KH-Fachbegriffe

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kn0w1t4ll
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 05. Feb 2011, 13:51
Hallo,

ich bin nun schon seit Jahren passiver Verfolger der Geschehnisse in diesem Forum und habe mich erst letztens angemeldet.

Schon seit langer Zeit sind mir einige Fachbegriffe aufgefallen, mit denen ich gut und gerne nichts anfangen kann. Auch nach einer Recherche bin ich nicht klüger geworden.

Ich weiß, dass ich mich jetzt blamieren werde, aber heißt ja: Es gibt keine dummen Fragen nur dumme Antworten

Vorne weg: Ich kenne mich mit KH zu gut wie gar nicht aus, ich benutze sie nur



1.) AUFLÖSUNG - "Der KH hat eine (zu) ... Auflösung" - Was heißt das? Und für was ist die Auflösung wichtig?


2.) BÜHNE - "Der KH hat eine (zu) ... Bühne" - Was bedeutet das? Und was macht die Bühne beim Hören bzw. für was ist sie wichtig?


3.) HELL - "Der KH klingt (zu) ... hell" - Was für einen Klang kann ich mir hier ungefähr vorstellen?


4.) NEUTRAL - "Der KH klingt neutral" - Was kann ich mir unter einem "neutralen" Klang vorstellen?



Dann gab es noch weitere "Begriffe" die mir halbwegs bekannt sind, ich mir aber noch nicht ganz sicher bin:


1.) SPASSKOPFHÖRER - Was soll denn das genau sein?

2.) BADEWANNE (Ich weiß bis jetzt, dass da die Höhen und die Tiefen bzw. Bass "angehoben worden sind, aber):

- Für was soll das gut sein?

- Warum werden die Mitten so vernachlässigt?




Ich weiß, da sind für einige wahrscheinlich ein paar aus meiner Sicht peinliche Fragen dabei. Jedoch will ich mal wissen um was es geht, wenn die Profis den Grünschnäbeln wie mir ihr kompetente Meinung zu einem Produkt äußern.


P.S.: Wenn ich noch weitere mir unbekannten oder nichts-sagende Begriffe finden sollte, werde ich sie ebenfalls reinstellen.
Jatch
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 05. Feb 2011, 13:57
Hi,
ich empfehle dir mal ein Review von Silent, in welchem er solche Begriffe m.E. sehr gut erklärt hat:
Grosser High End In Ear Vergleich
Gl0rfindel
Stammgast
#3 erstellt: 05. Feb 2011, 14:08
Hallo.

Das sind alles Begriffe, die wir hier gerne benutzen, um einen Kopfhörer zu benutzen.

Insofern ist ja nichts dabei, wenn du damit noch nicht so sattelfest bist

Aber der Reihe nach:

Auflösung: Das ist sowas wie die Sorgfalt eines Kopfhörers. Wie genau spielt er die Musik ab. Hörst du bei einer Gitarre nur die ganzen Akkorde? Oder zeigt der Hörer auch die geringen Zeitunterschiede, die zwischen dem Anreissen jeder Seite entstehe? Hörst du, wie der Sänger nach jedem Satz leise einatmet? Ist jedes Instrument ein eigenes, oder ist alles nur ein einziger Brei? Das sind so Punkte, die wir mit dem Begriff Auflösung festzumachen versuchen. Dabei steht hohe Auflösung für eine genaue Musikwiedergabe, und niedere Auflösung für ein Verwischen der Musik.

Bühne: Der Sänger steht vielleicht vorne in der Mitte. Rechts hinter ihm steht die Rythmusgitarre. Links des Sängers ist der Bass. Und im fernen Hintergrund singt leise ein Chor mit. Wie genau hörst du, wo der Bass steht? Ist das Orchester merklich weiter hinter der Band oder steht es fast auf der gleichen Höhe? Scheinen die Musiker rund um deinen Kopf angeordnet? Oder geradewegs davor? Oder spielt sich alles auf einer Linie zwischen deiner Ohren an? Im Gegensatz zur Auflösung lässt sich die Bühne jedoch nicht so einfach in gut oder schlecht einordnen. Deshalb wird hier meist beschrieben, wie die Bühne, also die Anordnung der Geräuschquellen auf einen wirken.

Hell: Wir bezeichnen einen Kopfhörer hier als Hell, wenn die hohen Töne wie Geigen oder Becken (auch Höhen genannt) gegenüber den Mitten (Stimmen, Gitarren, etc.) hervorgehoben sind. Alles wirkt sehr fein und leuchtend, kann aber auch mal schrill oder spitz sein. Im Gegensatz dazu die dunklen bzw. warmen Hörer. Bei ihnen sind die Höhen eher leiser als die Mitten. Dadurch wirken Stimmen und Instrumente sehr warm und weich, aber auch mal dumpf. Neutral ist ungefähr der Zustand dazwischen; der Klang wird nicht verändert.

Neutral: Siehe Hell. Alle Bereiche (Bass, Mitten, Höhen) sind ungefähr gleich laut. Die Musik wird nicht durch hervorheben eines bestimmten Bereichs verändert. Alles klingt genau so, wie wenn das Orchester /die Band live vor dir stehen würde. Das muss jedoch nicht gefallen.

Spasskopfhörer: Damit bezeichnen wir Hörer, bei denen es nicht darum geht, das alles wie in der Realität klingt. Es soll hauptsächlich um den Spass gehen. In der Praxis sind damit meist Kopfhörer mit einer satten Bassbetonung gemeint, die einem so richtig das Hirn massieren

Badewanne: Ja, da liegst du mit deiner Einschätzung richtig. Das ist allerdings nicht als besser oder schlechter einzuteilen. Ein Badewannen-Kopfhörer ist i.d.R. ein Hörer mit einer Bassbetonung, bei dem allerdings auch die Höhen angehoben werden, damit er nicht dumpf klingt. Somit klingt einerseits alles sehr Voluminös im Bass, und andererseits sehr brillant in den Höhen (wodurch sich vor allem Neulinge oft blenden lassen). Dies erkauft man sich allerdings damit, dass die meisten Instrumente, und vor allem auch Stimmen, hohl und leer klingen. Ob dir das gefällt oder nicht, ist dir selber überlassen.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

lg
kn0w1t4ll
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 05. Feb 2011, 15:40
@ Gl0rfindel: Vielen Dank für die kurze Einführung - bin jetzt schon schlauer.

Zum Thema "Badewanne": Diese wird oft bei Metal oder Rock empfohlen aber:

Die Mitten (Stimmer, Gitarre) sind doch genauso so wichtig. Ich halte das persönlich für Käse. Toll, ich habe einen super Bass und die Screams komme super raus aber normalen Stimmen oder Gitarren geraten in den Hintergrund.

Klär mich bitte auf wenn ich falsch liege.


EDIT: Bühne = Räumlichkeit??


[Beitrag von kn0w1t4ll am 05. Feb 2011, 15:43 bearbeitet]
ZeeeM
Inventar
#5 erstellt: 05. Feb 2011, 15:50
@kn0w1t4ll
Es gibt soviel Badewannenfrequenzgänge, wie es auch Badewannen gibt.
Das ist Alles eine Frage des persönlichen Geschmacks. Man muss als Hörer von Musikkonserven nicht zwingend mit den Klangvorstellungen des Toningenieurs, der das Werk abgemischt hat einverstanden sein. Eher wenige Aufnahmen sind mit dem Ziel abgemischt, bei dem Hörer maximal Neutral zu sein. Meiner Meinung ist auch wiedergabeseitig Alles erlaubt, was den Hörspaß steigert.
Wenn man mal wirklich wissen will, wie neutral der Hörer ist, dann nehme man mit einem gute Mikrofon, Geräusche und Stimmen des persönlichen Alltages auf - das sorgt für so manchen Aha-Effekt.
audiophilanthrop
Inventar
#6 erstellt: 05. Feb 2011, 16:43

ZeeeM schrieb:
Es gibt soviel Badewannenfrequenzgänge, wie es auch Badewannen gibt.

Hier mal zwei Exemplare im Vergleich:

Der Grado ist eine "Rock-Badewanne", der klassische V-förmige EQ läßt grüßen. Bei dem Baßabfall wird sich niemand beklagen, der Baßbereich sei zu "langsam". Anders dagegen der Beyer. Sein zurückgesetzter Mittenbereich läßt die Dinge sehr aufgeräumt und räumlich wirken.

Nochmal drei Stück Sennheiser:

(Der HD600 sollte gedanklich um vielleicht 2-3 dB nach unten verschoben werden, damit es subjektiv vergleichbar wird.)

Ein gewisses Maß an Badewannigkeit ist durchaus erwünscht, weil es wie gesagt der Ordnung im Klangbild zugutekommt (zumal auch im Studio ein KH oft als "Lupe" eingesetzt wird). Ein solcher Hörer ist dann nicht mehr strikt neutral, kann aber trotzdem ausgewogen klingen.


[Beitrag von audiophilanthrop am 05. Feb 2011, 16:46 bearbeitet]
kn0w1t4ll
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 05. Feb 2011, 17:14
@ audiophilanthrop: Danke für die Veranschaulichung!!


Der Grado ist eine "Rock-Badewanne", der klassische V-förmige EQ läßt grüßen

Wie habe ich das zu verstehen? Muss man noch extra am EQ rumschrauben??
xnor
Stammgast
#8 erstellt: 05. Feb 2011, 17:29
Nein ich denke damit war gemeint, dass viele Leute, die einfach mal so am EQ rumschrauben typischerweise den Bass raufdrehen und damit es nicht so mumpfig ist auch noch die Höhen leicht anheben.

Das ergibt ein V- bzw. Badewannen-förmiges Bild der EQ-Kurve. Wie du oben siehst, sind manche KH ab Werk bereits so abgestimmt.

Ebenso besitzen viele Geräte eine "Loundess" Funktion, die im Grunde dasselbe macht.


Dabei sei angemerkt, dass bei sehr niedrigen Hörlautstärken eine V-Kurve durchaus Sinn macht, weil das Gehör bei niedrigen Lautstärken Bass und Höhen gegenüber nicht so empfindlich ist wie gegenüber Mitten.
Wenn du hingegen laut aufdrehst, dann werden dir angehobene Höhen wahrscheinlich das Gehör zersägen.


Ausdrücken wie Auflösung, Bühne etc. wäre ich eher skeptisch gegenüber, da hier sehr viel Subjektivismus reinspielt. Jeder hat eine andere Kopfform, -größe, andere Ohren, Gehörgänge, Gehörschädigung, Gewohnheiten, Erwartungen und Vorurteile ...
Von daher hilft nur: KH selber aufsetzen und hören. Am besten im Vergleich mit einem anderen Modell.


[Beitrag von xnor am 05. Feb 2011, 17:40 bearbeitet]
m00hk00h
Inventar
#9 erstellt: 05. Feb 2011, 20:34

kn0w1t4ll schrieb:
1.) AUFLÖSUNG - "Der KH hat eine (zu) ... Auflösung" - Was heißt das? Und für was ist die Auflösung wichtig?


Die Auflösung kannst du dir vorstellen wie das optische Äquivalent bei zwei Monitoren mit gleicher Größe, aber unterschiedlicher Auflösung. Der Monitor mit der besseren Auflösung umreißt Details feiner, wirkt einfach schärfer bei gleicher Bildfüllung.
Das darf aber nicht mit dem Detailgrad verwechselt werden, denn der auflösungsschwächere Monitor (und damit Kopfhörer) kann mehr Details zeigen, wenn er heller und kontrastreicher eingestellt ist.


kn0w1t4ll schrieb:
2.) BÜHNE - "Der KH hat eine (zu) ... Bühne" - Was bedeutet das? Und was macht die Bühne beim Hören bzw. für was ist sie wichtig?


Die "Bühne" ist die Platzierung der einzelnen Schallereignisse im Raum, in allen drei Dimensionen.
Der Raum wiederum ist einfach das Gefühl von Weite, in dem sich das Geschehen abspielt.
Die Bühne kann maximal so groß sein, wie der Raum, muss aber nicht. Manchmal wird nämlich beim Raum getrickst, so dass er größer erscheint, als die eigentliche Bühne ist.
Auch ist ein großer Raum kein Garant für eine gute Bühne und anders herum.
Denn zu einer guten Bühne gehört nicht nur die Verteilung der Quellen auf selbiger, sondern auch wie scharf sie umrissen sind.
Beispiel: Der K701 hat einen enorm großen Raum, aber eine mittelmäßige Bühne, weil sie sich in der Mitte zu weit entfernt und so auch in der Tiefe schlecht darstellt.
Der DT880 dagegen spielt von der Raumgröße intimer und hat die kleinere Bühne, die Aufstellung der Schallquellen ist aber gleichmäßig um den Kopf verteilt.


kn0w1t4ll schrieb:
3.) HELL - "Der KH klingt (zu) ... hell" - Was für einen Klang kann ich mir hier ungefähr vorstellen?


Eine weitere Analogie zur Optik.
Der Eindruck von "Helligkeit" oder auch "Kühle" im Klangbild ergibt sich, wenn das Verhältnis der Obertöne zum Grundton mehr Richtung Oberton tendiert. Andersrum ist also ein "warmer" oder "dunkler" Hörer einer, der im Verhältnis mehr Grund- als Obertonausbildung hat.
Das ist also eine Frage des Frequenzgangs, eine Senke im Grundton oder/und eine Betonung im Präsenzbereich zu den Höhen führen zum Eindruck "hell".
Der bereits oben abgedruckte Grado SR225 ist so ein "heller" Hörer, während die Sennheiser im Vergleich (!) alle eher "dunkel" sind.

Womit wir zum nächsten Punkt kommen:

kn0w1t4ll schrieb:
4.) NEUTRAL - "Der KH klingt neutral" - Was kann ich mir unter einem "neutralen" Klang vorstellen?


Neutralität gibt es nicht. Streng genommen wäre das ein Hörer, der die Aufnahme so wiedergibt, wie es die Zuständigen im Studio gewollt haben.
Ein gerader Frequenzgang ist allerdings bei Kopfhörer nicht "neutral", weil da so einiges mit eine Rolle spielt. HRTFs, die Entzerrung und das Messsystem z.B.

Aber, was es durchaus gibt, sind Kopfhörer, die "ausgewogen" klingen. Das heißt subjektiv sticht kein Frequenzbereich heraus oder wird vernachlässigt.
Das kann gefallen, muss es aber nicht. Erlaubt ist, was gefällt.


kn0w1t4ll schrieb:
1.) SPASSKOPFHÖRER - Was soll denn das genau sein?


- sind gemeinhin Kopfhörer mit hohem "Fußwippfaktor", die es aber nicht so genau nehmen, was das "hifi", also die hohe Wiedergabetreue, angeht.


kn0w1t4ll schrieb:
2.) BADEWANNE (Ich weiß bis jetzt, dass da die Höhen und die Tiefen bzw. Bass "angehoben worden sind, aber):

- Für was soll das gut sein?


Gegenfrage: für was soll das nicht gut sein?
Siehe weiter oben, erlaubt ist, was gefällt.


kn0w1t4ll schrieb:
- Warum werden die Mitten so vernachlässigt?


Das klingt so vowurfsvoll: "Hach, die armen Mitten, denkt doch einer an die Kinder Mitten!"
Wenn man einen Badewannefrequenzgang in einem Kopfhörer einbaut, leiden die Mitten nun mal automatisch, sonst wäre es keine Badewanne.
Aber nicht jeder Kopfhörer hat eine Badewanne, es gibt genauso das Gegenteilige Extrem von der "Mittigkeit", wo Bässe und Höhen, je nach dem, stark abfallen.
Wozu soll das gut sein?

Eben.

m00h


[Beitrag von m00hk00h am 05. Feb 2011, 23:09 bearbeitet]
ZeeeM
Inventar
#10 erstellt: 05. Feb 2011, 20:49
Eine höhere Auflösung ergibt mehr Details, So wie ein besser auflösendes Mikroskop mehr Details des Objektes enthüllt.
Ein Mikroskop kann auch nicht mehr Details enthüllen, wie im Objekt vorhanden sind, aber eine nachgeschaltete Signalverarbeitung kann dem Auge helfen, mehr Details zu erkennen. Bei akustischen Wandlern ist das ähnlich. Mehr als exakt dem Signal zu folgen ist nicht und das beherrschen Kopfhörer schon ziemlich gut. Dem Gehör kann man mit Frequenzbetonungen und harmonischen Verzerrung helfen mehr Details zu erkennen.
Das nur zur Ergänzung.
kn0w1t4ll
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 05. Feb 2011, 23:04
@ m00hk00h: Jetzt bin ich erstmal platt Vielen Dank für das detaillierte "FAQ"!!
HifiTux
Stammgast
#12 erstellt: 06. Feb 2011, 00:42
Dass eine Badewannenabstimmung getwas Gutes sein kann ist rein in der Theorie etwas verwunderlich, stimmt schon. Aber du musst wissen, dass sehr viel Musik sich durch Bass- und Höhenbetonung geschmeichelt fühlt.
Bei Rock und Metal z.B hast du dann mehr Druck auf den Bassdrum-Lines des Schlagzeugs.

Denk immer dran, dass du bei Lautsprechern Bass auch spürst und nicht nur hörst, der Kopfhörer wird dir nie in den Magen "schlagen" können. Deshalb ist Bassbetonung bei Kopfhörern oft angesagt, weil es etwas "natürlicher" bzw "gewohnter" klingt, als ein sehr neutraler Kopfhörer.

Neben der Bassdrum und dem E-Bass wird bei Rock durch die Höhenbetonung von einer Badewannenabstimmung aber auch die Hihat stark gepusht, ein klassisches Höheninstrument. Diese Kombination erzeugt einfach "Druck", "power" und "Energie". Da viele Rockalben leider etwas unsauber (gibt auch viele Ausnahmen!) aufgenommen sind, spielen sich die größten Mankos oft bei der Aufnahme der E-Gitarren ab, die nicht gerade fein säuberlich abgemixt worden. Diese rücken nicht wirklich "in den Hintergrund" durch die Abstimmung, da die EGitarren locker laut genug sind. So kann es passieren, dass eine Badewannenabstimmung sich ganz genau richtig für jemanden anhört.

Ich zB mags auch manchmal, bin aber kein Riesen Fan davon. Am besten find ich so eine Abstimmung bei Hip Hop, bei Metal geht sie auch noch durch. Bei gutem Rock find ich es schon ziemlich nervig, am schlimmsten ist es aber bei akustischen Sachen. Eine Akustikgitarre zB verteilt sich oft über den gesamten Frequenzgang und erzeugt ein harmonisches Klangbild, wenn plötzlich tiefe und hohe Töne angehoben und mittlere Töne zurückgesetzt sind krieg iche cht das Kotzen.

Aber ich bin sowieso ein "Mittenliebhaber"

lg
Uriex
Inventar
#13 erstellt: 07. Feb 2011, 09:26
Wie beliebt eine Badewannenabstimmung ist, sieht man auch imemr wieder in der Kaufberatung... Ein Großteil der Leute wünscht sich klaren Klang und satte Bässe und das kannst du damit halt erreichen.

Ich möchte auch mal behaupten, dass der Rock-Preset in vielen EQ's der meistgenutze Preset ist, weil er genau dies (Basslastig und Klar) bietet.
ZeeeM
Inventar
#14 erstellt: 07. Feb 2011, 09:40

Uriex schrieb:
Ich möchte auch mal behaupten, dass der Rock-Preset in vielen EQ's der meistgenutze Preset ist, weil er genau dies (Basslastig und Klar) bietet.


Wie war das in den 70ern? Waren da die Boxen entsprechend abgestimmt oder hat man da beherzt am Klangregler gedreht?

Geschützter Hinweis (zum Lesen markieren):

Ich finde es immer wieder lustig, wenn wiedergabeseitig Klangreglungen welcher Art auch immer vollkommen verpönt sind, während aufnahmeseitig der Ing. da kräftig am Sounddesign feilt.
Im Hifi, geht es doch (häufig) schon lange nicht mehr darum, was objektiv richtig ist, sondern als solches subjektiv Empfunden wird.
Was mich dabei häufig verwundert, ist das man zu dem Umstand so schwer stehen kann. Das Jemand seinen K1000 mit einer Effektkette füttert und Spass dabei hat, finde ich klasse.
Uriex
Inventar
#15 erstellt: 07. Feb 2011, 09:55
Ich bin zwar ein Kind der 70er, aber mit Jahrgang 79 war mein Interesse für Boxen und Klangregler in der Zeit doch arg rudimentär entwickelt
ZeeeM
Inventar
#16 erstellt: 07. Feb 2011, 09:59
Auch in der 80er war einiges in der Hinsicht, der Klangmode anders. Es gab den "Taunussound" bei Boxen. Länder konnte man an den Klangvorlieben noch sehr gut unterscheiden und Popaufnahmen, ich denke gerade so an Howard Jones oder Thomson Twins, kamen soundtechnisch sehr dünn daher.
Uriex
Inventar
#17 erstellt: 07. Feb 2011, 10:14
Seltsam eigentlich, dabei lebte doch grade diese Zeit mehr vom Gesang.

Den Hang zu immer mehr Bass hätte ich eigentlich eher Ende der 80er, Anfang der 90er gelegt wo es mit Techno so richtig los ging. Mit (heutigem) Schrecken denke ich da immer wieder an die Anfänge der Car-Hifi-Szene z.B.
Falcon
Inventar
#18 erstellt: 08. Feb 2011, 05:33

ZeeeM schrieb:

Uriex schrieb:
Ich möchte auch mal behaupten, dass der Rock-Preset in vielen EQ's der meistgenutze Preset ist, weil er genau dies (Basslastig und Klar) bietet.


Wie war das in den 70ern? Waren da die Boxen entsprechend abgestimmt oder hat man da beherzt am Klangregler gedreht?

Geschützter Hinweis (zum Lesen markieren):

Ich finde es immer wieder lustig, wenn wiedergabeseitig Klangreglungen welcher Art auch immer vollkommen verpönt sind, während aufnahmeseitig der Ing. da kräftig am Sounddesign feilt.
Im Hifi, geht es doch (häufig) schon lange nicht mehr darum, was objektiv richtig ist, sondern als solches subjektiv Empfunden wird.
Was mich dabei häufig verwundert, ist das man zu dem Umstand so schwer stehen kann. Das Jemand seinen K1000 mit einer Effektkette füttert und Spass dabei hat, finde ich klasse.


Da (mit Deinem Spoiler) hast Du durchaus recht. Das der Ingenieur kräftig dreht ist doch eigentlich klar. Ich persönlich will, dass es möglichst so klingt, wie es der Klang-Ingenieur wollte... Und hoffe, dass dies in etwa so ist, wie es auch der Musiker wollte

Das reicht mir persönlich vollkommen an "Originalgetreuer Wiedergabe" vollkommen aus. Würde ich nur auf Originalgetreue Töne/Instrumente stehen würde ich auch kaum auf Rock/Metal stehen.

Worauf ich hinaus will: Den Wunsch nach Neutralität bei der Wiedergabe bitte nicht mit Realismus des Wiedergegebenen verwechseln!
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