Physikfacharbeit über Hornlautsprecher

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-harry-
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 01. Feb 2006, 23:33
Hi,

ich hab mir überlegt meine Facharbeit über Hornlautsprecher zu schreiben, da ich stolzer Besitzer eines Viehstalls + Eckhorn 12 bin und ich einfach von ihnen begeistert bin.
Jedoch hab ich noch keine richtigen Erfahrungen mit Hörnern machen können, weil ich noch keine selbst entwickelt habe.
Mein Physiklehrer meinte ich sollte kurz zusammenschreiben, was ich alles machen will, bevor er seine Zustimmung gibt, um mich als "Schüler" zu schützen, damit ich nicht gefahrlaufe ein zu schweres oder eines vom Umfang recht kleines Thema zu erwischen
So, nun einmal meine Frage an die erfahrenen Hornbastler:
Was kann man bei diesem Thema alles machen?

Ich hab mir überlegt:
-geschichtl. Hintergrund
-theorie/formeln von Hornlautsprecher
-Bau eines Eckhorns und evtl. eines Backloadedhorn
-Frequenzmessungen und -korrekturen (Sperrkreis etc.) + wie kann der Frequenzgang beeinflusst werden (Raum, Ressonanzen etc)

Wenn ihr Ideen habt, was man noch dazu oder besser machen kann, sagt es mir bitte
Andere Facharbeitsthemen über Lautsprecherbau sind auch erwünscht.

mit freunddlichen Grüßen

Grotil Christoph
A._Tetzlaff
Inventar
#2 erstellt: 02. Feb 2006, 00:23
Am wichtigsten erscheint mir da die eigentliche Funktion, und damit natürlich die Theorie bzw. Formeln. Den geschichtlichen Hintergrund kann man kurz anreißen, aber drauf rumreiten würde ich nicht (Physikfacharbeit, richtig?).

Die Korrekturglieder würde ich weglassen, denn sie haben ja mit der Funktion wenig zu tun bzw. wirken nur im Mitteltonbereich.

Und: Bilder! Grafiken! Die Leute wollen glotzen, schauen, kucken, sehen. Da darf man sich ja auch gerne im Forum bedienen......
castorpollux
Inventar
#3 erstellt: 02. Feb 2006, 00:51
Bin zwar kein erfahrener hornbastler, schließe mich aber an, die theorie dürfte am ansprechendsten sein: Aus welchen teilen besteht das horn, was erfüllt welchen zweck, welche verschiedenen bauformen gibt es, generelles funktionsprinzip des hornes...eigenarten, nachteile usw usf :o)
(lässt sich alles zwar auch schnell auf den punkt bringen, aber auch schön ausbreiten)

den Raum würde ich nur in bezug auf das eckhorn oder die eckaufstellung von Hörnern einbinden, alles weitere sollte nicht zu weit in die raumakustik vordringen.

Achja, Bilder, da hat der Alfred schon recht, grade bei einem so "leidenschaftlichen" Thema wie Hornlautsprechern :o)
Ezeqiel
Inventar
#4 erstellt: 02. Feb 2006, 00:56
Kriegen wir das auch zu lesen? So als nettes kleines .ZIP? Ich bin neugierig und lerne nie aus.

Ich würde Korrekturglieder eventuell doch kurz anreissen, und wenn nur kurz erwähnt wird, wozu sie gut (oder schlecht :D) sind.

Gruss,
Ezeqiel


[Beitrag von Ezeqiel am 02. Feb 2006, 01:01 bearbeitet]
Granuba
Inventar
#5 erstellt: 02. Feb 2006, 01:10

Ich würde Korrekturglieder eventuell doch kurz anreissen, und wenn nur kurz erwähnt wird, wozu sie gut (oder schlecht


Nur haben die nichts, aber auch gar nichts mit einem Horn zu tun!
Zum Thema: Hornlautsprecher sind eine komplexe Materie, erstmal solltest du mit deinem Lehrer klären, wie tief du da reintauchen sollst. Ein Horn zu entwickeln ist zwar nicht einfach, aber auch nicht unmöglich, nur die Theorie dahinter ist SEHR tiefgreifend! Deswegen: Frag deinen Lehrer, obs ihm um bloße Theorie geht oder doch eher um praktische Aspekte, erst dann gebe ich ein paar Tips! Wichtig wäre auch der Seitenumfang der Facharbeit, gerne entwickeln wir mit dir auch gmeinsam ein kleines Horn (> Praxis), wenn der Lehrer sowas möchte.
Allerdings will ich die Facharbeit dann lesen...

Harry

P.S.: Sag dem Lehrer, daß man ohne Probleme 15 Seiten mit diesem Thema füllen kann, ohne auch nur die grundlegende Theorie angekratzt zu haben...
eoh
Stammgast
#6 erstellt: 02. Feb 2006, 01:31
ich habe keinen schimmer, wie tief du in das thema einsteigen willst. um die funktion einwandfrei zu erklären, kommst du um die schlagworte akustische impedanz, impedanzanpassung, strahlungswiderstand, schallschnelle, schalldruck nicht herum. das ist evtl. schon hartes brot.

falls du es trotz allem angehen willst, würde ich dich mit ein paar aes-papers und auszügen aus dem beranek unterstützen.

greetz
eoh
Sine-Sweep
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 02. Feb 2006, 02:17
Ich glaube nicht, das du als Schüler auch nur annähernd in die Theorie der Lautsprecher eintauchen kannst, geschweige denn sie zu verstehen.
Das beginnt schon mit der Wellengleichung (Eine partielle inhomogene Differentialgleichung 2.Ordnung [auch bekannt als Webstersche Differentialgleichung oder Trichtergleichung]), bei der die Theorie beginnt.
Wie du schon merkst: Einfach ist das nicht...
Dilemma: Einerseits könntest du die Theorie ankratzen, aber wohin führt dann die Facharbeit?
Das Problem an der Mathematik der Akustik ist, das du zwangsläufig auf Differentialgleichungen, krummlinige Koordinaten bzw. Kugelkoordinaten, reale und imaginäre Lösungen der Funktionen, Marizen und Eigenwertprobleme etc. stossen wirst.

Vielleicht solltest du einfach mit den schon vorhandenen Lösungen arbeiten, und anhand deren ein Horn entwerfen.

Aber trotzdem:

Viel Spass
Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 02. Feb 2006, 14:24
Hm,

ich denke schon das man dieses Thema auf "Schülerniveau" zusammenstutzen kann und darf. Schüler schreiben auch Abhandlungen über Atomkraft, Kernenergie usf. und müssen dabei auch nicht in die Tiefen der Kernphysik auf MaxPlanckNiveau einsteigen. Eine SchülerFacharbeit richtet sich ja auch an Schüler - und das Thema sollte ja schon Zielgruppenkonform ausgearbeitet werden. Eine partielle inhomogene Differentialgleichung 2.Ordnung würde vielleicht den Physiklehrer selbst etwas überfordern (nicht weil er es nicht kann, sondern weil er damit seit dem Studium kaum noch was zu tun hatte )

Ich denke SineSweep gibt die Richtung eigentlich schon ganz gut vor:

Theorie ankratzen (und ganz ehrlich darstellen, dass eine Ausführliche Bearbeitung der Theorie den Rahmen sprengt), und anhand vorhandener Lösungen ein ein Horn entwerfen (dass evtl sogar in eine praktische Arbeit ausarten darf.

viel Erfolg

mfg

mfg
Spatz
Inventar
#9 erstellt: 02. Feb 2006, 18:18
Ich war/bin auch sooooo kurz davor, LS als Facharbeit zu entwickeln...

ABER:

Der praktische Teil einer Facharbeit muss (zumindest an unserer bayrischen Schule) für 2 Jahre(!) in der Schule bleiben. Und was nützen dir die schönen neuen Hörnchen, wenn sie im Physik-Keller vergammeln...
Frag das am besten nochmal nach!

Ich bau deswegen jetz wohl LS für die SMV...
-harry-
Schaut ab und zu mal vorbei
#10 erstellt: 02. Feb 2006, 19:56
Man, man über so viel Resonanz und Hilfsbereitschaft habe ich garnicht gerechnet. Danke.
Eigentlich hatte ich nicht vor so tief in die Theorie zu gehen. Ich hatte auch keine Ahnaung das diese so komplex ist.
Naja habe bis jetzt nur die Theorie im Lautsprecher Handbuch gelesen, die zwar das Ganze vereinfacht darstellt, jedoch auch nicht zu umfangreich ist. Für die Facharbeit bräuchte ich noch Texte, die alles genauer beschreiben, jedoch noch für einen Schüler einigermaßen verständlich sind.
Kennt ihr Bücher oder Internet Seiten, die das Thema oder Teilgebiete davon genauer behandeln?
An Theorie will ich maximal 15-20 Seiten schreiben, da man sowieso "nur" 15-40 Seiten schreiben soll.
Mein Lehrer sagte man soll sich nicht nur auf die Theorie des Themas verbeißen, sondern soll auch ein Modell bauen und damit
Versuche durchführen. In meinem Fall wären das Frequenzmessungen mit unterschiedlichen Parametern, na gut Sperrkreise gehören eigentlich nicht direkt zu Hörnern, ich werde sie auch wahrscheinlich weglassen. Aber man kann durchaus untersuchen wie sich das Horn bei 3,2,1er oder keiner Wand verhält oder z.B. das Druckkammervolumen verändert und dann die Frequenz misst.
Der Schwerpunkt sollte auf dem praktischen Teil liegen, bei dem man die Theorie durch Versuche beweist, zumindest die Dinge die ein Schüler mit Hilfe der Instrumente einer schulischen Physiksammlung untersuchen kann.
Nätürlich könnt ihr die Facharbeit lesen, wenn ich sie geschrieben habe, jedoch müsst ihr euch 1 Jahr gedulden, denn solange hat man Zeit diese zu schreiben.

@ Spatz: Bist du sicher, dass man sein Modell 2 Jahre der Schule überlassen muss?
Da frag ich mal lieber nach. Das Gehäuse können sie schon aufbewaren, jedoch der LS und AM würde finanziell schon schmerzen. Aber die hätten ja auch keinen Platz für so ein Monstrum


Christoph
cyr1ll
Stammgast
#11 erstellt: 02. Feb 2006, 23:31
Kauf dir auf jeden Fall mal die nächste Klang+Ton! In der Aktuellen Heftvorschau stand drin, dass sie Anhand von Beispielen "...warum und wie ein Horn funktioniert." erklären.

Ich denke mal, dass der Artikel wie alle anderen in der K+T vom Niveau her noch gut verständlich sein wird

Ansonsten denke ich, dass du im Internet genug finden wirst.
hifi-alex
Stammgast
#12 erstellt: 02. Feb 2006, 23:35
Komische Schule ist das wo du da bist
Ich habe letzten Freitag meine Facharbeit (auch Physik, aber nix mit Lautsprechern) abgegeben (ebenfalls bay. Gymnasium)
und bei uns bekommt man alle dreidimensionalen Gegenstände nach Korrektur der Facharbeit wieder ausgehändigt - lediglich
die schriftliche Arbeit wird 2 Jahre unter Verschluss gehalten!
(Die würden sich hier auch sehr schwer tun 20 Kunst-Facharbeiten die teilweise Kubikmetergröße erreichen 2 Jahre aufzuheben )
superfranz
Gesperrt
#13 erstellt: 03. Feb 2006, 00:10
Hallo,dann darfst du auch nicht vergessen das herkömmliche Hörner - in voller Bandbreite 20-20000 Hz - in normalen Wohnzimmern nur sehr schlecht agieren.Sowas verwenden "richtige" Profis nur in sehr grossen Räumnen oder Open Air! Da gehören sie hin,da können die Hörner ihre Schallbündelung zwecks eines höheren Wirkungsgrades rechtfertigen - warum soll man Schall nach hinten strahlen wenn da keiner zuhört!Bedenke die Amplitude des Treibers bleibt die gleiche,nur ob gebündelt oder rundum ist egal,die abgestrahlte Energie ändert sich nicht.Einmal hat man mehr Direktschall und weniger Diffusschall, einandermal hat mehr Diffusschall und weniger Direktschall! Ist wie bei der Pommes mit oder ohne Mayo!Wenn das so einfach umzusetzen wäre,hätte JBL,EV usw. längst ein schlüssiges Konzept am Markt!Den Markt besetzen andere,habe mein Lehrgeld beszahlt -habe mein erstes Schmacks-Basshorn 1980 gebaut ( war eigentlich kein Basshorn sonder ein Grundtonhorn!)Bestes Beispiel der Narrerei, Mini - TL,TL-Länge ca. 80 cm!
tutnix11
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 03. Feb 2006, 00:14
Nabedn Christoph,
besorge Dir die alten Handbücher vom noch älteren Klinger. Der beschreibt einiges sozusagen zum abschreiben. Die kennt womöglich kein Lehrer.....
Trozdem lernste was dabei.
pauljavascript:emoticon(' ')
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[Beitrag von tutnix11 am 03. Feb 2006, 00:17 bearbeitet]
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