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Fertigungstoleranzen bei Rega-Tonarm?

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newoverkill
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 12. Jun 2005, 17:55
Hallo zusammen,

ich habe einen neuen Dreher mit einem Rega TB 250. Nun sieht es für mich von vorne betrachtet so aus, als wäre der Tonabnehmer schief und nicht im rechten Winkel zur Platte. So als wenn man eine Schraube viel fester angzogen hätte, als die andere. Der Händler meint, das könne bei den Rega Armen schon mal der Fall sein, wäre dann eine Fertigungstoleranz und würde nichts machen. Kann es sein, dass der mich verarschen will?

Viele Grüße
Newoverkill
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 12. Jun 2005, 18:03
Hallo!
Wen diese Toleranz an der Headshell des Armes liegt und nicht durch einen fehlerhaften Einbau des Systems verursacht wird, Tausche ihn um. Normalerweise sind mir bei Regaarmen so große fertigungstoleranzen nicht bekannt.
MFg Günther
LP12
Inventar
#3 erstellt: 13. Jun 2005, 06:32
Moin,

ob Fertigungstoleranz oder nicht - in jedem Fall sind derart große Abweichungen alles andere als optimal und "machen" auf jeden fall etwas (aus).
newoverkill
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 13. Jun 2005, 06:38
Hallo zusammen,

besten Dank für die Antworten. Tja schweren Herzens hab ich heute morgen ein Fax an den Händler geschickt. Schwer deshalb, weil ich fürchte, dass jetzt die ganze Anstellerei los geht - was ich denn hätte und das doch alles passen würde...
Also bislang habe ich damit <10 Schallplatten gehört - das dürfte dem Tonabnehmer doch noch nicht geschadet haben oder?

Viele Grüße
Newoverkill
Albus
Inventar
#5 erstellt: 13. Jun 2005, 07:18
Morgen,

RB 250 ist ein AluGuß, in einem Stück des Tonarmrohres, d.h. keine separate oder eingesetzte Headshell, Basis ist eine Gußform. Dennoch kommen bei Rega-Armen auch äußerlich erkennbare Toleranzen vor, u.z. sind an der Kopfspitze gelegentlich Reste der Einfüllöffnungen nicht glatt abgenommen (Kante vor dem Kopfhaltebügel).

Hier allerdings scheint mir, dass der Arm an der Basis nicht korrekt eingesezt ist, der vergossene Arm also in sich gerade, jedoch als Ganzes von der Basis her etwas gekippt. Ob im Verhältnis zur waagerechten (!) Telleroberfläche an der Kopfspitze eine Abweichung vorliegt, dass läßt sich mittels Wasserwaage (für den Teller) und Geometriedreieck feststellen: Geodreieck vorn gegen die Armspitze halten und etwaige Höhendifferenz ablesen (an den gestuften Waagerechten im Dreieck).

MfG
Albus
newoverkill
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 13. Jun 2005, 07:47
Hi,

also ich werde das mit dem Geodreieck ausprobieren, hab schon einen anderen Ansatz mittels Foto und PC gewählt.
Leider hieße das auf jeden Fall, dass der Händler zu b*** ist, das vernünftig einzustellen. Das ist echt zum verrückt werden. Da kauft man so ein Teil bei einem Händler der einen vernünftigen Eindruck macht und stellt dann fest, dass der genauso gut Würstchen verkaufen könnte...Da ich selber zwar einen Sinn für Feinheiten habe, leider aber Grobmotriker bin, heißt das für mich einen anderen Händler finden, der mir das einstellen kann
Albus
Inventar
#7 erstellt: 13. Jun 2005, 08:04
Morgen erneut,

man beachte bitte die Möglichkeit optischer Täuschungen bei Linienverläufen in Parallele. Markierungen am Objekt bzw. direkt vor dem Objekt sind zuverlässiger. Neben dem Geodreieck taugt gut ein Zahnstocherhölzchen aus Holz (für Rindsrouladen, ja die), das man mit vom Geodreieck abgenommenen Dünnstiftmarkierungen versieht, Minenstärke 0,5 mm Pintel etwa. Das mit Markierungen versehene Hölzchen führt man senkrecht gehalten vorn bis an die Unterkante der Befestigungsfläche, merkt sich die Höhe links, die Höhe rechts, bei abgesenkter Nadel auf stillstehender unverwellter Platte. Man erkennt so minimale Abweichungen an der Tonarmspitze.

MfG
Albus


[Beitrag von Albus am 13. Jun 2005, 08:05 bearbeitet]
newoverkill
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 13. Jun 2005, 08:38
nochmals vielen Dank. Ja, das mit den Parallelen hab ich auch schon überlegt...
Die Vorgehensweise mit dem Hölzchen ist bestechend gut, aber wie ich mich kenne resultiert die Methode in einer abgebrochenen Nadel
Deshalb bin ich für Nennungen von Händlern dankbar, die im Rhein-Main-Gebiet angesiedlet sind und was von ihrem Handwerk verstehen...

Viele Grüße
Newoverkill,

dessen Liebe zwar seinen Platten gehört, für den die CD-Schmeisswech-Technik wohl aber eigentlich erfunden wurde...
baltasar
Stammgast
#9 erstellt: 13. Jun 2005, 12:10
hallo,
bei der sache ist zu beachten,dass das headshell bei abgehobenem tonarm systembedingt nicht paralell zum teller steht,dies bedingt geometrie des tonarms.liegt der tonabnehmer auf ,sollte das headshell allerdings immer paralell stehen.eine möglichkeit wäre,den lagerbock zu richten,oder richten zu lassen.
newoverkill
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 15. Jun 2005, 05:45
Hallo zusammen,

hier die Rückmeldung vom Händler - soll ich am besten gleich auf einen neuen Arm drängen???

>>tja, mit Begeisterung kann auch ich nicht reagieren. Aber damit ist ja keinem geholfen.
Also, versuchen wir es mit konstruktiven Vorschlägen.
Nach Rücksprache mit Herrn Salzmann kann ich ausschließen, daß der Tonabnehmer "falsch" montiert oder justiert ist. Richtig ist jedoch, daß eine Schiefstellung existiert. Diese ist tatsächlich nicht auf das System, sondern auf den Tonarm zurückzuführen. Dieser wird in der Tonarmbasis mit einer einzigen Schraube arretiert. Der Rega-Arm läßt sich im Winkel nicht verstellen, so daß eine Korrektur nicht möglich ist. Eine Rücksprache mit uns, statt mit "einigen Leuten" hätte dies erklärt.
Aber, trotzalledem ist ein Austausch der Basis selbstverständlich realisierbar. Löst jedoch das eigentliche Problem der Schiefstellung nicht. Eine genaue Betrachtung von Tonarm und Basis läßt das vielleicht sichtbar werden.
Bei einer exakten Justage des Tonabnehmers wird diese Schiefstellung jedoch weitestgehend ausgeglichen. Eine klangliche Beeinträchtigung sollte somit vermieden sein. Leider schreiben Sie nicht, ob Sie überhaupt schon etwas gehört haben.<<
Albus
Inventar
#11 erstellt: 15. Jun 2005, 06:33
Morgen,

der Händler fragt nach einer Funktionsprüfung ("schon gehört haben?"), erwähnt, dass eine Kompensation der Schiefstellung des Armes von der Basis her im Wege des Tonabnehmereinbaus möglich sei, sagt aber seinerseits nichts davon, dass mittels Messplatte, dazu die Ergebnisdokumentation, die völlig korrekte, d.h. kompensierende Installation von Arm und Abnehmer vollbracht worden sei. Endkontrolle beim Konsumenten?! Könnte der Händler derartige Resultate anhand der Ortofon Testplatte Nr. 2 (dokumentiert anhand des Ausdruckes des Ortofon-Testplattencomputers) beispielsweise vorweisen, erhielten die Behauptungen Bestätigung durch eigenes Zuhören, dann wäre die Kompensation der Schiefstellung gelungen. Kurz, der Händler wird's nicht vorweisen können, es kommt auf dessen Glaubwürdigkeit an.

Fragen liesse sich doch schon, ob denn der Einbau mittels einer, welcher, Messplatte auf Perfektibilität geprüft worden sei und mit welchen Rest-Abweichungen etwa. Ist die Antwort unbefriedigend, dann könnte man einen passend eingebauten Arm verlangen, wenn vorgängig eigenes Hören als tatsächlich irritiert herauskommt.

MfG
Albus
newoverkill
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 20. Jun 2005, 07:15
Moin moin,

den Problemkern habe ich nun mit Unterstützung identifiziert:

Beim Acoustic Solid - Small Machine wird durch das Anziehen der Madenschraube zur Höhenverstellung des Rega Arms der Tonarm aufgrund der unzureichenden Passform in der Tonarmbasis im Winkel geneigt. Gewindebuchse und Tonarmbasis weisen zu große Toleranzen auf.
Die Lösung bestände nun in einem Austausch dieser höhenverstellbaren Tonarmbasis gegen eine, die exakt für den Regatonarm gefertigt ist oder aber in einem Austausch einer nicht mehr höhenverstellbaren Tonarmbasis, die aber exakt für diesen Tonarm ausgelegt ist (im letzteren Falle kann sich der Tonarm durch das direkte Auflegen auf der Basis beim Festziehen der Madenschraube nicht mehr neigen).
Reklamation an den Händler ist raus.

Viele Grüße
Bernd
Albus
Inventar
#13 erstellt: 20. Jun 2005, 07:27
Morgen,

der hier gegebene Befund entspricht einer eigenen Beobachtung an der Höhenverstellung des RB 300 am Plattenspieler Thorens TD 850 ("New Thorens"). Beim Thorens war die Basis mittels dreier Schrauben fehlerhaft fixiert, der Spannring dann noch genügend genau gefertigt.

Tja, Feinmechanik ist nicht immer einfach.

MfG
Albus
baltasar
Stammgast
#14 erstellt: 20. Jun 2005, 08:32
hallo,
feinmechanik?das ist etwas anderes.hier wurde ,um es salopp zu sagen,gepfuscht.bei solch einfachen teilen wie der base und der gewindebuchse sollten toleranzen von 0,05 mm und weniger kein problem sein,die teile werden doch bei vermutlich kleinen stückzahlen eh aus dem vollen gefertigt.trotzdem sollte aber eine winklige montage möglich sein,die lösung mit der madenschraube ist denkbar ungünstig,ich würde einfach eine zweite mutter von der unterseite gegen die base ziehen,und die maden schraube weglassen..bei meinem eigenbau-dreher ist der tonarm auf diese weise mittels zwei muttern befestigt,eine obere und eine in der base,welche gegeneiander gespannt werden,der tonarm steht so immer winklig zur zarge und somit zum teller.

ein bild:
www.nammenlity.de/11
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