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High End Kabeltrommel "Top Craft" an einer 36000 € Kette!!!

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Autor
Beitrag
gsmiata
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 12. Jun 2005, 21:38
Ja ja, Ihr habt schon richtig gelesen...

War heute auf der "World of Hifi" bei uns in Hamm und hab mir mal nen paar schöne (aber leider unerschwingliche) Teilchen angesehen. Unter anderem gab es 6 Räume mit Vorführungen von Anlagen im Preisbereich von 9400 € bis 180000 €.

Nach dem ich mir die teuerste Anlage angehört hatte, bin ich zur nächsten Anlage weitergegangen.
Hierbei handelte es sich umfolgende Komponenten:

Anlage 4 (bis 35.900 EUR)
Raum "Restaurant" EG
Moderator: Bert Seidenstücker
Netzaufbereiter: Accuphase PS 1200 V (10.200 EUR )
Plattenspieler: Thorens TD 2030 (2.200 EUR )
SACD–Spieler: DENON DCD-SA 1 (7.500 EUR )
Vollverstärker: DENON PMA-SA 1 (8.000EUR )
Lautsprecher : Quadral Aurum Titan (8.000 EUR/Paar)
Stecker/Kabel: Fadel Art
Racksystem: Copulare

Klang echt schön, hatte ich bei diesem Preis auch nicht anders erwartet.

Nach der Vorstellung hab ich mir die Anlage mal etwas genauer angesehen. Schöne Komponenten, hochwertige Verkablung, aber was seh ich da für eine Netzleiste????


Eine 5m Kunstoff-Kabeltrommel von Aldi "High End" Eigenmarke TOP CRAFT!!!!!!!!!!!!!!!!

Kann das sein???????????

Das dürfte eigentlich jede Netzleisten Diskussion im Keime ersticken lassen!
Ich hab meinen Augen nicht getraut! Aber es war so. Hab sogar extra nochmal nachgesehen, ob Sie die Polung gekennzeichnet haben, aber nichts?!?!

Dies bestätigt eigentlich meine Einstellung: Strom ist Strom! Und er wird auch nicht besser durch eine teure Netzleiste.

Gruß Gavin
Murray
Inventar
#2 erstellt: 12. Jun 2005, 21:48

Netzaufbereiter: Accuphase PS 1200 V (10.200 EUR )


Du gibts dir doch selber die Antwort! (Nein, diese Antwort ist nicht ironisch gemeint... )

Murray

Edit: Hättest ja ne HighEndnetzleiste anschließen können,vielleicht hätte es besser geklungen...


[Beitrag von Murray am 12. Jun 2005, 21:49 bearbeitet]
gsmiata
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 12. Jun 2005, 21:54
Hast schon Recht, aber bei 36000 € sollte doch auch noch Geld für anständige Netzleiste (und wenn nur der Optik wegen) übrig sein, oder?
mosley2
Stammgast
#4 erstellt: 13. Jun 2005, 04:29
die zusammenstellung der anlage ist sowieso schrecklich - der "netzaufbereiter" kostet mehr als die boxen? der cd-player kostet soviel wie die boxen?? der verstärker kostet soviel wie die boxen??

gesamtbetrag völlig falsch verteilt, sechs, setzen.
jororupp
Inventar
#5 erstellt: 13. Jun 2005, 12:06
Hallo,

eine Aldi-Kabeltrommel in einer hochwertigen Anlage wirkt befremdlich und ist sicher auch nur aus der Messesituation heraus nachvollziehbar.
Auf der anderen Seite schließe ich aus dem geschilderten Aufbau, dass es in den Räumlichkeiten ein "Stromproblem", sprich zu viele störende Einflüsse durch Leuchtkörper usw. gab, die dazu geführt haben, einen Accuphase Netzfilter einzusetzen.
Wenn dann die Kabeltrommel lediglich die Verbindung von der Steckdose zum Netzfilter darstellt, ist das m.E. sicher nicht optimal, aber vertretbar.


gesamtbetrag völlig falsch verteilt, sechs, setzen.


Lässt man mal das (wahrscheinlich räumlich bedingte) Netzfilter kostenmäßig außen vor, liegen die übrigen Geräte durchaus auf einem m.E. vergleichbaren Niveau. Von daher kann ich diese Bewertung nicht verstehen.

Gruß

Jörg

PS: Der klangliche Eindruck hat das ja wohl auch bestätigt


[Beitrag von jororupp am 13. Jun 2005, 12:07 bearbeitet]
muckie
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 13. Jun 2005, 17:13

gsmiata schrieb:
Ja ja, Ihr habt schon richtig gelesen...

War heute auf der "World of Hifi" bei uns in Hamm und hab mir mal nen paar schöne (aber leider unerschwingliche) Teilchen angesehen. Unter anderem gab es 6 Räume mit Vorführungen von Anlagen im Preisbereich von 9400 € bis 180000 €.

Nach dem ich mir die teuerste Anlage angehört hatte, bin ich zur nächsten Anlage weitergegangen.
Hierbei handelte es sich umfolgende Komponenten:

Anlage 4 (bis 35.900 EUR)
Raum "Restaurant" EG
Moderator: Bert Seidenstücker
Netzaufbereiter: Accuphase PS 1200 V (10.200 EUR )
Plattenspieler: Thorens TD 2030 (2.200 EUR )
SACD–Spieler: DENON DCD-SA 1 (7.500 EUR )
Vollverstärker: DENON PMA-SA 1 (8.000EUR )
Lautsprecher : Quadral Aurum Titan (8.000 EUR/Paar)
Stecker/Kabel: Fadel Art
Racksystem: Copulare

Klang echt schön, hatte ich bei diesem Preis auch nicht anders erwartet.

Nach der Vorstellung hab ich mir die Anlage mal etwas genauer angesehen. Schöne Komponenten, hochwertige Verkablung, aber was seh ich da für eine Netzleiste????


Eine 5m Kunstoff-Kabeltrommel von Aldi "High End" Eigenmarke TOP CRAFT!!!!!!!!!!!!!!!!

Kann das sein???????????

Das dürfte eigentlich jede Netzleisten Diskussion im Keime ersticken lassen!
Ich hab meinen Augen nicht getraut! Aber es war so. Hab sogar extra nochmal nachgesehen, ob Sie die Polung gekennzeichnet haben, aber nichts?!?!

Dies bestätigt eigentlich meine Einstellung: Strom ist Strom! Und er wird auch nicht besser durch eine teure Netzleiste.

Gruß Gavin



Hallo Gavin,

Was meinst Du mit "Klang echt schön"?

Gruß

muckie
-scope-
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 13. Jun 2005, 19:42
Hallo,

Eine 5 oder 10 m Kabeltrommel (abgewickelt) ist in Bezug auf das Gesamtbild, das Image, das Gefühl, und "die erste Logik" sicher nicht vernünftig.
Das würde zu Hause auch keiner machen, obwohl prinzipiell der Weg von der Wandsteckdose bis zum Hausanschlusskasten auch nichts anderes darstellt, und weil es technisch gesehen auch keinen Flaschenhals darstellt, obwohl viele das meinen.

Ohne Netzaufbereiter hätte man -zumindest auf einer Messe- auch keine Abstriche hinnehmen müssen. Er stand wohl ausschliesslich aus "Imagegründen" dort.


SACD–Spieler: DENON DCD-SA 1 (7.500 EUR )
Vollverstärker: DENON PMA-SA 1 (8.000EUR )


Mit den "beknackten" Preisen sind die bei Denon (wie schon bei der alten -S1 Serie) weiterhin auf dem Trip, ihr altes "Consumer-image" abzuwerfen....Fraglich bleibt, ob die Straßenpreise in dieser Region bleiben??


[Beitrag von -scope- am 13. Jun 2005, 19:48 bearbeitet]
mosley2
Stammgast
#8 erstellt: 13. Jun 2005, 23:22
<<Lässt man mal das (wahrscheinlich räumlich bedingte) Netzfilter kostenmäßig außen vor, liegen die übrigen Geräte durchaus auf einem m.E. vergleichbaren Niveau. Von daher kann ich diese Bewertung nicht verstehen.>>


die bewertung kommt zustande weil den boxen keinerlei priorität eingeräumt wurde. wer das unverständlich findet, soll einfach mal im selbsttest versuchen, zwei CD-player auseinanderzuhalten und danach zwei paar unterschiedliche boxen. ist i.d.r. relativ selbsterklärend ;-)
Monsterdiscohell
Stammgast
#9 erstellt: 14. Jun 2005, 12:15
Jetzt mal abgesehen von der "Netzleiste",was mir auch noch "fatales" an den Ls aufgefallen ist:Die FadelArt-Kabel(Singlewire) waren an denn Hoch-/Mitteltonklemmen angeschlossen und zu den Tieftonklemmen lief nur ein 1,5 qcm Billigkabel ,das hat mich am meisten aufgeregt .Über 1000 Euronen Kabel und Jumper für 0,25 Pfennige .Aber abgesehen davon lief echt tolle Musik und der Moderator hat ab und zu ein paar Witze
gemacht(aber keine Miene verzogen).

Metallic Regards

Marvin
hf500
Moderator
#10 erstellt: 14. Jun 2005, 15:13
Moin,
da kann man sehen, dass das ganze High-End Strippengeschrei nur hohles Geblubber ist.

Interessieren wuerde ich mich allerdings die Accuphase Netzaufbereitung, die ja immerhin 10.200 Euro kostet.
Was ist da so Wertvolles drin?
Oder ist das ein schoen verpacktes Industrienetzfilter mit 10000 Euro Extrapreis?

Wenn ich fuer eine Ausstellung saubere Netzspannung haben will, dann nehme ich eine Online-USV passender Leistung.
Diese Geraete liefern idR eine sehr klirrarme Ausgangssspnnung.
Und sind vor allem wesentlich billiger, man muss allerdings heftig schleppen ;-)

73
Peter
jororupp
Inventar
#11 erstellt: 14. Jun 2005, 15:26
@mosley2,


die bewertung kommt zustande weil den boxen keinerlei priorität eingeräumt wurde.


Ich meine, diese Priorisierung macht Sinn, wenn z.B. jemand ein Budget von z.B. 5000 Euro für eine Anlage ausgeben will. Dann kann man vorschlagen, je 1000 Euro für Amp und CDP, 2000 für die Boxen und 1000 Euro für den "Rest" (Kabel, Rack usw.).

Aber das Ziel der WoH ist ja m.E. das Präsentieren von "stimmigen" Anlagen in verschiedenen Preisklassen, ohne dass auf die Preise geschielt werden muss. Da ist die Elektronik schon mal deutlich teurer wie die angeschlossenen Boxen.

Gruß

Jörg
-scope-
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 14. Jun 2005, 15:30
Hallo hf500,

vermutlich ist dieses Gerät gemeint?

http://www.accuphase.com/pdf/ps-1200v_e.pdf

Es arbeitet soweit ich mal überflogen habe nicht einfach nur als Filter , sondern "korrigiert" die gekappte Sinusspitze und filtert zudem HF aus dem Netz. Angeblich soll so ein THD von 0,2 % (Vollast??) erreicht werden. Das wäre in der Tat excellent, wenngleich ich (wie du) der Überzeugung bin, das das in der Praxis nicht notwendig ist....Und schon garnicht zu diesem "weltfremden" Preis.

Hätte ich absolut unbegrenzte Möglichkeiten (also keine Geldsorgen mehr....40 Sportwagen und Raritäten in den Garagen etc...), und müsste für meine paar Kröten nicht den ganzen Tag als "Knecht" in einer Firma rumhängen , dann würde ich mir aber sowas auch kaufen....Und zwar nur so aus Spass.....Das gehört für mich zum Hobby dazu!

PS: Aufbautechnisch typisch Accuphase, 1A !!! Hat jemand mal das Schaltbild zum nachbauen parat?


[Beitrag von -scope- am 14. Jun 2005, 15:42 bearbeitet]
-scope-
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 14. Jun 2005, 15:34
Hallo,


das Präsentieren von "stimmigen" Anlagen


....polarisiert in Bezug auf die Bezeichnung "stimmig" bei den Hörern wohl so wie kaum ein zweites Thema.

OK... "gute" Filme zähle ich auch noch in gleichem Maß dazu.


[Beitrag von -scope- am 14. Jun 2005, 15:39 bearbeitet]
Monsterdiscohell
Stammgast
#14 erstellt: 14. Jun 2005, 16:05
Der Accuphase kann eigentlich nicht als "Stromaufbereiter"
angesehen werden .Er generiert nähmlich seinen eigenen Strom(das hat also nichts mehr mit dem Strom aus der Steckdose zu tun).
Stopfohr
Stammgast
#15 erstellt: 14. Jun 2005, 20:02

1000 Euro für den "Rest" (Kabel, Rack usw.).


Full Ack, wenn das €100 für die Kabel, €200 für's Rack und für €700 CD's bedeutet.

Oliver
jororupp
Inventar
#16 erstellt: 14. Jun 2005, 20:56

...dann nehme ich eine Online-USV passender Leistung...


Interessante Idee. Hast Du mal ein Bild von so einem Teil? Ist so etwas Wohnraum-tauglich bzw. hat einen guten WAF?

Gruß

Jörg


[Beitrag von jororupp am 14. Jun 2005, 20:56 bearbeitet]
HinzKunz
Inventar
#17 erstellt: 14. Jun 2005, 22:21

Ist so etwas Wohnraum-tauglich bzw. hat einen guten WAF?

Logisch

http://www.bartels.de/basys/assets/internet_usv_500x397.jpg

mfg
Martin
hifiaktiv
Inventar
#18 erstellt: 15. Jun 2005, 06:59
hf500 schrieb:

Interessieren wuerde ich mich allerdings die Accuphase Netzaufbereitung, die ja immerhin 10.200 Euro kostet.
Was ist da so Wertvolles drin?
Oder ist das ein schoen verpacktes Industrienetzfilter mit 10000 Euro Extrapreis?

Zufällig habe ich gerade so ein Gerät im Geschäft - aber nur vom Importeur für einen Kunden zum testen ausgeborgt, ich würde es mir nie kaufen.....aber: der technische Aufwand in diesem fast 50 Kilo schweren Gerät rechtfertigt den Preis absolut, Accuphase baut keine Mogelpackungen! Das soll aber nicht heißen, dass die Auswirkungen dieses Gerätes nur annähernd in einer vernünftigen Preis/Leistungsrelation stehen.

Gruß
David
das.ohr
Inventar
#19 erstellt: 15. Jun 2005, 09:44
Hallo, eine alternative wäre dies hier ...

http://www.apc.com/r...base_sku=SURT5000XLI

erzeugt also auch eine eigen spannung in sinusform und ermöglicht sogar netzfreies hören - nachteil. mit lüftern!

durch die spannungsaufbereitung sehe ich die kabeltrommel als unwichtig an!

Frank
Panther
Inventar
#20 erstellt: 15. Jun 2005, 10:26

-scope- schrieb:
... dann würde ich mir aber sowas auch kaufen....Und zwar nur so aus Spass.....Das gehört für mich zum Hobby dazu! :prost

Hey Scope,

nun sei halt nicht so knickerig!! Das Gerät sieht doch ganz schick aus und schindet mächtig Eindruck. Da wirds ja wohl nicht an lumpigen 10.000 € scheitern?!


Grüße

Panther


P.S.: Es lebe der Überfluss. Wohl dem, der es sich leisten kann.
jororupp
Inventar
#21 erstellt: 15. Jun 2005, 12:32
Hallo,

auch wenn ich bekennender Accuphase-Fan bin: auch andere Mütter haben schöne Töchter.

Im Bereich der Stromversorgung erscheinen mir auch die Produkte von PS-Audio sehr interessant http://www.hifi2die4.de/PS_Audio/Power_Plants/power_plants.html.

Hier kostet das Spitzenmodell P 1000 nach Liste etwa 5000 Euro. Das ist sicher auch kein Schnäppchen, aber deutlich weniger wie das Top-Modell von Accuphase.

Gruß

Jörg
-scope-
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 15. Jun 2005, 14:12
Hallo,


erzeugt also auch eine eigen spannung in sinusform und ermöglicht sogar netzfreies hören - nachteil. mit lüftern!


"Output Voltage Distortion Less than 3%" laut Manual.

Ohne Hilfsmittel liege ich bei etwa 3,5 bis 4,5%
Wozu also der "Zirkus" ?
scrooge
Stammgast
#23 erstellt: 16. Jun 2005, 13:27
15.500 Euro für Elektronik und ein 10.000 Euro Netzfilter an 8.000 Euro Lautsprechern - wer auch immer die Kombination zusammengestellt hat sollte mit Berufsverbot nicht unter 10 Jahren bestraft werden

Grüsse.
jororupp
Inventar
#24 erstellt: 16. Jun 2005, 13:45

15.500 Euro für Elektronik und ein 10.000 Euro Netzfilter an 8.000 Euro Lautsprechern - wer auch immer die Kombination zusammengestellt hat sollte mit Berufsverbot nicht unter 10 Jahren bestraft werden


Ich würde es eher anders herum sehen: so jemand sollte seinen Beruf aufgeben, wenn er denn nicht merkt, wenn ein stark gestörtes Stromnetz die Performance der Anlage ruiniert und er nichts dagegen unternimmt.

Gruß

Jörg
-scope-
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 16. Jun 2005, 13:52
Hallo,

es kommt sogar viel öfter vor, dass Jemand kein stark gestörtes Stromnetz hat, davon! ebenfalls nichts merkt, und dennoch alles Mögliche "dagegen" unternimmt.


[Beitrag von -scope- am 16. Jun 2005, 13:53 bearbeitet]
pelmazo
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 16. Jun 2005, 14:26

-scope- schrieb:
es kommt sogar viel öfter vor, dass Jemand kein stark gestörtes Stromnetz hat, davon! ebenfalls nichts merkt, und dennoch alles Mögliche "dagegen" unternimmt. ;)


Außerdem fragt man sich ob bei einem Verstärkerpreis von 8000 Kröten nicht ein paar Kröten für ein vernünftiges Netzteil drin waren, so daß man noch eine externe Stromreinigung braucht. Es mag ja noch verständlich sein (wenn auch nicht ok) wenn Billiggeräte ein wenig empfindlich auf "Dreck" im Strom sind - man hat dann halt die paar Cent oder Euro für ein Filter gespart. Aber bei high-endigen Summen sollte das doch kein Thema sein!

Erklärt Accuphase eigentlich irgendwo wozu man niedrigen Klirrfaktor im Netzstrom braucht? Ich meine ich will mir doch nicht den Netzbrumm anhören, oder?
-scope-
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 16. Jun 2005, 15:23
Hallo Pelmazzo,

Ich kenne den dort benutzten Denon Verstärker nicht, weiss aber dass er auf technischer Ebene sicherlich "ordentlich"
konstruiert wurde. Er basiert auf der "alten" Denon "S1" Serie, und in diesen Geräten gibt es (zumindest für technisch Versierte) unter dem Deckel wirklich was zu sehen.


Erklärt Accuphase eigentlich irgendwo wozu man niedrigen Klirrfaktor im Netzstrom braucht? Ich meine ich will mir doch nicht den Netzbrumm anhören, oder?



Ob Accuphase näher darauf eingeht weiss ich nicht. Andere Hersteller schreiben seitenlange Berichte, die aber allesamt irgendwie davon ausgehen, dass sich die Oberwellen (duch die gekappte Sinusspitze), Rauschen, spikes und was weiss ich noch alles, "lupenrein" in den aufbereiteten (sekundären) Versorgungsspannungen der direkt am Netz betriebenen Geräte wiederfinden lassen.

...Und das angeblich in einem derartigen Maß, dass Verstärker, CDP usw. diese Störungen entweder direkt im Nutzsignal führen sollen, oder aber diese zumindest negativen Einfluss auf die Nutzsignale nehmen sollen.

Es ist immer wieder die selbe Frage: Wie viel kommt wirklich durch....

Am Ende sind wir wieder bei den nicht validen Testmethoden und den Hörschwellen angelangt.

Darf ich überhaupt mitreden, wo ich doch (egal ob verblindet oder unverblindet) den Unterschied zwischen Netzversorgung und Akkuversorgung an meiner Vorstufe
nicht! ausmachen kann??
Immerhin steigt dadurch der Störabstand ohne irgendwelche weiteren Filter von 108dB doch nochmal um weitere 1,5 dB....also ein paar µV...Also wer das nicht mitbekommt, der hat wohl zu lange an der Haubitze gestanden
Dabei wird es sich in erster linie um 50 Hz Reste handeln, die man ohnehin in dieser Grössenordnung nichtmal erahnen könnte.

Was mir aber auffiel: Accuphase war afair der erste Hersteller, der in der Werbung den "herkömmlichen zu erwartenden" Netzsinus korrekt abgebildet hat, und sogar von nur! 3% THD ausging....

Andere dramatisieren gerne mit abenteuerlichen Oszillogrammen, die ein Trapez darstellen, und mit spikes übersät sind....Afair wurde auf dieversen Seiten gerne mit 7 bis 8 % THD des Netzsinus "abgeschreckt"....Imo unseriöse Übertreibung.


[Beitrag von -scope- am 16. Jun 2005, 15:28 bearbeitet]
pelmazo
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 16. Jun 2005, 15:50

-scope- schrieb:
Andere Hersteller schreiben seitenlange Berichte, die aber allesamt irgendwie davon ausgehen, dass sich die Oberwellen (duch die gekappte Sinusspitze), Rauschen, spikes und was weiss ich noch alles, "lupenrein" in den aufbereiteten (sekundären) Versorgungsspannungen der direkt am Netz betriebenen Geräte wiederfinden lassen.

...Und das angeblich in einem derartigen Maß, dass Verstärker, CDP usw. diese Störungen entweder direkt im Nutzsignal führen sollen, oder aber diese zumindest negativen Einfluss auf die Nutzsignale nehmen sollen.


Eben darauf will ich hinaus. Da geht's dann nahtlos in Voodoo über. Zweck des Netzteils ist ja die Erzeugung einer oder mehrerer Gleichspannungen im Gerät, mit denen dann die eigentliche Schaltung versorgt wird. Vom Netzsinus direkt wird ja nichts versorgt. Und die Gleichrichtung nach dem Trafo fügt sowieso noch haufenweise harmonische Verzerrungen hinzu, denen gegenüber die Verzerrungen im Netzstrom harmlos sein sollten.


Es ist immer wieder die selbe Frage: Wie viel kommt wirklich durch....


Das könnte man messen wenn man wollte. Man speist in die Netzleitung eines Verstärkers irgendwelche Frequenzen ein und mißt wieviel davon am Verstärkerausgang zu finden ist. Wäre mal eine Aufgabe für die Testzeitschriften.


Was mir aber auffiel: Accuphase war afair der erste Hersteller, der in der Werbung den "herkömmlichen zu erwartenden" Netzsinus korrekt abgebildet hat, und sogar von nur! 3% THD ausging....

Andere dramatisieren gerne mit abenteuerlichen Oszillogrammen, die ein Trapez darstellen, und mit spikes übersät sind....Afair wurde auf dieversen Seiten gerne mit 7 bis 8 % THD des Netzsinus "abgeschreckt"....Imo unseriöse Übertreibung.


Ich habe an meinem Netz Abflachungen des Sinus gesehen, die schlimmer als im Bild von Accuphase waren. Ich habe den THD nicht gemessen, er wird aber 5% überschritten haben. Aufgefallen ist mir das nicht wegen irgendeiner Audioanlage, sondern weil ich seltsame kleine Artefakte auf der Anzeige eines Kurvenschreibers gesehen habe und nach der Ursache gesucht habe. Der Kurvenschreiber verwendet den Netzsinus direkt und die Kurvenform wirkt sich folglich auf die Anzeige aus.

Vielleicht sollte ich mir für den Kurvenschreiber ja das Accuphase-Teil holen, als echter Oszillophiler!
hifiaktiv
Inventar
#29 erstellt: 17. Jun 2005, 05:51
Wie schon geschrieben, habe ich einem Interessenten den Accuphase P-1200 für einen Test geborgt. Er hat sich tagelang mit diesem Gerät im Zusammenhang mit seiner Anlage beschäftigt in der Hoffnung, die klanglichen Unterschiede zwischen Tag- und Nacht (er hat einige Großverbraucher im Haus, die nur bei Tag aktiv sind) weg zu bekommen. Wenn es funktioniert hätte, wäre ihm das die Investition wert gewesen. Hat es aber nicht! Der Accuphase hat zwar sehr hohe und schwankende Vezerrungen der Netzfrequenz angezeigt, die klanglichen Probleme sind aber praktisch gleich geblieben.

Randbemerkung aus Sicht des Händlers (also aus meiner): zwei Mal 60 Kilo Transportspesen durch einen Paketdienst (ca. 75 Euro) fallen unter "Kundendienst" bzw. Risiko.

Gruß
David
pelmazo
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 17. Jun 2005, 09:09

hifiaktiv schrieb:
Wie schon geschrieben, habe ich einem Interessenten den Accuphase P-1200 für einen Test geborgt. Er hat sich tagelang mit diesem Gerät im Zusammenhang mit seiner Anlage beschäftigt in der Hoffnung, die klanglichen Unterschiede zwischen Tag- und Nacht (er hat einige Großverbraucher im Haus, die nur bei Tag aktiv sind) weg zu bekommen. Wenn es funktioniert hätte, wäre ihm das die Investition wert gewesen. Hat es aber nicht! Der Accuphase hat zwar sehr hohe und schwankende Vezerrungen der Netzfrequenz angezeigt, die klanglichen Probleme sind aber praktisch gleich geblieben.


Das ist auch ein Ergebnis: Am Netzstrom liegt's folglich nicht. Vielleicht solltest Du den Accuphase als Fehlersuchgerät und nicht als Lösung ansehen, 10k€ für ein professionelles Meßgerät sind nicht unüblich. Vielleicht fällt's dann leichter dem Kunden den Aufwand in Rechnung zu stellen.

Eigentlich beruhigend: Die Netzteile der verwendeten Geräte lassen sich offenbar bei der fraglichen Anlage nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Ich nehme mal an es wird sich nicht um billige Massenware gehandelt haben.

Es dürfte sich also bei Deinem Kunden um die elektrischen oder magnetischen Felder handeln (eher letzteres), die die Störung bewirken. Beim magnetischen Feld ist die Schwierigkeit daß man das nicht vernünftig abschirmen kann. Mein Tip wäre eine Elektrosmog-Messung, um mal Klarheit zu haben welche Störungen überhaupt vorhanden sind.
Hörzone
Inventar
#31 erstellt: 17. Jun 2005, 09:21

das.ohr schrieb:
Hallo, eine alternative wäre dies hier ...

http://www.apc.com/r...base_sku=SURT5000XLI

erzeugt also auch eine eigen spannung in sinusform und ermöglicht sogar netzfreies hören - nachteil. mit lüftern!

durch die spannungsaufbereitung sehe ich die kabeltrommel als unwichtig an!

Frank



ist zu billig..kostet ja nur 3.000,-
Hörzone
Inventar
#32 erstellt: 17. Jun 2005, 09:23

-scope- schrieb:
Hallo,

es kommt sogar viel öfter vor, dass Jemand kein stark gestörtes Stromnetz hat, davon! ebenfalls nichts merkt, und dennoch alles Mögliche "dagegen" unternimmt. ;)



der ist richtig gut
das.ohr
Inventar
#33 erstellt: 17. Jun 2005, 09:46
so erzeugt ML bei seinen 33H endstufen auch den sinus für die stromversorgung neu!


AC Mains Regeneration

In addition to the power supply elements described above, power supply refinements never before available in any power amplifier are employed for the sensitive voltage gain and driver stages of this reference amplifier, resulting in unmatched reproduction of subtle details and independence from poor quality AC power.

Typically, AC power mains carry a significant amount of high and low frequency noise that can (and frequently does) degrade the sonic performance of audio equipment. Rather than using even the smallest reflection of a “dirty” AC mains supply, the Nº33H uses an AC regeneration system to provide the cleanest possible power. In effect, it derives its own AC power, creating an ideal source for the critical voltage gain and driver stages.

For the first time in an audio amplifier, portions of the positive and negative DC voltages in the main power supply are siphoned off and used to drive a special oscillator that generates a pure 60 Hz sine wave. This distortion-free sine wave is then amplified and transformer coupled (for further isolation) to a traditional full-wave bridge bipolar power supply. Amplitude fluctuations of the AC mains are eliminated, and the oscillator output is adjusted for precisely chosen operating parameters of the downstream DC regulation circuitry.

The result is an absolutely pure and stable DC power supply for all voltage gain stages that is derived not from the “dirty” AC mains supplied from the wall, but from our own pristine 60 Hz sine wave. This approach isolates the sensitive voltage gain stages from external AC interference and enables them to realize their full potential.

This design feature renders any external power conditioning device useless. This is just as well, since there are no such devices in existence that have the capacity to supply adequate power at this level of purity.


http://marklevinson....od=no33h&details=yes
das.ohr
Inventar
#34 erstellt: 17. Jun 2005, 09:50

Außerdem fragt man sich ob bei einem Verstärkerpreis von 8000 Kröten nicht ein paar Kröten für ein vernünftiges Netzteil drin waren, so daß man noch eine externe Stromreinigung braucht.


sehe ich auch so, so haben meine beiden geräte, teac x-1s und die gryphon elektra bereits eingebaute netzfilter.

Frank
Merwais
Schaut ab und zu mal vorbei
#35 erstellt: 17. Jun 2005, 16:28

pelmazo schrieb:
Eben darauf will ich hinaus. Da geht's dann nahtlos in Voodoo über. Zweck des Netzteils ist ja die Erzeugung einer oder mehrerer Gleichspannungen im Gerät, mit denen dann die eigentliche Schaltung versorgt wird. Vom Netzsinus direkt wird ja nichts versorgt. Und die Gleichrichtung nach dem Trafo fügt sowieso noch haufenweise harmonische Verzerrungen hinzu, denen gegenüber die Verzerrungen im Netzstrom harmlos sein sollten.


Etwas weiter gedacht:
Wäre es also bei Geräten (der gesamten Kette) in dieser Preisregion nicht sinnvoller vollständig auf das Netzteil zu Verzichten und ein weiteres Gerät mit der Erzeugung von Gleichstrom in verschiedenen Stromstärken und Spannungen zu "beauftragen"?
pelmazo
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 17. Jun 2005, 16:42

Merwais schrieb:
Etwas weiter gedacht:
Wäre es also bei Geräten (der gesamten Kette) in dieser Preisregion nicht sinnvoller vollständig auf das Netzteil zu Verzichten und ein weiteres Gerät mit der Erzeugung von Gleichstrom in verschiedenen Stromstärken und Spannungen zu "beauftragen"?


Mit einem Wort: ein externes Netzteil.

Sowas gibt's gelegentlich. Hat einige Vorteile:

o Der Trafo mitsamt seinen Streufeldern ist weiter weg -> weniger Störungen im Gerät
o Die Wärmeentwicklung des Netzteils wird aus dem Gerät herausgehalten
o Als separates Gerät kann man das Netzteil auch separat sicherheitsmäßig zulassen. Wenn die Ausgangsspannungen des Netzteils niedrig genug sind erübrigt sich dann eine Sicherheitszulassung des versorgten Geräts.
o Man kommt u.U. mit wenigen Netzteiltypen für viele verschiedene Geräte aus.

Leider gibt's auch Nachteile:

o Der Netzschalter ist nicht mehr am Gerät selber
o Eine extra Kiste steht rum, mit einem extra Kabel zum Gerät.
o Wenn viele Spannungen gebraucht werden, dann braucht's einen entsprechend komplizierten Stecker und ein vieladriges Kabel
o Niedrige Spannungen bei hohen Strömen braucht dicke Kabel


Ein paar Exoten verwenden ja sogar Batterien statt Netzteile, dadurch wird das Prinzip auf die Spitze getrieben.
hifiaktiv
Inventar
#37 erstellt: 17. Jun 2005, 19:07
@pelmazo schrieb:

Mit einem Wort: ein externes Netzteil.

Sowas gibt's gelegentlich. Hat einige Vorteile:

o Der Trafo mitsamt seinen Streufeldern ist weiter weg -> weniger Störungen im Gerät
o Die Wärmeentwicklung des Netzteils wird aus dem Gerät herausgehalten
o Als separates Gerät kann man das Netzteil auch separat sicherheitsmäßig zulassen. Wenn die Ausgangsspannungen des Netzteils niedrig genug sind erübrigt sich dann eine Sicherheitszulassung des versorgten Geräts.
o Man kommt u.U. mit wenigen Netzteiltypen für viele verschiedene Geräte aus.

Leider gibt's auch Nachteile:

o Der Netzschalter ist nicht mehr am Gerät selber
o Eine extra Kiste steht rum, mit einem extra Kabel zum Gerät.
o Wenn viele Spannungen gebraucht werden, dann braucht's einen entsprechend komplizierten Stecker und ein vieladriges Kabel
o Niedrige Spannungen bei hohen Strömen braucht dicke Kabel


Ein paar Exoten verwenden ja sogar Batterien statt Netzteile, dadurch wird das Prinzip auf die Spitze getrieben.

Bei den ASR Emitter Vollverstärkern ist das alles sehr gut gelöst. Der Ein/Aus-Schalter ist auch am Audioteil. In der höchsten Ausbaustufe gibt es dazu einen Akku-Versorgungsteil für die Eingangsstufen. Ob dieser Aufwand tatsächlich klanglich etwas bringt, wage ich zu bezweifeln. Aber ein Emitter Besitzer der später aufrüstet, wird sicher wieder von den "riesigen" Verbesserungen sprechen.....(und natürlich auch unser lieber Charly )

Gruß
David
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