Studiokopfhörer für wenig Geld

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zwaps
Stammgast
#1 erstellt: 26. Dez 2005, 17:46
Har.

Budget: 100€ so um den Dreh
Vorrausetzung: Geschlossen
Für: Aufnahmen
Bitte: Neutrale Einstellung


Gibts da was?
Seit meine Monitorbox durchgebrannt ist (nicht fragen) und ich mein gutes Zeug nicht mit zu Aufnahmen nehmen will, würde ich mich für einen geschlossenen Kopfhörer interessieren, wo ich Aufnahmen gut prüfen kann, den ich aber eventuell auch mal nutzen werde, um Leuten ein Metronom oder Backingtrack auf die Ohren zu geben.
Jaja alles Budgetmurkslösungen hier. Trotzdem, gibts da was?

Laut Anleitung hat mein Mackie einen Oberklasse-Kopfhörerverstärker eingebaut (Mischpult 1610 oder so). Sollte also daran nicht liegen.
audiomax
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 26. Dez 2005, 18:38
Hi,

nee, gibt nichts gescheites unter 100 EUR. Nur gebraucht.
Du könntest mal den AKG 171 probieren, liegt preislich nur knapp über der Grenze. Mir ist er etwas zu basslastig und klanglich nicht so gut wie der 271er, aber man kann sich wahrscheinlich drauf einhören. Er ist relativ kompakt und sehr stabil, also gut zum mitnehmen.

Beste Grüße
M


[Beitrag von audiomax am 26. Dez 2005, 19:08 bearbeitet]
Heissmann-Acoustics
Inventar
#3 erstellt: 26. Dez 2005, 18:43
Den 271 hätte ich an dieser Stelle auch empfohlen. Kostet neu 140€ + Versand ==>> Sollte gebraucht für unter 100€ zu bekommen sein
zwaps
Stammgast
#4 erstellt: 26. Dez 2005, 20:08
schrieb ich unter 100€? Mein Fehler.

Also sagen wir mal wenn euer Favorit 140€ kostet, dann nennt mir eben ein paar Gründe die 40€ noch zu investieren. Prinzipiell ist mein Budget offen. 100€ war so der Richtwert.
Heissmann-Acoustics
Inventar
#5 erstellt: 26. Dez 2005, 20:18
Ich kann nicht wirklich viel dazu sagen, weil mir Vergleichsmöglichkeiten fehlen, ausser, dass Ich den 271 sehr gerne mag (hab selbst den 280, kenne aber den 271 auch --- sind glaube Ich weitestgehend identisch, nur 280 offen).

Eine Freundin macht selbst Musik und benutzt auch einen 280 zum abhören und ist sehr begeistert.

Da du aber geschlossen willst hab Ich Dir den 271 empfohlen
audiomax
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 26. Dez 2005, 23:13

zwaps schrieb:
schrieb ich unter 100€? Mein Fehler.

Also sagen wir mal wenn euer Favorit 140€ kostet, dann nennt mir eben ein paar Gründe die 40€ noch zu investieren. Prinzipiell ist mein Budget offen. 100€ war so der Richtwert.


Der AKG K-271 ist robust, hat auswechselbares Kabel mit Mini-XLR-Stecker, trötet nicht weiter, wenn Du ihn absetzt (Abschaltautomatik), klingt ungeschönt, lässt sich überall anschließen, ist auch sonst in Studios verbreitet und kein Billigschrott. Ich benutz den für die gleichen Zwecke wie Du. Ich hab auch sonst noch nie gehört, dass jemand ihn für schlecht befunden hat (für Aufnahme/Monitoring).

Zum ungefähr gleichen Preis gab oder gibt es noch den ebenfalls sehr beliebten Beyerdynamic DT-770 Pro. Ist gegenüber dem AKG bassbetonter bzw. weniger mittenlastig und sitzt fester auf dem Kopf. Letzteres kann ja auch ein sehr wichtiges Entscheidungskriterium sein.

Beste Grüße
M
Nickchen66
Inventar
#7 erstellt: 27. Dez 2005, 11:43
Nee, nicht den DT770. Viel zu bassig, was unneutraleres gibt es nicht. Lieber den K271.
zwaps
Stammgast
#8 erstellt: 27. Dez 2005, 11:44
ok
zwaps
Stammgast
#9 erstellt: 27. Dez 2005, 22:27
Also Beyerdynamic ist schlecht, wie sieht es mit Sennheiser aus? Zum Beispiel dieser 280-Pro oder wie der heißt. Liegt auch im Preisrahmen.

Oder noch andere Alternativen ausser Beyer, Sennheiser oder AKG?


[Beitrag von zwaps am 27. Dez 2005, 22:33 bearbeitet]
Nickchen66
Inventar
#10 erstellt: 28. Dez 2005, 10:06
Hast Du ein Problem mit dem AKG K271 ? Der ist bei Deinen Vorgaben sicher die beste Wahl.

Die geschlossenen Senns (z.B. HD212 Pro oder HD25-1) sind für Deine Zwecke zu bassig, und der schöne Kickbass des geschlossenen Beyer DT660 geht Dir auch sicher am A... vorbei. Ähnlich gilt für die geschlossenen Ultrasones oder Audiotechnica A900 (die auch teuerer sind).
hybridTherapy
Stammgast
#11 erstellt: 28. Dez 2005, 13:12

Die geschlossenen Senns (z.B. HD212 Pro oder HD25-1) sind für Deine Zwecke zu bassig,

Also eigentlich ist der Sennheiser HD 280 pro relativ neutral.
Nickchen66
Inventar
#12 erstellt: 28. Dez 2005, 13:27
Stimmt, der 280 ist geschlossen. Irgendwie bin ich hier zu Hause an meiner ISDN_Connection oft zu geizig, das bei Headphonereviews immer gegenzuchecken, wie ich's im Büro ständig tue.

Klingt für mich aber trotzdem nicht danach, als ob der HD280 dem K271 das Wasser reichen könnte.
audiomax
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 28. Dez 2005, 16:49

zwaps schrieb:
Also Beyerdynamic ist schlecht


Ja, also so pauschale Urteile sind genau das, wogegen ich immer ankämpfe... Ich versuch's nochmal...

Man sollte sich immer vor Augen halten, dass einem je nach der Musik mit der man arbeitet, unterschiedliche Sachen als neutral, angemessen oder geeignet erscheinen können. Nein, dieser Beyerdynamic ist nicht schlecht, er wird sogar sehr sehr viel verwendet, weil er auf dem Kopfhörer etwas von dem vermittelt, was häufig aus großen Boxensets mit Subwoofer kommt. Wenn Du also mit Musik zu tun hast, die sehr stark auf einen gewissen Magengruben-Punch zielt, ist es oft erheblich einfacher mit diesem Ding zu arbeiten, als z.B. mit einem K-270 (Vorläufer von K271) oder K-501, die Dir diesen Effekt gar nicht vermitteln. Wenn Du z.B. einen Kontrabass vor Dir hast und da in die tiefsten Register gehst, sind da die Obertöne der Saite lauter als die eigentlich gespielten Grundtöne. Bei einem Kopfhörer, der untenrum nicht nochmal etwas anhebt, hörst Du dann eventuell gar nichts mehr von dem eigentlich gespielten Grundton (obgleich Dein Gehirn den Grundton selbst wieder ergänzt). Manchmal willst Du das aber, da ist das wichtig, sonst wunderst Du Dich hinter bei der Lautsprecherabhöre, warum denn auf einmal alles so dröhnt...

Der K-271 und der ältere K-270 haben auch keinen technisch platten Frequenzgang. Das ist Illusion. Trotzdem werden oder wurden sie wegen ihrer Neutralität häufig als Studiostandard betrachtet. Was ist dann Neutralität? Für was, für wen? Ich kann dazu nur aus meiner Erfahrung sagen: sie haben eine relativ starke Ausprägung so um die ein- und zweigestrichene Oktave herum. Sinn der Sache ist möglicherweise eine besonders klare Identifizierung und Beurteilung des tatsächlich bei der Aufnahme instrumental gespielten oder gesungenen Tons (jetzt mal von so Extremen wie dem Kontrabass abgesehen) und das führt, könnte ich mir vorstellen, zu einem hörphysiologisch neutraleren Eindruck. Das ist wie eine Art Lupe auf den für Monitoring/Recording "wichtigen" Bereich. Beim K-270 noch ausgeprägter als beim fülliger klingenden K-271. Genau erklären kann ich das auch nicht, ich hab das nicht studiert und bin auch nur mehr oder weniger dummer aber begeisterter Musiker, kein Tontechniker. Ich will nur deutlich machen, dass man die Beurteilung eines solchen Arbeitsgeräts weder zu technisch nach Messdaten noch zu geschmacklich nach Schönklang vornehmen darf, sondern auch ganz praxisorientiert sehen sollte, also in dem Sinne "was nützt mir am meisten bei der Arbeit?"

Vielleicht ist das ja für den ein oder anderen eine zusätzliche, hilfreiche Perspektive, bevor etwas als besser und schlechter angepriesen wird.

Beste Grüße
M
Nickchen66
Inventar
#14 erstellt: 28. Dez 2005, 18:13
Schade, daß Du Dich hier nur ab & zu äußerst.
zwaps
Stammgast
#15 erstellt: 29. Dez 2005, 23:20
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