BT 928 & AKG K601 Erfahrungsbericht

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graubuntstachelig
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 21. Jan 2006, 22:44
Hallo NG,
hier gabs mal so`n netten Thread zum BT 928 Umbau.
Um die Sache wieder aufzugreifen hier meine Erfahrungen.

Zuallererst.. das Thema KHV`s wurde für mich erst mit dem
Kauf des AKG K601 interessant, bisher hatte ich einen doch sehr betagten Kopfhörer von MB (K600).
Das Bedürfniss zur eigenständigen Kopfhörerverstärkung kam dann erst mit der Neuerung.
Warum ?..wie soll man sagen ich denke der AKG ist sehr wiedergabetreu und verträgt meine bisherige Vorgehensweise zur Tonanpassung eher mittelprächtig.
Kopfhörer anschliessen Lautstärke ziemlich hoch drehen treble und loudness neutral stellen bass etwas reindrehen.

Der MB als geschlossener Hörer hat hierbei eine schöne harte Wiedergabe im tiefen Bereich gezeigt ohne zu aufdringlich im feingestallteten Bereich zu werden. Der AkG zeigte sich hier auch nach längerem einspielen zu flach und zu agressiv in den Hochtönen - nicht eben das was man von einem "Referenzhörer" erwarten sollte.

Nun gut also doch ein Kopfhörerverstärker. Der Thread zum BT 928 Umbau kam mir gerade recht, so könnte man ja für wenig Kies mal schaun was da noch so drin steckt.

Beim ersten Test des unmodifizierten Bt`s hätte ich gedacht mich trifft der Schlag... wie um Gottes Willen kann
man so einen Scheiß vermarkten, -offensichtlich wohl nur weil jeder die Komponenten rausschmeißt.

Ich habe mich dann für Elna Cerafines Kondensatoren, Vishay Dale Wiederstände, den Burr Brown OPA 2134 PA und ein Alps Poti entschieden.
Der Umbau ist völlig Problemlos, die solide Platine die mit dem BT928 mitkommt verträgt auch heissere Lötkolben ohne gleich aufzugehen.

Den ominösen Tonregler kann man guten Gewissens drin lassen,
die beschriebene Verbesserung hat sich hier überhauptnicht eingestellt. Wenn überhaupt würde ich hier die Kondensatoren der Frequenzweiche wechseln.
Eine merkliche Verbesserung der Feinzeichnung liegt wie erwartet im OP AMP. Die Kondensatoren im Signalbereich sorgen für eine unbeschreiblich gute Verbesserung der Räumlichen unterschwelligen Tiefen.

An hartem Zuschlag fehlt es aber immer noch vor allem in Verbindung mit dem AKG.
Der alte MB zeigte sich wieder Erwarten auch hier geringfügig besser.

Kann es sein das der K-601 ein bischen mittelprächtig ist?
m00hk00h
Inventar
#2 erstellt: 21. Jan 2006, 22:59

graubuntstachelig schrieb:
Der AkG zeigte sich hier auch nach längerem einspielen zu flach und zu agressiv in den Hochtönen - nicht eben das was man von einem "Referenzhörer" erwarten sollte.


Der K601 ist kein Referenzhörer. Der Referenzhörer ist der K701, in meinem Ohren in sämtlichen Belangen noch mal ein deutlicher Step-Up.


graubuntstachelig schrieb:

Kann es sein das der K-601 ein bischen mittelprächtig ist?


Der K601 ist im Grunde ein aufpolierter K501. Erst der K701 hat komplett neue eigenständige Treiber!
Deine Beschreibung passt fast 100%ig auch auf die des K501, den ich auch sehr gut kenne! Der K601 ist dementsprechend wohl nur wenig "besser" geworden, was den Bassbereich angeht. Allerdings sind mir "aggressive" Hochtöne weder beim K501 noch beim K601 aufgefallen, vielleicht liegts an deinem Zuspieler?
Ach ja, noch was. Ich hab den K601 zwar gehört, abe rnur etwa 3 Minuten. Direkt daneben war der K701 mit einer sehr bequemen Coch aufgebaut, ist doch klar welchen man sich da anhört! ^^

m00h
graubuntstachelig
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 21. Jan 2006, 23:15

Der K601 ist kein Referenzhörer. Der Referenzhörer ist der K701, in meinem Ohren in sämtlichen Belangen noch mal ein deutlicher Step-Up.


Hätte ich mir ja denken können das die das für Werbezwecke aufdrucken,.. mist. Nein im ernst, das war mir bewußt, aber den 100er mehr für den K701 wollte ich aufgrund der doch recht guten Testergebnisse nicht ausgeben. Und die Verbesserung zum K501 im Bassbereich wurde ja auch angekündigt. Vergleichen kann ich sie aber nicht, habe den K501 nicht gehört.


Allerdings sind mir "aggressive" Hochtöne weder beim K501 noch beim K601 aufgefallen, vielleicht liegts an deinem Zuspieler?


Ja in Verbindung mit meinem Denon Receiver, am KHV klingts einfach nur ein wenig na ja wie soll man sagen..
Durchschnittlich
Nickchen66
Inventar
#4 erstellt: 22. Jan 2006, 13:17

Den ominösen Tonregler kann man guten Gewissens drin lassen, die beschriebene Verbesserung hat sich hier überhaupt nicht eingestellt.
Hm, eigenartig. Dem steht meine Erfahrung mit 2 Btechs und mindestens die von einem Dutzend anderer User konträr entgegen. Allerdings hat sich bisher meines Wissens auch niemand an der Kombination Btech und AKG601 versucht. Die häufigste Kombination war bisher HD6** oder die großen Beyer.

Was mich (begreiflicherweise) sehr interessieren würde, wäre ein differenzierter Vergleich zwischen dem orginalen 5532 und dem 2134 Opamp - Du schriebst "nur" was von mehr Feinzeichnung. Ich fand die 2132, wie Du ja sicher gelesen hast, etwas hart, kalt und wenig druckvoll "unten rum". Wie schlägt sich die 2134 in solcher Hinsicht?
tv-paule
Inventar
#5 erstellt: 22. Jan 2006, 17:12

m00hk00h schrieb:

Ach ja, noch was. Ich hab den K601 zwar gehört, abe rnur etwa 3 Minuten. Direkt daneben war der K701 mit einer sehr bequemen Coch aufgebaut, ist doch klar welchen man sich da anhört! ^^

m00h



Hallo, m00h !

appropo Probehören vom 701er ??
Kannste da mal verraten, wo eine gute Adresse ist?

Denn ich sehe, Du bist aus unserer schönen Hauptstadt. Und weil "Sohn + zukünftige Schwie-tochter" auch in Bln.-Treptow leben, bin ich dort öfters mal zu Besuch.

Ich vermute mal, Du warst in Tempelhof ?



mit Gruss

Paule
Musikaddicted
Inventar
#6 erstellt: 22. Jan 2006, 17:36
In Berlin empfehle ich sehr sehr gerne Hifi im Hinterhof. Die haben auch den K701 da gehabt (das letzte mal als ich da war).
Sehr nette Verkäufer und damit nette Atmosphäre. Vielleicht nicht ganz perfekt zum absolut stillen hören - aber da kann man sicher auch mal fragen.

Das ganze wäre: Großbeerenstraße 65/66 in 10963 Berlin
m00hk00h
Inventar
#7 erstellt: 22. Jan 2006, 17:59

Musikaddicted schrieb:
In Berlin empfehle ich sehr sehr gerne Hifi im Hinterhof. Die haben auch den K701 da gehabt (das letzte mal als ich da war).
Sehr nette Verkäufer und damit nette Atmosphäre. Vielleicht nicht ganz perfekt zum absolut stillen hören - aber da kann man sicher auch mal fragen.

Das ganze wäre: Großbeerenstraße 65/66 in 10963 Berlin


Jupp, hab ihm HiFi im Hinterhof gerade (vorhin) per PM empfohlen. Und ja, sie haben den K601 und den K701 zum Testen da.
Und ansonsten haben sie sich in der Vergangenheit als eher koopertiv als unkooperativ herausgestellt

m00h
tv-paule
Inventar
#8 erstellt: 22. Jan 2006, 18:05
Hi,

na dann werden wohl unsere beiden Berliner doch recht schnell wieder Besuch vom Papa(Schwiepa) bekommen.

Und ein gutes Steak im BlockHouse ist dann auch noch drin für uns drei!

Danke Euch nochmal!



Euer Paule
graubuntstachelig
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 27. Jan 2006, 19:56

Nickchen66 schrieb:

Den ominösen Tonregler kann man guten Gewissens drin lassen, die beschriebene Verbesserung hat sich hier überhaupt nicht eingestellt.
Hm, eigenartig. Dem steht meine Erfahrung mit 2 Btechs und mindestens die von einem Dutzend anderer User konträr entgegen. Allerdings hat sich bisher meines Wissens auch niemand an der Kombination Btech und AKG601 versucht. Die häufigste Kombination war bisher HD6** oder die großen Beyer.

Was mich (begreiflicherweise) sehr interessieren würde, wäre ein differenzierter Vergleich zwischen dem orginalen 5532 und dem 2134 Opamp - Du schriebst "nur" was von mehr Feinzeichnung. Ich fand die 2132, wie Du ja sicher gelesen hast, etwas hart, kalt und wenig druckvoll "unten rum". Wie schlägt sich die 2134 in solcher Hinsicht?


Das mit dem Tonregler... ich kann es wie gesagt nicht bestätigen. Ich habe soweit alle Modifikationen durchgeführt und den Tonregler vorerst drinen gelassen. Nach ner ganzen Weile wollte ich dann doch wissen ob sich hier eine Verbesserung einstellen könnte, -also eben kurz rausgelötet... und nach dem ersten hören ohne Tonregler gleich wieder reingelötet.
Warum? Weil er einfach wirkungslos bleibt wenn er in der Mittelstellung ist. Ich denke das muß doch aber auch so sein das ist doch bloß eine Frequenzweiche. Und zum rausfiltern allzu fies klingender Höhen kann man ihn allemal ein wenig gegen den Uhrzeigersinn drehen.
graubuntstachelig
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 27. Jan 2006, 20:22

Nickchen66 Was mich (begreiflicherweise) sehr interessieren würde, wäre ein differenzierter Vergleich zwischen dem orginalen 5532 und dem 2134 Opamp - Du schriebst "nur" was von mehr Feinzeichnung. Ich fand die 2132, wie Du ja sicher gelesen hast, etwas hart, kalt und wenig druckvoll "unten rum". Wie schlägt sich die 2134 in solcher Hinsicht?

Ja.. habe ich gelesen fand ich allgemein sehr hilfreich diesen Thread.
Nun zum BB2132 kann ich nichts sagen, müßte ich mal einbauen.. aber vielleicht ein wenig mehr zum BB 2134.
Oder auch nicht denn man muß wohl sehr genau differenzieren welcher Effekt von welchem Bauteil kommt.
Ich bin der Meinung die Metallschichtwiederstände können erst mal außen vor gehalten werden, solche Veränderungen fallen einem erst auf wenn man seinem gutem altem Gerät den letzten Schliff verpassen will.
Jetzt beschreibst Du einen harten kalten und noch dazu flachen 2132. Hart und Kalt würde ich als wenig räumlich direkt und höhenbetont interpretieren. Wenig Druckvoll- als Leistungsleck im Bassbereich.
Wenn ichs halbwegs getroffen habe zeigt sich der 2134 hier etwas wärmer aber doch noch sehr natürlich. Eher etwas zu natürlich, man würde wohl von seidig sprechen.. mir persönlich währe das harte kalte in Druckvoll gar nicht mal unangenehm.
Die Tiefen möchte ich aber doch auf die Verstärkerschaltung im allgemeinen bzw auf die Kondensatoren zurückführen.
Zufrieden? - bin ich damit aber nicht.
Schön räumlich aber zuwenig Saft.
Nickchen66
Inventar
#11 erstellt: 27. Jan 2006, 21:06
Schön, daß Du doch nochmal hierhin zurückgefunden hast. Danke für das Feedback, und macht ja nix, daß uns das alles etwas unterschiedlich vorkommt.

Thema Opamp: Vielleicht wär' der 2132 wär' doch was für Dich. Wenn Du ihn haben willst und die Portokosten übernimmst, PM mich mal an.

Daß Du dem Thema "mehr Bass durch Opamp" mit Skepsis begegnest, löst wiederum bei mir Skepsis aus. Der Unterschied zwischen "meinen" beiden Opamps ist gerade in diesem Frequenzbereich gewaltig.
graubuntstachelig
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 30. Jan 2006, 20:21

Schön, daß Du doch nochmal hierhin zurückgefunden hast. Danke für das Feedback, und macht ja nix, daß uns das alles etwas unterschiedlich vorkommt.

Ist ja wahrscheinlich auch Subjektives empfinden. Und nichts zu danken, bin ja froh wenn ich hier mal geholfen bekomme.


Daß Du dem Thema "mehr Bass durch Opamp" mit Skepsis begegnest, löst wiederum bei mir Skepsis aus. Der Unterschied zwischen "meinen" beiden Opamps ist gerade in diesem Frequenzbereich gewaltig.


Müßte ich vielleich echt mal testen aber ich bin gerade am überlegen ob ich etwas in Röhre versuche siehe.. <link>http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&back=1&sort=lpost&forum_id=103&thread=34</link>
Nickchen66
Inventar
#13 erstellt: 30. Jan 2006, 20:35
Wow - sowas hätte ich nicht drauf...ich spare gerade umständehalber auf einen Wooaudio WA1 (auch Röhre) - dauert aber noch etwas.


[Beitrag von Nickchen66 am 30. Jan 2006, 20:39 bearbeitet]
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