Yamaha A-520 - Spule durchgebrannt (?)

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TechnoLover_#
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 03. Aug 2012, 19:09
Guten Tag,

ich besitze einen Yamaha A-520 den ich vor drei Jahren hier im Forum gekauft hatte. Dieser wunderbare Verstärker hat heute leider seinen Dienst quittiert und hat leichte Rauchschwaden von sich gegeben. Nun funktioniert der Verstärker nicht mehr, nur noch die LED's in der Front leuchten.

Da der Verstärker nicht mehr sein typisches Klacken des Relais' von sich gibt, habe ich ihn aufgeschraubt und geguckt ob das Relais in irgendeiner Art und Weise beschädigt ist. Da ich dort keine Beschädigung ausmachen konnte, habe ich mir ein Spannungsmessgerät ausgeliehen und habe die Spannungen gemessen, dabei ist mir aufgefallen, dass an der Hauptplatine keine Spannung anliegt, somit der Spule Transformator wahrscheinlich kaputt ist. Diese war direkt nach dem Aufschrauben auch sehr warm, wenn nicht sogar heiß.

Liege ich da mit meiner Annahme richtig oder gibt es noch andere Sachen, welche ich kontrollieren sollte?

Gibt es eine Möglichkeit die Spule den Transformator (günstig) auszutauschen oder sollte ich den Verstärker ruhen lassen und mir einen neuen anzuschaffen bzw. den gleichen als defekt kaufen und dann einen lauffähig machen?

Ich danke für jede Hilfe (:


[Beitrag von TechnoLover_# am 03. Aug 2012, 20:26 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#2 erstellt: 03. Aug 2012, 20:16
Ich kann Dir weitgehend folgen, bis auf das Wort Spule. Welches bauteil meinst Du damit? Den Transformator? Dieser enthält Spulen, die um Eisenkerne gewickelt sind.

Im Zweifelsfall hilft auch ein Bild des Bauteiles, welches da so heiß geworden ist.

- Poetry2me
TechnoLover_#
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 03. Aug 2012, 20:25
Entschuldige, ich mein den Transformator der von 230V auf die Spannung von der Hauptplatine transformiert, welche mir nicht bekannt ist.

Den Transformator kannst du auf den Bildern ganz links neben dem Kühler sehen. Mit der Spannung auf der Hauptplatine, meine ich den roten Strang an Leitungen. Zwischen den drei Leitungen liegt so gut wie keine Spannung (-0,1V <= x <= 0,1V), was ich als Messtoleranz ansehe.


[Beitrag von TechnoLover_# am 03. Aug 2012, 20:27 bearbeitet]
seychellenmanus
Inventar
#4 erstellt: 03. Aug 2012, 20:41
Das ist der Trafo, wenn an den roten Leitungen nichts rauskommt und die Primärabsicherung ok ist ,dann ist der Trafo defekt.
Grundi69
Inventar
#5 erstellt: 03. Aug 2012, 21:15
Hallo!

Ist die Sicherung in Ordnung?
Hast Du auch richtig gemessen? Der Transformator liefert Wechselspannung, also muss auch dein Messgerät auf Wechselspannung stehen.
Es gehen ja 3 Leitungen vom Trafo zur Platine: 2 rote, 1 schwarze. Wie hast du gemessen?
Wenn dort nichts zu messen ist, sieht's allerdings schlecht aus für den Trafo.
Obwohl...eigentlich gehen Trafos doch eher selten kaputt...eher brennt die Sollbruchstelle Sicherung durch.
Der Gleichrichter könnte auch ein Kandidat sein(dieser graue viereckige Block mit Loch in der Mitte links neben den schwarz/roten Kabeln).

Gruß
Groomy

Edit:Hmmm, du schreibst, die LEDs leuchten. Dann liefert der Trafo auch Strom!


[Beitrag von Grundi69 am 03. Aug 2012, 21:21 bearbeitet]
bukongahelas
Inventar
#6 erstellt: 03. Aug 2012, 21:18
Hat er Glück: Selbst wenn der Trafo defekt ist (aber warum leuchten dann noch die Frontleds?) hat er nur drei Sekundär-Leitungen:
- Rot1 = Wechselspannung (AC1) = ca 30VAC
- Schwarz = Masse (Gehäuse/Chassis)
- Rot2 = Wechselspannung (AC1) = ca 30VAC
Ein Ersatztrafo mit 2 mittel-angezapften Teilwicklungen müßte passen.
Alle Hilfsspannungen (auch für LED) werden ja nur aus diesen 2 Wicklungen erzeugt. Wenn die LED also leuchten, muß der Trafo OK sein.
Wahrscheinlicher ist Kurzschluß Endtransistor(en) mit Folge Abrauchen von Widerständen , typischer kapitaler Endstufenschaden , durchaus reparabel.
bukongahelas
TechnoLover_#
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 04. Aug 2012, 13:33
Hab mir jetzt ein zweites Messgerät besorgt und siehe da, der Trafo ist in Ordnung und liefert zwischen Rot und Masse jeweils 40V(AC) und zwischen den beiden roten Leitungen 80V(AC) (wahrscheinlich 180° phasenverschoben?).

Wie kann ich diesen Gleichrichter auf Funktionalität testen?

EDIT: Habe den Übeltäter gefunden:

Durchgebrannter Transistor Yamaha A-520

reicht es den Transistor auszutauschen?


[Beitrag von TechnoLover_# am 04. Aug 2012, 13:48 bearbeitet]
PBienlein
Inventar
#8 erstellt: 04. Aug 2012, 14:32
Hallo,

der Transistor mit den Brandspuren dürfte einer der Treiber für eine Endstufe sein. Ist er hinüber, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch mindestens einer der Endstufentransistoren des betroffenen Kanals defekt sein. Wenn es ganz schlimm gewesen ist, gehen die Schäden bis hin zur Ruhestromsteuerung.

Aber da Du ja schon zwei Messgeräte hast, kannst Du die Transistoren mit der Diodenprüffunktion checken, sofern eines der Messgeräte so etwas besitzt.

Gruß
PBienlein
TechnoLover_#
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 04. Aug 2012, 18:20
Also, da ist definitiv mehr kaputt =(

Der schwarze Transistor drüber/drunter ist hinüber sowie die 3 Transistoren am Kühler. Des Weiteren sind auf der Rückseite der Leiterplatine lauter Leiterbahnen aufgeplatzt bzw. die Schutzschicht ab.

Ist das in irgendeiner Weise für einen fast Laien (hab nur Schwerpunktmäßige Gymnasiale Elektrotechnikkenntnisse) reparabel ansonsten werde ich mich nach einem neuen Verstärker umschauen.

Hier noch ein paar Bilder über den Schaden:

Yamaha A-520 durchgebrannter Transistor
Aufgeplatzte Leiterbahn durch Kurzschluss Yamaha A-520
Aufgeplatzte Leiterbahn durch Kurzschluss Yamaha A-520
Kurzschlussschaden Yamaha A-520
hf500
Moderator
#10 erstellt: 04. Aug 2012, 20:04
Moin,
ja, da hat es richtig reingeschlagen. Sogar den Ruhestromtransistor hat es erwischt, es ist der kleine Transistor, der unter den Kuehlkoerper geklemmt wurde. Er misst dessen Temperatur und haelt so den Ruhestrom konstant, er wuerde sonst bei Erwaermung der Endtransistoren durchgehen.

Reparieren kann man so etwas, es kann natuerlich aufwendig werden.

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 04. Aug 2012, 20:10 bearbeitet]
bukongahelas
Inventar
#11 erstellt: 04. Aug 2012, 20:19
Wie vermutet kapitaler reparabler Endstufenschaden.
Reparaturverlauf: Jeden Transistor, Diode , Widerstand möglichst(einseitig)
auslöten und prüfen , bei Defekt erneuern .
Leiterbahnen restaurieren.
Netzspannung langsam mit Netzstelltrafo steigern , B+ B- , Ausgang der Endstufen und deren Ruheströme kontrollieren.
Ist hier alles OK Netzspannung erhöhen bis Laustsprecherschutzrelais anzieht: Dann ist man übern Berg.
Sinus einspeisen und im Leerlauf (ohne Boxen) bis Clippinggrenze hochfahren. Soll symmetrisch bei beiden Kanälen gleich clippen.
Boxen anschließen und Endstufen warmlaufen lassen ca 25° .
Ruheströme feinjustieren.
Evtl noch (wenn Trimmpoti vorhanden) DC-Offset (Nullbalance) justieren zumindest kontrollieren. Alles kleiner +-100mV (0,1Volt) ist OK.
Werkzeuge: Oszilloskop , (mehrere) Multimeter , Sinusgenerator(Ersatz:DIY gebrannte Sinus-CD) , Auslötkolben , Lötkolben , Zangen etc.
Ersatzteile: Die def Bauteile bzw deren Ersatztypen.
bukongahelas
TechnoLover_#
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 04. Aug 2012, 20:54
Danke für die Informationen,

aber mit meinen Möglichkeiten schaffe ich es nicht diesen Verstärker zu reparieren, daher werde ich den Verstärker wohl verkaufen oder verstauben lassen, da er mir zum Verschrotten doch zu schade ist und ich ihn mir dann lieber im Keller beim Vorbeisehen angucke und mir denke, was er mir doch tolle Dienste geleistet hat.

Reparatur wird mir als Student wohl zu teuer, da diese wohl mind. das Doppelte vom damals bezahlten Gebrauchtpreis (~50€) betragen wird.

Ich danke jedem, der mir geholfen hat und sich das Thema angeguckt hat.

EDIT: Wie kann so ein Schaden denn eigtl. entstehen? Altersbedingt oder durch falsche Handhabung? Hatten den Verstärker in dem Moment mit folgenden Einstellungen: Bass auf Maximum, Treble auf 2 Uhr, Loudness auf 6 Uhr, Balance auf 12 Uhr, sowie den Lautstärkeregler auf ~11 Uhr für ca. 30 Minuten, da dann mitten im Film der Sound weg war.


[Beitrag von TechnoLover_# am 04. Aug 2012, 20:56 bearbeitet]
Grundi69
Inventar
#13 erstellt: 04. Aug 2012, 21:20
Oh ja, schade, da ist wirklich einiges an Aufwand notwendig.
Ohne fundierte Kenntnisse (und die hast du ja nach deiner Aussage leider nicht) hast du da leider keine Chance
Verschrotten wäre aber zu schade...biete ihn besser in der ebucht an, mit einer korrekten Beschreibung, versteht sich.

Wie dass passieren kann? Ist immer schwer zu sagen, aber ich würde vermuten durch Alterung. Ein (Leistungs)transistor brennt durch und verursacht einen Kurzschluss und im Nu fließen sehr deftige Ströme wo sie nicht sollen...

Gruß
Groomy


[Beitrag von Grundi69 am 04. Aug 2012, 21:45 bearbeitet]
P.W.K._Fan
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 04. Aug 2012, 21:43

Bass auf Maximum, Treble auf 2 Uhr, Loudness auf 6 Uhr, Balance auf 12 Uhr, sowie den Lautstärkeregler auf ~11 Uhr für ca. 30 Minuten, da dann mitten im Film der Sound weg


Da hast du eigentlich deine Antwort. Der Verstärker wurde schlichtweg überlastet. Bässe voll drin+loudness+weit aufgerissener Verstärker ist eine schlechte Kombination. Damit wirst du deinen nächsten Verstärker früher oder später auch über den Jordan schicken.
Ist nicht böse gemeint, ich will dich nur davor bewahren das dein nächster Verstärker früher oder später auch wieder über den Jordan geht
Grundi69
Inventar
#15 erstellt: 04. Aug 2012, 21:52

P.W.K._Fan schrieb:
Der Verstärker wurde schlichtweg überlastet.

Hmmm, Lautstärkeregler auf 11 Uhr, also nicht mal zur Hälfte...ist für mich jetzt nicht weit aufgerissen...
seychellenmanus
Inventar
#16 erstellt: 04. Aug 2012, 22:16
Schon, aber 11 Uhr des Lautstärkereglers kann je nach Pegel der Eingangsquelle schon Vollaussteuerung oder sogar Clipping bedeuten.
TechnoLover_#
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 04. Aug 2012, 22:36
Also die Eingangs-Lautstärke lag definitiv bei unter 1/5 des maximal möglichen zwischen 15 bzw. 20 von max. 100.
Es kann natürlich sein, dass es an den Einstellungen lag, das möchte ich gar nicht verleugnen. Nur liefen diese Einstellungen schon bei höherer Lautstärke ohne Probleme, jedoch zu 99% mit Musik, was natürlich anders ist als ein Film, vom Bassverhalten. Jedoch war in diesem Film auch mehr Musik als anderes zu hören.
Man kann es drehen und wenden wie man möchte, den Grund werden wir wohl nie richtig erfahren.
P.W.K._Fan
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 05. Aug 2012, 10:00
Ich vermute dennoch stark das die Einstellung des Verstärkers ihn schlichtweg überlastet hat. Auch wenn es nicht besonders laut wahr, bedeuten 10db mehr im Bass die 10 fache Verstärkerleistung die der Verstärker bereitstellen können muss. Loudness war ja zusätzlich auch noch aktiv, das stellt noch eine zusätzliche Belastung des Verstärkers dar. Aufgrund dieser Umstände hat man den Verstärker ratz fatz ins clipping gefahren.
Wenn es jetzt im Zimmer noch recht warm war, was bei den aktuellen Temperaturen mich nicht verwundern würde, kann der Verstärker schlichtweg den Hitzetod gestorben sein.

Eine andere Möglichkeit ist das der Ruhestrom abgedriftet ist, was auch ganz schnell den Tod der Endtransistoren bedeuten kann.

Die Möglichkeiten sind groß, zu 100% sicher kann man sich da nicht sein. Eine reparatur macht aber wirtschaftlich gesehen keinen Sinn mehr. Zumal man den A-520 gebraucht für um die 50-60€ hinterher geschmissen bekommt. Defekt ging der letzte Yami für 15€ über den Tisch. Schade um den kleinen Yami auch wenn er technisch gesehen nichts besonderes war, war das ein grund solider Verstärker der Mittelklasse
Bepone
Inventar
#19 erstellt: 05. Aug 2012, 10:13
Hallo,

wenn der A-520 ähnliche Klangeigenschaften wie mein A-500 besitzt, dann kann ich sagen, dass man Loudness und Bass zwangsläufig reindrehen muss. Der klingt sonst ziemlich "dünn" und auch mit Loudness und Bass auf Maximum gibt es etliche Verstärker, die bei Bass-Neutralstellung wesentlich kräftiger klingen, d.h. mehr Bass bringen.

Ich glaub nicht, dass es daran gelegen hat.


Gruß
Benjamin
Grundi69
Inventar
#20 erstellt: 05. Aug 2012, 11:22
Habe mir mal das Service-Manual angeschaut - so furchtbar kompliziert ist die Endstufe ja nicht.
Ich würde die Transistoren in dem abgerauchten Kanal ersetzen, Widerstände und Dioden durchmessen und die abgebrannten Leiterbahnen mit einem Kabel überbrücken.
Die Transistoren gibt's bei reichelt recht günstig - werden aber wohl Nachbauten sein.

Gruß
Groomy
P.W.K._Fan
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 05. Aug 2012, 12:32
Ich gehe mal nicht davon aus, das der Yamaha eine Fehlentwicklung ist. Wenn der Verstärker bei Neutralstellung der Potis weniger Bass erzeugt als andere, ist er schlichtweg defekt.
Denn das würde bedeuten, das die Frequenzgangabweichung über 10db betragen müsste, und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen das Yamaha so einen Schund auf den Markt gebracht hat.

Wenn du den Yami günstig "lostreten" willst, hätte ich evtl Interesse. Eine wirkliche Verwendung hätte ich für ihn zwar nicht, aber ich bastel gerne und zum wegwerfen finde ich ihn schlichtweg zu schade
Bepone
Inventar
#22 erstellt: 05. Aug 2012, 16:57
Hallo,

die Bassarmut am Yamaha bezieht sich auf aktivierte Loudness. Die ist lange nicht so kräftig wie bei anderen Verstärkern, wie mir von verschiedenen Seiten auch bestätigt worden ist.
Ohne Loudness ähnelt er anderen Verstärkern vom Klangbild natürlich schon, wenn bei denen auch keine Loudness drin ist.

Aber das mit dem schwachbrüstigen Klang ist vielleicht auch dem "Natural Sound" geschuldet
Wer's mag?


Gruß
Benjamin
P.W.K._Fan
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 05. Aug 2012, 18:22
Wie ich sehe, hast du ja hauptsächlich deutsche Geräte. Deren Loudnesschaltungen sind z.t recht kräftig ausgelegt. Das kenne ich von meinem Telefunken Receiver sehr gut. Da kenne ich ehrlich gesagt überhaupt keinen Japaner der dagegen anstinkt
Für "Highender" ist das natürlich nichts, aber ich schätze diese Funktion sehr. So klingen selbst kleine Ls schön "satt". Aber jetzt bin ich ruhig, sonst werde ich hier noch von einigen Leuten gelyncht
bukongahelas
Inventar
#24 erstellt: 05. Aug 2012, 18:31
Der seltsame Loudness Einsteller bei Yamaha hat mich immer schon gewundert. Dreht man ihn auf , wird das Signal viel leiser wenn der
Loudnesseffekt einsetzt.
Der Sinn soll wohl eine dosierbare Loudness sein , ob eine Loudness
wie sie nach der reinen Lehre soll die gehörphysiologischen Schwächen ausgleicht . Damit das klappt muß die Loudness an den Wirkungsgrad der
Boxen angepaßt werden , sonst kommt es zu Unter- bzw Übertreibungen.
Ich dreh den Einsteller immer auf off , denn nur dann kommt voller Pegel.
So als ob bei anderen Amps bei Loudness On Bässe+Höhen (manchmal nur Bässe) angehoben werden und es dadurch subjektiv lauter wird.
Bei Yamaha scheinen die Mitten abgesenkt zu werden , was ja eine
"Anhebung" von Bässen+Höhen bedeutet , aber eben um den Preis
geringerer Lautstärke. Je mehr Loudness bei Yamaha , desto mehr Mittenabsenkung und damit Pegelverlust.
Eine seltsame Funktion.

Wie verreckt ein Amp ?
Wenn Strom fließt entsteht (ElektronenReibungs)Wärme.
Egal ob Leiterbahn , Widerstand oder Transistor.
Die fetteren Bauteile erzeugen mehr Wärme , deshalb sind
auch die Powertransistoren auf Kühlkörper montiert.
Hohe Leistung macht den Bauteilen nichts , solange sie ausreichend gekühlt sind , grob gesagt nicht heißer als 100° werden.
Die Hitze entsteht im Inneren der Transistoren und muß durch das Gehäuse über den Kühlkörper an die Luft abgegeben werden.
Wenn der KK also 50° hat , kanns im T-Inneren viel mehr sein.
Diese Wärmeabgabefähigkeit(Kühlkapazität) des KK ist begrenzt und
für mittlere Leistungen ausgelegt.Hängt auch von der Lufttemperatur ab.
Kalte Luft kühlt besser als warme.
Kurzzeitig kann man auch bis zur Clippinggrenze aufdrehen, weil Musik nicht Dauerton(Sinus) ist sondern mit Erholungspausen (manche Techno Stücke haben kaum Erholungspausen).
Auf Dauer erzeugen die T aber mehr Verlustleistung , als der KK abgeben
kann wenn die T kühler als 100° bleiben sollen.
So wirds im Inneren der T (der eigentliche Transistorchip , nur so groß
wie eine achtel Briefmarke und nur wenige mm dick) so heiß bis der Kristall schmilzt. Ist eh wundersam , daß bei über 100° durch so ein
Miniteil mehrere Ampere bei bis zu 100 Volt und mehr fließen und das
jahrelang. Man sollte nicht fragen warum so ein Transistor gestorben ist,
sondern besser warum er so überraschend lange gehalten hat.
Bei StarTrek Enterprise werden dann die Delithiumkristalle regeneriert,
uns in 2012 bleibt nur der Ersatz.
Lösung(für Feten+Dauerpower): Einen 12V Lüfter (oder mehrere) aus Schrott-PC-Netzteil ausbauen. Hat einen roten Draht für + und schwarz -.
Ein Steckernetzteil mit 12V Gleichspannung (genau gesagt pulsierender Gleichspannung) an die/den Lüfter anschließen.
Ein SNT mit Gewicht ca 100g kann ca 10 Lüfter versorgen.
Da es nur 12V und wenig Strom sind kann jeder es ungefährlich basteln.
Die Lüfter auf den Amp-Deckel oder unter den Boden legen,
so daß die Luft von unten nach oben geblasen/gesaugt wird.
Nun hat man den KK praktisch x-mal vergrößert , weil nun
viel mehr Hitze abgeführt werden kann.
So gekühlte Amps kann man stundenlang prügeln und sie werden doch
nur knapp handwarm.
Fazit: Nicht die hohe Leistung killt Amps , sondern ihre Wirkung ,
nämlich die Hitze die Folge der hohen Ströme ist.
Gängige Amps haben sogar extra Strombegrenzungen bei Kurzschlüssen,
aber selten Thermofühler am KK die abschalten sobald der KK zu heiß wird.
Das sind Features die PA-Profiendstufen von den im Prinzip funktionsgleichen Hifi Amps unterscheiden:
Lüfter , viele Transistoren die sich die Power teilen auf fetten Kühlkörpern
und eine Menge Schutzschaltungen für alle möglichen Fehlerfälle und gegen Übersteuerung(Limiter).
Nur: ein Lüfter summt und ist daher bei Hifi-Feinohren unbeliebt.
Bei 5+1 Surround Verstärkern sind meist 5 Endstufen (und nicht wie hier nur 2) in einem Gehäuse unwesentlich größer als ein fetter 2Ch-Amp
reingequetscht. Ohne Lüfter würden diese Teile beim ersten Kriegsfilm verrecken.
Also: Mit Lüfter lebts länger aber nervt. Wenns eh sehr laut wird ists egal.
bukongahelas
P.W.K._Fan
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 05. Aug 2012, 19:05
Deshalb schrieb ich ja,

Wenn es jetzt im Zimmer noch recht warm war, was bei den aktuellen Temperaturen mich nicht verwundern würde, kann der Verstärker schlichtweg den Hitzetod gestorben sein.
TechnoLover_#
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 05. Aug 2012, 21:34
Danke für die ganze tolle Hilfe hier

Eine so lange Erklärung wäre gar nicht von Nöten gewesen, da ich schon Kenntnisse der Elektrotechnik habe, nur halt nichts spezielles. Es hätte ja sein können, dass es sowas im Verstärker gibt.

Die Loudness beim Verstärker fand ich auch etwas verwirrend, da ich mir unter Loudness etwas vorstelle, welches die Gesamtlautstärke erhöht. Nur bei diesem Verstärker war es so, dass mehr Loudness dazu führte, dass der Gesamteindruck leiser wurde, jedoch der Bass bei seiner Intensität bleibt, sodass man einen Film oder Musik auch bei leiser Lautstärke mit kraftvollem Bass hören könnte.

Jedenfalls danke für die ganze Hilfe, ich werde mich dann nach einem neuen Verstärker umgucken.
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