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Vorstellung: Werkzeug zum Tuning von Kopfhörern+A -A |
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Marcel21
Inventar |
#1
erstellt: 03. Apr 2026, 23:26
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Ich wollte euch mal ein kleines Werkzeug vorstellen, das ich vor ein paar Wochen erstellt habe und dazu dienen soll, Kopfhörer mit Hilfe eines parametrischen Equalizers per Ohr abzustimmen. Über die Jahre habe ich mir eine Methode angeeignet, die zuverlässig darin funktioniert, jeden Kopfhörer präzise auf das eigene Gehör anzupassen und, auf Wunsch, näher an eine Zielkurve wie Harman heranzubringen (AutoEQ). Das Problem mit AutoEQ: Es passt nicht. Zumindest nicht komplett. Im Hochtonbereich ist die Wahrnehmung bei uns allen leicht unterschiedlich. Wenn man nun einfach per AutoEQ-Preset anfängt Erhöhungen und Auslöschungen im Hochton auszumerzen, passt das mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu dem, was wir tatsächlich hören. Mehr Details dazu z.B. auch hier in diesem (englischsprachigen) Youtube-Video.Was können wir also tun? Nun, ein kalibriertes In-Ohr-Mikrofon wäre die verlässlichste Lösung. Haben wir natürlich nicht. Aber, wir haben ja unsere Ohren...und die werden wir nutzen. Um diesen Prozess möglichst einfach und komfortabel zu durchlaufen habe ich ein browserbasiertes Werkzeug erstellt, das einen durch diesen Prozess führt. Dieses funktioniert mit allen modernen Browsern auf dem Desktop, Tablet oder Smartphone (da muss der Bildschirm ggf. gedreht werden). In der auf der Seite verlinkten Dokumentation finden sich weitere Details zur Verwendung und wie der Prozess durchlaufen wird. Um das ganze dann systemweit anzuwenden wird natürlich eine EQ-Software benötigt, ich habe direkt Export-Funktionen für EqualizerAPO und der Poweramp Equalizer App eingebaut. Wenn bereits eine aktiv ist sollten vorhandene Filter vorher natürlich deaktiviert werden. Hier geht es zum Werkzeug: Headphone-TunerIch freue mich über Feedback und Verbesserungsvorschläge und wünsche viel Spaß beim Optimieren eurer Kopfhörer
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Basstian85
Inventar |
#2
erstellt: 04. Apr 2026, 09:54
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Jo, cool der "Old-School"-Way kann im Hochton immernoch so seine Vorteile haben, das stimmt.Headphone-show will ja noch ein Video zu dieser Methode machen... Edit: Uppsa, ich glaub das ist das Video welches du verlinkt hast bin nicht up-to-date, muss ich noch gucken Hier ging damals das Tool "SineGen" herum, welches ich selbst lange benutzt habe. Schön mal eine Online/BrowserTool Alternative dazu zu haben. Gefällt mir ganz gut, danke dafür. Mir fällt spontan nix ein was ich ändern wollen würde... Hier gab es damals eine Diskussion ob man statt sweeps mit einem Sinus nicht eher Pink Noise mit einem "sweependem Peakingfilter" nehmen sollte, so hat man statt einer Frequenz noch benachbarte Frequenzen mit dabei. Ich persönlich kam damit aber nicht so klar... [Beitrag von Basstian85 am 04. Apr 2026, 10:03 bearbeitet] |
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*rael*
Inventar |
#3
erstellt: 04. Apr 2026, 17:53
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@Marcel21: Schönes Tool, konnte meine vorhandenen EQ-Presets aus Soundsource problemlos hochladen, musste lediglich hinter die HS- und LS-Filter in HSC und LSC umbenennen. Als Verbesserungsvorschlag käme mir noch in den Sinn, dass ein hochgeladenes EQ-Preset per Schiebeschalter an- und ausgeschaltet werden kann, oder habe ich da was übersehen? |
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Marcel21
Inventar |
#4
erstellt: 04. Apr 2026, 22:05
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Danke euch für das Feedback. Ich denke an der UI kann ich noch etwas pfeilen, von den Features her sollte das wichtigste dabei sein, ich will es auch nicht zu sehr überladen. Die Beschreibung werde ich noch weiter präziseren und auch mitaufnehmen, wie man den Filter dann in EqualizerAPO einbinden kann, für die die sowas noch nie gemacht haben. Ein Feature hatte ich mir noch vorgestellt, und zwar dass Filter für Links und Rechts unterschiedlich gesetzt werden können, um Kanalunterschiede im Gehör oder Kopfhörer auszugleichen. Für mich persönlich gab es da bisher eher selten die Notwendigkeit, daher habe ich das hintenangestellt, es ist in EqualizerAPO auch deutlich komplexer, weil man einen Filter nicht direkt nur einem Kanal zuweisen kann, aber es ist machbar, indem man die Anweisung mitgibt dass alle Filter darunter nur für links bzw. rechts gelten.
Über den Schalter "Master EQ" kannst du die Filter und damit das Preset Ein- und Ausschalten. Preamp halten sorgt dafür, dass auch ohne Filter die Grundlautstärke gleich bleibt, das vereinfacht A/B-Vergleiche.
Soundsource kannte ich noch gar nicht. Interessant dass deren Format sehr ähnlich aber dann doch etwas anders zu sein scheint. Ich habe den Import etwas verzeihender gemacht, sodass HS und HSC sowie LS und LSC gleichermaßen erkannt werden. Außerdem habe ich einen Bug gefixt durch den deaktivierte Filter nicht richtig erkannt wurden. Beim Export wird das allerdings noch nicht berücksichtigt, also da landen wir wieder beim EqualierAPO Format (mit C). Ggf. ergänze ich noch mehr Export-Formate, aber dafür müsste ich dessen Dateiaufbau besser kennen.
Es gibt auch diesen Tone-Generator, den habe ich bislang immer verwendet. Da muss man dann die Filter extern setzen. Meines erfindet jetzt nicht das Rad neu, aber bringt komfortabel alles auf eine Stelle ohne zwischen verschiedenen Werkzeugen wechseln zu müssen.
Sowas kann man hier auch machen. Erstellst einen Peak-Filter, startest das Pink Noise und fährst dann mit dem Filter durch Drehen des Mausrads oder halten einer der Pfeile am Frequenz-Textfeld durch das Frequenzband. Erfahrungsgemäß klappt das aber auch nicht so gut. Deshalb zweistufig, Sinus zum finden der Peaks und groben einpegeln, Pink Noise um den Pegel zu optimieren, da man hier dann die Auswirkungen des Filters im gesamten Spektrum wahrnehmen kann. Nur mit Sinus sind die Filter dann am Ende meist zu extrem. Ich hab vor ein paar Tagen einen neuen Kopfhörer abgestimmt und war bei meiner Resonanzfrequenz bei ca. 6,5kHz am Ende bei -12dB wo ich durch den Sinus es als relativ linear wahrgenommen habe. Durch Tests mit Pink Noise und Musik habe ich den dann aber wieder auf ca. -6dB hochgedreht. Im Sinus ist das dann nicht ganz so linear, aber im Gesamten klingt es stimmiger. Ich will ja auch nicht zu viel wegnehmen, es soll am Ende nur nicht so scharf und entspannter klingen, aber trotzdem detailliert bleiben. |
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bahnrat
Stammgast |
#5
erstellt: 05. Apr 2026, 08:02
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Was macht Deine App besser als andere Apps dieser Art? |
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oldie400
Stammgast |
#6
erstellt: 05. Apr 2026, 09:28
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Ja, Du könntest um die Einstiegshürde zu verringern auf der Hauptseite noch besser erklären was Sweep up/Down macht. Und das man wenn man den Sweep stoppt und dann auf Filter drückt er bei dieser Frequenz einen Filter setzt. . Sonst . [Beitrag von oldie400 am 05. Apr 2026, 10:16 bearbeitet] |
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Marcel21
Inventar |
#7
erstellt: 06. Apr 2026, 13:15
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Habe eine neue Version veröffentlicht, es gibt jetzt weitere Export-Funktionen, zum einen Wavelet und zum anderen für das Fractal Design Scape Headset (das ist eher ne Nische, aber da ich so eines habe konnte ich das machen).
Ich habe noch die Funktionsweise der Sweep-Funktion in die Beschreibung mitaufgenommen. Ein neuer Filter wird grundsätzlich an der aktuellen Sinus-Frequenz gesetzt (auch wenn dieser noch läuft). Das steht aber auch so in der Beschreibung.
In erster Linie fasst es alles zusammen was ich so als notwendig zum Tuning erachte und ist darauf ausgelegt dabei möglichst Komfortabel und einsteigerfreundlich zu sein. Das Ziel des ganzen ist also auch, mehr Leute die sich bisher nicht damit beschäftigt haben abzuholen und eine Spielwiese zum herumprobieren zu schaffen, mit einer niedrigen Einstiegshürde. Ob es was besser macht ist letztendlich Geschmackssache. Es gibt andere Tools, zum einen Owliophile, das war mir vorher auch nicht bekannt, hat in gewissen Bereichen auch einen besseren Funktionsumfang, ist aber auch komplexer.Und zum anderen natürlich Squiglink, das hat den großen Vorteil das Messungen hinterlegt sind und man die Zielkurve festlegen kann. Das Tool ist definitiv mächtiger und kann auch mehr. Aber hier sehe ich auch die Gefahr dass die Messungen eher ablenkend sind wenn sich das was man (im Hochton) hört deutlich von dem unterscheidet was man auf dem Display sieht (schafft ne Art confirmation bias) und zum anderen ist es durch die Mächtigkeit auch einfach weniger einsteigerfreundlich. Und es kann nur nach EqualizerAPO und Wavelet exportieren. Trotzdem ein super Tool, dessen Export man dann natürlich auch in meines importieren kann, um das Tuning dort fortzusetzen, wenn man möchte. Also hier gibt es die Möglichkeit beide Stärken zu kombinieren. Um passende Presets zu finden und zu importieren ist man ja eh auf andere Tools wie Squiglink, AutoEQ oder Presets von oratory1990 angewiesen.Was mir bisher z.B. gefehlt hat war ne einfache Möglichkeit EqualizerAPO Profile zum PowerampEQ zu übertragen. Ohne dass dies zum Zeitpunkt der Entwicklung die direkte Absicht war, bietet mein Programm diese Möglichkeit an. Durch Wavelet gibt es jetzt aber immerhin auch ne kostenlose EQ-Möglichkeit für Android, wenngleich Wavelet deutlich eingeschränkter ist als der PowerampEQ. |
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hazel-itv
Inventar |
#8
erstellt: 13. Apr 2026, 20:47
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Ein wirklich tolles, simpel zu bedienendes, aber doch mächtiges Werkzeug, vielen Dank dafür! |
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Mars_22
Inventar |
#9
erstellt: 14. Apr 2026, 01:25
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Ich danke dir auch sehr! Ich war bisher immer unzufrieden mit Crinnacle und Oratory Kurven in ROON Muse. Nun habe ich mit deinem Tool ausprobiert, wo meine Dips liegen und dann einen ausgleichenden Filter zu machen. Den habe ich dann in ROON nachgebaut (weil mir das leichter fiel, als die Kurve zu ex- und importieren), und das scheint einen Fortschritt zu bringen. Muss damit noch experimentieren, aber erstmals scheint mir ein Filter für MEHR Lebendigkeit des Klangbildes zu sorgen, statt für WENIGER. Edit: ROON scheint aber leider nicht zuzulassen, den linken und rechten Kanal separat zu regeln - einen bestimmten Dip habe ich nämlich nur auf einem Ohr. [Beitrag von Mars_22 am 14. Apr 2026, 01:42 bearbeitet] |
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Steven_Mc_Towelie
Inventar |
#10
erstellt: 28. Apr 2026, 20:00
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Tolles Tool Mark Ryan (Super Review) hat seinem Squiglink ein paar sehr interessante neue Features hinzugefügt. |
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Marcel21
Inventar |
#11
erstellt: 29. Apr 2026, 11:30
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Squiglink ist auch super. Hat jetzt einige Funktionen die ich da vorher vermisst habe. Wobei die Steuerung nicht gerade intuitiv ist. Aber ich glaube die Funktion um den Sweep im Frequenzbereich einzuschränken und automatisiert wiederholen zu lassen die muss ich mir noch angucken, die finde ich gut |
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n00kie
Stammgast |
#12
erstellt: 29. Apr 2026, 19:12
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Genau! Wäre top wenn Crin diese features auch auf sein squiglink hinzufügt. Endlevel sozusagen wegen seinen BRUEL & KJAER 5128 Messungen |
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