Unterschied Klang 200€ Kopfhörer zu 500 - 1000€ Kopfhörer

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syndia30
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 10. Jan 2019, 15:35
Wie kann man sich den Unterschied von einem 200 Euro Kopfhörer wie den Byerdynamics DT990 zu einem sagen wir mal 500 Euro oder gar 1000 Euro Kopfhörer vorstellen?

Wenn ich den 20 Euro Sony Kopfhörer von meiner Tochter mit deinem Tasker 80 (DT770) oder den Sony 1000XM3 vergleiche, dann hört man sofort einen Unterschied, der Bass wummert nicht sonder ist klar und deutlich zu hören, ebenso ist das Raumgefühl deutlich ausgeprägter und man hört die Instrumente viel besser heraus.

Alles ziemlich deutlich und sofort hörbar.

Die Frage die ich mir stelle ist der Unterschied von einem 200 Euro zu 1000 Euro Kopfhörer ebenfalls so deutlich und sofort höhrbar oder sind die 200 € Kopfhörer wie der DT990, Sony XM3 schon so gut das es nur noch sehr feine Nuance unterschied sind?

Danke für die Aufklärung.
Hüb'
Moderator
#2 erstellt: 10. Jan 2019, 15:56
Das kann man pauschal nicht beantworten, denn in Deinem Beispiel vergleichst Du Äpfel mit Birnen. Wenn sich die Klangsignatur zweier KH signifikant unterscheidet, dann mögen unterschiedliche Hörer diese beiden KH unterschiedlich gut finden OHNE, dass die beiden KH qualiitativ tatsächlich auf unterschiedlichen Leveln spielen (subjektives Gefallen führt zum Urteil besser oder schlechter; dabei kann die Klangsignatur eines 200 EUR KH manchem vielleicht besser gefallen als diejenigen eines anderen, 1.000 EUR KH).

Grundsätzlich ist die Qualitätszugewinn keiner, der proportional zum Preis verläuft. Auch mag sich der Zusatznutzen teurer KH ggf. nur bei ausreichender Hör- und Vergleichserfahrung in Verbindung mit einem gegeben (erhöhten) Qualitätsanspruch erschließen. Will sagen: es mag viele Menschen geben, für die eine Ausgabe oberhalb von Betrag x EUR unsinnig ist. Genau diese Grenze ist aber sehr individuell zu definieren.

Viele Grüße
Frank


[Beitrag von Hüb' am 10. Jan 2019, 15:57 bearbeitet]
Basstian85
Inventar
#3 erstellt: 10. Jan 2019, 16:25
Sehr gute Antwort von hüb wie ich finde.

Ich finde KHs im ca 200€ Bereich schon auf recht hohem Niveau, so teure KHs wie in den letzten Jahren erschienen sind gab es vorher kaum - dabei hat sich technisch garnicht so viel getan Hier mal ein Thread dazu. Du musst es dir einfach selbst anhören, am besten auch mit deiner Musik.


[Beitrag von Basstian85 am 10. Jan 2019, 22:34 bearbeitet]
Hüb'
Moderator
#4 erstellt: 10. Jan 2019, 16:29

Basstian85 (Beitrag #3) schrieb:
Sehr gute Antwort von hüb wie ich finde.

Danke!

Basstian85 (Beitrag #3) schrieb:
Du musst es dir einfach selbst anhören, am besten auch mit deiner Musik.

Das ist in diesem Fall immer noch der beste Tipp, um eigene Maßstäbe zu entwickeln.

Ich persönlich stehe dem Hype um superteure KH eher skeptisch ggü.
Die Hersteller kochen alle nur mit Wasser und in den letzten Jahren haben viele Anbieter hier schlicht einen Markt entdeckt, der für sie bisher - teils jahrzehntelang - keinerlei Rolle spielte.



[Beitrag von Hüb' am 10. Jan 2019, 16:37 bearbeitet]
Rollensatz
Stammgast
#5 erstellt: 11. Jan 2019, 09:15
Ja, der einzige Weg ist es in ein Ladengeschäft zu gehen (Zeit mitbringen) und dort mit deiner Musik, die du genau kennst, Probe zu hören.

Denn man muss sich erst selbst im Klaren darüber werden, welche Signatur man am Kopfhörer überhaupt mag. Dann ist es auch wichtig, was man überhaupt gerne für Musik hört.

Jemand, der gerne Metall hört, wird selbst bei sehr teuren Kopfhörern (ala HD800s) die Nase rümpfen. Einfach weil dieser KH nicht gut mit Metall oder Hip Hop/Rab funktioniert - in der Regel. Wird auch sicherlich den einen oder anderen geben, der das trotzdem macht.
JackA$$
Stammgast
#6 erstellt: 11. Jan 2019, 17:52
Ich finde z.B. den Takstar Pro 82 für meinen Geschmack klanglich besser abgestimmt als ein DT 770. Ist eben die subjektive Wahrnehmung.

Fakt ist, in den höheren Preisklasse bekommst du auch andere Systeme. Fängt an bei Tesla, zu Elektrostaten weiter zu Magnetostaten und co. Das muss jetzt auch noch nicht heißen, dass solche Systeme klanglich besser sind, aber sie bringen den Klang anders an den Mann.
Ich will z.B. seit Ich meinen T70 habe, keinen anderen Beyer <200€ auf dem Kopf habe, mir fehlt da einfach was, was mir der T70 bringt. Andere sagen wieder, der T70 klingt dumpf und topfig, was Ich garnicht raus höre, eher spielt gegen ihn nen DT 990 sehr dumpf und dunkel.

D.h. um den für sich selbst richtigen Kopfhörer zu finden, hilft nur in aller Ruhe Probe zu hören.


[Beitrag von JackA$$ am 11. Jan 2019, 17:55 bearbeitet]
Blechdackel
Stammgast
#7 erstellt: 11. Jan 2019, 19:35
Also dumpf und T 70 das passt schon mal nicht. Aber etwas irgendwo in den Mitten kann gelegentlich ein wenig "topfig" klingen.
"Dosig" war noch so eine andere genannte Vokabel. Wenn ich es feststellte, dann war es bei mittelmäßigen und durchschnittlichen Produktionen.
Das habe ich in wenigen Einzelfällten als ich den T 70 Anno 2012 hier hatte sogar festgestellt.
Als ich den T 70 das erste mal in der Hand hatte, war das schon etwas Beeindruckendes. obwohl der alte DT 990 Pro der damals mein bester KH war, objektiv nur wenig schlechter vom Material ist. Aber es waren auch die 450 € die man im Hinterkopf hat, wenn man so einen Kopfhörer dieser Preisklasse das erste mal real vor sich hat.

http://www.hifi-forum.de/viewthread-211-409.html

Langfristig entschieden habe ich mich für den T 90, der noch im selben Jahr auf dem gleichen Wege bei mir war.
Prinzipiell und zugunsten anderer Interessen und Prioritäten ist die Preisklasse über 500 € und grundsätzlich alles was mit High-End zu tun hat bei mir uninteressant.
Qualitative Unterschiede zwischen 200 und 500 € Klasse kann man schon feststellen, aber sie überwältigen einen nicht gerade mit einer Erschütterung, meist sind es Feinheiten.

Heiko


[Beitrag von Blechdackel am 11. Jan 2019, 19:44 bearbeitet]
ZeeeM
Inventar
#8 erstellt: 12. Jan 2019, 08:13
Man muss auch in Kauf nehmen, das man sich an ein eine Klangsignatur gewöhnt und das kann schon eine ganze Menge ausmachen. Als ich, damals einen DT990pro besitzend das erste Mal auf einem Meet einen AT W5000 hörte, dachte ich die Sängerin tönt aus dem Abflussrohr eines Waschbeckens. 2-3 Tage mit einem HD800 und folgenden Wechsel auf den DT990pro lies den DT990 wie eine dicke Wollsocke im Ohr erscheinen.
Jetzt höre ich im Wechsel mit einem OE1, Lambda Pro und HE5LE und die meisten der noch vorhandenen < 200 Euro Hörer die ich hier habe, klingen dagegen krumm.
T70 hatte ich auch mal zum Test und fand ich leicht blechern und ordentlich schrill. Den T90 den ich mal kaufte, aber nach 1 Woche retournierte, klang für mich anfangs spektakulär, aber dann irgendwie nicht aus einem Guß, sonder eher wie auf Steroide, wie eine 3 Wege Box, bei der man jedes der 3 Chassis hörbar als solches erkennt.
Ich nutze zum Test immer gern Mike Oldfields Amarok
Basstian85
Inventar
#9 erstellt: 12. Jan 2019, 10:15
Der T90 ist einer meiner Lieblingshörer. Er war damals doppelt so teuer wie der DT880 (Damalige Neupreise ca. 500€ vs 250€) - "Doppelt so gut" klingt er aber natürlich nicht, so immens große Sprünge braucht man ab 200€ KHs wie DT880 auch nicht mehr erwarten IMO. Sehe das ähnlich wie der Blechdackel, man hört es schon - es pfeffert Einen aber nicht Weg wie ein Sprung eines 0815-40€-KH zum DT880.

Das einzige was mich am T90 manchmal störte war der Hochton, welcher bei einigen Aufnahmen einfach etwas zu scharf war (Höre viel unterschiedliche Musik), das schränkte seine Allround-tauglichkeit ein. Die Details werden einem da auch etwas mehr unter die Nase gerieben. War fast wie ein zweischneidiges Schwert, die einen Aufnahmen klangen superb - Andere eher meh (Auch deswegen wichtig eigene Musik/Genres zu hören). Das war mit meinen alten AKG K240S zB nicht so.

Per Equalizer APO habe ich u.A. ein paar Resonanzen/Peaks entschärft. Kein großer Eingriff, hat aber gut geklappt und das hat ihn für mich nochmal deutlich "aufgewertet". Kann nun im Prinzip Alles damit genießen. Hier und Hier noch Links zu EQ Tutorials - kann eine gute Ausgangsposition sein, um den KH den persönlichen Feinschliff zu geben...


[Beitrag von Basstian85 am 12. Jan 2019, 10:38 bearbeitet]
imLaserBann
Stammgast
#10 erstellt: 12. Jan 2019, 15:14
Wenn man mal drüber nachdenkt, ist es eigentlich wirklich skurril, was man beim Kauf von Kopfhörern für Informationen vom Hersteller (zum Klang) bekommt.
Einen Übertragungsbereich anzugeben, der dann gerne bei 5-50000 Hz liegt, ist doch z.B. total nichtssagend. Dazu dann noch die Nennimpedanz, die einem allein wenig hilft und noch irgend nen Wert in db, wenn man Glück hat. Wobei man noch aufpassen muss, ob es die maximale Belastbarkeit ist oder der Wirkungsgrad. Und letzterer wird natürlich je nach Modell noch unterschiedlich angegeben, db/mW @ 500Hz db/V @ 1000 Hz etc. pp..
Bei den Herstellern weiß ich auch nach 20 gelesenen Seiten über Referenzhörer, high-end, edle Materialien und Studioqualitäten nicht, ob mir ein Hörer gefallen könnte.

Wobei man sich andererseits natürlich fragen muss, wie lange man in Foren, bei rtings oder innerfidelity etc. Messwerte und Reviews lesen möchte, bevor man sich zum Probehören durchringt.
Ghoster52
Stammgast
#11 erstellt: 12. Jan 2019, 16:09
Mann sollte sich von der Meinung teurer = besser verabschieden.
Ich bin auch so ein KH Nerd und besitze mehrer KH's.

Wenn man sich die Mühe macht und den KH durch EQ und / oder Modding auf seine eigenen Präferenzen abstimmt,
bleibt nicht mehr viel vom "Marketing-Gebrabbel" über.
Technisch gesehen ist ein KH kein Hexenwerk, es steckt nur eine kleine Tröte drin, die man für teuer verkaufen will.
captain_carot
Inventar
#12 erstellt: 12. Jan 2019, 16:28
Es gibt generell kein lineares Verhältnis von Klang zu Preis. Auch bei Lautsprechern nicht. Sorry für das kurze Abweichen vom Thema, aber ich habe z.B. vor einigen Jahren was mit einem kleinen Seas Koax gebaut, der auch in der Trenner & Friedl Sun steckt. Scheint auch reichlich Parallelen bei der Weiche zu geben, jedenfalls sind mein Lautsprecher und die Trenner & Friedl sich sehr ähnlich. Auch klanglich. Allerdings kostet die exklusive Markenbox so ab 2.500,-€. DIY waren seinerzeit etwas über 300,-€ und um die 600,-€ wären aus meiner Sicht für einen entsprechenden Fertig-LS gerechtfertigt gewesen. Allerdings bezahle ich auch nix für Exklusivität.
Aus meiner Sicht könnte man auch bei KEF was besseres für weniger Geld als die Trenner & Friedl kaufen. Oder einen herausragenden Aktiv-Koax von Genelec für etwas mehr. Wobei der natürlich nach Studioequipment aussieht.

Bei Kopfhörern, erst Recht bei den besonders hochpreisigen, bezahlt man zu einem gewissen Grad eben auch die Exklusivität. Oder ausgefallenere Materialien. Das heißt aber nicht, dass man hier keinen besseren Klang bekommt. Das was man hört ist aber nicht nur von objektiven Maßstäben abhängig. Trotzdem mögen hochpreisige Modelle auch hier noch mal deutlich punkten können. Unterm Strich sollte es, ganz subjektiv, einem selbst gefallen.

Mir reichen Kopfhörer in der 200,-€ Region bisher jedenfalls völlig. Teurer macht vllt. manches besser, aber bisher lagen da für mich tatsächlich keine Welten zwischen.
Ich würde sogar noch weiter gehen und behaupten, dass es auch den einen oder anderen Kopfhörer zumindest im Bereich um 50,-€ gibt, der sich schon gar nicht so schlecht schlägt.
Wenn man allerdings auf der anderen Seite bereitwillig 1.500,-€ für einen Focal Clear ausgibt, um damit glücklich und zufrieden zu sein, dann ist doch völlig egal ob der nun 10% oder 750% besser ist als ein DT880 oder Sennheiser HD600. Hauptsache es passt.
Danzig
Inventar
#13 erstellt: 12. Jan 2019, 16:52

captain_carot (Beitrag #12) schrieb:

Bei Kopfhörern, erst Recht bei den besonders hochpreisigen, bezahlt man zu einem gewissen Grad eben auch die Exklusivität.

Mir reichen Kopfhörer in der 200,-€ Region bisher jedenfalls völlig. Teurer macht vllt. manches besser, aber bisher lagen da für mich tatsächlich keine Welten zwischen.
Ich würde sogar noch weiter gehen und behaupten, dass es auch den einen oder anderen Kopfhörer zumindest im Bereich um 50,-€ gibt, der sich schon gar nicht so schlecht schlägt.
Wenn man allerdings auf der anderen Seite bereitwillig 1.500,-€ für einen Focal Clear ausgibt, um damit glücklich und zufrieden zu sein, dann ist doch völlig egal ob der nun 10% oder 750% besser ist als ein DT880 oder Sennheiser HD600. Hauptsache es passt.


100% Zustimmung.
Ich geh sogar noch weiter und behaupte, dass jemand der mit nem DT770 Pro (125€) und nem AKGK701 (125€) Musik hört, für 250€ Gesamtpreis besser aufgestellt ist, als jemand mit nem offenen oder geschlossenen 2000k Kopfhörer. Es gibt eben Dinge die ein geschlossener Kopfhörer nie können wird, genau so gibts Dinge die fürn offenen Kopfhörer nachteilig sind. Und selbst wenn man die von mir genannten Kopfhörer nicht mag, dann kann man die ja durch Kopfhörer ersetzen die man mehr mag.

Ich hab jetzt schon einige Kopfhörer gehört seit ich mit dem Hobby angefangen hab und muss sagen, dass der Kaufpreis fast nichts über den Klang eines Kopfhörers auszusagen hat. Und gerade bei Kopfhörern wie den DT770/880/990, dem AKG 701 oder ATH-MSR7 (oder, oder oder) und deren Preis-/Leistungsverhältnis, lässt sich ein 2000€ Kopfhörer doch wirklich nur noch mit "wollte ich haben, weil ich den haben wollte" rechtfertigen. Meine Meinung. Ich bin kein Vertreter der in Sachen HiFi zur Geizabteilung gehört, aber es gibt mMn keinen Kopfhörer auf dem Markt der so viel Geld wert ist (auch und vor allem nicht aus klanglicher sicht). Das grenzt schon fast an Voodoo, wie bei den ganzen teuren Kabeln.

Kaufen kann man natürlich was man will, aber objektiv gedacht ist kein Kopfhörer 2000€ wert. Es sei denn es ist die Plattgold-Schaich Version. Aber die klingt dann auch nicht besser, weil mit Gold überzogen.


[Beitrag von Danzig am 12. Jan 2019, 16:55 bearbeitet]
user712
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 12. Jan 2019, 20:35
Die letzten Beiträge erinnern mich an die Fabel vom Fuchs und den süßen Trauben. Egal, ob die Boliden ihren Preis Wert sind, aber sollte sie schon gehört haben, bevor man sie pauschal abwertet.
Poe05
Stammgast
#15 erstellt: 12. Jan 2019, 20:54
Eben wie eine Fabel. Es steckt immer (mindestens) ein Fünkchen Wahrheit darin.
MPosti
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 12. Jan 2019, 22:13
Ich stimme mit der gãngigen Meinung in diesem Thread vollkommen überein. Ein Kopfhörer muss einfach passen. Das ist von Person zu Person unterschiedlich. Da hat der Preis recht wenig zu sagen.

Allerdings erwische ich mich selber oft dabei, dass ich bei den hochpreisigen Modellen tatsächlich davon ausgehen, dass sie besser klingen. Ich denke, dass in den Gehirnen der meisten irgendwo ein Schalter auf "teurer ist immer besser" steht. Das liegt bestimmt an der Dynamik unserer kapitalistischen Gesellschaft.
captain_carot
Inventar
#17 erstellt: 12. Jan 2019, 22:16
Keine pauschale Abwertung. Aber erstmal ist eben lange nicht alles, rein objektiv betrachtet, sein Geld wert. Subjektiv kann das natürlich trotzdem der Fall sein.
Obendrein gibt es eben kein lineares Verhältnis Preis-Klang.

Für mich ist die Kombi aus offenem und geschlossenem für jeweils 150-200,-€ z.B. deutlich besser als es ein einzelner, teurerer Kopfhörer wäre. Das muss aber auch nicht für jeden der Fall sein.

So ganz nebenbei gibt es dann fieserweise auch noch Kopfhörer im Bereich von 20-40,-€, die für ihren Preis überraschend gut sind, und vielleicht manchen Kopfhörern über 100,-€ gleichwertig sein mögen, während sie gegen andere womöglich kein Land sehen.

Davon ab sind gerade Kopfhörer tatsächlich einfach ziemlich subjektiv. Es gibt z.B. Leute, denen ein Superlux HD 681B deutlich besser gefällt als ein Beyerdynamic DT 880. Das spielt für mich aber tatsächlich keine Rolle, weil mir der DT 880 sehr gut gefällt.

Wenn jemand erst mit einem Focal Clear wirklich zufrieden ist, der ca. das Neunfache kostet, dann ist das auch völlig legitim. Nun hab ich den Clear tatsächlich noch nicht gehört. Optisch find ich den nebenbei bemerkt ziemlich geil. Der müsste aber auch um ein Vielfaches besser sein als meine aktuellen Kopfhörer, damit ich so viel Geld bezahlen würde.
Und wie viel besser, oder sogar schlechter, ich den empfinden würde, das wäre dann wieder völlig subjektiv.

Am Ende muss es einem selbst gefallen und auch für einen selbst das Geld wert sein. So banal ist das, so einfach ist es und so komplziert ist es gleichzeitig.
Zwusel_26
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 12. Jan 2019, 23:51
Auch ein Audiotest beim HNO Arzt kann die persönlichen Grenzen aufzeigen, die getroffenen Wahl des Kopfhörers wird immer eine Sache des Geschmacks und der Vorlieben sein. Da kann ein guter Kopfhörerverstärker schon ein mehr an Klanggenuß bringen.
captain_carot
Inventar
#19 erstellt: 13. Jan 2019, 00:31
Wenn es danach geht ist mein Gehör für mein Alter sehr gut. Ändert aber u.a. nix daran wie sehr man sich auf eine bestimmte tonale Abstimmung einstimmen kann und erst Recht nicht an all dem 'Unsinn' den unser Gehirn nach den Ohren anstellt.
Posaune
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 13. Jan 2019, 12:42
Ich mache seit einiger Zeit auch mit Kopfhörern rum und hab jetzt einfach "blind" zugeschlagen. Bekomme demnächst den AKG K 812 zusammen mit dem Vioelectric HPA V 200. Hoffe mal es passt.


[Beitrag von Posaune am 13. Jan 2019, 13:02 bearbeitet]
Danzig
Inventar
#21 erstellt: 13. Jan 2019, 15:39

Zwusel_26 (Beitrag #18) schrieb:
Da kann ein guter Kopfhörerverstärker schon ein mehr an Klanggenuß bringen.


Ein guter Verstärker macht nur eins: das Signal verstärken.
Und wo fängt jetzt ein guter Verstärker an? Bei nem ViiO für um die 70-100€ der das gut kann oder vllt. bei meinem Marantz HD DAC1 der das genau so gut kann? Wo definiert man da "gut"? Also ich definiere "gut" nach -> kann die angeschlossenen Kopfhörer so betreiben wie es sein soll.

Natürlich gibts grad bei den kleinen Kisten viel Müll auf dem Markt. Und natürlich hört man es wenn extreme Gleichlaufschwankungen oder Störgeräusche vorhanden sind. Aber "gut" fängt doch relativ günstig an. Für alles weitere sind wir dann wieder bei den persönlichen Vorlieben und die Augen spielen eine größere Rolle bei der Kaufentscheidung als das Gehör. Jedenfalls wenn wir ehrlich sind. Man sollte sich jedenfalls vom Phänomen "lauter klingt automatisch besser" nicht in seiner Kaufentscheidung täuschen lassen.

Ich hab den Marantz HD DAC1 nur gekauft, weil er mir eben die Anschlussvielfalt bietet und astrein an MAC wie auch PC, als auch an der HiFi Anlage funktioniert. Das Design hat mir gefallen. Des weiteren hatte ich bei der Anschaffung noch ne Vor- End Kombi daheim und der Marantz bietet halt für den Notfall auch die Möglichkeit ihn als HiFi Vorstufe und/oder HiFi D/A Wandler zu verwenden. Und dort klingt er dann als Vorverstärker, man mag mich als wahnsinnig bezeichnen, exakt genau so, wie ne Accuphase C-2120 wenn man die Finger von der Klangregelung lässt. War hier aber auch nicht anders zu erwarten... Die Erkenntnis muss einem aber auch nicht zwangsläufig das Hobby madig machen und Leute die das verstanden haben, die hören auch nicht automatisch schlechter als jene, die ständig "haben will" mit "klingt besser" verwechseln.
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