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quad 606 - klassiker endstufe

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m_c
Stammgast
#1 erstellt: 30. Nov 2012, 15:48
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quad verstärker sind eine bereicherung des hifi-segments.
nachdem ich nun einige jahre mit dem 606 in verschiedensten konfigurationen verbracht habe, möchte ich ihm ein paar kleine zeilen widmen.

optik:
dezentes dunkelgrau mit einer led-lampe im quaderformat als 17x20x30cm block verströhmt er gediegene musikalische kompetenz.

haptik:
der recht gewichtige kleine block besitzt neben 1 cincheingang nur 2 schraubklemmen für kabel/-stecker und einen netzschalter auf der rückseite.
einmal angeschlossen soll er wohl ruhig strom nuckeln.

klang:
er spielt nicht strahlend, nicht matt.nicht dunkel,nicht hell.nicht lahm,nicht schnell.
er gibt der musik in allen räumlichen dimensionen ihre tiefe und grösse.er gibt viele details an die lautsprecher weiter,immer um das gesamtbild bemüht.
er kann mächtig dampf machen im bass,knorrig bis weich,vermeidet dröhnen und spielt im tiefbass musikalisch fein.
die höhen schimmern aber sie strahlen nicht, wenn es mal glänzt, dann ein streicher, der sich in einer sinfonie ein solo erspielt und darin aufgeht.
elektrische gitarren sind - witzigerweise für mich - mindestens ebenso vielschichtig und ausdrucksstark wie eine violine, annährend wie das vermögen der menschlichen stimme.
röhrig verzerrt ,oder dick oder dünn aufgenommen haben sie körper.man sieht vor dem auge eine stahlseite die schwingt und elekrisch verstärkt wird. neil young .... ja - ab und zu läuft 1-3 tage ein album auf cd gebannt in dauerschleife.
manchmal lauter,manchmal leiser.manchmal bin ich mittendrin oder lasse die musik ganz leise aufs unterbewusstsein wirken und entdecke immer wieder neues.
ganz famos auch hendrix-bootlegs bzw frühe livemitschnitte in kleinen spelunken mit mirko aufgenommen , oder live-konzerte grösseren stils.
mein kenwood dp8020 macht das gern mit.

wenn ich über den quad 606 schreibe,merke ich dass "klang" eigentlich keine vokabel ist, die mir in den sinn kommt.
ich denke an die musik. die schönen stunden, in denen ich nachbarsfrei gemässigt musik - richtige MUSIK gehört habe.
dann denke ich an all die anderen verstärker, vor-,end-,vollverstärker und dazwischen die ich habe und gehabt habe.

einige konnten einiges schöner. zb einige grundigs hatten weichere klangfarben,die ab und zu umso mehr leuchteten.yamahas können räumlich und auflösungsmässig was.und dazu im bass auch, wie ein vincent,nur nicht aufgedickt wie bei letzteren.
marantz - ja, aber lieber grundig.
luxman - ne, irgendwie unecht.
accuphase -- ja!! wenns noch was gibt, das mich reizt dann ein schöner accu vollverstärker. e 210, e 205 ...
einen 210 hatte ich zur leihgabe- damals und heute auch unerschwinglich.ich wurde aber nicht kriminell.
daher ging er und quad kam.
der tröstet nicht.
der macht musik bei mir.
m_c
Stammgast
#2 erstellt: 04. Dez 2012, 17:21
grundig v8300mk2 als vorstufe an quad 606:

hoppla- was ist das?
feinheit und ausdruck der artikulation vergleichbar mit einem linn wakonda.
über cd eher einen tick besser als dieser, über phono andersrum.

bin wieder einmal von grundig überrascht.die konnten was

eine weitere gemeinsamkeit sind die klangfarben bei beiden geräten, sehr eigentümlich, da ich bisher keinen (vor-)verstärker wie den linn wakonda kannte.
das klangbild wirkt bei beiden ähnlich wohlstrukturiert räumlich. weniger luft zwischen den klangereignissen ,dafür klar voneinander abgegrenzt, und mit guten grössenverhältnissen in der abbildung.
der hochtonbereich beim grundig (ähnlich linn wakonda) ist weniger luftig,klar, als vielmehr pronounciert geschlossen.
eignet sich für höhere lautstärken wunderbar - ohne nachbar

der bassbereich des grundig v8300mk2 ist klasse! nicht weniger als das.
im mitteltonbereich muss ich mich fast etwas umstellen.die vocals bekannter bands haben einen nah-intimen ausdruck in den nebentönen.der unterschied zu allen bisherigen vor<voll=verstärkern ist da der,das mehr emotion in der stimme - als akustische abbildung ,nicht als emotionaler umspülungsfaktor - dargereicht wird. klein aber fein. etwas irritierend schon.
der hochtonbereich ist wie gesagt in sich sehr geschlossen,harmonisch,integriert sich ins gesamt.
superfeine verästelungen oder schwebenden glanzsound - a la destiny röhren - ist weniger als die fokussierung auf die bewegungen in den klängen, die über das ganze spektrum geschlossen sind und den musikalischen fluss offenbaren.

man kann gut leise nebenher hören, aberman möchte lieber in hifi-lautstärke zurückgelehnt daliegen und in die klänge tauchen.

ein dynvox vr-70e zb kann immerhin ein in sich schlüssiges klangbild liefern,so ähnlich ist diese kombi, nur farbiger,aufgelöster,wärmer,differenzierter in jeder hinsicht.
mit authentisch grosser und plastischer abbildung.

kann mich nicht erinnern dass cd so gut klang bei mir bisher.
mal schauen ob der phonoverstärker nicht noch etwas mehr kann als kurztests ankündigen...


[Beitrag von m_c am 04. Dez 2012, 17:42 bearbeitet]
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