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Identifikationshilfe für unbekannten Plattenspieler - siehe Bild !

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Delta8
Stammgast
#1 erstellt: 26. Mai 2004, 09:17
Hallo,

kann mir jemand weiterhelfen, was es mit dem Plattendreher auf dem Bild (siehe Link) auf sich hat ? Keinerlei Herstellerbezeichnung ist zu finden, die einzige Bezeichnung "Direktgetriebener Plattenspieler P50" mag zwar treffend sein, hilft mir aber um ehrlich zu sein nicht viel weiter.

Bildlink: http://people.freenet.de/Jurek/strobo.jpg

Für ein No Name Gerät scheint mir der Neupreis von etwa 800 Mark und die Ausstattung (Strobo, Pitch usw.) etwas zu hoch gegriffen zu sein.

Freue mich über alle Infos zu dem Teil. Danke und Gruß.
baldhead
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 26. Mai 2004, 09:48
Sieht ein wenig aus wie die alten Telefunken TS 850/860er.
Soweit ich weiß, wurden ähnliche Geräte auch in der "DDR" gebaut, am besten mal "unter den Rock" schauen (Plattenteller abnehmen bzw. Bodenplatte entfernen und auf verbaute Marken achten). 800 DM halte ich auch für reichlich viel, 800 Ostmark sind realistisch. :-)
Jazzy
Inventar
#3 erstellt: 26. Mai 2004, 10:29
Hi!
Ein DDR-Gerät ist das sicherlich nicht,eher ein NoName-Wessi
andi_tool
Stammgast
#4 erstellt: 26. Mai 2004, 10:40
Der Tonarm dürfte ein Ortofon S 212 sein. Das wäre dann der gleiche Tonarm, wie auf dem Telefunken S 600 drauf ist.

Der S 600 geht so zwischen EURO 70,00 und EURO 100,00 bei ebay über den Tisch.

Der von Dir gezeigte Plattenspieler wäre vermutlich in der gleichen Preisklasse einzustufen. Genaueres wirst Du aber nur rausbekommen, wenn Du den Plattenspieler mal aufmachst. Vielleicht steht innen drinnen noch irgendwas zum Hersteller.

Aber EURO 800,00 dürften definitiv überzogen sein. Dafür wirst Du bessere Plattenspieler bekommen.

Ciao

Andreas
Holger
Inventar
#5 erstellt: 26. Mai 2004, 11:21
Sorry, aber das ist definitiv KEIN Ortofon-Arm.

Für das gezeigte Modell würde ich nicht mehr als 25 Euro veranschlagen.


[Beitrag von Holger am 26. Mai 2004, 11:24 bearbeitet]
Delta8
Stammgast
#6 erstellt: 26. Mai 2004, 12:52
Der Neupreis soll mal bei 800 DM (nicht EURO) gelegen haben, ich würde dafür jetzt noch einen 50er hinlegen. Vertretbar oder schon von vornherein rausgeworfenes Geld ?
Holger
Inventar
#7 erstellt: 26. Mai 2004, 13:08
Wenn er in natura optisch und technisch wirklich topklasse (!!) ist, und auch das System noch einwandfrei spielt und die Nadel unter der Lupe noch gut aussieht, dann sind 50 Euro möglicherweise gerade noch akzeptabel.
Aber eigentlich finde ich das schon zuviel, egal wie hoch der Neupreis *angeblich* war (soo toll sieht der auf dem Bild nämlich nicht aus).
Bernd
Stammgast
#8 erstellt: 26. Mai 2004, 15:48
Der Tonarm ist mit Sicherheit kein Ortofon. Wenn er dagegen das ist, was ich annehme, dann hat er wahrscheinlich jede Menge Spiel im Drehlager (da, wo er im Plattenspieler befestigt ist). Lass die Finger davon, wenn Du Dich nicht vor Ort vom ordentlichen Zustand überzeugen kannst.
silberfux
Inventar
#9 erstellt: 26. Mai 2004, 15:55
Gewisse Ähnlichkeit mit einem CEC 5200. Vor allem der Tonarm sieht ziemlich ähnlich aus.
Delta8
Stammgast
#10 erstellt: 26. Mai 2004, 16:06
Habe das Teil nun einfach mal gekauft, kostete ja nicht die Welt - schon aus Interesse, was es ist. Sobald ich ihn habe werde ich ihn auseinanderbauen und posten, was unter der Haube steckt.
DB
Inventar
#11 erstellt: 26. Mai 2004, 17:13
Ist sicherlich kein DDR-Gerät. Die Top-Geräte damals hatten nicht so einen antiquierten manuellen Tonarmlift.

MfG

DB
the_basemachine
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 26. Mai 2004, 17:14
Ich meine, einen ähnlich Tonarm schon einmal bei einem AIWA Plattenspieler gesehen zu haben... kann mich allerdings auch irren.
ncsonicx0
Stammgast
#13 erstellt: 26. Mai 2004, 18:42
Für ein DDR-Gerät dürfte die deutsche Beschriftung "Direktgetriebener Plattenspieler P50" sprechen.
Allerdings kenne ich keinen Ost-Dreher mit S-Tonarm und SME-kompatibler Headshellaufnahme.


[Beitrag von ncsonicx0 am 26. Mai 2004, 18:43 bearbeitet]
chris75
Stammgast
#14 erstellt: 27. Mai 2004, 10:31
Der einzige deutsche Hersteller, der einen Plattenspieler unter der Bezeichnung P50 angeboten hat, war meines Wissens Grundig. Aber ich weiß leider nicht, wie der Dreher ausgesehen hat...
Delta8
Stammgast
#15 erstellt: 05. Jun 2004, 10:27
Endlich...dar sagenumworbene Dreher kam nun an. Und ich bin genauso schlau wie zuvor. Ich habe das Teil schon teilweise auseinandergebaut KEINE Firmenmarkierungen, nirgends. Zwar Aufkleber "Direktgetriebener Plattenspieler", "Vor dem Öffnen...", Seriennummern usw., aber keiner Markierungen, nichts. Auf dem System ATN-71 (also ein Audio Technica immerhin), auf dem Teller unten "Fd" in einem Kreis.

Ansonsten fällt das Gewicht auf, locker in der Klasse von Braun Plattenspielern aus den 70ern, also kein Fliegengewicht. Das Netzteil ist etwas zu groß geraten, sodass auf dem Boden eine Aussparung ist wo es wohl zur Hälfte herausschaut. Das Teil hat noch keine Chinch sondern einen DIN. Die Verarbeitung ist 1a. Jede Schraube hat eine kleine, durchsichtige Plastikunterlagscheibe, die Knöpfe sind alle aus eloxiertem Metall, nichts hat Spiel usw. usw.

Soweit so gut könnte ich nun sagen, aber was das Teil nun ist würde ich noch immer ganz gerne wissen.
Rocki
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 05. Jun 2004, 18:51
Die direktgetriebenen Klassiker stammen doch von Garrard, oder? Auf jeden Fall sehen die Aufbauten im großen Bild genauso aus wie beim alten Garrard meiner Eltern. Der Hinweis auf Direktantrieb paßt auch dazu.
Delta8
Stammgast
#17 erstellt: 05. Jun 2004, 19:02
In der Tat ähnlich. Aber ich habe eben nachgeschaut auf eBay wegen Bildern von anderen Garrad und die haben alle ihren Schriftzüge irgendwo stehen, zum Teil sogar eingeäzt. Der hier hat rein gar nichts. Eigenbau scheidet aber wegen der Seriennummern usw. aus. Keine Firma verzichtet komplett auf ihre Werbung auf den Geräten ?!
Lupo914
Stammgast
#18 erstellt: 06. Jun 2004, 00:19
Hallo,

gegen Ende der 80er gab es einige Handelsketten die "eigene" Plattenspieler produzieren ließen. Zum Teil kamen die Komponenten von sehr namhaften Herstellern bzw. deren Zulieferern. Ich erkläre mir das damit, das man bei den "großen" Herstellern schon die Auswirkungen der CD Ära gespürt hat und wohl einiges an Teilen übrig hatte.

So habe ich letzte Woche den wirklich sehr guten Tonarm eines Denon GT-750 an einem "Engelbert" Plattenspieler gefunden. Das gleich hatte ich schon mit einem Kenwood-Tonarm (Bennyton) und einem CEC 2200 der als "Interfunk" bei mir ankam.

Insofern halte ich den P50 für einen leicht retuschierten Markendreher. Der Aufbau sieht einem Hitachi bzw. Denon sehr ähnlich. Auch einen Dreher mit dem schönen Namen "GPBR2000" mit ähnlicher optischer Erscheinung hatte ich schon.

Ich denke alle diese Dreher kamen im wesentlichen von japanischen Zulieferern. Für die großen "Marken" (Denon, Garrard, Hitachi, Toshiba) wurden dann natürlich eigene Blenden etc. montiert. Auch CEC, die ja mit eigenen Drehern in Erscheinung getreten sind, haben einiges für Pioneer (da fiel es mir auf) und bestimmt auch andere gebaut.

Einer der bekannteren OEM Hersteller war "Jelco", der sehr viele Tonarme auf jap. Plattenspielern gebaut haben soll.
Wie man unter "http://www.jelco-ichikawa.co.jp/accessor.htm" sieht, haben die sogar heute noch einen Arm im Programm (und einen Lift - machen wir eine Sammelbestellung?)

Grüße

Wolf
Delta8
Stammgast
#19 erstellt: 06. Jun 2004, 10:21
Hallo Wolf,

das klingt qualifiziert und einleuchtend. Du erwähnst den Denon 750, ich habe darüber schon ein anderes Thema eröffnet - hast Du zu dem Dreher noch irgendwelche anderen Infos ? Danke Dir.
ncsonicx0
Stammgast
#20 erstellt: 06. Jun 2004, 19:11
Hm, der Plattenspieler erinnert mich irgendwie an den, den ich gerade bei eBay entdeckt hab :

http://cgi.ebay.de/w...item=3818507387&rd=1
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