Sennheiser Funkmikro, welches nehmen?

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crazykav
Neuling
#1 erstellt: 28. Jun 2010, 09:57
Hi zusammen,

das ist mein erster Beitrag hier und ich hab auch gleich mal eine Frage.

Ich bin Sänger einer Rockband, und derzeit auf der Suche nach einem neuen qualitativ guten Funkmikro, weil mich die Kabel einfach nerven.

Bisher hab ich das klassische SM58 verwendet im Proberaum meist das SM86 und nun möchte ich mir etwas ordentliches leisten.

Generell möchte ich gern auf Sennheiser umsteigen, da ich hier preislich die meisten Vorteile rausholen kann.

Ich suche ein Funkmikro inklusive Statio und allem was dazugehört.

Es darf ruhig bis zu 1000,- Euro Normalpreis haben, wenn es günstigere Varianten gibt, die dennoch sinnvoll für mich sind, bin ich natürlich auch nicht böse.

Leider hab ich persönlich keine Ahnung von Funkmikros und benötige daher dringend etwas Support.

Lg
crazy
chrime
Inventar
#2 erstellt: 28. Jun 2010, 12:53
Ich bin bisher mit den Sennheiser ew100 Funkstrecken sehr zufrieden.

Derzeit gibt es aber noch etwas Unklarheit, über die Frequenzverteilung. Evtl. damit also noch etwas warten.
zucker
Moderator
#3 erstellt: 28. Jun 2010, 23:01
Hallo crazy,

ob Senni oder Shure - es sind oftmals Philosophiefragen.
Für eine Rocksache ist ein Beta 58 gut zu gebrauchen, bei Senni kann ich dazu leider keine Empfehlung aussprechen, hab da keine Vergleiche.

Was die Funkstrecke angeht:
Laut Verordnung sind die Freq. neu verteilt wurden, womit sich im herkömmlichen UHF Bereich der nutzbare Raum auf ein Minimum von wenigen Mhz reduziert, soll wohl zwischen 850 und 890Mhz liegen, wobei Du das mal im Netz kontrollieren solltest.

Nach meinem Kenntnisstand geht die Freq. der Zukunft weiter in den Ghz Bereich (soll wohl um die 2Ghz angesiedelt werden) und dazu noch in die Digitalabene gewandelt werden. Meines Wissens ist Senni derzeit der einzige Hersteller der ein brauchbares System anbietet. Selber konnte ich es noch nicht testen, habe das nur von einem Kollegen so in Erfahrung gebracht.

Es gibt aber von Shure Funken (UR2 auf UR4S bzw, UR4D) die zwar an die 3ooo.00€ herankommen aber im Freq. Band umgestellt werden können. Möglicherweise kann man die Teile in der Bucht auch günstiger schießen.
Auch mit der ULX (vielleicht sogar mit der SLX) Serie ist ein Freq. Update möglich, welche dann wieder in Deinen Preisrahmen passen dürften.

Wichtig ist die Bandbreite, sprich der mögliche Hub der Übertragung. Dadurch wird gewährleistet, daß das volle nutzbare Freq.-Band übertragen wird. Ein Hub von wenigstens +/- 35Khz muß da sein (besser 50Khz), um auch noch über 15Khz Nutzfreq. etwas übertragen zu können.
crazykav
Neuling
#4 erstellt: 29. Jun 2010, 06:54
wow, danke

das ist mal ein haufen interessanter information, die ich in meinen kaufwunsch einbauen kann.
Super, ich werd mich mal schlau machen bzgl der Modelle und wenn es in Ordnung ist, komm ich dann nochmal mit 2-3 Vergleichsmodellen.

Lg
Ck
maggusxy
Inventar
#5 erstellt: 29. Jun 2010, 17:16
Also mal zu den Frequenzen:

Das Frequenzband von 790 - 862 MHz, welches im Moment noch viele Funkmikros nutzen, die im Handel sind, dürfen jetzt noch offiziell bis zum 31.12.2015 genutzt werden.

Es kann aber schon vorher sein, vor allem in ländlichen Regionen, wenn in bestimmten Gebieten das neue Funk-Internet startet, dass es dort dann schon zu Komplikationen kommen kann.

Als neues Frequenzband für Funkmikros ist jetzt der Bereich von 710-790 MHz vorgesehen.

Allerdings ist der nur für "professionelle" Nutzung vorgesehen und du musst die ganzen Funkstrecken anmelden.

Unabhängig davon, ob es jetzt 1 oder 50 Funkstrecken sind, musst du einmalig 130 euro Verwaltungsgebühr + je strecke 9,10 € jährlich bezahlen.

Das ganze ist aber wie schon geschrieben vorrangig für professionelle Anwender gedacht wie z.B. Verleiher, Musicals, Tv & Radio. Als Privatperson wird es da schon etwas schwieriger werden, sowas beantragt zu kommen.


Für den Fall, dass du aber trotzdem Sennheiser willst:
Soweit ich weiss, sind alle aktuellen Sennheiser Funkstrecken umrüstbar. Jedoch sollen die Kosten so hoch sein, dass es sich dann fast schon wieder lohnt solch ein System neu anzuschaffen.


Für den semiprofessionellen Bereich bzw. für Amateure soll in Zukunft, wie schon genannt das Band im Bereich von 1,8 - 2,4 GHz zur Verfügung stehen. Hier läuft die Datenübertragung zwischen Sender und Empfänger rein digital ab und ist in etwa mit WLAN vergleichbar.
Das heisst: Du hast eine kurze Zeitverzögerung, bis das Signal vom Funkmic bis zum Ausgang des Empfängers kommt (ca. 5 ms) und die Reichweite ist wesentlich geringer. Sollte aber für die meisten Sachen ausreichen.


Im Moment steht noch zur Diskussion, ob semiprofessionelle Anwender das (noch) freie Band von 863-865 MHz nutzen dürfen.
Aber so wie's aussieht, wirds wohl nix werden. Aber mal abwarten.


Die einzigste digitale Funkstrecke wo was für dich wäre, ist im Moment die Line-6 XD-V70.
Die ist auf jeden Fall zukunftssicher und du kannst hier sogar die Kapsel wechseln. Ob das mit dem Mikrofonkorb geht weiss ich nicht, aber ich gehe stark davon aus.

Da könntest du dann praktisch dein sm58 auseinandernehmen, die kapsel vom sm58 on das line-6 einbauen und machst deinen runden korb drauf.

Dann hätteste ein SM58, welches funkt und noch zukunftssicher ist


Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen!


[Beitrag von maggusxy am 29. Jun 2010, 17:17 bearbeitet]
blackfield
Inventar
#6 erstellt: 29. Jun 2010, 17:28
Schau mal bei thomann die haben auch eine Digitalfunkstrecke von dB im Angebot die ebenfalls was sein könnte.
*Cinch*
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 01. Jul 2010, 10:40
Abgesehen von der ganzen Frequenzdebatte, würde ich Dir bei Sennheiser eher zur EW300 Serie (G3 inzwischen, glaub ich..) raten.
Grund dafür, ab dem 300er hast du die Baterieanzeige des Senders auch am Empfänger. Das hat mir schon häufiger mal geholfen, wenn ich gesehen hab, welche Funke doch in die Knie geht, dann kann man noch vom FOH reagieren. Auf der Bühne sieht das keiner.
Zu den Kapseln, es stehen meist 2 dynamische und eine Elektret zur Auswahl, damit ergibt sich dann die Nummer, also z.b. EW345.
Ich mag die Elektret (365), ist aber gusto und einsatz abhängig.!

Zur Frequenzerei, soweit ich weiss lassen sich die ordentlichen Sennheisers und Shures alle per Softwareupdate umstellen, kosten???


[Beitrag von *Cinch* am 01. Jul 2010, 10:42 bearbeitet]
crazykav
Neuling
#8 erstellt: 01. Jul 2010, 10:51
Cool, danke.

Das schränkt es mittlerweile schon ordentlich ein, ich werd mich mal direkt bei meinem Händler nach der EW300 Serie erkundigen und die mal austesten.

Danke für die vielen Infos

lg
Ck
maggusxy
Inventar
#9 erstellt: 01. Jul 2010, 13:56
Ich kann dich nur noch mal an die Frequenzen erinnern.

Das system umrüsten zu lassen kostet fast genauso viel, als dir en neues system zu kaufen.

Eine Batterieanzeige am Empfänger hat jedes besseres System, ist nicht nur bei der EW 300 Serie so.

Beim Line 6 haste auch Batterieanzeige am Empfänger.

Die Frequenzbänder können im übrigen nicht durch Softwareupdate geändert werden. Da muss was an der Hardware umgebaut werden!


[Beitrag von maggusxy am 01. Jul 2010, 16:50 bearbeitet]
crazykav
Neuling
#10 erstellt: 01. Jul 2010, 14:01
Danke maggusxy

ich werde das natürlich in meinem fragekatalog beim händler berücksichtigen, in der hoffnung dass dieser sich auch mit der materie auskennt.
blackfield
Inventar
#11 erstellt: 01. Jul 2010, 14:37
Das mit den Frequenzen ändern geht nur innerhalb eines Bandes per Software. Zwei verschiedene Bänder geht auf keinen Fall.
mix4munich
Stammgast
#12 erstellt: 05. Jul 2010, 16:50

*Cinch* schrieb:
Abgesehen von der ganzen Frequenzdebatte, würde ich Dir bei Sennheiser eher zur EW300 Serie (G3 inzwischen, glaub ich..) raten.
Grund dafür, ab dem 300er hast du die Baterieanzeige des Senders auch am Empfänger. ...


Ab der Serie G3 können das auch die "kleinen" Sennheisers aus der ew100-Serie. Daher habe ich eine solche gekauft, Modell ew100-945 - also Funke ist ew100 mit dem Mikrofonkopf des e945 - eine Superniere, die nicht viel Umgebungsschall mit aufnimmt. Ich hatte es jetzt bei ein paar Jobs im Einsatz, und sie Sänger sind jedesmal ganz aus dem Häuschen. Liegt gut in der Hand, klingt super und pfeift fast gar nicht (ich sage "fast", aber in der Tat hatte ich bei 10 Shows, die nicht alle unter optimalen Bedingungen stattfanden, keine einzige Rückkopplung damit). Gerade am Samstag ist wieder ein Redner fast direkt vor den Boxen damit herumgeturnt, und es hat nicht mal ansatzweise gepfiffen. Kostet um die EUR 750,-, wenn ich mich recht erinnere.

Viele Grüße
Jo
gangster1234
Inventar
#13 erstellt: 06. Jul 2010, 11:26
Wenn du ´n gutes Mikro suchst, geht eigentlich an Neumann nix vorbei.

Oder, wenn´s auch billiger sein darf, Heil.

gruß gangster
_Floh_
Inventar
#14 erstellt: 06. Jul 2010, 20:30
Gut ist doch definitionssache...sicher ´n Neumann ist geil, aber selbst die Sennis vom Johannes mit der 945er Kapsel sind für ´n Hobbyisten oftmals schon Perlen vor die Säue.
Gerade weil 70% derjenigen, die so ´n Mikro benutzen, damit nicht umgehen können oder besser eines nehmen, dass die Defizite ihrer Stimmen nicht so brutal aufdeckt
zucker
Moderator
#15 erstellt: 06. Jul 2010, 21:08
Neumann Funkstrecke - wäre etwas sehr Neues.

Wenn, dann neuheiser, KMS auf Senni aber das dürfte wohl sehr weit der 1000.00€ Grenze nach oben liegen.
socapex
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 07. Jul 2010, 10:53
Mein Tip wäre eine Sennheiser Evolution Strecke mit Handsender SKM865.
Das ist eine Kondesatorkapsel mit der ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe da sie sich äußerst gutmütig verhält und dabei noch gut klingt und sich für ein breites spektrum einsetzen lässt.
Ob man nun EW100, EW300, EW500 aus G1, G2 oder G3 nimmt hängt imho primär davon ab ob man sich etwas gebrauchtes kauft oder wieviel man letztendlich für ein neues System ausgeben möchte.
Elevat0r
Stammgast
#17 erstellt: 14. Jul 2010, 16:40
uuuuh, Rockband und die entsprechenden Pegel mit nem Kondensator? Ob das mal gut geht... Ich würde in solchen Fällen eigentlich IMMER zu einem Dynamischen raten, da es ja eigentlich wurschtegal ist, ob das Mikro jetzt noch das letzte Quäntchen Brillianz obenrum bringt oder nicht.
Dafür bieten die Dynamischen eben meistens ne ganze Ecke Gain before Feedback, was solcher Mucke ja meistens auch nicht ganz unerheblich ist.
Ein ganz guter Kompromiss wäre wohl eine ew 100 Strecke mit einem 845er Kopf, der klingt recht ausgewogen und ist ziemlich wenig empfindlich, was Rückkopplungen angeht. Und man bleibt nebenbei noch gut innerhalb des 1000-Euro-Budgets.
Was mir eben noch einfällt: der Monitor sollte bei dem 845er aber nicht direkt vor dem Sänger stehen, da es sich um eine Superniere handelt, dann klappt es auch sehr gut mit dem Monitoring.
kst_pa&licht
Inventar
#18 erstellt: 14. Jul 2010, 16:47
Ein EW 100er Handheld ist mit Sicherheit ne passable Lösung.

Ich bringe da jetzt einfach Mal die PGX Serie der Mitbewerbermarke Shure ins Gespräch.

Die mit nem Beta 58 Kopf sollte günstiger und auch qualitativ auf jeden Fall gleichwertig sein
Elevat0r
Stammgast
#19 erstellt: 14. Jul 2010, 17:25
Axo, kleiner Nachtrag nochmal von mir:

Das allerwichtigste, aber das weißt du denke ich schon, ist testen testen testen!
Mal viele Mikrofonköpfe verschiedener Hersteller zum Vergleich nehmen und welcher für dich am angenehmsten klingt mit deiner Stimme ist für dich auch der richtige.

Man sollte wie gesagt zusätzlich aber noch das Argument der Durchsetzungsfähigkeit und Rückkopplungsunempfindlichkeit in Betracht ziehen, da es sich ja um eine Rockband handelt, sonst könnte man ja gleich ein Großmembrankondensator-Studiomikrofon mit auf die Bühne nehmen, weil es ja so angenehm klingt.

Also eine ausgewogene Mischung aus Brillianz, Durchsetzungskraft und Gain before Feedback sollte idealerweise das Rennen für sich entscheiden.

Dazu kann man noch die Empfangsqualität der Funkstrecke hinzuziehen, wenn man das letzte Master-Argument sucht. Aber da geben sich alle namhaften Hersteller nicht viel, obwohl Sennheiser meiner Meinung nach die Nase LEICHT vorne hat, nicht dramatisch, aber doch meistens leicht.


[Beitrag von Elevat0r am 14. Jul 2010, 17:27 bearbeitet]
terr1ne
Stammgast
#20 erstellt: 16. Jul 2010, 13:55
Digitale Dividende...schwieriges Thema.

Hier mal ein Auszug aus einem Shure Text:

Welche Frequenzen sind denn nun betroffen?

Der Bereich 790-862 MHz ist in Zukunft für mobile Internetzugänge (drahtloses DSL) vorgesehen. Dafür wird derzeit an „LTE“, einer Nachfolgegeneration des Mobilfunkstandards UMTS gearbeitet (LTE = Long Term Evolution).
Das LTE-Netz wird voraussichtlich ab 2010 in ländlichen Gebieten (wobei dieser Begriff nicht näher definiert ist) schrittweise und ab 2016 flächendeckend im gesamten Bundesgebiet ausgebaut. In den Regionen, in denen LTE aktiv ist, ist der Betrieb von drahtlosen Mikrofonen nur noch sehr eingeschränkt möglich.
Bis zum 31.12.2015 ist ein anmeldefreier Betrieb von Funkmikrofonen in den Bereichen 790-814 MHz und 838-865 MHz wie bisher möglich. In ländlichen Gebieten können diese Bereiche jedoch gestört sein, je nachdem wie weit der Ausbau von LTE fortgeschritten ist.
Ab 2016 können Frequenzen im Bereich 790-862 MHz weiterhin per Einzelzuweisung beantragt und benutzt werden, natürlich in Abhängigkeit der Verfügbarkeit der Frequenzen. Diese Einzelzuteilung ist kostenpflichtig.

Was passiert mit den europaweit einheitlichen Frequenzbereich 863-865 MHz?

Hier ändert sich nichts. Auch nach dem 31.12.2015 kann dieser Bereich anmeldefrei genutzt werden. Dieser Bereich ist besonders für Anwender die nur wenige Funksysteme betreiben wollen und wird entsprechend noch überlaufener sein, als er sowieso schon ist.

Auf welche Frequenzen kann man in Zukunft ausweichen und fallen dabei Kosten an?

Ab sofort können Funkmikrofone im Bereich 710-790 MHz betrieben werden, allerdings nur nach Anmeldung. Die Anmeldung zum Betrieb von Funktechnik kostet einmalig 130€, unabhängig davon wie viele Funksysteme beantragt werden. Zusätzlich wird pro Sender eine Jahresgebühr von ca. 10€ erhoben. Diese Anmeldung gilt bundesweit. Die Frequenzwahl obliegt dem Anwender. DVB-T vor Ort muss berücksichtigt werden.

Was mache ich, wenn ich im Laufe des Jahres zeitversetzt mehrere Funksysteme kaufe?

Wenn innerhalb eines Jahres weitere Funksysteme gekauft werden, kann ein Änderungsantrag der bestehenden Anmeldung bei der Bundesnetzagentur gestellt werden. Dieser Änderungsantrag kostet ca. die Hälfte der normalen Anmeldegebühr.

Und hier noch ein Bild von Wikipedia:
http://upload.wikime...7598db4d12d6c831.png


Grundsätzlich kann man sagen, dass Shure teurer als Sennheiser ist. Im "High-End" Bereich (Shure UHF-R, Sennheiser 3000/5000er) nimmt sich das nicht mehr viel, aber bei den kleinen und mittleren Systemen sind die Unterschiede teilweise recht deutlich.

Ich persönlich würde eher auf die Sennheiser-Schiene gehen, da sie mit der G3-Serie wirklich einen guten Wurf gelandet haben. Endlich wurde hier das System der modularen Mikrofonköpfe vernünftig umgesetzt.
Du könntest also erst einmal mit einer günstigeren Kapsel anfangen und wenn du dich ausbauen möchtest, kannst du auf eine größere Kapsel umrüsten.
Die MMD-945 ist wirklich eine gute Kapsel. Da hat Sennheiser wirklich ganze Arbeit geleistet.

Wenn du noch einen Level höher gehen möchtest, solltest du die MMK-965er ausprobieren. Sie hat eine wirklich fantastische Auflösung, aber sollte nur von geübten Sängern benutzt werden. Die Kapsel verzeit keinen schiefen Ton!
Zudem ist sie sehr stabiel und auch nach ein, zwei, drei Stürzen noch voll funktionsfähig. Durch die umschaltbare Charakteristik (Niere -> Superniere) ist man auch sehr Variabel, wenn die Bühnen häufiger wechseln sollten, bzw. du mit unterschiedlichen Akustiken konfrontiert bist.
Das ein Kondenser früher koppelt als eine Dynamische ist übrigens ein Ammenmärchen.

Gruß,
Moritz
Elevat0r
Stammgast
#21 erstellt: 16. Jul 2010, 15:36

terr1ne schrieb:

Das ein Kondenser früher koppelt als eine Dynamische ist übrigens ein Ammenmärchen.


...für mich ist es kein Ammenmärchen, sondern einfach jahrelang genau die Erfahrung, die ich auf Rockbühnen gemacht habe.

Zum Thema Digitale Dividende auch hier das entsprechende von Sennheiser

Link
_Floh_
Inventar
#22 erstellt: 16. Jul 2010, 22:16
Ein Ammenmärchen ist es sicher nicht, es ist einfach sehr Fall- bzw. Mikrofonabhängig, was nun eher koppelt.

Verallgemeinern wird da schwierig werden, weil es genug Ausnahmen, in beide Richtunge, auf beiden Seiten geben wird.
maggusxy
Inventar
#23 erstellt: 16. Jul 2010, 22:30

_Floh_ schrieb:
Ein Ammenmärchen ist es sicher nicht, es ist einfach sehr Fall- bzw. Mikrofonabhängig, was nun eher koppelt.

Verallgemeinern wird da schwierig werden, weil es genug Ausnahmen, in beide Richtunge, auf beiden Seiten geben wird.


Kann da Floh nur zustimmen.

Koppeln ist immer sehr situationsabhängig.
Bei richtiger Anwendung, kann man mit Kondenser aber auch gut fahren. Zumindest ich habe Kondenser je nach Anwendung eigentlich immer auf ausreichend Pegel gebracht.

Aber im Allgemeinen bin ich auch der meinung, dass Kondenser schneller koppeln
Elevat0r
Stammgast
#24 erstellt: 17. Jul 2010, 12:08
[quote="maggusxy"][quote="_Floh_"]Zumindest ich habe Kondenser je nach Anwendung eigentlich immer auf ausreichend Pegel gebracht.
[/quote]

Das sollte man auch, denn sonst hat man seinen Job verfehlt.
Aber es ist eben die Frage mit wieviel Aufwand und Schrauberei das zu machen ist und wieviel Gain before Feedback man sich von vorneherein einfach durch die richtige Mikrofonwahl erarbeiten kann, und da sind Kondenser auf Rockbühnen [u]meistens[/u]im Hintertreffen. Aber klar, keine Regel ohne Ausnahme.
TerminX
Stammgast
#25 erstellt: 26. Jul 2010, 22:57
klar, wenn man ein SM 58 mit nem Großmembran Kondenser vergleicht, ist man sowieso aufm Holzweg.
Mikros wie das SM 58 sind ja unteranderem durch Richtcharakteristik etc. darauf spezialisiert, wenig zu koppeln, wohingegen Großmembraner meist im Studio eingesetzt werden, wo Feedback sowieso egal ist.
Kondenser wie zum Beispiel Overhead bei Drums sollte man in der Regel laut genug bekommen, da das Nutzsignal irre laut ist. Schwerer wirds da schon bei Akustikgitarren etc.

BTT: Wir haben im Theater 4 Sennheiser Funkstrecken. Zu denen kann ich sagen, dass sie vom Klang einem SM 58 recht ähnlich sind, das SM 58 jedoch noch einen tick "härter" klingt. Mehr Rock-Typisch halt. Die Funkübertragung der Sennis (jetzt hab ich mich auch schon an das "Sennis" gewöhnt ^^) ist tadellos auch über recht große Distanzen und die Batterie hält lange. Kosten natürlich auch n ticken mehr.

Sonst wie schon vorgeschlagen: Beta 58

mfg, TerminX
derdaniel21
Stammgast
#26 erstellt: 27. Jul 2010, 17:27
Jetzt muss ich mal kurz querschlagen. Ich besitze die Sennheiser EW100 G3 Serie D-Band. Heißt das, die ist für mich dann bald nutzlos bzgl. der Frequenzen?

LG
Daniel
terr1ne
Stammgast
#27 erstellt: 27. Jul 2010, 18:30
Na, setzt du es denn gewerblich ein oder ausschliesslich privat?
_Floh_
Inventar
#28 erstellt: 27. Jul 2010, 20:01
Ob gewerblich oder privat sollte eigentlich keinen Unterschied machen.
Bis 2015 darf er sein Mic nutzen. Können tut er´s unter Umständen nur bis 2012 weil´s sonst zu böse mit den Störungen wird.
Außer du willst auf die Ausnahmegenehmigung hinaus...aber die bekommt man weder als kleiner gewerblicher noch als privater.
gangster1234
Inventar
#29 erstellt: 27. Jul 2010, 21:12

_Floh_ schrieb:

Bis 2015 darf er sein Mic nutzen. Können tut er´s unter Umständen nur bis 2012 weil´s sonst zu böse mit den Störungen wird.
Außer du willst auf die Ausnahmegenehmigung hinaus...aber die bekommt man weder als kleiner gewerblicher noch als privater.


Wer stört denn dann wen ? Wie sieht das also in der Praxis aus, vermutlicherweise ?

Wenn´s Ausnahmegenehmigungen geben soll, die dann doch keiner bekommt : Warum ? Ist das Thema Ausnahme also gar keins ? ich bin diesbezüglich im juristischen nicht so fit...

gruß gangster
_Floh_
Inventar
#30 erstellt: 27. Jul 2010, 21:23
Einfaches Beispiel: Denkmalschutz. Ein großer BauHai bekommt genehmigt, Balkone an der Fassade zu befestigen (!).
Ein Privater dagegen nicht einmal eine kleine Auslassöfnung für den Dunstabzug.
Anders wird es bei den Funkmikros auch nicht laufen...

Was wen stört ist ´ne gute Frage, aber wahrsscheinlich das zukünftige Drahtlose Internet ganz massiv die Funkstrecken.
terr1ne
Stammgast
#31 erstellt: 28. Jul 2010, 10:53
Sennheiser hat das auf der letzen CeBit mal ausprobiert. Einer der LTE Entwickler sollte einfach mal seine dort vorgestellt Antenne einschalten, damit man mal live nachvollziehen kann was passiert.
Nach einschalten der Antenne waren ALLE Funkmikrofone schlagartig tot. Sie hatten KEINE changse mehr auch nur ein kleines lebenszeichen an den Empfänger zu senden.
Sennheiser hat dann mal einen Frequenzscan gemacht, um zu sehen ob nicht doch irgendwo kleine Lücken sind, wo man ausweichen könnte... keine changse. Das Mikrofonsignal wurde komplett weggedrückt. Nach Deaktivierung der Antenne war alles wieder "normal".

Sprich:
Wenn eine VA läuft und ein Mobilfunkbetreiber zum testen (und sei es auch "nur" für 2 Stunden) seine Antenne anschmeisst, sollte ganz schnell auf Kabel umgesteckt werden.
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