Grundsatzfrage Aktiv/Passiv

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Cosmogramma
Neuling
#1 erstellt: 12. Mrz 2013, 15:33
Hallo liebe DIY-Gemeinde!

Bin jetzt seit einiger Zeit am "Informationen sammeln" hinsichtlich meines ersten Boxenselbstbaus,
kämpfe allerdings noch mit einigen grundlegenden Fragen:

-Ich höre Musik ausschließlich über den Pc, aktuell über einfache aktiv Monitore, in einem mittelgroßen Raum bzw. Dachzimmer (läuft spitz zu), eher auf gemäßigter Lautstärke, brauche keine wahnsinns Leistung

-Zur Verbesserung der Situation (und zur Freude des Werkelns :D) habe ich vor nach einem "fertigen" Bauplan (Standbox) zu arbeiten, ggf. mit Änderungen, die vollständig eigenständige Konstruktion/Berechung einer Box traue ich mir aber (noch) nicht zu.

=> habe ich es richtig verstanden das ich entweder

Aktiv:

Pc/Audiokarte
=>Aktive Frequenzweiche (z.b. Behringer DCX2496 Ultradrive Pro)
=> (mehrere) verstärker
=>2/3/4 Chassis

oder

Passiv:

Pc/Audiokarte(digital out)
=>D/A Wandler
=>Verstärker
=>passive Frequenzweiche
=>2/3/4 Chassis

gehen kann?

Meine eingentliche Frage ist, welcher Weg wäre

1."Einfacher" in der Umsetzung

2. Die "bessere" Alternative um ausschließlich aus digitalen Quellen zu hören =>"pc-freundlich"

3. Preis/Leistungs-technisch vorteilhafter wenn mein Preisvorstellung (nach oben und unten dehnbar) um
die 1000 Euro liegt?

4. Ob es aktive Frequenzweichen auch als PCI-Lösung oder gar Software gibt?

5. Wenn aktiv Weiche, welcher/wieviele Verstärker, bzw. in das Gehäuse oder draussen?


Überhaupt auf Aktiv bin ich gekommen weil mir die aktiven Weichen ála Behringer einfacher in der Bedienung erscheinen als passive (löten,berechnen etc.) bzw. "einsteigerfreundlicher", auch hinsichtlich nachträglicher Korrekturen/Messungen; stimmt das?


Hoffe auf Verständniss für unwissende Einsteiger und

Vielen,vielen Dank im vorraus!
Torsten70
Inventar
#2 erstellt: 12. Mrz 2013, 16:06
1-3.
Der Best-Buy sind passive Boxen mit einem funktionsfähigem, intaktem, gebrauchten Vollverstärker aus den 80ern von Ebay.
Beim Abspielen mit dem PC nimmt man dann sowas wie Foobar, besorgt sich das Convolver-Plugin und beschäftigt sich mit digital room correction.

Aktiv macht Sinn, wenn:
- man die Technik ausreizen will, und weder Aufwand noch Kosten eine Rolle spielt
- zum lernen, weil man damit schneller Dinge probieren kann
- für aussergewöhnliche Anforderungen wie besondere Konzepte (Horbach Keele), DBA u.Ä. bzw. besondere Anforderungen an Subwoofer,
- um extreme Pegel mit Hifi-Zeuchs zu fahren
- um Lautsprecherchassis an ihren Grenzen zu betreiben.

Alles Dinge auf die man verzichten kann, wenn man einfach nur Musik hören möchte.

4. Ja gibt es, aber du solltest erstmal was anderes bauen, damit du in den vielen Monaten in denen du dich darin einarbeitest, damit du auch weißt was du tust, trotzdem Musik hören kannst.
Granuba
Inventar
#3 erstellt: 12. Mrz 2013, 16:07
Moin,


4. Ob es aktive Frequenzweichen auch als PCI-Lösung oder gar Software gibt?


ja, und das würde ich dann auch empfehlen, wenn der PC eh der alleinige Zuspieler ist. Der Frequency Allocator wäre da im günstigen Bereich anzudenken. Nach oben hin in Bezug auf Kosten und Komplexität geht natürlich immer. Ein Messmikro ist natürlich IMMER Pflicht.

Harry
m03p
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 12. Mrz 2013, 17:01
Hi,

als Pc basierende crossoverlösung kann man auch rePhase + convolver (z.B. vst plugin oder foobar plugin) benutzten. Kostet beides nix.
Dazu noch ein billiger (ohne hdmi, willl heutzutage keiner mehr haben) gebrauchter 5.1 oder 7.1 Receiver (2 oder 3 Wege) mit Preouts und Mehrkanal Eingang und ne Onboard mehrkanal Sounkarte.
Für das Geld kann man keine passive Weiche entwerfen, erst recht nicht in 3 Wegen :prost.

Mfg

http://www.diyaudio....er-pc-based-drc.html
http://www.diyaudio....-filtering-tool.html
http://sound.westhost.com/biamp-vs-passive.htm


[Beitrag von m03p am 12. Mrz 2013, 17:03 bearbeitet]
dommii
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 13. Mrz 2013, 15:42
@Thorsten: Da sieht man mal wieder wie wenig Ahnung du von DIY hast, der größte Vorteil von Aktiv liegt dadrin das man für alle Projekte die da irgendwann mal kommen mögen nur einmal eine Aktivweiche plus Verstärker anschaffen muss. Das rentiert sich wenn man ernsthaft Boxen entwickeln will rein finanziell schon nach den ersten Projekten da weder eine riesen Bauteilkiste noch die daraus entwickelte Weiche angeschafft werden müssen.

Dadrüber hinaus hat man mit Aktivelektronik Möglichkeiten die mit passiver Weiche nur mit sehr großen Kompromissen erreichbar sind. Dazu gehört die Entzerrung im Bassbereich und das Verheiraten von im Hochton wirkungsgradschwächeren Kombinationen. Das man dadrüber hinaus passiv nur absenken und nicht anheben kann und sich im Fall der Fälle mit deutlich mehr als 50 Bauteilen rumschlagen muss die sich allesamt keinesfalls leerbuchartig berechnen lassen ist schon eine echte Krux.

Zusammenfassend: Passiv lohnt sich bei Massenherstellung oder einmaligen Nachbauprojekten, dazu gehört dann auch die kleine zusätzliche Anlage für's Schlafzimmer. Wer ernsthaft Boxen entwickeln will kann es sich mit Aktiv einfach machen und hat dazu sogar nach mehreren Projekten eine deutliche Kostensenkung, oder man geht den Königsweg für jeden DIYler und versucht sich an den systemimmanenten Schwierigkeiten und Schwächen der Passivweichenentwicklung.

Das ganze soll nicht so rüber kommen das ich hier Passivbauer als doof darstellen will, ich habe größten Respekt vor deren Leistung da ich selber weiß wie schwer es ist passiv zu einem guten Ergebnis zu kommen, ich habe mich aber aus den oben genannten Punkten bewusst dagegen entschieden.

Meine Aktivelektronik umfasst dabei eine Xilica XP-4080, drei Samson Servo 120A, eine Samson Servo 300 und eine Samson Servo 600. Ist ne ganze Menge Schotter, vorallem für einen Studenten, aber die Komponenten werden mich wohl (außer im Falle eines Defekts) bis an mein Lebensende begleiten.


[Beitrag von dommii am 13. Mrz 2013, 15:52 bearbeitet]
moby_dick
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 13. Mrz 2013, 15:49
Einmal aktiv (+ DSP oder Acourate o.ä.) - und man will nix anderes mehr.
Torsten70
Inventar
#7 erstellt: 13. Mrz 2013, 17:02

dommii (Beitrag #5) schrieb:
@Thorsten: Da sieht man mal wieder wie wenig Ahnung du von DIY hast,


Das find ich sehr interessant. Kannst du im einzelen mit Zitaten aus meinem Beitrag aufschlüsseln, wo genau ich falsch liege? Da ich ja keine Ahung habe bin ich natürlich sehr gespannt.
dommii
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 13. Mrz 2013, 17:12
Bei deiner Aufzählung für aktiv tauchen bis auf Punkt 3 für gewöhnliche DIYler vollkommen irrelevante Punkte auf. Die Vorteile die man neben diesen Punkten hat (siehe meinen Post) erwähnst du nicht, entweder wissentlich um zu stänkern oder weil du keine Ahnung hast.


[Beitrag von dommii am 13. Mrz 2013, 17:14 bearbeitet]
Torsten70
Inventar
#9 erstellt: 13. Mrz 2013, 17:16

dommii (Beitrag #8) schrieb:
. Die Vorteile die man neben diesen Punkten hat (siehe meinen Post) erwähnst du nicht, entweder wissentlich um zu stänkern oder weil du keine Ahnung hast. ;)


Wenn ich wählen darf, dann weil ich keine Ahnung habe.
bilmes
Stammgast
#10 erstellt: 13. Mrz 2013, 21:48
Leute ihr habt beide keine Ahnung. Noch nicht mal ansatzweise.Das Beste ist immer ein großer Breitbänder in offener Schallwand ohne Entzerrung an einem Röhrenverstärker.



Mal ernsthaft: Ich würde dem TE auch Aktiv mit Frequency Allocator empfehlen. Wenns doch eh über den PC laufen soll. Dazu einen schönen 6-Kanal AVR. Das übrige Geld kann er dann in Chassis und Messequipment stecken.
Granuba
Inventar
#11 erstellt: 14. Mrz 2013, 11:45
Jenau! Einfacher gehts nicht: ARTA und Messmikro von HiFiSelbstbau für 39 Euronen und ab geht die Post.

Harry
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