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Rega Plattenspieler drückt Tonarm auf die Seite - was tun?

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leadtodeath
Stammgast
#1 erstellt: 18. Jul 2012, 18:39
So, habe endlich meinen P9 bekommen. Nun steht das Gerät, alles läuft und ich würde gerne die Nadel auf die Platte setzen, aber ich kann nicht, weil mir irgendein magnetischer Rücksteller stets den Tonarm von der Platte drückt. Wenn ich Glück habe, und die Nadel die Platte trifft, bevor der Tonarm das Plattenende erreicht hat, habe ich nur einen Kanal, da die Nadel auf eine Seite gedrückt wird.

Kann mir bitte ein Rega-Erfahrener sagen was ich tun muss, damit das aufhört und ich endlich meine erste Platte hören kann?! Vielen Dank!
the_det
Stammgast
#2 erstellt: 18. Jul 2012, 19:27
Moin,

leadtodeath schrieb:
magnetischer Rücksteller stets den Tonarm von der Platte drückt

was heißt das denn? Wird der Arm zur Außenseite oder zur Tellerachse gedrückt?
Wenn er zu Außenseite gedrückt wird, dann arbeitet das Antiskating wohl zu gut. Nimm das mal ganz raus. Oder, moment, bei Rega-Armen kann man das - glaube ich - gar nicht abstellen. Also Antiskating so gering wie möglich und dann nochmal probieren und posten

Grüße
Det
leadtodeath
Stammgast
#3 erstellt: 18. Jul 2012, 20:03
Tja, wer suchet der findet! Man muss den Knopf unten am Tonarm rausziehen - dann kommen zwei Markierungen zum Vorschein, deren Nutzen sich mir noch nicht offenbart hat. Jedoch wird die Abstoßung geringer und der Tonarm bleibt auf der Platte.

Habe nun die Auflagekraft usw. eingestellt, hört sich bereits super an. Jedoch klingen lang gehaltene Klaviernoten teilweise, als dreht jemand am Pitch. Woran könnte das liegen? Muss ich die Auflagekraft erhöhen, oder das Gewicht anders platzieren?
MrBrunzel
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 18. Jul 2012, 20:28
Der Nubsi mit den zwei Markierungen ist deine Antiskating-Einstellung.
Und die Auflagekraft stellst du nach Vorgaben des Nadel-/Systemherstellers ein.

Zum Antiskating: Bei den Rega Tonarmen ist das Antiskating nahezu "Null", wenn der Nubsi ganz raus gezogen ist. Zwischen den Markierungen ist die Antiskating-Einstellung zwischen 1g und 2g.
Eigentlich stellt man das Antiskating genau so ein wie das Auflagegewicht, also z.B. 1,5g Auflagegewicht = 1,5g Antiskating. Das wäre genau die Mitte der "Kerbe".

Aus Erfahrung würde ich bei Rega das Antiskating aber etwas kleiner einstellen. Also eher Richtung 1 - 1,25.

Gruß Andreas...

Edit: Wegen deines "Pitch-Problems" würde ich mal eine Stroboskop-Scheibe auflegen und gucken ob die Drehzahl gleichmäßig ist!
Ist der Dreher neu? Falls die Drehzahl schwankt oder nicht stimmt würde ich ansonsten mal den Riemen tauschen, wenn es ein Gebrauchtgerät ist...


[Beitrag von MrBrunzel am 18. Jul 2012, 20:31 bearbeitet]
leadtodeath
Stammgast
#5 erstellt: 18. Jul 2012, 20:46
Vielen Dank für die Hilfe. Ich dachte das 1-2 G Ding wäre am Gegengewicht zu suchen ... gute Anleitung. Das Pitch-Problem war auf der Aufnahme und nicht der Player =). Habe mir gerade Take Five angehört und bin ganz hin und weg - das klingt praktisch identisch zur 192/24 Aufnahme, nur mit etwas mehr Bass und einem Hauch diffuserer Darstellung. Genial, so habe ich mir das vorgestellt.
MrBrunzel
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 18. Jul 2012, 20:54
Habe bei meinem Rega auch ne Weile die Antiskating-Einstellung gesucht...

Aber sonst ist es eigentlich ganz einfach.
Die Skala für´s Gewicht auf Null drehen und mit dem hinteren Gewicht den Tonarm in Waage bringen. Dafür das Antiskating am besten komplett raus ziehen. Dann mit der Skala an der Seite das gewünschte Gewicht einstellen (Herstellervorgabe) und entsprechend das Antiskating wieder rein schieben. Die erste Markierung ist 1g Antiskating, die zweite 2g.

Schön, wenn es nu bei dir läuft, viel Spaß beim hören...

Besten Gruß
Andreas...
leadtodeath
Stammgast
#7 erstellt: 18. Jul 2012, 21:18
Weißt du vielleicht auch noch welches pF-Setting ich für das Exakt nehmen muss? Ich höre zwischen 50 und 400 schon keinen Unterschied - oder muss ich da speziell auf etwas achten? Danke!
MrBrunzel
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 18. Jul 2012, 21:25
Nein, kann ich dir leider nicht sagen, da ich kein Rega Tonabnehmer habe.
Da müsste dann jetzt einer der Profis mal einspringen...

Gruß Andreas...


[Beitrag von MrBrunzel am 18. Jul 2012, 21:26 bearbeitet]
akem
Inventar
#9 erstellt: 19. Jul 2012, 09:01
Wenn Du keine Hersteller-Empfehlung vorliegen hast, stelle den pF-Wert (das ist die Abschluß-Kapazität) einfach so ein, wie es Dir klanglich am besten gefällt. Die Unterschiede fallen dabei nur im Hochton auf. Orientierungshilfen sind dabei:
- scharfe S-Laute oder Zischen deuten auf (deutlich) zu hohe Einstellung hin
- ein übertriebener unterer Hochton (hohe Frauenstimmen oder E-Gitarren nerven) und ein dafür fehlender Superhochton (fehlender "Glanz" bei Hi-Hats oder Becken) bedeuten auch deutlich zuviel pF
- dumpfer Klang fast ohne Höhen deutet auf deutlich zu wenig pF hin
Nur Mut: kaputt gehen kann auch bei einem gröbst falschen pF-Wert nichts. Kostet halt ein wenig Zeit und Geduld

Allerdings muß der jeweilige Eindruck über mehrere Platten hinweg da sein. Es gibt immer wieder mal einzelne Aufnahmen, bei denen z.B. mit dem Mikrofon Fehler gemacht wurden, so daß dann S-Laute bei dieser Platte halt zischen. Das kriegt man auch mit perfektester Einstellung des Drehers nicht weg.

Noch ein Tip zur richtigen Einstellung des Antiskatings: alles Skalen nützen hier nicht viel - deshalb fällt die Skala der Regas auch sehr grobschlächtig aus. Hilfe zur richtigen Einstellung:
Wenn man vor den Dreher steht und auf den Tonabnehmer schaut, dann ist links (die innere Rillenseite) der linke Kanal, rechts entsprechend der rechte Kanal.
- Bei zu viel Antiskating verzerrt der linke Kanal, weil die Nadel zu stark nach rachts gedrückt wird.
- Bei zu wenig Antiskating verzerrt es entsprechend rechts.
- Wenn es in beiden Kanälen verzerrt, ist die Auflagekraft zu gering.
Das nicht nur die Auflagekraft das benötigte Maß an Antiskating beeinflußt sondern auch der Nadelschliff, wunder Dich nicht, wenn der Wert des Antiskating mit der üblichen Daumenregel AK=AS nicht wirklich übereinstimmt. Abweichungen von 30% sind da durchaus möglich. Und auch der Tonarm spielt da noch mit: wenn ich z.B. überhaupt kein Antiskating verwende (AS=0) wird derselbe Tonabnehmer auf einem Arm verzerren wie Sau und auf einen anderen Arm sauber spielen...

Gruß
Andreas
leadtodeath
Stammgast
#10 erstellt: 20. Jul 2012, 19:15
Danke, ich habe das anti-skating komplett rausgenommen. Vom Klang her hat sich nichts geändert, nur liegt die Nadel nun senkrecht auf.

Kann mir vielleicht noch jemand erklären, was ich gegen elektrostatische Aufladung unternehmen kann? Bei jeder neueren Platte kommt nach gewisser Zeit ein Punkt, an dem die Tonwiedergabe komplett verzerrt wird. Wenn ich den Tonarm kurz anhebe und wieder absenke, verschwindet die Verzerrung wieder.
MrBrunzel
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 20. Jul 2012, 19:33
Am besten hilft da wohl die Platten zu waschen.
Dazu wäre am Anfang die Knosti zu empfehlen.
Allerdings kann ich die Waschflüssigkeit, die dabei ist, nicht empfehlen. Damit hatte ich immer Flusen an der Nadel.
Zu der Knosti gibt es hier auch einen großen Thread. Da ist auch beschrieben wie man sich die Waschflüssigkeit selber mischt. Ich nutze eine Mischung von 70% destiliertes Wasser und 30% Isopropanol 99,9. Dazu 2-3 Spritzer Mirasol Antistatic. Dieses macht die Platte dauerhaft Antistatisch. Anschließend die Platte in eine gefütterte Innenhülle.

Sauberen Gruß
Andreas...
leadtodeath
Stammgast
#12 erstellt: 21. Jul 2012, 10:29
Habe eine Platte gewaschen und es noch mal versucht - ohne Erfolg. Danach habe ich die Erdung separat angebunden, ebenfalls ohne Erfolg. Heute fiel mir auf, dass es hauptsächlich bei sehr lauten Passagen mit heftigen Ausschlägen auftritt. Darauf hin, habe ich die Auflagekraft etwas zurückgenommen und bisher funktioniert es. Allerdings weiß ich noch nicht, ob nicht ob es nun so bleibt, oder wieder auftritt.

EDIT: Falls es jemanden interessiert... Rega hat den RB1000 überarbeitet. Er hat nun die gleiche Abformung zur Aufhängung wie der neue RB301. Zudem ist das Ränder für die Auflagekraft nun schwarz. Ob sich noch etwas geändert hat, weiß ich leider nicht. Sieht auf jeden fall einen Tick moderner aus =)

Es scheint so, als hätte die Auflagekraftverstellung geholfen. Bisher trat der "Fehler" nicht mehr auf.


[Beitrag von leadtodeath am 21. Jul 2012, 10:59 bearbeitet]
akem
Inventar
#13 erstellt: 21. Jul 2012, 16:20
Es kann natürlich auch sein, daß die Verzerrungen vom fehlenden Antiskating herrühren Also Auflagekraft wieder auf den richtigen Wert (sonst nutzt sich die Nadel vorschnell ab, u.U. werden sogar "Ecken" aus dem Diamant rausgeschlagen - soll durchaus schon vorgekommen sein!) und ein wenig Antiskating aufdrehen. Nach meiner Erfahrung entspricht der Rega-Skalenwert 1 in etwa 2g Auflagekraft (ganz grob).

Gruß
Andreas
leadtodeath
Stammgast
#14 erstellt: 21. Jul 2012, 20:23
Habe das Anti-Skating auf 1 gestellt. Klanglich verändert hat sich jedoch nichts. Macht aber nichts, klingt gut bis jetzt =)
leadtodeath
Stammgast
#15 erstellt: 21. Jul 2012, 20:38
Rega P9 RB1000

Das Bild des Tonarms, falls es wen interessiert.
leadtodeath
Stammgast
#16 erstellt: 22. Jul 2012, 14:04
Blöde Frage, aber sollte Anti-Skating nach aussen oder nach innen wirken?
akem
Inventar
#17 erstellt: 22. Jul 2012, 14:57
Die Nadel erzeugt beim Abspielen an den Rillenflanken eine Reibung. Durch die Kröpfung des Tonarms wird der Arm dann nach innen gezogen.
Das bedeutet, daß das Antiskating den Arm nach außen ziehen muß.
Das bedeutet aber auch, daß bei Tonarmen ohne Kröpfung kein Antiskating nötig ist. Dies ist naturgemäß nur bei Tangentialtonarmen möglich. Es gibt zwar eine Hand voll Dreher mit Drehtonarm, der an seinem Ende keine Kröpfung aufweist, aber bei solchen Armen stimmt der Winkel, mit dem die Nadel in der Rille liegt hinten und vorne nicht. Nur bei Tangentialarmen stimmt der Winkel.

Gruß
Andreas
leadtodeath
Stammgast
#18 erstellt: 22. Jul 2012, 17:11
Danke - habe heute Anti-Skating und die Auflagekraft neu justiert. Jetzt stimmt die L/R Balance und das Klangbild ist noch voller.
Fhtagn!
Inventar
#19 erstellt: 23. Jul 2012, 18:45
Legt der alte Roy seinen Drehern keine BDA bei?
leadtodeath
Stammgast
#20 erstellt: 23. Jul 2012, 20:14
"BeDriebsanleitung?"
akem
Inventar
#21 erstellt: 24. Jul 2012, 06:33
BeDienungsAnleitung
BassTrombone
Inventar
#22 erstellt: 24. Jul 2012, 07:38
BeDriebsanlaiDung....so zumindest im Würzbürger raum

da sagen dann ja auch die Physiker Brodonen anstatt Protonen...
akem
Inventar
#23 erstellt: 24. Jul 2012, 08:35
Ah, also mid hadd'm B

Gruß
Andreas
BassTrombone
Inventar
#24 erstellt: 24. Jul 2012, 09:54
hatte mal bei einer Bestellung ne Rückfrage an einen Würzbürger, ob sein Name mit T oder D geschrieben wird...da sagt der doch glatt "Mid D, wie Deodor"...sorry for OT
Fhtagn!
Inventar
#25 erstellt: 24. Jul 2012, 10:30
Wie ist er denn nun, der P9? Der einzige Rega, den ich noch nie live gesehen habe, würde mich interessieren, wie der sich so schlägt.
leadtodeath
Stammgast
#26 erstellt: 24. Jul 2012, 19:48
Perfekt für einen LP-Neuling wie mich =). Ehrlich gesagt fehlt mir die Erfahrung für einen Vergleich, daher kann ich dir nur meine Eindrücke im Vergleich zu meinem Akurate DS liefern. (Ich habe mir von meinen Lieblings-Flacs nämlich gleich die LPs geholt).

Der P9/Exact/Vinl klingt schon annähernd so klar wie eine CD für mich. Wäre nicht ab und an ein kleines Knacksen zu vernehmen, könnte man fast meinen, die Aufnahme wäre digital. Im Vergleich zum ADS hat er fülligeren Bass, dezentere Mitten und silbrigere Höhen. Der Klang ist nicht ganz so präzise und klar wie von der Festplatte, wirkt etwas weicher und lebendiger.

Pauken-, Klavier-, Trommel- und Bass-Anschläge wirken weicher und langsamer, aber ebenso kraftvoll. Gut zu hören bei den Alben Natsukashi und Take Five. Besonders gut gefallen mir Blasinstrumente und Gitarren - deren leicht vibrierender Klang kommt besonders schön zur Geltung bsp. bei Packo De Lucia. Zudem sticht die Lebendigkeit der LP hervor - es macht einfach unheimlich Spaß klassische Werke zu hören. Man kann förmlich spüren wie bei manchen grob-dynamischen Passagen die Nadel auf und ab fliegt...

Einziger für mich stark wahrnehmbarer Unterschied ist die räumliche Wiedergabe. Hier spielt der Akurate DS einfach derart präzise, dass kein Zweifel daran aufkommt, an welchem Ort welcher Musiker mit welchem Instrument steht. Sehr schön zu hören bei Take Five, wenn das Saxophon einsetzt. Am P9 hört man immer noch genau heraus, wo wer und welches Instrument steht, jedoch verschwimmen die Umrisse ein wenig.

Die Aufstellung ist mit etwas Ahnung vermutlich kinderleicht. Ich habe gleich zu beginn den Tonarm viel zu schwer eingestellt, woraufhin mir das Exact einbrach - zum Glück hat es keinen Schaden genommen. Interessant ist die Spurstabilität und Schwingungsarmut des Players. Selbst festes und am Rahmen laut hörbares Tappen mit den Fingern oder neben dem Player in die Luft springen ist bei der Wiedergabe nicht wahrnehmbar. Wo man beim RP6 selbst einer Fliege beim Krabbeln zuhören kann, muss man beim P9 stärkere Geschütze auffahren. Das Konzept scheint zu funktionieren und das wirklich ausnahmslos gut.

Es ist für mich schwer in Worte zu fassen was mir nun am Klang besser gefällt, da der P9 technisch gesehen dem ADS nicht das Wasser reichen kann. Die Musik einfach das, was sie braucht um süchtig zu machen. Als würde es dem digitalen Pendant an etwas fehlen, selbst wenn mehr Information zu hören ist. Vielleicht ist es einfach die Nostalgie

Ich kann nur sagen: Mission geglückt! Mein P9 bleibt und wird mich sofern ihm nichts zustößt die nächsten Jahre begleiten.


[Beitrag von leadtodeath am 24. Jul 2012, 19:57 bearbeitet]
leadtodeath
Stammgast
#27 erstellt: 24. Jul 2012, 19:52
Und noch etwas:

Holz, Stahl, Alu, Keramik, Wolfram, doppelter Riemen und praktisch kein Lagerspiel - Herz was willst du mehr =)!
leadtodeath
Stammgast
#28 erstellt: 29. Jul 2012, 08:54
Habe heut noch einmal mit direktem Umschalten verglichen. Der größte Unterschied ist im Mittelton vorhanden. Der Akurate DS klingt hier viel voller und voluminöser. Der Bass ist (anders als vorher gedacht) auch beim Akurate DS voller und etwas tiefer. Dieses Bild zeichnet sich auch bei den Höhen ab - mehr Volumen und nicht ganz so kratzig. Insgesamt ist der Akurate DS im direkten Vergleich in sämtlichen Disziplinen überlegen, teils mehr teils weniger. Dennoch klingt der P9 nicht schlechter, sondern einfach anders. - Das klingt beispielsweise bei orchestralen Werken angenehmer und entspannter. Nach diesem Direktvergleich, würde ich das Angenehme am P9 durch eben genau diesen entspannten Klang erklären. Man fühlt sich nicht gezwungen, der Musik seine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Der Akurate DS braucht diese Aufmerksamkeit einfach.

So, ich bin wieder Musik hören!
Tube-DAU
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 30. Jul 2012, 16:04
Glückwunsch zu diesem Traum-Laufwerk.

Es ist keineswegs verwunderlich, dass Dein P9 anders klingt als der Streamer. Im direkten Vergleich kann man IMHO eher unmastered AAD-CDs mit der gleichen LP vom selben Label annähernd vergleichen.

Ich habe zum Beispiel eine remastered Dire Streits "Sultans of swing" und dasselbe Werk als Original-LP von 1979. Ich war so sehr an die CD gewöhnt, dass ich wirklich dachte, der Plattenspieler funktioniert nicht richtig. Die Ursache ist sehr einfach: Bei der Remastered CD wurde mehr Tiefe, mehr Bass hinzugegeben. Dadurch klingt sie fetter. Loudness. Das war so aber auf dem Original nie drauf, was man sehr schön bei den Bassläufen vergleichen kann. Durch Halleffekte etc. wird dann noch mehr Räumlichkeit erzeugt und fertig ist die neue Version des Originals.

Auf der anderen Seite werden scheinbar viele billige Pressungen heute nicht mehr vom Original-Band gezogen, sondern von bereits digitalisierten Beständen (vgl. Bericht in der aktuellen Stereo). Daher ist so manches Re-issue einer LP eine ziemliche Katastrophe.

Wenn man digitale Musik mit analoger Musik vergleicht, dann dürften Unterschiede bis auf wenige audiophile Ausnahmen eher die Regel sein. Als Ausnahme habe ich Harry Belafonte "Singing the Blues" als kürzlich neu erschienene CD und als Living Stereo LP im Hinterkopf. Die CD steht der LP in fast nichts nach. Super gemacht, ganz ganz dicht am Original.

Grüße
leadtodeath
Stammgast
#30 erstellt: 30. Jul 2012, 18:05
Da hast vermutlich recht. Ich weiß leider nicht welche Aufnahme von Take Five (CD/LP) näher am Master-Tape liegt, der klangliche Unterschied ist jedenfalls gut hörbar. Das gilt auch für die Pressung von Natsukashi, die seltsamer Weise, als einzige LP in meiner Sammlung etwas Rauschen verursacht. Nur bei Keith Jarrets Köln Konzert wird der Unterschied gering, bis kaum hörbar.

Ich denke jedoch, dass der Vergleich des P9/Exact gegen den Akurate DS hinkt, da der P9 mit anderem Tonabnehmer mit Sicherheit mehr aus Platten herausholen kann, als er es mit dem Exact vermag.

Verblüfft bin ich jedoch stets auf Neue, wie unbeeindruckt sich der P9 gegenüber äusseren Einflüssen gibt. Egal was ich bisher probiert habe, weder hört man etwas noch springt die Nadel aus der Spur. Da hilft weder Klopfen noch Stampfen. Es ist, als wäre das ganze System einfach "unerschütterlich". Faszinierend
Tube-DAU
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 30. Jul 2012, 19:33

leadtodeath schrieb:
. Da hilft weder Klopfen noch Stampfen. Es ist, als wäre das ganze System einfach "unerschütterlich". Faszinierend :hail


Da hilft bei mir die Wandmontage mit Rega Set.

Da kannste Party direkt vor dem Plattenspieler machen
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