Philips CD 304 Liest cd nicht ein

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rorenoren
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 08. Mai 2007, 12:00
Hallo, ich wieder!

CD 304 vom Flohmarkt:

Alle Durchkontaktierungen durchgesteckt, vieles nachgelötet, da lief er auf einem Kanal.
Reed Relais ausgetauscht (nur Glasröhrchen m. Kontakten).
Alles gut.

Nur, jetzt liest er (zumindest kalt) die CD nicht richtig ein.

Er läuft normal los, bleibt dann aber stehen und zeigt keine Titel an. (alle Balken da, wie ohne CD)

Disc Error zeigt er nicht an.

Also die komplette Steuerplatine (oben) nachgelötet,
Motorplatine und die mit dem Schubladenschalter komplett nachgelötet.

Mit der Steuerplatine eines funktionierenden CD104 kein Display und keine Bedienung möglich. (gleiche Bestelll- Nr.)

Gibt´s da was bestimmtes?

Oder noch mal alles durchlöten?

Wäre dankbar für jeden Tip!


Gruss, Jens

Ach ja, der Player steht offen da und ich kann jederzeit etwas nachschauen.....

Edit:

Netzteilplatine auch komplett nachgelötet. (hatte ich vergessen zu schreiben)

Im Moment läuft er, ist warm geworden.
Später spinnt er wieder.


[Beitrag von rorenoren am 08. Mai 2007, 12:09 bearbeitet]
hf500
Moderator
#2 erstellt: 08. Mai 2007, 18:09
Moin,
kopfkratz...

Wenn der Fehler bei Erwaermung verschwindet, ist meist ein Elko schuld.
Es waere ideal, wenn du die Spannungen (Gleich- und Wechselanteil) an den Elkos im Netzteil
mit dem Scope nachmessen kannst. Kalt und warm.
(haben diese Geraete nicht einen Spannungsverdoppler im Netzteil, dessen Elkos gerne ausfallen?)

Dass er mit der Platine des 104 nicht laeuft, kann daran liegen, dass der Steuerprozessor des 104 von dem Display/Bedienteil
des 304 keine Ahnung hat ;-)
Mangels Schaltbild vom 304 kann ich allerdings nicht sagen, ob es sonst noch Unterschiede gibt.

An der abgeschirmten Leitung vom Laufwerk zur Decoderplatte kann man mit dem Scope auch nachmessen, ob ueberhaupt ein Signal
vom Laufwerk kommt (das "Augenmuster").

73
Peter
rorenoren
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 08. Mai 2007, 18:22
Danke Peter,

das hilft schon ein bisschen weiter.

Ich schaue mir den Netzteilpan auch nochmal an.
(sollte derselbe sein, wie der vom 204)
Das habe ich diesmal versäumt.

Ich werde einfach alle Elkos im Netzteil erneuern.
(wenn ich alle Werte vorrätig habe)

Das Augenmuster (Eye- Pattern auf "neudeutsch" )
werde ich mir mal ansehen. ( wenn es eins zu sehen gibt)

Müsste aber eigentlich da sein, sonst würde er doch Disc Error anzeigen, oder?

Werde zum Elkotauschen sowieso in den Keller gehen, da kann ich auch mein Scope anwerfen.
(Philips natürlich, und mit Röhren )

Sollte wohl hinzukriegen sein.

Wäre schön, denn er ist im Gegensatz zum 104 und 204 fernbedienbar und ich bin faul.

Ich werde berichten,

Gruss, Jens
rorenoren
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 09. Mai 2007, 15:24
Hallo,

alle Elkos im Netzteil sind neu. (z.T. gebrauchte)
War´s nicht.

Nochmal alle SMD Teile auf der Steuerplatine, sowie das Bedienteil nachgelötet, nix.

Dann mit dem Heissluftfön Netzteil, Steuerplaine (nix) und Decoderplatine erwärmt.

Die Decoderplatine hat sofort reagiert.

Also auch hier alles (!) nachgeötet.

Nun bleibt nur Abwarten, denn wenn er erstmal läuft, läuft er. (kein Kältespray hier)

Ich werde, wenn der Fehler wieder auftreten sein sollte, die Decoderplatine vom 104 ausprobieren.

Das Augenmuster sieht übrigens sehr gut aus, in beiden Zuständen gleich.
(das alte Philips Scope schafft es sogar zu triggern!)

Gruss, Jens
airmax78
Stammgast
#5 erstellt: 09. Mai 2007, 15:51
Hallo!

Hier nochmal die Höhe der notwendigen Betriebsspannungen, gemssen am 8 Pin Stecker, etwa in Platinenmitte (C 44)

Pin 1) (zeigt in Richtung des Kühlkörpers) = - 6 V
Pin 2) = - 12 V
Pin 3) = + 12 V
Pins 4 & 5) Masse; nicht gegen Chassis = 0 V
messen
Pins 6 & 7) = + 5 V
Pin 8 ) (gegenüber -18V Stabi 6453) = - 18 V

Besonders die -18V können es schonmal in sich haben, da dessen Stabi ohne Kühlkörper auskommen muss... am Eingang sollten es um 30V sein...

Vergleiche mal die Softwarestände der CPU (MAB 8440) auf der Servoplatine; da können verschiedene Ausführungen verbaut sein, erkennbar an den Zusatzkennzeichnungen (DO 11..... bis DO 61) die Leiterplatte sollte identisch sein...

Viel Erfolg!

Gruß,

Maurice
rorenoren
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 09. Mai 2007, 16:23
Hallo Maurice,

danke für deine Angaben.

Das mit der CPU hatte ich mir schon fast gedacht.

Die ist ja bei beiden gesteckt. (IC- Fassung)

Wahrscheinlich gilt die Bestellnummer für die Platine ohne CPU. (Nr. ist gleich)

Die CPU des 304: MAB 8441 P TO 16
Die CPU des 104: MAB 8440 P DO 61
(kein Schreibfehler)

Im Moment läuft er, und die Spannungen stimmen alle ziemlich genau.

Ich meine, sie waren auch alle OK, als er nicht lief.
(hatte mich da nach dem Netzteilplan des CD104 gerichtet)

Das Netzteil ist etwas anders, als das des 104.

Der CD 304 hat im Netzteil einen Stabi mehr. (ganz rechts am Kühlkörper)

Der hat am Eingang -54V Ausgang -36V, am verbleibenden Pin -12V

Der wird wohl für das Display sein, denke ich.

Den 18V Stabi hatte ich neulich bei einem CD104 schon mal.
(machte noch 6V, kein Ton, sonst alles gut)

Ich habe fest vor, das Gerät wiederzubeleben!

Das Mistding klingt nämlich verdammt gut! (wenn´s läuft)

Vielen Dank für die Anteilnahme.

Gruss, Jens
hf500
Moderator
#7 erstellt: 09. Mai 2007, 20:42
Moin,
er kann aber nicht anders als der 104 klingen, er hat die gleiche Technik ;-)

Ich habe hier auch noch einen 304. Grundsaetzlich laeuft er, wenn er warm wird, faengt er an zu spinnen.
Die Ursache habe ich noch nicht gefunden.
Es muss ein frueher 304 sein, er hat noch das Laufwerk der ersten Generation (CD100-303).

73
Peter
rorenoren
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 09. Mai 2007, 21:08
Hallo Peter,

er klingt nicht anders als die 104er.

Er klingt anders als die beiden 204er, die ich habe.

(die sind beide etwas dunkler im Klang, warum auch immer, ich weiss, dass auch die dieselbe Technik haben, deshalb evtl. Einbildung)

Ich finde die Fernbedienbarkeit für mich wichtig, und in dem Zusammenhang meinte ich "er klingt verdammt gut".

Der 104 ist einfach nur nicht fernbedienbar.

Der 304 ist fernbedienbar und klingt gut.

Die anderen fernbedienbaren Player die ich habe, klingen auch fast alle nicht schlecht.

Die 104er und der 304 haben aber etwas eigenes, das ich mag.

Ich habe sonst aktuell noch einen NAD 5000 in Betrieb, der mir auch gut gefällt.



Übrigens ist am 304 noch ein weiterer Fehler aufgetreten.
Display und Ton weg.
Das mit dem Ton kannte ich ja schon vom 104er, war aber hier etwas anders.
Der -24V Stabi vor dem -18V Stabi setzt aus.

Zitat:

Das Netzteil ist etwas anders, als das des 104.

Der CD 304 hat im Netzteil einen Stabi mehr. (ganz rechts am Kühlkörper)

Der hat am Eingang -54V Ausgang -36V, am verbleibenden Pin -12V

Der wird wohl für das Display sein, denke ich.


Das ist der -24V Stabi.

Kann sein, dass ich beim Messen abgerutscht bin.

Zeitweise läuft der Player aber noch.

Ich werde erstmal die Stabis besorgen und dann weitermachen.

Viele Grüsse, Jens

P.S.: Wie unterscheiden sich die Laufwerke?
airmax78
Stammgast
#9 erstellt: 10. Mai 2007, 07:36
Hallo!

Bei diesen Geräten kann sowohl das Lauwerk der ersten Generation (CDM0) als auch das Laufwerk der zweiten Generation (CDM1) verbaut sein; Unterschiede gibt es hier lediglich beim Chassis, das ältere hat eine Platte aus Stahlblech und einen Kunstoffrahmen, sowie einen einfachen Gleichstrommotor als Spindelmotor, das neuere ein durchgehendes Chassis aus Zinkdruckguss und einen bürstenlosen Hallmotor als Spindelmotor, dessen Axiallager aus Plastik besteht und schonmal einlaufen kann... Ergebnis: CD läuft öfters mal nicht an, das Gerät spielt, wenn überhaupt, nur noch wenn es auf den Kopf gestellt wird... der federbelastete Kunstoffpuck, der hier als Plattenhalter dient, frisst dieses Lager (Plastikstopfen mit Innentorx) mit der Zeit regelrecht auf...

Mit Einführung des CDM1 wurde die Fertigung des CDM0 eingestellt, und so gab es für den Service für jede Ausführung des CDM0 auch entsprechenden Ersatz als CDM1...
wenn die Form des Plattentellers (bei den ...04 Geräten kommt ausschliesslich der "flache" Plattenteller in Frage) und die Form der Steckverbinder gleich sind, so kann man die Laufwerke als komplette Einheit untereinander tauschen... egal ob CDM0 oder CDM1;
extrem vorsichtig sollte man jedoch sein, wenn es darum geht, Einzelteile der Laufwerke zu tauschen (z.B. Laserpen oder HF Verstärkerplatine) manche Laserpens tragen eine rote Farbmakierung an Unterseite, andere nicht... wer hier etwas vertauscht, hat am Ende nichts Funktionsfähiges mehr auf den Arbeitstisch stehen...

Grüße,

Maurice
rorenoren
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 10. Mai 2007, 16:44
Hallo,

Mensch, Maurice, Hut ab vor soviel Wissen.

Meiner hat dann schon das "neue" Laufwerk.

Mechanisch macht er einen sehr guten Eindruck, nur das Gehäuse ist, wie bei den meisten meiner Flohmarktgeräte übel zugerichtet.

Aber dazu später.

Werde nächste Woche einiges bei Reichelt bestellen, unter anderem auch die Stabis (den 18V für den 104 gleich mit).

Kosten sagenhafte 17 Cent!
Die Anschlussfolge ist aber wohl anders, das puzzele ich mir aber hin.

( normaler Stabi: In, Masse, Out)
(einige, nicht alle Philips Stabis: Out, In, Masse)

Das prüfe ich aber noch genau, wenn die Teile da sind.

Bis dahin, ich melde mich auf jeden Fall.

Viele Grüsse, Jens
hf500
Moderator
#11 erstellt: 10. Mai 2007, 17:03
Moin,
die Stahlblechplatte des CDM0 ist immerhin 4mm dick...
Und der Gleichstrommotor ist kein "einfacher", sondern ein eisenloser Glockenankermotor.
Wahrscheinlich mit vergoldetem Kollektor.

Einfache Gleichstrommotoren tauchten spaeter bei Philips auf, der CD207 hat so ein Laufwerk mit Mabuchimotor.

Das Spurlager beim CDM1 wird doppelt belastet. Einmal durch den Andruecker, dann durch einen Ringmagneten auf dem Lagerbuegel,
der die Motorwelle auf das Lager zieht. Bei Schwierigkeiten mit dem Lager empfiehlt Philips, den Magneten zu entfernen...
Das Lager freut sich ueber einen winzigen Klecks Vaseline.

Die Markierung der Laserplatine bezeichnet die Polaritaet der Laserstromversorgung.
Es gibt negativ und positiv gespeiste Laser, ein Tausch von Laser oder Platine darf nur gemeinsam erfolgen.
Ansonsten hat man einen Laser gehabt :-/
Und nochwas. Man sollte ohne Not nie die Anschlussleitung des Lasers von der Platine trennen.
Halbleiterlaser sind gegen elektrostatische Entladung empfindlicher als C-Mos Bausteine.
Man sollte sein Glueck nicht herausfordern.

Die Stabis mit der "falschen" Anschlussreihenfolge heissen garantiert !79!xx und sind Regler fuer negative Spannungen gegen Masse.
Hat mit Philips nichts zu tun ;-)
Negativregler auf einem Kuehlkoerper, der an Masse liegt, sind isoliert montiert.
Alle Regler freuen sich ueber einen Klecks Waermeleitpaste.

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 10. Mai 2007, 17:08 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 10. Mai 2007, 18:30
Oha, da bekomme ich ja richtig was vermittelt!

Super!

Von den Negativreglern lade ich mir die Datenblätter noch herunter.

Ich wusste nicht, dass die Anschlussfolge bei Negatvreglern immer anders ist, als bei Positivreglen.

Die Bezeichnung ist MC 7924...(Motorola)

Ich habe bisher nur positive Regler verwendet.

Im Schaltplan des CD104 sind die Pins ja auch nummeriert.

Die Isolierscheiben waren sehr lieblos, einfach mit der Klammer passend gebrochen und lagen alle schief hinter den drei Negativ- Stabis. (z.T. nicht einmal ganz dahinter)

Die erneuere ich. (mit Wärmeleitpaste)

Gerade eben habe ich den Player nochmal ohne den -24V Stabi angeworfen.

Er liest jetzt (noch) kalt die CD korrekt ein und lässt sich bedienen. (Titel vor/ zurück, nur halt ohne Display und Ton)

Dann scheine ich gestern wohl doch noch die richtige Lötstelle getroffen zu haben. (oder er veralbert mich bloss)

Bin gespannt, ob er dann mit dem neuen Stabi zuverlässig läuft.

Mit euch als Helfer brauche ich mir wohl kaum Sorgen zu machen.

Dafür nochmal vielen Dank!

Viele Grüsse, Jens
rorenoren
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 11. Mai 2007, 09:16
Moin,

ich konnte es nicht abwarten und bin eben zum teuren "C" gefahren.

Da kosten die Stabis zwar 1,03 Euro anstelle von 17 Cent bei Reichelt, aber es musste sein!

Was soll ich sagen, er läuft einwandfrei.

Hoffentlich kommt der alte Fehler nicht wieder! (das nicht- richtig- Einlesen)

Also vielen Dank an euch, die ihr mich so gut unterstützt und informiert habt!

Bis zum nächsten Problemfall .

Viele Grüsse, Jens
densen
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 03. Jul 2007, 10:47
hallo,

ist zwar schon ein ältere beitrag, aber ich versuchs trotzdem mal:
gab es das CDM1 in unterschiedlichen varianten, Mk1- bzw. Mk2-version.

hintergrund: mein player hat ein CDM1 aber welches bitte.

grüsse
densen
airmax78
Stammgast
#15 erstellt: 04. Jul 2007, 19:25
Hallo!

Man hört immer wieder davon... Unterschiede in den Laufwerken soll es wohl im erster Linie bei der Kollimatorlinse gegeben haben... bei einigen Laufwerken soll sie aus Glas, bei anderen aus Kunstoff gefertigt sein... ich persönlich besitze nur ein jüngeres Exemplar eines Philips CD 101, welches ein CDM1 an Bord hat, die übrigen Schätzchen haben allesamt das CDM0... auch hier gibt es diverse Varianten, z.B. beim Focusantrieb, dieser kann im Laserschwenkarm intergriert oder auch separat sein, auch sind hier sowohl Glas- als auch Kunstofflinsen anzutreffen... eigentlich alles nur unnötig verwirrend... Laufwerke sollten eigentlich nur als komplette Einheit getauscht werden, ausser, man weis sehr genau, was man tut!

Grüße,

Maurice
Cobra71
Stammgast
#16 erstellt: 17. Mrz 2008, 11:36
Späte Antwort, aber immerhin.

Das CDM1 MK2 ist im eigentlichen Sinne kein CDM1 sondern eher ein veredeltes CDM 4/19 bei dem anstatt des Kunststoffchassis ein Aluminiumchassis verwendet wurde.

Die Liste der Geräte in denen das CDM1 MK2 verwendet wurde ist nicht sehr lang, sind in erster Linie hochwertigere Geräte.


Marc
raphael.t
Inventar
#17 erstellt: 17. Mrz 2008, 11:42
Hallo!

Ich habe zwei 304er und beide spinnen, wie ihr Herrchen auch...

Grüße Raphael
andilescu
Neuling
#18 erstellt: 20. Sep 2008, 14:00

rorenoren schrieb:
... Nur, jetzt liest er (zumindest kalt) die CD nicht richtig ein. Er läuft normal los, bleibt dann aber stehen und zeigt keine Titel an. (alle Balken da, wie ohne CD)...

Heute erst bin ich auf diesen für mich sehr interessanten Thread gestoßen. Mein Philips CD 304 MKII steht nämlich auf dem Dachboden, weil er erst nach längerer Betriebszeit (Erwärmung) funktioniert. Ich habe mich als gelegentlicher Hobbybastler früher mal intensiver mit dem Gerät beschäftigt, besitze auch das Manual, habe sogar einmal eine Vorverstärker-Platine wieder zum Laufen gebracht (Leitsilber),doch inzwischen ist die Angelegenheit in der Schublade verschwunden. Vielleicht sollte ich das Teil doch wieder einmal hervor holen. Kurios übrigens: Die bei Auslieferung vor 20 Jahren beigefügten Philips-AAA-Batteriezellen für die Fernbedienung funktionieren immer noch!
andilescu
Neuling
#19 erstellt: 20. Sep 2008, 17:33

andilescu schrieb:
Heute erst bin ich auf diesen für mich sehr interessanten Thread gestoßen. Mein Philips CD 304 MKII steht nämlich auf dem Dachboden, weil er erst nach längerer Betriebszeit (Erwärmung) funktioniert. Ich habe mich als gelegentlicher Hobbybastler früher mal intensiver mit dem Gerät beschäftigt, besitze auch das Manual, habe sogar einmal eine Vorverstärker-Platine wieder zum Laufen gebracht (Leitsilber),doch inzwischen ist die Angelegenheit in der Schublade verschwunden. Vielleicht sollte ich das Teil doch wieder einmal hervor holen. Kurios übrigens: Die bei Auslieferung vor 20 Jahren beigefügten Philips-AAA-Batteriezellen für die Fernbedienung funktionieren immer noch!

Möglicherweise ist das Problem bei meinem Exemplar gelöst. Mir fiel ein starkerer Oxydationsfleck auf der Masse-Oberfläche der Servo-Platte auf, in dem auch der Tantal-Elko 2217 steht. Den Fleck habe ich mit Essig und Salz beseitigt, danach ging jedoch gar nichts mehr. Also habe ich die Bauteile, die dort stehen, näher angeschaut und festgestellt, dass der + Anschluss der Tantals T-förmig gestaltet ist, wobei der Querschenkel des T unten blank aus dem Gehäuse herausragt und der Masseoberfläche der Platte extrem nahe kommt. Dort konnte natürlich das geringste Quentchen Feuchtigkeit/Salz locker den Anschluss mit der Masse verbinden. Ich habe das + Beinchen von 2217 einen halben Millimeter herausgezogen, und siehe da, die Geschichte geht. Ebenso verfuhr ich mit den anderen Tantals auf der Platte, denn bei denen sah es ähnlich eng aus. Jetzt muss das Gerät mal wieder ganz auskühlen, um festzustellen, ob das tatsächlich die Ursache für den Fehler war.
hf500
Moderator
#20 erstellt: 20. Sep 2008, 18:00
Moin,
der Tantalkondensator ist keiner, die Geraete haben keine.

Was du da gefunden hast, ist ein _trockener_ Aluminiumelko.
Er soll die Vorteile von Tantalelkos mit denen der Al-Elkos verbinden und an sich ein hochwertiges Bauelement sein.
Keine Ahnung, warum sie sich nicht durchgesetzt haben, ich kenne als Hersteller auch nur Philips.

73
Peter
andilescu
Neuling
#21 erstellt: 21. Sep 2008, 04:58

hf500 schrieb:
Moin,
der Tantalkondensator ist keiner, die Geraete haben keine.

Was du da gefunden hast, ist ein _trockener_ Aluminiumelko.
Er soll die Vorteile von Tantalelkos mit denen der Al-Elkos verbinden und an sich ein hochwertiges Bauelement sein.
Keine Ahnung, warum sie sich nicht durchgesetzt haben, ich kenne als Hersteller auch nur Philips.

73
Peter

Danke für den Hinweis, Peter, ich bin eben doch nur Pfarrer und nicht vom Fach. Aber wie auch immer die Elkos funktionieren, die ich da mit ein wenig Distanz zur Masse-Leiterfläche gesetzt habe: Das Gerät kann zur Zeit als reanimiert betrachtet werden. Nach kalter Nacht eingeschaltet, läuft die Scheibe darin sofort los.
Beste Grüße,
Andreas


[Beitrag von andilescu am 21. Sep 2008, 09:45 bearbeitet]
audiophilanthrop
Inventar
#22 erstellt: 24. Sep 2008, 18:42
Kleiner Nachtrag zu trockenen Al-Elkos: Derzeit sind die Dinger offenbar groß in Mode, man sehe sich nur mal die Infos zu PC-Mainboards der besseren Sorte an. Es handelt sich vermutlich um solche mit organischen Halbleitern wie Sanyos bekannte OS-CONs, die vom Aufbau her mehr mit gewöhnlichen Elkos zu tun haben als die Tantal-ähnlichen historischen Exemplare von Philips.
hf500
Moderator
#23 erstellt: 25. Sep 2008, 17:59
Moin,
Die Entwicklung waere logisch. Die trockenen Al-Elkos sollen sich durch geringe Verluste und kleinen ESR auszeichenen (Tantal), dabei aber preisguenstig und schaltfest sein (Al).

Und alle diese Anforderungen werden auf einem Mobo gestellt.

73
Peter
audiophilanthrop
Inventar
#24 erstellt: 26. Sep 2008, 16:02
Hier mal was zu den OS-CONs:
http://www.diyparadise.com/oscon.html
http://www.edc.sanyo...r/oscon/outline.html
In der Tat ist deren ESR beeindruckend niedrig.

Sie haben nur eine Schwäche, die für Elkos mit niedrigem ESR typisch ist: Hoher Leckstrom. Deshalb warnt Sanyo auch explizit vor dem Einsatz z.B. als Koppelelko.

Inzwischen gibt es auch Soundkarten mit solchen Cs - aber leider nicht selten pauschal überall dort, wo vorher normale saßen.

Übrigens setzt Sanyo bei den OS-CONs in SMD auf leitfähige Polymere statt der organischen Halbleiter.


[Beitrag von audiophilanthrop am 26. Sep 2008, 16:16 bearbeitet]
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