Glimmerkondensatoren

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wirbeide
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 01. Feb 2005, 22:33
HI :-)

Hat jemand schon einmal Glimmerkondensatoren verbaut, parallel zu denen in der Frequenzweiche?

Macht dieser Einsatz Sinn, hat man "Hochwertiges", oder ist es sogar Pflicht????????
Was meint ihr???????
Interessiert lese ich die Antworten, nehme sogar Stellung dazu.

Grüße


Wer Klang schon in den Achtzigern definiert hat, muss heute ein "Gott" sein.

Wurden damals fast nur Elkos-rauh und glatt verarbeitet, sind diese heute fast nur für Entzerrungen zu gebrauchen, zumindest wird es propagiert (keine Anmaßung).
Und die waren gut, sehr gut, die Lautsprecher
Ohne Simulationen, mit z.T. martialischen Messmethoden.

Der Klang hat sich bis heute nicht verändert, nur die Möglichkeit darauf Eingriff zu nehmen, ohne Wissen, ohne "Einfühlungsvermögen".


[Beitrag von wirbeide am 01. Feb 2005, 22:33 bearbeitet]
W.F.
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 02. Feb 2005, 08:19

...Macht dieser Einsatz Sinn...


Kaufmännisch betrachtet "JA" - akustisch gesehen für mich persönlich "NEIN".


Mit highfidelem Gruß
W.F.
anhaefr
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 27. Jun 2006, 13:21
Glimmer Kondensatoren sind für mich im Frequenzweichenbau mittlerweile zur Pflicht geworden. Ich setzte auf einen soliden Unterbau aus Mundorf MCaps mit einem Bypass in einer Größenordnung von 0.01 µF oder auch höher im Hochtonbereich. Mein Klangeindruck: luftiger, unbeschwerter und feiner Auflösend.

Grüße
anhaefr


[Beitrag von anhaefr am 27. Jun 2006, 13:26 bearbeitet]
Evil_Samurai
Stammgast
#4 erstellt: 27. Jun 2006, 16:10
hmmmm... für die antwort haste der aber lange zeit genommen
tiki
Inventar
#5 erstellt: 27. Jun 2006, 17:53
Hallo,
Glimmer's einziger Vorteil ist der sehr niedrige Verlustwinkel (delta) bei HF und just die kommt bei Hifi (also NF) nicht vor!
markusred
Inventar
#6 erstellt: 27. Jun 2006, 23:41
Die Änderung der Raumtemperatur (und damit der Schallgeschwindigkeit) von wenigen Grad dürfte ebenso mehr klangliche Veränderung bringen, wie die Tagesverfassung des Hörers.

Den Glimmer-C einzusetzen bewirkt genauso viel, wie der berühmte umgefallene Sack Reis.

Doch wer um jeden Preis 0,01µF hören will, der hört ihn auch
jhohm
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 27. Jun 2006, 23:46

markusred schrieb:
Die Änderung der Raumtemperatur (und damit der Schallgeschwindigkeit) von wenigen Grad dürfte ebenso mehr klangliche Veränderung bringen, wie die Tagesverfassung des Hörers.

Den Glimmer-C einzusetzen bewirkt genauso viel, wie der berühmte umgefallene Sack Reis.

Doch wer um jeden Preis 0,01µF hören will, der hört ihn auch ;)



aber nur mit dem passenden Silberkabel; 9fach linksrum verdrillt und mit Froschmummuleder umwickelt...

Gruß Jörn
anhaefr
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 29. Jun 2006, 13:11
Mit meinem Beitrag wollte ich keinen Technologiediskurs heraufbeschwören, sondern habe lediglich meine Hörerfahrung geschildert, so wie vom Themenersteller gewünscht.
Wie ich auf das Beschriebene komme? Ich kenne meine Anlage und habe zwei Ohren mit denen ich sehr gut höre, und das ganze funktioniert auch ohne Einbildung .
Letztendlich ist ein Kondensator nichts anderes als ein Bauteil im Signalweg. Warum also sollte er keine Auswirkungen auf das Klanggeschehen haben?

Apropo Kabelklang: @jhohm
Du bist wirklich der Überzeugung, dass verschieden verarbeitete Kabel, bzw. Kabel mit unterschiedlichen Materialzusammensetzungen keinen Effekt auf die Tonwiedergabe haben können oder hab ich da was falsch verstanden?


[Beitrag von anhaefr am 29. Jun 2006, 13:11 bearbeitet]
DerTao
Inventar
#9 erstellt: 29. Jun 2006, 13:30

...linksrum verdrillt und mit Froschmummuleder...


Also wenn Mummu bei euch das gleiche bedeutet wie bei uns ... bin immer noch am lachen über die Froschmummu
markusred
Inventar
#10 erstellt: 29. Jun 2006, 16:50

anhaefr schrieb:
und das ganze funktioniert auch ohne Einbildung.

Letztendlich ist ein Kondensator nichts anderes als ein Bauteil im Signalweg. Warum also sollte er keine Auswirkungen auf das Klanggeschehen haben?


Das mit der Einbildung ist es ja gerade. Wer hat sich schon ehrlicherweise nach seinen Tunings einem Blindtest unter Zuhilfenahme einer weiteren Person unterzogen? In der Regel läuft der Hörtest doch so ab, dass zunächst die alte Konfiguration spielt. Dann ändert man etwas und meint nach Minuten des Zusammenbaus prompt, eine Klangveränderung festzustellen. Dabei ist das Gehör und die Erinnerung bereits nach wenigen Sekunden Pause nicht mehr in der Lage, solche feinsten Nuancen nachzuvollziehen.

So ist es imho in Wirklichkeit nur eine Frage des Hören wollens und nicht könnens. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie vor längerer Zeit hitzige Diskussionen über Bypasskondensatoren geführt wurden und dann den gleichen Verfechtern der Bypässe ("dramatische Klangunterschiede") noch nicht einmal aufgefallen ist, dass die Hochtöner der fraglichen Boxen falsch gepolt waren. Die Firma hatte nämlich bei deren Airmotiontransformer für den Pluspol die Farbe blau gewählt und für den Minuspol die Farbe rot gewählt.

Und aprospos Bauteil im Signalweg:
Das ist ein Stückchen Kabel auch. Möglicherweise bringt es einen größeren Klanggewinn, das Anschlusskabel der Boxen 10cm kürzer zu schneiden, als den 0,01µF als Bypass zu schalten.
anhaefr
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 29. Jun 2006, 17:58

anhaefr schrieb:
Das mit der Einbildung ist es ja gerade. Wer hat sich schon ehrlicherweise nach seinen Tunings einem Blindtest unter Zuhilfenahme einer weiteren Person unterzogen?


Jeder der tatsächlich wissen will, was eine Änderung in seiner Konfiguration bewirkt, versucht nach dieser Art und Weise vorzugehen. Mit einem schaltbaren Terminal, und nach Möglichkeit einem Zuhörer der sich ebenfalls für die Materie interessiert, ist das ja auch kein Problem. Natürlich möchte ich auch eine gewisse Überzeugungsarbeit leisten, aber ich möchte nicht gegen Windmühlen kämpfen. Ich würde daher vorschlagen sich ein Paar dieser mittlerweise auch günstig zu bekommenden Kondensatoren zuzulegen oder andersweitig zu besorgen, und die Probe nach genannter Vorgehensweise zu machen. So kann jeder für sich entscheiden wie sinnvoll Glimmer als Bypass sein kann.
markusred
Inventar
#12 erstellt: 29. Jun 2006, 22:43
Ich meinte, dass die helfende Person der Umschalter ist. Hören sollte man noch selbst.

Glimmer-Cs und ne Menge anderer gehören zwar schon seit Jahren zu meiner Bastelkiste. Wegen akustischer Wirkungslosigkeit blieben sie letztenendes aber auch dort.

Wenn Du den Glimmer-C tatsächlich heraushörst, dann hast Du sicherlich vorher alle Frequenzweichenbauteile auf die zweite Stelle nach dem Komma selektiert? Denn was nützt mir das eine 0,01µ, wenn die anderen Hochton-Caps bereits eine Toleranz von mehreren Zehntel µF aufweisen? Selbst teure Caps können bis 5% Toleranz haben. Das wäre als Beispiel bei einem Wert von 5,6µF eine Spanne von 5,4-5,8µF.

Desweiteren kann es erforderlich sein, die Frequenzweichen bei jeder Box mit unterschiedlichen Bauteilewerten aufzubauen, da selbst hochwertige Chassis Toleranzen aufweisen können. Dies habe ich selbst leider schon erfahren müssen.


[Beitrag von markusred am 29. Jun 2006, 22:52 bearbeitet]
Duder
Stammgast
#13 erstellt: 29. Jun 2006, 22:55
Servus,

und à propos Kabel, C's und Voodoo... ich empfehle folgende Lektüre:

http://www.hifiaktiv...verbindungskabel.htm

Gruss

Martin
jhohm
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 30. Jun 2006, 09:20

anhaefr schrieb:
...

Apropo Kabelklang: @jhohm
Du bist wirklich der Überzeugung, dass verschieden verarbeitete Kabel, bzw. Kabel mit unterschiedlichen Materialzusammensetzungen keinen Effekt auf die Tonwiedergabe haben können oder hab ich da was falsch verstanden?


Hallo,

vor Jahren habe ich mit einem Freund, der auch den Skineffekt zu hören meinte, ein nettes Spiel gespielt : ich habe seine tolles teueren Kabel ausgetauscht gegen 2x 0,75mm² aus dem Baumarkt und ihm nichts gesagt... er hat also auch nichts gehört - keinerlei Veränderung...

Auch so kleine Sticheleien wie " irgendwie klongt das aber frischer, offener..." meinerseits gaben nur ein " hmm, nö, eigentlich nicht"
Als ich ihm dann die Strippen zeigte, war er echt ärgerlich:D

Danach haben wird dann eien kleinen Blindtest veranstalltet und danch sind die lustigen Strippen dann in den Kleinanzeigenmarkt gewandert - ebay gab es da noch nicht...
Seitdem hört er mit 2x2,5mm² und ist auch sonst etwas geheilt, was solche Voodoogeschichten anbelangt...

Und was die Hörbarkeit von Glimmerkondis anbelangt : ich denke, die Luftdruckschwankungen haben einen höheren Einfluß als 0,01µF Glimmer!
Handselektiert, wie Markus es erwähnte, bringt Dir da 1000x mehr! - Ist aber nur bedingt etwas zum Protzen

Gruß Jörn
anhaefr
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 30. Jun 2006, 09:23

markusred schrieb:
Ich meinte, dass die helfende Person der Umschalter ist. Hören sollte man noch selbst.

Ist schon klar, aber die helfende Person möchte doch bestimmt auch mal der Veränderung lauschen...

Mit Sicherheit hat Pro wie auch Contra Glimmer als Bypass seine Fangemeinde. Wo die Wahrheit liegt, steht für mich fest.

@Duder: Danke für den Link, den Artikel kannte ich bereits. Es wird aus technischer Sicht versucht zu erklären, warum Kabel nicht unterschiedlich klingen können. Das sagt in meinen Augen und nach meiner Erfahrung genauso viel aus wie ein EEG über das Bewusstsein, nämlich gar nichts.
Donatin
Stammgast
#16 erstellt: 30. Jun 2006, 16:17
Meiner Erfahrung nach ist die Erde auch eine Scheibe obwohl schon oft versucht wurde mir mit technischen Mitteln (Fotos etc.) das Gegenteil zu beweisen.
holly65
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 30. Jun 2006, 17:04
@anhaefr

Über welche Kabellängen sprichst du ?
3 Meter oder 300?

Hast du mal versucht bei Einsatz von Glimmerkondensatoren
oder anderen Kabeln messtechnisch die Unterschiede
im Frequenzgang zu ermitteln?
Wie groß sind die Unterschiede?

Entweder ist es eine Sache des Glaubens oder des
gemessenen hörbaren.
Und wer mir jetzt erzählen will das eine Veränderung
im Promillbereich hörbar ist der sollte zur
Marine gehen - die suchen immer Genies am Sonar.

@markusred
du meinst das , sind nominell 1 und 3,3 uF


grüsse
Karsten

P.s. Mit dem EEG wird NICHT das Bewustsein gemessen
also kann man darüber auch NICHTS aussagen !


[Beitrag von holly65 am 30. Jun 2006, 17:41 bearbeitet]
anhaefr
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 30. Jun 2006, 23:51

holly65 schrieb:
Hast du mal versucht bei Einsatz von Glimmerkondensatoren oder anderen Kabeln messtechnisch die Unterschiede im Frequenzgang zu ermitteln? Wie groß sind die Unterschiede?


Was haben denn Messwerte mit gutem Klang zu tun? Klingt ein Lautsprecher mit einem ausgeglichenen Frequenzgang automatisch gut?

Was hälst Du denn davon: ein rauher Kondensator im Vergleich mit einem MKP, beide mit der gleichen Kapazität. Rein messtechnisch sollten sie ja den gleichen Wert haben (verbessere mich bitte falls ich unrecht habe). Klingen die in Deinen Ohren gleich? Ich befürchte fast ja...

PS: Was möchtest Du denn mit Deinem 'PS:' sagen? Das man das Bewusstsein nicht durch ein EEG messen kann? Mal abgesehen davon das man Bewusstsein genauso wenig wie 'guten Klang' messen kann, hab ich genau das geschrieben...

Zur Info: Google schüttet eine Menge zum Thema Glimmerkondensatorer aus: So bieten z.B. Thel, Steinmusic, Strassacker, Intertechnik wie auch andere in den Selbstbaukreisen geschätzten Zulieferer Glimmerkondensatoren explizit als Bypass in passiven Frequenzweichen an und berichten von besten Erfahrungen. Zitat Thel: "...oder als Bypasskondensator in Frequenzweichen, wo er oft als letzte Konsequenz eingesetzt wird." Steht da etwa nur der blanke Reibach im Vordergrund...?


[Beitrag von anhaefr am 01. Jul 2006, 00:16 bearbeitet]
markusred
Inventar
#19 erstellt: 01. Jul 2006, 00:44
Hallo Karsten,

das mit den Kondensatoren trifft es genau. Ich messe die Werte immer nach. Bei Cs wie bei Rs und Ls.

Auf den Einwand betreffend die Toleranzen geht anhaefr bislang überhaupt nicht ein. Solange sich jemand tatsächlich eher um 0,01µ beim Glimmer und nicht um 5% Toleranz scheren sollte, ist er für mich - leider - kein ernstzunehmender Gesprächspartner.

Und anhaefr: ja, der Reibach steht im Vordergrund. Was würdest Du als Verkäufer argumentieren, wenn du vom Verkaufserlös leben müsstest?

Was ich durchaus nachvollziehen kann ist, dass man wegen "des besseren Gefühls" nen Bypass einsetzt. Wo dies imho Sinn machen könnte wäre bei der Parallelschaltung bei sehr großen Kapazitäten, wenn etwa zu einem 100µ-Elko ein kleiner (5-10µ MKP) als Bypass hinzukäme. Jedoch nicht, wenn z.B. zum 2,2µ MKP ein 0,01 Glimmer bygepasst wird.


[Beitrag von markusred am 01. Jul 2006, 00:45 bearbeitet]
holly65
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 01. Jul 2006, 07:55
Moin,

@anhaefr so kenne ich die Argumentation der Voodoo-Guru
Fraktion.
Es werden die Leute , die sich sowohl durch hören wie
auch durch messen mit Lautsperchern beschäftigen,gezielt falsch verstanden und interpretiert um den eigenen Standpunkt weiter ohne Nachweis aufrecht zu erhalten.

"messtechnisch die Unterschiede im Frequenzgang ermitteln"
Bedeutet
VERÄNDERUNG bei einer Frequenzgangmesung !

Einen rauhen Kondensator im Vergleich mit einem MKP habe
ich Akkustisch schon genessen - und JA es gibt
messtechnische (AKKUSTIKMESSUNG) Unterschiede die ich
glücklicherweise auch noch hören kann.

Was das EEG betrifft wollte ich damit sagen das du nicht Äpfel mit Birnen vergleichen kannst genausowenig wie
elektrische und akkustische Messungen.

Zur Info: Google schüttet eine Menge zum Thema Erdstrahlen,
Wasseradern,Wünschelruthen und Pendeln aus.
Es beschäftigen sich nahmhafte Wissenschaftler mit diesen
Themen und schreiben Artikel darüber.
Warum sind sie dann immernoch nicht anerkannt?
Fehlender nachvollziehbarer Nachweis möglicherweise?

Versteh bitte das ich deinen Standpunkt nicht ablehne
ich fordere dich nur dazu auf deine Behauptungen
nachvollziehbar zu belegen.
Frequenzweichenbauteile dienen doch dazu ein elektrisches
Signal zu verändern und über den Lautsprecher
wird es dann als akkustisches ausgegeben.
Wenn ich nun das el.Signal durch andere Bauteile leite
sollte doch aus den Lautsprecher auch was anderes
herauskommen.
Diese Veränderung kann man messen.

Hallo Markus,
du glaubst garnicht was ich gerade experimentell mit
Spulen anstelle ,wenn das alles so stimmt was ich da
gemessen habe wird`s lustig (Halogentrafo)


grüsse
Karsten
cumbb
Gesperrt
#21 erstellt: 01. Jul 2006, 10:23
Hai.
Die besten klanglichen Ergebnisse erziele ich, wenn ich etwa Zehnerpotenzen zusammenschalte. Einen 5,6 Mikrofarad-K. würde ich vielleicht aus einem 4,7er, einem 0,82er, einem 0,082er, einem 0,0082er u.s.w. zusammensetzen. Oder so ähnlich. Ob die kleinen Kapazitäten Glimmer sind, ist dem untergeordnet. Dennoch sollten es "gute" Kondensatoren sein.
Vielleicht liegt es daran, dass alle paar Oktaven - Musik! - für "optimale" Arbeitsbedingungen gesorgt wird.
Ist nur mein Tip.
C.
Pezzi
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 01. Jul 2006, 11:39
Ich finde ja von der oben von Duder schon verlinkten Seite diese beiden Beiträge sehr interessant:
http://www.hifiaktiv...ungen_blindtests.htm
und
http://www.hifiaktiv...ungen_fake_tests.htm
Aber ich muss auch ganz klar sagen, für mich ist Musik immerein sehr emotionales Ereignis, und dann muss man sich eben auch gut fühlen beim Hören.
Wer durch spezielle Kabel, Elektronikkomponenten, Racks oder raumakustische Maßnahen sein Wohlbefinden beim Musikhören steigern kann, bitte sehr....
Wer meint das ist alles Voodoo und hat mit dem Klang nichts zu tun, bitte sehr....
Was ich nicht verstehe ist, warum immer die eine Fraktion versucht die andere davon zu überzeugen daß sie recht/unrecht hat und andersrum.
Am Ende hören wir doch alle nur Musik.
Arne

P.S. : Finde nur ich das Wort "Blindtests" im Zusammenhang mit Akustik merkwürdig oder gehts anderen auch so ?
holly65
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 01. Jul 2006, 12:19
Hallo Petzi,

du hast nach meiner Meinung absolut recht.
Ich versuche halt nur die Leute , die ihre Philosophie
so standhaft vertreten , dazu zu bewegen ihre
Behauptungen auch zu belegen.

Wenn hier jemand schreibt das er sich mit Glimmer C`s
einfach besser fühlt beim musikhören ist das doch
vollkommen in Ordnung.

Nur wenn dann behauptet wird diverse Bauteile
verbessern hörbar den Klang kann man das auch
messtechnisch nachweisen.

grüsse
Karsten

P.S.irgendwo habe ich mal gelesen das "blinde"
tatsächlich ein feineres Gehör haben sollen.


[Beitrag von holly65 am 01. Jul 2006, 12:21 bearbeitet]
anhaefr
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 01. Jul 2006, 15:27

holly65 schrieb:
Einen rauhen Kondensator im Vergleich mit einem MKP
habe ich Akkustisch schon genessen - und JA es gibt
messtechnische (AKKUSTIKMESSUNG) Unterschiede die ich
glücklicherweise auch noch hören kann.

Du hast also "Klang" schon gemessen?!? Da bin ich ja mal gespannt... Wie macht man das denn? Bist Du Alchimist? Jetzt komm bitte nicht wieder mit einer Frequenzgangmessung, denn die sagt wirklich nichts über gutem, schlechten oder sonstige Klangqualitäten aus. Die sagt Dir höchstens welche Frequenzen lauter und welche leiser wiedergegeben werden.

holly65 schrieb:
Versteh bitte das ich deinen Standpunkt nicht ablehne
ich fordere dich nur dazu auf deine Behauptungen
nachvollziehbar zu belegen.

Was soll ich Dir beweisen? Das mir der Klang meiner Lautsprecher mit Glimmer als Bypass besser gefällt?
Kannst ja mal vorbeikommen und den Klang messen...

holly65 schrieb:
Frequenzweichenbauteile dienen doch dazu ein elektrisches
Signal zu verändern und über den Lautsprecher
wird es dann als akkustisches ausgegeben.
Wenn ich nun das el.Signal durch andere Bauteile leite
sollte doch aus den Lautsprecher auch was anderes
herauskommen.

Sollte. Nur ist eben nicht alles messbar was herauskommt. Wie Klang eben. Am Frequenzgang, Phasengang, Impedanz und Rest kannst Du Dich gerne messtechnisch austoben und von mir aus auch bewerten.

holly65 schrieb:
du glaubst garnicht was ich gerade experimentell mit
Spulen anstelle ,wenn das alles so stimmt was ich da
gemessen habe wird`s lustig (Halogentrafo)

Das glaub ich Dir...


Noch eine Anmerkung: Da Du ja solch ein Kenner der Materie bist möchte ich Dir noch den Tip geben, Akustik nur mit einem 'k' zu schreiben. Ist bewiesenermaßen richtig und nicht interpretierbar.


[Beitrag von anhaefr am 02. Jul 2006, 08:22 bearbeitet]
Glokko
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 01. Jul 2006, 15:47
Respekt!!! Bin gespannt wie's weitergeht...
Robert_K._
Inventar
#26 erstellt: 01. Jul 2006, 17:53
Hallo,

Ich stell mich mal auf eine Seite in dieser interessanten Auseinandersetzung, die auf keinen Fall böse sein soll.


Du hast also "Klang" schon gemessen?!? Da bin ich ja mal gespannt... Wie macht man das denn? Bist Du Alchimist? Jetzt komm bitte nicht wieder mit einer Frequenzgangmessung, denn die sagt wirklich nichts über gutem, schlechten oder sonstige Klangqualitäten aus. Die sagt Dir höchstens welche Frequenzen lauter und welche leiser wiedergegeben werden.


Er hat nicht geschrieben, dass er den Klang misst!

Es wundert mich, dass du denkst das Frequenzgangmessungen nichts über den Klang aussagen sollen. Gehen wir mal ins Extrem. Man verändert den Frequenzgang so, dass er von 1000 bis 2000 Hz eine Überhöhung von 10 dB erhält. Das würde den Klang doch verändern, oder? Angenommen der Frequenzgang war zuvor recht linear, wird es eine äusserst negative Veränderung geben. Reduziere ich die Überhöhung wieder nähere ich mich wieder dem besseren Klang.


Sollte. Nur ist eben nicht alles messbar was herauskommt. Wie Klang eben. Am Frequenzgang, Phasengang, Impedanz und Rest kannst Du Dich gerne messtechnisch austoben und von mir aus auch bewerten.


Es mag gut sein, dass nicht alles messbar ist. Eventuell sind noch nicht die richtigen Methoden gefunden worden, sowie die Interpretation einiger Messungen.
Jedoch gibt es viele Messungen mit großer Aussagekraft, die man nicht ins Hinterzimmer schieben kann!


Noch eine Anmerkung: Da Du ja solch ein Kenner der Materie bist möchte ich Dir noch den Tip geben, Akustik nur mit einem 'k' zu schreiben. Ist bewiesenermasen richtig und nicht interpretierbar.


Über Rechtschreibfehler herzufallen ist nicht die feine Art!


Grüße

Robert
anhaefr
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 01. Jul 2006, 18:39
Hi Robert,

dies war mein erstes Posting zu diesem Thema:

anhaefr schrieb:
Glimmer Kondensatoren sind für mich im Frequenzweichenbau mittlerweile zur Pflicht geworden. Ich setzte auf einen soliden Unterbau aus Mundorf MCaps mit einem Bypass in einer Größenordnung von 0.01 µF oder auch höher im Hochtonbereich. Mein Klangeindruck: luftiger, unbeschwerter und feiner Auflösend.

Grüße
anhaefr

Ich habe lediglich meine eigene Meinung geschildert, sonst nichts. Man braucht keine Partei zu ergreifen, das war in dem Thread hier nie erwünscht. Der Themenersteller bat lediglich um gemachte Erfahrungen. Ich habe meine geäußert und bin dafür angegriffen worden.

Zu dem leidiglichen Thema Messungen: Ich habe nie behauptet das diese nichts über den Klang, so wie Du ihn beschrieben hast, aussagt. Ich habe behauptet das man Klang nicht messen kann. Alleine schon weil 'schöner Klang' eine sehr subjektive Sache und somit Hörerabhängig ist.

Wegen der Rechtschreibfehler: Stimmt, das war eine Ausnahme, dass ich holly65 darauf hingewiesen habe. Nobody is perfect. Es ist normalerweise auch nicht meine Art. Wenn aber jemand derart von sich und seinem "Wissen" überzeugt ist und keine andere Meinung neben seiner dulden kann, dann sollte er wenigstens sein Fachvokabular aus dem Efef beherrschen.

Grüße
anhaefr


[Beitrag von anhaefr am 01. Jul 2006, 23:45 bearbeitet]
Donatin
Stammgast
#28 erstellt: 01. Jul 2006, 19:52
Bis dahin war Deine Meinung für mich noch absolut nachvollziehbar ...

Wenn man einen Unterschied zwischen einem rauen Elko und einem MKT/MKP hört (und den höre sogar ich;)) dann könnte man mit dem Glimmer-C und hochwertigem HT das letzte quentchen "Mehrklang" rausholen (auch wenn hier sicherlich auch das Gewissen beruhigt wird). Das lässt sich auch physikalisch nachvollziehen weil sich die verschiedenen Kondensatorarten messtechnisch unterscheiden auch wenn letztendlich der gleiche Frequenzgang erreicht wird.
Parallelen sind bei Spannunsgreglerschaltungen der belieben LM78xx/LM79xx zu finden. Hier setzt man anstatt 0-8-15 Elektrolytkondensatoren gerne kleine Tantalperlen zur Schwingungsunterdrückung ein weil diese dort ihre Job vernünftiger machen.

Man sollte aber nicht erwarten das sich da Welten auftun sonders es eher in dem Bereich ansiedeln wo das letzte quäntchen Konsequenz bei hochwertigen Systemen verfolgt wird.

Beim Kabelklang hörts dann bei mir auf. Solange messtechnisch kein Unterschied vorhanden ist (und zwar in einer vernünftigen Grössenordnung) ist der Kabelklang zu vernachlässigen auch wenn das diese ominösen Anbieter nicht wahr haben wollen. Von Skineffekt o.ä. braucht man bei 30kHz noch nicht zu reden ...
holly65
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 02. Jul 2006, 00:15
Ich schrieb:
"Es werden die Leute , die sich sowohl durch hören wie
auch durch messen mit Lautsperchern beschäftigen,gezielt falsch verstanden und interpretiert um den eigenen Standpunkt weiter ohne Nachweis aufrecht zu erhalten."

"Versteh bitte das ich deinen Standpunkt nicht ablehne
ich fordere dich nur dazu auf deine Behauptungen
nachvollziehbar zu belegen."

WARUM werde ich da nicht zitiert ?
Passt wohl nicht in die Argumentation.

Na gut,
dann versuche ich es noch ein letztes Mal.

Grumdsätzlich messe ich Veränderungen im Frequenzgang
und vergleiche die dann damit was ich höre.
Also ich messe , höre , verändere ein Bauteil , messe ,
höre ,.........................und vergleiche die Messungen.

Ganz einfache Frage.
Wie unterscheidet sich der Klang mit oder ohne
Glimmer C.?

Bitte Bitte verwende Ausdrücke bei denen sich
ein normalmensch der das noch nie gehört hat ein Bild machen kann.
(Ich meine damit nicht nur mich)

Warum ???? kann man diese ich nehme mal an physikalische
Veränderung nicht messen?
Akkustisch meine ich explizit!

Wenn ich jetzt ganz viel Glück habe wird auf meine Fragen
ja mal konkret eingegangen ohne mich nur zu zitieren
und das gegen mich zu verwenden.
(Diesen satz auf jeden Fall mitzitieren !)

Grüsse
Karsten

P.S. Wer Schreibfehler findet darf sie behalten.


[Beitrag von holly65 am 02. Jul 2006, 08:39 bearbeitet]
anhaefr
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 02. Jul 2006, 08:26

holly65 schrieb:
Ganz einfache Frage.
Wie unterscheidet sich der Klang mit oder ohne
Glimmer C.?

Okay, nochmal speziell für Dich:

anhaefr schrieb:
Glimmer Kondensatoren sind für mich im Frequenzweichenbau mittlerweile zur Pflicht geworden. Ich setzte auf einen soliden Unterbau aus Mundorf MCaps mit einem Bypass in einer Größenordnung von 0.01 µF oder auch höher im Hochtonbereich. Mein Klangeindruck: luftiger, unbeschwerter und feiner Auflösend.

Grüße
anhaefr

Dieser Klangeindruck ist SUBJEKTIV. Ich erklär's Dir mit einem kurzen Beispiel: Du siehst ein Ölgemälde. Dir gefällt's, Deinem Kumpel nicht.
Ich hoffe das ist jetzt gegessen, sorry aber langsam beisst sich der Hund doch in den Schwanz...

holly65 schrieb:
Warum ???? kann man diese ich nehme mal an physikalische
Veränderung nicht messen?
Akkustisch meine ich explizit!

Beispiel: Ein kleines Breitbandsystem im Horn im Vergleich mit z.B. einem Elektrostaten. Beide mit einem ausgeglichenen Frequenzgang. Dem Horn sagt man nach, dass es besonders "livehaftig" wirkt, mann würde von der Musik quasi "angesprungen" werden und das es "extrem dynamisch" sei. Dem Elektrostaten wird seinerseits zugestanden, besonders "leicht", "transparent" und "feingeistig" bei der Musikwiedergabe zu sein. Was gibt's da zu Messen?


Grüße und ein schönes Wochenende
anhaefr


[Beitrag von anhaefr am 02. Jul 2006, 09:00 bearbeitet]
holly65
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 02. Jul 2006, 08:45
Was bedeutet luftiger und unbeschwerter bei Klang ?

Wahrscheinlich ist das wie bei Wein.
(Buket , Blume , holzig)
Versuch mal bitte Begriffe zu nehmen die man umsetzen
kann wenn man noch nicht alle Sorten "Wein"
probiert hat.
anhaefr
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 02. Jul 2006, 09:18
@holly65:

Du willst einfach keinen anderen Standpunkt neben Deinem akzeptieren. Wie Du möchtest. Bei machen existiert eben nur schwarz oder weiss...
Also: Nimm Dein Messgerät, messe Deine neue Box durch und sei froh mit ihr wenn der Schrieb so aussieht wie Du's möchtest. Denn dann klingt's ja zwangsläufig klasse.

Ich werde mich meinerseits weiterhin auf meine Ohren verlassen um zu entscheiden was mir gefällt und was nicht. Frequenzgänge und sonstige elektrische, akustische und was weiss ich Messungen waren und sind für mich schon immer zweitrangig gewesen.

Liest Du ab und zu Fachzeitschriften? Kurzes Zitat aus der "Hobbyhifi", Ausgabe 02/03 2005, Seite 17 (lag grad neben mir): "mit klarerer Zeichnung und erstaunlicher Präzision..."
Holly65, diese Aussage, und dann noch aus der Feder von Herrn Timmermanns, müsste Dich doch an den Rand eines Nervenzusammenbruchs bringen...?


[Beitrag von anhaefr am 02. Jul 2006, 09:25 bearbeitet]
holly65
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 02. Jul 2006, 10:08
[Beitrag von anhaefr am 02. Jul 2006, 09:00 bearbeitet]

Nach der Bearbeitung deines Beitrags habe ich
deinen Standpunkt verstanden.

Noch einmal GANZ DEUTLICH !!!
Ich lehne andere Standpunkte als meinen eben nicht
grundsätzlich ab - ganz besonders deinen nicht !

Ich frage nur sehr kritisch nach und möchte Erklärungen.

Außerdem finde ich es wichtig NOCH NICHT messbares
möglichst gut zu erklären und einen Weg zum Nachweis
zu finden.
Eine gesteuerte Reproduzierbarkeit wäre doch nur von Vorteil.

Außerdem steht es außer Frage das Musik Freude machen
soll .

Kannst du mir da zustimmen?

grüsse
Karsten
anhaefr
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 02. Jul 2006, 10:17
Da stimme ich Dir gerne zu!

Grüße
anhaefr
Arlon
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 02. Jul 2006, 15:04
Aaaalso, ich muss auch mal was zu schreiben: wenn man schon Glimmerkondensatoren und Silberkabel verwendet, dann sollte man die Kabel auch unbedingt "einbrennen lassen" (natürlich bei deinem Lieferanten), damit der (Wechsel)Strom auch weiss, in welche Richtung er fliessen muss...


..damit ist für mich dieses Thema beendet und ich denke, für alle, die früher in Physik mal gut aufgepasst haben auch.

my 2 cents..

Stefan
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