Grundig Monolith 190

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Enzom1
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 23. Sep 2007, 20:36
Hallo Hififreunde
Ich besitze ein paar Grundig Monolith 190 Soundwalls.
Ich möchte die Kondensatoren der Frequensweichen
erneuern.Habe schon überall rumtelefoniert,aber
bei meinen Quellen bekam ich immer ein nein auf
meine anfrage wegen der Kondensatoren.
Wer kann mir eine kompetente Bezugsquelle für
die Kondensatoren nennen?

9000 MFD 25 V-
EGD 40+85°C
DIN 41253
Durchmesser:25mm
L=50+1

Danke schonmal im voraus

mfg Enzo
sigma6
Inventar
#2 erstellt: 23. Sep 2007, 22:02
Hallo Enzo,

frag´mal hier nach: http://www.gr-forum.de/


Beste Grüße, Ronny
Enzom1
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 25. Sep 2007, 20:27
Hallo Ronny

Danke für den Tip!
Hat mir aber auch nicht weitergeholfen.
Hab ein paar Kataloge und Prospekte gefunden und
sonst nichts.
mfg Enzo
hf500
Moderator
#4 erstellt: 25. Sep 2007, 20:49
Moin,
das sind nicht die Kondensatoren der Frequenzweichen, sondern des Endverstaerkernetzteiles.

Die der elektronischen Frequenzweiche, die sich ebenfalls auf der Platine befindet, muss man wahrscheinlich nie wechseln ;-)


Die Kondensatoren des Netzteiles sind Sonderanfertigungen fuer Grundig, die gab es nie im Katalog von Roederstein.
Ihre Besonderheit ist der Durchmesser, fuer meine Boxen habe ich mal einen Satz 15000µ Elkos gekauft (gleiche Bauform),
die natuerlich nicht passen, im Durchmesser 3mm zu gross...
Die Originalbauform ist ohnehin ausgestorben, man wird also heutige Standardelkos anpassen muessen.
Du suchst also nach Elkos mit 10000µF/25V, die die maximalen Abmessungen nicht ueberschreiten. Da moderne Elkos im Vergleich kleiner sind, sollte das gelingen.

Warum die Elkos tauschen? (ich hatte schon einen, der platzen wollte und Kurzschluss machte.)

Was man bei Grundig Aktivboxen immer machen sollte:
Die Lautsprecherleoitungen an jedem Verstaerkerausgang absichern. Hier sind es 4x Picofuse 3,15A, die man noch einbauen sollte.
Besonders bei den Boxen mit nur einem Lautsprecher/Kanal sind bei Verstaerkerfehlern blitzschnell die Mittel- und Hochtoener verbrannt.

(Die Sicherungen haben bei dem Elkodefekt meine XM600 die Lautsprecher gerettet.)

Ausserdem tauschen:
Den kleinen roten Selengleichrichter nebst Ladeelko des Stand-By Netzteiles. Perfekter Ersatz fuer den Gleichrichter ist die Siliziumbauform, die wie ein 4-beiniges IC aussieht.
Gleiches Rastermass und Anschlussfolge.

73
Peter
Enzom1
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 26. Sep 2007, 18:48
Hallo Peter
Erst mal ein dankeschön für Deine Tipps
Du sagst die Elkos der Frequenzweichen brauche man
eigendlich nie austauschen,aber kann es nicht sein
das Elkos im laufe der Zeit an Wirkungsgrad verlieren?
Würde es denn Sinn machen die 4 9000MFD des Netzteils
wegen des hohen alters von 25 jahren zu tauschen,
was könnte, wenn nicht passieren?
Das mit den absichern der Lautsprecherleitungen an den
Verstärkerausgängen müßtest Du mir mal genauer erklären.
Reichen da normale sicherungen 5x20?
Da ich die NF-Eingänge der LS von DIN auf Chinch umgebaut
habe,entfällt der Standbybetrieb. Sollte ich trotzdem die
Selengleichrichter austauschen(würden B80D 160V 1A passen)?
Wo bekomme ich einen Schaltplan her?
Hoffentlich sind das nicht zuviele Fragen aufeinmal!!
Ich würde mich über jede nützliche info über diese
raritäten freuen.

mfg Enzo
Stormbringer667
Gesperrt
#6 erstellt: 26. Sep 2007, 19:35

Du sagst die Elkos der Frequenzweichen brauche man
eigendlich nie austauschen,aber kann es nicht sein
das Elkos im laufe der Zeit an Wirkungsgrad verlieren?


Elkos haben keinen Wirkungsgrad.Wenn sie etwas verlieren,dann Kapazität.Da Elkos je nach Bauart aber bis zu +/- 20% Toleranz haben,kann man das fast schon vernachlässigen.
hf500
Moderator
#7 erstellt: 26. Sep 2007, 20:39
Moin,
die ueblichen Elkos haben sogar +50-20% Toleranz ;-)

@Enzom1

Die Kondensatoren in der elektronischen Frequenzweiche sind Kunstfolienkondensatoren.
Unter den Bedingungen, mit denen sie betrieben werden, halten sie ewig.

Die Kondensatoren im Netzteil sollte man erst tauschen, wenn sie defekt sind.
In der Regel werden sie immer noch ihre Solldaten im Rahmen der Toleranz haben.

Haben die Boxen die Einschaltautomatik nicht mehr?
Meine gehen an, sobald ein Eingangssignal anliegt und schalten sich 3 Minuten nach Ausbleiben des Signales wieder ab.
(Den Umbau auf RCA-Buschsen halte ich ohnehin fuer Loetzinn... ;-)

Wenn man den Verstaerker ohnehin auseinandergenommen hat, sollte man den Selengleichrichter tauschen,
sonst erst, wenn dieses Netzteil ausgefallen ist. Die meisten Ausfaelle dieses Netzteiles verursacht der Ladeelko hinter dem Gleichrichter durch Kurzschluss.
Eine 160mA Sicherung haelt den Schaden gering, wenn die durchgebrannt ist, Gleichrichter und Elko ersetzen.

Lautsprecher absichern:
Ich habe Picofuse genommen, weil das bedrahtete Sicherungen sind, die sich einfach einloeten lassen.
Fuer normale Feinsicherungen sollte man zuverlaessige Halter haben. Die Sicherungen sollten Flink oder Mitteltraege sein.
Die 3,15A orientieren sich am Ausgangsstrom der Verstaerker bei Nennleistung (40W an 4 Ohm). Bei Boxen mit nur einem Lautsprecher fuer Mittel- und Hochtonkanal
ist die entsprechende Sicherung 1A (MT) und 0,5A (HT).

Die Lautsprechersicherungen koennen wichtig sein, die Verstaerker haben keine Schutzschaltungen. Und ich habe von einem Hochtoener schon ringfoermige Rauchwoelkchen aufsteigen sehen.
-Damals- gab es noch Ersatzlautsprecher....

73
Peter
sigma6
Inventar
#8 erstellt: 26. Sep 2007, 20:44

hf500 schrieb:
Moin,

...

Die Lautsprechersicherungen koennen wichtig sein, die Verstaerker haben keine Schutzschaltungen. Und ich habe von einem Hochtoener schon ringfoermige Rauchwoelkchen aufsteigen sehen.
-Damals- gab es noch Ersatzlautsprecher....

73
Peter



Hallo,

entschuldigt Bitte, wenn ich mich mal eben einmische

Habe ich eine Chance, noch irgendwo je einen HT und MT einer Aktiv-Box 20 aufzutreiben?
Ich suche schon den ganzen Sommer über...


MfG, Ronny
Enzom1
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 29. Sep 2007, 18:05
Hallo Peter
Ich hab da mal noch ein paar fragen.

Wieso ist der Umbau von alten wackeligen DIN-Steckern
auf neue Chinch mit RG58 Kabel blödsinn.Die Buchsen in den Ls sind so ausgeleiert,das ein kleiner Windstoß ausreicht
um die Ls zu stören.Die Monolith zählen schon seit 17
jahren zu meinem Inventar, sie wurden schon so manches
mal aus und eingestöpselt,und ich weiß nicht was mein
Vorgänger damit in den anderen 8 jahren angestellt hat.

Sind mit den Selengleichrichtern die gemeint,die auf der
Platine nach dem Netzteil des Vorverstärkers (Telefunken
STP-1)sitzen, oder die im Netzteil der Boxen?
Auf der Platine (STP-1)mit den Gleichrichtern sind 2
100mA Sicherungen vorgeschaltet.
Wo sollte man die Picofuse verbauen,im Vorverstärker vor
den Ls-ausgängen?




mfg Enzo
audiophilanthrop
Inventar
#10 erstellt: 29. Sep 2007, 19:05

Enzom1 schrieb:
Hallo Peter
Ich hab da mal noch ein paar fragen.

Wieso ist der Umbau von alten wackeligen DIN-Steckern
auf neue Chinch mit RG58 Kabel blödsinn.Die Buchsen in den Ls sind so ausgeleiert,das ein kleiner Windstoß ausreicht
um die Ls zu stören.Die Monolith zählen schon seit 17
jahren zu meinem Inventar, sie wurden schon so manches
mal aus und eingestöpselt,und ich weiß nicht was mein
Vorgänger damit in den anderen 8 jahren angestellt hat.

Wenn's wackelt, sind das im Normalfall eher die Lötstellen der Buchsen (mangels vernünftiger Zugentlastung). Mal nachlöten, und wenn's dann immer noch wackelt, kann man sich ja was überlegen.

Sind mit den Selengleichrichtern die gemeint,die auf der
Platine nach dem Netzteil des Vorverstärkers (Telefunken
STP-1)sitzen, oder die im Netzteil der Boxen?

Letzteres. Wobei bei Telefunken durchaus auch ein Gleich-Riecht-Er drin sein kann - was bei dem Gerät auch der Fall ist, sogar gleich zweimal:
http://john.ccac.rwth-aachen.de:8000/telefunken/stp1/index.html

Wo sollte man die Picofuse verbauen,im Vorverstärker vor
den Ls-ausgängen?

Nee, in die Anschlußkabel für den/die Treiber an jedem Endverstärker! Grundig hat damals keine Schutzschaltung inkl. Relais verbaut, die bei defektbedingt größeren Mengen Gleichspannung auf einem der Verstärkerausgänge den/die betreffenden Treiber schützen könnte. Dann macht's puff, und der Treiber ist Geschichte. Und wie Peter schon erwähnte, sind die aus Unobtainium, wie es im englischen Sprachraum so schön heißt, sprich unersetzlich...


[Beitrag von audiophilanthrop am 29. Sep 2007, 19:09 bearbeitet]
Enzom1
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 29. Sep 2007, 19:48
Hallo Stephan
Man soll sich was überlegen wegen des Umbaus der Buchsen,
ist denn mit einem Problem zu rechnen wenn man auf Chinch
umrüßtet?
Habe ich das richtig verstanden,die Sicherungen zwischen
Platine und den Kabeln zu den Lautsprecherchassis?

Gibt es sonst noch was vorsichtshalber zu modifizieren bei
den Monolithen?

Wer weiss noch mehr zu dem Thema?

mfg Enzo
hf500
Moderator
#12 erstellt: 30. Sep 2007, 17:29
Moin,
stellt Cinch ueberhaupt noch RCA-Buchsen her?

;-)

Da es sich hier um eine niederohmige Hochpegelangelegenheit handelt, sind Probleme nicht zu befuerchten.
Ganz stillos waere es auch noch nichteinmal, da die letzten Serien von Grundig Aktivlautsprechern auch auf RCA umgestellt wurden.

Nur sehe ich persoenlich keinen Sinn darin. Der Vorverstaerker hat einen DIN-Ausgang, die Boxen normalerweise DIN-Eingaenge.
Mit -einem- entsprechenden Kabel kann man also beides verbinden, wobei die geweils andere Box an der ersten angeschlossen wird.
Die Buchse, in der die Stecker in der Box stecken, bestimmt, ob es die rechte oder linke Box ist. Reagieren sie bei Betaetigung des
Balancestellers korrekt, hat man sie richtig angeschlossen.
Man gewinnt also etwas Komfort bei der Installation und eigentlich muss man sich schon etwas anstrengen, um eine DIN-Buchse zu ruinieren.
Da habe ich schon mehr wackelige RCA-Anschluesse gesehen.

Ja, die Sicherungen kommen in jede Zuleitung zu den einzelnen Lautsprechergruppen, also an die Verstaerkerausgaenge auf der Platine.
Bei den kleineren Boxen, die Einzelchassis haben, ist es praktischer, die Sicherungen an den Lautsprechern unterzubringen.

Solange die Lautsprecher funktionieren, sollte man ausser den angesprochenen, keine weiteren Aenderungen vornehmen. Es besteht dann nur die
Gefahr, ein funktionierendes Geraet kaputtzureparieren; oft genug mancht man dabei einen Fehler und dann knallt es.
Und einem Gesetz nach treten Fehler umso haeufiger auf, je unnoetiger die Massnahme ist ;-)

Eine Ausnahme gibt es noch: Sind in den Verstaerkern kleinere Elkos in einem weinroten Kunststoffbecher, so sollten diese getauscht werden.
Die Becher werden mit der Zeit gerne muerbe und die Kondensatoren trocknen aus.

73
Peter
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