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mm oder mc System ?

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front
Inventar
#1 erstellt: 02. Mai 2003, 13:01
Hi,
habe also jetzt mal ein wenig am Thorens rumgewerkelt und werde ihn wohl behalten und dafür den Pro-ject zurückgeben. Nun die Frage was für ein System wäre für den Thorens angebracht (sollte nicht zu teuer sein) und vor allem was ist besser, mc oder mm ?
EWU
Inventar
#2 erstellt: 02. Mai 2003, 14:19
was besser ist, ja, das kann man nicht sagen.Das ist ähnlich Voodoo.Manche schwören auf MM, manche auf MC.

Ich habe meinen Thorens bis jetzt nur mit MM Systemen betrieben.Klang immer gut.Schau Dich mal bei Audio Technica um, die haben für jeden Geldbeutel etwas.
MM Systeme bekommst Du i.d.R. etwas günstiger.
westmende
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 02. Mai 2003, 14:35
Mag sein, daß MCs besser klingen können aufgrund
der geringeren bewegten Masse, aber die Nachteile
von MC gegenüber MM sind beträchtlich: Niedrigerer
Signal/Rausch-Abstand, hohe Anfälligkeit gegen
Brummeinstreuung; Batterien zur Versorgungsspannung
sind da noch das geringste Problem.
Ein guter Kompromiß sind da High-Output-MCs.
burki
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 02. Mai 2003, 14:48
Hi,

ja, das ist IMHO wirklich etwas eine "Glaubensfrage".
Tendenziell ist ja deutlich zu sehen, dass aber einer gewissen Preisklasse (selbst diese Preisgrenze vermag ich nicht genau zu definieren) MC ganz klar favorisiert wird.
Obwohl ich selbst ein High-Output-MC TA besitze, erschliesst sich mir da allerdings der wirkliche Vorteil (das TA allein betrachtet) gegenueber einem MM nicht (zudem kann man bei einem MC auch nicht mal geschwind die Nadel tauschen ...).
Was ich allerdings nicht unbedingt haben mag (ist aber meine persoenliche Verallgemeinerung ), ist eine eingebaute Phonoplatine fuer MC, da hier tatsaechlich die Brummgefahr rel. gross sein kann. Bei einem externen PhonPre sehe ich da allerdings nicht die so grossen Probleme ...

Gruss
Burkhardt
cr
Moderator
#5 erstellt: 02. Mai 2003, 16:33
Eine Zeitlang gab es neben MC-PreAmps auch noch ziemlich schwere (1 kg und mehr) passive MC-Übertrager, die die Spannung etwas hochspannten. Gibt es das noch? Der Vorteil war ihre Rauschfreiheit allerdings zu Lasten des (übertragerimmanenten) Klirrfaktors.
Holger
Inventar
#6 erstellt: 02. Mai 2003, 17:45
Jou, gibt's noch, z.B. von Ortofon. Zwei von meinen Plattenspielern, die mit MCs ausgestattet sind, laufen z.B. über einen Denon-Übertrager, in der Tat ein passives Gerät.
Weitere Infos, auch mit Bildern, gibt's hier.
front
Inventar
#7 erstellt: 02. Mai 2003, 19:29
Aber es hat sich in der Praxis nach eurer Erfahrung nicht gezeigt das MC besser als MM ist, richtig ?
EWU
Inventar
#8 erstellt: 02. Mai 2003, 21:49
front:Man kann nicht unbedingt sagen, dass MC Systeme besser klingen.Gerade bei einem Plattenspieler spielen viele Parameter eine Rolle.Es kommt auf den Standort( auf einem stabilen Rack zB,) des Plattenspielers an, auf den Tonarm und auf das System. Ich habe schon Plattenspieler gehört, die klangen mit MC fantastisch, ich habe aber auch schon welche gehört, die klangen mit MC fürchterlich.Ebenso mit MM System.Was ich aber sagen kann, ist,wenn man richtig Geld in ein System investiert, ab 600 EUR, dann ist ein MC System einem MM überlegen, wenn der Tonarm ein guter ist,der Plattenspieler auf einem stabilen Rack, schwingungsfrei, steht.Es ist leider sehr umständlich und zeitaufwändig bei einem Plattenspieler verschiedene Systeme auszuprobieren.Aber bis etwa 200 EUR würde ich immer ein MM-System vorziehen.
front
Inventar
#9 erstellt: 02. Mai 2003, 22:13
Na dann hat sich das ja erledigt, 600 Euro wollte ich nicht ausgeben. Bekmmt man denn um die 100 ein vernünftiges (brauchbares) MM System ?
EWU
Inventar
#10 erstellt: 02. Mai 2003, 22:30
ja, obwohl die Luft bei dem Preis recht dünn wird, aber zB.: Audio Technica AT 95 E,ca.95 EUR
Ortofon OM 10 Super, ca.70 EUR

wie schon gesagt, mein Thorens läuft mit einem AT System sehr gut.
cr
Moderator
#11 erstellt: 02. Mai 2003, 22:33
High-Output-MC müßten eigentlich den Vorteil des MC-Konzeptes zunichte machen. Der Vorteil liegt ja darin, dass eine winzige Spule masseärmer ist als der Magnet, der bei MM am Nadelträger montiert ist. High Output kann man aber nur mit mehr Wicklungen erreichen, somit ist auch die Masse wieder höher. Da aber MC damals zu einem derartigen Hype wurde, mußte jeder plötzlich MC-Systeme anbieten. Nur konnten da die Verstärker nicht mithalten, weil es doch aufwendig ist, einen rauscharmen Verstärker zu bauen, der nur 0,2 mV (Richtwert) hineinbekommt (bei MM ist der Richtwert 2 mV). Daher hat man dann High-Output MC entwickelt, was zwar kaum mehr die ursprünglichen Vorteile hat. Aber man konnte sich auf die Brust klopfen und sagen: Auch wir haben das!
EWU
Inventar
#12 erstellt: 02. Mai 2003, 22:42
cr: richtig, dem ist nichts mehr hinzuzufügen
cr
Moderator
#13 erstellt: 02. Mai 2003, 22:59
Ich weiß nicht, wies mit Shure ausschaut: Die haben früher in der Preisklasse 100 Euro einiges angeboten (das Spitzenmodell, der Shure V15/Typ 4 hat etwa 250 Euro gekostet (hatte ich früher) - hatte eine ganz hervorragende Trackability bei geringer Auflagekraft (schallplattenschonend)
Holger
Inventar
#14 erstellt: 02. Mai 2003, 23:07
Mein Tipp : das neue VinylMaster Red von Ortofon, das passt mit seiner relativ hohen Nadelnachgiebigkeit absolut bestens zu dem leichten Thorens-Arm.
Schau Dir's mal bei Phonophono.de an : http://www.phonophono.de/html/ortofon_vm01.html#, kostet 115 Euro und ist bestimmt ein sehr sehr gutes System.
front
Inventar
#15 erstellt: 02. Mai 2003, 23:28
Danke für die Tips. Ich finde es echt erstaunlich das man für ein so altes Gerät wie den TD 166 mk II heute noch Systeme finden kann. Ich habe mich bestimmt 10 Jahre oder so nicht mehr damit beschäftigt und hätte nicht erwartet das das so easy werden würde für den alten Player noch was zu bekommen !
Ich habe übrigens in meiner Wühlkiste noch ein altes Shure V 15 Type III System gefunden und am Thorens ist zur Zeit noch ein Denon System dran. Funktionieren tut das Denon Teil schon noch, aber es wird wahrscheinlich total abgenutzt sein, oder ? Ob das Shure überhaupt an den Thorens passt weiß ich gar nicht. Wie lange hält denn so ein System ?

Ach übrigens Holger, habe mal deine "Checklist" durchgeführt und es ist tatsächlich so das der Riemen nicht umgelegt wird und der Player deshalb nicht auf 45rpm umspringt. Mal schauen was sich da machen läßt.
cr
Moderator
#16 erstellt: 02. Mai 2003, 23:34
Das MM-System an sich sollte nicht altern, da es nur aus einer doppelten Spule besteht. Es altert hingegen der Nadeleinschub, weil der Nadelträger in einem Gummiteil gelagert ist, der verhärtet/versprödet (würde 5-10 Jahre für den Einschub schätzen, je nach Material und Umwelt: UV, Nässe vom Nassreinigen).
Holger
Inventar
#17 erstellt: 02. Mai 2003, 23:39
Schön, dass man auf mich hört ;-).

Systeme halten schon recht lange, und dass nach ein paar Jahren die Dämpfungsgummis derart aushärten, dass es nicht mehr klingt, ist zum Glück auch nicht immer zutreffend. Ich habe einige ziemlich alte Systeme, die noch erstklassig klingen !
Das Shure V15-III, das Du gefunden hast, ist übrigens ebenfalls PERFEKT für den Thorens-Arm, es muß nur das Richtige sein - es gab nämlich eine spezielle Version für Dual-Plattenspieler, die keine durchgehenden Löcher für die Schraubenbefestigung hat sondern nur zwei kleine Löchlein oben und sehr kurze Schräubchen, das geht nicht.
Wenn's aber ein ganz normales System ist, welches man von unten mit zwei Schrauben befestigen kann, hast Du fast schon gewonnen. Schlimmstenfalls brauchst Du dann eine neue Nadel, die kostet als qualitativ hochwertiger Nachbau z.B. bei www.mrstylus.com 35 Euro. Auflagekraft 1,25g, hohe Nadelnachgiebigkeit - wie gesagt PERFEKT für den Thorens-Arm.


[Beitrag von Holger am 02. Mai 2003, 23:41 bearbeitet]
front
Inventar
#18 erstellt: 04. Mai 2003, 20:32
Hi,
Das Shure V15-III ist aber ein mc Sytem, oder ? Suche für den Pro-ject noch ein günstiges mm System, kann da auch mal wer was empfehlen ?
Der Thorens ist übrigens soweit wieder recht gut in Schwung...
cr
Moderator
#19 erstellt: 04. Mai 2003, 20:38
Shure V15/III ist niemals ein MC-System. Ich habe den Nachfolger, das V15/4 gehabt, reines MM mit gebräuchlicher MM-Ausgangsspannung. Zur Zeit als der V15/III gebaut wurde, waren MC noch überhaupt kein Thema. Ich weiß nicht einmal, ob Shure jemals auf dem MC-Zug aufgesprungen ist, bis 1983 sicher nicht und danach hats mich wegen der CDs nicht mehr interessiert.
Wie kommst du darauf, dass das ein MC-System sein soll?
Holger
Inventar
#20 erstellt: 04. Mai 2003, 21:10
Zur Info : Shure hat NOCH NIE ein MC-System produziert !
front
Inventar
#21 erstellt: 04. Mai 2003, 21:31
Uuups, cool. Wußte ich nicht. Passt das Shure denn auch auf den Pro-ject ? Dann könnte ich mal testen. Aber wahrscheinlich nicht, oder ?
Holger
Inventar
#22 erstellt: 05. Mai 2003, 07:28
Grundsätzlich passt jedes System in jeden Tonarm, wenn die Befestigungsart stimmt, also passt das Shure natürlich auch in den Project-Arm.
Aber in Grenzbereichen kann es halt zu eigenartigem Verhalten des Systems (vibrieren, Schlingern) und damit des Klangs (Jaulen) kommen, wenn System und Arm resonanzmäßig nicht zueinander passen, aber das merkt man u.U. wie gesagt erst in Grenzbereichen.
Bruno
Stammgast
#23 erstellt: 05. Mai 2003, 11:29
Hallo CR, EWU & alle,

der Vorteil, ein MC habe eine geringere bewegte Masse als ein MM ist garnicht notwendigerweise immer gegeben, ein System mit besonders geringer bewegter Masse ist nämlich ein MM, das Shure V15VxMR (dies weiss ich allerdings bloss aus einem anderen Forum, Zahlen oder Quellen hab ich nicht).

Anscheinend sind MCs bzgl. Impedanz & Kapazität von Kabeln und Vorverstärkern auch aufgrund des sehr geringen Innenwiderstandes unkritischer - dies führt theoretisch zu graderem Frequenzgang.

Grüsse
Bruno
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