Hornlautsprecher aus Flüssigholz

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Ledoggk
Neuling
#1 erstellt: 30. Apr 2014, 17:22
Hallo HIFI-Community,
ich möchte innerhalb eines Designprojekts meiner Hochschule einen Hornlautsprecher aus Flüssigholz (WPC) gießen. Leider bin ich recht neu und unerfahren auf diesem Gebiet und hoffe somit in diesem Forum Tipps zu bekommen. Das ganz soll von der Funktionsweise in etwa so, wie diese Hörner funktionieren:

http://www.linskides...04o0%2C0s772x604.jpg

Also ein Breitbandlautsprecher mit Horn. das Chassie soll 10 oder 13cm groß sein und das Horn etwa 30cm im Durchmesser. Nun wollte ich mal ganz allgemein fragen, was ich beim Bau beachten muss. Wie ist das z.B. mit der Frequenzweiche und was haltet ihr allgemein von soeinem Lautsprecher?

Liebe Grüße,
David
Kay*
Inventar
#2 erstellt: 30. Apr 2014, 22:28

Flüssigholz (WPC)


sehr interessant,
aber reicht da giessen, sprich man muss nicht pressen?


Also ein Breitbandlautsprecher mit Horn. das Chassie soll 10 oder 13cm groß sein und das Horn etwa 30cm im Durchmesser.


konkretisiere bitte dein Vorhaben

Ein Horn wirkt nur in dem Bereich, wo der LS nicht bündelt.
Im Übergang zur Bündelung erlebt man beliebige Überraschungen
(Fehler im Frequenzgang)
Kay*
Inventar
#3 erstellt: 01. Mai 2014, 16:48
evomind
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 01. Mai 2014, 22:50
Hallo David und Kay,

Das WPC (Wood-Plastic-Composites) ist mit Kunststoffmatrix, das Arboform hingegen mit Lignin als Bindemittel.
Ungünstigerweise wird die Bezeichnung "Flüssigholz" für beide doch so verschiedenen Werkstoffe benutzt.
Welches von beiden möchtest du verwenden, hast du bereits Erfahrung mit der Verarbeitung?

Thomas
Ledoggk
Neuling
#5 erstellt: 02. Mai 2014, 13:51
Hallo und erst einmal vielen Dank für die Antworten, freut mich sehr!
Dass es noch einmal einen größeren Unterschied wischen WPC und Arboform gibt, war mir bisher auch nicht bewusst. Ich bin bei meiner Recherche auf die Firma »Fasal«, die WPC herstellt, gestoßen. Deren Flüssigholz soll wohl besonders gute Klangeigenschaften haben soll.

»Fasal wurde zur Herstellung von Produkten mit Holzoptik auf Basis nachwachsender Rohstoffe wie Holz und Mais am Institut für Naturstofftechnik in Tulln entwickelt und ist für die Verarbeitung im Spritzguss optimiert. Die Produkte erhalten eine hohe Oberflächenhärte, Holzhaptik, hohe Biegefestigkeit und gut Maßhaltigkeit. Die hohe Dichte verleiht dem Material besondere akustische Qualitäten. Hauptanwendung für Fasal sind biologische abbaubare Verpackungen, Spielzeuge, Musikinstrumente und Kfz-Innenverkleidungen.« Aus Sasche Peters - Materialrevolution

WPC und Arboform muss in der Herstellung gepresst werden, aber das dabei entstehende Granulat kann im typischen Spritzgussverfahren verarbeitet werden.
Erfahrung habe ich bereits und ich werde in meiner Uni innerhalb der Werkstätten auch von Experten betreut.


konkretisiere bitte dein Vorhaben

Inwiefern konkretisieren? Ich habe mal eine grobe Querschnittszeichnung zu Veranschaulichung gemacht:

IMG_2111

Ich habe auch schon etwas weiter recherchiert und Infos wie diese erhalten: »ein Horn sollte zumindest 1/4 so lang sein wie die Wellenlänge der unteren Grenzfrequenz, und der Munddurchmesser (zumindest) rund deren halber Wellenlänge entsprechen.«
und
»[..] sollte der Hornmund-Durchmesser dazu zumindest gleich gross wie die halbe Wellenlänge der unteren Horn-Grenzfrequenz sein« - Quelle: http://www.haigner.com/content_de/technik2.htm

Bedeutet das, dass die Hornlänge für ein Chassi, welches im untersten Bereich eine Frequenz von 65Hz hat, mindestens 132cm lang sein muss und der Hornmunddurchmesser mindestens 264cm?


[Beitrag von Ledoggk am 02. Mai 2014, 13:55 bearbeitet]
nolie
Stammgast
#6 erstellt: 02. Mai 2014, 14:07
Hz ist nicht die Wellenlänge sondern die frequenz.
Wellenlänge wäre das Formelzeichen Lambda λ.
So weit ich mich erinnern kann.
Ledoggk
Neuling
#7 erstellt: 02. Mai 2014, 14:26
Aber die Wellenlänge errechnet sich aus der Frequenz? Oder nicht?
Big_Määääc
Inventar
#8 erstellt: 02. Mai 2014, 14:29
ideal wäre (für ein kreisrundes Horn ein Horn-Mund-Durchmesser von Lambda 1,
kann/darf theoretisch durch große angrenzende Fläche halbiert werden (zB Bodenaustellung)

Hornverlauf Länge sollte 1/4 Lambda sein.

Öffnungsfunktion kannst wählen wie du magst,
Expo, Hyper ......
das ist bei BL-Hörnern, die ihre Funktion im Bass haben eig fast egal.

alles rein theoretisch,
praktisch wird dir auf Anhieb iwas das Ergebnis versauen

und wenn es nur die Form und Ausdehnung der Druckkammer ist,
denn wenn der Horntreiber im BL auch noch Hoch und Mitteltöne wiedergibt,
dann darf das auch noch alles mit einbedacht werden,
oder auf Glück hoffen.

Prototyp sollte also Pflicht sein, bevor man hier ne teure Gussform baut.
Kay*
Inventar
#9 erstellt: 02. Mai 2014, 16:22

WPC und Arboform muss in der Herstellung gepresst werden,
aber das dabei entstehende Granulat kann im typischen Spritzgussverfahren verarbeitet werden.


mal dumm gefragt,
das Granulat im Kochtopf erwärmt, lässt sich dann nicht einfach in eine Form giessen?
bzw.
wenn kein Spritzguss und kein Pressen,
gibt's andere Möglichkeiten?
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