Problem beim Wiederaufbau eines Röhrenverstärkers

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berndotto
Stammgast
#1 erstellt: 12. Aug 2007, 12:49
Hallo,

ich brauche mal ein paar Tipps bei meiner Fehlersuche.

Ich habe mir vor einem halben Jahr einen Quadriga Verstärker-Nachbau (4 EL84 und eine ECC83/ pro Kanal) ersteigert.
Dieser kam als Schrotthaufen bei mir an!
Hat mich nicht sehr gestört, da ich das Gehäuse sowieso ätzend fand. Zumal der Verkäufer sich bereit erklärte alle Kosten zu tragen.

Nun habe ich die "Gunst" der Stunde ausgenutz und ein (vielleicht) verrücktes Gehäuse ? Chassis ? konstruiert und beide Endstufen auf separate Platten montiert.

Ach was ich noch erwähnen muß, der gelieferte "Schrotthaufen" funktionierte nach ein paar notdürftigen Reparaturen im Provisorium.

Nun habe ich also zwei Chassis mit den Endstufen und das Netz teil mit Einschaltverzögerung, Gleichstromheizungs-Erzeuger usw. noch auf einem Tablett in Betrieb genommen (auch diesmal mit fliegender Verdrahtung ) und es ergaben sich augenscheinlich keine Probleme.
Nun bin ich hingegangen und habe die Verdrahtung erneuert (Atü - Endstufenplatine und Verbindungen zu einer eingebauter "Steckdose", über die mittels eines anzuschließenden Kabels, die Stromversorgung vom Netzteil erfolgt.

Größere Querschnitte und vom Atü zu den LS Ausgängen sogar 6qmm (Reste eines Starkstromkabels).
Einzige Änderung: Der am Atü angeschlossenen Widerstand von 150 Ohm (parallel zur 4 Ohm Sekundärwicklung) habe ich örtlich verändert und an den Lautsprecherklemmen angeschlossen.
Aufgefallen ist mir dabei, daß dieser Widerstand eigentlich parallel zur 2 Ohm Wicklung hätte geschaltet werden müssen (nachdem Studium des Schaltbildes), aber der Amp hatte ja auch so vorher geklappt.
Eingeschaltet, wie immer ohne vorher die Röhren zu ziehen oder oder...
wie es eben jemand macht, der unfehlbar ist oder sich dafür hält

Ich wurde durch ein ohrenbetäubendes Gepfeife belohnt und ich hatte wirklich Angst meine über alles geliebten Maggies beschädigt zu haben.
Um es kurz zu machen (es macht auch keinen Sinn die ellenlangen Flüche hier zu wiederholen) und einigen Überlegungen, Überprüfungen ...
stellte sich heraus, daß nach dem ich die Gegenkopplung unterbreche ich einen wunderbar "klingenden" Röhrenverstärker besitze.
Bevor ich nun wieder an den doch sehr dicken Leitungen herumlöte, hätte ich doch ein paar Ratschäge, wie ich hier vorgehen sollte und und und ...

Bernd
rorenoren
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 12. Aug 2007, 13:37
Moin Bernd,

das hört sich so an, als hättest du irgendwo die Polung am Übertrager vertauscht. (Primär oder sekundär)

So wirkt die Gegenkopplung als Mitkopplung und es pfeift.

Evtl. liegt auch Lautsprecher Minus nicht auf Masse, dann kann ähnliches passieren.

Gruss, Jens
berndotto
Stammgast
#3 erstellt: 12. Aug 2007, 21:24
Hallo Jens,

Dein Tipp war Gold wert!

Danke!

Zuerst habe ich noch einmal alles überprüft und wieder keinen Fehler festgestellt.
Wobei ich weiß, daß die Fehlersuche bei einem eigenen Gerät immer schwerer ist, weil man immer und immer wieder die gleichen "Fehlersuch-Abläufe abwickelt.

Habe nochmals die Sekundärseite kontrolliert. Nada!
Masse kontrolliert. Nada!

Primärwicklung geprüft.
Absolut fehlerfrei: Die äußeren Wicklungspunkte auf die Anoden und die Abgriffe auf die Schirmgitter. Mittlerer Abgriff Plusspannung.
Nun machte sich leichte Verzweifelung breit (nein, nicht wirklich),und ich machte einen letzten Versuch:

Ich habe komplett die obere Primärwicklung gegen die untere getauscht (unten und oben beziehen sich jetzt auf ein Schaltbild) und siehe da es funktioniert.
Ob er natürlich so gut ist, wie er vorher (verkehrt angeschlossen) war, wird sich noch herausstellen.
Werde erst einmal alle Spannungen korrekt einstellen und dann einen Test versuch mit Musik machen.

Zurück zu dem Hinweis verrücktes Chassis.
Ich wollte auf keinen Fall einen "viereckigen Kasten" mit hinten liegenden - vielleicht sogar "verkleidetetn" Trafos - bauen
und habe darum zwei gußeiserne Platten, die als Hähne gegossen worden sind, zweckentfremdet.
Vielleicht sind es doch Hühner ?

Kombiniert mit Autozubehör - Teilen (schwere)und ein paar "Eisenteilen" läuft dieser Amp hoffentlich bald zu neuer Hochform auf.

Bernd
rorenoren
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 12. Aug 2007, 22:02
Moin Bernd,

freut mich, dass es geklappt hat.

Dein Vorhaben hört sich interessant an!

Fotos schon vom "Rohmaterial" wären schön.

Gruss, Jens
RoA
Inventar
#5 erstellt: 12. Aug 2007, 22:08

berndotto schrieb:
Zurück zu dem Hinweis verrücktes Chassis.
Ich wollte auf keinen Fall einen "viereckigen Kasten" mit hinten liegenden - vielleicht sogar "verkleidetetn" Trafos - bauen und habe darum zwei gußeiserne Platten, die als Hähne gegossen worden sind, zweckentfremdet.


So schlecht sieht der Quadriga doch nun auch nicht aus.

Magst Du mal das eine oder andere Bild mit den "Hähnen" einstellen?
berndotto
Stammgast
#6 erstellt: 14. Aug 2007, 16:11
Ja, wenn ich zeitlich dazu komme und die Schwierigkeit des "Bildeinstellens" überwinden kann, ja dann ...
werde ich ein paar Bilder hier zum Besten geben.

Bernd
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