Focal Elegia?

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a-lexx1
Inventar
#1 erstellt: 11. Okt 2018, 14:36
Hallo Allerseits,

ist ja unglaublich ruhig geworden hier... Jetzt kommt der neue Focal Elegia raus, der quasi ein geschlossener Clear für weniger als 2/3 des Preises sein soll, und kein Hahn kräht danach...

Hat den schon mal jemand zu Gesicht bekommen? Hörerfahrungen?

-Alex


[Beitrag von a-lexx1 am 11. Okt 2018, 19:21 bearbeitet]
trashman
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 11. Okt 2018, 16:58

a-lexx1 (Beitrag #1) schrieb:
Jetzt kommt der neue Focal Elegia raus, der quasi ein geschlossener Clear für weniger als 2/3 des Preises sein sohl, und kein Hahn kräht danach...

Kaum verwunderlich bei der Reizüberflutung, die der Kopfhörermarkt mittlerweile bietet ...

Er hier konnte mal kurz reinhören - war zwar recht angetan, sieht ihn aber nicht auf Augenhöhe mit dem Clear. Einem Sennheiser HD 820 würde er ihn wegen des Preisunterschieds aber eindeutig vorziehen.

https://www.youtube.com/watch?v=IQ-EgTcpSa0
a-lexx1
Inventar
#3 erstellt: 11. Okt 2018, 19:38
Danke, den kannte ich noch nicht... Mal schauen... Auch ein 85%-Clear in geschlossen hoert sich erstmal gut an...

Und Reizueberflutung - wo denn? Es gibt doch kaum was neues... Von den unzähligen Magnetostaten und IEMs abgesehen... Und dem ganzen Zeug von Massdrop, das alles nur der alte Wein in neuen Schlaeuchen für wenig Geld ist...

Gerade von den Grossen gab es, abgesehen vom HD820, schon ewig nichts.... AKG quasi tot, Sony hat verrückte/taube Entwickler, Beyer wird, wie ich befürchte, im Consumer auch nicht mehr lange ueberleben...

-Alex
kastenbier
Stammgast
#4 erstellt: 12. Okt 2018, 07:36
Vom Mysphere , der einzigen echten Innovation der letzten Jahre - besser Jahrzehnte hast Du noch nichts gehört ?

Rainer
a-lexx1
Inventar
#5 erstellt: 12. Okt 2018, 07:55
Warum steigst du in diese Diskussion gleich mit einer nicht sehr freundlichen Unterstellung ein?

Natürlich habe ich von dem gehört, er zaehlt bei mir aber wie Planare und IEMs nicht zu den klassischen dynamischen KHs... Uebrigens habe ich meinen K1000 gerade vor wenigen Monaten verkauft...

-Alex
h-hannah
Stammgast
#6 erstellt: 12. Okt 2018, 14:57

kastenbier (Beitrag #4) schrieb:
Vom Mysphere , der einzigen echten Innovation der letzten Jahre - besser Jahrzehnte hast Du noch nichts gehört ?


Welche Innovation? Taugt als KH ohnehin nix. Zudem fragwürdiges Verkaufskonzept. Existiert nur qua Fanboys und Forenhype. Und nach danach hat hier keiner gefragt. Es ging um Focal.
kastenbier
Stammgast
#7 erstellt: 12. Okt 2018, 16:30
Es gibt doch kaum etwas neues wurde doch hier geschrieben oder etwa nicht ?

Rainer
a-lexx1
Inventar
#8 erstellt: 13. Okt 2018, 10:06
Hm, da geht gerade was ab auf head-fi, die einen meinen, der Elegia hat Bass, die anderen, dass er weniger Bass als der Aeon C hat... Die Lage ist extrem unübersichtlich...

Und den Elex gibt‘s bei Massdrop für gerade mal $699, das macht die Entscheidung nicht leichter...
Codobor
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 14. Okt 2018, 08:40
Naja, der Vergleich mit dem Elex hinkt. Denn was nutzt mir ein offener Hörer, der zwar ähnlich aussieht und bisschen günstiger angeboten wird, wenn ich eigentlich einen geschlossenen brauche.

Ich denke, man muss sich vom Elegia ein eigenes Bild machen. Die nächste Chance dazu bibt es am 24.11. auf der Audiovista.
Die individuelle Perzeption ist bei geschlossenen Hörern grundsätzlich unterschiedlicher als bei offenen.
Es wird viele Leute geben, denen der Elegia gefällt, da bin ich mir sicher. Aber manche werden ihn nicht mögen.
a-lexx1
Inventar
#10 erstellt: 14. Okt 2018, 10:38
Jetzt fehlt noch ein geschlossener Collegia von Massdrop mit einem ein wenig optimierten Frequenzgang für $500

Na ja, so richtig Bedarf habe ich nicht, den t5p.2 finde ich nach wie vor für einen geschlossenen Allrounder gut genug, auch der Elegia wäre da wohl höchstens anders aber nicht besser...

Bin leider nicht so mobil, daher wäre es schon interessant, unterschiedliche Meinungen zu hören, vor allem mit Vergleichen zu anderen KHs in dieser Klasse, um sich so ein Bild machen zu können... Bin kein Freund davon, sich Teile zu bestellen, nur um sie auszuprobieren und zurück zu schicken...
RunWithOne
Stammgast
#11 erstellt: 14. Okt 2018, 11:22

a-lexx1 (Beitrag #10) schrieb:
1. Jetzt fehlt noch ein geschlossener Collegia von Massdrop mit einem ein wenig optimierten Frequenzgang für $500

2. Na ja, so richtig Bedarf habe ich nicht, den t5p.2 finde ich nach wie vor für einen geschlossenen Allrounder gut genug, auch der Elegia wäre da wohl höchstens anders aber nicht besser...


1. nette Idee, aber ich denke dazu besteht anfangs kein Bedarf. Es sei den Focal will die Investition schnell rein holen.
2. Da bin ich auch auf den Vergleich gespannt. Zumal ich selbst einen T5p.2 besitze. Der kommt aber neben meinen beiden Focals kaum zum Einsatz. Das sagt einiges aus. Momentan muss ich auch keinen geschlossenen Hören. Bevor ich zur Audiovista fahre werde ich dem T5p.2 auf jeden Fall noch Spielzeit geben.
a-lexx1
Inventar
#12 erstellt: 14. Okt 2018, 11:49
Keine Frage, ein guter Offener ist immer besser als ein guter Geschlossener (ausser man will viel Bass), aber offene KHs sind bei mir momentan nicht drin. Auch den T5p.2 würde ich in der Klangqualtät nicht wirklich viel höher als den HD600 einordnen, der HD600 ist in der Tonalität sogar noch authentischer... Der t5p.2 ist für mich schon fast ein Spasshörer. Aber immerhin einer der besten von den geschlossenen, wahrscheinlich sogar der noch ausgewogenste dynamische Geschlossene....
RunWithOne
Stammgast
#13 erstellt: 14. Okt 2018, 13:57
[quote="a-lexx1 (Beitrag #12)"Der t5p.2 ist für mich schon fast ein Spasshörer. Aber immerhin einer der besten von den geschlossenen, wahrscheinlich sogar der noch ausgewogenste dynamische Geschlossene....[/quote]
Um das zu beurteilen kenne ich zu wenig geschlossene KH. Ich gebe dir recht, der Frequenzgang des T5p.2 ist nun wirklich nicht linear. Die Musikproduktionen aber auch nicht.
Ugdalf
Neuling
#14 erstellt: 21. Okt 2018, 10:22
Hallo..
Also ich konnte ihn bereits ausgiebig hören.
Zunächst fällt einem die tadellose Verarbeitung auf. Die Plastikcaps werden von einem hübschen Stück Aluminium geziert was dem ganzen gut steht und sich so sehr wertig anfühlt. Zusammen mit dem Case wo leider nur ein kurzes Kabel beiliegt ist der Preis auch noch OK.
Klanglich macht er seine Sache ordentlich. Fans klassische Instrumente werden hier allerdings nicht glücklich, zielt alles eher Richtung "Kalkbrenner". Und mit einem Clear wie hier erwähnt wurde ist er bauartbedingt schon nicht vergleichbar und das hört man dann auch deutlich.
Codobor
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 13. Nov 2018, 19:58
Ich habe mein Exemplar heute erhalten. Gefällt mir gut.
Mehr dazu habe ich hier geschrieben.
Randysch
Inventar
#16 erstellt: 17. Nov 2018, 15:15
Ich finde die Focal Hörer optisch ja toll und freue mich auch den Elegia auf der Audiovista zu hören.
Sieht man allerdings die Messungen denke ich nur ach du Schreck Peak bei 4-5kHz Wer hat das den verbrochen.


[Beitrag von Randysch am 17. Nov 2018, 15:18 bearbeitet]
Codobor
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 17. Nov 2018, 17:10
Nein, hat er nicht. Es kursiert eine offensichtlich falsche Messung im Netz, die eine solche Überhöhung
zeigt. Diese ist auch bei Prof-X diskutiert worden.
Faktisch hat der Elegia die Resonanz bei etwas über 6 kHz, die auch bei Clear und Utopia auftritt, also bauartbedingt ist. Marks Messung drüben zeigt das ganz gut. Beim Utopia hat mich diese gestört, beim Clear dagegen nicht. Mit dem Elegia bin ich noch nicht durch, er macht allerdings vieles richtig, das kann ich jetzt schon sagen,
Randysch
Inventar
#18 erstellt: 17. Nov 2018, 17:48
Danke dir! Ich bleibe auf jeden Fall gespannt.
Ich nutze nur geschlossene Systeme und suche da noch was gescheites.
Von IEMs kommend bin ich allerdings gewohnt, dass der Höhenpeak so bei ca. 8kHz liegt, ist meine auch die anatomisch bedingte Ohrresonanz.
Kenne den Clear aber auch und fand den echt toll.
Freue mich dann auf den Austausch zum Elegia
a-lexx1
Inventar
#19 erstellt: 17. Nov 2018, 18:40
Wie ist er so im Vergleich zu t5p.2? Ich hatte schon so Meinungen gehört, dass der Clear wie ein offener t5p.2 kingt, oder so ähnlich. Dann müsste der Elegia dem t5p.2 noch ähnlicher sein? Wobei die anderen dann sagen, dass die Bühne bei den Focals eher sehr schmal ist, bei dem t5p.2 ist die für einen Geschlossenen dafür riesig....
RunWithOne
Stammgast
#20 erstellt: 17. Nov 2018, 18:49
Ich habe schon Elegia und T5p2nd vergleichen gehört. Ich verwende der Einfachheit mal meine Textstelle von Prof-X:

Lässt man die Kühle außen vor, hängt der Elegia meinen T5p 2nd ab. Gitarren und Höhen sind einfach toll. Der Elegia spielt sauber und weich (das ist kein Widerspruch) und luftig, der beyer ist da anstrengender bzw. besitzt eine unnötige Schärfe. Die mir an meinen früheren DAPS (AK70 (MKII) ) nicht so aufgefallen ist. Die beiden haben jedoch nicht so gut aufgelöst wie der futura.

An den Clear kommt er jedoch nicht heran. Der spielt so luftig, leicht und mitreißend, das es immer noch vom Hocker haut. Vielleicht ein etwas unfairer Vergeich. Aber der neue Focal gibt ja eher den offenen, als einen geschlossenen KH. Ich habe in jedem Fall mehr Bumms und Druck erwartet, um es mal trivial auszudrücken.
a-lexx1
Inventar
#21 erstellt: 17. Nov 2018, 19:01
Hmmm... An meinem DFR merke ich keine Schärfe beim t5p.2. Er kann tatsächlich scharf klingen, zum Beispiel direkt am iPod touch, hängt dann eher vom Zuspieler ab... Bass kann der Beyer auch...

Na mal schauen, vielleicht läuft mir der Focal mal über den Weg...

Offene sind momentan leider keine Option. Und ehrlich gesagt bin ich mit dem t5p.2 wunschlos glücklich :). Aber eine gewisse Neugier ist ja trotzdem immer vorhanden
Codobor
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 18. Nov 2018, 12:25

a-lexx1 (Beitrag #21) schrieb:

Na mal schauen, vielleicht läuft mir der Focal mal über den Weg...


Auf der AUDIOVISTA kommendes WE in Krefeld werden die Focale sogar bei mehreren Ausstellern und - der Clear und idealerweise zum Vergleich mit den Originalen der Elegia mit der Modifikation aus Prof-X - auch im Communitybereich zu sehen und hören sein.
a-lexx1
Inventar
#23 erstellt: 18. Nov 2018, 15:02
Klingt verlockend, aber 450km einfach sind bei mir momentan lieder nicht drin... Zu viel Aufwand... Wenn's mich mal wurklich jucken sollte und ich mal der Meinung bin, es müsste was neues her, werde ich wohl amazon bemühen...

Wobei, so richtig nach Upgrade klingt der Elegia bis jetzt nicht.

Bei meinem t5p. 2 hat mich bis jetzt wenn, dann vielleicht der Midbass gestört, zu viel des guten. Nach dem Wechsel von Wolfson zu Sabre DAC hat sich das Problem erledigt. Ich befürchte, an meinem DFR dürfte der Focal zu hell spielen, dann muesste ich mich wieder nach einem neuen Zuspieler umsehen... Never ending story...
RunWithOne
Stammgast
#24 erstellt: 18. Nov 2018, 16:21

a-lexx1 (Beitrag #23) schrieb:
Klingt verlockend, aber 450km einfach sind bei mir momentan lieder nicht drin... Zu viel Aufwand... Wenn's mich mal wurklich jucken sollte und ich mal der Meinung bin, es müsste was neues her, werde ich wohl amazon bemühen...

Wobei, so richtig nach Upgrade klingt der Elegia bis jetzt nicht.


Das treibt mich auch grad um, setzt wo der Termin näher rückt. 2x 288km und 6-7h auf der Autobahn sind ne Menge Holz.

Elegia:
Habe aktuell auch dem Sabre 9038 DAC im Player. Wie gesagt ich empfinde den Elegia als kühl und habe mein Probeexemplar, trotz Kaufabsicht zurück gesendet. Wenn er nicht so kühl daher käme, hätte ich ihn gekauft. An meinem Shanling M1 ist er warm wie die Morgensonne. Aber keine Präzision und Luftigkeit mehr da einfach furchtbar.

T5p2nd:
daher kommt wohl auch das Empfinden am beyer, klar Bass ist prima, nicht wie am Elegia (aber für sich auch starkt) und er ist wärmer am Sabre, aber wenn du den Elegia gehört hast, dann merkst du halt das der T5p harscher spielt


[Beitrag von RunWithOne am 18. Nov 2018, 16:27 bearbeitet]
a-lexx1
Inventar
#25 erstellt: 18. Nov 2018, 19:26
Zu shanling M1:

tja, der typische AKM DAC eben. Sind dem Wolfson sehr ähnlich.
Wobei es beim AKM sehr auf den voreingestellten Filter ankommt. Bist du dir sicher, dass der Filter auf sharp roll-off stand? Oder kann man den beim M1 gar nicht einstellen? Das ist die einzige brauchbare einstellung bei dem DAC...


[Beitrag von a-lexx1 am 18. Nov 2018, 19:27 bearbeitet]
RunWithOne
Stammgast
#26 erstellt: 18. Nov 2018, 20:15
Habe gerade noch mal geschaut, stand auf Corrected..., Aber bisher haben die Filter nur subtile Änderungen bewirkt. Das was da zu hören war, würde ich mit extrem beschreiben.
a-lexx1
Inventar
#27 erstellt: 18. Nov 2018, 20:35
Hmm, keine Ahnung, was Corrected sein könnte, die Bezeichnung hat Shanling selbst ausgedacht... Wenn die Auflösung schon so nichr besonders gut ist, ist ein Brickwallfilter(sharp roll-off) am besten. Jegliche Varianten mit slow roll-off verschlimmern das ganze erheblich. Minimal phase Filter sind irgendwo dazwischen...


[Beitrag von a-lexx1 am 18. Nov 2018, 20:36 bearbeitet]
RunWithOne
Stammgast
#28 erstellt: 18. Nov 2018, 22:14
Ich kann das jetzt nicht mehr nachvollziehen, da der Elegia wieder zurück ging. Aber am M1 wollte den auch nicht betreiben. Der kleine ist für unterwegs und BT in Ordnung.
RunWithOne
Stammgast
#29 erstellt: 18. Nov 2018, 22:23
Ich bin ja auch ein Heini. Habe mit dem M0 gehört. Den M1 hat meine Frau in Benutzung.
a-lexx1
Inventar
#30 erstellt: 19. Nov 2018, 07:07
Sehr komisch. Der hat einen Sabre DAC. Dass der ES9218p zu warm und schlecht auflösend spielt - das kann ich mir wirklich nicht erklären. Da muss Shanling was bei den Einstellungen gewaltig verhunzt haben. Zumal der DAC-Chip bereits einen eingebauten Kopfhörer-Amp mitbringt, somit scheidet eine schlechte Endstufe als mögliche Fehlerquelle aus...
RunWithOne
Stammgast
#31 erstellt: 19. Nov 2018, 08:06
Da gehe ich von aus, das der Murks ist. Zumindest mit Bügel KH geht es bei mir gar nicht. Auch am Clear das gleiche Bild. Insgesamt spielt der M0 auf der dunkleren Seite. Der M1 geht deutlich filigraner zu Werke.
Sorry für offtopic

Habe mich übrigends zwecks Audiovista wie du entschieden. Würde gern den Elegia und andere nochmals hören, aber der Aufwand ist momentan zu groß. Ich bekomme es zeitlich nicht hin. Ich bin mit meinem Setup auch hochzufrieden, zumindest was DAP und offene KH angeht.
Randysch
Inventar
#32 erstellt: 16. Dez 2018, 01:22
Kann jemand bitte nochmal den Vergleich Elegia vs T5p 2nd präzise zusammenfassen. Also sowas wie Bass...Mitten...(untere Mitten/ obere Mitten), Höhen...
Möchte mir gerne mal einen der beiden zulegen
Randysch
Inventar
#33 erstellt: 25. Dez 2018, 14:28
Bin mal so frei...

Ich leide zwar noch stark unter NTS allerdings bin ich jetzt schon der Meinung, dass dieser KH ein Review verdient hat.

Ich habe mir den Elegia gestern selbst unter den Weihnachtsbaum gelegt und bis jetzt ca. 6 Stunden quer durch alle Genre gehört, einzig Schlager/ Volksmusik oder Techno höre ich nicht.
Zuerst möchte ich erwähnen, dass ich die Optik und Verarbeitung spitze finde. Alles wirkt edel und sehr gut verarbeitet. Der Komfort ist bei mir ausgezeichnet, hat eine gewisse Stabilität allerdings ohne irgendwo zu drücken. Ebenso fühlt er sich herrlich ausbalanciert auf meinem Kopf an. Das Kabel dürfte weicher sein gibt aber dafür keine besonderen Störgeräusche von sich.
Was ohne zu hören auch direkt positiv auffällt ist die sehr gute Isolation. Ich komme von IEMs und möchte meine Musik mit geschlossenen Systemen genießen, um meine Mitmenschen nicht zu stören bzw. habe ich auch noch eine passable Anlage hier rumstehen. Naja vielleicht komme ich ja noch auf den Geschmack von offenen Systemen, aber erstmal anderes Thema.
Joar der Klang vom Elegia, mit welchen Superlativen soll ich anfangen aber irgendwie ist es genau das nicht was ich jetzt schon am Elegia schätze. Ich habe einen ganz speziellen Sweetspot, wie ich persönlich möchte, dass ein Hörer die Musik präsentieren sollte. Ich bezeichne das immer mit ausgewogener Klangfarbe. Soll heißen, mir ist es recht wichtig, dass ein Hörer Musik nicht sonderlich warm oder zu dünn/analytisch darstellt, sondern ausgewogen. Genau diesen Sweetspot trifft der Elegia bei mir. Ich kann verstehen, dass auch geäußert wird, der Elegia klingt etwas kühl, ich würde es allerdings als genau auf diesen Punkt beschreiben.
Bass
Puh hier hatte ich etwas Angst nachdem ich zuvor den Massdrop Emu Teak gehört hatte, dass der Elegia im unteren und für viele User so wichtigen Frequenzbereich, zu wenig Quantität zu bieten hat. Ich weiß schon neutralen Klang sehr zu schätzen, allerdings fehlt mir dabei gerne etwas der Spaßfaktor. Ich höre Musik idR schon recht analytisch und so gut wie nie einfach nur so nebenbei, trotzdem dieses Woowdenken (was eine Bassbetonung idR sehr leicht hervorruft) sollte ja nicht darunter leiden, sondern diesem eher zur Seite stehen.
Der Bass ist also was die Quantität angeht genau richtig dosiert für mich. In Sachen Qualität jaaa nee... unglaublich definiert also nicht ist schwammig/ matschig aber trotzdem ist genug Funfaktor da. Tiefbass und Kickbass geben sich die Klinke in die Hand, es wird gerade der abgerufen welcher benötigt wird, kein einschmieren des Anderen. Ich versuche es mal so, jeder der mal einen guten BA Treiber gehört hat weiß diese Präzision sehr zu schätzen jedoch gehen diese recht hastig mit dem Ausklang um. Der Elegia kann beides! Neben dieser Präzision fällt auch sofort die geniale Geschwindigkeit auf, man hat das Gefühl, dass nichts diese Bassdarstellung aus der Ruhe bringen kann. Das alte Rage against Album bekommt so nochmal eine ganz neue Wertigkeit, auch wenn meine Jugend etwas her ist und ich mittlerweile meist andere Musik bevorzuge. Auch schnelleres Metal ist einfach zum niederknien und ich höre keinen "technischen" Makel.
Mitten
Hier kommt wieder diese bereits beschriebene Klangfarbe zum tragen. Stimmen klingen demzufolge mMn nicht zu hell oder eingefärbt. Wer es dort gerne warm und kuschelig mag ist beim Elegia verkehrt. Alles klingt schön klar, ich höre auch keinen unnötig erhöhten Präsenzbereich (obere Mitten) oder das der KH irgendwie zu mittenfokusiert klingt. Manchmal ist es allerdings auch nicht verkehrt, wenn ein Hörer dieses schmalzige in den Stimmen darstellt, hier gibt es aber genug Hörer welche sich mMn perfekt mit dem Elegia ergänzen würden.
Höhen
Hier tue ich mir immer etwas schwer. Ich kann nur sagen, dass er für mich persönlich kein Zischen oder auffällige Spitzen bietet. Würde auch sagen, dass nirgendwo am oberen Ende des Frequenzbereiches Informationen verloren gehen. Persönlich würde mich aber auch als Person beschreiben, welche keine großen Probleme mit Hochton hat und außerdem recht leise höre.
Auflösung
Normalerweise lasse ich das Thema in letzter Zeit eher außen vor. Nicht das ich sage Auflösung spielt keine große Rolle aber ich behaupte, dass Auflösung oftmals auch ein Effekt der Abstimmung ist. So z.B. kann ein gut platzierter Hochton gerne Auflösung vorgaukeln. Mit dem Elegia habe ich allerdings bei meiner Hörsession mehrfach erschreckt. Heh was hat da jetzt so komisch geknackt (z.B. bei ruhigen unplugged Stücken) wo ich gedacht habe häh ist das immer da, NTS lässt allerdings auch noch grüßen.
Bühne
Das Thema lasse ich jetzt in der Vertiefung wirklich lieber, da ich wie gesagt von IEMs komme und keine wirkliche Erfahrung mit z.B. offenen Büglern habe. Nur so viel, er klingt schon eher intim, Bühnenbreite ist wie bei guten IEMs, höhe und tiefe bzw. Dreidimensionalität lässt im Vergleich zum Emu Teak etwas Luft nach oben. Allerdings empfinde ich dafür die Separation und Ortung der Instrumente wieder auf Spitzenniveau.
Fazit
Abschließend bleibt zu sagen, dass der Elegia in eine ganz spezielle Nische hineinschlägt. Für mich schafft er es sehr gekonnt diesen Spagat zwischen analytischem Hören und man hat ordentlich Spaß beim Musikhören. Hinzu kommt die exzellente Verarbeitung, die gute Isolation und der mMn ausgezeichnete Komfort. Als IEM empfand ich zuletzt den PP8 als ausgezeichnet, jedoch fehlte mir am Ende etwas die Spaßabstimmung, der Elegia trifft für mich genau diesen kleinen Sweetspot. Für mich ein ganz fantastischer geschlossener KH.


[Beitrag von Randysch am 25. Dez 2018, 14:30 bearbeitet]
milio
Stammgast
#34 erstellt: 25. Dez 2018, 16:01

Randysch (Beitrag #33) schrieb:
Bin mal so frei...

Ich leide zwar noch stark unter NTS allerdings bin ich jetzt schon der Meinung, dass dieser KH ein Review verdient hat.

Solange Du noch an NTS "leidest", ist es nicht zu spät . . .

Dein Bericht hat mich blöderweise fast zu sehr interessiert, ich stehe ja auch eher auf geschlossene Hörer.
Aktuell bin ich mit Beyerdynamic T5p sehr zufrieden, aber der Elegia wäre möglicherweise schon einen Seitensprung wert.

Ich warte mal noch ein bisschen, damit Dein NTS abkühlen kann, und lese dann gerne noch einmal von Dir und dem Elegia.

Poe05
Stammgast
#35 erstellt: 25. Dez 2018, 17:07
Nach den Berichten hier scheint der Elegia ein Hineinhören wert zu sein.
Schade nur, dass es immer so mühsam ist zum Hifihändler des Vertrauens zu kommen.

Vielleicht gibt es in der zwischenzeit ja eine. nette Vergleich zwischen dem Elegia und einem LCD-XC?
Randysch
Inventar
#36 erstellt: 25. Dez 2018, 22:40
@milio an anderer Stelle habe ich mal etwas zum Vergleich mit dem T5p 2nd gelesen. Der T5p 2nd sollte etwas mehr Bass und wärme bieten. Der Elegia hingegen straffer und präziser aufspielen. Ich kann mir aber nicht wirklich vorstellen, dass der T5p 2nd nochmal mehr Bass hat, da ich den Elegia von der Quantität schon als genau richtig empfinde und der T5p jetzt auch nicht als ordentlich angehobener Bassbetonung bekannt ist.
Ich persönlich habe den T5p 2nd noch nie gehört, lehne mich aber aufgrund andere Reviews auch aus dem Fenster und behaupte, dass der T5p 2nd etwas "spitzer" in den Höhen klingt. Für mich war ein weiterer Grund für den Elegia, diese tolle Verarbeitung und qualitative Anmutung.

@poe05 ich musste den Elegia auch erst beim lokalen Händler bestellen um ihn probezuhören und habe ihn anschließend auch gekauft. Mir persönlich war der LCD zu klobig und schwer.
milio
Stammgast
#37 erstellt: 25. Dez 2018, 23:13

Randysch (Beitrag #36) schrieb:
Für mich war ein weiterer Grund für den Elegia, diese tolle Verarbeitung und qualitative Anmutung.

Gute Haptik und Verarbeitung sind etwas, wofür ich auch sehr empfänglich bin.

Danke nochmal für Deine Eindrücke und die Anmerkungen zum T5p.

Meinem Empfinden nach ist der T5p nicht zu spitz, aber das ist die alte Geschichte mit den BeyerDynamic-Hörern: einige Audio-Freunde empfinden die Höhen bei den BD's als unangenehm, ich gerade beim T5p nicht, muss halt jeder selbst vergleichen. Auch den Bass nehme ich beim T5p nicht als zu heftig wahr, nicht beim T5p II und schon gar nicht beim T5p der ersten Generation.
Wie auch immer, ich werde in nächster Zeit mal versuchen, auch einen Elegia zu hören.

Dir weiterhin Freude mit Deinem NTS, und hoffentlich darüber hinaus.
RunWithOne
Stammgast
#38 erstellt: 25. Dez 2018, 23:58
Wirklich spitz ist der T5p.2 auch nicht. Der DT1990 ist wesentlich spitzer. Aber im Vergleich zum Elegia kann er schon harrscher aufspielen. Das hängt auch von der Aufnahme ab.
Dunkelwald
Neuling
#39 erstellt: 07. Jan 2019, 19:48
Hier gibt es eine sehr schöne Analyse zu dem Kopfhörer. Man muss etwas weiter runterscrollen: https://www.rtings.com/headphones/reviews/focal/elegia

Allerdings irritert mich hier eine Sache. Normalerweise werden die Frequenzen ja im 80-110 db Bereich aufgezeichnet. Hier findet aber alles weitestgehend um den Nuller Bereich statt. Wie kann man sich das klangtechnisch vorstellen? Ich hab da keine Idee von.
Poe05
Stammgast
#40 erstellt: 07. Jan 2019, 21:15

Dunkelwald (Beitrag #39) schrieb:
Hier gibt es eine sehr schöne Analyse zu dem Kopfhörer. Man muss etwas weiter runterscrollen: https://www.rtings.com/headphones/reviews/focal/elegia


"The Audio Technica M50X are better headphones than the Focal Elegia, "

Ahhh - ja.
Der zehnfache Preis nur für das wertigere Äussere und den Komfort.
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