitfähiger Schutzfilm aufgetragen wird.
Aufgedreht wird der F-Stecker dann bis die Isolation mit dem Innengehäuse des Steckers abschließt, es kann auch schon leicht überlappen, jedoch nicht mehr als 1mm.
Sollte abschließend der Innenleiter mehr als 4mm über die Steckerkontur hinausragen, muss er gekürzt werden. Optimal sind 2-3mm.
Wenn doch ein paar Fasern hinten aus dem Stecker schauen, sollten diese abgezwickt werden, da sie wie kleine Antennen für Störsignale wirken können.
Vorteil dieser Methode: Wenn der Außenleiter wie herkömmlich nach hinten gelegt wird und der Stecker aufgedreht, werden dabei immer viele Fasern der Außenleiters abgetrennt, was hier nicht der Fall ist.
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13. Wie prüfe ich ob freie Sicht zum Satelliten besteht

1) Man besorge sich: Kompaß, (kleine) Wasserwage, Geo-Dreieck und ein Stück Pappe.
2) Mit Hilfe des Geo-Dreiecks zeichnet man sich eine 31°-Linie auf die Pappe und schneidet dann diese als Keil zurecht.
3) Man gibt hier (von www.dishpointer.com):
<iframe name="dplite" frameborder="0" width="300" height="415" scrolling="no" src="http://www.dishpointer.com/servlet/dplite.php?showmap=true&showsatlist=true&showinfo=true&bgcol=FFFFFF&width=300&height=300&defaddress=Reeperbahn%2C%20Hamburg&txtsize=10&txtcol=000000&language=de&satellite=s0192"></iframe><div><a href="http://www.dishpointer.com">Dish alignment with Dishpointer</a></div>
seinen Standort + Wunschsatellit ein und erhält einen Azimut- und Elevationswert. Durch ziehen des grünen markers auf den genauen Montageort bekommte man die exakte Richtung.
4) man peilt mit dem Kompass in die Richtung des Azimutwertes (180° wäre Süden, die ca 166°(Astra) etwas links davon) einen Punkt am Horizont an.
5) Nun peilt man mit der waagrecht gehaltenen Wasserwaage diesen Punkt am Horizont an, legt den Keil drauf und guckt drüber --> Ist der Himmel zu sehen ist alles klar
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Probleme


21. Kein Sport 1, Tele5, HSE24 ---> DECT Problem.

Sollten nur diese Sender fehlen, obwohl alles andere passt liegt es meistens an der Störung durch ein schnurloses DECT Telefon im Bereich zwischen Sat-ZF 1880 ...1900 MHz also die Sendefrequenzen im LowBand von 11630 ... 11650 MHz und im HighBand 12480 ... 12500MHz.
Testen kann man das in dem man das Telefon komplett
ausschaltet, dann müsste das Bild wieder gut sein - sofern
das Programm zuvor bei einem Sendersuchlauf in ungestörter Umgebung gefunden wurde bzw. in der Programmliste des Receivers enthalten war.
Gegebenenfalls ist also ein Programm-Suchlauf erforderlich.

Ausschalten bedeutet Basis abstecken, Batterien aus den
Mobilteilen und evtl. Reichweitenverstärker abstecken.
Man sollte bedenken das natürlich genauso gut das DECT Telefon des Nachbars stören könnte, auch W-Lan und E-Netz können störend wirken. Beim E-Netz stört seltener das nur mit max. 1W sendende Handy 1725 ...1781MHz (=11475...11531 + 12325...12381MHz) sondern die mit bis 300W sendende Relaisstation im Bereich 1805 ...1876 MHz(=Low 11555...11626 + High 12405...12476MHz) wenn sie sehr nahe steht.
-> Damit erklärt sich so manche eigenartige Störung auf Sixx & Das Vierte (12461MHz)

Lösungen:
Telefon inkl. Netzteil und Kabel so weit weg wie möglich von Receiver und LNB-Zuleitung. Keine fertigen Anschlusskabel benützen, sondern mit richtigem, am besten 3fach geschirmten Koaxkabel und passenden F-Steckern angefertigtes Kabel. F-Stecker auf festen Sitz kontrollieren, dabei darauf achten, dass hinten keine Schirmhärchen rausschauen die als Antennen fürs Störsignal dienen können. . Verbunden werden Sat Kabel auch stets mit F-Verbindern. Alle offenen Ein und Ausgänge, besonders den Durchschleifausgang des Receivers und offenen terrestrische Eingänge an Mehrbereichsverstärkern und Multischalter mit 75-Ohm abschließen.

Hinweis:
Natürlich ist ein Ausfall von diversen Sendern nicht nur auf ein DECT Problem zurückzuführen, sind aber nur diese Programme betroffen ist das Problem sehr wahrscheinlich. Sollte es nicht am DECT-Telefon liegen ----> siehe Punkt 26
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22. Es wurde ein analoger gegen einen digitalen Receiver getauscht, doch der empfängt nur ausländische Sender und ein paar unwichtige deutsche Sender.

Höchstwahrscheinlich ist noch ein "analoges" LNB an der Schüssel montiert und muss einfach nur durch ein digitaltaugliches ersetzt werden.
Sollte ein Multischalter benutzt worden sein, muss auch dieser getauscht werden.
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23. Wie kann ich testen ob mein LNB digitaltauglich ist.

Hierbei muss man beachten das es einen gewissen Spielraum für Fehler gibt. Vorraussetzung für einen erfolgreichen Test. Der Receiver hängt direkt am LNB, also ohne Geräte wie einen Multischalter oder Diseqc Schalter dazwischen.
Test:
Man muss das 22kHz Signal am Receiver aktivieren, ist leider nicht bei allen Modellen möglich. Wenn der Receiver nun immer noch ein Signal erhält ist das LNB nicht digitaltauglich, denn ein digitaltaugliches würde bei einem 22kHz Signal ins Hochband schalten und der Receiver hätte in dem Fall dann kein Signal zur Verfügung.
Andere Tests wären das Frequenzspektrum am LNB abzulesen, digitaltauglich bedeutet bis 12,75GHz, wenn 4 Kabel aus einem LNB in einen Multischalter gehen ist das auch ein sicheres Zeichen.
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24. Alle Geräte zeigen an ich hätte ein Signal, doch der Receiver findet nichts.

Häufigster Fehler, man hat den falschen Satelliten erwischt, das ist gar nicht so selten wie man glauben mag, ein Satfinder erkennt zwar das eingehende Signal, weis aber nicht woher es kommt.
---> siehe 11. Wie richte ich aus.
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25. Kann ich mit meiner Schüssel UKW empfangen?

Nein, es gibt drei Varianten wie ich über Sat Radioprogramme empfangen kann.
1. Analoges Radio, zu finden auf den Tonträgerfrequenzen der einzelnen Sender.
2. ADR. Astra Digital Radio. Nur mit entsprechendem Endgerät zu empfangen und alles andere als zukunftssicher.
3. Digitales Radio über DVB-S, zu empfangen mit jeden digitalen Sat Receiver.
Welche Sender wo zu finden sind erfahren sie unter
www.ses-astra.de

Hinweis: Keine dieser Varianten kann mit einem "normalen" Radiotuner empfangen werden, hierfür ist immer ein Sat Receiver oder ein spezieller ADR Empfänger notwendig. Die Verbindung mit einem Verstärker erfolgt dann über die Audio Buchsen des Sat Receivers,
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26. Gestern ging alles perfekt, heute habe ich keinen Empfang mehr.

Wenn das Problem nicht zwischen TV und Receiver liegt, was man ja leicht prüfen kann in dem man mal ins Menü geht oder das Testbild am Sat Receiver einschaltet.
Dann sollte man wohl nach dem Ausschlussverfahren vorgehen.
1. Fehlerquelle - defekter Receiver - anderes Gerät ausleihen und testen ob dieses am Anschluss funktioniert.
2. Fehlerquelle - defekte Kabel bzw. Verbindungen - mit einem funktionierenden kurzen Stück Kabel den Receiver direkt ans LNB bzw. Multischalter anschließen.
3. Fehlerquelle - defekter Multischalter - natürlich nur da wo vorhanden - hier muss nur getestet werden wenn auch die anderen Geräte nicht funktionieren. Um einen defekten Multischalter auszuschließen einfach den Receiver direkt an einen der LNB Ausgänge anschließen.
Achtung bei digitalen Anlagen: Ein Quattro LNB gibt die 4 Ebenen einzeln aus, schließen sie ihren Receiver am v/h-Ausgang an um mit Pro7 zu testen und am h/h-Ausgang um mit RTL zu testen.
4. Fehlerquelle - defektes LNB - sollte nichts der letzten Versuche Erfolg gebracht haben wird der Fehler wohl am LNB liegen, die einzige Alternative wäre noch eine falsch ausgerichtete Schüssel. Sollte das möglich sein durch z.B. durch vorangegangene Stürme, kann natürlich auch nicht ausgeschlossen werden das es evtl. davon kommt.
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27. Artefakte + Klötzchen bei einigen Programmen - Überpegel?

Viel hilft nicht immer viel! Fast alle Receiver und TV mit integrierten Receivern haben eine Anzeige für den Pegel = Stärker und für die Qualität = C/N. Wärent die Qualität ab ca 80% ok ist und ruhig 100% sein darf, kann der Pegel auch zu hoch sein - gibt es Bildstörungen sind alle Werte > 90% (stark Modellabhängig da nicht genormt!) sehr verdächtig.
Versuch einer Erklärung:
Zusammenhang Pegel + Qualität:
Stellt euch mal ein Blatt Papier mit Text vor.
Eine gute Qualität = C/N = SNR entspricht einem sauberen Druck mit schwarzer Farbe.
Eine mittlere Qualität entspricht einem minimal ausgefranstem Druck mit grauer Farbe
Eine Schlechte Qualität entspricht ausgefranstem Druck in hellgrau.
Jetzt kommt die Stärke = Pegel - die entspricht der Beleuchtung:
klein = düster / niedrig = diffus / mittel = normal hell / stark = leicht bewölkt / zu stark = Blendend

Den schwarzen Text könnt ihr fast immer lesen, bei blendender Helligkeit erst wird es schwieriger (dann hilft einen Sonnenbrille = Dämpfungsglied )
Den hellgrauen Text könnt ihr im Düstern und bei starker Helligkeit schon nicht mehr lesen .... Solange der Text lesbar ist kommt die volle Information rüber (= keine Bildfehler) egal wie die Druckfarbe und das Licht ist. Erst wenn nicht mehr alles lesbar ist fehlt Information entsprechend wird das Bild schlecht.

Und einem Tuner geht es genauso wie euren Augen, je schlechter die Signalqualität ist (und je schlechter der Tuner), umso passender muss der Pegel sein.


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Fragen:

31. Was genau bedeutet Sky-geeignet und kann ich auch mit anderen Geräten Sky empfangen?

Es gibt einer Reihe von Geräten die als Sky-geeignet verkauft werden, Hintergrund der Sache ist das diese Geräte offiziell von Sky für den Empfang ihrer Programme freigegeben werden, die Geräte haben dann den erforderlichen Kartenleser schon integriert. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit ein CI+ Modul im Empfangsgerät zu nutzen, dies ist aber oft mit drastischen Einschränkungen verbunden, wie z.B. keine Aufzeichnungsmöglichkeit.
Es gibt jedoch mehr als genug Geräte die ebenfalls über einen CI-Schacht verfügen jedoch nicht Sky-geeignet sind. Natürlich kann man auch mit diesen Geräten Sky empfangen, dies widerspricht jedoch den AGB von Sky, da dort der Empfang nur mit zertifizierten Geräten erlaubt wird. Auch sind bei einigen Geräten nicht alle Zusatzoptionen zu den einzelnen Übertragungen abrufbar. Möglich wird der Skyempfang bei diesen Geräten mit einem Modul wie zum Beispiel dem Mascom Alphacrypt.
Achtung: Je nach Sky Karte (z.B. S02 oderV13), laufen auch nur bestimmte Module. Dies ist aber in der Regel nicht sky-AGB konform und benötigt oft eine Umprogrammierung der Module.
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32. Ich hab nur ein Kabel vom LNB zur Verfügung und will mehr als ein Gerät anschließen. Wie mach ich das?

Problem ist das ein Sat-Receiver nur mit einer ungeteilten Verbindung zum LNB bzw. Multischalter alle Programme ohne Probleme wiedergeben kann.
Benutzt man nun einen Verteiler dann müssen sich die Receiver immer auf eine Polarisationsebene (vertikal oder horizontal) und ein Band (Hoch oder Tief) einigen. Es können zwar schon verschiedene Programme geschaut werden, jedoch müssen sie dieselbe Polarisation vorweisen. Dasselbe Probleme besteht auch wenn man einen Twin-Tuner mit nur einem Kabel betreiben will, ein Vorteil ist hier jedoch das man den Twin-Tuner in den Einstellungen so einrichten kann das er dies automatisch berücksichtigt.
Problem:
Das Schaltsignal fürs Hochband ist ein 22kHz Signal, wenn nun ein Receiver im Hochband ist liegt dieses Signal an und kein anderes Gerät kann nun mehr ins Tiefband. Genauso verhält es sich bei den Polarisationsebenen, wenn die 18Volt für die horizontale Ebene anliegen kommen die 14Volt für die vertikale Ebene nicht mehr "durch".
Beispiel:
Ein Gerät nimmt DSF auf, ein anderes Gerät wird nun auf ZDF eingeschaltet, die 18 Volt überlagern nun die 14 Volt und die Aufnahme verwandelt sich ab diesem Zeitpunkt in ein schwarzes Bild.

Bessere wäre es hier, falls vorhanden, einen Durchschleifausgang an einem Sat Receiver zu benutzen, Vorteil ist das dieses Gerät dann die Ebene vorgibt und nicht einfach das Programm weggeschaltet werden kann. Auch geeignet ist ein Master-Slave-Relais (auch Analog-Digital oder D-Box-Relais genannt) bei dem der Receiver am Slave-Anschluss nur dann ein Signal erhält, wenn der Master ausgeschaltet ist.

Optimale Lösung wäre natürlich ein weiteres Kabel zu einem freien Ausgang am LNB oder Multischalter zu ziehen.
Andere Lösung: Mit Hilfe einer UNICABLE-Matrix Wie die Kathrein EXR 551 / 552 oder DELTA SUM ... Reihe, können mehrere Reciever unabhängig an Durchgangsdosen betrieben werden. Dafür müssen aber auch die Receiver diese UNICABLE-Steuerung beherrschen, was bei vorhandenen Receivern meist nicht der Fall ist.

Hinweis: HDTV und normaler SDTV Mischbetrieb kann so nur im Wechsel stattfinden. Da sich der HDTV ständig im Tiefband bewegt und der SDTV sich meist im Hochband befindet.
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33. Was kann ich tun um mein Bild über DVB-S zu verbessern?

Nichts, denn bei digital gibt es den so genannten "all or nothing" Effekt. Entweder man hat Signal oder nicht, ein schwaches digitales Signal macht sich durch heftige Bildaussetzer bemerkbar.
Auch Anzumerken wäre wohl das fast alle Sat Receiver über gute Mpeg-Decoder verfügen und es auch hier keine allzu großen Unterschiede gibt.
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34. Was genau kann ich unter der Bezeichnung Twin-Tuner verstehen?

Analog:
Ein Gerät mit zwei Empfängern das auf den Scart Anschlüssen versch. Programme zum selben Zeitpunkt ausgeben kann. Eigentlich nur noch gebraucht zu beziehen.

Digital:
Ein Gerät mit integrierter Festplatte, das während der Wiedergabe eines Kanals, einen oder mehrere andere Kanäle auf der Festplatte aufzeichnen kann. Es gibt nun auch im digitalen Bereich Geräte die 2 versch. Signale ausgeben können, in einfacher Form der Radix 9900 und in der Deluxe Version der Arion 9400, der für den 2. Tuner standardmäßig ne eigene Funkfernbedienung liefert.

Hinweis: Vorraussetzung für die effiziente Nutzung eines Twin-Tuners ist es zwei separate Leitungen vom LNB zur Verfügung zu haben. Mit nur 1 Leitung gibt es gewisse Einschränkungen.
----> siehe Punkt 32
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35. Ich darf meine Schüssel nicht am Haus montieren, kann ich sie auch hinter dem Fenster in meiner Wohnung platzieren?

Eine Frage die man pauschal eigentlich nicht beantworten kann, dieser Punkt ist von vielen Sachen abhängig. Die Art des Fensters, der Winkel in dem die Anlage zur Scheibe steht, die Größe der Schüssel, ...
Gut ist dünnes Glas und große Schüssel.
Mehr Tipps zu diesem Thema findet man aber z.B. hier
www.satzentrale.de unter der Rubrik "Installationshilfen".
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36. Ich wohne nicht in Deutschland, kann ich trotzdem Astra 19.2° empfangen?

Kann man ganz leicht nachprüfen, auf SES-Astra gibt es zu jedem Astra-Satelliten die so genannten Footprints oder zu deutsch Ausleuchtzone.
Footprint = Das von einem Satelliten abgedeckte geographische Gebiet, dessen äußere Grenze sich definiert als jener Bereich, in dem die Übertragungsqualität aufgrund zu schwacher Übertragung unter ein kommerziell vertretbares Niveau absinkt.
Mann kann also erkennen wo man mit welcher Schüsselgröße Astra noch ohne Probleme empfangen kann.
Auf Satzentrale findet man ein Programm mittels dem man den Winkel in dem die Schüssel stehen muss errechnen kann, auch für Orte außerhalb Europas und nicht nur für Astra.
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[Beitrag von joeben am 15. Okt 2014, 10:42 bearbeitet]
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