topfiger Klang bei der Coherence 12 - wo kommt der her?

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Bonk
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 12. Jul 2007, 20:49
Hallo!

Gestern habe ich zum ersten mal meine Coherence so laut rangenommen, wie ich es ertragen konnte.
Die erste Grenze war ein sehr kreischig wirkender Klang im Hochton. Hier stellte sich die bescheidene Qualität der Aufnahme als Grenze heraus.
Mit besserem Material, war das Thema ziemlich vom Tisch. Die brachiale Dynamik der Coherence wurde insbesondere bei einem japanischen Trommelstück - inklusive der Riesentrommeln - deutlich.

Beim Umschalten auf Gesang - und hier war es egal ob Maennlein oder Weiblein - war ich dann aber sehr erstaunt. Bei den hohen Pegeln wirkten alle Stimmen topfig und verschnupft. Der Sänger wanderte mit steigender Lautstärke immer mehr weg und sang durch ein Megafon.

Bin ich hier an die Grenzen der Coherence gestoßen? Ist das der typische Effekt, wie er bei Koaxen auftritt - Verzerrung wegen wackelnder Schallwand für den Hochtöner?

Oder hab ich ein Problem mit den Lautsprechern oder mit meiner Anlage, das ich bis jetzt magels Pegel noch nicht entdeckt habe?
Meine Endstufen sinds eher nicht, da ein Check mit den CT218 erheblich mehr Leistung gefahren habe (~10dB weniger Wirkungsgrad!) und die nur lauter geworden sind (bis dann irgendwann die Verzerrungen zu hoch wurden).

Kann da jemand was dazu sagen?

Danke und Gruß,

Lutz


P.S.: Mein Freund der sich das mitanhören durfte hat mich für ziemlich plemplem erklärt. Dass ich noch etwas zu kritisieren finde fand er komisch, schliesslich sei die ganze Anlage auch unter hohen Pegeln hervorragend.
ad2006
Inventar
#2 erstellt: 14. Jul 2007, 00:17
Die Aufnahme kann der Alleinige Auslöser sein, die ganze Anlage kann nicht passend sein,....Der Lautsprecher ist aber denke ich auch kein Feingeist... ich kenn ihn aber auch nicht, nur von Bildern ;-)
Schlechte Aufnahmen klingen meist erst mit guten Anlagen richtig schlecht...!
Ein Koax klingt sehr oft etwas verfärbt. (Horn)
Ich kenne nur die Tannoys (recht gut)


[Beitrag von ad2006 am 14. Jul 2007, 00:20 bearbeitet]
Radiologe
Inventar
#3 erstellt: 14. Jul 2007, 00:55
Hallo,
ich tendiere stark in Richtung massiven Klirr.Der fällt natürlich bei Gesang ganz besonders auf.
Was für ein Verstärker hängt dran?Was ist mit der Weiche der Coherence?Selbst gestrickt oder nach Anleitungen aus dem Forum o.Ä??

MfG Markus
--_Noob_;-_)_--
Inventar
#4 erstellt: 14. Jul 2007, 09:01
Hi,

erzähl doch bitte was zu den anderen Komponenten deiner Anlage. Wie alt sind die Coherence 12? Selber gebaut? Bei welcher Lautstärke tritt das Problem auf?

Evtl. ist der HT zu tief getrennt, so daß es bei extremer Lautstärke zu Verzerrungen/Klirr kommt. Ist aber nur eine Vermutung.
Bonk
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 14. Jul 2007, 11:24
Hallo,

danke für die Antworten.
meine Coherence hab ich vor ca. 2 Jahren zusammengebaut. aus Platz und WAF-Gründen habe ich dabei die Schalwand so schmal wie möglich gemacht. Sprich statt 400mm sind meine nur 330mm breit. Volumen ist gleich, BR-Abstimmung auch.
Weiche ist von Andreas Guhde direkt, mit einer kleinen Modifikation (Spule im TT Zweig ist 1mH statt 0.82mH) um die geringere Schallwand zu kompensieren. Alle Komponenten sind recht hochwertige Bauteile.
Als erste Massnahme habe ich jetzt mal den HT deutlich abgesenkt (~2dB), das hat das Gekreische schon dramatisch verbessert. Die Topfigkeit bei hohen/sehr hohen Pegeln ist allerdings immernoch da - auch bei audiophilen Aufnahmen; meine Reference ist hier eine Burmester Test-CD.
Warum ich glaube, dass es zum guten Teil an den LS liegt, ist, dass die kleinen CT218 bis zum max-Pegel nicht topfig werden, irgendwann verlieren die Präzision und verzerren aber halt erst in der nähe von Xmax. Bei der Coherence geht bis Zimmerlautstärke alles gut darüber hinaus scheint sich der/die Sänger/in (nicht die Instrumente!) langsam zu entfernen. Das ist wohl der Klangeindruck, so als ob jemand aus grösserer Entfernung laut ruft oder die Hände als Trichter nimmt.

Meine Anlage ist halbes DIY:
Vorverstärker ist DIY nach Vorlage von 'Elliott Sound Products', genau gesagt der hier: http://sound.westhost.com/project88.htm
wobei ich nur einen Eingang habe und auch nur die Lautstärkeregelung; maximal spartanisch. OpAmps sind die BurrBrown.
Endstufen habe ich diese hier:ICEPOWER 1000ASP

Meine Quelle ist ein Cambridge Audio 640C (alte Version).

Wie sieht's denn mit Richtcharacteristik aus? Der Raum ist ein Kellerraum mit Beton überall (nix drauf), inzwischen sind aber schon eine Menge Regale , kleines Sofe etc. und ein (duenner) Teppichboden drin.

Gruß,

Bonk!
--_Noob_;-_)_--
Inventar
#6 erstellt: 14. Jul 2007, 13:03
Wenn Du dir die vor 2 Jahren gebaut hast, fällt Dir das erst jetzt auf?
Radiologe
Inventar
#7 erstellt: 14. Jul 2007, 13:40
Hallo,
im ersten Post sagte er Zitat:"Gestern habe ich zum ersten mal meine Coherence so laut rangenommen, wie ich es ertragen konnte".Die Frage ist daher berechtigt,weil die Symptome bei kleinerer Lautstärke nicht auftreten.

Da die Weiche von einem Erfahrenen stammt kann man sich den Sound bei höheren Pegeln auch nicht so recht erklären.
Probleme mit dem Raum wären natürlich anzunehmen,dagegen spricht aber eigentlich,dass es bei kleinen Lautstärken sauber zu klingen scheint.Bei Raumproblemen müsste es auch bei kleinerer Lautstärke die genannten Probleme geben.
Da der Raum,so wie Du ihn beschreibst sehr "hallig" zu sein scheint,kann es durchaus nötig sein die Höhen mehr zu bedämpfen(wie du ja auch schon getan hast.

Wenn man davon ausgehen kann,dass die Lautsprecher im ganzen(also mit Weiche usw.) okay sind wird es kaum möglich sein dein Problem hier im Forum zu analysieren.Das Equipment was sich sonst noch dein Eigen nennt ist nicht so populär, dass in dieser Kombination präziese Aussagen gemacht werden können.
Du müsstest am besten selbst mal etwas experimentieren,obwohl ich schon denke,dass der "Fehler" bei den Boxen zu suchen ist.

Hast Du denn die Weiche selbst angeschlossen?Vielleicht ist der Hochtöner nicht korrekt gepolt angeschlossen?Ich kenne die Weiche nicht,von daher wäre es gut herauszufinden,ob der Hochtöner verpolt oder nicht verpolt gegenüber dem Tiefmitteltöner angeschlossen werden muss.

MfG Markus
Bonk
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 14. Jul 2007, 21:34
guter ip mit der Verpolung, werde ich mal ausprobieren, ob das einen Effekt hat.

Bonk!
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