Telewatt TS 100/A

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Bastelwut
Inventar
#1 erstellt: 06. Nov 2008, 16:51
Hallo...habe gestern oben genannten Verstärker bekommen und er geht nicht.
Ein Kanal klingt wie übresteuert, der andere ist tot.
Nun hat er derart wunderschöne Anschlüsse zum Einstellen des Ruhestromes, dass ich dies gerne mal ausprobieren würde.
Habe auch den Schaltplan da.
Kann jemand helfen?





[Beitrag von Bastelwut am 06. Nov 2008, 17:01 bearbeitet]
hf500
Moderator
#2 erstellt: 06. Nov 2008, 21:10
Moin,
der Ruhestrom wird mit dem Spannungsabfall ueber R11A gemessen.
(wie ich jetzt erst sehe, gibt es noch Schaltbuschsen, um den Strom direkt zu messen.
Also passenden Stecker besorgen und Amperemeter anschliessen.)

Die angegebenen Spannungen alle nachmessen. Eine wichtige Kennspannung ist die zwischen Basis und Emitter der Transistoren. Bei den hier verwendeten Germaniumtransistoren sind es 0,2-0,3V, bei Silizium etwa 0,7V.

Bei abweichenden Spannungen kann ausser Halbleiterdefekt es auch sinnvoll sein, die kleineren Elkos auszutauschen.
Die Art und Weise, in der das Schaltbild gezeichnet wurde, deutet uebrigens auf SABA hin, die das Ding wohl auch konstruiert und gebaut haben. Saba und K+H hatten mal eine Kooperation unter der Marke Telewatt (die allerdings eher zu K+H gehoert).

73
Peter
Bastelwut
Inventar
#3 erstellt: 07. Nov 2008, 11:48

hf500 schrieb:
Moin,
der Ruhestrom wird mit dem Spannungsabfall ueber R11A gemessen.
(wie ich jetzt erst sehe, gibt es noch Schaltbuschsen, um den Strom direkt zu messen.
Also passenden Stecker besorgen und Amperemeter anschliessen.)

Sind DIN-Lautsprecherstecker...ein Amperemeter besorge ich gleich.


hf500 schrieb:
Die angegebenen Spannungen alle nachmessen. Eine wichtige Kennspannung ist die zwischen Basis und Emitter der Transistoren. Bei den hier verwendeten Germaniumtransistoren sind es 0,2-0,3V, bei Silizium etwa 0,7V.

OK...werde ich am WE mal machen...ich nehme an, du meinst alle 31 Transen?


hf500 schrieb:
Bei abweichenden Spannungen kann ausser Halbleiterdefekt es auch sinnvoll sein, die kleineren Elkos auszutauschen.

Jo...befürchte, das werde ich tun...aber sicher nicht alle


hf500 schrieb:
Die Art und Weise, in der das Schaltbild gezeichnet wurde, deutet uebrigens auf SABA hin, die das Ding wohl auch konstruiert und gebaut haben. Saba und K+H hatten mal eine Kooperation unter der Marke Telewatt (die allerdings eher zu K+H gehoert).

73
Peter


Ist Teil meiner Saba-Anlage, bestehend aus FM 2000/A, VS-110, TS 100/A und dem 1019 in neuwertiger SABA-Zarge.
Bastelwut
Inventar
#4 erstellt: 08. Nov 2008, 15:33
Ok...habe Multimeter mit Amperemessung, versuche Ruhestrom zu messen und...nix...Anzeige bleibt auf Null, was schwerlich sein kann.
Inzwischen gehen wieder beide Kanäle. War ein Wackelkontakt.
ndstufe verzerrt schrecklich...wenn ich vor der Endstufe rausgehe (Studioausgang) und meinen VS 110 als Endstufe missbrauche, ist alles im halbwerg grünen Bereich.
Aber wie gesagt...Ruhestrommessung kann ich nicht

Edit:
Ein Bild....die beiden Din-Lautsprecherbuchsen über den Netzteilelkos dienen der Ruhestrommessung.



[Beitrag von Bastelwut am 08. Nov 2008, 15:36 bearbeitet]
gst
Stammgast
#5 erstellt: 09. Nov 2008, 13:13
oh, die alten Germanium-Endstufen!
mess mal an Punkt 11 der Platine. liegt da ca. halbe Betriebsspannung an? Wenn nein, Endstufen-Transistoren komplett ablöten und noch mal testen.
Der AF118 und der AC127 gingen häufiger mal in den Germanium-Endstufen hinüber, schon schwierig, Ersatz dafür zu bekommen. Für die Endstufen müsste auch AD150 gehen.
Aber ohne halbe Betriebsspannung an Punkt 11 brauchst Du die Endtransistoren noch nicht einmal anlöten, sonst geht dir alles wieder kaputt. Die Endstufe ist nicht! kurzschlußgesichert.
Für AC 127 als npn darfst du nicht AC187 nehmen, und der AF118 war einer der wenigen, der als A-Treiber 30 Volt aushielt.
Das zu restaurieren, kann ein Problem werden. Ich habe mich ca vor 35 Jahren von Germanium verabschiedet...
gst
Bastelwut
Inventar
#6 erstellt: 09. Nov 2008, 14:35
Hallo...
Danke für die Tips, da hab ich erstmal was zu tun :-)
Habe gestern den Studioausgang benutzt und festgestellt, dass ich ihn, wenn alle Stricke reissen, gut als Vorverstärker nutzen kann.
Sollte die Endstufe unrettbar verloren sein, könnte man auch immernoch einen kleinen T-Amp oder Ähnliches reinlöten
Aber oberste Priorität hat definitiv erstmal eine Komplettrestaurierung.
gst
Stammgast
#7 erstellt: 09. Nov 2008, 18:35
das ist ja ein schönes Gehäuse, das man sicher nicht so entsorgen sollte.
Vor Jahren gab's kaum Leistungs-PNP-Silizium-Transistoren. Damals habe ich den Gedanken aufgegeben, Germanium durch Silizium zu ersetzen - weil das Schaltbild auf Plus an Masse basiert. Deshalb sehe ich auch kleineres Problem, zwei TDA 7294 oder ähnliches einzubauen.
Anfang der 70er gab es ein Projekt von elektor, (Edwin-Verstärker mit Silitium Transistoren), das man jetzt problemlos auf Masse an Plus umbauen könnte.
Ich hab' das damals auch mal gemacht.
Das wäre ja ein nettes Projekt, so eine Endstufe "umzustricken". Leistungsmäßig hat die Endstufe vielleicht max 30 Watt, das könnte man so auch erzielen.
Wie steht's mit dem Rauschabstand der Eingangsstufe?
gst
Bastelwut
Inventar
#8 erstellt: 10. Nov 2008, 09:07
Wenn ich die erste Vorstufenplatine (Filter) überbrücke, ist alles wunderbar...mit ihr habe ich zu viel Bass auf dem einen und zu wenig auf dem anderen Kanal.
Ist aber eine überschaubare Anzahl an Bauteilen und werde die mal komplett erneuern.
Wird ein wenig mein Lehrstück für Transistorverstärker werden
gst
Stammgast
#9 erstellt: 10. Nov 2008, 20:48
nur wegen meiner Neugier:
Eingangsstufe mit AC151r ?
gst
Bastelwut
Inventar
#10 erstellt: 11. Nov 2008, 14:38
Hallo...nein, die einzigen "r" die ich finde, sind eine handvoll AC 125r
Bastelwut
Inventar
#11 erstellt: 03. Dez 2008, 12:47
So...Statusreport:

Er tönt wieder absolut brauchbar, aussereiner Kleinigkeit...die allerdings nervt.
Das Teil hat einen Vorverstärkerausgang, kurz vor dem Balanceregler.
Gehe ich über ihn in eine externe Endstufe, ist alles im grünen Bereich.
Lasse ich ihn über die eigene Endstufe laufen, habe ich einen fiesen 50HZ-Brumm in beiden Lautsprechern.
Drehe ich den Balanceregler entweder komplett nach links, oder komplett nach rechts, ist alles wieder ok...
aber sobald ich den anderen Kanal auch nur ein wenig dazudrehe, ist der Brumm wieder da!

http://img234.imageshack.us/img234/8200/schaltplan2kr8.jpg
gst
Stammgast
#12 erstellt: 06. Dez 2008, 14:21

Drehe ich den Balanceregler entweder komplett nach links, oder komplett nach rechts, ist alles wieder ok...
aber sobald ich den anderen Kanal auch nur ein wenig dazudrehe, ist der Brumm wieder da!

das hört sich nach einer Masseschleife an. Bist du sicher, daß es 50 Hz und nicht 100 Hz sind?
gst
Bastelwut
Inventar
#13 erstellt: 07. Dez 2008, 12:53

gst schrieb:

Drehe ich den Balanceregler entweder komplett nach links, oder komplett nach rechts, ist alles wieder ok...
aber sobald ich den anderen Kanal auch nur ein wenig dazudrehe, ist der Brumm wieder da!

das hört sich nach einer Masseschleife an. Bist du sicher, daß es 50 Hz und nicht 100 Hz sind?
gst


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