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Röhren-Amp mit Hammond 1750A bzw. Reverb 125A20B AÜ

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Ste_Pa
Stammgast
#1 erstellt: 04. Okt 2021, 20:52
Hallo zusammen,

letztens ist mir ein kleiner (Ausgangs)übertrager vom Typ Hammond 1750A bzw. Reverb 125A20B "ins Auge gefallen" (Klick). Das ist ein eigentlich sehr günstiger SE-Übertrager für kleinere (Gitarren)verstärker.

Das Übersetzungsverhältnis ist aber relativ hoch:
25 kOhm : 8 Ohm bzw.
12,5 kOhm : 4 Ohm
[70 Hz ... 15 kHz, max. 3,5 Watt]

Fällt denn Jemanden eine (eher hochohmige) Röhre ein, mit deren Hilfe man diese Ausgangsübertrager nutzen kann. Die angepeilte Ausgangsleistung muss nicht hoch sein (1 bis 2 Watt wären Okay), HiFi erwarte ich auch nicht.

Viele Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 05. Okt 2021, 13:58 bearbeitet]
Rolf_Meyer
Stammgast
#2 erstellt: 05. Okt 2021, 21:53
Moin Steffen,

Kleiner Irrtum deinerseits...
Das Dingens (1750A) ist nicht als Ausgangsübertrager gedacht, sondern zum Treiben von Reverb-Tanks (Hallspieralen) in Effektgeräten für E-Gitarren.
Das wird also nicht HiFi... sondern irgendetwas gesoundetes. Willst Du das?
Ich will mal auf den "Dunker-Faktor" hinweisen... Das ist der Quotient aus Gewicht und Leistung eines Röhrenverstärkers... Je höher, desto besser.
Mit 300g/3W bei den Übertragern, wird das wohl eher nix... Schade um die Zeit, die Du dabei drauf tust.
Hier etwas "ernsthaftere" Übertrager, die 125er Serie von Hammond.
Damit kann man "Sparbrötchen" aufbauen, die wenigstens ein wenig audiophielen Charakter haben. Ab dem 125CSE kann man sogar bei 2-3W richtig gut Musik hören... und soooo teuer sind die nun auch wieder nicht.

Richtig gut wird das mit den Röhren aber erst bei der 1627-1642 Serie
Da hast Du dann 5,5kg für die Übertrager... ergiebt einen wesentlich höheren "Dunker-Faktor" für 3-10W...
Wenn Du bei den Teilen den sekundären Massebezug weg läßt, wird das richtig HighEnd.

Ich weiß, daß das Deine Frage nicht wirklich beantwortet... habe aber mal was rumsimuliert... 1750A, egal an welcher spontan eingefallenen Röhre... Effektgerät. Also besser keine Empfehlung von mir. Vertane Zeit und rausgeworfenes Geld, egal wie billig die Trafos sind.

Gruß, Matthias
Ste_Pa
Stammgast
#3 erstellt: 05. Okt 2021, 23:10
Moin Matthias,

oh, dann habe ich mich da doch etwas vertan. Einen Röhrenverstärker mit "Hallgenerator-Klang" (auch wenn ich keine Hallspirale einbaue) wollte ich dann nicht wirklich basteln. Mir war der Übertrager halt hauptsächlich des Preises wegen ins Auge gefallen (11,40 € bei TT ).

Zu meinem eigentlichen Ansinnen ... im Schwester(Röhren)forum wurde gerade ein sog. Restefix-Röhren-Verstärker vorgestellt. Da habe ich mich erinnert, dass ich neben viel Kleinkrams auch noch 2 kleinere Metallgehäuse habe (Foto im Anhang), die ich als Gehäuse für kleine Röhrenamps nutzen könnte. Einen würde ich dann evt. auch den Kindern meiner Schwester überlassen, quasi als Schreibtisch-Amp oder so ähnlich, ggf. mit 2 kleinen Breitband-"Böxchen". Also schon so ein wenig in Richtung "Brüllwürfel" mit möglichst niedrigen Aufwand auch in finanzieller Hinsicht, entgegen meiner sonstigen Art auch ohne stabilisierte Anodenspannung mit SAND, etc. also möglichst Simpel.

AÜ-technisch "berüchtigt" ist auch der elma TT IZ1892 (Conrad Bestellnummer: 516104), ein ELA AÜ für 8,99€. Es gab mit diesem Teil auch im Schwester(Röhren)forum mal einen Bauvorschlag für einen PP-Brüllwürfel mit PCL200 (2 pro Kanal), wo sogar die Ultralinerar-Schaltung zur Anwendung kam. Das Projekt nannte sich "nasty kitten", ist aber leider aus dem Netz "verschwunden" (war aber auch eher als Spaßprojekt gedacht).
Den TT IZ1892 hat auch jemand vermessen ... (Klick, ganz runter scrollen).

Mit den Hammond 125BSE hatte ich schon mal was mit der PCL82 gebastelt ( Klick). Bei dem Projekt hattest Du mir viel wegen der Baxandall-Klangstellung geholfen.

Der 125BSE liegt aktuell bei 37 € bis 41 €, der 125CSE bei 40 € bis 44 €. Bei Jans Wüstens gibt es auch noch einen ATRA0427 (9k zu 4,8,16 Ohm) für ca. 45 €. TBT hat seit Neuestem auch wieder AÜs, auch welche für unter 50 €.

Da muss ich noch mal in mich gehen und überlegen. Mit alten AÜ aus Radios, die es in der Bucht ja auch oft gibt, habe ich bisher noch nichts gebastelt. Vielleicht wäre das auch mal einen Versuch wert.

Etwas schade, dass dann meine Idee, aus dem Billigst-AÜs zumindest etwas halbwegs Musikspielendes zu zaubern, nicht so wirklich funktionieren wird , Deinem LT-Spice vertraue ich da aber. Und ja ... wenn am Ende Schrott entsteht sind auch 2x9 € für AÜs zu viel, vor allem auch die Zeit, die man dann "in den Sand" setzt. Da hast Du Recht.

Beste Grüße
Steffen

PS: Ach ja ... wenn ich mal groß (und irgendwann mal reich) bin, baue ich auch mal einen Röhrenverstärker mit Hammond AÜ der Serie 1627-1642.

PPS: Hier noch Fotos der "Metallkiste" (Maße: B: 14cm, T: 14cm, H:10cm). Davon habe ich 2 Stück. Aber wenn ich mir die Kisten richtig anschaue, fürchte ich, dass es platztechnisch doch ziemlich eng wird.

Metallgehäuse

Metallgehäuse innen


[Beitrag von Ste_Pa am 06. Okt 2021, 19:59 bearbeitet]
AndyGR42
Stammgast
#4 erstellt: 07. Okt 2021, 16:21
Mittelpreisige AÜ mittlerer und kleiner Leistung gibt es neuerdings bei TBT Trafobau. Hab ich noch nicht getestet, steht noch auf meiner ToDo Liste
AndyGR42
Stammgast
#5 erstellt: 08. Okt 2021, 05:45
Ach ja, auch Edcor baut im Bereich 5-15 Watt gute AÜ, allerdings auch relativ teuer für die Größe. Wobei die GSX Serie recht günstig ist, allerdings "nur" 40-18kHz (2,3dBU) vorweisen kann. Qualitativ aber sicher immer noch weit besser als die Hammond 125er Serie, aber auch 3x so teuer.

Zu deiner Eingangsfrage, es gibt z.B. ein interessantes Projekt mit einer EF80 PP Schaltung. Die EF80 gibt es sogar als Marken NOS für 3-4 Euro und würde in der Konstellation rund 1 Watt leisten. Je nach Setup vielleicht auch 2, aber dann eher was für die Gitarre

Es lohnt sich den ganzen Thread zu lesen https://www.tdpri.co...l-amp.1056788/page-5

Ein par "Deluxe" Mods sowie eine ECC82 Variante gibt es hier: https://robrobinette.com/Deluxe_Micro.htm#Deluxe_Micro_EF80
tubescreamer61
Inventar
#6 erstellt: 08. Okt 2021, 15:33
Moin,

Ausgangsübertrager und Netztrafos in (sehr)guter Qualität gibt`s auch bei: http://www.askjanfirst.de/dindex.htm

Ein ebenfalls guter Anbieter war die Firma Welter Electronic https://www.welter-electronic.de/ ......... leider macht man dort seit dem 01.05. diesen Jahres nix mehr - Schade, 45 Jahre Erfahrung in der Röhrentechnik nun dahin ........ dort hat mein Ausbilder/mein Chef während meiner Lehrzeit bereits Trafos bezogen und bei Farbbildröhren das Kathodenstrahlsystem erneuern lassen. Damals war die Firma Welter aber noch in Düsseldorf-Bilk ansässig.
Oder: https://www.roehrentechnik.de/html/ausgangstrafos.html

Es gibt auch genügend Anbieter hier in "good old Germany" ...... da muss man sein Geld nicht in`s Ausland tragen


....... je größer der Kern, desto besser - Eisen ist durch nix zu ersetzen ...... es sei denn durch noch mehr Eisen.
Für meinen EL 84 Eintakt-Amp nutze ich Übertrager mit EI 84 Kernblechen und das ist keinesfalls übertriebener Materialeinsatz.
Gruß,
Arvid


[Beitrag von tubescreamer61 am 08. Okt 2021, 15:39 bearbeitet]
Ste_Pa
Stammgast
#7 erstellt: 08. Okt 2021, 16:22
Hallo Andy,

hab besten Dank für die Informationen.

TBT hatte ich auf dem Schirm, seit meinem letzten Seitenaufruf sind dort einige AÜ-Modelle nicht mehr lieferbar. Es scheint also doch eine signifikante Nachfrage für (mittelpreisige) AÜ zu bestehen.

Edcor AÜ scheint es bei don-audio zu geben. Die GXSE-Modelle sehen schon sehr interessant aus. Preislich, wie Du schon geschrieben, läge man dann auch im Bereich um die 50 € pro AÜ. Muss ich mir noch mal durch den Kopf gehen lassen.

Deine beiden Links sind richtig interessant. Hab vielen Dank dafür! Da hat doch tatsächlich Jemand einen kleinen Amp mit dem von mir angesprochenen Reverb AÜ (Hammond 1750A bzw. Reverb 125A20B) gebastelt. Zusammen mit den genannten niedrigen Preisen für die EF80 wäre das eigentlich genau das, was ich mir für den kleinen "Spaß"-Desktop-Amp vorgestellt hatte. Ich werde mir das übers Wochenende mal genauer anschauen und auch mal das LT-Spice bemühen. Mal sehen was Matthias dann dazu spricht.


Hallo Arvid,

Auch Dir Danke für die Tips. Dass Welter nichts mehr macht, ist schade, dort gab es neben den AÜs meines Wissens nach auch gute und preiswerte Netztrafos. Wie es bei Reinhöfer (roehrentechnik_de) ausschaut, weiß ich leider nicht genau, auf der Webseite wird von Lieferengpässen gesprochen und Preise für die einzelenen AÜ sind aktuell auch nicht ausgewiesen. Die AÜs von Reinhöfer waren/sind immer gut beleumundet worden, allerdings kämen für meine Zwecke nur die unter der Rubrik "Bastel"-AÜ geführten Modelle preislich in Frage.
Bei Jan Wüsten hatte ich letztens nicht richtig geschaut, der ARTA0121 (8 bzw.10 kOhm zu 4 und 8 Ohm für 23,68 €) bzw. der ARTA0211 (5,2 kOhm zu 4, 8 und 16 Ohm für 31,77 €) liegen in meiner angestrebten Preisrange.


Ich bastele halt recht viel und mir geht es auch immer ums Tüfteln, Probieren und das Basteln selbst. Daher habe ich mittlerweile auch schon einige kleine Röhrenamps gebastelt. Klar würden einige davon besser spielen, hätte ich in jedem Amp hochwertige AÜs verbaut, aber das geht halt leider finanziell nicht. Daher versuche ich hier immer einen möglichst zumindest halbwegs guten Kompromiss zu finden.


Beste Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 08. Okt 2021, 16:29 bearbeitet]
Rolf_Meyer
Stammgast
#8 erstellt: 08. Okt 2021, 21:03
Moin Steffen,

Na da kann ich absolut nicht mehr mitreden...
Du weißt schon, daß die verlinkten "Sparbrötchen" Gitarrenverstärker sind? (HiFi-Forum?)

Ich treibe eher sowas:
DSCF0020DSCF0022DSCF0028

Jaja... 11 Drosseln, 5 Heiztrafos, kundenspezifischer Netztrafo und S-5 Übertrager von Monolith-Magnetics.... Für sage und schreibe 3W pro Kanal.
Aber an Klipsch Cornwall steppt da der "Bär im Kettenhemd"... Und ich bin wohl nach fünf Jahren an dieser Dauerbaustelle noch immer nicht ganz zufrieden... aber das wird noch.

Gruß, Matthias
tubescreamer61
Inventar
#9 erstellt: 09. Okt 2021, 09:06

Ich bastele halt recht viel und mir geht es auch immer ums Tüfteln, Probieren und das Basteln selbst.


Nööö - "basteln" liegt da eher nicht in meinem Interesse.
Wenn ich mir die Mühe mache, dann soll da auch ein zufriedenstellendes Ergebnis bei rumkommen.
Ich hab` zwar über die Jahre auch schon so 10 bis 15 Röhrenamps zusammengebraten ........... allerdings auch meistens wieder auseinandergerissen, weil mich das Ergebnis nicht zufriedenstellte (irgendwas ist ja immer ). Einige - wenn auch wenige - davon allerdings auch im Freundeskreis verkauft ........... aber das rechnete sich nicht wirklich.
"Hängengeblieben" bin ich lediglich an einem SRPP Vorverstärker mit passiver RIAA Entzerrung (den ich mittlerweile in leicht veränderter Form nochmal - als 2tes Gerät für eine weitere Wiedergabekette - aufbaue) sowie einem EL 156 Stereo-Amp und einem EL 84 Stereo-Amp ........... beides Eintakter in Pentodenschaltung.
Gegentakt-Amps habe ich "aufgegeben" - die "klingen" alle nicht wirklich gut ............ da ist irgendwas in der Darstellung nicht stimmig (obwohl die Schaltungen über jeden Zweifel erhaben sind und die handwerkliche Ausführung sehr hochwertig). Zudem habe ich mir mittlerweile die passenden Lautsprecher dazu gebaut, so das ich mit ein paar Watt Ausgangsleistung hier den "halben Häuseblock" abreissen könnte .......... SPL mind. 96 oder 97 dB/ 1 W/ 1m - zumeist große Vintage-Breitbänder ab 8" (Saba Greencones, Philips AD 9710, Wigo PMH 195/25/115, University Mustang 8, sowie University 312 - 200 Series, Visaton FR31 und Coral 12 L - 19 ...... wobei letzteres ein Basschassis ist).
Die Gehäuse (aus Alublechen) baue ich natürlich ebenfalls selbst - beim EL 84 auch mit Woodcase. Da gibt`s dann auch einiges zu "basteln" (bohren, fräsen, Gewinde schneiden .............. und weil ich mir mittlerweile ein neues WIG AC/DC Schweißgerät zugelegt habe, demnächst auch schweißen ) .
Ich finde, wenn man sowas baut, dann ist es nur logisch auch das Gehäuse dafür selbst zu bauen.

Gruß
Arvid


[Beitrag von tubescreamer61 am 09. Okt 2021, 09:27 bearbeitet]
tubescreamer61
Inventar
#10 erstellt: 09. Okt 2021, 09:54
Ich hab` da noch ein paar Bilder vom Gehäusebau gefunden.

EL 84 SE Rückseite Woodcase Rohbau hinten

Nach dem Anpassen des Woodcase ............ die Lackierung ist auf den Bildern allerdings noch "unsauber" - das gefiel mir nicht so, da habe ich sie nochmal abgeschliffen und neu gemacht

EL 84 SE front links EL 84 SE front oben EL 84 SE front rechts EL 84 SE front

EL 84 SE hinten EL 84 SE oben

Gruß
Arvid


[Beitrag von tubescreamer61 am 09. Okt 2021, 10:13 bearbeitet]
Ste_Pa
Stammgast
#11 erstellt: 09. Okt 2021, 11:07
Hallo Arvid,

so unterschiedlich ist das. Ich für meinen Teil mag Gehäusearbeiten nicht wirklich, was allerdings daran liegt, dass ich nur am Küchentisch basteln kann und mir nur einfachstes Werkzeug zur Verfügung steht. Daher habe ich bisher auch fast ausschließlich mit Hartpapier, Holz und Plexiglas gearbeitet. Aber meine Amps waren auch eher klein bzw. Kopfhörerverstärker.

Hätte ich eine Art Werkstatt mit vernünftigen Metallbearbeitungs-Vorrichtungen und -geräten würde ich wahrscheinlich mehr Freude am Gehäusebau haben. Auch die Leute, mit Oberfräsen etc. beneide ich immer, weil so ein Lautsprecherselbstbau sicher auch Freude machen kann, die richtige Ausrüstung vorausgesetzt. Solch wirkungsgrad-starke Lautsprecher, die sich für Röhrenverstärker eignen, interessieren mich auch immer.

Dein bebilderter Amp sieht auf jeden Fall sehr solide und stabil gebaut aus.

Bei mir ist das halt immer einige Nummern kleiner und ohne (oder nur sehr wenig) Metall.
3-Geräte-Turm (Frontansicht) Bild 1: KHV ECC81/6n6p/RKT - Gerätehauptansicht DIY-Projekt: KHV in OTL mit ECF82 & 6080 PCL82 Amp


Moin Matthias,

das hast Du ja mal richtig was (für Männer ) auf dem Tisch aufgebaut. Das gefällt mir, irgendwann muss ich Dich mal besuchen kommen. Die 3 sehr sehr ehrlichen und amtlichen Röhrenwatt lohnen sich ganz sicher anzuhören.
Die großen schwarzen "viereckigen Kisten" (die ungefähr dem Platzvolumen entsprechen, das ich für den gesamten Amp anpeile) sind Übertrager? Und in der Zigarrenkiste ist der R2R-DAC mit PC900?
Und nach 5 Jahren noch nicht zu ganz zufrieden ... Da sehe ich auch sehr perfektionistische Züge.

Ich hoffe / denke, wenn ich die Tage mal was mit LT-Spice in Bezug auf die "Sparbrötchen" aushecke, dass Du doch mitredest.

Wegen kleiner Tischlautsprecher hatte ich auch schon kurz geschaut. ... Die CT242 (Maße: 20 x 13 x 11 cm) mit dem FRS8 (4 Ohm, 3,3 '', 85 dB) wäre von der Größe evt. etwas. Wirkungsgrad 85 dB und ein Frequenzgang von 120 Hz ... 20 kHz ... passen sogar zum Gitarrenverstärker.
Aber mal schauen ... ich hoffe ja doch noch zumindest etwas näher in Richtung Hifi zu gelangen.


Beste Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 09. Okt 2021, 11:37 bearbeitet]
AndyGR42
Stammgast
#12 erstellt: 10. Okt 2021, 07:24

Rolf_Meyer (Beitrag #8) schrieb:
Du weißt schon, daß die verlinkten "Sparbrötchen" Gitarrenverstärker sind?


Jain. Die finale Version im tdpri Forum ist zwar als Gitarren Amp konzipiert, dürfte aber mit einem halbwegs brauchbaren AÜ als HiFi durchgehen. Definitiv nicht mit dem Hammond 125, das zeigt mein Testaufbau. Und natürlich kann man die Schaltung vereinfachen, da wir ja Line In brauchen und keine Verstärkung des TA. Ich habe das nicht weiter verfolgt, da ich für meinen Zweck (wegen der nicht ganz so optimalen Lautsprecher) doch etwas mehr als 1 Watt benötige. Es wird jetzt sehr wahrscheinlich ein EL12N SE. Definitiv kann "Sparbrötchen" mehr, aber auch nicht extrem teuer, wenn der TBT AÜ was taugt.
Rolf_Meyer
Stammgast
#13 erstellt: 10. Okt 2021, 11:19
Moin Steffen,
Kannst mich gern jederzeit besuchen... Aber Vorsicht, danach ist nix mehr wie es war... keine Sparbrötchen mehr.

Die Schwarzen Kisten sind tatsächlich die AÜ. Monilith Magnetics S-5
Die sind zwar eigentlich für 845er und an meinen Spezial-300B völlig überangepaßt (8kOhm Impedanz), aber das macht sehr geringen Klirr und auch noch 5Hz bei voller Leistung. Und die 3W reichen bei 100dB/W/m völlig. Für die 845 sind die Dinger nix. Zu wenige Heinriche. Da sind die Hammond 1638SEA wesentlich besser. Aber das ist nur meine Meinung... Jeder hört ja anders.
Die Zigarrenkiste hast Du richtig erkannt. Zusätzlich ist da jetzt noch ein Motorpoti mit Fernsteuerung und ein Quellenumschalter reingewandert. Ist jetzt also praktisch eine Line-Stufe mit integriertem DAC.

Ich habe Spice schon gequält. Der 1750A ist schon der richtige Übertrager für die Schaltung. 25kOhm Primärimpedanz ist da richtig... Und der hat auch Heinriche. Das geht dann ab 100Hz ganz brauchbar. Klirr habe ich mit ~5% bei 1W an 8Ohm ermittelt.
HiFi wird das aber im Leben nicht, egal welche Trafos Du da einsetzt. 25k Primärimpedanz sind schon eine Ansage... das dann noch mit nenneswerter Induktivität (Daran mangelt es den 125er Hammonds) ist schon nicht so einfach, wenn da noch was >10kHz rauskommen soll...
Wenn Du mit 1W/5%Klirr und Wiedergabe ab 100Hz leben kannst... Als Spaßprojekt allemal.

Gruß, Matthias
AndyGR42
Stammgast
#14 erstellt: 10. Okt 2021, 17:42
Ich müsste die Spice Schaltung nochmal durchspielen. Ich meine aber, bei -3dB zumindest halbwegs vernünftige Ergebnisse simuliert zu haben. Eventuell liegt es auch am Model. Die meisten simulieren nur den Trioden Modus korrekt. Ich hab dann eins für die EF80 gefunden was besser funktioniert hat. allerdings deutlich unter 1Watt, egal welche AÜ ich genommen habe
Rolf_Meyer
Stammgast
#15 erstellt: 10. Okt 2021, 20:07
Ja, Andy,
Du hast völlig recht. Zum Einen habe ich die Sache mit den parallelen ECC82 simuliert und nicht mit der EF80... Andererseits hatte ich da einen Gedankenfehler. Ich hatte die 2,83V für 1W an 8 Ohm im Kopf... das sind aber 2,83Veff. Die Simulation hat aber 2,8Vp/5,6Vpp ausgespuckt. Das sind dann also nur ~0,5W. Mit der EF80 als Triode kommt Ähnliches raus. Das lohnt den Aufwand nicht wirklich EF80 in Pentode habe ich noch nicht gemacht... zu viel Aufwand, weil da ja eine Gegenkoppelung, also auch eine Vorstufe mit simuliert werden muß.
Alles viel Aufwand, für ein zweifelhaftes Ergebnis...

Gruß, Matthias
Ste_Pa
Stammgast
#16 erstellt: 10. Okt 2021, 20:21
Moin Matthias,

Dank Dir vielmals für das Besuchs-Angebot, ich denke das werde ich sicher mal, wenn es passt, wahrnehmen. Das auch auf die sicher durchaus hohe Gefahr, dass mir meine Verstärker nicht mehr so gefallen und ich an "Sparbrötchen" noch weniger Gefallen finde. Aber die einmaligern Eindrücke vom sagenumwogenen Kermits Kamizimmer werden sicher überwiegen.

Die Monolith Magnetics S-5 sind ja schon sehr prächtige Exemplare, das Datenblatt liest sich beeindruckend, der Preis von fast 500 € aber leider auch. Aber schon klar, derartige Parameter haben ihren Preis.


Wenn Du mit 1W/5%Klirr und Wiedergabe ab 100Hz leben kannst. ...

Ich denke mal das täte reichen. Und es soll in der Tat eher ein kleines Spaßprojekt werden.


Hallo Andy,

ich will auch mal versuchen beide Varianten des Deluxe Mirco (12AU7 / ECC82, Zwei Trioden parallel als SE auf 25kOhm : 8Ohm (1750A) SOWIE EF80 Zwei Pentoden im Gegentaktbetrieb auf 125A) mit LT-Spice durchzu"spielen". Mal schauen ...


Hier noch mal die AÜ-Kandidaten , die im "Sparbrötchen" werkeln könnten:

Hammond 1750A
Frequency response 70Hz - 15KHz (0/-1dB reference @ 1KHz)
Distortion is less than 1.5% @ 70Hz
Output Power: 3.5 W
Primary -> Impedance: 25 kOhm / 12,5 kOhm; DCR: 1065 Ohm; Inductance: 31.0 H (190 kOhm)
Secondary -> Impedance: 8 Ohm / 4 Ohm; DCR: 0,966 Ohm; Inductance. 39.09mH (157.05 Ohm)
SE-Transformer (mit Luftspalt)
Preis: ca. 20 €

Hammond 125A
Frequency response: 150 Hz. - 15 Khz at full rated power (+/- 1db max. ref. 1 kHz)
Output Power: 3 W
Max. DC Bias: 20 mA
Primary Inductance: 14.94 H
Impedance:
27kOhm : 4Ohm; 22kOhm : 4Ohm; 15kOhm : 4Ohm; 11.2kOhm: 4Ohm; 8.8kOhm : 4Ohm; 6.4 kOhm : 8Ohm; 5.8kOhm : 4Ohm ...
22kOhm : 8Ohm; 15kOhm : 8Ohm; 11.2kOhm: 8Ohm; 8.8kOhm : 8Ohm; 6.4 kOhm : 8Ohm; 5.8 kOhm : 8Ohm ...
PP-Transformer ohne Luftspalt
Preis: ca. 25 €

ELA AÜ (TT IZ1892) Conrad 516104
Primary Impedance: 10H (50Hz) [Messungen]
Primär: 0.625W (16kOhm); 1.25W (8kOhm); 2.5W (4kOhm); 5W (2kOhm); 10W (1kOhm)
Sekundär: 4-8-16 Ω
Sekundärspannung: 0.625-1.25-2.5-5.0-10 V
PP-Transformer ohne Luftspalt
Anzapfungen, die sich für "Ultra-Linear"-Schaltung einsetzen lassen, sind vorhanden.
Preis: ca. 10 €

ELA-AÜs gibt es eine ganze Menge, z.B. ...
Visaton TR6.8 (ca. 13 €)
Visaton TR10.16 (ca. 11 €)
Omnitronic-ELA-T20 (ca. 11 €)


Beste Grüße
Steffen

PS: Ich habe (hier) noch einen im Kontext des Threads interessanten kleinen Amp gefunden. 2x12AU7-Trioden als PP-Endstufe auf einen Hammond 125A und 2x12AX7-Trioden als LTP-Phasendreher. Bemerkenswert ist auch die Anodenspannungserzeugung mittels 555 und MOSFET-Transistor.


[Beitrag von Ste_Pa am 10. Okt 2021, 20:50 bearbeitet]
Ste_Pa
Stammgast
#17 erstellt: 10. Okt 2021, 22:56
Eine Frage zum Hammond 1750A habe ich noch:

Angegeben ist er mit 25kOhm zu 8Ohm. Das ergibt ein ü von 55,9 (sqrt((25000/8)).
Nehme ich die auch im Datenblatt angebenen Heinriche (31H zu 39.09 mH) erhalte ich jedoch ü von 28,2 (sqrt(21/0.03909)).
Irgendwas passt da nicht oder denke ich hier falsch?


@Andy:

Ein LT-Spice Model zur EF80 habe ich diyaudio-Forum gefunden (ausprobiert habe ich es aber nich nicht, mit Pentoden hatte ich in LT-Spice bislang oft sehr merkwürdige "Effekte" ):

**** EF80 ******************************************
* Created on 06/30/2017 03:10 using paint_kip.jar
* Model Paint Tools: Trace Tube Parameters over Plate Curves, Interactively
* Plate Curves image file: ef80.png
* Data source link: <plate curves URL>
*----------------------------------------------------------------------------------
.SUBCKT EF80 1 2 3 4 ; P G K G2
+ PARAMS: CCG=7.5P CGP=3.3P CCP=0.012P RGI=2000
+ MU=50 KG1=461.8 KP=261.8 KVB=22.2 KVC=1.57 VCT=0 EX=1.25 KG2=169.3
* Vp_MAX=350 Ip_MAX=50 Vg_step=1 Vg_start=0 Vg_count=8
* Rp=1600 Vg_ac=23.5 P_max=2.5 Vg_qui=-23.4 Vp_qui=240 UL=0.43 EG2=170
* X_MIN=69 Y_MIN=84 X_SIZE=953 Y_SIZE=683 FSZ_X=1942 FSZ_Y=1102 XYGrid=false
* showLoadLine=n showIp=y isDHP=n isPP=n isAsymPP=n isUL=n showDissipLimit=y
* showIg1=n gridLevel2=n isInputSnapped=n
* XYProjections=n harmonicPlot=y harmonics=y
*----------------------------------------------------------------------------------
RE1 7 0 1G ; DUMMY SO NODE 7 HAS 2 CONNECTIONS
E1 7 0 VALUE= ; E1 BREAKS UP LONG EQUATION FOR G1.
+{V(4,3)/KP*LOG(1+EXP((1/MU+(VCT+V(2,3))/V(4,3))*KP))}
G1 1 3 VALUE={(PWR(V(7),EX)+PWRS(V(7),EX))/KG1*ATAN(V(1,3)/KVB)}
* Alexander Gurskii screen current, see audioXpress 2/2011
RE2 8 3 1G ; Dummy
G2 8 3 VALUE={(PWR(V(7),EX)+PWRS(V(7),EX))/KG2*(KVC-ATAN(V(1,3)/KVB))}
E2 8 4 VALUE={0} ; Dummy
RCP 1 3 1G ; FOR CONVERGENCE
C1 2 3 {CCG} ; CATHODE-GRID 1
C2 1 2 {CGP} ; GRID 1-PLATE
C3 1 3 {CCP} ; CATHODE-PLATE
R1 2 5 {RGI} ; FOR GRID CURRENT
D3 5 3 DX ; FOR GRID CURRENT
.MODEL DX D(IS=1N RS=1 CJO=10PF TT=1N)
.ENDS

Hattest Du für die EF80-Variante einen richtigen Phasendreher vorgesehen wie tdpri-Forum angedacht oder die Self-Split-Methode an den Endröhren wie beim Deluxe_Micro gezeigt?


[Beitrag von Ste_Pa am 10. Okt 2021, 22:59 bearbeitet]
AndyGR42
Stammgast
#18 erstellt: 11. Okt 2021, 06:35
Moin. Das 2 Gitter Modell ist auch eher nur in Trioden Modus zu gebrauchen. Hier wurde ich auf eins hingewiesen was auch ziemlich gut passt, wenn man es später nachbaut: http://www.hifi-foru...m_id=71&thread=13770

Bei meinen Versuchen war mir die Phasendrehung erstmal egal. Ich hab im Prinzip nur die ersten bei Stufen der tdpri Version weggelassen und nur die Endstufe getestet. Nachdem ich dann irgendwie nicht annähernd auf 1 Watt (8 Ohm) gekommen bin habe ich das Projekt beerdigt. Den Aufbau mit der EL12N habe ich aus Zeitgründen noch nicht geschafft.
Ste_Pa
Stammgast
#19 erstellt: 11. Okt 2021, 20:32
Ich habe mal ein wenig rumsimuliert ...

DeluxeMicro ECC82 SE 1750A

Mein LT-Spice sagt: 930 mW bei 4,5 % THD.

Allerdings bei:
31 H zu 39.09 mH -> ü = 28,2 (sqrt(21/0.03909))

Berechne ich das ü aus den Impedanzen käme ich auf:
25 kOhm zu 8 Ohm -> ü = 55,9 (sqrt((25000/8)).

Das würde dann aber ein Induktivitätsverhältnisse der Heinriche wie folgt bedeuten:
31 H zu 10 mH -> ü = 55,7

Viele Grüße
Steffen

PS: An der Gegentakt-Variante probiere ich mich gerade, aber mein LT-Spice gibt mir aktuell noch Rätsel auf, wahrscheinlich wegen dem Pentodenmodell der EF80.


[Beitrag von Ste_Pa am 11. Okt 2021, 20:32 bearbeitet]
AndyGR42
Stammgast
#20 erstellt: 12. Okt 2021, 17:25
Also, bei der abgeschnittenen Halbwelle wundert es mich, dass es "nur" 4,5% Klirr sein sollen.

Ich nehme mal an, Du hast keine Möglichkeit den AÜ selbst zu messen? Das Problem mit den Angaben ist, dass sie in der Regel zu unvollständig sind.

Beispiel: Ich hab den Edcor WSM15k/600 mal gemessen. Angeblich ist er 5:1. Die Primäre Spule hat ca. 52H, die sekundäre 6,5, was ziemlich genau 8:1 ist. DCR ist hingegen mit 286:62 schon eher 5:1.
Ste_Pa
Stammgast
#21 erstellt: 12. Okt 2021, 18:51
Ich hatte ja noch dieses Projekt Portable Bluetooth Tube Amplifier gefunden. Eingesetzt sind 12AX7 (ECC83) in Vorstufe und Phasendreher sowie 12AU7 (ECC82) in der PP-Endstufe. Als AÜ werkelt ein Hammond 125A.

Die LT-Spice-Simulation sieht wie folgt aus:

Mini Amp ECC82 PP Hammond 125A

Ich erhalte hier: ca. 8% THD bei 1 Watt Ausgangsleistung, also noch schlechter als bei der SE-Variante.

Die THD-Ermittlung unter LT-Spice mache ich immer wie folgt:
.param freq=1k
.param fft=2**16
.four {freq} V(OUT)
.tran 0 {1000/freq} 0 {1000/freq/fft}
Ich bin aber nicht sicher, ob das korrekt ist, die Ausgangssignalverläufe sehen in der Tat schlechter aus, als die THD-Werte es vermuten ließen.

AÜs vermessen kann ich leider nicht. Einen Notebook mit externen USB-Soundinterface, mit dem ich via Software auch einen Frequenz-Sweep fahren kann, habe ich zwar, allerdings komme ich mit den paar Volt-Ausgangsspannung des Interfaces nicht weit, um die Primärwicklung des AÜ zu "beindrucken".
Vermutlich müsste ich daher zum Ausprobieren doch die komplette Schaltung mit der Vorstufe aufbauen.

Für die Simulation ist es aktuell leider ungünstig, da ein ü von 28,2 doch etwas ganz anderes ist als ein ü von 55,9 (im Fall der Datenblattangaben des 1750A, Impedanz- vs. Induktivitätsverhältnis).

Ansonsten tendiere ich aktuell doch stark zur einfachen SE-Variante mit dem 1750A. Für den kleinen "Spaß"Amp als "Sparbrötchen" wäre die Phasendreherrei doch zu aufwändig. Ich müsste dann ja mind. 4 Röhren (Doppeltrioden) für einen Stereo-Amp einsetzen, der mit ca. 300mV_eff als Eingangssignal auskommt. Nehme ich die EF80 wären es insgesamt 6 Röhren.

Btw: Gibt es eigentlich Doppelpentoden (2 Pentoden in einem Röhrengehäuse) als Vorstufenröhre?

Die PCL8X geistern mir noch im Kopf herum. Ob man denn z.B. mit einer PCL82 und dem 1750A (25kOhm:8Ohm oder 12,5kOhm:4Ohm) etwas anfangen könnte ...

Viele Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 12. Okt 2021, 18:55 bearbeitet]
Rolf_Meyer
Stammgast
#22 erstellt: 12. Okt 2021, 20:17
Moin Steffen,

Ich beziehe mich mal auf Deine Schaltung aus #19...

So grillst Du die ECC82 innerhalb kürzester Zeit. Du jagst da ~18mA je System bei rund 280V Anodenspannung durch... Das sind dann ~5W! Etwas viel, für eine Röhre, die nur für 2,75W je System spezifiziert ist, Spice hat Grenzen.. und sagt einem eben nicht, wenn Parameter überschritten werden.
Die Sparbrötchen Röhrenamps sind da auch schon nicht ohne... Es wird sowohl Ua, als auch Na überschritten. Aber das kennen wir ja von Gitarren-Amps... Wenn nicht alle Röhren "schön heiß" betrieben werden, dann klingt das halt nicht...

Wir wollten aber Amps für langfristige (möglichst HiFi-) Wiedergabe bauen.

Bei Hammond haben die über die Jahre vergessen, wie das mit dem Messen geht. Alle neuen Datenblätter sind grober UNFUG. Sie widersprechen den älteren Ausführungen und in sich inkonsistent. Deine Erkennnisse über das Mißverhältnis zwischen angegebenen Induktivitäten und Impedanzen sind also durchaus richtig!

Lies mal hier nach... Da geht es um den 1750A... mit wahrscheinlich alten Datenblattangaben... 22,8k:8 Impedanz... mit 53,1H zu xxxmH sekundär. Die sekundäre Impedanz kann man ja errechnen. (sollten dann 18,6mH sein)

Mein bestes Ergebnis sieht momentan so aus:
6SN7_1750A

Als Endstufen laufen da 6SN7... gaaanz wenig mehr Leistung als ECC82 aber wesentlich weniger Klirr (0,6 gegenüber 1%).
Der Treiber besteht aus einer Verstärkerstufe mit ECC81 und einem Kathodenfolger ECC81, um die Treiberimpedanz sehr niedrig zu halten, weil wir die "Endstufenröhren" bis in den Gitterstrombereich für "richtig Leistung" treiben müssen. ganz vorn ginge auch eine ECC83... würde für stereo Sinn ergeben.

Vielleicht ein Ansatz. 0,8W, 0,9W gegenüber 1W... alles bürgerliche Kategorien...

EF80 sind ein Irrweg.

Selbst eine 6K6 als Pentode (wie original an diesem Trafo verwendet) bringt keine nennenswerte unverzerrte Leistung... ein paar 100mW... Und das ist gegenüber den ECC oder der EF schon ein "recht amtliches" Rohr.

PP will ich dann morgen mal anfassen...

Gruß, Matthias


[Beitrag von Rolf_Meyer am 12. Okt 2021, 20:38 bearbeitet]
Ste_Pa
Stammgast
#23 erstellt: 12. Okt 2021, 23:19
Moin Matthias,

ohje, die armen ECC82 wollte ich eigentlich nicht grillen (Warmer Röhrenklang aus zu heißen Röhren mit roten Backen ... ohohoh ) Da habe ich bei lauter "Spielen" und "Paremater-Drehen" mit LT-Spice ganz das Röhrendatenblatt und die Kennlinienfelder (besonders die max- Kennwerte) außer Acht gelassen.

Wegen Herrn Ohm und Herrn Henry ... Dann orientiere ich mich mal mehr am Herrn Ohm.
53.1H zu 18.6mH in Deiner Simu macht ein ü von 53,4.
Das Simulations-Schema in dem von Dir verlinkten Artikel meint: 57H zu 20mH -> ü = 53,4.
Die Impedanzen meinen: 25 kOhm zu 8 Ohm -> ü = 55,9.
Das passt also gut.

Das mit dem zusätzlichen Kathodenfolger scheint mir zweckmäßig ... mir war gestern bei meiner Simuliererei schon aufgefallen, dass in bestimmten Konstallationen das Ausgangssignal meiner Vorstufe "einsackte" bzw. stark verformt wurde, wenn ich es dem Gitter der Endröhre zuführte.

Die bürgerlichen Kathegorien gehen alle in Ordnung. Ob nun 800mW oder 1W ist auch egal. Ich werde dann schauen, welche (kleinen ) Lautsprecher ich dazu nehme (evt. FP 3FE25 mit 91dB Wirkungsgrad). Aber das wird dann die nächste Baustelle beim Sparbrötchen.

Mein Wiki meint, die 6SN7 sei (bis auf Form und Sockel) vergleichbar mit der 6N1P. Ist dem so (von der gemeinamer Kathode bei der 6SN7 mal abgesehen) ?

Dann bin ich mal gespannt auf die PP-Variante (hier besonders auch auf den Phasendreher (LTP oder Katodyn oder ...)).

Und wie immer ... Vielen vielen Dank für Deine Unterstützung!

Beste Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 12. Okt 2021, 23:24 bearbeitet]
AndyGR42
Stammgast
#24 erstellt: 13. Okt 2021, 11:03
Die 6SN7GTB hat schon ein bisschen mehr Dampf. Ich benutze sie in meinem Vorverstärker als "Endröhre", vor allem wegen den niedrigen Ri. Ok, das könnte eine ECC82 auch, ich finde die "Große" aber hübscher und sie liefert bis <3k Eingangsimpedanz der nächsten Stufe noch -3dB bei <0,5% Klirr. Das habe ich mit der ECC82 noch nicht hinbekommen.

Als SE Endstufe würde ich ihr >1 Watt bei <1% THD durchaus zutrauen. Abhängig vom AÜ, versteht sich.
AndyGR42
Stammgast
#25 erstellt: 13. Okt 2021, 11:15
Ach ja, du könntest es auch mal mit den Transformer Models aus den Nachbarforum probieren: https://www.diyaudio...del-spreadsheet.html

Nach meiner Erfahrung ist aber der AÜ der größte Schwachpunkt bei der LTSpice Simulation. Wenn man es einigermaßen genau haben will, hilft da nur messen oder halt einen solche Datenbank.
Rolf_Meyer
Stammgast
#26 erstellt: 13. Okt 2021, 20:49
Moin,

Ja, auch diesmal hast Du Recht mit Deinen Betrachtungen..., Andy...
Wenn ich eine GTB nehme, mit der wesentlich höheren Anoden und Anodenkaltspannung... nun, dann komen da tatsächlich 1,5W zustande....
Aber 450V Anodenenspannung sind leider NICHT mehr Sparbrötchen... Für 330-350V kann man da noch Trenntrafos für die 230V hernehmen... bei 450V wird der Netztrafo teurer, als die AÜ...
Hier die Betrachtungen meinerseits zu PP an PP an Hamond 125A...
6SN7 an Hammond 125a
Gaaaanz toooolll, kein Baß und sowieso.. das gaaanz falsche Klirrspektrum..
Wech mit dem Scheiß.
Die SE-Sache war viiiiieeel besser.

Steffen, komme mich besuchen...
Sowas kannst Du hören und direkt mitnehmen...
2A3 simpel
2A3... nur knappe 3W aber besser als Alles, was Du je gehört hast...


Gruß, Matthias.

Edit: richtiges Bild eingefügt... 20Hz aus 2A3


[Beitrag von Rolf_Meyer am 14. Okt 2021, 06:59 bearbeitet]
AndyGR42
Stammgast
#27 erstellt: 14. Okt 2021, 12:02
Hallo Matthias

Danke für die Bestätigung TBT hat zwar einige, günstige Trafos im Angebot aber bei 450V Ua / und um die 100mA sind es mal mind. 75 Euro. Mit Silikon Gleichrichter und Drossel bekommt man das ganz gut hin. Aber für 1 Watt ist das m.E. übertrieben.

Ich bin mal auf die EL12N gespannt. Es wird wohl noch ein bisschen dauern, bis ich dazu kommen, aber ich freue mich schon drauf. Ziel ist hier 3-5 Watt bei < 1% THD an 8 Ohm. Die Kosten dürften sich bei rund 30 Euro für matched Endröhren ink. Vorstufe in Grenzen halten. Theoretisch würde sogar der TBT NTR 110 ausreichen, das ist mir aber etwas auf Kante genäht, so dass ich vermutlich den NTR 300 nehme. Ich habe den 110 noch zum Testen hier, also mal schauen. Hier wollte ich dann die ATR 20 testen. Eigentlich auch
ein bisschen Overkill, aber wenn die Qualität passt ein super Preis-Leistungsverhältnis.

Ja, auch das wird keine Sparschaltung. Aber vielleicht ein Kompromiss für Steffen?
Ste_Pa
Stammgast
#28 erstellt: 14. Okt 2021, 19:51
Moin Matthias,

Danke für Deine Simulationen!
Ich denke, dann belasse ich es beim SE-Konzept, ist mir für das "Sparbrötchen" eh lieber als die Phasendreherrei.

Was mich etwas wundert ... Du hast als Primärinduktivität des 125A 3,75H eingesetzt. Ist diese tatsächlich so niedrig? Das Datenblatt erzählt etwas von 14,94H, wobei ich hier nicht erkennen kann, ob das in Bezug auf Ra bzw Raa angegeben wird.

Wenn ich den 2A3-Amp hören und auch mitnehmen kann, muss ich mich tatsächlich sofort ins Auto setzen. Von der 2A3 liest man viel und vor allem Gutes, was sicher auch mit der direkten Heizung der Röhre zu tun haben könnte. Und Deine Simulation sieht doch hervorragend aus. Mit direkt geheizten Röhren habe ich bislang leider noch gar nicht "hantiert".
Ich muss mal schauen ... bist halt recht weit im Norden ... aber so ein Besuch wäre schon eine feine Sache, auch wegen Sehen, Hören und Stauen.

Wegen der Anodenspannung ... Die hatte ich auch schon im Hinterkopf ... Da ich mir diesmal nicht (unbedingt) wieder "den Wolf wickeln" will, beim sekundärseitig selbstgewickelten RKT, hatte ich auch die Trenntrafos "auf dem Schirm", aber kleine Ringkerntrafos 230V zu 230V habe ich bisher nicht gefunden, nur welche ab 100VA. Aber zur Not wickele ich auch wieder, "Zeugs" dazu liegt noch hier.

Einen Trenntrafo mit klassischem Kernaufbau gibt es bei Völkner/Conrad (Elma TT IZ58, 230V zu 2x115V, 30VA, 21,99€). Aber hier kann ich Nichts dazuwickeln, d.h es käme noch ein dezidierter Heiztrafo hinzu. Für den Fall könnte ich dann aber auch gleich einen richtigen Röhrentrafo als RKT nehmen. Den preiswertesten passenden gäbe es bei Tube-Town (Klick) (250V/0,1 A; 6,3V/1,5 A; 12,6V/1A; 34,90 €) oder den NTR 110 von TBT (300V/220mA, Abgriffe bei 180/220/250V; 6,3 V/4A; 40,70 € (vermutlicht etwas obersized)).

Auf ebay findet man hin und wieder alte Grundigtrafos, wie z.B. diese hier (Sekundär: 6,3 Volt, 245 Volt). Hier bin ich aber nicht sicher, ob die Heizleistung ausreicht
Wir haben bislang: 2x6SN7 (je 6,3V / 600mA) und 2xECC8x (je 6,3V / 300mA) = 6,3V @1,8A {12VA}
Ich glaube diese Grundig-Trafos waren in Tonbandgeräten (1x ECL82, 1xVorstufenröhre und 1x magisches Auge).

Und ja, der Netztrafo sollte passend zum Sparbrötchen-Konzept sein.

Eine Back-to-Back-Anordnung (zweier 6V- (oder 12V-) Trafos) wird sicher auch nicht so der Brüller sein, zumal ich hier vermutlich nur ca. 200V AC erzielen kann. 300 + x Volt DC sollten es aber sicher schon werden, bei dem hochohmigen AÜ.


Hallo Andy,

ich nehme alles auf, was Du hier schreibst, bin aber immer noch bei der Entscheidungsfindung, aber jede Anregung ist gut. Ich werde nachher (wenn ich noch nicht zu müde bin) mal versuchen Matthias seine Simulation mit dem möglicherweise "realerem" Übertragermodell des Hammond 1750A ( #25) zu "verheiraten".


Beste Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 14. Okt 2021, 20:24 bearbeitet]
TrueHighFidelity
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 14. Okt 2021, 21:14

Ste_Pa (Beitrag #28) schrieb:

Auf ebay findet man hin und wieder alte Grundigtrafos, wie z.B. diese hier (Sekundär: 6,3 Volt, 245 Volt). Hier bin ich aber nicht sicher, ob die Heizleistung ausreicht
Wir haben bislang: 2x6SN7 (je 6,3V / 600mA) und 2xECC8x (je 6,3V / 300mA) = 6,3V @1,8A {12VA}
Ich glaube diese Grundig-Trafos waren in Tonbandgeräten (1x ECL82, 1xVorstufenröhre und 1x magisches Auge).

Ganz ähnliche Trafos steckten im Grundig TK 46 und haben zwei Heizkreise, die folgende Röhren versorgt haben: 1.) ELL80, ECC83, ECC81, EF86 (insgesamt 1350 mA) und 2.) EL95, ECC81, EF86, EM84 (insgesamt 910 mA). Das könnten die gleichen sein.

Bei Jan Wüsten gibt es den TRA200 mit sekundär 230 V 0,12 A, 20 V 0,12 A und 6,3 V 4 A für 26,18 Euro. Allerdings hat der ein relativ starkes Streufeld (stärker als die Grundigs).
Rolf_Meyer
Stammgast
#30 erstellt: 14. Okt 2021, 22:09
Moin, die Herren,

Heute hat mir ein sehr lieber Kollege und Freund sowas zugesteckt (nachdem wir uns mehrmals die letzten Tage über das "Sparbrötchen-Projekt" unterhalten haben)...
IMG_0999

Der 1750A, allerdings als Original-Teil von Fender...

Und dann habe ich meinen Abend damit verbracht, mal die "Endstufe" aufzubauen...
DSCF0036

Kommt mir irgendwie so vor, wie wenn ich ein 1:10 Modell eines Röhrenverstärkers aufbauen würde...

Gemessen habe ich auch schon. Geht besser als gedacht (mal so als Spoiler).
Ab 70Hz geht das wirklich schon geschmeidig... und "obenrum" ist die Welt recht in Ordnung... Hätte ich so nicht vermutet... Versuch macht kluch.
Werde die Messungen erst noch aufarbeiten müssen, ist mir heute zu spät dafür.

HV-Trafo ist dieser... Für die Heizerei habe ich jenen genommen. Die Dinger lagern bei mir für Projekte wie Phono- oder Linestufen. Allerdings sind die Preise dafür um ca. 30% in diesem Jahr gestiegen...

Mit einer 6SN7 habe ich da 356V Ub ... Wird wohl mit zweien auf 330-340V absacken... mal schauen.


Von der 2A3 liest man viel und vor allem Gutes, was sicher auch mit der direkten Heizung der Röhre zu tun haben könnte. Und Deine Simulation sieht doch hervorragend aus. Mit direkt geheizten Röhren habe ich bislang leider noch gar nicht "hantiert".


Jep, 2A3... direkt geheizte Triode, die man sogar mit Wechselstrom heizen kann, ohne, daß der Brummbär zu Besuch kommt. Klanglich nur noch durch direkt geheizte Trioden mit thoriertem Wolfram zu toppen. Die können noch besser Impuls... da kommt Oxid-Kathode nie mit.
Ich habe übrigens gelogen... Die 2A3-Schalte hier, hat nicht die 2,5k Hammond-Übertrager, sondern die 3,5k Variante. Habe heute noch mal auf das Label geschaut... Sind 1630SEA. Also noch besserer Baß. Ich mag "untenrum" keinen Klirr... und das braucht Heinriche (und potente Lautsprecher)... will aber "obenrum" auch auf nix verzichten. Das geht mit den Hammonds sehr gut... wenn man sie sekundär nicht erdet.

Gruß, Matthias
Ste_Pa
Stammgast
#31 erstellt: 14. Okt 2021, 23:46
Moin Matthias,

na das hast Du doch etwas sehr Schönes aufgebaut. (gefällt mir!) (wobei ...klar ... im Vergleich zu Deinem vorherigen Fotos des Aufbaus eines amtlicheren Röhrenamps kommt der Maßstab 1:10 in etwa hin. )

Es freut mich auch sehr, dass das Sparbrötchen-Projekt nun weitere Kreise zieht und sogar ein realer AÜ 1750A bereit steht und Du extra einen Testaufbau und Messungen gemacht hast.

Der 1630SEA ist da natürlich mit über 5kg ein ganz anderes Kaliber.

Den genannten Trenntrafo von Conrad habe ich sogar noch hier in der Bastelkiste liegen und mir kam es auch so vor, als dass dieser vor ca. 1,5 Jahren noch deutlich unter 20 Euronen lag.

Welchen Einfluss kann die Erdung (bzw. Masseverbindung) eines Sekundäranschlusses bei den Hammond-AÜs auf die Höhen haben (Kapazitäten ...) ?

Ich habe auch mal ein wenig mit meinem LT-Spice "gespielt". Dein Vorschlag ( #22) für das SE-Sparbrötchen sieht bei mir aktuell so aus:

Sparbroetchen-Amp: ECC83, ECC81, 6SN7 (Transient)

Sparbroetchen-Amp: ECC83, ECC81, 6SN7 (Bode)

Ich habe aber als erste Röhre jetzt die ECC83 genommen, weil der Amp wieder an die Spannungs-schwachbrüstigen neumodischen Player angeschlossen werden soll. Bei 400mV_eff Eingangsspannung erhalte ich aktuell: knapp 1 Watt bei 0,3% THD durch moderate globale GK. Den 3.3nF C in der GK habe ich durch 100pF ersetzt, sonst hatte ich kaum Höhen im Bodeplot.

Die Schalte gefällt mir aktuell ganz gut.

Mit der 6N1P (anstelle der 6SN7) habe ich auch eine Simulation versucht, die verhielt sich aber ganz anders , evt. ist mein LT-Spice-Röhrenmodell nicht gut. Wie ist das eigentlich mit der 6SN7 vs 6SN7GTB. Das Spice-Modell der 6SN7GTB bringt mir deutlich niedrigere Klirrwerte als das der 6SN7.

Trioda meint so in etwa sieht der Arbeitspunkt der 6SN7 aus (ein Triodensystem):

Sparbroetchen-Amp: 6SN7 (Kennlinienfeld, Arbeitspunkt)


Hallo TrueHighFidelity,

vielen Dank für den Tipp mit dem TRA200 von Jan Wüsten (den Jan hatte ich bei Netztrafos gar nicht auf meinem "Radar". ) Mit 26,18 € ist der Netztrafo ja quasi prädestiniert für meinen Sparbrötchen-Amp. Das mit dem Streufeld müsste ich austesten. Dafür ist der Trafo neu, bei den gebrauchten Trafos älteren Datums aus der E-Bucht weiß man halt immer nicht, obwohl die Grundigs auf den Fotos zumindest auch noch recht gut ausschauen.

Die genaue Typbezeichnung der Grundig-Trafos in der E-Bucht ist leider nicht erkennbar. Bei den Kleinanzeigen habe ich ein ähnliches Angebot gefunden, dort ist eine Typbezeichnung erkennbar (Grundig TK32, BV 9005-542).

Im Netz habe ich noch ein Grundig Service-Manual gefunden. Dort sind einige Netztransformatoren näher spezifiziert.

Grundig-Maintransformer

Der BV 9005-542 des Grundig TK32 könnte mit, wenn ich es richtig erkenne, 2x 0,5mm Durchmesser einer Strombelastbarkeit von 2x0,75A entsprechen, also hätte ich ca. 1,5A für die 6,3Volt-Wicklung. Aber ich bin nicht sicher, ob meine Tabelle Lackdraht-Durchmesser zu Stromstärke so anwendbar ist.


Beste Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 15. Okt 2021, 01:23 bearbeitet]
AndyGR42
Stammgast
#32 erstellt: 15. Okt 2021, 06:15

Ste_Pa (Beitrag #31) schrieb:


Mit der 6N1P (anstelle der 6SN7) habe ich auch eine Simulation versucht, die verhielt sich aber ganz anders , evt. ist mein LT-Spice-Röhrenmodell nicht gut. Wie ist das eigentlich mit der 6SN7 vs 6SN7GTB. Das Spice-Modell der 6SN7GTB bringt mir deutlich niedrigere Klirrwerte als das der 6SN7.

Trioda meint so in etwa sieht der Arbeitspunkt der 6SN7 aus (ein Triodensystem):


Moin Steffen

Für die NF Röhren haben die Datenblätter meistens Tabellen mit Grundbeschaltungen, die ein guter Ausgang für die Schaltung sein könne. So auch die 6SN7GTB, z.B. von GE: https://frank.pocnet.net/sheets66.html

Bei mir funktioniert dieses Model Sehr gut:

* 6SN7GTB Triode PSpice Model 8/96, Rev. 1.0 (fp)
*
* -------------------------------------------------------------------
* This model is provided "as is", with no warranty of any kind,
* either expressed or implied, about the suitability or fitness
* of this model for any particular purpose. Use of this model
* shall be entirely at the user's own risk.
*
* For a discussion about vacuum tube modeling please refer to:
* W. Marshall Leach, jr: "SPICE Models for Vacuum-Tube Amplifiers";
* J. Audio Eng. Soc., Vol 43, No 3, March 1995.
* -------------------------------------------------------------------
*
* This model is valid for the following tubes:
* 6SN7GTB, ECC32, 6FQ7/6CG7, 5692;
* at the following conditions:
* Plate voltage : 0..450V
* Grid voltage : 0..-18V
* Cathode current: 0..30mA
*
*
* Connections: Plate
* | Grid
* | | Cathode
* | | |
.SUBCKT 6SN7GTB P G K
E1 2 0 VALUE={V(P,K)+20.43*V(G,K)}
R1 2 0 1.0K
Gp P K VALUE={10.89E-6*(PWR(V(2),1.5)+PWRS(V(2),1.5))/2}
Cgk G K 2.4P
Cgp G P 4.0P
Cpk P K 0.7P
.ENDS 6SN7GTB
AndyGR42
Stammgast
#33 erstellt: 15. Okt 2021, 06:19
Hier noch eins für die 6SN7, habe ich aber nicht ausprobiert. Bedenke dabei auch immer, die GT, GTA, GTB sind Weiterentwicklungen und man kann durchaus Verbesserungen erwarten.

.SUBCKT 6SN7_sofia A G K
+PARAMS: MU=21.95 ERP=1.5
+ KK1=2100 KP=169 KVB=4 vg0=-.45
+ CGA=4p CGK=3p CAK=1.2p RGI=1000
.func V_6() {KP*( (1/MU)+((V(G,K)-vg0)/sqrt(V(A,K)**2+KVB**2)) )}
E8 8 0 VALUE={(V(A,K))/KP*LN(1+EXP(V_6()))}
Eam am 0 VALUE= {2*Pow(V(8),ERP)/KK1}
GA A K VALUE={V(am)}
D3 5 k DX ; FOR GRID CURRENT
R1 g 5 {RGI} ; FOR GRID CURRENT
Rak A K 1G
Rgk G K 1G
C1 G K {CGK}
C2 G A {CGA}
C3 A K {CAK}
.MODEL DX D(IS=1N RS=1)
.ENDS
Ste_Pa
Stammgast
#34 erstellt: 15. Okt 2021, 16:57
Hallo Andy,

exakt das Modell der 6SN7GTB (#32) habe ich für meine Simulation in #31 eingesetzt. Das "6SN7_sofia" - Modell (#33) habe ich eben auch getestet. Bei dem sehen die THD-Werte leider wieder deutlich schlechter aus, ähnlich wie bei dem anderen 6SN7GTB-Modell, wass ich auch noch hier habe:

* This model is valid for the following tubes:
* 6SN7GTB, ECC32, 6FQ7/6CG7, 5692;
* at the following conditions:
* Plate voltage : 0..450V
* Grid voltage : 0..-18V
* Cathode current: 0..30mA
*
*
* Connections: Plate
* | Grid
* | | Cathode
* | | |
.SUBCKT 6SN7GTB P G K
E1 2 0 VALUE={V(P,K)+20.43*V(G,K)}
R1 2 0 1.0K
Gp P K VALUE={10.89E-6*(PWR(V(2),1.5)+PWRS(V(2),1.5))/2}
Cgk G K 2.4P
Cgp G P 4.0P
Cpk P K 0.7P
.ENDS 6SN7GTB

Sparbroetchen-Amp: ECC83, ECC81, 6SN7 Sofia-Modell (Transient)

LT-Spice meint hier: 810 mW bei 5.22% THD bei meiner unveränderten Sparbrötchen-Schaltung.
Das andere Modell (6SN7GTB von Dir aus Post #32 oder aus meinem Post #31) erzielte: knapp 1 Watt bei 0,3% THD. Das sind schon gewaltige Unterschiede. Ich bin sehr gespannt was Matthias am "lebenden Objekt" herausfindet.

Was mich auch noch irritiert, ich komme mit keinem Modell der 6n1p auf vernüftige Simulationswerte. Obwohl die 6n1p immer als Austauschkandidat für die 6SN7 genannt wird.

Beste Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 15. Okt 2021, 16:59 bearbeitet]
AndyGR42
Stammgast
#35 erstellt: 15. Okt 2021, 18:33
N’Abend

Wie schon gesagt, ich halte die Übertrager Modelle für den Schwachpunkt bei der Simulation. Besonders wenn es in die Grenzbereiche geht. Irgendwann muss man die Schaltung dann mal aufbauen. Hast du die Simulation mal mit einer ohmschen Last getestet?
pragmatiker
Administrator
#36 erstellt: 15. Okt 2021, 18:43

AndyGR42 (Beitrag #35) schrieb:
Irgendwann muss man die Schaltung dann mal aufbauen

Das halte ich ab einem bestimmten Punkt auch für äußerst zielführend - irgendwann simuliert man sich ohne zuverlässig anwendbaren, weiteren Erkenntnisgewinn zu Tode......zumal sich Röhrenschaltungen (meiner Erfahrung nach) in der Realität häufig deutlich gutmütiger benehmen wie in der Simulation.

Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 15. Okt 2021, 18:44 bearbeitet]
Rolf_Meyer
Stammgast
#37 erstellt: 15. Okt 2021, 22:25
Moin,


Ste_Pa (Beitrag #28) schrieb:
...Was mich etwas wundert ... Du hast als Primärinduktivität des 125A 3,75H eingesetzt. Ist diese tatsächlich so niedrig? Das Datenblatt erzählt etwas von 14,94H, wobei ich hier nicht erkennen kann, ob das in Bezug auf Ra bzw Raa angegeben wird.

Das ist die Sache mit den verkoppelten Induktivitäten (weil auf dem gleichen Kern) in Spice. Nimm einfach hin, daß die Primärinduktivitäten addiert und anschließend verdoppel werden. Habe das irgendwo schon mal erläutert...


Was mich auch noch irritiert, ich komme mit keinem Modell der 6n1p auf vernüftige Simulationswerte. Obwohl die 6n1p immer als Austauschkandidat für die 6SN7 genannt wird.


Die 6N1P ist kein 6SN7 Pendant... völlig andere Röhre... Datenblatt 6N1P
völlig andere Steilheit und andere Verstärkung... da stimmt nix überein. Wer verbreitet solche Märchen???

Das mit dem Aufbau und dem Messen macht doch der Matthias...

Ich höre sogar schon seit über einer Stunde damit... alte Peggy Lee Mono-Sachen. Bin echt erstaunt, wie nett das klingt!

Hier:
DSCF0059

Netter kleiner Spaß-Amp... und macht an Cornwalls richtig Lärm Klanglich besser, als erwartet.

Hier Schaltplan:
ECC83_6SN7_1750A

Vorn jetzt ECC83... die macht ja als Kathodenfolger auch ~600Ohm Impedanz und ist nicht so mäkelig bei Ufk...
Hinten auch am Übertrager korrigiert...

Werde dann wohl mal ein Päärchen von den Hammnds bestellen und die zeite Seite auch aufbauen. Zum Hintergrundgedaddel nebenan beim Sitzen am Computer allemal frisch! Und braucht keine 200W Strichleistung.

Messungen bei 1W.

Hier der Frequenzgang:
Frequenzgang

Klirr bei 50Hz:
50Hz

Bei 100Hz:
100Hz

Bei 1kHz:
1kHz

Und bei 10kHz:
10kHz

Die Oszibilder will ich auch nicht vorenthalten:

50Hz:
50Hz Oszi

100Hz:
100Hz_Oszi

1kHz:
1k_Oszi

10kHz:
10k_oszi

15kHz:
15k_oszi

Ganz erstaunlich für solch ein kleines Übertragerchen an 6SN7!

Und Peggy Lee ist gerade nebenan anwesend... unglaublich. Ich muß wohl mal wieder einige Dinge überdenken...

Aber erst mal schauen, wie das in Stereo mit anderer Musik klingt...

Gruß, Matthias
Ste_Pa
Stammgast
#38 erstellt: 16. Okt 2021, 11:57
Moin Mathias,

die Sache mit den verkoppelten Induktivitäten in Bezug auf LT-Spice habe ich mir gleich mal auf einem Zettel notiert. Das muss ich mir merken, ich glaube ich hatte dann in der Vergangenheit die PP-Amps falsch simuliert.


" Die 6N1P ist kein 6SN7 Pendant... völlig andere Röhre ... völlig andere Steilheit und andere Verstärkung... da stimmt nix überein. Wer verbreitet solche Märchen??? "

Ich hatte mich an zwei Märchenerzählern orientiert. ... Zum einen Wikipedia: "... Die professionelle Variante der 6SN7 ist die 5692 (RCA). Das russische/sowjetische Äquivalent der 6SN7 ist 6H8C (lateinisch 6N8S), funktionell analog ist die 6Н1П (lateinisch 6N1P). ... " und zum anderen dem diyaudio-Forum: "... ECC80 like 6N1P was designed to replace obsolete 6SN7 in a new gear, that means in similar applications it will exhibit similar linearity. ... ".

Aber, wie Du schon schreibst, ich hätte mir vorher die Datenblätter der beiden Röhren anschauen sollen.
Die 6SN7 ist angegeben mit:
Uf : 6,3V / If : 600mA ** Typical Characteristics: U = 250V / Ug = -8V / Ia = 9mA / S=2,6mA/V / ri=7,7kΩ / μ=20
Die 6n1p mit:
Uf : 6,3V / If : 600mA ** Typical Characteristics: U = 250V / Ug = ?? / Ia = ?? / S=3.5 bis 5.5mA/V / ri=?? / μ=35
Daher sind das in der Tat unterschiedliche Röhren. Ich lerne daraus, man kann nicht mal mehr dem Wiki trauen.


Das mit dem Aufbau und dem Messen macht doch der Matthias...

Ganz genau. Und ich weiß mal wieder gar nicht, wie ich das Alles wieder gut machen kann.


Ein richtig schöner Testaufbau des Sparbrötchens. Vor allem kannst Du ordentlich vermessen, sogar den Amplituden-Frequenzgang und das Spektrum.

Was leuchtet denn links vom Testaufbau des "Sparbrötchens", mir scheint Du hast das Sparbrötchen noch gegen etwas in einer anderen Liga antreten lassen ?

Dass die kleinen AÜ und das Sparbrötchen doch so eine sehr gute Figur machen, überrascht mich und freut mich. Die Messungen bei 1 Watt sehen doch mehr als gut aus, finde ich. Das ist eigentlich schon mehr als ich gewagt hatte zu hoffen. Und wenn sogar Peggy Lee im Raum stand, dann muss das "Sparbrötchen" eine sehr gute "Aura" haben.


... Und Peggy Lee ist gerade nebenan anwesend... unglaublich. Ich muß wohl mal wieder einige Dinge überdenken.

Dann hat ja mein "Sparbrötchen-Anliegen" möglicherweise sogar auch einen kleinen Nutzen / positiven Effekt für Dich.

Ich denke dann werde ich mir die Tage auch mal 2 dieser Übertrager ordern. Ich muss nur schauen, bei wem, weil Röhren und Fassungen sowie ggf. den Netztrafo brauche ich auch noch.

Beste Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 16. Okt 2021, 12:43 bearbeitet]
AndyGR42
Stammgast
#39 erstellt: 16. Okt 2021, 15:46

Rolf_Meyer (Beitrag #37) schrieb:

Ganz erstaunlich für solch ein kleines Übertragerchen an 6SN7!


Hallo Matthias

Ich hab den Überblick verloren. Welcher Übertrager ist das jetzt? Und pi mal Daumen bei welcher Leistung hast Du gemessen?

Danke
Rolf_Meyer
Stammgast
#40 erstellt: 16. Okt 2021, 19:53
Moin,

@Andy
Übertrager? Siehe #30... Der Hammond 1750A, allerdings als Originalteil von Fender.
Gemessen bei ~1W, schrieb ich doch.

Da sind wir dann schon im Clipping der Endstufe. Deshalb relativ hohe Klirr-Werte im Baß und obenrum. Habe den Kathodenwiderstand (R5, alt 820Ohm) gegen 470Ohm getauscht. Dann gehen die 1W auch ohne Clipping... und die 6SN7GTB ist dann auch nahe der Kotzgrenze (7,2W).

@Steffen

Was leuchtet denn links vom Testaufbau des "Sparbrötchens", mir scheint Du hast das Sparbrötchen noch gegen etwas in einer anderen Liga antreten lassen ?

Nein, mein akustisches Gedächtnis ist völlig i.O. Das sind die Lampen auf meiner "Eisenbahnplatte für Männer"... Ich schalte alles an einer Steckdosenleiste ein und war zu faul, die Eisenbahnplatte abzuschalten, deshalb leuchten da die Röhren...
Hinten eine TM300B Prototypenröhre, die eigentlich die Specs der 300B nicht einhält, und vorn eine MKX2 (davon gibt es genau 5 Stück, alle bei mir. ) das ist eine 6SN7-ähnliche Röhre, die direkt geheizt ist.


Ganz genau. Und ich weiß mal wieder gar nicht, wie ich das Alles wieder gut machen kann.

Das mußt Du auch gar nicht. Viel mehr hast Du mein (Röhrenamp-)Weltbild total durcheinander gebracht. Habe bestimmt schon einige Röhrenamps gebaut... und ganz sicher nicht die schlechtesten. Aber "Sparbröchen" macht süchtig! Mißt sich Kacke, klingt aber absolut goil!
Stimmwiedgabe (männlich, wie weiblich), Saiteninstrumente und Bläser sind das absolute Ding für "Sparbrötchen"... Nur das große Schlagwerk ist nicht so "prall"...

Bei BTB-Elektronik sind die Hammond 1750A erhältlich, nebst Röhren etc.... Vielleicht gibbet da auch den passenden Netztrafo.
Die Electro-Harmonix oder Tung-Sol aus neuer russischer Fertigung sind meine Empfehlung. In dieser Anwendung besser als alle NOS-US-Typen (und ich habe eine Menge davon!) Einzig "Radiotron" waren nahezu gleichauf... Die ECC83 ist am Geschehen nicht wirklich beteiligt... bei 17dB Gegenkoppelung auch kein Wunder... Da hört man die Schaltung, nicht die Röhre.

Ich glaube, "Sparbrötchen" wird ein "Renner" und die Preise für die 1750A werden bald steigen...

Gruß, Matthias

Edit:
Übrigens, der Testaufbau ist "totenstill" in Titelpausen... sogar an 100dB/W/m! Man muß schauen, ob die Röhren glühen, um zu wissen, daß der Amp eingeschaltet ist... Mit dem Ohr auf der Baßmembran kann man es nicht ergründen.
Siebung momentan 100µF/470Ohm/100µF...


[Beitrag von Rolf_Meyer am 16. Okt 2021, 20:15 bearbeitet]
AndyGR42
Stammgast
#41 erstellt: 17. Okt 2021, 07:51

Rolf_Meyer (Beitrag #40) schrieb:
Moin,

Übertrager? Siehe #30... Der Hammond 1750A, allerdings als Originalteil von Fender.
Gemessen bei ~1W, schrieb ich doch.


Danke, sorry, hatte ich auf dem Smartphone wohl überlesen



Bei BTB-Elektronik sind die Hammond 1750A erhältlich, nebst Röhren etc.... Vielleicht gibbet da auch den passenden Netztrafo.
Die Electro-Harmonix oder Tung-Sol aus neuer russischer Fertigung sind meine Empfehlung.


Wenn Du bei BTB nicht fündig wirst, sollte der NTR110 von TBT eigentlich ausreichen. Ich finde den mit seinen 4 sekundären Abgriffen super universell. Und selbst wenn man auf Grund der Kerngröße nur 50% der Leistung abrufen möchte, dann sind 110mA Ub und 2A für die Heizung immer noch ne Menge für 40 Euro. Ich glaube, das spricht sich gerade rum und Hr. Schäfer muss langsam mal wieder seine Wickelmaschine anwerfen

Grüße

Andreas


[Beitrag von AndyGR42 am 17. Okt 2021, 07:57 bearbeitet]
Ste_Pa
Stammgast
#42 erstellt: 17. Okt 2021, 11:04
Moin Matthias,

ahja, eine "Eisenbahnplatte für Männer" (gefällt mir!). Die großen Röhren waren mir aufgefallen, ich hatte auch schon versucht herauszufinden, um welche es sich handeln könnte. Aber klar, dass es Deine ELROG-Röhren sein könnten, daran hätte ich eigentlich denken können. Beides, sowohl die TM300B als auch die indirekt geheizte MKX2, sind ja sehr imposante schöne Röhren. Ich hatte das leider immer nur am Rande verfolgt, aber es ist ganz sicher eine riesige Leistung solche Röhren in (Fast)Handarbeit neu herstellen zu können. Eine sehr faszinierende Sache. Ich komme ja aus Thüringen aus der Nähe von Mühlhausen und kenne noch den VEB Mikroelektronik Mühlhausen, ein Betrieb, der in der DDR bekannt war für die Taschenrechner und Kleincomputer KC85/X, aber auch für die Röhrenproduktion (VEB Röhrenwerke Mühlhausen). Röhren wurden in Mühlhausen auch schon vor 1945 produziert, von den Lorenz-Werken (Klick).
Ich fand es sehr schade, dass man nach der Wende dort die Röhrenproduktion nicht wenigstens im kleineren Stil weiterführte. Aber in den "Wendewirren" ist in Mühlhausen wohl leider Einiges schief gelaufen. Auf Jogis-Seite gab es dazu auch weitere Informationen ...

Geschützter Hinweis (zum Lesen markieren):

"Anmerkung zum Werk Mühlhausen.
Dieses ist eine leidvolle Geschichte, die ein Freund damals live miterlebt hatte. Kurz nach der Wende stellte sich die Frage, die Röhrenproduktion in Mühlhausen, dort wo die Maschinen noch produktionsbereit standen, wieder aufzunehmen oder einen anderen Hersteller zu finden. Der Preis hätte damals für eine in Deutschland produzierte EL34 ca. 16.00.-- DM betragen. Die chinesische EL 34 lag damals bei 2,40 US-Dollar. Der Umrechnungskurs lag zu dieser Zeit ungefähr bei 1,5.
Da die damaligen Geschäftsleiter in der Privatisierungsphase einen Draht nach Saratov (der Röhren-Produktionsstandort der Firma Reflector in Russland) hatten, machten sie den folgenschweren Fehler - sie nahmen Ihre Pläne und Konstruktionszeichnungen der EL 34 und flogen zu Reflector nach Saratov, Russland. Was sie allerdings nicht wußten, war, das Mike Matthews mit dem damaligen Direktor Tschintschikov ein Joint Venture unter dem Namen Sovtek geschlossen hatte. Und das was ihnen noch fehlte in Ihrem Program, das wichtigste, war die EL34.
Erschwerend kam noch hinzu, das dieser Mike Mathiews mit einer russischen Dame liiert ist, die im ehemaligen Exportbüro der Sowjetunion gearbeitet hatte....
Lange Rede kurzer Sinn, die Pläne blieben in Saratov zurück, die beiden vorübergehenden Geschäftsführer von RFT Mühlhausen haben sich ziemlich einlullen lassen. Alle Maschinen zur Röhrenproduktion sind im Rahmen der Privatisierung mit dem anschließenden Konkurs in die Schrottpresse gewandert. Somit fand die Geschichte einer großartigen, hervorragenden deutschen Qualitätsröhre ein endgültiges (und unrühmliches) Ende."



Aber zurück zum "Sparbrötchen" ...
Ob das mit dem durcheinandergebrachten Weltbild nun gut war, darüber grübele ich gerade ... Ich hoffe es hat nicht all zu sehr "gewirbelt". Aber es freut mich sehr, zu lesen, dass "Sparbrötchen" absolut goil klingt.

Ich muss jetzt zusehen, dass ich das "Sparbrötchen" möglichst schnell auch hier aufbaue, umso mehr weil die 1750A dann bald teuer und schwer erhältlich sein werden.

Und ein "Renner" könnte das "Sparbrötchen" bestimmt werden. Ich muss wohl mal den Thread-Titel anpassen und auch den Aufbau noch schön dokumentieren, dann wird das schon. Sehr schön aufbereitete Messwerte haben wir ja schon.
Aber ich denke schon, dass es Nachbauer geben wird. Wenn ich sehe, wieviel Resonsanz teilweise Bauvorschläge mit Netztrafos als AÜ finden in Verbindung mit PCL-Röhren, sollte "Sparbrötchen" bei den Qualitäten doch haushoch überlegen sein.

Schön, dass Du auch was zu Deinem Netzteil geschrieben hast, ich hätte sonst gefragt. Für Stereo sollte ich dann 100 µF bzw. 220µF als Ladeelko, 220 Ohm (RS je nach Trafo) als Siebwiderstand und 220µF als Siebelko einsetzen und hätte voraussichtlich Ruhe ? Das soll ja diesmal mein erster Röhren-Amp werden ohne "sandigen Kram" wie MOSFET-Kapazitäts-Multiplizierer oder LR8- bzw. Maida-LM317-Mosfet-Spannungsstabilisierung. Und ich will auch (entgegen meiner Gewohnheiten) mit AC heizen. ... Ein richtiges "Sparbrötchen" halt.


@Andy:
Wegen des Trafos habe ich mal eine kleine Kurzrecherche angestellt. Wir haben:
TRA200 von Jan Wüsten: Pri.: 230V / Sek.: 230V@0,12 A ; 20V@0,12A; 6,3V @ 4A; Abm: 66mm*79mm*58mm; Kernmaß EI78 (26,18€)
tt-t50 von Dirk (Tube-Town): Pri.: 0-220-230-240 V / Sek.1: 250V@0,12 A; Sek.2: 6,3V@3A; h= ca.40mm d= ca.80mm (34,87€)
RKT2249807-58VA von BTB-Elektronik: Pri.: 230V / Sek.1: 250V@130mA; Sek.2: 4,0A; Durchmesser:88mm, Höhe:50mm (49,90€)
NTR 110 von TBT: Prim.: 230V / Sek.1: 300 Volt@220mA (Abgriffe bei 180V, 220V und 250V); Sek2.: 6,3V@4A; Baugröße EI 78-40 (78x65x40mm Blechpaket) (40,70€)
Elma TT IZ58 Trenntrafo von Völkner/Conrad: Prim.: 1x230V / Sek.: 2 x 115V@0,13A; 50x64x60mm (21,99€) und Elma TT IZ54 Universal-Netztrafo auch von Völkner/Conrad: Prim.: 230V; Sek.: 6V, 8V, 10V, 12V (20.4 VA) (19,99€) {Zusammen: 41,98€}

Ich schaue gerade, was ich noch alles bestellen muss und versuche wegen der Versandkosten möglichst viel zusammen fassen zu können... Aber das gelingt leider nicht immer


Beste Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 17. Okt 2021, 11:31 bearbeitet]
AndyGR42
Stammgast
#43 erstellt: 17. Okt 2021, 16:13
Also, das mit dem Trafo hängt ein bisschen davon ab was Du machen willst 4 Abgriffe zwischen 180 und 300 Volt erlauben, ja nach Gleichrichtung und Siebung, Problemlos zwischen 200 und knapp 400V Ub. Wenn Du also viel ausprobieren möchtest, eine gute Wahl. Soll es möglichst günstig und für eine spezifische Spannung sein ist halt ggf. eines der anderen Modelle besser.
TrueHighFidelity
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 17. Okt 2021, 18:01
Darf ich mich nochmal reinhängen? Den Elma-Trenntrafo habe ich auch schon ausprobiert, und auch der ist nicht von allerhöchster Qualität. Er hat ebenfalls ein starkes Streufeld (bin nicht sicher, ob es an der Zweikammerwicklung oder an dem verschweißten Kern liegt), wird bei längerem Betrieb ziemlich heiß (auch wenn es vermutlich noch im Rahmen ist) und hat WIMRE eine relativ hohe Leerlaufspannung. Sollte man wissen.

Ich lese übrigens interessiert mit. Auch wenn ich mit den Simulationen nichts anfangen kann, finde ich "Sparbrötchen"-Projekte immer interessant.


[Beitrag von TrueHighFidelity am 17. Okt 2021, 18:02 bearbeitet]
AndyGR42
Stammgast
#45 erstellt: 17. Okt 2021, 20:17

Rolf_Meyer (Beitrag #40) schrieb:
Moin,

Da sind wir dann schon im Clipping der Endstufe. Deshalb relativ hohe Klirr-Werte im Baß und obenrum. Habe den Kathodenwiderstand (R5, alt 820Ohm) gegen 470Ohm getauscht. Dann gehen die 1W auch ohne Clipping... und die 6SN7GTB ist dann auch nahe der Kotzgrenze (7,2W).


Ich überlege die ganze Zeit ob es so zielführend ist die doch nicht ganz günstige 6SN7GTB so zu quälen. Für die Hälfte gibt es z.B. eine EL12N oder wenn es eine Triode sein soll auch eine 6080. oder für den gleichen Preis eine 6336. Davon bräuchte es auch nur eine für Stereo

P.S.: ok, die 6336 braucht einen eigenen Trafo für die Heizung… macht die Sache wieder etwas teurer.


[Beitrag von AndyGR42 am 17. Okt 2021, 20:40 bearbeitet]
Rolf_Meyer
Stammgast
#46 erstellt: 17. Okt 2021, 21:52
Moin,


TrueHighFidelity (Beitrag #44) schrieb:
Darf ich mich nochmal reinhängen?


Aber klar doch, deswegen diskutieren wir das ja öffentlich...
Aber ein Name wäre nett... macht sich leichter mit dem Ansprechen... muß ja nicht der echte Vorname sein... Und Grußformeln vorn und hinten finden wir hier auch recht ansprechend.


...Den Elma-Trenntrafo habe ich auch schon ausprobiert, und auch der ist nicht von allerhöchster Qualität. Er hat ebenfalls ein starkes Streufeld (bin nicht sicher, ob es an der Zweikammerwicklung oder an dem verschweißten Kern liegt), wird bei längerem Betrieb ziemlich heiß (auch wenn es vermutlich noch im Rahmen ist) und hat WIMRE eine relativ hohe Leerlaufspannung. Sollte man wissen...


Ja nu, der Elma ist doch sooo schlecht nicht. Habe den sogar in einem Phono-Pre im gleichen Gehäuse... nix Brumm. Was interssiert also das Streufeld?
Das Sparbrötchen braucht ja nur was um die 40mA für Stereo... Da wird sicher nix warm. Und die höhere Leerlaufspannung zeigt eigentlich an, daß das Dingens gut für Röhren geeignet ist... hoher Rdc der Sekundärseite... gut für Röhrengleichrichter. Und genau wegen des hohen Rdc, kommt da wesentlich mehr Spannung heraus, als man von 2x115V Wickelungen bei Ringkernen erwarten kann, wenn man den Trafo nur zu 1/3 lastet...
Ich habe jedenfalls das ganze Wochenende Mono-Platten mit Sparbrötchen gehört... Trafo etwas mehr als "handwarm"... Allerdings nur mono... stereo werden wir dann sehen, wenn die AÜ hier sind.


AndyGR42 (Beitrag #45) schrieb:

Ich überlege die ganze Zeit ob es so zielführend ist die doch nicht ganz günstige 6SN7GTB so zu quälen...


"Das muß das Boot aushalten..." Es wird ja nicht mal irgendeine Datenblattangabe überschritten...
Und wenn man 6SN7 praktisch in "Schüttgutmenge" zur Verfügung hat, sollte man wohl damit anfangen.
Du bist übrigens im Irrtum. Du zählst da Trioden auf, die sehr niederohmig sind. Das ist aber an diesem Übertrager eben genau nicht zielführend. Zu 22,8kOhm paßt ein Ri der Röhre von ~ 7kOhm...

Ich habe, nachdem jetzt vein brauchbares AÜ-Modell vorhanden ist, schon mit diversen Röhren rumsimuliert...
Aussichtsreiche Kandidaten...
- QQE03/12... als Triode (beide Systeme parallel)... schön für 4Ohm Lautsprecher an Sparbrötchen
- 6N30P...beide Systeme parallel
- 6CL6 als Triode
- (P)(E)CL85/805... Pentodensektion als Triode... einstufiger Treiber aus der Triodensektion

Und gaaanz sicher gibbet da noch viel mehr brauchbare Röhren...
Das schöne an dem 1750A ist das ungewöhnliche Übersetzungsverhältnis und die gleichwohl noch gut vorhandene Hochtonwiedergabe...
Da kann man mit Röhren rumspielen, die eigentlich nicht wirklich Endstufenröhren sind.

Gruß, Matthias


[Beitrag von Rolf_Meyer am 17. Okt 2021, 22:05 bearbeitet]
TrueHighFidelity
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 17. Okt 2021, 22:11
Moin Matthias,

ich wollte nicht unhöflich sein. Nur effizient, denn viele andere sparen sich die Grußformeln hier auch.

Ich habe es in dem vielen Text vielleicht überlesen, aber soll unbedingt eine Vorstufenröhre als Endröhre verwendet werden? An 12,5 kOhm kriegt man auch eine EL84 oder ECL86 ans Laufen, wenn man den Strom entsprechend runterschraubt. Habe ich auch schon mal probiert (nicht an diesem Übertrager) und das ging ganz gut, auch wenn es nicht ideal nach Datenblatt ist. Die EL95, die für 10 kOhm gemacht ist, ist noch näher dran.

Grüße
Johnny
Ste_Pa
Stammgast
#48 erstellt: 18. Okt 2021, 00:57
Moin Matthias,


... Ich habe jedenfalls das ganze Wochenende Mono-Platten mit Sparbrötchen gehört. ...


Ohoh, so langsam sorge ich mich um das durch Sparbrötchen veränderte (Röhrenamp-)Weltbild in Kermits Kaminzimmer.


Hallo TrueHighFidelity,

den Elma TT IZ58 Trenntrafo habe ich auch schon einmal bei einem Röhren-Kopfhörerverstärker für die Erzeugung der Anodenspannung verwendet. Das mit den verschweißten Kern ist richtig. Ansonsten hatte ich eigentlich keine Probleme mit dem Trafo. Etwas warm ist er im KHV geworden, aber nicht übermäßig. Er hatte dort aber auch die "dicke Berta" (6080) mit Anodenspannung und -strom zu versorgen. Ich hatte den Trafo auch etwas von der Hauptschaltung entfernt im Gehäuse montiert.
Aber aktuell ist der Trenntrafo zusammen mit einem dezidierten Heiztrafo preislich leider nicht mehr ganz so attraktiv. Die Preise sind im letzten Jahr leider deutlich gestiegen. Ich meine mich zu erinnern, dass der Elma TT IZ58 in 2018 noch unter 15€ zu haben war. Und das war dann unschlagbar günstig.
Für Sparbrötchen brauche ich aber auf jeden Fall einen Trafo, der Anoden- und Heizspannung zusammen liefert, da ich ein eher kleines Gehäuse einsetzen will.


Beste Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 18. Okt 2021, 01:02 bearbeitet]
AndyGR42
Stammgast
#49 erstellt: 18. Okt 2021, 06:32

Rolf_Meyer (Beitrag #46) schrieb:

"Das muß das Boot aushalten..." Es wird ja nicht mal irgendeine Datenblattangabe überschritten...
Und wenn man 6SN7 praktisch in "Schüttgutmenge" zur Verfügung hat, sollte man wohl damit anfangen.
Du bist übrigens im Irrtum. Du zählst da Trioden auf, die sehr niederohmig sind. Das ist aber an diesem Übertrager eben genau nicht zielführend. Zu 22,8kOhm paßt ein Ri der Röhre von ~ 7kOhm...


Moin Matthias.

Ja, stimmt. So weit hatte ich nicht gedacht. Nachdem ich die Heizdaten gelesen hatte, habe ich das Thema eh abgehakt.

Mir geht's auch um den Preis für den Nachbau. Nicht jeder hat den Keller voll mit Röhren Es macht halt wenig Sinn am Übertrager zu sparen um dann verhältnismäßig viel für die Röhren auszugeben. In neu sind das immerhin rund 40 Euro je Kanal.
Ste_Pa
Stammgast
#50 erstellt: 18. Okt 2021, 10:54

... In neu sind das immerhin rund 40 Euro je Kanal ...


Moin Andy,

nicht unbedingt. Ich habe mal bei BTB-Elektronik geschaut, die Preise für die billigste Ausführung der Röhren (neu bzw. NOS) wären:

6SN7GT/6N8S/6H8C Russia/Sovtek NOS: 7,50 € Pro Stück -> x2 = 15,- €
ECC83SJJ tube Red Label : 10,30 € pro Stück -> x2 = 20,60 € oder 6N2P/6H2n: 5,80 € pro Stück -> x2 = 11,40 €

Dann wären wir bei 35,60 € an Röhrenkosten für unser "Sparbrötchen" in Stereoform bzw. mit 6N2P anstelle ECC83 bei 26,40 €.

Preislich interessant wäre auch die von Matthias in #46 angesprochene P/(E)CL85/805. Die ECL85 gibt es bei BTB für 5,30€ (die PCL85 ist mit 7,10 € sogar teuerer (warum auch immer )).

Ich habe jetzt aber auch nur die Röhren rausgesucht, die jeweils am billigsten waren. Ob bzw. inwieweit jetzt (viel) teurere Röhren desselben Types (die es ja auch gibt) unserem "Sparbrötchen" zu (deutlich) besseren Eigenschaften verhelfen als die jeweils günstigeren, kann ich leider nicht einschätzen.

Beste Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 18. Okt 2021, 11:07 bearbeitet]
AndyGR42
Stammgast
#51 erstellt: 18. Okt 2021, 11:55
Hallo Stefan

Die (sehr gute) Tung-Sol GTB ist für diese Schaltung aber notwendig. Die GT verträgt "nur" 5 Watt (in Summe oder 3,5 für ein System), wäre in der Schaltung also so nicht einsetzbar. Die 6SN7 sogar nur 2,5 Watt / System. Die GTA wäre eine Option, die kann dann wieder 7,5 Watt in Summe.

Von den 6N2P habe ich mir ne Kiste aus der Ukraine kommen lassen. Ich habe sie noch nicht gemessen, aber von der Heizung abgesehen sollen sie ja eine ECC83 ersetzen können
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