Denon POA-8000 macht Ärger

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Ray_Fish
Stammgast
#1 erstellt: 04. Mai 2008, 09:21
Moin zusammen,
eigentlich bin ich ja mehr auf der Röhrenseite zu Hause. Ich habe aber einem guten Freund angeboten, seine sehr edlen DENON POA-8000 Class-A Monos zu überprüfen und zu reparieren. Einer davon soll heile sein und der andere ist irgendwie defekt. Nun standen sie rund 2 Jahre im Keller.

Also: ich fing an mit dem defekten Amp; nennen wir ihn mal "No.1". Da waren die beiden Sicherungen für die 70V defekt. Grund war der Totalausfall der Treiberstufe auf der CANCELER-Unit. Der Amp arbeitet ohne Feedback und macht die Klirrminimierung über eine Art Kompensationsschaltung. Also man vergleicht prinzipiell das Eingangs- mit dem Ausgangssignal.
Zusätzlich zu dem Ausfall der Transengruppe auf diesem Modul hatte einer der beiden fetten Netzteil-Elko Null Kapazität. Die positive DC sah dann auch sägezahnmäßig aus. Inzwischen sind alle Teile gewechselt und die Sache eingestellt lt. Manual und No.1 läuft wieder.

No. 2!
Dann wollte ich mal eben bei No.2 (dem eigentlichen heilen Mono!) die beiden NT-Elkos wechseln weil es wohl Sinn machen sollte nach der langen Zeit, gleich alle 4 zu tauschen.
Dann kam der Probelauf auf dem OP-Tisch. Ein Lastwiderstand an den LS-Terminals angeklemmt; ein Tongenerator als Quelle und ein Scope am Ausgang mit angeklemmt. Nach ein paar Sekunden geht der Amp auf Leistung und etwas später hört man ein leisen rhytmisches Surren aus dem Amp und alle paar Sekunden erkennt man das leichte Springen des DC-Offsets und auch die Spannung an TP-2 (Ruhestrom-Justage?) pulst rhytmisch zwischen den eingestellten 160mV und rund 800mV.... was ist das? Nein die abgegebene Leistung war sehr niedrig eingestellt. Ich hatte dann an dem No.1 gegengecheckt: das Relais auf der CANCELLER-Unit zieht nach der Einschaltverzögerung an und schaltet nur bei sehr hohen Leistungen wieder ab. Senkt man die Leistung, dann zieht es wieder an. Erst dachte ich, daß da ein Defekt an dem Relais vorliegt; weil es schon einmal gewechselt worden war (nicht originial). Probeweise habe ich das Relais durch einen Handschalter ersetzt. Wenn man den Schalter auf AUS stellte, verhielt sich der Amp soweit normal - der Ruhestrom ist dann stabil. Doch die Form des Ausgangssignals ist ab einer gewissen Leistung stark verzerrt im positiven Bereich.
Bei weiteren Messungen mit höheren Leistungen flogen plötzlich beide Sicherungen für die Versorgung der Endstufen (+/-110V)! Es sind jeweils ein Transistor der beiden Seiten der Endstufe auf Kurzschluß. Da kein Ersatz vorhanden ist, nehme ich den Amp statt mit 2 x 6 nun mit 2 x 5 Transen in Betrieb.... Testlauf anfänglich normal. Nun hat sicher aber das Verhalten bei größeren Leistungen verändert: der Amp schaltet die o.g. 160mV auf rund 1000mV und sie bleiben da auch, wenn man die Leistung zurückstellt. Entsprechend auch das seltsame Verhalten, wenn man per Schalter das Relais simuliert: wenn man auf die Grundstellung stellt (Schalter ON für den leisen Betrieb) geht auch hier die 160mV auf rund 1000mV und bleibt dann sogar auf dem hohen Wert, wenn man zurückschaltet!?!?

Hat jemand Erfahrungen mit so einem seltsamen Fehler? das komplette Service Manual habe ich, weiß aber nicht, ob man die legal irgendwo hochladen darf?
Kann es sein, daß an den restlichen 2 x 5 Endstufen-Transen ein Defekt ist? Mit dem normalen Transentester stellt man nichts fest. Aber im Betrieb liegen auch andere Spannungen an bei +/-110V! Das kann man so mit dem Messgerät nicht simulieren.

Oder sollte man in anderer Richtung suchen?

Wie gesagt, habe ich das komplette Service-Manual vorliegen. Wer kann helfen? Für jeden sinnvollen Tipp wäre ich sehr dankbar!

Liebe Grüße!
Rainer
Ray_Fish
Stammgast
#2 erstellt: 22. Mai 2008, 17:57
Moin zusammen,

die Sache hat sich erfolgreich erledigt

Wer interessiert ist an Details, kann hier nachlesen: http://www.roehren-und-hoeren.de/phpBB/viewtopic.php?t=5317

LG
Rainer
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