Soundkarte und ext. Stereoverstärker

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I_Cum_Blood
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 25. Dez 2016, 17:51
Hallo,

eigentlich hatte ich mein Anliegen schon an anderer Stelle geschildert, aber vielleicht ist es hier etwas besser aufgehoben.

Ich habe mir kürzlich eine Audioverstärker von Cambridge Audio (Topaz SR20) zugelegt. Als Musikquelle nutze ich derzeit den PC bzw. Laptop. In Zukunft möchte ich nur den PC nutzen.

Im Moment ist der Verstärker lediglich über einem Klinke-Cinch-Kabel mit dem PC verbunden. Die Digital-Analog-Wandlung wird doch in diesem Fall ausschließlich durch den PC vorgenommen. Ist das korrekt? Der Verstärker wäre in diesem Fall also reichlich überdimensioniert. Deshalb würde ich gerne auf eine Soundkarte zurückgreifen und das digitale Signal der Quelle direkt auf den Verstärker geben, um die Wandlung durch den interen DAC des Verstärkers vornehmen zu lassen.
Ist eine einfache Soundkarte mit digitalem Ausgang in diesem Fall ausreichend?
Hörbert
Inventar
#2 erstellt: 26. Dez 2016, 14:48
Hallo!

Schau doch einmal nach ob dein Mainboard nicht ohnehin schon einen digitalen optischen oder koaxialen Digitalausgang hat, in ca. 90% aller Fälle sollte das der Fall sein.

Wenn nicht dürfte es die günstigste externe oder interne Soundkarte mit einer entsprechenden Schnittstelle tun.

MFG Günther
I_Cum_Blood
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 26. Dez 2016, 19:45
Hallo,

mein Mainboard hat eine S/PDIF-Schnittstelle, aber nutzen kann ich sie anscheinend nur in Verbindung mit einer Soundkarte. Das sind nur zwei PINS (SPDIF_O und Ground), die mit der Soundkarte verbunden werden müssen.


[Beitrag von I_Cum_Blood am 26. Dez 2016, 19:47 bearbeitet]
Tigerfox
Stammgast
#4 erstellt: 02. Jan 2017, 18:06
Was für ein Mainboard hast du genau? Wenn es wirklich kein SPDIF-Out an der ATX-Blende hat, aber diesen 2-PIN-Header, dann bräuchtest du nur sowas:

https://www.amazon.d...003032/dp/B0081RABGW

Der Wolfson WM8728 DAC des Topas SR20 ist ganz gut, je nach Onboardcodec deines Boards könnte das schon eine Verbesserung sein. Solltest aber über Coaxial statt optisch gehen, weil der SR20 so 182/24 statt nur 96/24 kann.
I_Cum_Blood
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 02. Jan 2017, 22:20
Ah Danke. Ich hatte soetwa schon gesucht aber nicht auf Anhieb gefunden. Du spricht von einer Verbesserung, was wäre denn das Optimum?
Tigerfox
Stammgast
#6 erstellt: 02. Jan 2017, 23:48
Verstehe nicht was du meinst. Sicher gibt es noch Stereo-Komponenten mit höherwertigem Digitaleingang, aber ob du da einen Unterschied hörst.

Wirklich besser geht es nur auf zwei Arten:

1. Bei Stereo kann man einen Verstärker oder (SA)CD- bzw. Netzwerkplayer mit USB-B Eingang nehmendie dann wie eine externe Soundkarte gunktionieren. Die können je nach USB-Chip eigtl immer 192/24, inzwischen auch oft DSD5.6 oder 192/32, manchmal gar DSD11.2 und 384/32 (DXD), was aber nicht heisst, dass der eigentliche DAC das auch so verarbeiten kann.

2. ein Highend-AVR mit HDMI und sehr guten DACs, z.B. ESS Sabre32 oder die neuen AKM AK449x mit PCM bis 768/32 und DSD bis 11.2MHz bei einer SNR von bis 128dB (die häufig anzutreffenden AK445x können zwar auch PCM 768/32 und DSD11.2, haben aber "nur" eine SNR von 115dB, was alle einigermaßen hochwertigen DACs des letzten Jahrzehnts erreichen), der von der Grafikkarte gefüttert wird. So kann man alle BluRay-Audioformate oder eben DSD und PCM in den genannten Auflösungen vom PC an den AVR füttern.

In der Praxis wirst du allerdings an einem guten Verstärker kaum einen Unterschied zwischen CD und gängigem Highres-Audio (PCM in 96/24 oder selten 192/24, DSD2.8) hören, alles darüber sind sowieso Formate, die nie ein Heimanwender zu Gesicht bekommen wird und deren Vorteil nur im größeren Spielraum bei der Bearbeitung, nicht aber beim Hören besteht.

Lösung Nr.1 haben z.B. bei Cambridge die Azur 851D, 851 und 851C (alle drei mit 2x Analog Devices AD1955 DAC, der in dieser Konfiguration 123dB SNR aufweist), außerdem der CXA80 (1x Wolfson WM8740, 117dB SNR, der CXA60 hat den gleichen DAC, aber kein USB) und CXN (2x WM8740, 120dB SNR, kann als einziger DSD2.8).

Andere hochwertige Geräte, die ich kenne, sind z.B.
- Denon PMA-2500NE/1600NE (DSD11.2 & PCM 384/32 an Ti PCM 1795, 123dB SNR) & DCD-2020AE/1520AE (PCM192/32, der 1520AE auch DSD5.6, ebenfalls PCM1795)
- Marantz SA-10 (PCM384/32, DSD11.2, unbekannter DAC), SA-11S3, SA-14S1, NA-11S1, SA8005, NA8005, PM7005 (alle aktuell, mit PCM 192/24 und DSD5.6, die 8005/7005er mit Cirrus CS4398, 120dB SNR, die dickeren mit DSD1792, 127dB SNR), SA8004 (wie SA8005, aber ohne DSD), KI-Pearl & NA7004 (auch CS4398, aber nur PCM96/24)
- Onkyo A-9000R (nur PCM 192/24 mit 2xWM8742, 126dB SNR)
- Pioner A-70, A-50DA/70DA und N-50 sowie N-50A/70A (A-70 und N-50 können auch nur PCM192/32 und haben einen nicht genau bezeichneten Ess Sabre32, die neueren alle PCM384/32, A-50DA/70DA DSD11.2, N-50A/70A DSD5.6, A-50DA/70DA haben 1x ES9016S, 128dB SNR, der N-50A 2x ES9011, SNR finde ich nicht, der N-70A 2xES9016, zu dem ich auch keinen Mono-Wert finde, müsste so 130dB SNR sein)
- Yamaha A-S801 (PCM384/32 und DSD5.6 an ESS Sabre ES9010K2M, 116dB SNR) sowie CD-S2100/3000 (PCM 192/24 an ES9018/9016, 133dB/128dB SNR)

Solche Geräte sind übrigens die einzige Möglichkeit, DSD am PC nativ abzuspielen, ansonsten kann man das nur mit foobar2000 und einem Plugin zu PCM wandeln und auch da nur das, was die Soundkarte packt (und wenige Soundkarten können die 44,1KHz-Vielfachen 88,2KHz und 176,4KHz!).

Wie erhält man solche Daten? Es gibt diverse HighRes Downloadportale, ansonsten muss man DVD-As, Audio-BDs und SACDs rippen, was mit ersteren mit jedem Laufwerk und bestimmter Software geht, bei SACDs aber nur mit einem ganz bestimmten PS3-Model und gemoddeter Firmware.


[Beitrag von Tigerfox am 02. Jan 2017, 23:57 bearbeitet]
I_Cum_Blood
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 03. Jan 2017, 09:46
Danke für die ausführliche Antwort. Mit Verbesserung meinte ich die Ausgabe durch den PC. Ich hatte es so verstanden, dass diese Slotblende schon eine Verbesserung zum normalen Klinke-Ausgang bringen würde. Das aber noch nicht die optimale Lösung sein könnte, aufgrund der Onboardcodecs meines Boards. Also konkreter: Was könnte ich denn noch machen, um die Ausgabe durch den PC am optimalsten für den Cambridge zu gestalten?
In den letzten beiden Abschnitte hast du das schon anklingen lassen:
Soundkarte kaufen, welche die PCM-Wandlung packt.
Foobar mit Plugin installieren.


[Beitrag von I_Cum_Blood am 03. Jan 2017, 09:58 bearbeitet]
Hörbert
Inventar
#8 erstellt: 03. Jan 2017, 10:00
Hallo!

Der Wandlerteil deiner OM-Board-Soundausgabe wird damit doch vollständig umgangen, nur die Begrenzung auf die koaxialen Formate bleibt bestehen, falls dich das stört wäre m.E. eine Grafikkarte mit HDMI-Schnittstelle ein gangbarer Weg.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 03. Jan 2017, 10:00 bearbeitet]
I_Cum_Blood
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 03. Jan 2017, 11:54
Hallo,

der SR20 besitzt keinen HDMI-Eingang.
Hörbert
Inventar
#10 erstellt: 03. Jan 2017, 15:00
Hallo!

Na dann bist du doch ohnehin auf die Koaxformate beschränkt oder sehe ich das falsch?

Dann genügt diese Slotblende mit Koaxbuchse und du brauchst dir gar keine weiteren Gedanken zu machen.

MFG Günther
Tigerfox
Stammgast
#11 erstellt: 03. Jan 2017, 23:25
Ja, sehe ich auch so, das ist das Optimum deiner aktuellen Komponenten. Die beiden evtl. besseren Varianten habe ich dir oben genannt, sie erfordern aber eben die Anschaffung eines neuen Verstärkers bzw. AVRs.
Die dritte Variante, eine hochwertige Soundkarte wie die Xonar Essence STX(II) über analog würde glaube ich keine hährbare Verbesserung bringen.

Trotzdem wäre der Name deines Mainbaords noch interessant.
I_Cum_Blood
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 03. Jan 2017, 23:35
Ja, den hatte ich unterschlagen. Gigabyte Z170-HD3P

Ich danke euch für die Hilfe, hat mir sehr viel gebracht. Aber leider kann ich es auch nicht ausprobieren, da der PC am Sonntag nach nur 6 Monaten das zeitliche gesegnet hat. Bin schon auf der Fehlersuche und es bleiben lustigerweise nur noch Mainboard und CPU übrig.
Tigerfox
Stammgast
#13 erstellt: 03. Jan 2017, 23:39
Dürftest ja auf beides noch Garantie haben
I_Cum_Blood
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 03. Jan 2017, 23:41
Ja schon, aber es ärgert mich.
Tigerfox
Stammgast
#15 erstellt: 03. Jan 2017, 23:56
Klar, sowas ist ärgerlich. Was sind denn die Symptome?

Zu der SPDIF-Geschichte: Aus irgendeinem Grund scheinen die ganzen Slotblenden einen 3-Poligen Stecker zu haben (eigtl. 4-polig, aber nur 3 belegt), dein Board hat aber nur den 2-Poligen, wie man ihn auch von älteren CD-/DVD-Laufwerken kennt und wie ihn z.B. auch die Audigy 2 ZS (als Eingang) hat.

Dieser ist laut Anleitung nur für Erweiterungskarten und Grafikkarten, die ein externes SPDIF-Signal brauchen (gemeint sind wohl Geforce Karten mit G9x und GT200-Chip, die für HDMI das Tonsignal per SPDIF durchschleiften).

Keine Ahnung, ob man dafür auch eine passende Slotblende findet. Finde es schon erstaunlich, dass es immernoch Mainboards ohne irgendeine Form von SPDIF-Out an der I/O-Blende gibt.

Der 3. Pin scheint aber nur 5V für den optischen Ausgang zu liefern, den du eh nicht nutzen solltest, weil du am coaxialen 192/24 statt nur 96/24 übertragen kannst:
http://superuser.com...-2-pin-spdifo-header
I_Cum_Blood
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 04. Jan 2017, 13:28
Hallo,

ich hatte mich auch schon ausführlicher mit den Slotblenden beschäftigt und auch festellen können, dass ich die 5V Spannungversorgung nicht notwendigerweise benötige, da ich nur den koaxialen Ausgangnutzen würde/soll.
Aber trotzdem sehr nett von dir, dass du dich nochmal damit beschäftigt hast.

Zum PC:

Es begann mit einem Absturz währenddem ich Musik hörte. Alle Versuche beim Hochfahren endeten beim Bluescreen von Win10.

Bin erst von einem Defekt der SSD ausgegangen, da ich mit angeschlossener SSD auch keinen Reparaturversuch starten konnten über einen bootfähigen Win10 Stick. Ohne SSD konnt ich das Setup zur Installation von Windows starten, ließ es aber sein, weil ich erst noch gucken wollte, ob wichtige Daten auf der HDD waren. Später konnte ich auch mit der HDD nicht mal mehr das Setup starten und alles endete im verlinkten Bluescreen. Die Fehlermeldung/Stopcodes waren auch jedes mal unterschiedlich. Interessant fand ich das Erscheinen des Bluescreens, obwohl ich die Systempartition auf der SSD zwischenzeitlich formatiert habe und gar kein Windows mehr installiert war. Naja den Defekt der SSD konnte ich dann auch ausschließen, weil ich sie noch beschreiben und auslesen konnte mit meinem Laptop und SATA-USB-Adapter.

Die RAM-Riegel habe ich auch schon auf allen Slots ausprobiert. Die Fehler ließen sich dadurch nicht beheben. Das Netztteil habe ich gebrückt, um es ohne Mainboard starten zu können und alle Spannungen an den PINS zu überprüfen. Das war auch alles in Ordnung.

Gestern habe ich dann auch noch ein bootfähigen Stick mit transportabelem Linux erstellt, was am Laptop auch funktionierte am PC hingegen nicht. Kann das UEFI-Bios des Boards vielleicht noch ein Fehlerquelle an der Stelle sein, weshalb das Linux nicht funktioniert? Naja aber ich gehe jetzt mal davon aus, dass es am PC liegt. Somit bleiben eigentlich nur das Mainboard und CPU als Fehlerquelle übrig. Vielleicht kann ich mir irgendwo einen billigen Skylake Celereon besorgen. Wenn der nicht funktioniert, weiß ich, es liegt am Board.


[Beitrag von I_Cum_Blood am 04. Jan 2017, 13:29 bearbeitet]
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