Schriften - Beschriftung - Selbstmachen

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kadioram
Inventar
#1 erstellt: 20. Nov 2012, 22:24
Hallo an alle,

ich habe eine kleine Frage, und zwar: wie beschriftet ihr ein Hifi-Gerät, wenn ihr es z.B. neu lackiert o.ä. habt?

Das einzige, was mir in den Sinn kommt, sind diese "Beschriftungsdinger" (also nicht unbedingt Schriften) alá Revell-Modellbausatz, die man erst ausschneiden und dann mit Wasser von der Pappe ablösen muss.

Nach was muss ich suchen?

Gibt es verschiedenen Techniken, die man zu Hause realisieren kann?

Wie macht ihr das?

Grüße


EDIT:
Ich erinnere mich u.a. an eine eingescannte(?) Front eines kleinen weißen Skandinavier-Receivers (Tandberg?), der wieder seine Originalfarbe bekommen sollte, leider weiß ich nicht mehr welcher user das war jedenfalls waren viele Fotos im entspr. Thread dabei.


[Beitrag von kadioram am 20. Nov 2012, 22:40 bearbeitet]
audio_cat
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 20. Nov 2012, 22:54
Hallo,

wenn Du über eine ausgeprägte Feinmotorik in den Händen/Fingern verfügst, dann wäre eingravieren eine Möglichkeit. Dazu Feinbohrer (mit über 10.000 U pro min) und flexiblem Aufsatz plus entsprechendem Bohr- und Fräsequipment. Danach farbig das Ganze hervorheben.- Vorher natürlich den Schriftzug, auf der vorgesehenen Stelle mit Feinbleistift oder Eding dem Original, nachbilden.
kadioram
Inventar
#3 erstellt: 20. Nov 2012, 23:24
Hmm, da reicht meine Feinmotorik wohl nicht zu aus, daher suche ich weiter nach Alternativen zum Gravieren.

Bisher hab ich folgende Möglichkeiten gefunden (imo einzig ergiebiger Thread ist dieser):

- Rubbelschrift ("Letraset" etc.)
- aufbügeln ???
- Front Designer 3.0
- Siebdruck
- Tampondruck
- Lasergravur

Was mir noch einfällt:

-Schablone (aber wahrscheinlich zu fricklig bei kleineren Schriften)

Auch wenn von einigen als frevelhaft geahndet:
Es geht mir hier nicht um die Restauration von Geräten, d.h. sie in den Urzustand zurückzuversetzen, sondern einfach mal um etwas mehr Farbe im Hifi-Alltag, und auf die Hersteller braucht man da imo nicht warten. Ja, ich hätte z.B. gerne einen quietsch-gelben Verstärker, oder einen Technics Dreher in weiß, vll. noch mit "Rennstreifen" oder so.


[Beitrag von kadioram am 20. Nov 2012, 23:29 bearbeitet]
bukongahelas
Inventar
#4 erstellt: 21. Nov 2012, 05:45
Mit Laser einbrennen und schwarze bzw weiße Farbe in die Ausfräsungen.
So wie Tastaturzeichen / Fernbedienungen gemacht werden.
Leider kenn ich keinen der so einen Laser zuhause hat.
Oder ein umgebauter XY Plotter mit Fräser als Stiftersatz.
Das wäre auch eine schöne Platinenbohrmaschine.
Oder eine Art säureresistenten Lack aufbringen , an den Stellen der Buchstaben entfernen/belichten und dann ätzen. So wie man Platinen herstellt.
Ich hab auch einige DIY Geräte mit schwarz lackierten Frontplatten , die gern weiße Zeichen hätten.
Leider gibts da keine einfache und schnelle Lösung , entweder Fummelei oder unschön anzusehen.
bukongahelas
Broesel02
Inventar
#5 erstellt: 21. Nov 2012, 07:53
Wenn die Beschriftung gut werden soll würde ich mich mal vertrauensvoll an einen gut ausgestattetten Dienstleister wenden. Oder an einen mechanischen Betrieb der so etwas macht. Wir haben m Betrieb eine kleine handgeführte Graviermaschine deren Schriften in der Vielfalt allerdings begrenzt sind. Nach dem gravieren kann man die Schrift dann mit Farbe auslegen, das machen unsere Lackierer.
Oder mann nimmt ein kleines Beschriftungsgerät bei dem wie bei einem Plotter ein kleiner schnell rotierender Stichel per Rechner geführt wird. Haben wir auch im Betrieb, nur für kleine Schriften und Flächen.
Oder man nimmt einen Beschriftungslaser. So etwas haben wir auch für unsere Schaltschrank- Beschriftungen. Die Lösung mit dem Laser würde ich bevorzugen. Aber das geht warscheinlich mit der neuen Farbe auf der Frontplatte nicht gut, die könnte an den Kanten ausbrechen.

Siebdruck und Tampondruck kommen für Einzelstücke aus Kostengründen kaum in Frage. Leider, denn mit diesen Verfahren ist die Qualität der Beschriftung sicher am besten

Selber machen würde ich das nicht mehr, fast immer ist dann irgend ein Buchstabe aus der Reihe und das sieht man natürlich immer, weil man es ja weiss.
Also, ich würde zum Fachmann gehen und dafür Geld bezahlen

Viel Glück
Broesel02
Lennart777
Inventar
#6 erstellt: 21. Nov 2012, 09:00
Wir beschriften Frontplatten stets mit Anreibebuchstaben, die früher einmal unter dem Namen "Letraset" auf dem Markt waren. Siehe z.B. hier: Wikipedia

Man kann sie in unterschiedlichen Farben, Schriften und Größen recht preiswert kaufen. Will man sie haltbarer machen, kann man mit Klarlack eine schützende Schicht aufbringen.

Eine erwägenswerte Alternative.

Grüße
Lennart
kadioram
Inventar
#7 erstellt: 21. Nov 2012, 09:09
Letraset hatte ich auch schon ergoogelt und bin in dem Zusammenhang u.a. auf dir Firma LSD in Düsseldorf gestoßen, die scheinbar "Custom-Aufreiber" herstellen.
Ob die das allerdings auch für Privatkunden in Kleinserie machen müsste ich mal anfragen, aber Aufreibebuchstaben vom Profi erscheint mir als eine sehr praktikable Lösung.

Nur zur Vollständigkeit:
ich rede hier nicht unbedingt von Frontplatten, zwar auch, aber nicht nur.

Was auch klar ist, dass das Anbringen von Schrift z.B. auf Glas (Tunerskalen) nochmal wesentlich schwieriger ist, da hier die "Rubbelbuchstaben" imo ausscheiden (oder nicht?)

Damit das hier einigermaßen vollständig ist kann man ja mal alles sammeln und jeder darf seine Erfahrungen gern teilen.
Vll. entwickelt sich dieser Thread ja auch zu einem "Nachschlageartikel" für jeden, der sich mit der Thematik auseinander setzen will/muss.

Schließlich ist Winterzeit auch "Bastelzeit"

Grüße


[Beitrag von kadioram am 21. Nov 2012, 09:09 bearbeitet]
doc_barni
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 21. Nov 2012, 09:20
Hallo,


eine Möglichkeit sind geplotterte Buchstaben, wie sie z.B. bei der Fahrzeugbeschriftung verwendung finden. Da gibt es natürlich größenmäßig eine Grenze, die allerdings bei einigen wenigen mm liegt. Vorteile: Vielfalt an Schrifttypen, das Material kann mit Klarlack überzogen werden, große Farbauswahl, man bekommt seine Schriften auf einemTräger, es verrutscht nichts mehr...
Das Material hält auch auf sowie hinter Glas.

Man muß nur einen passenden Betrieb finden, dort kann man sich normalerweise auch beraten lassen, z.B. Autolackiererei mit Designabteilung.

Ich habe das selbst ca. 20 Jahre gemacht...

freundliche Grüsse
doc_barni


[Beitrag von doc_barni am 21. Nov 2012, 09:23 bearbeitet]
kadioram
Inventar
#9 erstellt: 21. Nov 2012, 09:27
Hi doc

sind das ausgeschnittene Buchstaben bzw. Schriftzüge zum Aufkleben? Wie dick ist da so eine Folie?

Dann dann könnte man ja auch eine komplette "Negativ-Folie" schneidplotten und als Schablone zum Drübersprühen auflegen, überlege ich da richtig?

EDIT:
Sorry, muss los, bis später, ich freu mich auf weitere Beiträge


[Beitrag von kadioram am 21. Nov 2012, 09:28 bearbeitet]
doc_barni
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 21. Nov 2012, 10:08
Hallo,




Dann dann könnte man ja auch eine komplette "Negativ-Folie" schneidplotten und als Schablone zum Drübersprühen auflegen....


Ja, richtig.

Es gibt auch noch andere Varianten:

wenn die Buchstaben zum Plotten zu klein wurden, haben wir auf die Folie ( Klarsicht oder Farbe ) per Thermodruck die Schriften aufgebracht. Dann wird das komplette Format z.B. deiner Skala oder deiner Frontplatte ausgeplottet und aufgeklebt.

Die Stärke der Folie liegt im 1/ 100 mm Bereich , weiß nicht mehr ganz genau, gibt jedenfalls eine kleine, fühlbare Kante, die nach mehrmaligem Überlackieren und Nachschleifen völlig verschwinden kann.

Ein Vorteil des Verfahrens:

Alles kann maß- und passgenau am Rechner gesetzt werden und am Block aufgebracht werden, Löcher und Aussparungen für Potis oder Instrumente incl.

freundliche Grüsse
doc_barni
kadioram
Inventar
#11 erstellt: 21. Nov 2012, 12:54

doc_barni schrieb:

Alles kann maß- und passgenau am Rechner gesetzt werden


Ich habe oben das Programm "Front Designer 3.0" erwähnt, damit oder mit welchen alternativen Programmen?



doc_barni schrieb:

Es gibt auch noch andere Varianten:

wenn die Buchstaben zum Plotten zu klein wurden, haben wir auf die Folie ( Klarsicht oder Farbe ) per Thermodruck die Schriften aufgebracht. Dann wird das komplette Format z.B. deiner Skala oder deiner Frontplatte ausgeplottet und aufgeklebt.



Da sehe ich allerdings das Problem der Blasenbildung, das ist dann eher was für Profis bzw. Geübte, oder?

Grüßle


[Beitrag von kadioram am 21. Nov 2012, 12:56 bearbeitet]
doc_barni
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 21. Nov 2012, 13:32
Hallo,

@ kadioram

das Programm " Front Designer" kenne ich nicht, es geht aber auch mit Corel Draw, und anderen Grafikprogrammen. Wichtig ist allerdings, daß sich die Ergebnisse in die entsprechenden Plot-Dateien umwandeln lassen, mit denen die arbeiten, die den Plotter und/oder den Drucker haben.

Erfahrungsgemäß sind die Programme am komfortabelsten, die auch in solchen Werkstätten genutzt werden.

Zum Thema Blasenbildung:

Etwas Übung ist nicht schlecht, man kann die Folien auch "nass" aufziehen, mit etwas Seifenwasser. Dann gibt es überhaupt keine Blasen, und die Folie läßt sich am Anfang noch auf dem Untergrund hin-und herschieben.

freundliche Grüsse
doc_barni
anymouse
Inventar
#13 erstellt: 23. Nov 2012, 20:38
Ich weis nicht, ob Du das mit "Aufbügeln" gemeint hast:

Toner-Transfer-Methode

Mit einem Kopierer oder Laserdrucker satt die Schrift/Grafik setienverkehrt(!) auf ein geeignetes Stück Papier bringen, dieses dann auf die Frontplatte legen, mit einem heißen Bügeleisen den Toner auf die Frontplatte bringen. Danach muss man noch das Papier entfernen. Optional kann man den Toner anschließend mit Hitze noch besser mit der Oberfläche verschmelzen lassen.

Dürfte auf Metall (Alu, Kupfer) besser funktionieren als auf hitzeempfindlichem Kunststoff.
Bepone
Inventar
#14 erstellt: 23. Nov 2012, 21:11
Hallo,

die Tonertransfermethode hab ich mal auf einer Alu-Blende probiert, funktionierte leider nicht zufriedenstellend
Hatte es mit 3 verschiedenen Laserdrucker-Typen und zig Papierarten sowie verschiedenen Temperaturen versucht.

Aber natürlich kann jemand anders mehr Erfolg haben


Gruß
Benjamin
doc_barni
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 23. Nov 2012, 21:14
Hallo,

diese Technik hatte ich nicht gemeint, in meinem Beitrag ging es nur um Folien.....

damit habe ich auch keine Erfahrungen.....

freundliche Grüsse
doc_barni
kadioram
Inventar
#16 erstellt: 24. Nov 2012, 00:44

anymouse schrieb:


Toner-Transfer-Methode



Meinst du damit dieses Platinen-Layout-xxx mittels Seiten aus dem gedruckten Conrad-Katalog?
Lennart777
Inventar
#17 erstellt: 24. Nov 2012, 09:08
Toner-Transfer kann auch anders gehen:

mit einem Laserdrucker die gewünschte Schrift auf einen Wachspapierbogen drucken (wird immer als Träger von Etiketten benutzt). Diese Schrift dann auf Tesafilm oder klarsichtige Klebefolie übertragen, indem man die Klebseite auf die Schrift drückt. Dann die Klebefolie auf die Frontplatte kleben. Die Klebefolie schützt dann die Schrift - bleibt aber auf der Frontplatte (und ist nicht jedermanns Geschmack).

Grüße
Lennart
Thomas-W
Neuling
#18 erstellt: 15. Dez 2012, 08:19
Hallo HiFi Forum Gemeinde

Wir sind einer dieser Fachbetriebe die Beschriftungen machen Wir haben erst vor 2 Wochen für einen selbstständigen Verstärkerbauer eine Frontblende mit einer Lasergravur beschriftet. Das geht richtig gut bei eloxierten Aluminiumflächen oder lackierten Oberflächen. Als Datei hatte er eine PDF mitgebracht mit sehr feinen Schriften bis 3mm klein.
Wir haben ein Foto einer Lasergravur auf Eloxal auf unserer Homepage.

Bei der Variante der geplotteten Folienbuchstaben würde ich auf jeden Fall nachträglich mit Klarlack überlackieren da sich die Beschriftung sonst durch Benutzung und Reinigung abrubbeln kann.

Viele Grüße Thomas
killnoizer
Inventar
#19 erstellt: 17. Dez 2012, 11:24
Firmen die derartige Computerbasierte Dienste anbieten finden sich mittlerweile in jeder größeren Stadt , gravieren und mit Farbe ausfüllen wäre eine Möglichkeit .

Zusätzlich gibt es im Modellbaubereich auch Anbieter für bedruckbare Folien , bzw. Wasserschiebebilder , diese lassen sich perfekt klar überlackieren !
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