Unicable: Bildaussetzer beim Umschalten

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AlBundy33
Stammgast
#1 erstellt: 08. Mrz 2016, 23:11
Hallo,

obwohl ich meine Frage vermutlich selbst beantworte, frag ich trotzdem mal.

Ich habe ein Unicable LNB von Inverto, an dem ein Twin Receiver und ein Raspberry Pi hängen.
Am Receiver sind Tuner 1 und 2 per Loop Through verbunden "davor" hängt ein Zweifach Verteiler von Technisat, damit ich auch den Raspberry anschließen kann.

Da ich beim Start von Aufnahmen teilweise heftige Störungen habe (nur Receiver), wo nur noch ein Neustart hilft (danach ist alles gut), hab ich mir gedacht, dass ich mir einen Vierfach Verteiler hole.

Ich habe mir dann einen Schwaiger VTF 7844 geholt, alle Tuner mit einem Kabel (also ohne Loop Through) angeschlossen und getestet.

In der Konstellation ist es aber nun so, dass ich beim Umschalten auf einem Gerät Bildaussetzer auf einem anderen habe.

Kann es sein, dass der Schwaiger nicht diodenentkoppelt ist und die Probleme daher kommen?

Und kann es sein, dass sich die Tuner beim Loop Through auch gegenseitig stören konnen?
Das würde evtl. die hin und wieder auftretenden Probleme beim Aufnahmestart erklären.

Danke schonmal für die Antworten

Al
KuNiRider
Inventar
#2 erstellt: 08. Mrz 2016, 23:35
Kein Gerät genannt wie soll man da Tips geben?!
Seit wann hat ein Raspberri einen Sat-Tuner?

Auf jeden Fall kämpfen alle Receiver mit grenzwertig hohen Pegeln und einer absolut mangelhaften Entkopplung untereinander und vermutlich einer Reflektion der Steuersignale.
Auch eine falsche Unicable Ansteuerung ist nicht unwahrscheinlich.
Ob der unbekannte Twinreceiver im Loop sich selber stört, ist ja schnell ausprobiert, einfach die zwei drei DC-fähigen 6....10dB Dampfungslieder, die du eh zur Entkopplung brauchst, hintereinanderschrauben und ohne Verteiler testen. Wenn dann alles gut ist kommt der 2fach Splitter mit den Dämpfern an den Ausgängen zum Einsatz. Kommen dann wieder Störungen liegt es am Tuner vor dem Raspberry
AlBundy33
Stammgast
#3 erstellt: 09. Mrz 2016, 00:13
Am Raspberry hängt per USB ein Tuner. ;-)
Receiver ist ein Kathrein UFS 922 (siehe Signatur).

Was brauch ich fur Dämpfungsglieder?!?
Das Kabel geht vom LNB (IDLB-QUDL42-UNI2L-1PP) direkt zum Verteiler (TechniSat 2-Wege Sat-Verteiler (2x DC-Durchlass, Diodenentkoppelt)) und dann auf die Geräte.

Mit der aktuellen Konstellation (Zweifach Verteiler von Technisat und Loop Through) hab ich erstmal keine Probleme beim Umschalten - nur eben hin und wieder beim Start von Aufnahmen (wenn also der zweite Tuner aktiviert wird). Diese Probleme hab ich aber nur am Receiver - der Raspberry bekommt dsvon nichts mit.
KuNiRider
Inventar
#4 erstellt: 09. Mrz 2016, 01:16
Du nennst zwar das LNB nicht - aber eigentlich haben alle Inverto Unicable-LNB einen zu hohen Ausgangspegel, da der ja für Durchgangsdosen gedacht ist. Die Dämpfungsglieder sollen den Pegel reduzieren und sorgen vor allem für eine bessere Dämpfung = Entkopplung der Sat und der Steuersignale.
Wenn dann immer noch ein Problem damist, solltest du mal mit Kathrein reden (die neueste Software ist hoffentlich drauf?!)
AlBundy33
Stammgast
#5 erstellt: 09. Mrz 2016, 01:59
LNB ist ein Inverto IDLB-QUDL42-UNI2L-1PP (siehe Antwort vorher).
Software hab ich eigentlich immer die aktuellste drauf.

Vor meinem Umzug hatte ich übrigens ein nirmales Quad-LNB und da lief alles ohne Probleme.

Könnte es denn an dem Schwaiger Splitter liegen?
Wie gesagt mit dem Splitter von Technisat gibt es keine Aussetzer beim Umschslten.

So einen Dämpfungsregler hab ich glaub ich noch rumliegen.
Wo schließt man den denn an?
Näher am LNB oder näher an den Geräten?
Vor oder nach dem Splitter?


[Beitrag von AlBundy33 am 09. Mrz 2016, 02:04 bearbeitet]
raceroad
Inventar
#6 erstellt: 09. Mrz 2016, 02:32

AlBundy33 (Beitrag #1) schrieb:
Kann es sein, dass der Schwaiger nicht diodenentkoppelt ist und die Probleme daher kommen?

Wäre zumindest nicht untypisch - ist z.B. von Samsung-TVs so bekannt, wenn ein Verteiler ohne Dioden verwendet wird. Das kann man ohne Messtechnik testen: LNB an einen der Ausgänge des Verteilers (Die anderen bleiben frei.), ein Receiver / TV an den Eingang. Hat man so noch Empfang, fehlen die Dioden.

An Übersteuerung als Ursache glaube ich zwar nicht, die Inverto-LNBs verstärken am Unicable-Port nicht übermäßig, und ein Verteiler war ja mindestens im Spiel. Dämpfer zwischen jedem Verteileraus- und Tunereingang wären aber wie erwähnt wegen der Entkopplung sinnvoll.
AlBundy33
Stammgast
#7 erstellt: 09. Mrz 2016, 11:14
Ich werde heute Abend mal testen, ob der Splitter diodenentkoppelt ist oder nicht.

Sollte er das nicht sein, gibt es dann evtl. Dämpfungsglieder mit Diodenentkopplung oder muss das zwingend im Splitter vorhanden sein?

Woran genau erkennt man denn, ob man ein Dämpfungsglied oder eine Diodenentkopplung braucht?

Wenn ich das richtig verstehe, führt eine fehlende Diodenentkopplung zu Bildaussetzern beim Umschalten, weil einfach das an allen Empfängern ankommt.

Wie wirkt sich aber ein fehlendes Dämpfungsglied aus?

Wenn man die Diodenentkopplung benötigt, warum gibt es denn dann Splitter ohne?
raceroad
Inventar
#8 erstellt: 09. Mrz 2016, 13:06
Fragen über Fragen. Weiter bringen Dich weniger die Antworten als Tests mit veränderten Aufbauten. Entkopplung spielt auf zwei verschiedene Arten eine Rolle:

Die Steuerspannung der Empfangsgeräte muss durch Dioden gegeneinander entkoppelt sein. Anderenfalls liegt speziell während Receiver A einen Befehl sendet am Tuneranschluss von B von außen eine höhere Spannung als die von Tuner B selbst an. Strom kann dann in das Empfangsgerät hineinfließen, was erstens Gerät B durcheinanderbringen (> Störungen beim Umschalten passen in diesen Bild) und zweitens die Steuerung der Anlage durch A beeinträchtigen kann, weil B für A eine zusätzliche Stromlast darstellt.

Außerdem fließt das Hochfrequenzsignal nicht nur wie auf einer Einbahnstraße vom LNB zu den Tunern, sondern Signal wird von den Tunern reflektiert bzw. dort erzeugt und macht sich in Gegenrichtung auf den Weg. Dieses Signal von A darf nur gedämpft an B ankommen. Ohne zusätzliche Dämpfung wird Signal zwischen A und B (abgesehen von der vergleichsweise geringen Dämpfung des Kabels) nur durch die sog. Entkopplung des Verteilers (= Dämpfung zwischen den Verteilerausgängen) abgeschwächt. Bedeutet: Ein einziges Dämpfungsglied vor dem Verteilereingang erhöht nicht die Gesamtentkopplung, das schaffen nur Dämpfungsglieder zwischen den Vereilerausgängen und den Tunern.

Ich kenne weder Festdämpfungsglieder mit integrierter Diode noch separate Dioden in einer Bauform für Verteilnetze, etwa in F-Anschlusstechnik. Splitter ohne Dioden braucht man zwingend, wenn Ausgangsports, die von den Teilnehmern gesteuert werden, zusammengeschaltet werden. Vor Jahren bereits hatte GSS einen 2x 4-fach Unicable-Router mit acht verschiedenen Adressen / Frequenzen im Programm, den man mit einem dann als Kombinierer betriebenen nicht diodentkoppelten Verteiler zu einem 8er Router machen konnte. In jüngere Vergangenheit werden mit solchen Verteilern auch Einkabelanlagen zum Empfang von mehr als vier Satelliten realisiert. Nicht immer zwingend nötig aber von Vorteil sind Verteiler ohne Dioden auch ohne das Zusammenschalten von Ausgangsports, weil man sich so den Spannungsabfall an der Diode spart.
AlBundy33
Stammgast
#9 erstellt: 09. Mrz 2016, 21:33
Hallo,

vielen Dank erstmal für die ausführlichen Antworten - von denen ich zugegebenermaßen nur die Hälfte verstehe.

Ich habe jetzt mal meinen Schwaiger Splitter mit vertauschten Ein- und Ausgang angeschlossen.
Ergebnis ist aber kein Signal - wenn ich mich hn aber richtig rum anschließe, dann stören sich die Geräte gegenseitig beim Umschalten.

Hat das jetzt was zu bedeuten?
raceroad
Inventar
#10 erstellt: 10. Mrz 2016, 12:30

AlBundy33 (Beitrag #9) schrieb:
Ich habe jetzt mal meinen Schwaiger Splitter mit vertauschten Ein- und Ausgang angeschlossen.
Ergebnis ist aber kein Signal

Dann hat der Verteiler Dioden.


[...] wenn ich mich hn aber richtig rum anschließe, dann stören sich die Geräte gegenseitig beim Umschalten.

Das kann (muss nicht) Folge einer niedrigeren Hochfrequenz-Entkopplung sein.

Entkopplung mag kompliziert klingen, meint aber nicht mehr, als dass man Dämpfung zwischen den Tunern braucht, damit A nicht zu viel von B (und umgekehrt) sieht. Bedeutet rein pragmatisch: Für jeden Tuner ein Sat-taugliches Festdämpfungsglied 6 .. 10 db kaufen, zwischen Verteilerausgang und Tunereingang einbauen (Verteiler- oder Tunerseite) und checken, ob es so keine Störungen mehr gibt.

Falls es auch mit Dämpfungsgliedern dabei bleibt, dass es am Verteiler von Schwaiger im Gegensatz zum ersten Störungen am anderen Gerät gibt, dann taugt der Verteiler nichts. Ursache wäre wahrscheinlich, dass man sich eine sauber Gleichspannungsführung unabhängig vom HF-Pfad gespart hat.


Außerdem: Auf ungenutzte Verteilerausgänge gehören F-Abschlusswiderstände!
AlBundy33
Stammgast
#11 erstellt: 12. Mrz 2016, 15:51
Nach was sucht man denn, wenn man ein Dämpfungsglied sucht?

Bei Conrad und Reichelt hab ich nix gefunden.
Bei Amazon z. B. die hier http://www.amazon.de...1i2x4E7fL&ref=plSrch
raceroad
Inventar
#12 erstellt: 12. Mrz 2016, 16:27
... oder (nur Beispiel!) preisgünstiger bei eBay
KuNiRider
Inventar
#13 erstellt: 12. Mrz 2016, 20:57
Unter Dämpfungsglied findet man mehr
. . . aber auf den Zusatz ,Sat' oder DC-Durchgang achten!
AlBundy33
Stammgast
#14 erstellt: 22. Mrz 2016, 21:36
Also die Dämpfungsglieder sind jetzt da und verbaut.
Ich habe jetzt am Vierfachverteiler, den Twin-Tuner und meinen Raspberry angeschlossen - mal sehen, ob das was bringt.

Ich habe probeweise mal eine Aufnahme auf dem Receiver gestartet und bisschen hin und hergezappt.
Parallel dann auch noch über den Raspberry gestreamt.
Das scheint noch zu funktionieren.

Wenn ich dann noch den Samsung TV anschließe, spinnen alle Empfänger rum.
Wenn ich dann den TV abziehe und kurz das Kabel vom LNB trenne geht wieder alles.

Habe an allen Ausgängen ein Dämpfungsglied hängen.

Unicable-Einstellungen hab ich auch nochmal überprüft - die sehen gut aus.
Samsung TV: 2/1680
TVHeadend (Raspberry): 1/1420
Receiver Tuner 1: 0/1210
Receiver Tuner 2: 3/2040

Hat noch jemand eine Idee?
raceroad
Inventar
#15 erstellt: 22. Mrz 2016, 22:44

AlBundy33 (Beitrag #14) schrieb:
Wenn ich dann noch den Samsung TV anschließe, spinnen alle Empfänger rum.
[....]
Unicable-Einstellungen hab ich auch nochmal überprüft - die sehen gut aus.
Samsung TV: 2/1680

Du hast die Einstellungen alle für die (falsche) Zählweise 0 .. 3 angegeben. Der Samsung zumindest wird so nicht funktionieren, weil er korrekt ab 1 zählt und die Frequenz 1680 MHz mit Steckplatznummer 3 kombiniert werden muss.
AlBundy33
Stammgast
#16 erstellt: 22. Mrz 2016, 22:49
Hab am Samsung auch die drei eingestellt.
Wollte nur die Zählweisen nicht mischen.:-)
AlBundy33
Stammgast
#17 erstellt: 23. Mrz 2016, 21:15
Habt ihr evtl. noch eine Idee, wer mir hier einen Strich durch die Rechnung machen könnte?
raceroad
Inventar
#18 erstellt: 25. Mrz 2016, 11:47
Was genau ist denn jetzt Stand der Dinge?

AlBundy33 (Beitrag #14) schrieb:
Ich habe probeweise mal eine Aufnahme auf dem Receiver gestartet und bisschen hin und hergezappt.
Parallel dann auch noch über den Raspberry gestreamt.
Das scheint noch zu funktionieren.

Das ursprüngliche Problem mit den Bildstörugnen durch das Umschalten bespielsweise am Twin selbst ist mit dem Dämpfungsgliedern vom Tisch. Richtig?


Wenn ich dann noch den Samsung TV anschließe, spinnen alle Empfänger rum.

Was ist mit dem Samsung selbst? Hat der in korrekter Konfiguration Empfang, stört aber dennoch?
AlBundy33
Stammgast
#19 erstellt: 26. Mrz 2016, 15:14
Ich hab die Dämpfungsglieder erstmal wieder ausgebaut, da ich mit den Probleme beim Umschalten auf HD Kanäle hatte.
Um z. B. auf ZDF Info HD zu schalten musste ich ein paar mal hin und her schalten, bis ich ein Signal hatte. :-/
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