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Yamaha DSP-A1 lässt sich nicht ins Diagnostic Menü starten

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Beitrag
BlackGale44
Stammgast
#1 erstellt: 30. Okt 2020, 21:42
Hallo allerseits,

heute habe ich einen Yamaha DSP-A1 auf dem Tisch. Allerdings mit einem Problem, wo ich nicht weiter komme.

Nachdem ich den Boliden in die Steckdose gesteckt habe und versucht habe, ihn einzuschalten, passierte nichts... Einfach Funkstille.

Nach Fehler suche habe ich festgestellt, dass das Relais in der Standby Schaltung "RY101" im Service Manual bei "PRINTID CIRCUID BOARD" (leider gibt es keine Seite) eine Defekt hat und ich es gegen ein neues ersetzt habe.

Der erneute Versuch ihn einzuschalten gab zumindest schon mal ein Klacken vom neuen Relais. Allerdings fiel das Relais nach 2 Sekunden wieder ab. Ein erneuter Versuch, das selbe.

Nun ist es auch so, dass ich beim Drücken des POWER Knopf auch keine Displaybeleuchtung sehe, nur die Orangene LED des Volume Reglers.

Also Einschalten, in den 2 Sendungen sehe ich keine Displaybeleuchtung, nur die LED des Volume Reglers. Ja und dann fällt ja das Relias wieder ab.

Jetzt kommt hinzu, versuche ich das Gerät mit der Tastenkombination in das Diagnostic Menü zu Starten, bleibt es bei dem selben Problem. Komme so auch nicht in das Diagnostic Menü.


Nun bräuchte ich etwas Hilfe von euch

Ich danke im voraus.
CarlM.
Inventar
#2 erstellt: 30. Okt 2020, 22:09
Das Gerät hat ja eine Fluoreszenz-Anzeige und kein Flüssigkristall-Display. Die Spannung kommt vom Haupttransformator und da das Relais nicht schaltet ....

So wie es aussieht, liegt irgendwo im Gerät ein Kurzschluss vor. Kandidaten für solche Kurzschlüsse sind häufig die Gleichrichter oder die Endstufentransistoren. In solchen Fällen empfiehlt sich ein Screening: Netzstecker ziehen, Siebelkos auf Spannungsfreiheit prüfen (die können trotz kurzer Aufladezeit beträchtliche Ladungsmengen speichern) und dann im Diodentest-Modus oder Widerstandsmessbereich die genannten Bauteile auf Kurzschlüsse prüfen.

Eine andere Strategie ist es, die Spannungsversorgung der Endstufen abzuklemmen (Stecker für Railspannungen - soweit vorhanden - ziehen und sichern).
Wenn der Kurzschluss in diesem Bereich liegt, startet das Gerät nun, so dass man Fehlerspeicher etc. auslesen kann.
BlackGale44
Stammgast
#3 erstellt: 30. Okt 2020, 22:26
Vielen Dank für deine Antwort. Ich werde das nun mal so machen wie Du geschrieben hast. Mit den Gleichrichter hatte ich das Problem bei einem Yamaha RX-V1067. Der Gleichrichter für die Stromversorgung der Endstufen hatte einen Kurzschluss.


Die Siebelkos werden nicht mal geladen beim A1.
CarlM.
Inventar
#4 erstellt: 30. Okt 2020, 22:36

BlackGale44 (Beitrag #3) schrieb:
Die Siebelkos werden nicht mal geladen beim A1.


Ich bin halt vorsichtig. Bei manchen Geräten verhindert gerade der Defekt das Entladen.
Ebenso ist das Sichern abgezogener Stecker wichtig. Ich stülpe dazu kleine Plastiktütchen über die Stecker.
BlackGale44
Stammgast
#5 erstellt: 30. Okt 2020, 22:49
Mir ist auch gerade aufgefallen, der "Blöde" Impedance Selector lässt sich nicht mal in die andere Richtung auf 8 Ohm stellen. Er Rastet nur bei Hälfte der Stellung ein.
CarlM.
Inventar
#6 erstellt: 30. Okt 2020, 22:53
Den Stecker lieber auf 4Ohm stellen, weil dann die Railspannungen herabgesetzt werden.

Im Übrigen kann man auch den Schalter in das Screening einbeziehen ------> es dürfen immer nur zwei der drei Pins pro Kanal verbunden sein.
BlackGale44
Stammgast
#7 erstellt: 30. Okt 2020, 23:10
Okay. Der Schalter lässt sich auch öffnen. Irgendwie kann da was nicht stimmen. Hat der Vorbesitzer bereits eingegriffen. Die Kontaktflächen, sind die vielleicht verkehrt herum und sollten außerdem nicht auch so kleine federn drinnen sein

Oder Irre ich mich ganz und gar.
BlackGale44
Stammgast
#8 erstellt: 30. Okt 2020, 23:14
20201030_230434

20201030_230847

20201030_230913
CarlM.
Inventar
#9 erstellt: 30. Okt 2020, 23:21
Verkehrt herum eingesetzt?
Ich sehe es so wie auf dem Bild.

Schalter_4_8
BlackGale44
Stammgast
#10 erstellt: 30. Okt 2020, 23:32
Sehe ich auch so, dass diese verkehrt eingesetzt wurden. Richtig herum kommen die Pins nicht an den Kontaktstellen heran. Also vermute ich, dass 2 der dazugehörigen Federn fehlen. Ich habe nun mit Klemmen mal die richtigen Pins verbunden (also überbrückt sozusagen), das Einschaltverhalten ist noch das selbe.

ABER, die Großen Siebelkos Laden zumindest in den 2 Sekunden, nach betätigen der Power Taste.

Ab besten Löte ich die Gleichrichter mal aus (ein Größerer "D101" und ein kleinerer direkt daneben "D102".

Wenn ich so Messe, messe ich von Plus und Minus des Gleichrichters Durchgang. Aber bei beiden..
CarlM.
Inventar
#11 erstellt: 30. Okt 2020, 23:35
Trotzdem würde ich beim Screening alles prüfen. Vielleicht sind die Gleichrichter ja wegen eines Endstufenschadens durch ...

Bis Morgen - für heute ist bei mir Schluss!


p.s.
Morgen ist Feiertag für Elkos -----> Reformationstag.


[Beitrag von CarlM. am 30. Okt 2020, 23:37 bearbeitet]
BlackGale44
Stammgast
#12 erstellt: 30. Okt 2020, 23:40
Na klar Prüfe ich soweit wie es geht alles.

Ansonsten hab ich ja noch zu tun

Hab ein schönes Wochenende
Schönen Abend.
BlackGale44
Stammgast
#13 erstellt: 31. Okt 2020, 00:29
Die Gleichrichter sind in Ordnung.
Habe alle 3 Adernpaare (Rot/Blau) der Stromversorgung für die Endstufe mal abgelötet und siehe da, nach dem Einschalten sehe ich erstmalig das Display aufleuchten.

Trozdem schaltet er sich immer wieder aus. Ebenso der versuch ins Diagnostic Menü zu kommen ist gescheitert
Poetry2me
Inventar
#14 erstellt: 31. Okt 2020, 10:33
Ihr scheint der Sache auf der Spur zu sein.

Gut dass Du den falsch zusammengesetzten Schalter entdeckt hast.

Was jetzt sein könnte ist, dass eben eine der Endstufen noch ein Problem hat oder eine der Versorgungsspannungen nicht OK ist.
Da muss die Schutzschaltung handeln und ausschalten. Die Intelligenz der Schutzschaltung steckt bei den Yamaha Receivern in der Firmware des Mikroprozessors. Dort kommen Eingangssignale von den Sensoren an und werden ausgewertet. Eine Software-Routine entscheidet also, ob das Relais für den Haupt-Transformator geschaltet wird.

Vielleicht funktioniert nach den bisherigen Fehlerbehebungen die Selbst-Diagnose wieder und gibt Dir Hinweise?

Die Frage ist, ob das Ablöten der Hauptversorgung der Endstufen diese bereits komplett Stromlos macht. Möglicherweise fehlt dem Prozessor für eine Freigabe immer noch irgendein Signal aus den Endstufen, das dann falsch kommt.

Am wahrscheinlichsten ist denke ich, dass irgendeine Versorgungsspannung nicht da ist. Es werden ja mehrere Spannungen gleichgerichtet und es befinden sich viele Spannungsregler in dem Gerät, welche die überwachten Gleichspannungen erzeugen.


- Johannes
BlackGale44
Stammgast
#15 erstellt: 31. Okt 2020, 11:45
Habe mal mein Feder Sortiment heraus gesucht und zwei passende Federn für den Schalter gefunden. Habe ihn wieder richtig zusammengebaut und lässt sich auch wieder Federbelastet hin und her schieben. So sollte es sein.

Nachdem habe ich Feierabend gemacht und begebe mich heute weiter nach der Fehlersuche.

Heute allerdings habe ich ihn wieder ans Stromnetz gesteckt und mal auf Power gedrückt. Im ersten Moment dachte ich er blieb an, weil diesmal blieb er länger als 2 Sekunden an. Auch soweit, dass die Lautsprecher Relais freigegeben wurden und kurze zeit darauf ging er nun doch wieder aus. Das erneute betätigen des Power Knopfes führt wieder zum ersten Problem. Also Drücken, Relais fällt nach 2 Sek. wieder ab...

- Ins Diagnostic komme ich auch weiterhin nicht.

Noch mal zu den ausgetauschten Relais. An der Spulenspannung messe ich sobald ich auf den Power Knopf drücke ein bruchteil von Millisekunden 12,23V DC und fällt dann plötzlich ab auf konstante 7,97V naja dann geht er ja schon wieder aus.

Sollten es nicht auch nach dem Schalten 12V bleiben, sonst fällt doch logischerweise das Relais ab.


-Desweiteren würde ich mal ein teil der Stromversorgung der Endstufen wieder anlöten und versuchen heraus zu finden, welcher Abschnitt Probleme macht. Wenn ich vielleicht so weiter komme.


Hab doch glatt vergessen, wie man noch mal die Spannungsregler prüft
BlackGale44
Stammgast
#16 erstellt: 31. Okt 2020, 12:06
Bei dem Spannungsregler war von der Vorderseite mit der Typenbezeichnung das Linke Beinchen Eingansseite, Mittlere Beinchen Masse und das Rechte Beinchen die Ausgangsseite richtig?
CarlM.
Inventar
#17 erstellt: 31. Okt 2020, 12:18

BlackGale44 (Beitrag #16) schrieb:
Bei dem Spannungsregler war von der Vorderseite mit der Typenbezeichnung das Linke Beinchen Eingansseite, Mittlere Beinchen Masse und das Rechte Beinchen die Ausgangsseite richtig?


In solchen Fällen bietet das Internet die Datenblätter. Auch Lieferanten wie R... bieten links zu den Datenblättern.

https://html.alldata.../7815/35/1/7815.html
https://pdf1.alldata...869709/ISC/7915.html

Wie Du siehst gibt es einen Unterschied zwischen den 78xx und 79xx-Typen bzgl. Pin1 und Pin2.

p.s.
Was hat das Screening der Endstufen-Transitoren im Diodentest-Modus ergeben?
BlackGale44
Stammgast
#18 erstellt: 31. Okt 2020, 14:28
Also habe den Vorbesitzer mal gefragt. Und er meinte er habe ausversehen mal bei den Endstufen Stromversorgung ein Adernpaar Plus und Minus Vertauscht eingelötet

Es ist schwierig an den Endstufen zu kommen. Habe mal die Bodenplatte entfernt und obere kleinere Platine an den Kühlkörper ebenfalls abgeschraubt (also da, wo die Treibertransistoren A1694 und C4467 sitzen).

Jetzt sehe ich den Teil, wo die Stromversorgung an den Endstufen ankommt.

Mir fallen sofort verdächtige Bauteile auf. Zwei Widerstände (R392 und R390) und vielleicht auch ein Spannungsregler Q330

Leider finde ich nichts im SM. Kann es sein, dass mein SM unvollständig ist ?


Die Treibertransistoren werde ich jetzt messen.
CarlM.
Inventar
#19 erstellt: 31. Okt 2020, 14:37
Das mir vorliegende SM hat 90 Seiten.

Es sollte dies hier sein:
https://elektrotanya.com/yamaha_dsp-a1_sm.pdf/download.html
BlackGale44
Stammgast
#20 erstellt: 31. Okt 2020, 15:43
Habe auch das SM MIT 90 Seiten. Habe etwas übersehen. Nun die Widerstände sollten 4,7 Ohm haben, messwert zeigte mir Hochohmig. Also Widerstände gegen neue 4,7 Ohm 1Watt getauscht.

Nun zum Transistor: es sollte ein 2SC4793 sein: https://datasheetspd...emiconductor/C4793/1


Da ich nicht Monate lang warten möchte, um die Originalen zu bestellen aus Fern Ost, hättet Ihr vielleicht eine Alternative, am besten von Reichelt?


Die Großen Toshiba Transistoren sind nicht defekt.



Ich habe mal die Stromversorgung, also das Aderpaar "W301B" und "W322B" eingelötet, bis auf Stromversorgung für "W320". Diese hat dort wohl ein Defekt.

Nun Gerät versucht einzuschalten und ja er staret und blieb an.
Schon mal was gutes.


-Nun gibt es erstmal Kaffee Kränzchen
CarlM.
Inventar
#21 erstellt: 31. Okt 2020, 17:13
Das hört sich ja gut an.

Den Transistor würde ich bei Kessler kaufen:
http://www.kessler-e...SC4793_i9_1075_0.htm
BlackGale44
Stammgast
#22 erstellt: 31. Okt 2020, 18:06
Kessler hab ich vom Namen schon mal gehört. Super, sogar Original

Wie lange dauert in etwa der Versand?
Hoffe doch Innerhalb Deutschlands die 2 bis 3 Tage oder?
BlackGale44
Stammgast
#23 erstellt: 31. Okt 2020, 22:22
1 bis 2 Werktage. Hab es übersehen

Ich habe gleich den Benachbarten Transistor 2SA1837 mit bestellt, auch dieser ist Schrott.

Habe gleich 5 Paare bestellt.

Habe nun dort im bereich mit der Bezeichnung auf der Platine "Lch" und "C" soweit alle Widerstände überprüft und 4 waren durch. Habe diese durch neue ersetzt.

Was ich vor dem auslöten von den beiden Transistoren vergessen habe zu sagen ist, dass im Diagnostic Menü DC Protect 14% angezeigt wird.

Das bedeutet doch Gleichspannung am Lautsprecherausgang.
CarlM.
Inventar
#24 erstellt: 31. Okt 2020, 22:34
DC am Ausgang ist bei diesen massiven Schäden natürlich zu erwarten. Das sollte nach der Reparatur gegessen sein.

Trotzdem solltest Du rechtzeitig an die 100W-Glühlampe + E27-Fassung für die erste Wiederinbetriebnahme denken.


[Beitrag von CarlM. am 31. Okt 2020, 22:34 bearbeitet]
BlackGale44
Stammgast
#25 erstellt: 31. Okt 2020, 23:14
Gut kann ich mir auch vorstellen.

Ich werde wohl bis Dienstag warten müssen.

Ja ich denke DEFINITIV an die 100 Watt Birne
Ich sag nur Yamaha DSP-Z9, wo ich sie vergessen hatte und Boom.

Ach übrigens, der Z9 läuft aktuell in meinem Heimkino als Endstufe für meine Front Lautsprecher

Und last but not least, ich hoffe doch mich bald mit Positiven Neuigkeiten zu melden und in hoffnung, dass der Bolide wieder funktioniert.

Danke erstmals für eure Hilfe.
Bis bald...
BlackGale44
Stammgast
#26 erstellt: 02. Nov 2020, 14:25
Hallöchen,

Da die neuen Transistoren noch nicht da sind, habe ich mich an das Gerät gesetzt und mal die Transistoren einer benachbarten Endstufe in dem fall Rear Left ausgelötet und in den Main Left Channel dort eingelötet.

Die Stromversorgung für die Rear Kanäle habe ich erst einmal Stromlos gelassen und die Stromversorgung für Main Kanäle, sowie den Center Kanal angeschlossen.

Glühbirne 100 Watt Zwischengeschaltet und eingeschaltet.
Das Gerät läuft zwar, allerdings hat Main Left ein weiteres Problem. Der Ruhestrom ist nach dem Einschalten >50mV und nachdem die LS Relais freigegeben wurden, Steigt der Ruhestom auf über 80mV. Der Kühlkörper erhitzt sich an der Stelle zu schnell. Nach einer Minute ist der Kühlkörper schon recht sehr warm und der Ruhestrom über >120mV und hinzu kommt dass die beiden Transistoren, die ich von der Benachbarten Endstufe in die Main Left eingelötet habe (also den 2SA1837 und 2SC4793 Transistor) EXTREM Heiß werden...

Das Poti, womit ich den Ruhestrom Justier, bringt mir nicht viel. Vielleicht + - 15mV. Es steht auf den untersten Anschlag.

Habe ich vielleicht was übersehen?
Ist irgendwie ein anderes Bauteil Schuld, was so ein hohen Ruhestrom erzeugt?


Die anderen Kanäle sind in Ordnung. Auch Rear Left, wo jetzt dessen Transistoren in Main Left sitzen, war der Ruhestom auch in Ordnung.

CarlM.
Inventar
#27 erstellt: 02. Nov 2020, 14:42
Wenn man Werte vergleicht - insbesondere das Ruhestromverhalten - dann sollte man Front R mit Front L vergleichen. Wenn beide Kanäle dasselbe Problem haben, sollten gemeinsame genutzte Bauteile wie z.B. die Z-Diode D301 oder ein Vorverstärker-IC eine Rolle spielen.

Da Du weisst, dass die Ursache in einer Verpolung bestand, solltest Du neben den Halbleitern auch immer einen Blick auf Elkos haben.
Wenn z.B. die Z-Diode defekt ist, wird der parallel geschaltete Elko auch kaputt sein.

Die Halbleiter der Endstufen Main (Front) R und Main (Front) L könnte man auch für eine Art Screening im eingelöteten Zustand mit dem Diodentester prüfen.

Ansonsten hilft es nur, die Spanungen an den Pins der Transistoren lt. Schaltplan zu überprüfen. Um Überhitzung zu vermeiden, gut vorplanen und immer nur ein oder zwei Transistoren messen, die Werte zunächst im Kopf behalten, dann ein paar Minuten Pause.
Für eine schnelle Überprüfung, ohne viel "Werte notieren" reicht es auch, an jedem Transistor die Werte für Basis und Emitter zu messen. Erst, wenn dort weniger als 0,6 V oder deutlich mehr als Differenz anfallen, wird es interessant.


[Beitrag von CarlM. am 02. Nov 2020, 14:48 bearbeitet]
BlackGale44
Stammgast
#28 erstellt: 02. Nov 2020, 14:56
Ok. Front R ist wiederum in bester Ordnung. Dort sind etwa 3mV.

Habe doch etwas übersehen. R402 Widerstand ist kaputt optisch ein Schwarzen Punkt und Messtechnisch Hochohmig.. Werde diesen mal ersetzen und den Elko C334 gleich gegen einen neuen Ersetzen. Die Dioden prüfe ich ebenso noch mal.
CarlM.
Inventar
#29 erstellt: 02. Nov 2020, 15:10
Ich hatte vorhin wohl Main L/R mit Front L/R verwechselt.
Nur zur Klarheit ... defekt ist Main L (?).
BlackGale44
Stammgast
#30 erstellt: 02. Nov 2020, 15:41
Genau Main L ist Defekt.

Sehr komisch ist dass eben der gerade ausgetauschte Widerstand R402 von 4,7 Ohm 1 Watt nahezu auch extrem Heiß wird.

Elko C334 wurde auch getauscht.

Die Z Dioden müssen doch eine Durchlassrichtung und eine Sperrichtung haben richtig!


[Beitrag von BlackGale44 am 02. Nov 2020, 15:56 bearbeitet]
CarlM.
Inventar
#31 erstellt: 02. Nov 2020, 16:01
R402 kann eigentlich ohne Signal nur dann heiss werden, wenn der in Serie geschaltete Kondensator niederohmig geworden ist.
Ansonsten müsste also irgendeine Form von Wechselspannung anliegen (wie z.B. durch Schwingungen in der Endstufe).

Z-Dioden lassen sich nicht im Widerstandsbereich messen. Ihre Wirkung besteht ja im Zener-Effekt. Sie werden also erst ab dem Erreichen der Zener-Spannung niederohmig. Allerdings bekommt man mit den meisten Messgeräten im Diodentest-Modus ein von der Polung abhängiges Ergebnis.
BlackGale44
Stammgast
#32 erstellt: 02. Nov 2020, 16:18
Meinst du den C350 Kondensator, der in Serie von R402 geschaltet ist?


Ab und zu geht der Verstärker auch mal aus, wohl wegen DC Offset am Ausgang.
CarlM.
Inventar
#33 erstellt: 02. Nov 2020, 16:24
Ja genau ... C350. Falls es möglich ist, messe einmal an beiden Enden von C350 jeweils gegen GND.
Wenn Dein Messgerät auch V AC zuverlässig messen kann, dann mache dieselben Messungen auch nich einmal im V AC-Bereich.
Insgesamt sind das dann vier Messwerte, die Aufschluss bringen sollten.
BlackGale44
Stammgast
#34 erstellt: 02. Nov 2020, 17:18
Also folgendes konnte ich Messen, nachdem ich den bereits neuen Widerstand R402 der verheizt wurde auf 2 Ohm (statt 4,7) gegen noch einen neuen ersetzt habe.

Also Gemessen an C350, habe ich 4 Messwete.

1: 0,000 VDC
2: 0,010 VDC
3: 0,001 VAC
4: 0,400 VAC

Wobei bei Messung 4 die Zahl sehr schwankend manchmal war.
Ich hatte bei Messung 4 manchmal 0,050 VAC und bis 0,500 VAC.

-Alle 4 Messung jeweils gegen Masse am Gehäuse (GND).


[Beitrag von BlackGale44 am 02. Nov 2020, 17:19 bearbeitet]
CarlM.
Inventar
#35 erstellt: 02. Nov 2020, 17:30
Die Werte 2 und 4 sind ja gleichzeitig Werte für den 4.7 Ohm-Widerstand. Dessen Hitze kann nur durch die Messung 4 erklärt werden. Da würde dann 0,5W frei. Allerdings würde ich ähnlich Werte dann auch am anderen Ende des Kondensators erwarten.
Nun ja, vielleicht sollten wir die V AC-Werte mit Vorsicht verwerten. Da müsste man dann vielleicht doch besser einen Oszi nutzen.
Die Gleichspannungswerte sind okay.

Ich würde zunächst mit den Halbleitern weitermachen und die Differenzen b-E prüfen.Unter Spannung sind die Z-Dioden auch gut zu prüfen. Sie müssen dann an ihren Enden die Sollspannung entsprechend ihrer Bezeichnung haben..
BlackGale44
Stammgast
#36 erstellt: 02. Nov 2020, 18:17
Ein kleiner Nachtrag, bei den Treibertransistor Q380C (2SA5200)
Messe ich zwischen Basis und Emitter circa 270 mV DC. Und beim Q380A (2SA1943) 0,437 mV DC

Beim Gegenüberliegenden Kanal für Main R stimmen die Werte bei beiden Transistoren jeweils 0,55 V DC circa.
CarlM.
Inventar
#37 erstellt: 02. Nov 2020, 18:23
Langsam nähern wir uns dem Problem. Auch wenn die Werte hier nicht passen vermute ich den Fehler in den vorgelagerten Stufen.
BlackGale44
Stammgast
#38 erstellt: 02. Nov 2020, 18:32
Vorgelagerten Stufen?, ich versuche es zu verstehen, aber ich schnalls nicht.

Ich verstehe dann Vorstufe
CarlM.
Inventar
#39 erstellt: 02. Nov 2020, 18:47
Die Transistoren z.B. auf der Platine bilden ja jeweils wiederum Untergruppen u.a. zur Ruhestromregelung, zur Spannungsverstärkung, ...
Wenn Du schon einmal die analytischen Schaltbilder von Poetry2me angesehen hast, dann weisst Du was ich meine.

Fazit:
Prüfe auch die anderen Transistoren. Ich wollte hauptsächlich sagen, dass die von Dir gemessenen Werte vermutlich auf einer falschen Ansteuerung durch die vorgelagerten Transistoren kommen.


[Beitrag von CarlM. am 02. Nov 2020, 18:47 bearbeitet]
BlackGale44
Stammgast
#40 erstellt: 02. Nov 2020, 19:25
Kann mich an die analytischen Schaltbilder nicht mehr erinnern

Muss mal sehen wie ich im Falle eines Austausches der Treibertransistoren das Gerät auch mal komplett Zerlege. Nicht ganz so leicht.

Versuche die anderen Transistoren zu messen.

Hab hier noch mal ein Bild der defekten Main L Stufe.

20201102_192159


[Beitrag von BlackGale44 am 02. Nov 2020, 19:31 bearbeitet]
CarlM.
Inventar
#41 erstellt: 02. Nov 2020, 19:47
Danke für das hilfreiche Bild.

Wenn die Anschlüsse der Transistoren schlecht erreichbar sind, kann man sich auch Ersatzpunkte suchen. Weil es gerade gut zum Photo passt:
Die Basis von Q324 entspricht der Kathodenseite der Diode D304 und der Emitter ist mit R364 verbunden - und zwar der Pin der oben herauskommt.


[Beitrag von CarlM. am 02. Nov 2020, 19:53 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#42 erstellt: 02. Nov 2020, 20:06

CarlM. (Beitrag #31) schrieb:
...
Ansonsten müsste also irgendeine Form von Wechselspannung anliegen (wie z.B. durch Schwingungen in der Endstufe).

Z-Dioden lassen sich nicht im Widerstandsbereich messen. Ihre Wirkung besteht ja im Zener-Effekt. Sie werden also erst ab dem Erreichen der Zener-Spannung niederohmig. Allerdings bekommt man mit den meisten Messgeräten im Diodentest-Modus ein von der Polung abhängiges Ergebnis.


Das sehe ich auch so. Die linke Haupt-Endstufe (nicht Front Left) scheint gelegentlich instabil zu werden und dann zu schwingen.
Dann wird der Widerstand im Zobel-Gleid am Ausgang heiß !!
Der Kondensator in Reihe könnte langfristig ebenfalls schaden nehmen, aber der Widerstand vorher.

Da das Schwingen kommt und geht, liegt es wohl an einem Wackelkontakt irgendwo.
Ich würde mal im Betrieb (mit Glühbirne) die Platine abklopfen und auch irgendwie versuchen, das Schwingen erkennbar zu machen. Der trafo könnte z.B. mechanisch brummen wegen hohem Strombedarf der Schwingung.
Am besten wäre natürlich ein Oszilloskop.

- Johannes
Uwe_1965
Inventar
#43 erstellt: 02. Nov 2020, 20:26
Mal ne Frage, angenommen, man hätte ein Oszi, und das Teil würde "schwingen" in welchen Sphären würden wir uns da bewegen kHz, MHz

Gruß Uwe
CarlM.
Inventar
#44 erstellt: 02. Nov 2020, 21:36
Ich wage mich einmal an eine Schätzung. Wenn man vom Modell eines einfachen RC-Schwingkreises ausgeht und für C und R Werte nimmt, die für Endstufen realistisch sind, komme ich auf einstellige MHz-Werte.

p.s.
Gemessen habe ich das nie. Die Endstufen waren stets schneller durch als ich messen konnte.


[Beitrag von CarlM. am 02. Nov 2020, 21:37 bearbeitet]
BlackGale44
Stammgast
#45 erstellt: 02. Nov 2020, 21:47
Also das Klopfen an Platinen bewirkt nichts.

Wenn das Gerät kalt ist und ich ihn einschalte, dann sind etwa 95Watt für die ersten paar Sekunden. Fällt dann mal ab auf 83 Watt ab und steigt dann je wärmer die Bauteile werden und der Kühlkörper werden, auf bis 100 Watt und Steigert sich dann langsam weiter in höhe. 101, 102, 103, 104... Dann habe ich ausgeschaltet, weil es sonst zu Kritisch wird!


Die 13 Transistoren habe ich mal an jeweils an Basis und Emitter (hoffe ich doch) gemessen. Also immer die äußeren Pins.

Folgende Werte konnte ich aufschreiben

Q330: 0,502V
Q324: 0,638V
Q322: 0,639V
Q328: 4,03V
Q340: 0,633V
Q320: 0,666V
Q318: 0,600V
Q316: 0,599V
Q314: 0,634V
Q312: 0,422V


Q380A: 0,400V
Q380C: 0,202V
Q326: 0,554V
CarlM.
Inventar
#46 erstellt: 02. Nov 2020, 22:19
Da warst Du ja definitiv fleissig. Die ca. 4 V sind korrekt und kein Schreibfehler? Ein Defekt von Q328 würde die Ruhestromprobleme natürlich erklären.
Insbesondere da wären dann natürlich die Werte an den drei Pins - jeweils gemessen gegen GND - von Interesse.
Natürlich sind auch die noch fehlenden Werte von Q379 A und C von besonderem Interesse.


[Beitrag von CarlM. am 02. Nov 2020, 22:20 bearbeitet]
BlackGale44
Stammgast
#47 erstellt: 02. Nov 2020, 22:56
Ja die 4V sind kein Rechtschreibfehler

Also Q379A hat 4,33V, zwischen Base und Emitter.
Und Q379C hat 0,5V auch Base an Emitter.

Der auffällige Q328 hat folgendes ergeben:

Schwarze Masse Kabel vom Multimeter an GND und mit Rot Plus auf:

Emitter: 5,0V (je Wärmer, je mehr abfall 4,8V, 4,7, 4,6 usw.)
Collector: -40,2V
Base: -0,45V
Poetry2me
Inventar
#48 erstellt: 02. Nov 2020, 23:06
Transistor Q328 ist Teil der Stromverstärkung und wird als Pre-Driver in seiner Kennlinie betrieben.
Er sollte im Betrieb ebenfalls ca. 0,6V Basis-Emitter-Spannung haben. Wahrscheinlich ist er also kaputt.

Die 4V an der B-E-Strecke erklärt, warum auch bei anderen Transistoren die Spannung an den B-E-Strecken etwas abweichen von 0,6V.
Denn das über-alles-gegengekoppelte System versucht stark gegenzuregeln.

Yamaha DSP-A1 schematic detail left main power amplifier

- Johannes
BlackGale44
Stammgast
#49 erstellt: 02. Nov 2020, 23:15
Manchmal schaltet der Amp aus und muss teilweise 3 mal Power drücken, bis er an bleibt zum messen.

Ok nun. Ich könnte den Q328 mal auslöten und eventuell ein einlöten von einer anderen Endstufe, z.B. Rear R (da diese zurzeit Spannungsfrei ist) ?

Ob das das Problem lösen sollte
Poetry2me
Inventar
#50 erstellt: 02. Nov 2020, 23:25
Q328 ist jedenfalls defekt.
BlackGale44
Stammgast
#51 erstellt: 02. Nov 2020, 23:43
Habe ein anderen von Rear R eingelötet. Ist ja ein 2sa1145.
Hab vorab noch einmal zum Dritten mal jetzt den Widerstand R402 gegen neu ersetzt. Zwar hatte er noch 4,7 Ohm. Hat aber durch die Hitze wieder Farbe abgenommen.

ABER Der Amp lässt sich jetzt nicht einschalten.
Der Trafo Brummt nicht mehr beim Einschalten und Stromaufnahme war bei 50 Watt in etwa.

Nun das Display erscheint kurz beim versuch ihn einzuschalten.
Immernoch DC Protect 23%
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Yamaha DSP A1 Anzeige deffekt
solo99 am 29.11.2009  –  Letzte Antwort am 28.01.2012  –  11 Beiträge
Backup Batterie Yamaha DSP-A1
carlsberg007 am 02.06.2013  –  Letzte Antwort am 17.06.2013  –  7 Beiträge
Yamaha DSP-Z9 lässt sich nicht mehr Einschalten
BlackGale44 am 22.11.2019  –  Letzte Antwort am 08.12.2019  –  103 Beiträge
Yamaha DSP - A1 schaltet sich direkt wieder aus
skamm am 15.07.2017  –  Letzte Antwort am 17.07.2017  –  9 Beiträge
DSP-A2070 lässt sich nicht einschalten!
r4d0n am 10.09.2012  –  Letzte Antwort am 11.09.2012  –  5 Beiträge
Yamaha DSP-E800
Schmids-Gau am 13.04.2011  –  Letzte Antwort am 21.04.2011  –  3 Beiträge
Yamaha DSP Z9 probleme
Muschkoke am 04.01.2013  –  Letzte Antwort am 11.02.2013  –  4 Beiträge
Yamaha DSP AZ1 Einschaltproblem
Musk74 am 28.01.2019  –  Letzte Antwort am 31.01.2019  –  2 Beiträge
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