@Udo Wohlgemuth & alle: Furnieren?

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MBU
Inventar
#1 erstellt: 05. Okt 2005, 23:27
Hallo Udo,

was spricht dagegen, die überstehenden Furnierkanten nach dem Aufbügeln mit dem Bündigfräser abzunehmen? Reißt dann das Furnier?

An den Ecken ist das überstehende Furnier so verhärtet (durch den Leim?), daß ich es nicht um beide Kanten (über Eck) schräg anbügeln kann. Eine überstehende Seite ist immer nahezu gerade, so daß das Abschleifen mittels Schleifklotz schwerfällt. Was mache ich falsch?
Granuba
Inventar
#2 erstellt: 06. Okt 2005, 00:00
Kann dir auch leider nicht konkret weiter helfen, meine Lösung war, nochmal rüber zu bügeln und damit den Kleber ein wenig zu verflüssigen und dann mit Schmackes eine 45° Wendung gemacht, bis das Furnier leicht bräunlich wurde. Minimale Risse waren allerdings nicht zu vermeiden, die sieht man aber später nicht mehr.


daß ich es nicht um beide Kanten (über Eck) schräg anbügeln kann.


Ein Bild oder eine genauere Beschreibung wäre hilfreich!

Harry
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#3 erstellt: 06. Okt 2005, 00:07
Hallo Michael,
mit dem Bündigfräser wird es am Ende der Bahn gefährlich. Dort mag er gerne noch ein Stückchen Furnier abtrennen, das du gerne noch auf der Box belassen hättest. Wegen der höheren Geschwindigkeit kannst du dir den Sieger selbst denken. Wenn du also mit deinem Tun einhälst, bevor der Fräser die Ecke sieht, und du den Rest wegschleifst, kannst du ihn leicht übertölpeln.
In welcher Richtung möchtest du das Furnier um die Ecke bringen, mit der Faser oder gegen sie? Letzteres geht nur, solange das Furnier noch am Baumstamm festsitzt und du für einige Jahre die Sonne dazu zwingst, aus dem richtigen Winkel darauf zu scheinen. Einen scharfkantigen Knick wirst du jedoch selbst dann nicht hinbekommen.
Da ich mir (jetzt ernsthaft) nicht so genau vorstellen kann, was du meinst, hilft vielleicht ein Bild von dir (natürlich nicht vom Kopf oder Bauch, die Box mit Furnier sollst du uns zeigen!).

Gruß Udo

PS: Entschuldige meinen Schreibstil, ich habe gerade twenty or thirty minutes of "Get Ready" mit Duetta und modifizierter Dynavox-Röhre hinter mir und bin noch ganz berauscht.
MBU
Inventar
#4 erstellt: 06. Okt 2005, 01:28
Hallo Udo,

wenn ich Deine begeisterte Schreibe jetzt richtig verstanden habe kann ich mit dem Bündigfräser an den Kanten durchaus arbeiten, wenn ich nur von den Ecken wegbleibe und diese "zu Fuß" bearbeite?

Ein Bild von mir siehst Du links. Mit einem Bild der zu verkleidenden Box kann ich nicht dienen, da ich Deinen Rat befolgend erst einmal nur Trockenübungen an einem Brettchen gemacht habe. Du kannst aber ersatzweise das letzte Bild auf Seite 41 der K&T 3/2001 nehmen. Dieses schön über die Kante geknickte Furnier bekomme ich nicht hin. Das Zeug ist stocksteif und läuft nahezu parallel zum Brett weiter. Die Kante hielt aber nach dem Bündigfräsen. Nur an einer Ecke ist mir da ...

Das Problem ist jetzt, daß man bei parallel zum Brett weiterlaufendem (überstehendem) Furnier dieses schwer weggeschliffen bekommt, weil das mit dem oben anschleifen, nach oben umklappen und dann von unten im rechten Winkel abschleifen nicht klappt. Deshalb bin ich auf den Bündigfräser gekommen.

Das Furnieren an sich geht nach Deiner Anleitung aber super! Ich dachte nicht, daß das so einfach ist und so gut hält. Sei bedankt für diese zwei Artikel in K&T 3/2001 und 3/2003 (... und natürlich auch für alle Deine anderen ... ;))
selector24
Inventar
#5 erstellt: 06. Okt 2005, 08:28
Hallo,

schon mal mit Feile probiert?

http://www.hifi-foru...417&postID=last#last

lg

Wolfgang
V.I.B
Stammgast
#6 erstellt: 06. Okt 2005, 08:33
Oder mit einer Furniersäge ??
Man sollte aber mehr als ein mal furnieren sonst lohnt die Anschaffung nicht.


[Beitrag von V.I.B am 06. Okt 2005, 08:40 bearbeitet]
der_eine
Stammgast
#7 erstellt: 06. Okt 2005, 10:17
mit schleifklotz und nem 120er blatt das furnier an der umgeknickten ecke durchschleifen.
ansonsten auf udo´s homepage.da wirds auch beschrieben wie man es machen kann.
mfg
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#8 erstellt: 06. Okt 2005, 10:35
Hallo Michael,
wie heißt dein Furnier und wie dick ist es? So wie du das Problem beschreibst, scheint es fast ein Brett zu sein *g*. Das Umknicken sollte nicht in einem Schritt, sondern mit Millimeter für Millimeter erfolgen, bis die Kante erkennbar ist und das Furnier fast schon plan auf der Fase liegt. Dann kann das restliche Stück flächig aufgebügelt weden.

Gruß Udo
Cinch-Master
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 06. Okt 2005, 14:19
Wurde das Furnier vorher etwas angeweicht und wasserlöslicher Kleber verwendet?Hört sich so an als wäre der zu schnell abgetrocknet...
UglyUdo
Inventar
#10 erstellt: 06. Okt 2005, 14:43
Glücklicherweise ist der Funier-Bügel-Bericht aus K+T auf der nicht näher bezeichneten HP
http://www.acoustic-design-online.de/
unter "Anfängerseite" zu finden, was ich unglücklicherweise erst bemerkt habe, nachdem ich das Heft hervor gekramt hatte.


PS:Einer von Euch hat gestern abends getrunken




oder alle?
der_eine
Stammgast
#11 erstellt: 06. Okt 2005, 14:50
trinken,ich?
niemals!
Granuba
Inventar
#12 erstellt: 06. Okt 2005, 14:52

oder alle?


Nur die bekannten Udos, eventuell noch der Mod, der zu scharfes Chili mit zu trockenem Rotwein bekämpft hat!
Der Bochumer Udo erhält aber Absolution von mir, konnte in Telefonqualität der Duetta mit Röhre lauschen, vielleicht bietet der andere Udo einen ähnlichen Service.

Harry


[Beitrag von Granuba am 06. Okt 2005, 14:53 bearbeitet]
UglyUdo
Inventar
#13 erstellt: 06. Okt 2005, 14:57

...vielleicht bietet der andere Udo einen ähnlichen Service.


ich telefoniere nur unter Zwang und/oder auf dem Klo
Granuba
Inventar
#14 erstellt: 06. Okt 2005, 15:03

UglyUdo schrieb:

...vielleicht bietet der andere Udo einen ähnlichen Service.


ich telefoniere nur unter Zwang und/oder auf dem Klo :P


Auf die Erklärung für die und-Kombination bin ich gespannt!
MBU
Inventar
#15 erstellt: 07. Okt 2005, 23:00
Hallo zusammen,

es funktioniert mit dem Bündigfräser! An den Ecken muß man es nur machen wie die Igel - gaaanz, gaaanz vorsichtig!
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#16 erstellt: 07. Okt 2005, 23:17
Hallo Michael,
hab ich ja noch nie gesehn, ein Igel mit Bündigfräser *lol*?
Anfangs kann man es so machen, dann kommt nach gaaanz,gaaanz vorsichtig, ganz vorsichtig, vorsichtig und am Ende Ecke ab.
Wie hast du geschrieben? Erfahrung ist die Summe der selbst gemachten Fehler!

Gruß Udo
MBU
Inventar
#17 erstellt: 08. Okt 2005, 00:16
Hallo Udo,

Ecken sind öde. Gut - hinten hat sie auch Ecken, aber auch die sind ganz geblieben.



Das Gehäuse besteht aus Span roh, Fornt aus Birke MPX, alles Birke furniert, auch die Front wegen dem Furnierbild. Kanten vorne nach dem Furnieren rundgefräst - Riiisikooo, hat aber geklappt.

Natürlich habe ich auch Fehler gemacht. Die eine Rückwand mit der Kleberseite Richtung Bügeleisen ... Ging aber mit Bügeleisen dann wieder ab und das Ganze von vorne.

Eine Frage noch: Wie minimiert man das Risiko, daß sich beim Beizen der wasserlösliche Kleber löst? Nein, ich will nicht Ölen, weil die Box lackiert werden soll, oder kann man über das Öl mit wasserverdünntem Lack (Parkettlack CLOU) walzen?


[Beitrag von MBU am 08. Okt 2005, 00:23 bearbeitet]
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#18 erstellt: 08. Okt 2005, 11:08
Hallo Michael,
wenn du gut gebügelt hast, löst sich das Furnier nicht, wenn du die Beize sparsam aufträgst. Schlimmstenfalls kannst du nach Durchtrocknung noch einmal nachbügeln, wobei du ein Furnierstück zwischen legst.
Wein auf Bier, das rat ich dir, aber Lack auf Öl, das lass sein. Das reimt sich nicht, weil auch der zweite Halbsatz normalerweise von Bier und Wein handelt.

Gruß Udo
Schiffbauer
Stammgast
#19 erstellt: 08. Okt 2005, 19:05
@Uibel

Die Beize solltest du nicht sparsam auftragen. Mein Tip: Beize großzügig mit einem Lappen auftragen. Ca. 3-5 Minuten warten und überschüssige Beize dann mit Küchenpapier aufnehmen. So hab ich das jedenfalls mal in der Lehre beigepult bekommen und nicht einmal hat sich das Furnier gelöst.
Wenn du aber ganz sicher gehen willst nimmst du halt wasserfesten Holzleim.

Gruß Dirk
elam
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 08. Okt 2005, 20:56
Moin Uibel,

beim Bündigfräsen solltest du dafür sorgen, dass der Furnier-Überstand kleiner ist als der Fräserradius. Ansonsten neigt der Bündigfräser dazu, dass Furnier zu zereißen. So kann man dann auch recht zügig rüberfräsen und es kokelt nicht :-) Ich mache das, indem ich den Lautsprecher mit der furnierten Seite nach unten lege. Dann lege ich ein Blech hochkant an die Box und schneide mit einem Teppichmesser an der Blechkante vorsichtig das Furnier ab. Dann bündig fräsen. Dann mit 180er glätten. Geht ruckizucki.

Die Version mit der Furniersäge klappt nur, wenn die furnierte Fläche wirklich plan ist, also vorher nicht geschliffen wurde. Man legt dann den Lautsprecher mit der furnierten Seite auf die Werkbank und sorgt für ein wenig Anpressdruck. Wenn nicht genügend Druck da ist, neigen die Furnierfasern beim Sägen zum ausreißen. Das Sägen ist sehr mühsam.

Ausschließlich Schleifen mit Feile oder Schmirgel gab bei mir noch die eine eckige Ecke.

Merke: Alles was man irgendwie fräsen könnte, sollte man auch fräsen :-)

Schönen Gruß, Elam
MBU
Inventar
#21 erstellt: 09. Okt 2005, 00:33
Hallo Dirk,

auf den wasserfesten Leim hätte ich vorher kommen müssen. Wie Du oben siehst ist die Box schon fertig furniert. Gebeizt habe ich auch gerade (mit dem Lappen nicht zu üppig). Mal morgen sehen, ob noch Furnier dran ist.

Hallo Elam,

das mit dem Furnierüberstand werde ich nächstesmal beachten. Es kam zu dem von Dir beschriebenen Effekt, allerdings war der Leim zum Glück stärker, d.h. das Furnier ist nicht in die Klebefläche eingerissen - überall saubere Kanten! Schwein muß man haben.

Ansonsten werde ich diesen Aufwand nicht nochmals betreiben - viel zu viel Arbeit! Es geht mit fast ebenso gutem Ergebnis viel einfacher. Von einer Box sieht man normalerweise die Rückseite und den Boden nicht. Wenn man diese wie folgt mit MPX-Front aus furnierter Spanplatte oder eben komplett aus MPX baut braucht man nur den Deckel furnieren und hat auch ein gutes Ergebnis. Die MPX-Kanten an der Schallwand muß man halt mögen ...

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