Yamaha CA-810 Fehlersuche & Wartung

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kilian_milian
Neuling
#1 erstellt: 01. Sep 2019, 15:57
Hallo Zusammen,

ich lese hier schon lange mit, eine Anmeldung war also überfällig.
Der Anlass: Ich habe die Tage einen Yamaha CA-810 für 210 EUR erstanden und mich gleich daran gemacht die bekannten und unbekannten Mängel zu beseitigen. Etwas Vorwissen und etwas Ausrüstung sind vorhanden, aber kein Oszilloskop o.ä. Ich bin daher für jede Hilfe dankbar!

Ich habe den Receiver erstmal angeschlossen und getest und danach vorsichtig vom Staub befreit so gut es ging. Dann habe ich ihn weiter auseinander genommen und folgende Bilder gemacht:

https://i.ibb.co/qpvd2WF/1.jpg (Input Platine)
https://i.ibb.co/9ZN1VcT/2.jpg (Input Platine)
https://i.ibb.co/VS2g4p0/3.jpg (komplett von unten)
https://i.ibb.co/KVT4G9P/4.jpg (Endstufe von unten)
https://i.ibb.co/mb7RJTx/5.jpg (Endstufe von oben)
https://i.ibb.co/RQFYR0L/6.jpg (Endstufe von oben)
https://i.ibb.co/WFZhzSz/7.jpg (Endstufe von oben)
https://i.ibb.co/92GRmkG/8.jpg (Schalter Front)
https://i.ibb.co/McBHncn/9.jpg (Beleuchtung defekt)

Die Bestandsaufnahme:
Beide Kanäle funktionieren, aber der Receiver sendet vorallem beim Ausschalten eine Reihe von Krachlauten an die Lautsprecher. Loudness Regler kratzt etwas, LS Relais fehlt/überbrückt, Korrosion an einigen Leiterbahnen, Beleuchtung defekt. Die VU-Meter machen Ihren Job (hoffentlich wurden die beim Auslöten nicht zu heiß)

Zur Beleuchtung konnte ich schon einiges finden, das sollte klappen.
Die Regler werde ich mit Tuner 600 / Kontakt WL / Kontakt 61 behandeln.

Ich wäre dankbar für Hilfestellung bei folgenden Fragestellungen:

- Welches LS Relais brauche ich? (das hier?) ..und wieso wurde es überhaupt überbrückt?
- Offset Spannung liefere ich nach, wahrscheinlich zu hoch -> wie kann ich die in den Griff kriegen?
- Welche Elkos sollten ersetzt werden?
- Was tun mit der korrodierten Leiterbahn auf Bild 4 (rechts, neben den Kratzern)?
- Seht Ihr sonstige Probleme beim Blick auf die Bilder? bzw. welche Arbeiten sollten noch gemacht werden?

Vielen Dank im voraus für Eure Beiträge, ich versuche zeitnah zu antworten, bin allerdings ab Mittwoch eine Woche im Urlaub.

Beste Grüße,
Kilian


[Beitrag von kilian_milian am 01. Sep 2019, 17:18 bearbeitet]
kilian_milian
Neuling
#2 erstellt: 07. Sep 2019, 20:24
Hat irgendjemand Erfahrungen mit dem Gerät oder eine Meinung zu den Bildern? Soll ich die Bilder in die Galerie hochladen?
Uwe_1965
Inventar
#3 erstellt: 07. Sep 2019, 20:39
Hallo Kilian_milian,

erstmal herzlich willkommen im Forum.
Vielleicht ist es besser die Bilder über die IMG Funktion hoch zuladen.

Eine Frage zu den Bildern, welche Korrsosion neben welchen Kratzern? Du kannst die Bilder z,B. in einem Zeichenprogramm wie z.B. unter Windows Paint bearbeiten, it Kreisen , Pfeilen etc.

Warum das LS Relais gebrückt ist, die Frage kann Dir letztendlich nur derjenige beantworten der das verbrochen hat, aber vermutlich war es mit Relais schlimmer.

Hier gibt gibt bestimmt ganz viele die Dir auch noch weiter helfen können.

Bis dann
Gruß Uwe

edit: was war dann eigentlich am 01.09.19 los


[Beitrag von Uwe_1965 am 07. Sep 2019, 20:45 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#4 erstellt: 07. Sep 2019, 21:03
Hallo Kilian,

ich sehe erst mal in der Endstufe, dass dort wieder mal Elkos neben Hitzequellen stehen. Diese Elkos gehen dann im Laufe der Jahre deutlich schneller kaputt und sollten unbedingt gewechselt werden.

Yamaha CR-810 inside pic 06 Endstufe von oben heat marked

Außerdem sieht man an der Endstufe auch Spuren einer Flüssigkeit, welche ein paar Drahtenden und evtl. Lötstellen darunter korrodiert haben könnte. Diese entfernen und die Drähte mindestens abkratzen oder ersetzen.

Das Relais, welches Du ausgesucht hast, scheint ähnlich zu sein (Bei der Spannung 24V der Spule müsste man erst noch mal Schaltplan durchgehen und schauen.) Vor allem sind die Pins leider nicht die richtigen. Diese müssten dünner sein, so dass sie in das Loch passen, nicht als Laschen ausgeführt.

- Johannes
CarlM.
Inventar
#5 erstellt: 07. Sep 2019, 21:17
Ich denke, dass es dieses Relais sein müsste. Aber Ihr könnt es ja nochmals kontrollieren.
https://de.rs-online.com/web/p/monostabile-relais/8113426/

Das SM sagt nur HC2 24V. Laut Schaltplan müsste es 2x UM monostabil sein.

Ist nur nirgendwo erhältlich ....

Aber ggf. passt dieses verfügbare von Omron:
https://www.mouser.d...DOvRrS5erS6Kjjho4%3D

Natürlich macht ein Verstärker ohne Relais diverse Geräusche beim bzw. nach dem Ausschalten. Das Relais soll dies ja vermeiden, weil es die Endstufen sofort von den LS trennt.


[Beitrag von CarlM. am 07. Sep 2019, 22:15 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#6 erstellt: 07. Sep 2019, 23:10
Ich würde alle Elkos mit niedriger Spannungsfestigkeit pauschal tauschen. Diese sind nach 40 Jahren häufige Quelle von Störungen und Problemen.
Als Ersatz sollten Elkos mit z.B. mindestens 25V Spannungsfestigkeit eingesetzt werden.

Die Profis von Good-Old-HiFi ersetzen beispielsweise alle Elkos < 25V Spannungsfestigkeit (also 16V, 10V, 6.3V)

Das betrifft praktisch alle Elkos in den Phono-Stufen und einige in der Tone Amp / Line Stufe.

- Johannes


[Beitrag von Poetry2me am 08. Sep 2019, 08:54 bearbeitet]
CarlM.
Inventar
#7 erstellt: 07. Sep 2019, 23:41
Hier gibt es das Relais noch.
https://www.ebay.de/...-Relay-/111879246495
Poetry2me
Inventar
#8 erstellt: 08. Sep 2019, 09:17
Hier gibt einen sehr schönen Reparatur-/Restauration-Thread zum CA-810 aus dem Jahr 2011, von Kollege Passenger.

https://old-fidelity.de/thread-1378.html

Dort findet sich auch ein Ersatz-Relais von Finder im Bild und die Frage der Birnchen wird glaube ich ebenfalls angesprochen.

- Johannes
CarlM.
Inventar
#9 erstellt: 08. Sep 2019, 10:07
Das in dem Thread abgelichtete Relais trägt aber exakt die Bezeichnung, die dem Relais im anfangs vom TE angebenen Link (Conrad) entspricht.
Poetry2me
Inventar
#10 erstellt: 08. Sep 2019, 10:12
Dann ist die Frage, wie der Kollege Passenger ein 4 x Umschalter mit 2mm breiten Flachsteckern da hineingebaut hat.
Oder die Angaben bei Conrad stimmen nicht, zumindest passt das Bild nicht (Auf dem Bild sind 2 x Umschalter Kontakte sichbar, die Beschreibung nennt 4 x Umschalter, also doppelt so viele Schalter-Pins.
Uwe_1965
Inventar
#11 erstellt: 08. Sep 2019, 10:59
Könnte es sein, das in dem verlinkten Thread unter dem Relais ein Relais Sockel verbaut ist, könnte eventuell ähnlich Finder 94.84.30 sein, oder was sebstgestricktes. Habe es leider noch nicht im Original gesehen.

Gruß Uwe
Edit :ich meine das Blaue Teil unterhalb des eigentlichen Relais

Finder Sockel


[Beitrag von Uwe_1965 am 08. Sep 2019, 12:33 bearbeitet]
CarlM.
Inventar
#12 erstellt: 08. Sep 2019, 12:01
Die Angaben bei Conrad stimmen schon. Bei 55.34. steht die 3 für steckbar und die 4 für die Anzahl an Umschaltern.
Für eine Lötausführung mit 2 Umschaltern müsste es dann ein 55.12.9.024.... sein (9 für DC) - wenn denn die Abmessungen stimmen.
Poetry2me
Inventar
#13 erstellt: 08. Sep 2019, 14:12
Aha, auch eine Erklärung.
Aber dann würde man entweder am Sockel oder am Steck-Relais eine Reihe Laschen abzwicken, damit aus 4 x Um ein 2 x Um wird, richtig?
CarlM.
Inventar
#14 erstellt: 08. Sep 2019, 14:47
So ... ich hab's geprüft. Das Modell Finder 55.12.9.024.xxxx passt elektrisch und mechanisch (lt. Datenblatt).

Und es gibt einen lötbaren Sockel in den sowohl die Steckversionen des Relais 55.32.9.024.xxxx oder 55.34.9.014.xxxx passen würden.
Wenn man bei den Lötpins die unbenutzten abknipst, kann man dann oben beliebige Relais hineinstecken.
Trotzdem ist die Lösung mit dem Sockel und 4fach-Wechsler so ein wenig "Weshalb einfach, wenn's auch kompliziert geht."
Schließlich gibt es das einfache Relais ja zu kaufen:
https://www.distrele...-024-0000/p/13744399

Nur als Nachweis. Ggf. gibt es günstigere Quellen. Ebenso gibt es andere Kontakte und Versionen mit Prüftasten ... (siehe letzte vier Ziffern lt. Datenblatt auf der verlinkten Seite).


[Beitrag von CarlM. am 08. Sep 2019, 14:48 bearbeitet]
Broesel02
Inventar
#15 erstellt: 08. Sep 2019, 16:05
Also,
wenn man bei der Relais- Version für den Sockel von Finder die Beinchen schmaler macht scheitert man weil die Laschen in der Mitte ein Loch haben. Die kann man also nicht schmaler machen:

IMG_20190908_155205_877

Dieses Relais fliegt also nicht

Ich nehme daher immer diese Relais:

IMG_20190908_155218_351

IMG_20190908_155234_560

Ein Sockel würde ich nicht empfehlen, damit hat man dann noch eine Übergangsstelle mehr die Probleme bereiten kann. Außerdem kann es sein daß der Sockel weil er recht groß ist nicht auf die Platine passt.

Ich wusste nicht daß man sich mit einem Relais so lange beschäftigen kann . . . .

Richard
Poetry2me
Inventar
#16 erstellt: 08. Sep 2019, 17:00
Ja, kam mir auch alles irgendwie seltsam vor. Einfach gleich das Richtige bestellen und einlöten.
Danke, Richard, für die Bestellnummer bei Mouser.

Im Übrigen: zusätzliche Steckverbindungen im Lautsprechersignalweg ... sowas will man ja auch nicht unbedingt.

- Johannes
CarlM.
Inventar
#17 erstellt: 08. Sep 2019, 17:38

Broesel02 (Beitrag #15) schrieb:
Also,
Ich wusste nicht daß man sich mit einem Relais so lange beschäftigen kann . . . .


Bist Du denn sicher, dass das Relais mechanisch passt? Wenn ich die Bohrungen im obigen Bild (Platine) mit dem Datenblatt vergleiche, passt es nicht.
Broesel02
Inventar
#18 erstellt: 08. Sep 2019, 18:08
Hallo Carl,
du hast wohl recht, das Bohrbild sieht nicht so aus wie das PinOut von diesem Relais. Schade. Ich glaube so ein Relais hatte ich noch nicht. Ich habe hier aber einen Yamaha CA 610. Hat der das gleiche Relais? Dann mache ich den mal auf

Aber die Laschen verkleinern geht bei den Finder Relais trotzdem ganz schlecht wegen der Bohrung in der Mitte der Lasche.

Richard
CarlM.
Inventar
#19 erstellt: 08. Sep 2019, 18:12
Deshalb hatte ich ja bereits in meinem Posting von #14 einen Link zur Version "12" (Lötversion Through-hole) gepostet.
kilian_milian
Neuling
#20 erstellt: 17. Sep 2019, 11:00
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten zum Relais!

Ich habe mich aus Bequemlichkeit für die vorgekaute Lösung entschieden, ein Relais was laut Verkäufer zum CA-810 passen soll. Vielen Dank an Carl für den Link:


CarlM. (Beitrag #7) schrieb:
Hier gibt es das Relais noch.
https://www.ebay.de/...-Relay-/111879246495


Geliefert wurde ein Omron MY2-02-US-SV 24VDC was ebenfalls von Carl als passend und verfügbar empfohlen wurde:


CarlM. (Beitrag #5) schrieb:

Aber ggf. passt dieses verfügbare von Omron:
https://www.mouser.d...DOvRrS5erS6Kjjho4%3D


Ich habe mittlerweile fast alle Elkos durch lowESR Panasonic FR oder FC Caps mit höherer Spannungsfestigkeit ersetzt:

Recap Input Platine

Wenn man sich nicht so häufig mit der Thematik beschäftigt, findet man den technischen Fortschritt bei Elkos schon bemerkenswert. Selbst bei 25V statt 6,3V und 105° statt 85° waren die Abmessungen noch kleiner:

Elko Größenvergleich

Dann habe ich mich daran gemacht den korrosiven Kleber der festgeklebten Kühlkörper der Transistoren zu entfernen.


Poetry2me (Beitrag #4) schrieb:

Außerdem sieht man an der Endstufe auch Spuren einer Flüssigkeit, welche ein paar Drahtenden und evtl. Lötstellen darunter korrodiert haben könnte. Diese entfernen und die Drähte mindestens abkratzen oder ersetzen.

- Johannes


Beim vorsichtigen Auslöten habe ich schon gemerkt das etwas nicht stimmt und die Beinchen sind nur so abgefallen:

2SD234 TO-220

Ich würde daher gerne diese beiden 2SD234 (TO-220) und eventuell noch weitere, mit guten, low noise, Alternativen ersetzen. Kann mir ja jemand eine Empfehlung geben?

Die Werte:
NPN
Uce: 50V
Ucb: 60V
Ube: 6V
Ic: 3A
Pc: 25W
hFE: 40/240
ft: 3MHz

Wenn ich nach Ersatz suche, werden mir eine ganze Reihe an Transistoren genannt die scheinbar gut funktionieren sollen, allerdings alle mit diversen anderen Werten. Kann mir da jemand sagen auf was ich achten muss? Welche Werte müssen gleich sein, welche können überschritten werden, woran erkenne ich einen hochwertigen Ersatz etc. Kenne mich da nicht gut aus. Vielen Dank!


[Beitrag von kilian_milian am 17. Sep 2019, 11:03 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#21 erstellt: 17. Sep 2019, 11:40
Hochwertiger Ersatz das macht es manchmal schwierig.

Zu Deinem 2SD234 gibt es Ersatztypen, darauf achten das die Beinchen Folge, hier BCE, eingehalten wird, das Ic wäre ja nicht schlecht wenn passen würde, das Uc kann auch höher sein. Oder Du bekommt noch einen Original Transistor, wäre natürlich der Idealfall.
Gruß Uwe
kilian_milian
Neuling
#22 erstellt: 17. Sep 2019, 12:48
Danke für die Antwort Uwe, höhere Uc ist okay - top. Aber der einzige Ersatz der die gleiche Ic hat, ist der BD241C. Den gibt es immerhin günstig bei eBay:

https://www.ebay.de/itm/310659280581

Ich will nicht zu päpstlich sein, aber andere äquivalente Ersatztypen haben teilweise 7A statt 3A Ic oder eine Basis-Emitter-Spannung unter oder über dem Referenzwert. Siehe die Liste am Seitenende zB:

https://www.el-component.com/bipolar-transistors/2sd234

Woher kommt das? Wird das so locker genommen oder macht das als Ersatz im Audio Bereich keinen Sinn mehr?

Ich habe noch eine gute Dokumentation einer Restauration eines CA-810 gefunden:

http://marantzhallo-fi.blogspot.com/2018/03/d-fish-yamaha-ca-810-integrated.html

Der Ersteller ersetzt die 2SD234 mit 2SC2073 Fairchild Transistoren, welche nur 1,5A Ic haben und schreibt:

"Both TO-220 regulators were replaced with robust Fairchild modern TO-220’s with new performance Wakefield synthetic thermal compound applied. Remaining devices were replaced with modern, low noise TO-92 and TO-92L Fairchild devices for better dissipation."

Im Endeffekt würde ich einfach auf den BD241C zurück greifen, trotzdem interessiert mich, was hier uU noch Sinn macht (oder eine Verbesserung darstellt) und was nicht.

VG


[Beitrag von kilian_milian am 17. Sep 2019, 13:44 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#23 erstellt: 17. Sep 2019, 13:28
Den BD241C gibt es bei Mousser, Reichelt etc und ist eigentlich aktuell und hat auch die richtige Beinchenfolge. Kommt der eigentlich auf ein Kühlkörper, sieht zumindest so aus.
Den aus dem verlinkten würde ich nicht nehmen, wäre das vergleichbar mit BD239.
Gruß Uwe


[Beitrag von Uwe_1965 am 17. Sep 2019, 13:32 bearbeitet]
CarlM.
Inventar
#24 erstellt: 17. Sep 2019, 13:37
Ich denke, der Autor bezieht sich auf die mechanische Robustheit. Dass diese bei den ursprünglichen Typen nicht besonders gut war, hast Du selbst gesehen.
Auch muss man sehen, dass dieser Zweig (des Längsreglers) am Trafo (30V AC) mit 1,0 AT abgesichert ist.
Bei -42 VDC am Transistor (Kollektor) dürfte es also auch nicht unbedingt notwendig sein, eine 3A-Type auszuwählen. Ich denke, dass die Kühlung (KK, WL-Paste) hier außerordentlich wichtig ist, denn die Ic-Angaben, gelten ja nicht für alle Temperaturbereiche.
Ob es denn nun unbedingt der im Artikel vorgeschlagene Typ sein muss ... nun ja ... da gibt es auch andere Alternativen.
Am besten, man guckt sich nicht nur die gedruckten Zahlenwerte an, sondern - soweit verfügbar - auch die gemessenen Graphen.
Uwe_1965
Inventar
#25 erstellt: 17. Sep 2019, 14:05
mit BD241/242 könnte man auch ne kleine Endstufe bauen. Vielleicht sollte man sich auch die andere Seite anschauen, also pos. Spannung, ob die nicht auch so marode ist.
kilian_milian
Neuling
#26 erstellt: 17. Sep 2019, 16:42

Uwe_1965 (Beitrag #25) schrieb:
:D mit BD241/242 könnte man auch ne kleine Endstufe bauen. Vielleicht sollte man sich auch die andere Seite anschauen, also pos. Spannung, ob die nicht auch so marode ist.


Ja, gute Idee werde ich machen - und berichten
P.S. Habe die beiden BD241C jetzt per Filialabholung bei Conrad bestellt -> 0,62 EUR
Uwe_1965
Inventar
#27 erstellt: 17. Sep 2019, 16:52
Dann frage die doch beim abholen ob sie auch einen BD242 da haben.
Gruß Uwe
kilian_milian
Neuling
#28 erstellt: 18. Sep 2019, 21:06
Mittlerweile sind alle Elkos getauscht. Hier eine Liste der verbauten Elko-Kondensatoren im Yamaha CA-810:

2x 12000µF 58V
2x 470µF 50V
2x 470µF 6,3V
1x 220µF 10V
2x 100µF 63V
6x 100µF 35V
6x 100µF 16V
4x 100µF 6,3V
2x 47µF 80V
2x 47µF 25V
10x 47µF 6,3V
3x 33µF 16V
2x 33µF 6,3V
1x 10µF 50V
10x 10µF 25V
2x 4,7µF 50V
8x 4,7µF 35V
2x 2,2µF 50V
3x 2,2µF 25V
9x 1µF 50V

Mit welchen Typen man diese ersetzt, sei jedem selbst überlassen.
Freut mich, wenn ich damit jemanden in der Zukunft eine halbe Stunde sparen konnte.
Uwe_1965
Inventar
#29 erstellt: 18. Sep 2019, 21:13
Die Spannungsfestigkeiten, 6,3-25V kannst Du auch zusammen fassen und in 35 V oder gleich in 50V bestellen, so mache ich es zumindest, hält auch den Vorratslageraufwand geringer.
Gruß Uwe
Broesel02
Inventar
#30 erstellt: 18. Sep 2019, 21:54
Ich gebe ehrlich zu: Das ist alles in meiner Schublade vom Küchentisch. Nichts ungewöhnliches dabei.
Aber: Einige der Kondensatoren sind deutlich wirksam im Klanggeschehen. Aber wenn da jetzt weiteraushole sprengt das den Thread. Wenn der Yamaha wieder toll klingt ist alles gut. Außerdem sieht er auch noch wunderschön aus. Was will man mehr?

Richard
kilian_milian
Neuling
#31 erstellt: 18. Sep 2019, 22:00
Ich habe bei der Liste auch eher an Gelegenheits-Bastler wie mich gedacht.
Allerdings hält mich das nicht davon ab, ebenfalls eine Vorratskiste mit Elkos anzulegen..


[Beitrag von kilian_milian am 18. Sep 2019, 22:00 bearbeitet]
kilian_milian
Neuling
#32 erstellt: 12. Okt 2019, 13:18
Fertig - hier ein paar Bilder vom Resultat:

Yamaha CA-810_3

Yamaha CA-810_4

Yamaha CA-810_2

Yamaha CA-810

Das Schutzrelais schaltet wieder, er klingt schön, beide VU Meter bewegen sich ansehnlich bei Musik und bleiben artig still wenn man an Knöpfen dreht. Ich habe den Lampenträger angepasst, sodass das Wechseln der Birnchen schneller und einfacher geht - mal schauen wann das sein wird. DC-Offset und Bias werden noch demnächst überprüft.

Beste Grüße und vielen Dank für die Unterstützung!



[Beitrag von kilian_milian am 12. Okt 2019, 13:35 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#33 erstellt: 12. Okt 2019, 13:41
Schön gemacht

Das mit dem BIAS und DC Offset würde ich aber früher wie "demnächst" machen
Gruß Uwe
Poetry2me
Inventar
#34 erstellt: 13. Okt 2019, 14:41
____GRATULATION___ zur gelungenen Reparatur und Überholung

Tolle Arbeit an einem wirklich schönen Klassiker.

- Johannes


[Beitrag von Poetry2me am 13. Okt 2019, 14:41 bearbeitet]
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