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Focal Clear so viel besser als ein HD600?

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a-lexx1
Inventar
#1 erstellt: 02. Mai 2018, 12:45
Hallo Allerseits,

leider habe ich keine Möglichkeit, den Clear irgendwo vor Ort Probe zu hören...

Der scheint ja FOTM auf head fi zu sein und sonst bekommt er gute Rezensionen.

Hat ihn mal jemand direkt gegen einen HD600 spielen lassen? Was sind die Eindrücke? Ist er so etwas wie HD600 mit Tiefbass, oder klingt er sonst ganz anders? Der HD600 ist ja an der tonalen Neutralität schon schwer zu überbieten, ein Universalist, dessen einzige Schwäche in meinen Ohren der fehlende Tiefbass ist...

Ist der Clear wirklich so viel besser, wie es der Preis vermuten lässt?

Grüsse,
Alex
Daiyama
Inventar
#2 erstellt: 02. Mai 2018, 14:09
Also ich besitze Beide KHs, bin aber noch nicht zum intensiven Vergleichshören gekommen und weiß auch nicht, ob ich das jemals machen werde, dafür macht mir der Clear zuviel Spaß.
"Besser" und Preis korrelieren selten linear, d.h. der Clear ist sicherlich nicht 5mal besser (rein auf Klang bezogen) als ein HD600.
Beim Clear kauft man eindeutig Bauqualität, Ausstattung (ob man sie jetzt braucht oder nicht) und Name mit.
Mir gefällt der Clear auf alle Fälle klanglich deutlich besser als der HD600.
Auch mag ich mit ihm lieber hören, weil mich seine Haptik viel mehr anspricht und ich ihn als viel bequemer empfinde.

Edit: Wenn die beim HD600 nichts fahlt ausser Tiefbass, hast Du schon mal mittels EQ dem ein wenig nachgeholfen? Wenn man einen einigermaßen potenten Verstärker hat, kann man da durchaus mit dem EQ noch ein wenig dazugeben, dann wird er noch homogener.


[Beitrag von Daiyama am 02. Mai 2018, 14:13 bearbeitet]
a-lexx1
Inventar
#3 erstellt: 02. Mai 2018, 15:24
Na ja, saubere 20-40Hz wird der HD600 nicht liefern, egal wie ich ihn mit einem EQ verbiege... Und ausserdem müsste ich's mit jeder einzelnen Quelle separat machen... Ne, ich bin nicht so der EQ-Fan, und ich habe zu viele KHs, dass ich jeden einzeln EQen würde...

Ja ja, die neue Liebe Aber der alte gute Senn klingt immer noch beeindruckend... Ist halt einer der wenigen, der mit jeder Art Musik gut klingt... Man vergisst es zu schnell, wie gut der HD600 eigentlich ist, ich habe meinen vor kurzem wiederentdeckt, und bin immer wieder überrascht, wie gut er doch ist...
cyfer
Inventar
#4 erstellt: 02. Mai 2018, 21:36
Ich hatte vor kurzem den Focal Elear hier und merklich viel mehr Tiefbass hat er auch nicht als ein HD600/650. Offener Dynamiker bleibt offener Dynamiker.

Wenn du wirklich Tiefbass möchstest, musst du einen geschlossenen Kopfhörer nehmen oder einen Magnetostaten. Die einzige Ausnahme die ich ansonsten noch kenne ist der halb-offene Audioquest Nighthawk, der hat aber generell eine merkwürdige Abstimmung (lässt sich aber mit Polsterwechsel beheben).


[Beitrag von cyfer am 02. Mai 2018, 21:37 bearbeitet]
a-lexx1
Inventar
#5 erstellt: 02. Mai 2018, 22:01
Ne, um den Tiefbass allein geht es mir nicht, habe auch genug geschlossene KHs...
Ich kann mir einfach nur schwer einen neutralen KH vorstellen, der besser ist als ein HD600. Die Betonung liegt hier auf ‚neutral‘. Es gibt bessere gefärbte Spezialisten, aber das Einzige, was dem HD600 in meinen Augen fehlt, ist der Tiefbass, dann wäre er eigentlich ein perfekter Allrounder.

Planare habe ich in der Tat noch nicht gehört, die kamen erst nach meiner ‚aktiven‘ Zeit in diesem Hobby, ich habe aber noch einen Stax da. Obwohl er auch seine Reize hat, ziehe ich einen guten Dynamischen vor, nehme mal an, es wird mir mit einem Planar nicht anders als mit dem Elektrostat gehen...

Der Frequenzgang des Clears lässt schon eine ordentliche Portion mehr Subbass als bei dem HD600 vermuten, ohne, dass er sonst all zu warm abgestimmt wäre...
enslaved
Stammgast
#6 erstellt: 03. Mai 2018, 00:31

cyfer (Beitrag #4) schrieb:
Die einzige Ausnahme die ich ansonsten noch kenne ist der halb-offene Audioquest Nighthawk, der hat aber generell eine merkwürdige Abstimmung (lässt sich aber mit Polsterwechsel beheben).


Welche Polster meinst du und wie verändern diese die Abstimmung des Nighthawk?
123sheep
Stammgast
#7 erstellt: 03. Mai 2018, 01:56
Wenn du nicht hinterm Mond lebst, dann kannst du den Clear in jeder Großstadt probehören.
a-lexx1
Inventar
#8 erstellt: 03. Mai 2018, 08:22

123sheep (Beitrag #7) schrieb:
Wenn du nicht hinterm Mond lebst, dann kannst du den Clear in jeder Großstadt probehören.


Deine Antwort ist nicht hilfreich und an meiner Fragestellung vorbei
Huo
Inventar
#9 erstellt: 03. Mai 2018, 11:25
Ich habe nicht direkt verglichen, aber ich bin mit dem HD 600 und auch HD 660 S sehr vertraut. Mein Eindruck vom Clear ging genau in diese Richtung, nämlich ebenfalls tonal sehr ähnlich aber durchaus präsenter im Bass ohne dabei zu übertreiben. Wäre er schwarz so wie der Elear gewesen, hätte ich mich unsterblich verlieben können.

Ich finde die Antwort von Daiyama klasse und würde sie so unter Vorbehalt bestätigen. Die Focal bestechen vor allem durch tolle Verarbeitung. Die Sennheiser kann man per EQ sehr gut im Bass kompensieren und das macht den Aufpreis zum nächstbesten 'Hörer dann etwas schwerer zu verdauen. Mit dem 660 S habe ich mit Korrektur durchaus bei 40 Hz und etwas drunter noch den gewünschten Pegel, nur wer gerne Ibiza House Clubbing-Abstimmung mag, bringt den Treiber dann wirklich zum Einknicken.

Aber ist das Habenwollen-Gefühl erstmal da, hilft nur noch kaufen! Gegen Upgradetitis haben wir hier alle noch keine perfekte Lösung gefunden. Sorry for your wallet!
a-lexx1
Inventar
#10 erstellt: 03. Mai 2018, 11:51
EQ ist bei mir wie gesagt keine wirkliche Lösung. U.a. weil ich mit meiner Opamp-freien Kette viel lieber echte CDs und SACD höre, als vom PC. Und in der habe ich keinen EQ und habe auch keine Lust, einen HW-EQ zwischen den DAC und den Amp reinzuquetschen.

Die Anfassqualität ist mir eigentlich eher egal bei dem, meinen schönen W5000 mit dem dazugehörigen HA5000 wird er nicht toppen Auch den Senn finde ich bequem, hauptsache meine Ohren passen da komplett rein und werden nich eingequetscht Dafür wiegt der Clear fast das doppelte vom Senn, hmmm.

Mir geht's primär um die reine SQ. Wenn ihr also sagt, der Clear ist SQ-mässig wie ein besserer HD600 (und ich sage explizit HD600 und nicht HD6XX), dann werde ich mir einen bei der nächsten Gelegenheit holen, ein paar andere müssten dann weichen um Platz zu schaffen, mit meinem K1000 höre ich schon seit langem nicht mehr, der wird wohl gehen...
trashman
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 03. Mai 2018, 13:07
Lustig, derzeit beschäftigt mich ebenfalls das Thema dieses Threads.

Als jahrelanger Nutzer von HD 600 und HD 650 habe ich mir kürzlich den Audeze LCD-2C als Upgrade für den HD 650 zugelegt (Volltreffer!) - und trage mich jetzt seit einigen Wochen auch mit dem Gedanken, ob der Focal Clear dasselbe für den HD 600 sein könnte. Und ja, allein schon die Optik löst da in mir einen starken Habenwollen-Reflex aus - diese äußerst elegante Mischung aus Grau und Silber macht das Teil zum vielleicht schönsten Hörer, den ich bisher gesehen habe.

Was die Tiefbassqualitäten betrifft, kann ich mir kaum vorstellen, dass der Clear den schon sehr zurückhaltenden HD 600 nicht spürbar übertreffen sollte. Genau dieser Mangel in den unteren Lagen war seinerzeit der Grund, mir als Alternative den HD 650 zuzulegen - der als Dreingabe auch deutlich wärmer klingt, was manche Aufnahmen bzw. Genres damit erträglicher macht als der neutralere HD 600. Okay, wirklich abgrundtiefen Bass kann der HD 650 auch nicht (was ein Hauptgrund für die Anschaffung des Audeze war) - aber Produktionen aus dem Dancefloor-/Techno-/HipHop-Bereich machen mit ihm meistens trotzdem mehr Spaß als über den schlanken 600er.

Im Netz findet sich u.a. eine Rezension, die den Klang des Clear so beschreibt, wie a-lexx1 es zu suchen scheint. Wobei ich gerade nicht weiß, ob es zwischen "Clear" und "Clear Professional" technische/klangliche Unterschiede gibt.

https://www.kopfhoerer.de/test/focal-clear-professional/



(...) Dass der Übertragungsbereich des Kopfhörers von 5 Hz bis 28 kHz reicht und damit nicht ganz so weit gefasst ist, wie der einiger seiner Highend-Konkurrenten, fällt in der Praxis nicht ins Gewicht. In den Bässen gibt der Clear Professional den Tiefbass-Bereich satt, aber ohne jegliches Dröhnen wieder. Nur selten kann man sonst beim Abhören der tiefsten Frequenzen mit einem Kopfhörer tatsächlich den „Punch-Impuls“ wahrnehmen. Der Focal leistet hier ganze Arbeit. Das liegt auch daran, dass diese Wahrnehmung durch den gut angebundenen oberen Bassbereich gestützt wird. Dreht man die Lautstärke bis kurz vor dem Verzerren der Membrane auf, vibriert das Ohr intensiv im Beat von EDM- und Pop-Produktionen. Das habe ich in dieser Intensität noch nie zuvor bei einem Kopfhörer erlebt. Dadurch wird auch der Lautheitseindruck verstärkt. Denn der maximale Schalldruckpegel des Clear Professional ist mit 94,9 dB SPL nur im mittleren Bereich angesiedelt, was die Wiedergabelaustärke von vergleichbaren Kopfhörern angeht.

Das extrem offene Design des Focal Professional scheint sich soundtechnisch rentiert zu haben. Denn der obere Bassbereich und die unteren Mitten sind weit entfernt davon, auch nur ansatzweise „boxy“ zu klingen. Das verwundert nicht, wurden doch mögliche Resonanzprobleme durch die Bauart der Kopfhörer weitgehend ausradiert. Die Mitten des Clear Professional klingen wunderbar „weich“, weil keine übertriebenen Konturierungen den Hörgenuss stören. Die Wahrnehmbarkeit von Sprachsignalen in Musikproduktionen ist bei diesem Kopfhörer auch ohne die Anhebungen einzelner Frequenzbereiche sehr gut. Und auf dem Weg zu den Höhen macht auch der kritische Bereich um 7 bis 10 kHz eine gute Figur. Während andere Kopfhörer hier den Hörgenuss von Sprech- und Gesangsstimmen durch Lispeln und Zischeln trüben, liefert der Clear Professional ein durchweg „samtenes“ Klangbild. Vorbildlich!

Insbesondere hohe Frequenzen werden vom Clear Professional unvergleichlich linear wiedergegeben. Hier ist kein Hype zu verzeichnen, der das Audiosignal schönfärbt. Dabei fällt mir zugleich auf, dass das Signal unfassbar rauscharm ist. Im Superhochtonbereich liefert er ein dezidiert offenes und zugleich differenziertes Klangvergnügen. Auch hohe Lautstärken ändern übrigens nichts am ausgewogenen Soundbild des Clear Professional.

Der Detailreichtum des Kopfhörers wird zusätzlich dadurch verstärkt, dass Transienten bei der Wiedergabe präzise zur Geltung kommen. Und präzise meint hier im besten Sinne des Wortes „druckvoll“. Denn der Focal-Kopfhörer macht Transienten nicht nur hör-, sondern regelrecht spürbar. Die immense räumliche Tiefe, die diese Headphones bieten, kommt vor allem bei klassischer Musik vollends zur Geltung. Wer beim Testhören des Kopfhörers irgendwelche Zweifel an der außergewöhnlichen Qualität dieses Präzisions-Wiedergabewerkzeugs haben sollte, sollte sich unbedingt eine Klassik-Aufnahme mit großer Dynamikspannweite über den Clear Professional anhören, beispielsweise Strawinskys „Der Feuervogel“-Suite. Spätestens hier kommt neben der räumlichen Tiefe auch das beeindruckende Stereobild zum Tragen, das dieser Kopfhörer liefern kann.
Daiyama
Inventar
#12 erstellt: 03. Mai 2018, 13:27
Nope, es gibt keine technsichen Unterschiede zwischen Clear und Clear Professionell; nur Ausstattung und Farbgebung sind unterschiedlich.
a-lexx1
Inventar
#13 erstellt: 03. Mai 2018, 13:38
@trashman

super, hilft mir schon mal weiter, diesen Bericht habe ich noch nicht gesehen, dann scheint der Clear wirklich nach meinem Geschmack zu sein, genau, wonach ich gesucht habe... auf die Liste setzen....fertig
trashman
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 03. Mai 2018, 22:45

Daiyama (Beitrag #12) schrieb:
Nope, es gibt keine technischen Unterschiede zwischen Clear und Clear Professionell; nur Ausstattung und Farbgebung sind unterschiedlich.

Danke für die Info. Somit bleibt der Clear für mich auch weiterhin mein Favorit; deshalb ...


a-lexx1 (Beitrag #13) schrieb:

(...) , dann scheint der Clear wirklich nach meinem Geschmack zu sein, genau, wonach ich gesucht habe... auf die Liste setzen....fertig :)

... bitte eine Rückmeldung, sobald du deine eigenen Erfahrungen damit gemachst hast. Bis dahin kann ich (hoffentlich) noch warten.
Anarion
Stammgast
#15 erstellt: 04. Mai 2018, 10:05
a-lexx1
Inventar
#16 erstellt: 04. Mai 2018, 10:47

trashman (Beitrag #14) schrieb:


... bitte eine Rückmeldung, sobald du deine eigenen Erfahrungen damit gemachst hast. Bis dahin kann ich (hoffentlich) noch warten. :D



Das wird noch dauern Vielleicht höre ich mir vorher noch den HD660S an... Hab gestern bei head-fi gelesen, dass einige den sogar besser als Clear finden...
n8w
Stammgast
#17 erstellt: 04. Mai 2018, 11:23
Also den 660S kann ich absolut empfehlen!

Er klingt einfach schön! Man kann mit ihm stundenlang lauschen! Super bequem, leicht, angenehme Polster. Optisch natürlich nicht so schön "aufreizend" wie ein Clear! Aber Klang echt super.. Schön neutral, nichts übertrieben, nicht nervig, nicht grell, trotzdem sehr schöne Höhen und auch Mitten. Bass ist da, ist aber kein Audeze LCD Bass! Eher dezent. Ich höre vor allem Klassik mit ihm, da gefällt er mir am besten. Geht aber auch für alle anderen Richtungen. Wer aber total auf Wumms-Bass steht, ist falsch mit dem. Mit dem ADI kann ich da noch was zugeben, ist aber in der Regel kaum nötig!

Mir gefällt er daher ausgesprochen gut.. und ja, die besten Worte: Er klingt einfach extrem schön und angenehm!
kopflastig
Inventar
#18 erstellt: 04. Mai 2018, 11:38

a-lexx1 (Beitrag #16) schrieb:
Vielleicht höre ich mir vorher noch den HD660S an...

Da du hier angedeutest hast, dass du den HD 6XX (und damit den 650) bereits kennst: der HD 660S klingt kaum anders als ein HD 650. Der Oberbass ist etwas weniger betont, was den neuen (unnötigerweise) etwas schlanker klingen lässt. Ansonsten bekommst du für den Aufpreis zum HD 650 keinerlei klanglichen Mehrwert geliefert.


[Beitrag von kopflastig am 04. Mai 2018, 11:39 bearbeitet]
a-lexx1
Inventar
#19 erstellt: 04. Mai 2018, 11:45

Anarion (Beitrag #15) schrieb:
http://superbestaudi...nd-impressions.5568/


Danke, gute Diskussion, obwohl da die meisten wohl den HD650 gegenüber HD600 favorisieren, was ich nicht tue...

Diese Messung gefällt mir nicht so gut, da sieht der Clear nicht unbeding so toll/neutral aus. Gut, der Tiefbass scheint 3-4dB stärker zu sein, aber der Rest...

vs HD600


[Beitrag von a-lexx1 am 04. Mai 2018, 11:53 bearbeitet]
Daiyama
Inventar
#20 erstellt: 04. Mai 2018, 11:51
Ich würde den Clear auch als etwas bassbetonter als den 600er sehen, aber nicht so, dass ich das Gefühl hätte, ich müsste ihn im Bass zurücknehmen. Es könnte also schon sein, dass er eher dem 650 ähnelt. Dazu kann ich aber nichts aus erster Hand sagen, da ich den 650 nie hatte (angeblich ist dieser ja etwas "dumpf", was ich beim Clear so gar nicht als Eigenschaft anführen würde.).


[Beitrag von Daiyama am 04. Mai 2018, 12:47 bearbeitet]
a-lexx1
Inventar
#21 erstellt: 04. Mai 2018, 13:11
Vergleich doch mal deinen HD600 mit dem Clear, du scheinst ja einer der wenigen, der beide gleichszeitig besitzt! Kannst ja den HD600 nachher verkaufen, falls der Clear so deutlich besser ist... Oder doch behalten ?


[Beitrag von a-lexx1 am 04. Mai 2018, 13:12 bearbeitet]
Daiyama
Inventar
#22 erstellt: 04. Mai 2018, 13:15
Ich habe sogar 2 HD600
Ich verwende Sie häufig zum Filme schauen.
und verkaufen werde ich sie auf keinen Fall, egal wie ein Vergleich ausgehen würde.
a-lexx1
Inventar
#23 erstellt: 04. Mai 2018, 14:09
Kann ich nachvollziehen.

Preis/Leistungsmässig ist der HD600 eigentlich nicht zu überbieten... Meinen jetzigen habe ich vor 11 Jahren bei Amazon quasi neu (praktisch unbenutzter Rückläufer) für 154 Euro gekauft.
So viel SQ/Euro bekommt man sonst vielleicht nur bei einem KSC75
n8w
Stammgast
#24 erstellt: 04. Mai 2018, 15:00
Ja die sind ja auch Fan vom 600er!

https://www.mobilefi...e-an-einen-klassiker
trashman
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 04. Mai 2018, 16:03

n8w (Beitrag #24) schrieb:

https://www.mobilefi...e-an-einen-klassiker

Zitat daraus:

Wenn es Sennheiser gelänge, hier nachzubessern und die gleichen klanglichen Qualitäten des HD 600 auch für den mobilen Musikgenuss anzubieten, würden wir mit Sicherheit die Geburt eines neuen Kopfhörer-Superstars erleben.

Den gibt es nahezu schon: Habe meiner Nichte letztes Jahr, nachdem ich im Netz vorher in diversen Rezensionen gestöbert hatte, den Sennheiser Momentum 2.0 (kabelgebunden) für ihr Android-Handy geschenkt. Abgesehen von der schnieken Optik und guten Haptik hat der mich an meinem Marantz HD-DAC 1 auch klanglich beeindruckt und sehr an den HD 600 erinnert - mit sogar ausgeprägterem Bassfundament, was auf das geschlossene Gehäuse zurückgehen dürfte. Hatte zwar keine Lust, einen direkten Hin-und-Her-Vergleich zwischen den beiden Hörern zu machen, aber der Preisunterschied zwischen ihnen (Momentum 2.0 regulär zwischen 200,00 - 230,00 EUR) scheint mir für diese klangliche Verwandtschaft ganz schön üppig zu sein.

Und da dieser Momentum 2.0 momentan bei Sennheiser als B-Stock für 139,00 EUR angeboten wird, habe ich mir den gestern Abend spontan mal bestellt - höre zwar bisher nicht mobil, aber für künftige Gelegenheiten solcher Art habe ich dann wenigstens einen ordentlichen Hörer in petto.

Was den HD 660 S betrifft, fand ich u. a. diese Rezension ganz interessant.

https://www.youtube.com/watch?v=8mPWy2UDFhs&t=2s
zuglufttier
Inventar
#26 erstellt: 04. Mai 2018, 16:11
So ein HD600 ist technisch nicht perfekt aber er ist sehr gut abgestimmt und macht 95% einfach richtig. Ich persönlich mag den HD650 aber auch lieber.

Ich würde für einen dynamischen Kopfhörer nicht mehr Geld ausgeben, da ist irgendwo das Ende der Fahnenstange erreicht. Behalte deinen HD600 und besorg dir mal einen gebrauchten Stax, da bekommt man auch was für unter 500 Euro und hat quasi keinen Wertverlust. Da kann ich den Lambda Pro empfehlen, der Verstärker ist klanglich jetzt nicht so ausschlaggebend. Der kann dann den Tiefbass, den der HD600 nicht kann und er klingt auch sonst etwas transparenter. Darüber hinaus bietet er Tragekomfort, den die Schweinetröge von Audeze zum Beispiel nicht bieten.
a-lexx1
Inventar
#27 erstellt: 04. Mai 2018, 16:23

zuglufttier (Beitrag #26) schrieb:
Behalte deinen HD600 und besorg dir mal einen gebrauchten Stax


Wenn das an mich adressiert ist - ich glaub, ich habe auch hier schon mal geschrieben, dass ich u.A. einen älteren Stax besitze, und zwar, Volltreffer, genau den Lambda Pro (dies habe ich noch nicht erwähnt )... Mag gute dynamischen aber lieber...
a-lexx1
Inventar
#28 erstellt: 04. Mai 2018, 16:31

trashman (Beitrag #25) schrieb:

Den gibt es nahezu schon: Habe meiner Nichte letztes Jahr, nachdem ich im Netz vorher in diversen Rezensionen gestöbert hatte, den Sennheiser Momentum 2.0 (kabelgebunden) für ihr Android-Handy geschenkt.
https://www.youtube.com/watch?v=8mPWy2UDFhs&t=2s


Der Momentum ist ohne einen guten KH direkt an einem Smartphone eine Katastrophe. Als wäre es nicht genug, dass er schon so basslästig ist, hat er noch eine sehr niedrige Impedanz und der Bass gerät an einem durchschnittlichen Smartphone mit einer Ausgangimpedanz im 10-Ohm-Bereich völlig ausser Kontrole.

Sonst ist er mit ein wenig EQ gut. Die Auflösung eines HD600 erreicht er aber leider trotzem nicht annäherend. Aber es ist für den mobilen Einsatz auch nicht soo wichtig, Hauptsache er isoliert gut und ist angenehm zu tragen Hab selbst seit langem einen Momentum Wireless, der, passiv angetrieben, im Klang dem Momentum 2.0 1:1 entspricht
Codobor
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 04. Mai 2018, 22:00
Also ich sehe den Clear DEUTLICH vor dem HD600, auch vor dem HD660S. Der Clear ist in meinen Augen der beste Dynamiker, den ich kenne. Und ich kenne viele. Aktuell hat petitrouge hier einen aktuellen Erfahrungsbericht vom Probehören mit dem Clear verfasst. Ist vielleicht interessant, allerdings vergleicht er mit anderen Geräten (nicht HD600).
Flöff
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 04. Mai 2018, 22:14

Codobor (Beitrag #29) schrieb:
Und ich kenne viele


Ich hatte auch schon relative viele.


Geschützter Hinweis (zum Lesen markieren):

MMX300 mit 600 OHM alte Version, Beyerdynamic T90, AKG 702, DT 1770, Superlux HD 681, Sennheiser HD 650, DT 770 mit 250 OHM, MMX300 gen 2 32 Ohm, Beyerdynamic T5P, Nochmal den DT 1770, DT 990 mit 250 OHM, Beyerdynamic Custom Studio (Verwende ich jetzt)


Dazu kommen noch ein dutzend billo In ears. Ist jetzt nicht extrem viel aber schon etwas. Fand die ohne Equalizer alle nicht wirklich pralle, keiner hat mich Glücklich gemacht. Letztlich ist das einzige was mich jetzt wirklich zufrieden gestellt hat ein Equalizer mit Stereo Croosfeed mit dem ich 30 Grad Lautsprecherklang auf meinem Custom Studio, bzw. 7.1 Sound für Spiele und Filme nachstelle. Geht wohl nur am PC in Echtzeit, leider. Für andere Platformen ist mir keine Alternative zum apo eq und zur Hesuvi Erweiterung die viele 100 HRTFs beinhaltet bekannt.

Ansonsten fand ich den HD 650 echt gut bis auf den fehlenden Tiefbass. Außerdem klang er durch den etwas zu leisen Hochton etwas dumpf, kann man aber per Equalizer ziemlich leicht ausbügeln und stellt da kein Problem dar. Besser als zuviel Hochton was einem wieder in den Ohren wehtut. Außerdem hört ja nicht jeder die Höhen gleichlaut, anderen könnte der Hochton vom HD 650 durchaus passen.

Was den Clear angeht, wenn ich jetzt Stumpf die RAW Messungen auf Innerfidality vergleiche, hat der Clear schon deutlich mehr Tiefbass als der HD 600.

focal clear vs hd600

Würde den Clear daher auch vor dem HD 600 sehen, rest sieht ziemlich ähnlich aus. Extrem viel Tiefbass scheint der aber eher auch nicht zu haben. Kenne aber eh kaum einen offenen Kopfhörer mit viel Tiefbass. Denke den Clear kann man Basstechnisch aber per Equalizer noch auf ein gutes Niveau bekommen ohne das es wie beim HD 600/650 anfängt zu krachen.


[Beitrag von Flöff am 04. Mai 2018, 23:26 bearbeitet]
Codobor
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 05. Mai 2018, 12:01
Das was den Focal Clear ausmacht, kann man nicht unbedingt am Frequenzgang ablesen. Der sieht gut aus, ohne Frage. Tiefbass kann der auch, für einen Dynamiker sogar wirklich gut. Kommt von dem recht groß dimensionierten Hub des Treibers. Außerdem weist der Clear, wie auch der Utopia, extrem geringe Verzerrungen auf. Das liegt einerseits an der besonderen Form des Treibers und andererseits an der steifen Membranoberfläche.

Nur, wie gesagt, die messtechnischen Aussagen, die wir ja auch bei Prof-X vor- und zurückdiskutiert haben, sind nur begrenzt geeignet, die Spielweise des Clear zu beschreiben. Der Frequenzgang passt, es wird bei leicht fallender Kennlinie kein Bereich irgendwie hervorgehoben oder unterdrückt. Das hat der Clear sogar seinen eigenen Geschwistern voraus. Der Elear dämpft mir in den Mitten zu stark und dickt die Bässe etwas auf. Der Utopia macht das schon deutlich besser und vor allem genauer, hat jedoch einen für mich nervenden Peak bei roundabout 6 kHz. Lustig ist, dass der Peak messtechnisch auch beim Clear zu sehen ist, aber etwas geringer ausfällt und dadurch subjektiv deutlich weniger nervt. Okay, wenn der gebotene Frequenzgang nicht die eigenen Vorlieben trifft, wenn man z.B. einen HD800 vorzieht, dann ist der Clear einfach nciht der richtige Hörer. Aber der TE kommt vom HD600, da sieht das schon anders aus. Vom Klang her sind Clear und HD600 nicht weit auseinander. Aber dennoch sind sie weit auseinander. Der Clear ist einfach eine andere Kategorie Hörer. Das ist Champions Ligue. HD600 ist mindestens zwei Klassen darunter.

Aber was macht es aus, wenn der Klang nicht das wesentliche Unterscheidungsmerkmal ist? Was es für mich ausmacht, sind im Prinzip zwei Dinge: Erstens die extreme Offenheit, die mit der konstruktiven Gestaltung für eine Abbildungsleistung sorgt, die nahezu unglaublich ist. Ich habe an anderer Stelle geschrieben, dass ich mit dem Clear den Eindruck habe, im Sweet Spot eines Breitbandlautsprechers zu sitzen. Die gebotene Abbildungsleistung finde ich genial. Und zweitens ... naja, das muss man einfach erleben, diese Impulstreue und Schnelligkeit, die der Clear mit dem Utopia gemeinsam hat und die in meinen Augen kein anderer Hörer so erreicht. Beides kann der klanglich vielleicht ähnlich abgestimmte HD600 nicht ansatzweise.

Weniger wichtig, aber natürlich nice to have ist die bauliche Gestaltung des Clear. Der Hörer ist haptisch und konstruktiv einfach gut und er sitzt trotz seines Gewichts super bequem. Und langzeittauglich. Da hatte ich bei meinem HD650, den ich lange in Verwendung hatte und der im Vergleich sogar leichter ist, immer so ein bisschen Probleme.
a-lexx1
Inventar
#32 erstellt: 05. Mai 2018, 12:19
Klingt gut, werde mir bei Gelegenheit einen holen, wenn der Preis stimmt. 1500 Euro finde ich was übertrieben, wenn man bedenkt, dass ein praktisch baugleicher Elex für unter 700 Euro neu zu haben ist. Aluspule hin, Kupferspule her... Hab's nicht eilig

Vielleicht hole ich mir beim nächsten Drop einfach den Elex, der klanglich dem Clear sehr nahe stehen soll, halt ein wenig anders abgestimmt...


[Beitrag von a-lexx1 am 05. Mai 2018, 12:56 bearbeitet]
Daiyama
Inventar
#33 erstellt: 05. Mai 2018, 12:42
Hmm, wenn ich mich richtig erinnere, geht der Elex aber abstimmungsmäßig noch weiter in Richtung 650...
Codobor
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 05. Mai 2018, 12:53
Den Elex zu holen ist sicherlich auch keine schlechte Idee. Ich kenne jemanden, der seinen Elex im Laufe dieses Monats erwartet und uns sicher auch berichten wird. Bin darauf sehr gespannt.

Leider ist die Beschaffung des Elex über Massdrop sehr sperrig. Weil man irgendeinen Support braucht. Massdrop will den nicht direkt nach Europe liefern. Wenn ich mal wieder in US bin, werde ich das vielleicht so organisieren, dass ich einen mitbringen kann. Eilig ist mir das aber ebenfalls nicht.
Warum? Die Sache wird voraussichtlich so ausgehen, dass man für 50% weniger Geld so um 5% weniger Erlebnis geboten bekommt. Vielleicht sind die Zahlen leicht anders, oder werden von verschiedenen Leuten unterschiedlich gesetzt, aber das Prinzip wird so sein. Der Mehrpreis korreliert eigentlich nie mit dem mehr gebotenen. An Ende des Tages ist für mich persönlich der Clear jedenfalls der beste momentan verfügbare Dynamiker. Daran wird voraussichtlich auch der Elex nichts ändern. Von daher würde ein selbst importierter Elex - bei vorhandenem Clear - mit allergrößter Wahrscheinlichkeit im Gebrauchtmarkt aufschlagen

Btw ... wann kommt der Clex?
Meine Idee dazu: Clear in schwarz mit einem gar schröcklichen Gummibilligwendelkabel und ohne Etui für 999 Dollar. Dafür mit dem endgenialen Carbon Kopfband des Utopia. Das wäre mal ein Deal.
a-lexx1
Inventar
#35 erstellt: 05. Mai 2018, 13:32
Genau, den Clex würd ich auch gern nehmen

Ich würde auch schon Wege finde, mir den Elex zu beschaffen, sollte ich einen kaufen wollen... Entweder hole ich mir selbst von drüben einen, oder lasse einen zu Kollegen schicken, oder einfach gebraucht auf head-fi, die sollten da bald auftauchen...

Bei mir ist es eigentlich so, dass ich den Senn nicht mal so toll finde. Er ist nur objektiv gesehen meine Referenz für ‚neutral‘ bei Kopfhörern. Aber ich höre viel lieber mit meinem stark färbenden W5000. Ausserdem sind beide, der Focal und der Senn, offen. Die meiste Zeit höre ich lieber mit geschlossenen, wenn ich mich nicht von meiner Familie separieren will...

Eigentlich bin ich mit meinem aktuellen Setup absolut glücklich, wenn nur nicht der verdammte Spieletrieb wäre
a-lexx1
Inventar
#36 erstellt: 05. Mai 2018, 17:18
Habe gerade, zwecks Finanzierung eines Focals, meinen K1000 gerade hier im Forum zum Verkauf reingestellt...
trashman
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 05. Mai 2018, 17:51

a-lexx1 (Beitrag #3) schrieb:
Aber der alte gute Senn klingt immer noch beeindruckend... Ist halt einer der wenigen, der mit jeder Art Musik gut klingt... Man vergisst es zu schnell, wie gut der HD600 eigentlich ist, ich habe meinen vor kurzem wiederentdeckt, und bin immer wieder überrascht, wie gut er doch ist...


a-lexx1 (Beitrag #35) schrieb:

Bei mir ist es eigentlich so, dass ich den Senn nicht mal so toll finde. Er ist nur objektiv gesehen meine Referenz für ‚neutral‘ bei Kopfhörern. Aber ich höre viel lieber mit meinem stark färbenden W5000.

So langsam verstehe ich den Sinn deiner hiesigen Beiträge nicht mehr. Erst ein Loblied auf den HD 600 - und dann so lapidar die Aussage, dass du mit einem "stark färbenden" Hörer viel zufriedener bist. Wie sinnvoll dann noch das Interesse an einem Modell wie dem Clear sein soll, dessen Name schon eine auf neutral getrimmte Klangsignatur vermuten lässt (Tiefbassqualitäten hin oder her), ist mir ebenso schleierhaft.
a-lexx1
Inventar
#38 erstellt: 05. Mai 2018, 18:13
Was ist daran so schwer zu verstehen? Der Senn ist objektiv gesehen ein sehr guter KH. Nur, gerade nachgezaehlt, besitze ich gerade 7 sehr gute ohrumschliesende, die IEMs zaehle ich gar nicht, aber ich vertrage sie mittlerweile schlecht... Der Senn ist einfach nicht mein lieblings-KH, das ist alles. Aber ich esse auch nicht jeden Tag mein Leibgericht...

Wie ich in diesem Thread geschrieben habe, habe ich den Senn gerade 'wiederentdeckt' und war überrascht, dass er so gut klingt, ich hatte ihn irgendwie anders in Erinnerung... Eigenrlich dachte ich, dass ich ihn schon längst verschenkt habe, war ein Zufallsfund tief in einer Schublade

Und einen sehr guten neutralen KH kann ich gut gebrauchen, z. B. für Operas. Der W5000 ist ein spezieller, passt nicht zu jeder Musik...
KallisGrillimbiss
Stammgast
#39 erstellt: 16. Mai 2018, 21:44
Ich habe den Clear (Professional) als Upgrade für meinen HD 650 gekauft. Den HD 600 kenne ich nicht. Der Clear ist wesentlich heller abgestimmt als der HD 650 und hat auch mehr Tiefbass. Insgesamt klingt er natürlich nicht 5x besser, aber aus meiner Sicht ist der Zugewinn schon so deutlich, dass der Preisunterschied gerechtfertigt ist. Ich habe viele Reviews gelesen und finde den Gesamteindruck schon insgesamt zutreffend beschrieben. Meine Erwartungen haben sich bestätigt. Es bestand zum Beispiel nach meiner Wahrnehmung große Einigkeit dahingehend, dass der Clear praktisch keine Nachteile hat. Das sehe ich auch so: Es gibt keinen Bereich, in dem er so schlecht wäre, dass es stört. Beispielsweise ist er zwar eher hell, aber weitaus weniger als zB der HD800. Ich persönlich bin dahingegehend empfindlich. Deshalb war das für mich ein Killerargument gegen den HD800(S). Der Clear bleibt aber noch in dem Rahmen, den ich als "richtig" empfinde. Allerdings deckt er schnell auf, wenn durch irgendwelche anderen Faktoren zu viele Höhen reinkommen (bei mir zB hat sich eine Einstellung am PC als klanglich ungünstig herausgestellt - mit dem HD 650 hatte ich gar keine Unterschiede gehört). Deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass er im Studio nützlich sein dürfte. Ich höre insgesamt mehr Details als mit dem HD 650 und habe mehr Punch. Gleichzeitig ist er zwar vielleicht in keiner Einzeldisziplin der beste der Welt, aber in jedem Fall in der gerade-noch-bezahlbar-Klasse ein sehr, sehr guter Allrounder. Ich würde sagen, er ist kein Schnäppchen und Focal kocht auch nur mit Wasser, aber man kann auch nichts damit falsch machen, wenn man gerne mal 1.500 Euro für Technikklimbim auf den Kopp hauen möchte.
Daiyama
Inventar
#40 erstellt: 16. Mai 2018, 23:09
Sehr treffend beschrieben.
Flöff
Hat sich gelöscht
#41 erstellt: 16. Mai 2018, 23:16

KallisGrillimbiss (Beitrag #39) schrieb:
Insgesamt klingt er natürlich nicht 5x besser, aber aus meiner Sicht ist der Zugewinn schon so deutlich, dass der Preisunterschied gerechtfertigt ist


Wir sprechen hier von 1500 € vs 330 €. Rein vom Klang wird da garnichts gerechtfertigt sein, denke die Verarbeitung beim Clear wird besser sein, die Abstimmung scheint auch mehr ins Spaßige zu gehen was ich aber auch positive sehe, fand den HD 650 schon leicht muffig. Wie schauen den die Preise für Ersatzpolster aus? Zubehör?

Hat der Clear einen Croosfeed der 30 Grad Lautsprecherklang nachstellt integriert oder warum sind jetzt 1500 € für zwei Speaker die einen im 90 Grad Winkel beschallen gerechtfertigt? Ich finde den Preis ehrlich gesagt extrem hart auch wenn der Hörer eine gute Verarbeitung und tolle Abstimmung hat.
n8w
Stammgast
#42 erstellt: 17. Mai 2018, 06:23
Hier noch ein schöner Test des Clear's aus Studiosicht!

https://www.bonedo.d...ofessional-test.html
RunWithOne
Stammgast
#43 erstellt: 17. Mai 2018, 08:56
Ich schließe mich KallisGrillimbiss Urteil an. Die Sennis waren mir immer zu dumpf und ein wenig klapprig, auch wenn ich noch nicht alle auf dem Kopf hatte. Der Clear macht wirklich viel richtig. Manchmal (Power Metal) ist er auch ein wenig mir zu hell, liegt aber an der Musik/Abmischung. Die Verarbeitung ist klasse und lässt keine Wünsche offen. Was mir besonders gefällt ist die Impulstreue. In der Preisklasse bis 1000€ habe ich schon viele KH gehört oder auch selbst besessen. Aber der Clear trumpft hier wirklich stark auf. Insgesamt ein toller Hörer mit Allroundanspruch. Wenn es manchmal nicht ganz passt, darf man sich gern Loudness oder EQ bedienen.
Daiyama
Inventar
#44 erstellt: 17. Mai 2018, 09:06
Wenn man schon Preisrelationsbetrachtungen machen möchte, sollte man vielleicht den aktuellen Sennheiser HD660 heranziehen, der 500€ kostet. Zieht man noch das Ausstattungspaket vom Clear ab, kommt man vielleicht noch auf den Faktor 2,5. Das mag für manche immer noch nicht passen, aber es werden für deutlich weniger Klangewinn oft deutlich größere Preisunterschiede gezahlt. Ob sich ein Preisunterschied „lohnt“ ist immer eine individuelle Ansicht.
RunWithOne
Stammgast
#45 erstellt: 17. Mai 2018, 09:23
Ist wir überall, Beispiel Leichtbau:

Die ersten Kilo sind schnell eingespart und der Aufwand ist vertretbar. Jedes weiter Klio/Gramm wird dann exorbitant teuer. So ist es mit dem KH halt auch. Die Klanglichen Zugewinne und der Preis korrelieren nicht linear. Da muss man eben Prioritäten setzen, Preis oder Klang.
a-lexx1
Inventar
#46 erstellt: 17. Mai 2018, 10:17
Ok, ich sehe hier Vergleiche mit einem HD650, der gegen Clear als dumpf beschrieben wird. Aber der HD650 IST dumpf, auch gegen einen HD600 (mit wseissen Treibern).
Deshalb hab ich auch extra geschrieben, dass es mir explizit um einen HD600 geht, nicht um einen HD6xx, wo die xx beliebig sind.

Der HD600 ist keineswegs ein dumpfer KH, der ist eigentlich ein ziemlich neutraler mit einer kleiner Tendenz zum eher helleren. Wie gesagt, HD600 <> HD650

Ok, mein K1000 ist erstmal verkauft, mal schauen, was ich mit dem Geld mache. Zum Listenpreis kaufe ich mir jedenfalls keinen Clear, schon aus Prinzip nicht. Die Leute von Focal scheinen ziemlich restriktiv zu sein, sanktionieren jeden Verkäufer, der unter UvPE verkauft, Gebrauchtkäufer verlieren Garantieansprüche, Ersatzohrpolster kosten gleich $200 usw... Das macht die in meinen Augen nicht sympatisch.

Da bin ich eher geneigt, mein Geld einem gewissen Heilbronner zukommen zu lassen, der auch noch bei mir um die Ecke produziert (weniger als eine Stunde Autofahrt zu deren Zentrale von mir)...

Mal schauen. Plus die diversen Komentare wegen 'Clipping' von Focal bei head-fi, und das 'Clipping' soll sogar ein Feature sein... Bin noch unentschlossen...
KallisGrillimbiss
Stammgast
#47 erstellt: 17. Mai 2018, 10:58
Zum Preis: Sowohl HD 600 als auch HD 650 hatten ein spitzenmäßiges Preis-/Leistungsverhältnis - viel besser als der Clear. Nach meinen (begrenzten) Erfahrungen muss man aber, wenn man eine wirkliche Steigerung möchte, schon zwei Preisklassen höher schauen. Dazwischen sind zwar auch gute Hörer, aber der Unterschied war mir subjektiv nicht groß genug für einen Wechsel. Ich habe zB den Elear getestet und fand den zwar besser als den HD 650, aber nicht so viel, dass ich dafür 1.000 Euro ausgegeben hätte (zu wenig Höhen). Den Audeze LCD-2 C fand ich auch sehr gut für den Preis, aber er hatte mich auch nicht restlos überzeugt (u.a. Tragekomfort). Dann lieber gleich 1.500, und man hat dann auch in allen Bereichen eine Verbesserung.
Es ist ja überall im Hifibereich so, dass bei steigender Qualität das P/L-Verhältnis quasi exponenziell schlechter wird.
Der Clear ist preislich halt zwei Klassen über dem HD 650 positioniert und hält für mich auch das damit verbundene Versprechen ein, klanglich zwei Klassen besser zu sein. Aber die Preisunterschiede dieser von mir subjektiv so empfundenen "Klassen" werden immer größer und die Klangunterschiede immer kleiner.
a-lexx1
Inventar
#48 erstellt: 19. Mai 2018, 14:04
So, die Finanzierung meines neuen Spielzeugs ist durch den Verkauf vom älteren Kramm gesichert, nur wird leider wohl doch nichts aus dem Clear, meine Frau möchte, dass ich mir einen geschlossenen hole.

Auf der Liste stehen nun ein T5p oder ein Amiron Wireless. Nur kann man den zweiten niergendwo probehören... Werde dann wohl doch nach Heilbronn fahren müssen in der Hoffnung, dass die im Fabrikoutlet schon welche zum Probehören haben... Bin nicht so der Fan vom Bestellen und Zurückschicken...
RunWithOne
Stammgast
#49 erstellt: 19. Mai 2018, 14:38

a-lexx1 (Beitrag #48) schrieb:
So, die Finanzierung meines neuen Spielzeugs ist durch den Verkauf vom älteren Kramm gesichert, nur wird leider wohl doch nichts aus dem Clear, meine Frau möchte, dass ich mir einen geschlossenen hole.

Auf der Liste stehen nun ein T5p oder ein Amiron Wireless. Nur kann man den zweiten niergendwo probehören... Werde dann wohl doch nach Heilbronn fahren müssen in der Hoffnung, dass die im Fabrikoutlet schon welche zum Probehören haben... Bin nicht so der Fan vom Bestellen und Zurückschicken...


Du wirst es bereuen. Ich verziehe mich mit dem Clear immer in ein anderes Zimmer, Zuspieler DAP. Was ist deine Quelle? Der T5pMKII ist auch toll, aber eben anders. Vom Amiron hatte ich nur die Wired Variante zur Probe. Diese besaß nicht die Klarheit von T5p und Clear.
DoctorPro
Ist häufiger hier
#50 erstellt: 19. Mai 2018, 15:23
Wenn du dich für den Clear interessierst und es geschlossen sein muss, vielleicht auch an den geschlossenen Aeon denken. Ich habe einen Clear und den Aeon und beide sind sich recht ähnlich, auf jeden Fall ähnlicher als ein T5p mit Buckeln im Frequenzgang.

Der Aeon hat etwas mehr Tiefbass, der Clear ist ein bisschen wärmer. Beide haben einen guten Tiefbass der ohne aufgeblähten Oberbass erkauft wird.
a-lexx1
Inventar
#51 erstellt: 19. Mai 2018, 20:06
Der Aeon stand auch schon länger auf meiner Liste. Nur erstens hat er für semi-mobil ein zu langes Kabel, und zweiten§ müsste ich den eigentlich blind kaufen...

Mein Problem gerade: ich kann meine grosse stationäre Kette gerade niicht nutzen, alles ist eingemottet und wartet auf ‚bessere‘ Zeiten, ich kriege mein Zimmer erst in etwa 1,5-2 Jahren wieder zurück

Ich muss somit auch zu Haus semi-mobil hören. Ein Jahr lang etwa habe ich’s mit einem Momentum Wireless ausgehalten. Aber der ist eben nur mid-fi, hat nicht die Auflösung, die ich sonst gewöhnt bin, und praktisch keine Bühne...

Mein Zuspieler ist gerade ein ‚gevoodeter‘ SG1 mit einem Fiio A5 als Stack, nicht mal so schlecht. Meinen W5000 kann ich so nicht nutzen, der hat ein langes unflexibles mikrofonisches kabel, braucht einen 3,5mm Adapter usw... Somit nutze ich abwechselnd einen K550 und einen HD600.

Der AKG ist mir manchmal zu anstrengend und hat manchmal zu wenig ‚Körper‘. Der HD600 ist besser, aber leise zu langweilig, erst aufgedreht macht er mir Spass, aber dann wird‘s für meine Frau zu laut...

Eigentlich brauche ich nichts neues, war und bin mit meinem W5000 am HA5000 immer nich absolut zufrieden. Da ich die aber nicht nutzen kann, brauche ich doch was, bis die besseren Zeiten beginnen.

Ich glaub schon, dass ich mit einem T5p u.U. glücklich werden kann, höre fast ausschliesslich Jazz, Vocal Jazz, Songwriter, Klassik, ein wenig klassischen Rock. Kein pop, keine EDM. Mir sind vor allem saubere Mitten mit der bestmöglichen Auflösung sowie eine grosse/naturgetreue Bühne wichtig, Tiefbass eher weniger, den hat man bei akustischer Musik eher selten...

Für den Preis eines Clears bekomme ich einen neuen T5p g2 (unter 700 direkt bei Beyer) plus einen jungen gebrauchten HD800. Vielleicht wäre das für mich eine bessere Alternative. Wie gesagt, die meiste Zeit werde ich wohl beim geschlossenen bleiben, ab und zu wäre ein wenig offen drin...


[Beitrag von a-lexx1 am 19. Mai 2018, 20:11 bearbeitet]
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