wie am besten MDF-Bretter auf 90° verleimen

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toschi
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 17. Sep 2007, 17:19
Hallo,
ich habe mittlerweile schon ein paar Lautsprecher nach Plan gebaut (u.a. die Viecher). Aber ich finde das Verleimen der MDF-Bretter auf 90° Winkel ist für mich immer eine gewisse Fummelei. Wollte also mal fragen, wie ihr das macht, vielleicht gibts ja ne einfachere Methode als meine :
Ich benetze die Kante des einen MDF-Brettes mit Holzleim und drücke es auf das andere auf. Nun bleiben die Bretter ja nicht gleich perfekt aufeinander kleben, sondern das eine Brett "schwimmt" quasi mit seiner mit Kleber benetzten Kante auf dem anderen, sodass es bei mir immer etwas verrückt, wenn ich die Schraubzwingen anlage. Das muss ich dann nachher bei halb-fest-gedrehten Schraubzwingen wieder "gradedrücken" (hoffe ihr versteht, was ich meine ).
Geht das auch einfacher oder macht ihr das auch alle so?
Dachte z.B. an Dübel, wobei ja dann auch wieder die Bohrlöcher für die Dübel perfekt passen müssten

Habt ihr ein paar Tips für mich ?

Grüße
Philipp
Ars_Vivendi
Inventar
#2 erstellt: 17. Sep 2007, 17:25
Ich habe sie selbst zwar noch nicht benutzt, werde es aber bald nachholen: Lamellos. Die kann man mit einer speziellen Fräse mit Anschlägen passgenau einfräsen.

Alternativ: Winkelspanner (auch noch nicht probiert).
_ES_
Administrator
#3 erstellt: 17. Sep 2007, 17:26
Cool-Variante:

Lamellos und Fräse, bloss teuer..

Billig:

kleine drahtstifte(nägel) ein schlagen, kopf abknipsen, brett ausrichten, drauf drücken. fertig
joltec
Stammgast
#4 erstellt: 17. Sep 2007, 17:30
ohne Schraubzwingen!!! Die Güte der Klebeverbindung ist absolut ausreichend!!!
moby_dick
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 17. Sep 2007, 17:37
Kleine Nägel als Anschlag gegen das Verrutschen innen einschlagen.

Auf der Außenseite einen Anschlag, Achtung, nach 1 min ablösen.
Peter_Wind
Inventar
#6 erstellt: 17. Sep 2007, 17:39

Random_Task schrieb:
Cool-Variante:

Lamellos und Fräse, bloss teuer..

Billig:

kleine drahtstifte(nägel) ein schlagen, kopf abknipsen, brett ausrichten, drauf drücken. fertig

Im Prinzip funktioniert das. Ich kenne dies schon seit fast 50 Jahren.
Hast Du das schon einmal mit MDF probiert?

Andere Frage: Warum ist hier so oft nur die Rede von Lamellos?
Der Nageltrick (Nagel nicht ganz eindrücken), schon ist ein Markierung da. Bohrmaschine, Holzbohrer mit Tiefenanschlag und schon funktioniert das mit jedem X-beliebigen Runddübel. Ein paar mal an Abfallholz probiert und schon hat man es raus.
testfahrer
Inventar
#7 erstellt: 17. Sep 2007, 17:43
weniger leim verwenden

ich mache immer ne lange wurst drauf und verreibe dann alles, sodass ich nur noch einen dünnen film habe

achte auch darauf, dass du nie einzelne bretter mit zwingen festklemmst.

lammelos und co ist imho alles nur unnötig komplziert. kauf dir lieber nen vernünftigen bündigfräser und lasse die bretter einfach überstehen,

gruß
christof
_ES_
Administrator
#8 erstellt: 17. Sep 2007, 17:43
Ja, habe ich.

Hatte mir mal ne Dübel Lehre gekauft, war aber zu blöd dazu.

Seitdem mache ich es mit nägeln oder gar nix..

Ich verwende Express-Leim, die "Schwimm-Zeit2 ist recht kurz.
Frank_HB
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 17. Sep 2007, 20:09

joltec schrieb:
ohne Schraubzwingen!!! Die Güte der Klebeverbindung ist absolut ausreichend!!!


Ja, das klappt mit Ponal Express recht gut und man kann die Kanten schön ausrichten. Um das verschwimmen zu verhindern kann man die Schraubzwingen auch nachträglich nach ca. 10 - 15 Minuten anbringen. Dann verschiebt es sich nicht mehr so leicht vorausgesetzt man setzt die Zwingen gerade an.

Aber auch ohne Zwingen ist mir noch keine Box auseinandergefallen.
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#10 erstellt: 17. Sep 2007, 20:39
Hallo Frank,
nach 10 bis 15 Minuten fange ich meist schon mit der Weiche an, ich hab halt keinen so schönen Bürojob wie du
Mit Fugenleim ist eine Duetta Top in 7 Minuten fertig verleimt, irgendwo im Netz gibt es dazu ein Video.

Gruß Udo
Frank_HB
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 17. Sep 2007, 20:58
Gibt auch Sachen im Leben da sollte man nicht zu schnell mit fertig sein

Apropos Bürojob, die Lautsprecher für das neue Selbstbauheft baue und lackiere ich alle selber soweit sie nicht schon vorhanden sind. Und das ohne Tischlerei oder Lackierwerkstatt sondern mit Werkzeugen die auch in einer gut sortierten normalen Heimwerkerwerkstatt vorhanden sind.


[Beitrag von Frank_HB am 17. Sep 2007, 22:05 bearbeitet]
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#12 erstellt: 17. Sep 2007, 21:15
Hallo Frank,
aber das wär off topic und wir werden gesperrt

Gruß Udo
Frank_HB
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 17. Sep 2007, 21:25
Gut Ding will Weile haben!
Modulorix
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 17. Sep 2007, 21:33
mmhhhhh...
so wie es aussieht stehe ich mit meiner Vorliebe für Lamellos alleine auf weiter Flur...
Die Fräse hat mich bei ebay mal 50 Ören gekostet und mit etwas Übung funzt es ganz ordentlich. Habe mittlerweile schon mehrere Regale und andere Möbel gebaut. Demnächst baue ich damit meine ersten LS und ich bin zuversichtlich dass da alles am richtigen Fleck bleibt...

grüzi,

Modulorix
spartafux
Stammgast
#15 erstellt: 17. Sep 2007, 21:35
...ohne lammellos baue ich auch nicht, seit 10 jahren meine basis beim gehäusebau...

...wer öfter baut solls mal probieren...
othu
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 17. Sep 2007, 21:36
Ich weiß zwar das man bei Fugenleim nicht zwingend Zwingen braucht, mach es aber trotzdem.
Sehr hilfreich diese Teile, kosten bei uns im Baumarkt 10Euro das Stück, mit zweien kommt man eigentlich locker hin und ich nutze sie oft:





Eine Lamellofräse habe ich auch, aber die benutze ich nur bei sehr großen Gehäuse, sonst lohnt der Aufwand in meinen Augen nicht.

Grüße
Otto


[Beitrag von othu am 17. Sep 2007, 21:37 bearbeitet]
ronmann
Inventar
#17 erstellt: 17. Sep 2007, 21:51
Die Empfehlung nur dünn Leim zu verwenden gefällt mir nicht. Wenn man sowas später mal testhalber auseinander bricht, sieht man, dass es nicht überall geklebt hat. Meist merkt man keinen Unterschied aber mein Gewissen hat was dagegen. Ich geh sogar soweit beidseitig Leim "halbdünn" mit dem Finger aufzutragen. So bin ich sicher dass es überall klebt und dicht ist. Einfach nur ne Wurst drauf und dann Bretter zusammen ist was für eilige, aber nix für mich.
ronmann
Inventar
#18 erstellt: 17. Sep 2007, 21:53
übrigens ein Sandkorn verhindert auch verrutschen. Mache ich aber nur wenn ich Presse. Das Korn trägt nicht dick auf sondern verschwindet im Holz.
_ES_
Administrator
#19 erstellt: 17. Sep 2007, 21:58
Ich mach soviel drauf, auch mit dem finger verwischen, das beim aufpressen gleichmässig leim heraustritt.

Dort, wo er es nicht getan hat, ziehe ich eine "fuge" nach...
Granuba
Inventar
#20 erstellt: 17. Sep 2007, 22:01
Hi,

ich papp immer soviel drauf, daß er auf beiden Seiten rausquillt. Nur so taugt das was...

harry
spartafux
Stammgast
#21 erstellt: 17. Sep 2007, 22:04
...leim der rausläuft hält nicht...

...aber genau so mach ich es auch, lieber wegwischen...silikon etc. kommt mir nicht in die box ...


[Beitrag von spartafux am 17. Sep 2007, 22:04 bearbeitet]
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#22 erstellt: 17. Sep 2007, 22:09
Hallo Spartafux,
das ist falsch. Nur Leim, der rausläuft, hält! Denn wenn sogar genug zum Rauslaufen da ist, gibt es garantiert genug zum Halten

Gruß Udo
_ES_
Administrator
#23 erstellt: 17. Sep 2007, 22:12
Hi Spartafux,

Fugen ziehe ich mit leim nach...
spartafux
Stammgast
#24 erstellt: 17. Sep 2007, 22:19

Hallo Spartafux,
das ist falsch. Nur Leim, der rausläuft, hält!


...nu aber ...(mein zitierten spruch musste ich mir während der orgelbaulehre täglich anhören )

...mit leim die fugen abdichten ist die beste variante...meine korpusse, mit lamellos und zig zwingen erbaut, sind immer dicht ....


[Beitrag von spartafux am 17. Sep 2007, 22:23 bearbeitet]
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#25 erstellt: 17. Sep 2007, 22:31
Hallo Spartafux,
da musst du unterscheiden zwischen der technischen und der wirtschaftlichen Seite. Dein Lehrherr musste den Leim bezahlen, den du zuviel auf die Bretter aufgetragen hast. Wenn die Verklebung aufging, bekam er einen Reparaturauftrag und konnte noch einmal Lohn fordern .
Machst du bei Strassacker eine technische oder eine wirtschaftliche Ausbildung ?
markvi
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 18. Sep 2007, 08:57
Nun tut mal nicht so die Lamellos ab. Ich finde Kommentare darueber nicht so toll, wenn man die Dinger selbst noch nicht ausprobiert hat.
Ich bin jedenfalls heute froh, dass ich den Tip mit den Lamellos bekommen habe - deshalb reiche ich den hier noch einmal weiter.

Teuer ist relativ. Meine erste Flachduebelfraese war vom Plus und hat “unglaublich teuere” 30 Euro gekostet – hmmm…

Am Anfang sollte man das - wie immer - erst einmal an einem Probestueck testen.

Ich hatte das gleiche Problem mit dem Verrutschen beim Zwingen. Das habe ich heute nicht mehr – das Ziel ist erreicht, ich bin zufrieden – warum soll das schlecht sein?

Gruss,
Markus
turbo_rolf
Stammgast
#27 erstellt: 18. Sep 2007, 09:39
Hallo Peter,

Peter_Wind schrieb:

Random_Task schrieb:
Billig:

kleine drahtstifte(nägel) ein schlagen, kopf abknipsen, brett ausrichten, drauf drücken. fertig
Der Nageltrick (Nagel nicht ganz eindrücken), schon ist ein Markierung da. Bohrmaschine, Holzbohrer mit Tiefenanschlag und schon funktioniert das mit jedem X-beliebigen Runddübel. Ein paar mal an Abfallholz probiert und schon hat man es raus.

Das gibt es auch in der Nobelversion:
In eine Seite das Dübelloch bohren, speziellen Körner da rein setzen, der hat den Durchmesser des Dübels und auf der anderen Seite eine Körnerspitze. Dann das Gegenbrett aufsetzen und leicht andrücken => Markierung da! Diese Körner gehen dann wieder ganz leicht aus dem Dübelloch raus, besser als Nägel, die man mit der Zange rausziehen muss.
Trotzdem bleibt es eine Pflicht, genau zu arbeiten.
Ich bin inzwischen dazu übergegangen gar nicht mehr zu verdübeln, sondern nur noch zu kleben. Und falls es wirklich und ganz dringend doch mal ein Dübel sein muss, bohre ich von außen durch die beiden zusammengeklebten Bretter und spachtele von außen das Dübelloch zu.

Gruß
Rolf
Peter_Wind
Inventar
#28 erstellt: 18. Sep 2007, 10:48

markvi schrieb:
Nun tut mal nicht so die Lamellos ab. Ich finde Kommentare darueber nicht so toll, wenn man die Dinger

Ich denke da wird etwas falsch interpretiert. Auch ich arbeite mit Lamellos, aber eben nicht nur.
Auch die Luxus-Nagel-Version ist mir bekannt, habe diese Kupfersachen auch.
Je nach Werkstück entscheide ich mich für unterschiedliche Verarbeitungsmethoden. Auch Runddübel haben ihre Berechtigung; ich benutze sie z.B. immer dann, wenn ich dadurch eine zusätzliche Tragkraft erreichen möchte.
Lamellos benutze ich bei breiteren Verbindungen: Ein Schlitz und noch ein Schlitz - woebei ich aber nicht durchfräse, Leim und Lamellos. fertig.
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