Details, die ihr vorher nie gehört habt.

+A -A
Autor
Beitrag
ZeeeM
Inventar
#1 erstellt: 05. Okt 2009, 21:22
Ich entdecke gerade meine Musiksammlung neu, nachdem mein DIY-Amp fertig ist. Details, die ich vorher so nicht wahrgenommen habe.
Was mich interessiert, bei welchen Stücken und welchem Hardwareupgrade wurden welche Details hörbar, die vorher untergangen sind.
Man könnte es versuchen nachzuhören ob, man es auch hört.
Sathim
Inventar
#2 erstellt: 05. Okt 2009, 21:43
Ich bin bei "mehr Details durch Hardwareupgrade" inzwischen skeptisch geworden.

Am ehesten bringt ein Kopfhörer-upgrade was

Bei meinen Amps war das - sobald ich wieder gegengehört habe, nie mehr als subtil.

Ich denke es liegt oft einfach daran, dass man mit der neuen Hardware genauer hinhört, weil man ja den Unterschied hören will

Wirklich mehr Details habe ich gehört, als ich vom Onboard-Sound meines Schlepptops zum 2Move DAC gewechselt bin.
Das war definitiv ein Unterschied - deutlich zum positiven.

Bei den KHVs (Habe einen M³, einen 2Move und einen SOHA I mit Jisbos - hatte einen Mini³) waren es eher
Räumlichkeit und Präzision der Wiedergabe die sich verbesserten.
Der Bass des DT880 am M³ ist definitiv besser als an den beiden anderen KHV, präziser eben.
Mehr Details nehme ich da aber nicht wahr.

Allerdings ist es oft so, dass mit einem besseren Amp/DAC was auch immer die Durchhörbarkeit besser wird.
Es werden nicht mehr Details, aber irgendwie sind diese besser wahrnehmbar.
Wechsele ich dann zurück zu "schlechterer" Hardware, sind die entsprechenden Sachen noch da,
aber schwieriger zu differenzieren.

OT: Was hast du für den CTH ausgegeben?
Der würde mich auch reizen


[Beitrag von Sathim am 05. Okt 2009, 21:52 bearbeitet]
ZeeeM
Inventar
#3 erstellt: 05. Okt 2009, 21:51

Sathim schrieb:
Ich bin bei "mehr Details durch Hardwareupgrade" inzwischen skeptisch geworden.

Am ehesten bringt ein Kopfhörer-upgrade was

Bei meinen Amps war das - sobald ich wieder gegengehört habe, nie mehr als subtil.


Das macht ja auch nix, ob es objektiv oder subjektiv ist.
Die Angabe des Upgrades soll auch eher informativ sein.
Spass soll das Nachhören machen, ob andere das Detail auch hören - Freude am Hobby.
shaft8
Inventar
#4 erstellt: 06. Okt 2009, 00:03

Spass soll das Nachhören machen, ob andere das Detail auch hören - Freude am Hobby.


Puh, ganz schwierige Aufgabe.
Ich glaube, man hatte Geräusch X auch vorher schon gehört, nur nicht drauf geachtet, weil es nicht erwähnenswert klang. Oder meinst du jetzt besonders unauffällige Geräusche, die man eben nur mit einer bestimmten Kombi als deutlich genug wahrnimmt?

Andererseits zählt natürlich das eigene Wahrnehmen von Klang. Das finde ich auch immer schade, wenn ich meiner Freundin aufzwänge, dieses Lied mal zu hören und kein "Booh" kommt. Es kommt zwar ein "Booh", aber nicht das selbe "Booh", wie ich ein "Booh" dann erwarte.
KH-Genuss ist wohl leider nicht teilbar.
zuglufttier
Inventar
#5 erstellt: 06. Okt 2009, 09:26
Manchmal hört man einfach aufmerksamer als sonst

Und das ist meist der Fall, wenn man neue Sachen bekommen hat. So zumindest meine Meinung. Oder man hatte lange Zeit einen HD650 und steigt dann auf einen Stax SR-303 um. Dann denkt man anfangs auch, dass man mehr Details hört, allerdings ist es einfach nur die Betonung bestimmter Frequenzen.

Ab einer gewissen Stufe, also so HD600 und auch noch drunter, hört man nicht mehr Details, da alle Hörer diese wiedergeben können, sondern einfach nur die unterschiedlichen Abstimmungen. Das ist zumindest meine Beobachtung...
ZeeeM
Inventar
#6 erstellt: 06. Okt 2009, 09:55

zuglufttier schrieb:
Manchmal hört man einfach aufmerksamer als sonst

Und das ist meist der Fall, wenn man neue Sachen bekommen hat. So zumindest meine Meinung. Oder man hatte lange Zeit einen HD650 und steigt dann auf einen Stax SR-303 um. Dann denkt man anfangs auch, dass man mehr Details hört, allerdings ist es einfach nur die Betonung bestimmter Frequenzen.

Ab einer gewissen Stufe, also so HD600 und auch noch drunter, hört man nicht mehr Details, da alle Hörer diese wiedergeben können, sondern einfach nur die unterschiedlichen Abstimmungen. Das ist zumindest meine Beobachtung...


Ich habe gestern x-mal Wish you where here in der MFSL Version mit dem Mini3 und dann mit dem CTH gehört. Mit dem CTH hört man die Violine bei 5:51 mit dem Mini3 geht sie unter, obwohl letzterer heller klingt.
Bei einem Stück vom Tingvall Trio, hört man auch deutlicher das eine Basssaite bei abheben des Fingers nochmal gegen diesen schwingt. Mit dem Mini3 zwar auch, aber nicht so, das man es räumlich dem Bass zuordnen kann.
zuglufttier
Inventar
#7 erstellt: 06. Okt 2009, 10:15
Stell mal beide auf die exakt gleiche Lautstärke ein
ZeeeM
Inventar
#8 erstellt: 06. Okt 2009, 11:36

zuglufttier schrieb:
Stell mal beide auf die exakt gleiche Lautstärke ein ;)


Das habe ich freilich gemacht. Linker Kanal Mini3, rechter Kanal CTH und ein Monosignal eingespeist und auf Mitte eingepegelt.

Ich vermute mal ,das es an Verzerrungsprodukten liegt, die der CTH produziert. Macht nix, es kling sehr schön und das ist die Hauptsache.
eddie78
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 06. Okt 2009, 11:39
Mein letztes Aha-Erlebnis war da beim Upgrade auf den W5000. Soviel Kabelmikrofonie hab ich davor schon lang nicht mehr gehört.

Wenn ich ehrlich bin, gab es für mein Gehör auch beim Mal ernsthaft: Upgrade vom DAC im Philips SBC-HD1502u (mit TPA6120) auf den TopNotch-DAC im DR.DACprime keine hörbaren (oder verifizierbaren) Unterschiede. In Sachen Details/Auflösung habe ich zwischen verschieden Hardwareteilen schon seit Ewigkeiten keine Steigerung mehr erlebt.

Höchstens der HybridAmp gegenüber dem SRM-252mkII, aber ds kann genausogut der Röhrenklirr sein Unterschiede in der Präzision/Kontrolle und Räumlichkeit sind durchaus wahrnehmbar - in der Auflösung tut sich IMHO nichts wirkliches. Aber auch Räumlichkeit entsteht technisch wohl oft durch Phasenverschiebungen (?), daher wage ich mittlerweile nicht mehr zu beurteilen, ob das nun besser ist, oder nur angenehmer klingt. Ggf. ist der SRM-252 sogar näher an der Wahrheit als der HybridAMp? Egal. der HybridAmp klingt trotzdem "schöner"... und die Haptik/Optik kommt ja auch zum Tragen.

Ich frage mich aber schon mal öfter, ob dieser Gear-Overkill wirklich sinnvoll ist. Faktisch fehlt ab einen gewissen Level nichts mehr, sondern es sind nur noch Abstimmungsmäßige UNterschiede, auf die sich das Gehirn/Gehör nach wenigen Minuten einschießen könnte, daher würden es eigentlich auch 2 Hörer mit einem bruachbaren SPeiseteil tun... der Rest erschließt sich eher beim Vergleichshören. Aber ohne das vergleichhören würde einem auch nichts abgehen... ein Teufelskreis
FlauschigerChillbär
Stammgast
#10 erstellt: 06. Okt 2009, 12:25

zuglufttier schrieb:
Manchmal hört man einfach aufmerksamer als sonst

Und das ist meist der Fall, wenn man neue Sachen bekommen hat. So zumindest meine Meinung. Oder man hatte lange Zeit einen HD650 und steigt dann auf einen Stax SR-303 um. Dann denkt man anfangs auch, dass man mehr Details hört, allerdings ist es einfach nur die Betonung bestimmter Frequenzen.

Ab einer gewissen Stufe, also so HD600 und auch noch drunter, hört man nicht mehr Details, da alle Hörer diese wiedergeben können, sondern einfach nur die unterschiedlichen Abstimmungen. Das ist zumindest meine Beobachtung...


Ganz meine Meinung. Ich habe das auch schon oft erlebt und bin mir erst später darüber bewusst geworden, dass man in so einem Fall einfach nur genauer hinhört.
In der Eingewöhnungsphase nach dem Erwerb eines neuen Gegenstands kommt die "self-fulfilling prophecy" am stärksten zum Tragen, besonders, wenn man vorher schon so einiges (positives) über die Neuanschaffung gelesen hat. Man will ja auch, dass sich die Investition gelohnt hat und in sofern ist man natürlich gern bereit, dem Neuankömmling besondere Performance zuzugestehen. Viele Mythen auf head-fi werden genährt von unreflektiertem und überschwänglichem Gejubel nach Erhalt eines neuen KH oder KHV. Hier im hifi-forum geht man damit deutlich nüchterner um.
Wenn man diese Funktionsweise der eigenen Wahrnehmung einmal begriffen hat, dann sieht man alles plötzlich in einem anderen Licht und ist nicht mehr so empfänglich für die "sorry about your wallet"-Mentalität. Am besten lindert man dieses Phänomen, in dem man ganz nüchtern und trocken mit bekanntem Equipment gegenhört. Allerdings ist es oft auch einfach erfrischend, mal wieder mit einer anderen Abstimmung zu hören, durch die naturgemäß ganz andere Frequenzbereiche hervorgehoben und somit auch andere Details zum Vorschein gebracht werden. Es ist erstaunlich, was man alles mit einem alten Ghettoblaster hört, dem Bass und Höhen fast gänzlich fehlen...


eddie78 schrieb:
Ich frage mich aber schon mal öfter, ob dieser Gear-Overkill wirklich sinnvoll ist. Faktisch fehlt ab einen gewissen Level nichts mehr, sondern es sind nur noch Abstimmungsmäßige UNterschiede, auf die sich das Gehirn/Gehör nach wenigen Minuten einschießen könnte, daher würden es eigentlich auch 2 Hörer mit einem bruachbaren SPeiseteil tun... der Rest erschließt sich eher beim Vergleichshören. Aber ohne das vergleichhören würde einem auch nichts abgehen... ein Teufelskreis

Ich bin mittlerweile auch mehr oder weniger von der Gearitis geheilt. Der L3000 wird demnächst gehen, wenn sich denn ein Käufer gefunden hat. Ich habe dann zwar immer noch einiges an Equipment hier rumfliegen, allerdings frisst das ja auch kein Brot
Mittlerweile habe ich von der Abstimmung her passenden KH gefunden und sehe wenig Not zum "Upgrade". Technisch tun diese KH alles, was ich mir nur wünschen kann, in sofern bin ich erstmal happy.
eddie78
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 06. Okt 2009, 13:20
DEr Ghettoblaster-VErgleich ist schon lustig und zeigt gleichzeitig doch recht deutlich, was fehlende technische Qualität ausmacht - da wird dann durch Bass-und-Höhen-BlingBling alles an Details überdeckt. TEchnisch gutes ZEug kann halt alles parallel darstellen, ohne zu verwischen oder zu überdecken. ABer das Level hierfür ist tatsächlich nicht so hoch.

Soso, der L3000 soll also weg (keine Angst, bei mir besteht nicht das geringste Interesse ;)) SChade um das schöne Leder. DAs sind zumindest Details, die man sogar fühlen kann...
FlauschigerChillbär
Stammgast
#12 erstellt: 06. Okt 2009, 16:09
Jein, nicht ganz. Man hört diese Details auch mit hochwertigen KH, man kommt aber ggf. nicht auf die Idee "mal in diesen Bereich hineinzuhören". Beim Ghettoblaster werden Dir hingegen die Mitten (bzw. ein Ausschnitt aus den Mitten) "vor den Latz geknallt", das stößt Dich dann eher mit der Nase drauf. Es ist wirklich so, dass Bass und Höhen manchmal von den Mitten ablenken...

Sehr interessant finde ich auch folgenden Effekt: wenn man den Stecker eines Kopfhörers nicht ganz in die Buchse steckt, sondern nur halb, dann ergibt sich in einer bestimmten Stellung ein merkwürdiger Mono-Effekt. Durch diesen Effekt werden in der Aufnahme im Hintergrund abgemischte Effekte oder Stimmen in den Vordergrund geholt werden. Hat jemand dafür eine Erklärung?
shaft8
Inventar
#13 erstellt: 06. Okt 2009, 16:30

Ich habe gestern x-mal Wish you where here in der MFSL Version mit dem Mini3 und dann mit dem CTH gehört. Mit dem CTH hört man die Violine bei 5:51 mit dem Mini3 geht sie unter, obwohl letzterer heller klingt.
Bei einem Stück vom Tingvall Trio, hört man auch deutlicher das eine Basssaite bei abheben des Fingers nochmal gegen diesen schwingt. Mit dem Mini3 zwar auch, aber nicht so, das man es räumlich dem Bass zuordnen kann.


Ich finde, darum macht es auch Spass, mit KH zu hören.
Vor allem super einfach und zu jeder Uhrzeit möglich.
m00hk00h
Inventar
#14 erstellt: 06. Okt 2009, 16:37

FlauschigerChillbär schrieb:
Hat jemand dafür eine Erklärung?


Das passiert, wenn der Stecker keinen Kontakt zur Masse hat. Dann verwenden sich die beiden Kanäle gegenseitig als Masse. Mono-Anteile mit selber Phase werden dann nicht mehr wiedergegeben, sondern nur noch Signalanteile, die in der sich in der Phase unterscheiden. Das sind stark links-rechts abgemischte Anteile, genauso wie Hall- oder Echo-Effekte auf Stimmen und Instrumenten.

m00h
FlauschigerChillbär
Stammgast
#15 erstellt: 07. Okt 2009, 11:26
Spitzen-Erklärung, danke m00h!
xnor
Stammgast
#16 erstellt: 07. Okt 2009, 12:03

zuglufttier schrieb:
Manchmal hört man einfach aufmerksamer als sonst

Und das ist meist der Fall, wenn man neue Sachen bekommen hat. So zumindest meine Meinung.


Bin 1:1 der selben Meinung.

Zum Mini3: Der hat doch wirklich verdmnt gute Messwerte!
Das zu toppen ist nicht leicht, besonders bei der Größe.

Aber ich denke auch, dass es ab einem bestimmten Grad (und da liegt der Mini3 sicher ein Stück darüber) keine wirklich hörbaren Unterschiede mehr gibt.
Suche:
Das könnte Dich auch interessieren:
Kopfhörer! Auf die Details gehört (Soundbeispiele)
ZeeeM am 11.04.2011  –  Letzte Antwort am 04.05.2011  –  78 Beiträge
Welchen Kopfhörer habt Ihr ?
Juno am 13.03.2005  –  Letzte Antwort am 07.12.2008  –  173 Beiträge
Hell = Details
shaft8 am 26.09.2009  –  Letzte Antwort am 07.10.2009  –  67 Beiträge
Wie lange habt Ihr Euren Stax?
SiriusLux am 11.05.2014  –  Letzte Antwort am 10.08.2014  –  39 Beiträge
Habt ihr Erfahrungen mit Stirnbandkopfhörern?
Umaroth am 06.10.2015  –  Letzte Antwort am 13.10.2015  –  5 Beiträge
was haltet ihr von Resound?
Nudel1234 am 10.07.2008  –  Letzte Antwort am 10.07.2008  –  7 Beiträge
Welche KH habt Ihr beim Sport an?
ThePrez am 08.02.2006  –  Letzte Antwort am 09.02.2006  –  4 Beiträge
Aufsätze für UM3x (mehr Höhen/Details)
Audiophile? am 08.06.2011  –  Letzte Antwort am 13.07.2011  –  6 Beiträge
Westone UM2 welche aufsätze benutzt ihr/habt ihr schon getestet?
Stoneprophet am 26.08.2009  –  Letzte Antwort am 03.09.2009  –  20 Beiträge
Wo habt ihr euren KHV angeschlossen?
T8Force am 16.05.2006  –  Letzte Antwort am 16.05.2006  –  11 Beiträge
Foren Archiv
2009

Anzeige

Aktuelle Aktion

Partner Widget schließen

  • beyerdynamic Logo
  • DALI Logo
  • SAMSUNG Logo
  • TCL Logo

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder903.148 ( Heute: 5 )
  • Neuestes MitgliedJens_Barlag
  • Gesamtzahl an Themen1.506.148
  • Gesamtzahl an Beiträgen20.650.849

Top Hersteller in Kopfhörer allgemein Widget schließen