Topan (Biege-MDF)

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Granuba
Inventar
#1 erstellt: 04. Jul 2005, 22:00
Moin, hat schon jemand Erfahrungen mit diesem MDF-Derivat gesammelt? Stichpunkt: Runder Hornverlauf? Kennt jemand die Preise für den m² bei ~5mm Plattenstärke? Verarbeitungsmöglichkeiten?





Murray
LiK-Reloaded
Inventar
#2 erstellt: 04. Jul 2005, 22:39
Hi,

vielleicht fragste auch mal in der Car-Hifi Ecke. Ich hatte mal heftigst nach Biegesperrholz gegoogelt - die einzigen Erfahrungen fand ich in eben diesem Bereich.
Wird wohl ganz gerne für Subs in Reseveradmulden verwendet...
SPL_dynamics_+_Oktavia
Inventar
#3 erstellt: 04. Jul 2005, 23:54
also der m2 Preis von Biegesperrholz liegt glaube ich so bei 20-25Euro (hatte mal bei einem Schreiner angefragt wirklich aber nur bei einem) und drüber Biege MDF noch teurer

also für kleine Verläufe die gut aussehen müssen würde ich es nehmen vür große Verläufe würde ich doch eher einzelne Latten zu einem Verlauf zusammenkleben
exilist
Stammgast
#4 erstellt: 05. Jul 2005, 14:54
He murray,
danke für den Tip, ich will viell. mal ein Fostex Hörnchen bauen, ich glaube da wäre das MAterial das richtige...Meiner Meinung hach müsste man die Spalte noch mit Spachtelmasse/leim füllen, damit das ganze dann hält? oder reicht da der Seitenhalt?

Was kostet der qm undgefähr? bzw. wo gibt es das?
70er-Receiver-Fan
Stammgast
#5 erstellt: 05. Jul 2005, 15:38
Hallo

Ich hatte zum Bau der Hornrundungen in meinen Hörnern damals Modellbau-Sperrholz in mehreren Lagen verwendet. Damit ließen sich auch die inneren Rundungen mit einem Radius von ca. 6,5 cm und 11 cm mühelos biegen. Die Stabilität kommt durch das vollflächige Verleimen der dünnen Sperrholzplatten. Besonders gut wird es, wenn man die Hornkontur mit einer Oberfräse in die Seitenwände einnutet und die Platten dann in die Nut einschiebt und dabei verleimt. Aktuelle Preise habe ich leider nicht - diese Baustelle liegt schon 10 Jahre zurück.

Gruß RST
kingkool
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 05. Jul 2005, 20:57

exilist schrieb:
Meiner Meinung hach müsste man die Spalte noch mit Spachtelmasse/leim füllen, damit das ganze dann hält? oder reicht da der Seitenhalt?

soweit ich weiß werden da immer zwei solcher platten übereinandgeklebt. Zuerst wird eine "Form" gebaut um den platten die Form zu geben. dann werden die platten vollflächig verklebt (einschnitte beider platten innen). SO sieht es nach dem trocknen wie ein normales brett aus, nur halt gebogen.
SPL_dynamics_+_Oktavia
Inventar
#7 erstellt: 05. Jul 2005, 21:49

kingkool schrieb:

exilist schrieb:
Meiner Meinung hach müsste man die Spalte noch mit Spachtelmasse/leim füllen, damit das ganze dann hält? oder reicht da der Seitenhalt?

soweit ich weiß werden da immer zwei solcher platten übereinandgeklebt. Zuerst wird eine "Form" gebaut um den platten die Form zu geben. dann werden die platten vollflächig verklebt (einschnitte beider platten innen). SO sieht es nach dem trocknen wie ein normales brett aus, nur halt gebogen.

ja genau so wird das normalerweise gemacht aber auch recht dick mit Leim so dass eigentlich die meisten Rillen dicht sind

würde aber trotzdem die sache mit den mehreren Schichten dünnem Sperrholz versuchen ist Preislich eine ganz andere Ebene wenn ich die Preise recht in Erinnerung habe
exilist
Stammgast
#8 erstellt: 05. Jul 2005, 21:55

SPL_dynamics_+_Oktavia schrieb:

würde aber trotzdem die sache mit den mehreren Schichten dünnem Sperrholz versuchen ist Preislich eine ganz andere Ebene wenn ich die Preise recht in Erinnerung habe :D


na das klingt ja ganz so ;-) sieht halt nur schöner aus....muss mal scheun mir war so als stand in einem meiner bücher noch ne "japanische" alternative....viell. taugt die ja was

Im Prinzip sollte sich mit nem nutfräser ähnl. machen lassen...mus nur noch material finden wo sich die oberste schicht gut biegen lässt...oder ich greif die modellbauidee auf


[Beitrag von exilist am 05. Jul 2005, 21:57 bearbeitet]
Zückerchen
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 05. Jul 2005, 21:59
Hallo zusammen

Selber schneiden kann man das auch. Tischkreissäge / verdeckte Scnitte.
MDF habe ich vorher mit einer "Schrankrückwand" verleimt, dann bis zur stärke der aufgeleimten Platte jeweils Sägeblattstärke alle 0,8 cm (nach gewünschter Biegung auch enger oder mehr) eingeschnitten.
Bei Multiplex geht das auch ohne aufleimen einer Platte, dann nur bis zur letzten "Maserrichtung" einschneiden (Biegung dann mit der Maserrichtung).
Viel Arbeit, aber es geht.

Gruß Zückerchen
SPL_dynamics_+_Oktavia
Inventar
#10 erstellt: 05. Jul 2005, 22:04
also die für mich beste Variante ist die mit dem Sperrholz

die dünnste Variante aussuchen (diese Pappe die auch Als Schrankrückwand verwendet wird)

dann halt Biegevorlagen bauen indem du 2Platten (z.B. aus OSB) nimmst und auf diese genau diese Form die die Rundung haben soll überträgst dann werden die beiden abgerundeten Platten entkernt (so dass nur noch eine äußere Form in Form eines Holzstreifens bleibt)

diese beiden form Teile auf eine Platte Leimen so hast du deine Biegeform dort kannst du eine Platte aufspannen und dann die weiteren Platten drüber Leimen und immer schön festklemmen am Rand der Form

geht wunderbar habe ich selbst auch schon so benutzt der Vorteil ist eben die Preisersparnis im Gegensatz zu Biege MDF von der Haltbarkeit ist es fast gleich

muss nur einen Kleber haben der die impregnierte Seite des Sperrholzes anlösen kann oder eben Unimpregnietes nehmen
CologneCrunch
Stammgast
#11 erstellt: 07. Nov 2011, 14:04
Aus aktuellem Anlass hole ich den Thread mal wieder hoch.

Ich überlege mir ovale Boxen zu bauen - und zwar nicht mit ovaler Grundfläche, sondern mit ovaler Front. So, wie die Hifi-Selbstbau Rocket eigentlich geplant war. Also eine korrekte Ellipse http://de.wikipedia.org/wiki/Ellipse , deshalb ist der minimale Radius auch größer als bei der Rocket. Genaue Daten eruiere ich noch, tippe aber auf ca. 20cm.

Da die ganze Kiste rund ist, könnte ich recht bequem per Spanngurt alles zusammenpressen. Bleibt die Frage nach dem Material:

Die erste Überlegung war, dafür Topan Form zu nehmen, das geschlitzte MDF. Davon hätte ich die erste Lage mit den Lamellen nach außen und die zweite mit den Lamellen nach innen aufgeklebt, vielleicht mit Bitumenkleber dazwischen. Was mir nicht klar ist: Wie stark zeichnen sich die einzelnen Lamellen außen ab? Muss ich trotz der "außen glatten" Oberfläche massiv mit Spachtel und Füller arbeiten?
Seltsamerweise habe ich hier im Forum aber nur relativ selten überhaupt Topan Form gesehen und wenn, dann bei moderaten Biegungen wie z.B. Puro, Midu gerundet, Competition, etc.
Oft wird Biegesperrholz verwendet und bei kleineren Radien sogar dazu geraten.

Deshalb meine Frage: Ist ein Radius von sagen wir mal 20cm denn realistisch möglich? Wenn ja, welches ist das beste Material? Schichtweise Biegesperrholz? Dünnes MDF? Topan Form?

Seltsamerweise schreibt Glunz zwar:
" Um ein Markieren der rückseitigen Platten schlitzungen und der Schichtoberfläche zu vermeiden, sollten bei
weniger als 0,8 mm Schichtdicke keine Radien unter 20 cm geformt werden."
aber dann
"Die inneren Biegeradien können bei TOPAN® Form colour FF etwas geringer ausfallen als bei TOPAN® Form: Bei TOPAN® Form sind minimale innere Biegeradien von etwa 60 bis 70 mm und bei TOPAN® Form colour FF von etwa 90 mm möglich."

Auf
http://www.wonnemann...fuma-biegesperrholz/
lese ich "Biegeradius: 60 mm"

Wie sieht das in der Lautsprecherbaupraxis aus, wie sind die Erfahrungen?


[Beitrag von CologneCrunch am 07. Nov 2011, 15:18 bearbeitet]
Soundfreak_NRW
Stammgast
#12 erstellt: 08. Nov 2011, 08:20
Moin,

also ich habe mit Topan die "Competition" gebaut.

Ich würde so vorgehen.

aus MDF oder MPX würde ich mir das "Gerippe" fräsen.
Dann das Topan darum legen. Die Schlitze habe ich vollflächig mit PU-Leim ausgefüllt:Sowas hier

Der Quillt schön auf, damit ist alles zu 100% dicht.
Natürlich mußt du schon 3-4 Schichten übereinander leimen.

Das Gehäuse wird durch die Rundung aber extrem Stabil und durch die runden Wände, so gut wie keine Reflexionen.

Ich habe es nur geschliffen und Furniert. Es kommt nichts durch.

Ob biegespeerholz auch geeignet ist, kann ich leider ncith sagen.


Hoffe ein bisschen geholfen zu haben.

MFG Stephan
CologneCrunch
Stammgast
#13 erstellt: 08. Nov 2011, 09:47
Vielen Dank für die Erfahrungswerte!

Hast Du die Topan-Lagen jeweils gegenläufig (Lamellen auf Lamellen) oder immer Lamellen-nach-innen geleimt?

Wenn Du den Leim in die Schlitze gefüllt hast, hast Du das Gehäuse dann mit den Topan-Lamellen vertikal gestellt? Ich habe nämlich die Befürchtung, dass mir der Leim durch die Lamellen "durchrauscht" wenn ich die Form aufrecht (im Sinne von: Lamellen aufrecht) hinstelle?

3-4 Lagen, das ist natürlich mit 30-40mm mächtig stabil. Da müsste ich wahrscheinlich nicht mal mehr Fliesen innen aufkleben.
Soundfreak_NRW
Stammgast
#14 erstellt: 11. Nov 2011, 16:14
Hi,

sorry für die verspätete Antwort.

Ich habe jeweils Schlitze nach innen gemacht.

Den Pur Kleber habe ich großflächig aufgetragen und mit einem breiten Spachtel in die Schlitze gedrückt.

Der Fängt sofort an aufzuquellen sobalt er mit Sauerstoff in Berührung kommt.
DA sackt unten ein kleines bisschen raus, was mit einem Cuttermesser oder Stechbeitel abgetragen wird. Die Fugen aber sind Vollflächig verklebt, nicht hohl und extrem Stabil.

Wenn du 30mm aufleimst, dann wird es extrem stabil, weil die Lamelle auch automatisch versetzt zueinander stehen, da ja der Radius immer größer wird.

Ich würde mehrere Ringvertrebungen einsetzten und fertig ist.

VG
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