Onkyo A 7090

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nolie
Stammgast
#1 erstellt: 01. Mai 2012, 12:27
Ich habe einen Onkyo A 7090 von meinem Vater geschenkt bekommen..

Er spielt auch richtig gut und macht eig auch keine Zicken aber manchmal Kratzt der linke Lautsprecher oder Funktioniert garnicht..

Wie kann ich das Problem lösen ?? Was ist Defekt ?
Poetry2me
Inventar
#2 erstellt: 02. Mai 2012, 05:12
Hallo nolie,

schönes Gerät.

Was Du beschreibst klingt wie eine übliche Kontaktstörung im Ausgangsrelais.
Das Verhalten ändert sich auch bei jedem Einschalten des Gerätes.

Im laufenden Betrieb kann man evtl. durch Klopfen auf das Relais den Schuldigen dingfest machen.

Therapie für das Relais ist entweder vorsichtiges Öffnen und polieren der Kontakte oder Austausch des Relais.

- Poetry2me


[Beitrag von Poetry2me am 02. Mai 2012, 05:15 bearbeitet]
nolie
Stammgast
#3 erstellt: 02. Mai 2012, 12:42
Ich kenne mich leider nicht mit Elektronik aus...

Koennte mir jemand sagen wo sich die Relais befinden ??

Ist es schwer diese auszutauschen ?? und Preislich gesehen lohnt es sich ueberhaubt ?



Hier mal ein Bild von dem Verstaerker (sehen die alle so verwuselt ? )

mfg Nolie
Poetry2me
Inventar
#4 erstellt: 02. Mai 2012, 18:02
Das Relais ist links unten das Kästchen mit dem metallischen Inhalt und dem durchsichtigen Plastik drumherum.

Austausch ist dann recht einfach, wenn Du von unten an die Lötaugen drankommst. Du brauchst eine Lötsaugpunpe und etwas Löterfahrung,

Preislich kann es zwischen 3 und 12 EUR liegen, eher bei 3.
Es lohnt sich also

- Poetry2me
Poetry2me
Inventar
#5 erstellt: 02. Mai 2012, 18:32
Onkyo A-7090 Innenansicht Inside Detail Relais

Man kann die Plastikkappe abnehmen und die Kontakte reinigen. In manchen Fällen muss man leider auch dafür das Relais auslöten.

- Poetry2me
nolie
Stammgast
#6 erstellt: 02. Mai 2012, 21:34
ich werde es erstmal mit dem sauber machen probieren.. gibt es dazu einige Anleitungen ?
Poetry2me
Inventar
#7 erstellt: 02. Mai 2012, 22:17
Ja, AnthonyP hat mal ganz raffiniert das Öffnen eines eingebauten Relais geschafft und das hier im Forum beschrieben. Ob das Relais ähnlich wie hier war, weiß ich nicht, dort war es die Endstufe Luxman M-02:

http://www.hifi-forum.de/viewthread-185-7270.html


Hier noch Bilder von mir, wo ich einen anderen Relais-Typ aus einem Hitachi Verstärker ausgelötet, geöffnet und gereinigt habe:

Speaker protection Relay relais unsoldered from PCB
Speaker protection Relay relais opening latch
Speaker Protection Relay Relais opened for cleaning contacts

Schaue es Dir an, vielleicht kannst Du den Deckel abbekommen, ohne das Relais auszulöten und ohne die Plastik-Widerhaken zu beschädigen.

Die eigentliche Reinigung geht am besten mit Löschpapier und verschiedenen Pflegemitteln.
Kontaktsprays sollte man hinterher mit Verdünner wieder abspülen/abwischen, manche oxydieren dann weiter die Kontakte.
Ich habe schon oft erfolgreich Sidol verwendet, weil Putzkörperchen enthält. Auch hier hinterher mit Alkohol oder ähnlichem wieder abspülen.

NIEMALS harte Gegenstände so wie Feilen oder Scheren verwenden. Die aufgedampfte Metallegierung der Kontaktschicht ist oft sehr dünn und nach einer Beschädigung hat man nicht lange Freude am Relais.

Hoffe das hilft Dir.

- Poetry2me
audiophilanthrop
Inventar
#8 erstellt: 03. Mai 2012, 22:15
Man sollte übrigens auch mal die diversen Schalter vorher im Signalweg testen, angefangen von der Eingangswahl, denn auch dort treten nicht selten Kontaktwehwehchen auf.
Sisko39
Stammgast
#9 erstellt: 05. Mai 2012, 17:08
Hallo "nolie", ich habe den selben Verstärker hier, der wohl auch das gleiche Problem mit dem Relais hat, allerdings hat da schon früher wohl mal jemand anders dran rumgemurkst, zumindest ist ein anderes Relais als bei Dir drin!

Könntest Du mir mal hier reinschreiben, was bei Dir auf dem Relais steht, evtl. bekomt man ja noch so ein originales, bzw. baugleiches?

Dank Dir schon mal...

Gruß

Der Sisko
audiophilanthrop
Inventar
#10 erstellt: 05. Mai 2012, 20:05
In der Service-Doku sind schon mal zwei verschiedene Relaistypen aufgeführt. 2fach-Schließer, 5 A, Spulenspannung 12 V. Spulenstrom in Betrieb scheint laut Schaltbild 65 mA zu sein, also ca. 185 Ohm. Bleibt nur noch die Frage der mechanischen Ausführung. 2fach-Schließer (oder 2fach-Um, denen man nötigenfalls die zusätzlichen Beine abzwackt) bekommt man aber normalerweise ganz gut in diversen Größen, kritisch sind normalerweise nur die 4fach-Dinger.
Sisko39
Stammgast
#11 erstellt: 05. Mai 2012, 21:09
Hi "audiophilanthrop", danke für Deine Antwort!

Also eingebaut ist folgendes 12V/5Amp/250V mit 6 von 8 Anschlüssen:



http://foto.arcor-on...3632666435343332.jpg

Der Verstärker hatte vorher folgendes Problem, bei vermehrter Last (Bass und Volume) fing er an den Sound zu Verzerren und es klang dann nicht mehr so richtig gut.

Ich habe mich dann mal ran gemacht und div. Kondensatoren gegen neuere mit gleichen Werten zu tauschen.

Bei der Sichtkontrolle waren auch unzählige kalte Lötstellen zu finden, die ich auch alle nachgelötet habe.

Nun stellt sich folgende Situation dar, man schaltet ihn ein, das Relais schaltet auch, "aber ich finde es dauert zu lange und auch mit einem merkwürdigen Geräusch" und der Sound ist auf dem rechten Kanal nur noch sehr leise und auf dem linken nur ganz leise bei voller Lautstärke zu hören.

Keine Ahnung was auf einmal los ist, da möchte man ihm etwas gutes tun und er quitiert das mit dieser "Nichtfunktion"! *hmmm...*

Gruß

Der Sisko


[Beitrag von Sisko39 am 06. Mai 2012, 00:11 bearbeitet]
audiophilanthrop
Inventar
#12 erstellt: 05. Mai 2012, 22:02
Etwas unelegant reingepfriemelt, das Relais. "Hauptsache tut". Naja. Das gleiche gibt es jedenfalls noch (u.a. bei Farnell), und so "unelegant" ließe sich sicher auch eines der üblichen von Finder verbauen. Miß doch mal die Pinabstände in der Platine, vielleicht kommt ja ein "Relais-Gott" vorbei und weiß dazu einen passenden Typ - sonst mußt du selber Datenblätter wälzen. Darf übrigens auch gern eins für 8 oder 10 A sein, das schadet nichts.

Was die Nichtfunktion angeht - tja, da hast du zuviele Baustellen auf einmal aufgemacht, als daß man den Grund schnell finden könnte. Vielleicht irgendwo 'ne Lötbrücke produziert? Prüfe doch mal die diversen Versorgungsspannungen.

Trat das ursprüngliche Problem (Verzerren bei höheren Pegeln) denn auf beiden Kanälen gleichermaßen auf? Sowas kann natürlich von schlechten Lötstellen in der Endstufe kommen, bei speziell diesem Fehlerbild könnten aber auch einfach die dicken Siebelkos platt sein. Onkyo hat zwar normalerweise keinen Schrott verbaut, aber...


[Beitrag von audiophilanthrop am 05. Mai 2012, 22:06 bearbeitet]
Sisko39
Stammgast
#13 erstellt: 06. Mai 2012, 00:09
Also der Verstärker läuft wieder, muss wohl doch noch eine kalte Lötselle, oder einige der drahtumwickelten Stiftträger (auch alle nachgelötet) gewesen sein.

Das Ralais werde ich auf jeden Fall noch Tauschen, so ein von der Bauart passendes wäre mir natürlich lieber, aber wenn es nicht's hilft, nehme ich auch ein anders.

Hier ist das gute Stück mal komplett innen und außen gereinigt (war ein Dachbodenfund, sah natürlich auch demensprechend aus)!images/smilies/insane.gif

http://foto.arcor-on...3263363038333739.jpg

http://foto.arcor-on...3238383630336637.jpg

http://foto.arcor-on...6566613733363832.jpg

http://foto.arcor-on...3133343437303233.jpg

Er hat keine sichtbaren Gebrauchspuren, ist nun wieder top in Schuss und echt brachial in der Leistung!

Aber auch mal an den Threadersteller, das mit dem Kratzen auf einem Kanal kann auch bei Dir an einer der unzähligen kalten Lötstellen, bzw. dem "Speakers" Regler liegen, sollte das Problem Auftreten, beweg den Regler mal hin und her, ob dann der Kanal wieder kommt?

Eine generelle Poti-Kontakt Prozedur mit Oszillin T6 ist bei dem älteren Gerät eh immer mal ratsam, dann alle Potis wieder schön eine weile lang Schalten und hin u. her Bewegen, dann sollte auch das alles wieder schick sein!

Gruß und danke...

Der Sisko


[Beitrag von Sisko39 am 06. Mai 2012, 00:17 bearbeitet]
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