maicox- needles

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maicox
Stammgast
#1 erstellt: 03. Mrz 2012, 00:22
Tach,

Vorab: Ich bin ein totaler Neuling in Sachen Hifi- Eigenbau! Ich bitte dieses zu berücksichtigen

Ich habe mich in den letzten Jahren hauptsächlich mit der "Modifikation" und der Kreativen Gestaltung von Computergehäusen beschäftigt. Dieses "Case- Modding" habe ich allerdings aus privaten und beruflichen Gründen in den letzten Jahren nicht mehr "ausleben" können, da mir einfach die Zeit fehlte.

Da meine Projekte immer sehr viel Zeit in Anspruch nahmen, habe ich mich entschlossen mich einmal mit einem anderen Thema auseinanderzusetzen. Ich war von meinen Plastik- 5.1- Brüllwürfeln einfach genervt und liebäugelte schon sehr lange mit dem Bau von klaren Acryl- Lautsprechern. Ich habe mich also an den Rechner gesetzt und mich Abende durchs Netzt gelesen und musste leider feststellen, dass es nicht wirklich so einfach ist, hier ein für meine Ansprüche zufriedenstellendes Ergebnis zu Bauen. Überall las ich von Dämpfung durch verschiedenste Materialien und Schwingungen und und und .....

Für mich war es vor Allem erst einmal wichtig die Materie wenigstens ein wenig zu erkunden. Ich möchte mir nicht etwas bauen, was wohl sehr schön anzusehen ist, aber bescheiden klingt. Auch sollten die Kosten nicht gleich beim ersten Projekt so explodieren. Etwas kleines sollte also her. Irgendwann bin ich bei den Needles gelandet. Die Baugröße passte mir gut in den Kram, die Preise sind fürs erste Projekt zu vertreten und der Aufwand sollte sich in Grenzen halten.

Ich habe wirklich stundenlang (Tagelang) damit verbracht, mir die unterschiedlichsten "Needle- Baubeiträge" und deren "Klang- Beschreibungen" durchzulesen. Dass was ich überwiegend zu lesen bekam, war sehr positiv. Die kleinen Nadeln wurden (und werden) doch überwiegend sehr gelobt.

Nun gut, den Bauplan im Netzt gesucht und an meine Vorstellungen angepasst. Die Innenmaße wurden selbstverständlich nicht verändert. Ein wenig hin- und hergerechnet und ab in den Baumarkt meines Vertrauens. Mit den Worten: Bitte auf den Millimeter genau und mit dem Hinweis dass es später Lautsprecher werden sollten, bestellte ich mir den Zuschnitt. Der Herr an der Säge hat wirklich absolut exakt gearbeitet! Alles passte ohne Nacharbeiten beim ersten Mal zusammen.

Bilder:







maicox
Stammgast
#2 erstellt: 03. Mrz 2012, 00:39
Material: Die Seitenteile und der Boden wurden aus 22 mm schwarzen MDF gesägt, der Rest aus 19 mm MDF Platten. Die Löcher für die Chassis habe ich mit einer Dekupiersäge eingebracht. Alles (außer der Boden) wurde mit "normalem" Holzleim verbunden. Da ich leider keine Schraubzwingen habe, mussten halt ein paaaaaaar Gehwegplatten herhalten ;-) Funktionierte einwandfrei.

Die Seitenteile und die Bodenplatte wurden dann mit Hammerschlag Farbe auf die von mir beabsichtigte Oberfläche getrimmt. Dann wurden die Seitenteile und er Boden mit fünf Schichten schwarz Seidenmatt beglückt. Hier habe ich einfach eine Schaubstoffrolle verwendet.



Was für mich unbedingt sein sollte: ACRYL! (ich kann nicht ohne ) Also wurden die Front und der Deckel mit weißen (Hochglanz) 5mm starken Platten versehen. Diese wurden großflächig auf der Front und dem Deckel mit Teppichboden- Klebeband fixiert. Die beiden Platten wurden vorn plan mit Acry-Fix verklebt, damit es aussieht wie aus einem Guss.

maicox
Stammgast
#3 erstellt: 03. Mrz 2012, 01:20
Ich hatte mich bei diversen Shop`s online über verschiedene Chassis und deren Eigenschaften belesen und war mir nicht ganz Schlüssig welche ich nun verbauen sollte. Von einem Bekannten hatte ich den Tipp bekommen, einen kleinen Hifi- Laden hier in der Nähe aufzusuchen. Man könnte sich da sehr viele verschiedene Lautsprecher anhören und der Besitzer sollte ein "Alter Hase" im Selbst- Bau sein. Also bin ich mit viel Zeit (welche ich auch brauchte) in das Geschäft gestiefelt. Begrüßt wurde ich von einem wirklich super netten, älteren Herren. Ich zeigte ihm ein paar Bilder und er war sofort Feuer und Flamme. Die Needle hätte er schon selbst oft gebaut und er erzählte und erzählte ...... Er führte mir diverse kleine (selbstgebaute) Lautsprecher in seinem Laden vor. Die kleinen Tang Band W3-871 hatte er in verschiedenen kleinen "Kisten" montiert. Kleine PC- Lautsprecher, Bass-Reflex- Versionen bis hin zu Heimkino 5.1- Kästen. Was die kleinen Dinger leisten, ist schon sehr erstaunlich. Ich dachte immer meine Magnat- Kästen klingen gut. Ich wurde eines besseren belehrt! Und das war auch gut so ;-)

Dann kam er mir zwei kleinen Bass- Reflex Lautsprechern um die Ecke. Hier waren Tang Band W3-1723 Coaxial- Chassis verbaut. Die kleinen "Dinger" hatten mir fast die Sprache verschlagen. Mit einem Becher Kaffee in der Hand saß ich nun da und wir lauschten an verschiedenen Verstärkern der unterschiedlichsten Musik. Ok, die sollten es nun sein. Dazu errechnete er mir auf einem kleinen Schmierzettel die Weichenbauteile. Mit Einschlag- Anschlussbuchsen, Schrauben und Bedämpfungs- Material und dem anderen "Kleinkram" machte ich mich auf den Weg. Die Weichen waren schnell zusammengelötet und montiert. Die Chassis habe ich mit Dichtband eingebaut. Die Needles wurden zum ersten Mal provisorisch aufgebaut und angeschlossen.



maicox
Stammgast
#4 erstellt: 03. Mrz 2012, 01:58
Wie ich bereits erwartet hatte, klang es am Anfang recht verhalten. Also ein paar Tage durchlaufen lassen. Nach ca. drei Tagen war der Klang schon ok, aber irgendwie passte es für meine Ohren nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ok, die Chassis wieder raus, die Bedämpfung mehrfach geändert und die Front nachgearbeitet. Gut dass man MDF so schön raspeln kann Alles wieder zusammen und weiter probiert. Nach einigen Stunden und verschiedenen Aufstellungs- und Ausrichtungs- Arbeit, passte es!!!

Ich hätte nie gedacht das die kleinen Chassis in den "Kästen" so toll klingen können. Der Bass geht echt gefühlt sehr tief. Die Höhen sind "sauber", ohne irgendwelche Zisch- Laute. Hammer! Ich bin echt begeistert. In meinem 25 Quadratmeter Wohnzimmer kommen die kleinen klanglich wirklich toll rüber. Schlechte Aufnahmen klingen nun wirklich nicht toll, gute Aufnahmen lassen einen die Musik neu erleben. Auch ist die Lautstärke vollkommen ausreichend. Es langt wirklich locker um die Nachbarn zu Ärgern.

Nun ja, ich finde man kann es wirklich schlecht beschreiben, aber die meisten Aussagen der Needle- Erbauer kann ich nun nachvollziehen / verstehen.

Ein Dank an Cyburgs und auch an Udo Wohlgemuth. Bei ihm auf der Seite und auch hier, habe ich sehr viele Dinge über den Lautsprecherbau erfahren. Ich glaube ich bin jetzt "infiziert"

Ich wollte die beiden Needles aber nicht einfach auf den Boden stellen. Es sollte noch ein wenig Glas und Acryl verarbeitet werden. Auch sollte noch ein wenig Farbe und Licht mit ins Spiel:



Aus ein paar Acryl- Resten, die ich noch im Keller fand, wurden kurzerhand sechs Halteplatten gefertigt. Die Kanten alle feinsäuberlich poliert und unter die Böden geschraubt. Nun wollte ich eigentlich verchromte, gläserne oder schwarze Kugeln montieren. Aber wie das Leben so spielt, bekommt man nicht immer das passende Material. Ich hatte schon mit Marmorkugeln geliebäugelt, der Preis und die Lieferzeiten sagte mir allerdings überhaupt nicht zu. Durch Zufall entdeckte ich in der großen schwedischen Möbelhaus Kette ein paar Kerzenständer für unsagbare 0,39 Euro. Ich dachte mir: Ok, die nimmst Du einfach mal mit. Damit war gleich die nächste Idee geboren! Ich besorgte mir recht feste schwarze Gummi- Profile. Diese entkoppeln nun die Lautsprecher vom Boden. Es kann sein dass ich mir das einbilde, aber irgendwie klingt es nun noch besser.



Und so stehen die beiden kleenen nun bei mir:







LICHT AUS








Fazit: Basteln macht wieder Spaß und hört sich gut an!


Einen schönen Abend


[Beitrag von maicox am 03. Mrz 2012, 02:20 bearbeitet]
georgy
Inventar
#5 erstellt: 03. Mrz 2012, 09:28
Da war wohl jemand bei open air.

Sieht ja nicht schlecht aus und bringt mich auf die Idee mal ein "Hamburger" Treffen zu organisieren.
Black-Devil
Gesperrt
#6 erstellt: 03. Mrz 2012, 10:14
Sieht toll aus, passt alles gut zusammen! Nicht nur für einen Neuling

georgy, wie kommst du auf open air?
georgy
Inventar
#7 erstellt: 03. Mrz 2012, 11:50
Ein älterer Herr mit kleinem DIY Laden in der Gegend könnte halt Peter Brager sein.
maicox
Stammgast
#8 erstellt: 03. Mrz 2012, 12:09

georgy schrieb:
Da war wohl jemand bei open air.

Sieht ja nicht schlecht aus und bringt mich auf die Idee mal ein "Hamburger" Treffen zu organisieren.
:prost


Moin,

ist ja auch nicht so schwer zu erratan (google- 1. Minute)


...... nun bin ich auf jeden Fall infiziert.......

Ich träume noch von einer Transmission- Line mit ausgelagerten Weichen, komplett aus Acry....... so eine richtige 1,2- 1,5 Meter hohe (oder höher) aus klarem und mattierten Acryl gefertigte Röhren- Konstruktion...... wenn nicht die optisch bescheidene Bedämpfung wär.......UND ich mehr Ahnung von der Materie hätte..... (daran arbeite ich)

Auf jeden Fall schon einmal Danke für die Blumen !
georgy
Inventar
#9 erstellt: 03. Mrz 2012, 12:23
Ich habe es erst vermutet und dann Google genutzt.
Black-Devil
Gesperrt
#10 erstellt: 03. Mrz 2012, 13:54
Achso, ich dachte da eher an uns Udo, weil er ihn ja auch erwähnt hat.
PokerXXL
Inventar
#11 erstellt: 03. Mrz 2012, 15:04
Moin Maicox

Wow
Das sind imho die schönsten Needles die ich bis jetzt hier im Forum gesehen habe.

Greets aus dem Valley

Stefan
maicox
Stammgast
#12 erstellt: 03. Mrz 2012, 15:42
Moin,


Black-Devil schrieb:
Achso, ich dachte da eher an uns Udo, weil er ihn ja auch erwähnt hat. :prost


Nach diversen "Beschreibungen", käme es hin


PokerXXL schrieb:
Wow
Das sind imho die schönsten Needles die ich bis jetzt hier im Forum gesehen habe.


Vielen Dank für diese Aussage.

Ich denke aber es gibt durchaus "schönere" Needles hier im Forum (und anderswo) als diese. Ich habe mit den mir zur Verfügung stehenden einfachsten Mitteln versucht, das Beste für meinen Geschmack dabei rauszuholen. Die Geschmäcker sind ja zum Glück so verschieden.

Als nächstes steht eine Oberfräse bei mir auf dem Einkaufszettel. Momentan liebäugel ich mit diversen Bausätzen / Vorschlägen von Udo. TMLs evtl. in Kombination mit einem BB. Ich habe so viele Ideen vom Design her..... aber dazu benötigt man eben auch das nötige "Kleingeld", die Zeit und das fachliche Wissen

Gibt es eigentlich schon eine "Dual- Needle" (zwei aneinander geflanschte) ??? ..... nein...geh raus böser Gedanke .. .. (irgendwie bin ich wirklich "infiziert") ....

So.... Yello CD rein.... und auf die Ohren
PokerXXL
Inventar
#13 erstellt: 03. Mrz 2012, 16:48
Moin Maicox

Klar gibt es auch andere schöne Needles.
Aber mich faszinieren doch eher Versionen ,die mit einfachsten Mitteln entstehen.
Denn das sahe ich als wirkliche Kunst an,mit einer Profiwerkstatt kann das (fast) jeder.

Greets aus dem Valley

Stefan
bAD_kARMA
Stammgast
#14 erstellt: 03. Mrz 2012, 19:09
Hallo,

erstmal Glückwunsch zum gelungenen Einstand .
Und dann zu deinem Anliegen transparente Lautsprecher zu bauen: Damit beschäftigen sich einige, z.B. hier.
Nicht aufgeben...es gibt immer einen Weg. Und wenn du ein Open Baffle baust ... oder sowas (Vorsicht, kann süchtig machen )
maicox
Stammgast
#15 erstellt: 04. Mrz 2012, 01:58

bAD_kARMA schrieb:
Hallo,

erstmal Glückwunsch zum gelungenen Einstand .
Und dann zu deinem Anliegen transparente Lautsprecher zu bauen: Damit beschäftigen sich einige, z.B. hier.
Nicht aufgeben...es gibt immer einen Weg. Und wenn du ein Open Baffle baust ... oder sowas (Vorsicht, kann süchtig machen )


Hallo,

Danke für die Glückwünsche

Zu meinem Anliegen: Vorab vielen Dank für die Links. Das Mono- "Aquarium" (erster Link) geht ja mal gar nicht Das Teil würde als "Plärre" im Keller oder im Bad wohl ganz gut kommen, ich würde allerdings keinen Euro dafür ausgeben wollen (um es direkt auszudrücken).

Open Baffle kommt für mich aus Platzgründen / Aufstellungs- Problematik schon einmal nicht in Frage. Optisch könnte ich mir schon so einige leckere Details vorstellen, aber aus genannten Gründen passt die Bauform nicht.

Die Glas / Gold- Edel- Lautsprecher sind optisch ein Augenschmaus! Aber eher nicht meine Preisklasse.
Die Kombination von einander getrennten Gehäusen und / oder Schallwand (evtl. doppelwandig) ist aber auf jeden Fall interessant.

Aufgeben werde ich nicht ..... habe doch gerade erst angefangen
herr_der_ringe
Inventar
#16 erstellt: 04. Mrz 2012, 20:28

...Ich träume noch von einer Transmission- Line mit ausgelagerten Weichen, komplett aus Acry....... so eine richtige 1,2- 1,5 Meter hohe (oder höher) aus klarem und mattierten Acryl gefertigte Röhren- Konstruktion...... wenn nicht die optisch bescheidene Bedämpfung wär...

ich nehme an, du meinst ganz grob in etwa sowas?

du hast es ja bereits angesprochen: knackpunkt bei acryl ist die bedämpfung. hatte früher bereits mehrfach den gedanken, LS aus acryl zu bauen. gestört hat mich hierbei jedoch immer das dämmaterial.

sehe ich es bei plexi-LS so, daß der anteil an dämmaterial so gering als möglich gehalten werden sollte, womit die "klassische kisten" eigentlich alle aus dem rennen fallen. satiniertes acrylglas etc. sehe ich aufgrund des betriebenen aufwands dabei nicht als lösung, sondern mehr als "wollen, aber nicht können"

allerdings gibt es genau zwei LS-prinzipe, welches keines bzw. nur wenig dämmaterial benötigt: offene schallwände und hörner. open baffle dürfte wesentlich einfacher herzustellen sein, sind allerdings deutlich aufstellungskritischer. ein horn an und für sich stellt viele hingegen bereits in holz ein hindernis dar...ein horn in acryl sauber verarbeitet herzustellen dürfte jedoch als eine echte herausforderung gelten

mal ein paar (hölzerne) beispiele unterschiedlicher größe für hörner, die websuche ergibt mit sicherheit noch mehr:
unihorn, funktioniert auch mit dem deutlich preiswerteren fa22rcz
mikro-horn
tangband-horn
bk 108 ff
frugel-horn

un nu hau rein


[Beitrag von herr_der_ringe am 04. Mrz 2012, 20:30 bearbeitet]
Jochen2k
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 04. Mrz 2012, 21:57
Tach,

Die Lautsprecher sind ja garnicht aus Plexiglas, ist doch eher dein Material?

Der Pc im Alienkopf ist ja auch noch da
maicox
Stammgast
#18 erstellt: 04. Mrz 2012, 23:56
Tach,


herr_der_ringe schrieb:

ich nehme an, du meinst ganz grob in etwa sowas?


Meine grobe Vorstellung: Mehrere Rohre ergeben die „Tube“. Als wenn man Abwasserrohre und Bögen verwendet. Oder zwei Kästen (einen Oben/ einen Unten) die mit Rohre verbunden werden. Ideen zum Design habe ich einige im Kopf

herr_der_ringe schrieb:

du hast es ja bereits angesprochen: knackpunkt bei acryl ist die bedämpfung. hatte früher bereits mehrfach den gedanken, LS aus acryl zu bauen. gestört hat mich hierbei jedoch immer das dämmaterial. …….. sehe ich es bei plexi-LS so, daß der anteil an dämmaterial so gering als möglich gehalten werden sollte, womit die "klassische kisten" eigentlich alle aus dem rennen fallen. satiniertes acrylglas etc. sehe ich aufgrund des betriebenen aufwands dabei nicht als lösung, sondern mehr als "wollen, aber nicht können"

Das ist genau das Problem. Das Dämmpfungs- Material „zerstört“ die Optik der Lautsprecher. Zum satiniertem Material: Die Anteile von mattiertem Material sollten sehr gering sein. Die Kombination von klaren Material und mattiertem Material in Verbindung von Chrom kann aber durchaus gefallen

herr_der_ringe schrieb:

allerdings gibt es genau zwei LS-prinzipe, welches keines bzw. nur wenig dämmaterial benötigt: offene schallwände und hörner. open baffle dürfte wesentlich einfacher herzustellen sein, sind allerdings deutlich aufstellungskritischer. ein horn an und für sich stellt viele hingegen bereits in holz ein hindernis dar...ein horn in acryl sauber verarbeitet herzustellen dürfte jedoch als eine echte herausforderung gelten

Damit sind wir wieder bei dem nächsten Problem. Open Baffle fällt auf Grund meiner Aufstellung im Raum (Dicht an der Wand / in der Ecke) aus. Die Hörner sind meist sehr tief von der Stellfläche her. Ich werde mich aber die nächsten Tage einmal mit Deinen Links vergnügen. Hierfür vorab schon einmal vielen Dank. Zur Verarbeitung von Acryl: Ich Arbeite mit diesem Werkstoff schon ein paaaaar Jährchen, von daher sehe ich hier nicht das Problem von einer „sauberen Verarbeitung“. Ein Beispiel für meine Acryl- Verarbeitung findest Du unten


Jochen2k schrieb:
Tach,
Die Lautsprecher sind ja garnicht aus Plexiglas, ist doch eher dein Material?

Der Pc im Alienkopf ist ja auch noch da

Da hast Du Recht. Meine Needles sind nur mit Acryl (Front & Oben) beschichtet. Ich habe in der Vergangenheit sehr viel mit Acryl gearbeitet und würde gern aus diesem (meinem) Lieblingsmaterial Lautsprecher bauen, wie ich oben beschrieben habe.
Jup! Der Alien steht seit einigen Jahren hier bei mir im Wohnzimmer. Das war mal eines meiner „Case- Construction“- Projekte.

Hier noch ein Beispiel wie man Acryl auch verwenden kann:
herr_der_ringe
Inventar
#19 erstellt: 05. Mrz 2012, 10:43
heilige sch... den v2 muss man sich mal reinziehen

wieviele stunden stecken da eigentlich grob drin? wie hast du eigentlich die unzähligen kanten poliert?
(übrigens: gewinde in plexi haben wir mittels eines ölspritzers "poliert")

bei tml bliebe trotzdem das problem mit der bedämpfung es gibt jedoch auch höhere und weniger tiefe hörner (olson-style)...und hörner lassen sich auch umfalten

egal was es letztlich wird: bin jedenfalls bereits gespannt wie ein flitzebogen
Schleusser
Stammgast
#20 erstellt: 05. Mrz 2012, 11:30

maicox schrieb:
Damit sind wir wieder bei dem nächsten Problem. Open Baffle fällt auf Grund meiner Aufstellung im Raum (Dicht an der Wand / in der Ecke) aus. Die Hörner sind meist sehr tief von der Stellfläche her. Ich werde mich aber die nächsten Tage einmal mit Deinen Links vergnügen. Hierfür vorab schon einmal vielen Dank. Zur Verarbeitung von Acryl: Ich Arbeite mit diesem Werkstoff schon ein paaaaar Jährchen, von daher sehe ich hier nicht das Problem von einer „sauberen Verarbeitung“. Ein Beispiel für meine Acryl- Verarbeitung findest Du unten


Moin,

auch für dieses Problem hält der Selbstbau eine oder mehrere Lösungen bereit:
Japanesische Hörner


Hmmm, lecker! Deine Fähigkeiten bei der Plexiverarbeitung und ein passendes Hörnchen: Du hast meine volle Aufmerksamkeit! Mach bitte was, ich bin mir sicher wenn du hier einsteigst werden wir sicher alle gaaanz dicke Augen machen!

Du musst dich ja nicht auf Winkel beschränken sondern bist beim Hormverlauf mit Plexi aufgrund der prima Verformbarkeit völlig frei.

Profis aus der Lautsprecherecke gibts hier ja genug...

Gruß
georgy
Inventar
#21 erstellt: 05. Mrz 2012, 12:01
Acrylglas kostet halt ne Ecke mehr als MDF, bei der Menge macht das schon viel aus.
maicox
Stammgast
#22 erstellt: 05. Mrz 2012, 22:08

herr_der_ringe schrieb:
heilige sch... den v2 muss man sich mal reinziehen


Maßstab 1:1 , Gewicht ca. 75 Kg ,


herr_der_ringe schrieb:
wieviele stunden stecken da eigentlich grob drin? wie hast du eigentlich die unzähligen kanten poliert?
(übrigens: gewinde in plexi haben wir mittels eines ölspritzers "poliert")


Die Kanten wurden erst mit einer Karosseriefeile (Karosserie Instandsetzung, wird zum Bearbeiten von z.B. Verzinnungen verwendet. Extrem Grob und Scharf). Dann mit einer Klinge abgezogen und dann entweder geflammt oder manuell poliert (bis 1200 Nass- Schleifpapier und dann mit Acrylpolitur). Problem: Geflammte Kanten kann man nicht mehr verkleben

Es stecken Ca. 1000 Stunden Arbeit im V2 Benutzt wurden fast nur Wekzeuge aus dem Baumarkt. Nix CNC oder Laser Alles schön per Hand

Glasklare Gewinde schneidet man am besten (wie Du schon beschrieben hast) mit Öl. Ich verwende hier WD40 (besser geht nicht, habe so einiges versucht....) Wenn die Schrauben nie wieder raus sollen, kann man auch Acryfix (gibt es in unterschiedlicher Viskosität, unter anderem dünner als Wasser) in die Gewinde "laufen" oder besser ziehen lassen (Kapillarwirkung), dann glänzen sogar matte Gewinde der Schrauben Hier sollte man einfach viel ausprobieren.


herr_der_ringe schrieb:
bei tml bliebe trotzdem das problem mit der bedämpfung es gibt jedoch auch höhere und weniger tiefe hörner (olson-style)...und hörner lassen sich auch umfalten

egal was es letztlich wird: bin jedenfalls bereits gespannt wie ein flitzebogen :prost



( .... auch @ Schleusser)

Ich bin leider (optisch) nicht der "Horn-Fan".......... Mir ist da zu "wenig" Lautsprecher...... riesiger Kasten und dann sitzt da meist etwas sehr kleenes drin. Ja, oder was größeres, dann wird das Gehäuse aber auch dementsprechend größer. Bitte nicht falschverstehen. Die Hörner mögen klanglich sehr gut sein, ich würde den "Klang" wahrscheinlich noch nicht einmal hören und muss es auch nicht sehr laut haben. Außerdem bin ich ein Bass- Freund (auch beim leise hören) und hier scheiden sich ja auch die Geister. Höhen und Mitten sollen bei den Hörnern ja sehr gut gehen. (Gern lasse ich mich hier auch eines Besseren Belehren) Mir geht es auch um die Optik. Ich stelle mir das ungefähr so vor:
Maße ca. 350 x 350 x 1200 mm. Aufstellung ca. 150- 200 mm vor der Wand. 2 Wege oder Breitband mit zusätzlicher Bass- Unterstützung. Hier einmal ein paar kreative Ideen:


Schleusser
Stammgast
#23 erstellt: 06. Mrz 2012, 10:10

maicox schrieb:

( .... auch @ Schleusser)

Ich bin leider (optisch) nicht der "Horn-Fan".......... Mir ist da zu "wenig" Lautsprecher...... riesiger Kasten und dann sitzt da meist etwas sehr kleenes drin. Ja, oder was größeres, dann wird das Gehäuse aber auch dementsprechend größer. Bitte nicht falschverstehen. Die Hörner mögen klanglich sehr gut sein, ich würde den "Klang" wahrscheinlich noch nicht einmal hören und muss es auch nicht sehr laut haben. Außerdem bin ich ein Bass- Freund (auch beim leise hören) und hier scheiden sich ja auch die Geister. Höhen und Mitten sollen bei den Hörnern ja sehr gut gehen. (Gern lasse ich mich hier auch eines Besseren Belehren) Mir geht es auch um die Optik. Ich stelle mir das ungefähr so vor:
Maße ca. 350 x 350 x 1200 mm. Aufstellung ca. 150- 200 mm vor der Wand. 2 Wege oder Breitband mit zusätzlicher Bass- Unterstützung. Hier einmal ein paar kreative Ideen:




...schade... bei deinen Zeichnungen stößt auf jeden Fall Vorschlag 2 heraus, das entspricht ziemlich genau einer TML mit dem Treiber auf 1/3 der Line. Nur: Die müsste wieder heftig bedämpft werden. So eine TML ohne Bedämpfung würde imo fürchterlich klingen und auch nicht die gewünschte Wirkung zeigen. Deswegen ja ein Horn: idR keine oder nur wenig Bedämpfung notwendig. Und mal ehrlich: Volumenmässig ist so ein Hiro von deinen Skizzen auch nicht weit weg. Mit reichlich Sachverstand bei der Chassiswahl (also nicht von mir) wäre darin sicherlich auch ein guter 2-Weger möglich. Oder eben mit anderen Vorschlägen.

Und der Vollständigkeit halber: Solche Hörner baut man für den Bass, Hoch- und Mittelton werden durch die Geäuseform nicht direkt beeinflusst (indirekt aber natürlich sehr wohl). Wandnahe Aufstellung mögen Hörner idR auch gerne, gerade wenn sie ein wenig kleiner sind. Eigentlich spricht alles für Hörner ausser dein Geschmack Naja, vielleicht hat da ja noch jemand was im Ärmel, was ohne Dämmung geht und auch noch gut klingt, Vorschläge gibts genug...

Viel Glück, ich bleib am Ball.

Gruss
Black-Devil
Gesperrt
#24 erstellt: 06. Mrz 2012, 16:40
Warum sollte denn eine TML ohne Bedämpfung so schrecklich klingen und ein Horn dagegen keine Bedämpfung brauchen?
Gibts da einen Studie darüber?
Seht euch eine TML doch mal genau an, die unterscheidet sich von einem Horn nicht so sehr, nicht umsonst kann man mit AJHorn genausogut eine TML (und alle anderen Gehäusearten) sehr gut simulieren. Ein Horn schluckt die MT Anteile hauptsächlich wegen der Vorkammer und der vielen Knicke. Knicken kann man eine TML auch oft.
BT bedämpft seine Fuzzi-TLs auch nur an den Gehäusewänden und stopft sie nicht mehr komplett voll.

Es gibt aber noch ein Gehäuseprinzip, das durchaus ohne Bedämpfung auskommt:
Bassreflex!
Kanal ein, zweimal knicken und den Ausgang auf die Rückseite, Dazu noch ein nettes Versteifungslabyrinth und ich denke, auf eine Bedämpfung kann durchaus verzichtet werden.
herr_der_ringe
Inventar
#25 erstellt: 06. Mrz 2012, 20:56
hy oli,
stimmt so nicht ganz, auch deine microbe benötigt z.b. dämmaterial ein horn hätte den vorteil, daß im regelfall lediglich die vorkammer bedämpft werden muss...

...aber dein post hat mich im zusammenhang mit der bönicke sls im hinterkopf auf ne ganz andere idee gebracht: FAST (oder je nach ausführung auch CAST bzw. 2WAST), also die line nur als integrierten sub zu behandeln. (subs bekommen ja per definition keinen mitteltonanteil zugeteilt.) damit könnte die line - egal ob horn, tml oder BR - ohne bedämpfung auskommen, während der hauptfrequenzbereich mit einem relativ kleinen gehäuse abgedeckt werden kann...die bedämpfung wäre optisch nicht mehr dominant (die frequenzbereiche dann aktiv voneinander trennen.)

Black-Devil
Gesperrt
#26 erstellt: 06. Mrz 2012, 21:29

herr_der_ringe schrieb:
hy oli,
stimmt so nicht ganz, auch deine microbe benötigt z.b. dämmaterial


Sagt wer?


Klar wird es ohne Dämpfungsmaterial schwerer ein ähnlich gutes Ergebnis zu erziehlen, aber wenn einem die Optik eben so wichtig ist und man deshalb bereit ist, klangliche Kompromisse einzugehen, durchaus machbar.

In der (K)Langspielplatte hab ich übrigens bis auf eine kleine Rolle neben dem Chassis kein Dämpfungsmaterial drin, weils mir so besser gefiel.
maicox
Stammgast
#27 erstellt: 07. Mrz 2012, 01:05
Moin Moin,

Erst einmal vielen Dank für Eure tatkräftig Tipps und Ratschläge!

@Schleusser:

Beim Bau meiner Nadeln hatte ich viele verschiedene Bedämpfungen ausprobiert. Auch ohne Material. Der Klang war erschreckend "Dose" Auch habe ich in diversen Bauberichten und Erklärungen über die wichtige/ richtige Bedämpfung gelesen. Ich denke hier kann man wirklich unterschiedlichste Meinungen Lesen über Menge/ Material und zu viel/ zu wenig..... Selbst testen und für seinen eigenen Geschmack "abstimmen" ist hier bestimmt der beste Weg. Danke für den Hinweis zu den Hörnern betreffend dem Bass. Ich dachte bisher die kleineren Hörner leiden ein wenig (bei niedriger Lautstärke) an einem kräftigen Bass. Aber nun habe ich wieder etwas dazugelernt
Der Vorschlag 2 gefällt mir auch am besten. Aber gut...... man wird sehen..... Es ist noch nicht aller Tage Abend ....

@Black-Devil:

Bei fast allen Bausätzen, die angeboten werden, wird immer eine Bedämpfung vorgegeben bzw. empfohlen. Meine alten BR - Lautsprecher klangen ohne Bedämpfungs- Material auch irgendwie "hohl" (nachdem ich die Teile mal verändert hatte und ein wenig herumprobiert habe). Von daher denke ich ist eine sinnvolle Bedämpfung leider zum Teil unumgänglich.

@herr_der_ringe:

Mannnnnn ....... da hast Du mir jetzt aber einen eingeschenkt mit dem Link zu den SLS boenicke2/sls
Ich habe mir im Kopf schon ernsthaft ein paar Meter Acryl- Streifen gedanklich zurechtgebogen....

Scherz bei Seite: Die Idee ist schon recht interessant. Vorn ein kleines Hoch/ Mitte System rein. Volumen wird nicht groß sein. Für die benötigte Bedämpfung ein wenig Kreativ sein und farblich (oder farbloses) Material "kreieren"....... die Line für Tiefton nutzen..... hmmm..... das müsste echt lecker aussehe.... Verklebt und verschraubt..... Mit Chrom- Leitungen/ Chrom Schrauben, die Weichen- Bauteile schön mit unterbringen (Kammern gibt es ja genug) Interessant! .... Nun ja ....

Wenn ich das richtig verstanden habe, könnte ich die "Bass- Abteilungen" per Aktiv- AMP in dem benötigten Tiefen betreiben und die vorderen Lautsprecher passiv über meinen Verstärker/ AVR betreiben richtig? (oder habe ich das falsch verstanden?) Oder ist eine komplett- Passive zweiteilige Weiche möglich? Hmmm.....

...... dann muss ich mir nur die richtigen Fragen stellen und darauf Antworten finden. Welche Chassis, Volumenberechnung/ Line- Berechnung/ Weichen/ und und und ........... als Anfänger extrem Schwierig ........ Mir dampft nun schon vor lauter Ideen der Kopf .... aber gut, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.....

Ich denke ich werde die nächsten Tage schlecht Schlafen
herr_der_ringe
Inventar
#28 erstellt: 07. Mrz 2012, 02:26
komplette passivweiche wird bei der benötigten tiefen trennfrequenz schwierig bis unmöglich sowie aufgrund der benötigten bauteilewerte kostspielig, von daher auf jedem fall aktiv trennen...dsp kostet z.b. auch nimmer so viel, gibt aber wesentlich grössere freiheit bei der auswahl der chassis sowie deren abstimmung.
anwendungsidee

zur tml-berechnung kenn ich mich leider nicht aus, gibt hier im forum jedoch einige cracks. sind jedoch wie genannt als sub unterschiedliche konzepte möglich, mach hierzu wenns soweit ist am besten nen eigenen thread auf.
ob du obenraus dann nen breitbänder, nen koax oder nen kleinen zweiweger einsetzt ist zweitrangig, würde da jedoch entweder nen BB oder nen fertigen bausatz vorschlagen (d.h. zwischen TMT und HT passiv trennen).


Ich denke ich werde die nächsten Tage schlecht Schlafen :D

gern geschehen
bAD_kARMA
Stammgast
#29 erstellt: 07. Mrz 2012, 09:29
Ein Tapped Horn könnte doch auch ohne Bedämpfung auskommen. Zumindest Volvotreters 38Hz Tangband Horn ist - soweit ich weiß - ohne Dämmung.
Das könnte in der gefalteten Version sogar recht genial in Acryl aussehen .

hier


[Beitrag von bAD_kARMA am 07. Mrz 2012, 09:29 bearbeitet]
maicox
Stammgast
#30 erstellt: 07. Mrz 2012, 23:08

herr_der_ringe schrieb:
komplette passivweiche wird bei der benötigten tiefen trennfrequenz schwierig bis unmöglich sowie aufgrund der benötigten bauteilewerte kostspielig, von daher auf jedem fall aktiv trennen...dsp kostet z.b. auch nimmer so viel, gibt aber wesentlich grössere freiheit bei der auswahl der chassis sowie deren abstimmung.
anwendungsidee

zur tml-berechnung kenn ich mich leider nicht aus, gibt hier im forum jedoch einige cracks. sind jedoch wie genannt als sub unterschiedliche konzepte möglich, mach hierzu wenns soweit ist am besten nen eigenen thread auf.
ob du obenraus dann nen breitbänder, nen koax oder nen kleinen zweiweger einsetzt ist zweitrangig, würde da jedoch entweder nen BB oder nen fertigen bausatz vorschlagen (d.h. zwischen TMT und HT passiv trennen).


Ich denke ich werde die nächsten Tage schlecht Schlafen :D

gern geschehen :angel


Moin,
Hmmm...... Ich habe einen recht alten Sony STR Receiver. Hier habe ich die Möglichkeit 4 x Front- LS anzuschließen. Momentan habe ich die beiden Needles als LS- Paar "A" laufen und an "B" hängt ein Stereo- Sub von Magnat (nicht Aktiv). Da ich doch aber auch hier "normale" Lautsprecher anschließen kann, verstehe ich nicht so recht warum ich mir hier noch extra einen DSP zwischen klemmen sollte. Sorry wenn es laienhaft rüberkommt (passiert wohl bei Anfängern) aber wenn ich mir zwei kleine passive Subs kaufe (oder auch Bausätze), kann ich diese doch als Lautsprecher "B" anschließen. Das sind dann halt zwei "normale Lautsprecher" ohne Mitten- / Höhen- Anteil, welche eben nur tiefe Frequenzen abbilden können. Mein jetziger Sub kann`s ja auch...... Hmmm...... Sehe ich den Wald vor lauter Bäume nicht

EDIT:
Beispiel: Ich schaffe es eine Needle (oder ein anderses/ kleineres System [geschlossen oder BR]) und einen TML- Sub in ein gemeinsames Gehäuse zu bauen. Selbstverständlich komplett von einander getrennt (gegeneinander "abgedichtet". Die Needles bzw. das "andere" System werden komplett voneinander getrennt aufgebaut (mit Weiche und eigenen Terminals) und separat als LS- Paar "A" und "B" an den Verstärker angeschlossen. Ich hätte dann praktisch zwei Lautsprecher in einem...... sogar getrennt von einander zuschaltbar......


[Beitrag von maicox am 07. Mrz 2012, 23:29 bearbeitet]
herr_der_ringe
Inventar
#31 erstellt: 08. Mrz 2012, 10:27
sooo daneben war dieser gedanke garnicht, wenn auch nicht bis zum ende

wenn du passiv bei niedrigen frequenzen trennst, benötigst du einerseits große (=teure) bauteile, andererseits trennst du den TT in der nähe des impedanzmaximums. durch die wechselwirkungen zueinander würdest du warscheinlich mehrmals die bauteile anpassen müssen, bis es wirklich stimmig ist.
es kann also durchaus passieren, daß du ne andere spule kaufen musst, wenn du den hochpass des BB/TMT änderst. dir gefällt dann der basstreiber nicht? kein problem, einfach neue spulen/kondensatoren kaufen und anpassen... (du merkst, es kostet jedesmal -zudem nicht wenige- scheine )

ne dcx gibts z.b. um 250€...in dem bereich landest du ziemlich sicher ebenfalls, wenn du passiv trennst bei dsp funktioniert die trennung quasi per mausklick. zudem aktiv, also vor der endstufe. ein weiterer vorteil ist der enthaltene parametrische EQ, mit welchem du z.b. beim BB den sperrkreis ersetzt oder raumeinflüsse wegbügelst.

wenn du nicht oder falsch filterst, hast du überlagernde frequenzen, damit auslöschungen und/oder überhöhungen, also ein system das nicht stimmig ist...ziemlich sicher würde deine jetzige needle ein solches system sogar an die wand spielen

hast ja noch ein paar tage zeit für ein stimmiges konzept, wird schon
NHDsilkwood
Inventar
#32 erstellt: 15. Mrz 2012, 09:02
Direktes Hallo an den Themenersteller.

Würdest Du uns (Mir) Unwissenden die Bearbeitung von Acrylglas bitte in einem separaten Thread und
Geschützter Hinweis (zum Lesen markieren):

Youtubekanal
explizit dokumentieren?
Bezugsquellen, Verarbeitung/Bearbeitung etc. ...

Ich schliesse von mir auf Andere:
Sicherlich ist es ein optisches Schmankerl, Acrylglas beim Lautsprecherbau zu verwenden.
Deine selbstkonstruierten Boxenfüsse sind das perfekte Beispiel. Wäre für mich ( und sicherlich auch viele andere User) hilfreich, einem Meister über die Schulter schauen zu können.
Die Möglichkeiten sind beim LS-Bau sehr weit.

Beispiel:
Warum die Frequenzweiche auf der Rückseite verstecken, wenn man sie so wunderbar vorzeigen kann?
Auf der Front, in einem separaten Fach auf einer spiegelnden Platte und staubdicht mit einem klaren Acryldeckel versehen...
Sicherlich stösst das Thema auf reges Interesse und ich bin mir ziemlich sicher, das würde "gepinnt" werden.

Vielen Dank im Voraus


[Beitrag von NHDsilkwood am 15. Mrz 2012, 09:03 bearbeitet]
maicox
Stammgast
#33 erstellt: 27. Mrz 2012, 23:21

NHDsilkwood schrieb:
Direktes Hallo an den Themenersteller.

Würdest Du uns (Mir) Unwissenden die Bearbeitung von Acrylglas bitte in einem separaten Thread und
Geschützter Hinweis (zum Lesen markieren):

Youtubekanal
explizit dokumentieren?
Bezugsquellen, Verarbeitung/Bearbeitung etc. ...

Ich schliesse von mir auf Andere:
Sicherlich ist es ein optisches Schmankerl, Acrylglas beim Lautsprecherbau zu verwenden.
Deine selbstkonstruierten Boxenfüsse sind das perfekte Beispiel. Wäre für mich ( und sicherlich auch viele andere User) hilfreich, einem Meister über die Schulter schauen zu können.
Die Möglichkeiten sind beim LS-Bau sehr weit.

Beispiel:
Warum die Frequenzweiche auf der Rückseite verstecken, wenn man sie so wunderbar vorzeigen kann?
Auf der Front, in einem separaten Fach auf einer spiegelnden Platte und staubdicht mit einem klaren Acryldeckel versehen...
Sicherlich stösst das Thema auf reges Interesse und ich bin mir ziemlich sicher, das würde "gepinnt" werden.

Vielen Dank im Voraus


Moin,

Erst einmal sorry für die späte Antwort.

Ich denke, das Thema Acrylglas (übrigens ein eingetragenes Warenzeichen) ist bestimmt für einige Leser hier recht interessant. Ob es hier im Bereich "HIFI", speziell im Selbstbau von Lautsprechern, so gut anzuwenden ist stelle ich zur Zeit einfach einmal so in den Raum. (Siehe Fragen/ Vorschläge weiter oben)

Sicherlich sind diverse Möglichkeiten auch im Lautsprecherbau möglich. Die von Dir angesprochenen Acryl/ Glas- Füße oder auch "Weichenfächer" würden sich recht einfach verwirklichen lassen. Hier ist eine Dokumentation auch nicht wirklich so kompliziert. Videos sind allerdings doch schon etwas übertrieben.

Ich denke, wenn ich mich über ein nächstes Projekt hermache, ist es kein Problem dieses Thema zu bearbeiten.


Ich habe bereits einige Ideen in Sachen HIFI in Kombination mit Acryl im Kopf. Leider ist es aber für mich als Laie einfach zu kompliziert, ein paar Lautsprecher komplett selbst zu berechnen, bzw. fehlt mir auch schlicht und einfach das nötige Kleingeld um dieses zu verwirklichen.
Einen Verstärker "aufzutrennen" und dazu aktive Weichen oder mehrere Verstärker in Verbindung mit aktiven Weichen aufzubauen ist einfach ein sehr hoher finanzieller Aufwand für mich.

Da das Acryl- Material auch sehr teuer ist, macht es für mich momentan nicht wirklich Sinn zum Beispiel ein paar Hörner zu bauen, bei denen sich allein die Acryl- Kosten auf dass vielfache der verwendeten Chassis belaufen würde. Zumal mir die Größe der meisten Hörner und deren Optik einfach nicht zusagt.

Momentan bleibt mir somit eigentlich nur der Weg Bausätze oder detaillierte Bauvorschläge zu verwenden. Bisher habe ich aber leider nichts gefunden, was mir für die Acryl- Idee zusagt, preislich vertretbar ist oder was ich mit meinem sehr eingeschränktem "Hi-Fi-Wissen" verwirklichen kann.

Um es platt auszudrücken: Chassis inkl. Bauteile für passive Trennung pro LS von ca. 200€ wäre wohl momentan drin. Man beachte bitte dass allein das Acrylmaterial pro LS je nach Aufwand und Materialstärke wohl so zwischen 300- 500€ liegen würden. Vom Verarbeitungs- Aufwand wollen wir hier nicht Reden - Diesen verzeichne ich als Hobby. Ein "normaler" Verstärker sollte vorerst auch ausreichen.

Nebenbei: Ich hatte vor kurzem die Möglichkeit meine Needles an einer "preiswerten" Röhre (China- Böller) zu hören. Nett........... Klang wärmer/ weicher ......... gefiel mir sehr gut. Als ich mir diese hässliche Blech- Kiste so ansah, war ich gleich wieder bei einem Acryl- Röhrenverstärker in Gedanken.

Alles eine Kostenfrage ...................
herr_der_ringe
Inventar
#34 erstellt: 28. Mrz 2012, 05:02
hy maico,
ein guter 5.1 muss nicht teuer sein, kann auch ein zwei jahre altes exemplar ohne den ganzen modeschnickschnack sein. der hauptvorteil dieses prinzips ist die möglichkeit der lautstärkeregelung nach dem dsp. ansonsten gehts auch mit zwei endstufen (bau ich mir hier parallel grad zusammen), allerdings ist aufgrund der lautstärkeregelung vor dem dsp die gefahr des (hörbaren) rauschens größer.
merke: wenn du tief trennen willst wirds aktiv kostenmässig (wie schon gesagt) nicht teurer als eine passivlösung...bei mehr freiheiten und weniger entwicklungsaufwand.

unabhängig davon jedoch sehe ich das hauptproblem ebenfalls kostenmässig auf der acrylglasseite. ich hab z.b. auch schon mit corian liebgeäugelt und letztlich aufgrund der kosten wieder doch auf holz downgegradet
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