Eton 5402 mal durchgemessen...

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Counterfeiter
Inventar
#1 erstellt: 17. Apr 2006, 16:58
Hallo,

hab dieses Wochende mal meine Etons 5402 durchgemessen.. um z.B. zu erfahren, wann sie ins Clipping geraten und wieviel Leistung sie wirklich abgeben.

Als aller erstes kann man die Clipping LED der Eton 5402 als sehr genau bezeichnen... was mich selbst sehr erstaunt hat. Sobald auch nur die Sinuswelle nen leichten, auf dem Ozi kaum sehbaren Knick macht, flackert sie kurz auf wenn es stärker wird, leuchtet sie richtig schön deutlich...

Womit man eigentlich seine Anlage wunderbar einstellen kann und auch gut ablesen kann, wie weit man gehen kann/sollte!

Des weiteren hab ich mal versucht die Leistung zu messen. Die Stromzange die ich habe ist schon eine sehr gute, aber ich bin mir nicht sicher, wie es sich auswirkt, wenn man das Kabel nicht mittig von der Zange bewegt. Aber ich denk mal die Messung sollte schon recht genau gewesen sein...


Mein Basssetup sah folgendermaßen aus...

Ein DD 3512 D2 an zwei Etons 5402 die auf jeweils Brücke 2 Ohm liefen und so laut Hersteller nicht betrieben werden sollte. Aber wie sich später herrausstellte, komme ich mit der Basskiste nicht annähernd auf 2 Ohm

Die erste Eton hat sich gleich nach der ersten Messung verabschiedet. Die hat anscheinend irgend ne Macke mit den Chincheingängen gehabt (war gebraucht gekauft)... Naja dann musste ich mit nur einer Eton 5402 am Bass weitermessen, was ja das Ergebnis nicht verändert... muss man sich ebend mal zwei denken!

Ich hab hauptzächlich Messungen bei 50 Hz gemacht. Weil erstens sich bei anderen Frequenzen nicht viel verändert hat und die Stromzange da am genausten arbeitet... (außerdem ist meine Resonancefrequenz vom Auto 51Hz)

So hang die Stromzange im Lautsprecherkabel



Das war das Fluke Ozi 97, welches ich für meine Messungen benutzt habe...



Und dann konnte es auch schon los gehen...

Radio entsprechend eingestellt und erstmal verschiedene Lautstärken durchprobiert...
Ersteinmal eine schön sauberer Sinusspannung:



Mein Alpine Radio hat 35 Lautstärkeschritte und bei Schritt 23 hab ich noch wunderbare Sinusspannung gehabt und bei Schritt 27, sah die Sache schon viel grusliger aus:



Das hat mich selbst erstmal verblüfft, dass der Grad zwischen Clipping und nicht Clipping sehr schmal ist und vorallendingen im Bassbereich (von meiner Seite aus) nicht hörbar...

Kurz vom Clipping habe ich folgende Werte am Subwoofer gemessen:



Spannung 67,1 Volt RMS
Strom 12,3 A

Das würde bedeuten, das mein Subwoofer eine Scheinimpedanz von 67,1 V / 12,3A ~ 5,5 Ohm hätte und eine Leistung von 825W RMS aufgenommen hat...
Im Clipping hat der Woofer 4 A mehr Strom aufgenommen bei fast gleichbleibender RMS Spannung... das wäre ein Leistungszuwach von 250 Watt. Ob er dadurch lauter ist, kann ich nicht sagen. Ich weiß nur das die meisten Drager ihre Woofer in leichtem Clipping betreiben. Ob die Kurve oben noch zu leicht zählt, weiß ich nicht...

Als letzte Messung habe ichs mir nicht nehmen lassen, den Eingangsstrom der Eton 5402 zu ermitteln...

Also kurz vom Clipping, hab ich folgenden Wert gemessen:



Das wäre bei 12,1 Volt Boardspannung eine Eingangsleistung von 1420Watt, damit hätte die Eton einen Wirkungsgrad von ca 60%... was wie ich finde, eine gute Leistung für eine ausgereitzte analoge Endstufe ist...


Würde mich über ein paar Komentare oder andere Erfahrungen freuen...

MfG

Basti
bretty
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 17. Apr 2006, 19:51
wirklich sehr interessant

danke für den bericht

bretty
bassgott
Inventar
#3 erstellt: 17. Apr 2006, 20:09
hi!
schöner bericht
da sieht man mal, welche impedanzen im gehäuse wirklich anliegen.
mich hätten nochmal die werte bei 60hz, 40hz und 30hz interessiert.
bis jetzt könnte man ja auf die idee kommen, das die endstufe mit der 2 ohm spule problemlos zurechtkommt

gruß
Counterfeiter
Inventar
#4 erstellt: 17. Apr 2006, 20:15
Hm, das Problem ist, morgen muss ich das Zeugs wieder auf Arbeit abgeben und mir fehlt das nötige Kleingeld um mir selbst so was zu zu legen

Naja, irgendwann leih ichs mir wieder mal aus und dann mach ich die Impendanzmessungen nochmal und mit zwei Verschiedenen Kiste.. hab noch ne dB Drag Kiste mit nem 15" Atomic Apoclaypse...

@bassgott Is nur blöd das die Eton intern auf 120 A abgesichert ist... ich denk mal bei 2 Ohm, würde die Sicherung ständig fliegen...

MfG

Basti


[Beitrag von Counterfeiter am 17. Apr 2006, 20:22 bearbeitet]
bassgott
Inventar
#5 erstellt: 17. Apr 2006, 20:24
ja, da wär mal interessant.

die DD-spulen gehen ja imho alle ganz schön hoch mit der impedanz im gehäuse.

mal schauen, wie sich der ap so verhält.

gruß
St@N
Inventar
#6 erstellt: 02. Mai 2006, 11:32
sehr sehr interessanter bericht

ist das generell bei allen woofern so das das so deutlich hochgeht?

wenn ich den widerstand vom sub so messe oder das dann ausrechne durch die gemessenen daten (wie oben) wo genau ist der unterschied? das er bei 50hz misst und wo messe ich wenn ich es normal messe?


kann man generell auch davon ausgehen das wenn ich nen 4ohm woofer hab er nie die 4 hat sondern der wert je nach gehäuse immer höher ist mal mehr mal weniger?
Counterfeiter
Inventar
#7 erstellt: 02. Mai 2006, 17:50
Mit nem Multimeter machst du ne Gleichstromwiderstandsmessung, dass wäre nicht richtig, da du ja einen Sub nie mit Gleichstrom betreibst, außer du hast ne Voodoo oder Magnat Endstufe

Wie der Widerstand oder richtiger die Impedanz bei bestimmten Frequenzen bei ner bestimmten Kiste ist, berechnet WinISD, aber ob das so stimmt, dass weiß ich nicht so genau. Selbst messen is da schon eher, was genaues!
St@N
Inventar
#8 erstellt: 02. Mai 2006, 17:54

Counterfeiter schrieb:
Mit nem Multimeter machst du ne Gleichstromwiderstandsmessung, dass wäre nicht richtig, da du ja einen Sub nie mit Gleichstrom betreibst, außer du hast ne Voodoo oder Magnat Endstufe

Wie der Widerstand oder richtiger die Impedanz bei bestimmten Frequenzen bei ner bestimmten Kiste ist, berechnet WinISD, aber ob das so stimmt, dass weiß ich nicht so genau. Selbst messen is da schon eher, was genaues!


danke für die antwort und die anderen fragen? =)


[Beitrag von St@N am 02. Mai 2006, 17:54 bearbeitet]
Counterfeiter
Inventar
#9 erstellt: 02. Mai 2006, 18:11
Musste mal bei google suchen... die HobbyHifi Zeitschrifft hat auch immer Impedanzekurven zu ihren gebauten Kisten mit abgedruckt, da kannste dir nen paar angucken... so z.b. könnte so was aussehen:

http://www.troester.org/ls/coax2_pm_040524.png

MfG

Basti
St@N
Inventar
#10 erstellt: 02. Mai 2006, 18:44
oh danke für die info

so hoch liegen die widerstände?!

ich dachte das weicht nur paar ohm ab mal...
Counterfeiter
Inventar
#11 erstellt: 02. Mai 2006, 21:20
Ja teilweise schon... deswegen kann man im dB Drag ne 2 Ohm Endstufe auch mal an angeblichen 0,25 Ohm laufen lassen... was vielleicht letztendlich 1 Ohm is...

Jaja, Impedanzzauberreien gibts viele, letztendlich sollte man das ganze vielleicht nicht all zu genau nehmen... aber für Neulinge wäre es schlecht es aus zu reitzen, den wahren Gleichstromspulenwiderstand merkt man dann erst im Clipping und da ist es meist schon zu spät...
Amperlite
Inventar
#12 erstellt: 05. Jun 2006, 18:54

Aber wie sich später herrausstellte, komme ich mit der Basskiste nicht annähernd auf 2 Ohm

Du hast bei einer Frequenz von 50 Hz gemessen. Bei anderen Frequenzen sieht der Wert wieder ganz anders aus. Impedanzkurve zur Hand?
Counterfeiter
Inventar
#13 erstellt: 05. Jun 2006, 20:39
Jup... 50 Hz... bei anderen Frequenzen hab ich leider nicht gemessen

Impendanzkurve kann ich leider auch nicht dienen, wenn du die berechnete meinst. Weiß nicht was WinISD noch für Werte braucht um eine zu erstellen. Manchmal gehts, manchmal net...
Zak1976
Stammgast
#14 erstellt: 06. Jun 2006, 20:19
was mich auch mal interessieren würde, ab wann produzieren die Vorverstärker im Radio (hörbare) Verzerrungen, wäre toll wenn Du das mit dem Fluke Oskar auch mal messen könntest.
Ansonsten Daumen hoch für diesen tollen Bericht.
Kannst Du bei gleichem Setup das ganze nochmal auf der Reso des Subs (im Gehäuse) messen.
Mich würde mal interessieren wieviel Leistung die Eton wirklich an 2 Ohm schiebt
Amperlite
Inventar
#15 erstellt: 06. Jun 2006, 20:46

Zak1976 schrieb:
Kannst Du bei gleichem Setup das ganze nochmal auf der Reso des Subs (im Gehäuse) messen.


Ähm, war die Impedanz bei fc nicht am höchsten?

(Einbauresonanzfrequenz fc=fs*Qtc/Qts)
Zak1976
Stammgast
#16 erstellt: 07. Jun 2006, 09:33
nein, am niedrigsten (Bassreflex)
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