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Ersatznadel Dual 510 (Shure M95 G-LM): Beratung, Fragen

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psychoticdodo
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 26. Feb 2013, 18:52
Hallo Vinylfreunde,

ich bin erst seit ein paar Jährchen Vinyl-Hörer und besitze oben genannten Plattenspieler mit Shure M95 G-LM Tonabnehmer. Als ich mir diesen zugelegt habe, war schon eine Nachbaunadel angebracht, und diese ist jetzt langsam aber sicher abgenutzt (merkt man ja soweit ich weiß daran, dass der Sound etwas verzerrt, je weiter die Nadel beim Abspielen nach innen läuft).
Ein bisschen recherchiert habe ich schon, demnach soll die N95E SAS von Jico außerordentlich gut sein und zum System passen. Über 100€ für eine Plattennadel schwebte mir eigentlich nicht vor.

Damit gleich zu meinen Fragen:

Wie lange hält so eine Nadel? (Je nach Langlebigkeit würde ich rein rechnerisch auf einen Plattenneukauf pro Jahr schon verzichten, um dafür mehr aus dem Spieler rauszukitzeln)

Ist die Jico SAS möglicherweise "zu gut" für meinen Plattenspieler bzw. meine Anlage? Ich habe den NAD 3020i Verstärker und dazu ein paar ALR Nr. 2 Lautsprecher.

Mein 510er hat fest verbaute Cinch-Kabel. Müsste ich, wenn es die Jico SAS wird, vorher die alten Cinch-Stecker durch neue, vergoldete ersetzen, um die Klangqualität merklich zu verbessern?

Welche brauchbaren Alternativen gibt es zur SAS?

Wie pflege ich generell eine Nadel? Setzen dreckige, bzw. verstaubte oder zerkratzte Platten der Nadel zu?

Zur Vollständigkeit halber:

Könnte der verzerrte Sound auch vom Tonabnehmer stammen? Habe gerade gelesen, dass diese sich auch abnutzen, und ich will keine teure Nadel kaufen, wenn das Verzerren gegen Plattenmitte, das ich als Nadelabnutzung interpretiere, am Tonabnehmer liegt, den ich wahrscheinlich so nicht mehr bekomme und die teure Nadel somit nutzlos für mich wäre.

Soweit erstmal zu meinen Fragen, ich hoffe sie sind nicht allzu blöd gestellt
Danke schonmal im Voraus fürs Antworten

- Dodo


[Beitrag von psychoticdodo am 26. Feb 2013, 19:53 bearbeitet]
monsterbox
Stammgast
#2 erstellt: 27. Feb 2013, 01:45
Hallo Dodo,

Ich fange bei Deinen Fragen mal von hinten an, und gehe dann der Logik nach.

Nein, die Generatoren werden außer seltenen Kanalausfällen bei gebrochenen Spuldrähten keine Alterungserscheinungen (insbesondere keine sich kontinuierlich verschlechternden) zeigen.

Daran liegt das verzerrte Klangbild nicht.

Die häufigsten Ursachen solcher Klangveränderungen sind krumme Nadelträger, Verschmutzung der Nadel, verstellte Justage, falsches Auflagegewicht, schwergängige Tonarmlager, zu lockere Tonarmlager,
extrem falsch eingestelltes Antiskating, zerbröselndes Nadellager.

Leider genügt der bloße Augenschein nicht, um die richtige Lage der Diamantspitze zu beurteilen.
Ein umgedrehtes Okular eines Billigfernrohrs z.B. funktioniert aber schon sehr gut zu diesem Zweck.

Eine Nadel läßt sich am einfachsten mit einem kleinen Stück eines sogenannten "Radierschwamms" aus der Drogerie sauber halten. Das Zeug heißt technisch Melaminharzschaum, und kratzt den Dreck schonend, effektiv und risikoarm herunter, wenn man mit der Nadel in Laufrichtung durch den Schwamm pflügt.
Ich mache das nach jeder Plattenseite vor dem Auflegen - es schadet nicht.

Goldene Cinchbuchsen klingen nicht besser, außer die alten sind oberflächlich so zerfressen, daß es bereits echte Kontaktprobleme gibt.

Versuche mal, die o.g. Ursachenliste durchzugehen, denn schiere Abnutzung bringt in der Regel auch einen Verlust an Hochton mit sich, der dir sicher aufgefallen wäre.

Schmutzige Platten bringen natürlich etwas mehr Verschleiß für die Nadel, vor allem aber für die Ohren...

Richtwert sind ungefähr 1000 Stunden bis zur Verschleißgrenze einer Nadel.

Versuche Dir am besten darüber klar zu werden, ob Du das Klangbild verändern möchtest.
Manche Leute ziehen gute Rundnadeln den scharfen Schliffen vor. Das hängt natürlich auch von der gesamten Anlage ab. Einer mag eben den stimmigen Mittelton hören, und ein anderer sucht eher den kristallklaren Hochton, oder den trockendsten Tiefbass.

Alles zusammen wird teuer.

Gruß - Detlef
8erberg
Inventar
#3 erstellt: 27. Feb 2013, 08:20
Hallo,

von anderen Strippen kann ich nur abraten: die Dual-Leitungen sehen zwar "billig" aus, sind aber von den technischen Werten (Kapazität!!) genau richtig.

Voodoo bringt ausser leerem Geldbeutel eh nix.
Ausser bei Phonoleitungen, dort meist drastische Verschlechterungen.

Peter
lunatic303
Stammgast
#4 erstellt: 27. Feb 2013, 10:35
Hi,

es gibt beim Thakker auch noch die Original Shure-Nadel N95ED, die auf Dein System passen würde. Habe vor ein paar Jahren eine davon in der Bucht als NOS geschossen, das System gefällt mir sehr gut damit, hatte zuvor auch nur die konische Nadel drauf. Wenn Du den Grundklang des M95 magst, wäre das vielleicht eine Alternative, wobei knappe 100 Euro auch nicht besonders günstig sind. Aber in jedem Fall besser als jeder Nachbau, SAS mal außen vor gelassen.

Grüße,

Patrick
akem
Inventar
#5 erstellt: 27. Feb 2013, 11:29
Das mit den 1000 Stunden Laufzeit stimmt so nicht. Die Lebensdauer der Nadel hängt neben externen Einflüssen (Verschmutzung der Platten, Kratzer...) in erster Linie vom Schliff ab. Billige Rundnadeln (=sphärisch) gehen bei etwa 500 Stunden los, bessere Rundnadeln und schlechtere elliptische Nadeln liegen bei ~800h, bessere elliptische Nadeln bei 1000h oder etwas mehr. Scharfe Schliffe, zu denen auch der SAS gehört, können bis zu 4000h halten. Gibt jedenfalls Aalt van den Hul an. Damit relativiert sich der Mehrpreis schärferer Schliffe ganz erheblich, die (deutlich) bessere Performance gibt es quasi gratis dazu.

Gruß
Andreas
psychoticdodo
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 27. Feb 2013, 20:28
Hallo zusammen,

danke für die Antworten!

@ Detlef

Die häufigsten Ursachen solcher Klangveränderungen sind krumme Nadelträger, Verschmutzung der Nadel, verstellte Justage, falsches Auflagegewicht, schwergängige Tonarmlager, zu lockere Tonarmlager,
extrem falsch eingestelltes Antiskating, zerbröselndes Nadellager.


Die Nadel habe ich mal mit einem Radierschwamm, wie Du mir empfohlen hast, etwas gereinigt. Klingt aber für mich nicht sonderlich anders im Vergleich zu vorher. Die Justage habe ich grade noch einmal überprüft (d.h. den Tonarm ausbalanciert), Auflagegewicht habe ich bei 1,15, Antiskating ebenso um den Dreh rum, bröseln tut auch nichts
Wie erkenne ich einen krummen Nadelträger bzw. ein schwer- oder leichtgängiges Tonarmlager?


Versuche Dir am besten darüber klar zu werden, ob Du das Klangbild verändern möchtest.
Manche Leute ziehen gute Rundnadeln den scharfen Schliffen vor. Das hängt natürlich auch von der gesamten Anlage ab. Einer mag eben den stimmigen Mittelton hören, und ein anderer sucht eher den kristallklaren Hochton, oder den trockendsten Tiefbass.


Das Klangbild zum Besseren zu verändern ist natürlich wünschenswert. Was mir bisher gefallen hat, war der warme Klang, was mir bisher ein bisschen fehlt wäre noch etwas mehr Detailauflösung (vorallem im Hochtonbereich war das bisher nicht soo prickelnd). Ich wäre bereit für risikofreie Experimente, sofern sowas möglich ist Aber generell gewöhne ich mich recht schnell an Klangbilder, ich bin kein Audiophiler, sollte eben ein schönes Hifi-Erlebnis werden, wenn ich mir abends ein paar Platten auflege.

@ Detlef & Peter
Dann lass ich das mit den Cinch-Steckern lieber bleiben. Die Kontakte an sich sehen noch sauber aus.

@ Patrick
Wusste nicht, dass es die Originalnadel noch gibt. In der Bucht finden sich momentan nur Nachbauten. Für knapp 100€ lass ich mir das lieber nochmal durch den Kopf gehen...

@ Andreas
Das spricht sehr deutlich für die SAS. Hast Du, bzw. habt Ihr schon Erfahrungen mit dem japanischen Jico Shop gemacht (was Zoll usw. angeht)?

Grüße,
Dodo
akem
Inventar
#7 erstellt: 28. Feb 2013, 12:23
Ich hab bisher nur Zollerfahrungen mit Waren aus den USA. Da bekommst Du dann ein Schreiben vom örtlichen Zoll, daß da was für Dich zum Abholen ist. Vor Ort wird dann die zu zahlende Summe berechnet und nach Bezahlung kannst Du die Ware mitnehmen.

Gruß
Andreas
Redburn
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 28. Feb 2013, 15:58
In meinem Fall hat der Briefträger die Zollgebühr für eine Jico-Nadel an der Wohnungstür kassiert.
Gruß Cord
akem
Inventar
#9 erstellt: 28. Feb 2013, 18:15
Das wär cool. Aber bei mir wurde es immer als Päckchen geschickt... Egal ob die Technics-Nadel von Jico oder die Nachbau-Headshells für den Dual 1019. Bin gespannt, ob ich mein neulich bestelltes Audio-Technika AT-OC9 MK2 an die Tür geliefert bekomme. Wohl eher nicht...

Gruß
Andreas
Detektordeibel
Inventar
#10 erstellt: 01. Mrz 2013, 06:09
Wenn die SAS zu teuer ist... die Shure M97xe Nadel sollte doch eigentlich auch auf das 95er auch draufpassen?

Ansonsten halt ich die SAS sogar für relativ preiswert, ich will nicht wissen was man für eine NOS Hyperelliptische oder orginale MicroRidge für das 95er verlangen würde...


[Beitrag von Detektordeibel am 01. Mrz 2013, 06:13 bearbeitet]
raphael.t
Inventar
#11 erstellt: 01. Mrz 2013, 07:25
Hallo!

Wer sagt denn, dass das jetztige System mit korrekter Auflagekraft läuft?
Versuchsweise würde ich deshalb die Auflagekraft etwas erhöhen, hilft das nicht, ist wahrscheinlich wirklich eine neue Nadel fällig, nur ist das Shure M 95 auch mit neuer Nadel nicht unbedingt ein Hochton-Spezialist.

Grüße Raphael
psychoticdodo
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 04. Mrz 2013, 19:25
Hi zusammen,

hab etwas länger nicht mehr hier reingeschaut.

Was den Zoll angeht: Gut, solange ich da nur die normale Mehrwertsteuer draufzahlen muss, wäre mir das recht. Die SAS für mein System scheint es bei keinem deutschen bzw. europäischen Händler zu geben (belehrt mich eines besseren, wenn ich falsch liege )

@ Raphael


raphael.t (Beitrag #11) schrieb:
Hallo!

Wer sagt denn, dass das jetztige System mit korrekter Auflagekraft läuft?
Versuchsweise würde ich deshalb die Auflagekraft etwas erhöhen, hilft das nicht, ist wahrscheinlich wirklich eine neue Nadel fällig, nur ist das Shure M 95 auch mit neuer Nadel nicht unbedingt ein Hochton-Spezialist.

Grüße Raphael


Ich meine in einer Artikelbeschreibung für eine Ersatznadel gelesen zu haben, dass zu einer Auflagekraft von 1,2 angeraten wird; ich hab mal in der Spanne von 1-1,5 rumprobiert, verbessert hat sich da nichts.
Meinst Du, dass sich ein neues System vom Preis her eher lohnen würde, als sich eine SAS für das M95 zu kaufen (ich weiß, ich drifte so langsam vom eigentlichen Thema ab)?

Gruß,
Dodo
Atlan30
Stammgast
#13 erstellt: 01. Jan 2015, 21:13
Der Thread ist ja schon bissl älter, aber ich habe da mal mehrere fragen.

Ich hab jetzt einen Dual 510 von meinem schwiegerpaps bekommen, der echt in schuß ist. Nur ist da noch eine alte leitung dran und ich müsste den auf chinch umbauen. Wie mach ich das, einfach kabel durchtrennen und chinch anbauen oder muss da was anderes gemacht werden.

Der TA shure 95 ist auch noch drauf, ob sie noch was taugt weis ich nicht, habe aber noch von nem thorens ne shure 75 B die noch relativ gut ist.

Werden bei dem TA nur die nadeln getasucht und wenn wie ( habe das noch nie gemacht ) oder muss ich den ganzen TA wechseln.


Freu mich auf Rückmeldung,

Gruß Atlan30
8erberg
Inventar
#14 erstellt: 01. Jan 2015, 21:20
Hallo,

evtl. reicht auch ein Adapterkabel RCA/DIN, wenn nicht kann man umbauen.

Anleitung http://dual.pytalhost.eu/510/

Es reicht die Nadel zu wechseln wenn der Generator OK ist - und die gehen wirklich nur selten kaputt.

Ersatznadeln sind rar, gut ist als Nachbau http://www.ebay.de/i...-a-NEU-/150503357538

Peter
Atlan30
Stammgast
#15 erstellt: 01. Jan 2015, 21:39
Dank dir für den tip, ich bin da eher für das handfeste und werd den von meinem schwiegervater, Elektriker umbauen lassen, arbeite nicht so gerne mit adapter.

Gruß Ralf
8erberg
Inventar
#16 erstellt: 02. Jan 2015, 10:34
Hallo,

dann hier das Serviceheft: es wird direkt am Kurzschließer umgebaut:

http://dual.pytalhost.eu/510s/

Viel Spaß mit einem wirklich tollen Gerät.

Peter
Atlan30
Stammgast
#17 erstellt: 02. Jan 2015, 12:15
Voll cool, dank dir, werd ihn in ehren halten hast du auch einen ?
Wie ist der so klanglich?

LG Atlan
8erberg
Inventar
#18 erstellt: 02. Jan 2015, 12:42
Hallo,

ich hab die "größere Schwester", den 601. Die ist allerdings wenn Wartungsstau herrscht (wie es bei meiner Diva war, da hat sich wohl über 30 Jahre niemand drum gekümmert) eine Zicke, da hast beim 510 den Vorteil der einfacheren Mechanik.
Wo nix dran ist kann auch nix passieren.

Klanglich sind die beiden identisch.

Peter
icecube919
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 02. Jan 2015, 13:12
Servus

Ich hab auch einen Dual 510.
Ein echter Geheimtipp, ohne Automatik, nur mit Endabschaltung. Keine Mechanikprobleme (Steuerpimpel etc.)
Mein Shure M95G-LM hat leider vor kurzem den Geist aufgegeben. Ein Kanal hat sich dauerhaft verabschiedet.
Ersetzt wurde es durch ein Shure M97xE, dass ähnlich dem M95 ebenfalls den warmen Shure-Sound besitzt.

Am Rande:
Lustigerweise passen die M95 Nadeln auf das M97xE. Sieht zwar etwas komisch aus, aber funktioniert prima dank gleicher Bauart des Nadelträgers.

Zum Cinch-Umbau:
Die Anschlussplatte sitzt auf der Unterseite der Platine in der Nähe des Motors und ist mit einer Blechabdeckung mittels Schlitzschraube verschlossen.
Die DIN-Leitung ist dort angelötet. die DIN-Leitung ist 5-Adrig und besteht aus L+LG, R+RG und Masse. Auf der Anschlussplatte sind diese beschriftet.
Also alte Leitung auslöten, jetzt die Massebrücke zwischen LG Erdung und RG entfernen (sind nur zwei Drahtbrücken), die wird bei Cinch nicht mehr benötigt. Dann die Enden der neuen Cinchleitung abisolieren und folgendermaßen anlöten:

Cinch "ROT": Innenleiter = R
Außenleiter = RG

Cinch "WEISS": Innenleiter = L
Außenleiter = LG
Und eine separate Masseleitung auf den mittleren Kontakt.

Das sollte es gewesen sein.

Viel Spaß mit dem Gerät, es wird dir, wie auch mir, viel Freude bereiten.


Grüße

Marco
Atlan30
Stammgast
#20 erstellt: 02. Jan 2015, 14:55
Danke das war knapp und gut erklärt, da düfte es keine probleme geben
Atlan30
Stammgast
#21 erstellt: 18. Jan 2015, 10:56
So alles erledig, habe mir aber adapter besorgt. Jetzt ist er sauber mit neuem riemen und geölt und was ist ein kanal geht nicht, dachte erst meine vorstufe hat ne macke aber habe dann den anderen dreher drangemacht und da geht es, habt ihr nen tip woran es liegen kann.
Ne größere repaeratur lohnt da ja nicht.

Gruß Atlan
8erberg
Inventar
#22 erstellt: 18. Jan 2015, 14:53
Hallo,

tausch die Strippen Links und Rechts, wenn der Fehler mitwandert: am TK die Kontakte und im Headshell die "Gegenstücke" gesäubert?

Größere Reparaturen können garnicht entstehen, dafür ist der Aufbau doch zu einfach und klar, oder?

Peter
Atlan30
Stammgast
#23 erstellt: 18. Jan 2015, 19:51
Kontakte dürften es nicht sein links rechts, da es ein DIN stecker ist und ich nen adapter von -dIN auf cinch dran habe, aber die kontakte vom head könnt ich mal bearbeiten :-). Meld mich dann wieder und danke für die tips.

Gruß Atlan30
Atlan30
Stammgast
#24 erstellt: 18. Jan 2015, 21:20
Welch wunder, nach dem reinigen der kontakte auf einmal beide boxen in funktion. Klingt bissl dumpf. werd mir jedenfalls ne neue Nadel kaufen. Muss sagen kommt gar nicht mal soo übel :-) Denke wenn die neue nadel dran ist, wirds besser oder ist der dumpfe klang normal für die M95 von shure ?

LG Atlan
Atlan30
Stammgast
#25 erstellt: 18. Jan 2015, 21:25
Ist das en MM oder MC bei MC kann ich zwischen MClow mid und high wählen oder halt MM
Was stell ich da ein ?

Gruß Atlan
akem
Inventar
#26 erstellt: 18. Jan 2015, 22:03
Das M95 ist ein MM-System.

Dumpfer Klang liegt meist an einer verschlissenen Nadel, manchmal aber auch an einer kapazitiven Anpassung, die völlig daneben liegt. Die Phonostufe hat eine bestimmte Eingangskapazität, die bei besseren/teureren Phonostufen auch einstellbar ist. Diese addiert zur Kapazität des Anschlußkabels ergibt die wirksame Abschlußkapazität für den Tonabnehmer.
Diese Kapazität bildet mit der Induktivität im Tonabnehmer (dort wird durch den Magneten die Ausgangsspannung des Tonabnehmers induziert) einen elektrischen Schwingkreis. Je nach Paarung der elektrischen Werte kann die Mittenfrequenz des Schwingkreises mal hier oder mal dort liegen. Meistens gibt der Hersteller des Tonabnehmers einen empfohlenen Wert(ebereich) für die Abschlußkapazität an. Um einen linearen Frequenzgang zu erzielen, sollte man diesen Wert einhalten. Liegt der tatsächlich vorhandene Wert aber woanders bekommst Du entweder eine Überhöhung des Frequenzgangs im Mittelton und oberhalb davon kommt nix mehr oder die Überhöhung liegt irgendwo im Ultraschall und der Frequenzgang im Hörbereich geht ab den Mitten in den Sinkflug über.
Es gab Zeiten, wo es strenge Auflagen für die passive Störsicherheit von Verstärkern gab (heute reicht ein CE-Aufkleber und der Hersteller muß keinen Nachweis erbringen...). Damals konnte man dann ein Gerät aufwendig und teuer in Sachen EMV optimieren oder im Falle von Phono eben einfach und billig einen dicken Kondensator in den Signaleingang löten. Vorschrift erfüllt, Klang im Eimer...

Was hast Du denn für einen Verstärker bzw. Phonopre? Vielleicht weiß ja jemand was drüber?

Gruß
Andreas
Atlan30
Stammgast
#27 erstellt: 18. Jan 2015, 22:56
Habe ne C 02 mit M 02 luxman und ne C383 mit ner M383 luxman vor und endstufenkombi.
Denke diesind da ausreichend :-) Wir haben schon miteinander geschrieben, dir hab ich den pearl am techniks zu verdanken :-)
Am thorens hab ich den audio technika at 33 ev. Den dual hab ich von meine schwiegerpaps bekommen. Der klingt gar nicht mal soo übel, Nadel ist bestellt. Hatte mit MC high sogar besseren klang als mit MM bei dem C02. An der c383 hatte ichihn noch nicht.

Gruß Atlan/Ralf
Atlan30
Stammgast
#28 erstellt: 20. Jan 2015, 16:12
Heute kam neue nadel, klingt echt klasse, schöner satter klang, hätte ich nicht gedacht. Würd mal vorsichtig behaupten klanglich mit dem techniks fast gleich :-). Also bin echt froh, dass ich den dreher auf forderman gebracht habe :-).
Kann den Dual 510 echt jedem empfehlen, für wenig geld en toller klang in der bude

Danke für die guten tips,

atlan
Atlan30
Stammgast
#29 erstellt: 24. Jan 2015, 20:14
Gibt es von dual nicht nen drher der gleich 2 platten bedienen kann, also eine wird abgespielt und er wechselt die bereitgestellte selber. Hab da mal was von gehört. Frage rein interessenhalber.

Gruß Atlan
8erberg
Inventar
#30 erstellt: 24. Jan 2015, 20:40
Hallo,

meinst Du Wechsler? Da war Dual wahrscheinlich sogar der letzte Hersteller der sie anbot, bis ca. 1982-1983, die Amis mochten die Dinger. https://www.youtube.com/watch?v=eWGfi_UHrg0

Alle Dual-Automaten der 12xx-Reihe sind Wechsler.

Meinen Neffen führ ich entsprechend meinen 1237 vor, "war unser MP3-Player"...

Peter
Atlan30
Stammgast
#31 erstellt: 24. Jan 2015, 21:28
Lach mp3 player, das ist mal cool :-)


Da brauch man aber doch diesen plattenaufnehmer, gibt es den noch wo?


[Beitrag von Atlan30 am 24. Jan 2015, 21:37 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#32 erstellt: 24. Jan 2015, 22:02
Hallo,

Plattenaufnehmer? Meinst Du die Wechselachse? Die geht eh nur an Drehern die das können (also bei Dual alle 12xx-Dreher).
Andere Wechslerhersteller waren BSR, PE und Elac - selbst Panasonic (Technics) hat Wechsler für den US-Markt gebaut.

Es gab früher extra Opern Gesamtaufnahmen, wo die Plattenseiten so gelegt waren das man die Oper hintereinander hören konnte (Also Seite 1+8, 2+7, 3+6 und 4+5 auf den Platten, nach der 4. Platte einfach den Stapel umdrehen).

Viele meinen dabei leiden die Platten, das stimmt nicht, durch die Luft bremst die Platte sanft ab und so passiert dem Vinyl nix.

Peter


[Beitrag von 8erberg am 24. Jan 2015, 22:05 bearbeitet]
Atlan30
Stammgast
#33 erstellt: 24. Jan 2015, 22:10
Kommt jedenfalls cool rüber mp3 player muss immernoch lachen. Hab gerade en Tandberg 20A mit spulen ergattert, muss mich mal da schlau machen hab davon keine ahnung ist aber auch cool :-)
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