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Gleichmäßiges ticken bei der Wiedergabe

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Beitrag
doom123
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 08. Mrz 2013, 10:45
Hallo,

ich begann gestern meine Schallplatten zu digitalisieren, und da fiel es mir auf - ein gleichmäßiges Ticken der LPs. Beim normalen hören merkte ich es nicht, aber in der digitalisierungsspur sah und hörte man es ganz klar. Es ist immer ein gleichmäßiges Ticken vorhanden (das vor allem im Abspann von Liedern auffällt).
Ist dieses minimale Ticken normal? Oder deutet es auf eine falsche Einstellung am Spieler hin?
juergen1
Inventar
#2 erstellt: 08. Mrz 2013, 13:21

doom123 (Beitrag #1) schrieb:
Beim normalen hören merkte ich es nicht, aber in der digitalisierungsspur sah und hörte man es ganz klar.
Hallo, wenn man beim Plattenhören nichts bemerkt, dürfte der Fehler eigentlich nicht am Plattenspieler liegen.
In welcher Taktfrequenz tickt es denn?
1,8sec. würde der Tellerdrehzahl entsprechen.
Gruß
Jürgen
juergen1
Inventar
#3 erstellt: 08. Mrz 2013, 14:04
Da fällt mir ein: Beim CD-Hören hatte ich mal so ein Ticken, ca 6-7/sec., das kam vom darüberstehenden Fernseher im standby-Modus.
Gruß
Jürgen
doom123
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 08. Mrz 2013, 14:14
Hallo,

ja das mit den 1,8 Sekunden kommt hin. Bedeutet dies der Plattenteller muss ausgetauscht werden?

*edit* Meine Freundin hört es angeblich auch beim Musikspielen heraus. Ich habe allerdings ein leicht geschädigtes Gehör, weshalb ich dies wohl nicht mehr so gut heraushöre.


[Beitrag von doom123 am 08. Mrz 2013, 14:41 bearbeitet]
juergen1
Inventar
#5 erstellt: 08. Mrz 2013, 15:18

doom123 (Beitrag #4) schrieb:
ja das mit den 1,8 Sekunden kommt hin. Bedeutet dies der Plattenteller muss ausgetauscht werden?
Weiß man nicht. Es grenzt halt nur die Fehlerursache ein. Wenns wirklich exakt 1,8 sec. Intervall wäre, muß es eigentlich definitiv irgendwie mit der Drehung des Tellers zusammenhängen.

Kannst Du den Plattenteller abnehmen und mal gucken und hören? Mit dem Ohr ganz nahe dran. Ist halt blöd, daß du Hörschwierigkeiten hast. Da wird Dir Deine Freundin helfen müssen.
Vielleicht ist das Tellerlager verschlissen oder es fehlt Öl?

Ach so: Es wird ja wohl nicht einfach ein Kratzer in der Platte sein??
Wenn Du die Platte ein Stück gegenüber dem Plattenteller drehst, und es ist an exakt der gleichen Stelle im Musikstück, wärs definitiv die Platte.
Gruß
Jürgen


[Beitrag von juergen1 am 08. Mrz 2013, 15:23 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 08. Mrz 2013, 16:14
Hallo!

Dieser Effekt trat vor etlichen Jahren bei mir mit einem Linn-Sondek LP-12 auf, die Lösung war recht einfach, der schnell drehende Syncronmotor des Riemenläufers lief trocken, zwei Tröpfchen Öl an den unteren und oberen Lagerpunkten des Motors beseitigten dieses Problem zuverlässig.

MFG Günther
doom123
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 08. Mrz 2013, 18:07
Also ich habe mal den Plattenteller abgenommen und dann abgespielt (das meintest du doch?) Man hört definitiv nichts (auch meine Freundin nicht ) Auch mit dem Teller hört man nichts wenn man ihn "leer" spielen lässt. Am ehesten hört man es wenn man die Platte auflegt und den "Tonlosen" bereich abspielt (also diese inneren 4cm auf denen keine Musik mehr ist) hört man es, es dürfte auf jedenfall 1,8 Sekunden sein.
Und der Fehler ist bei jeder Platte!

Der Tipp mit dem Öl hört sich sinnvoll an, ich werde mich mal erkundigen. Welches Öl ist geeignet?
juergen1
Inventar
#8 erstellt: 08. Mrz 2013, 18:28

doom123 (Beitrag #7) schrieb:
Am ehesten hört man es wenn man die Platte auflegt und den "Tonlosen" bereich abspielt (also diese inneren 4cm auf denen keine Musik mehr ist) hört man es, es dürfte auf jedenfall 1,8 Sekunden sein.
Also mich würds wundern, wenn das vom Motor kommt...
Ich tipp immer noch auf Dreck/Kratzer.

Hörst Du denn auch was in den Musikpassagen? Dann würd ich wie gesagt mal drauf achten, ob es nach dem Neuauflegen der der etwas gedrehten Platte an exakt derselben Stelle vorkommt. Dann wärs todsicher die Platte.

In der allerletzten Runde, da wo die Spirale in einen Kreis übergeht, knackt übrigens jede Platte.
Gruß
Jürgen
Detektordeibel
Inventar
#9 erstellt: 08. Mrz 2013, 18:32
Klingt eher nach nem erdungsproblem für mich.

Was für Dreher, wie wo über was angeschlossen?
chrisz78
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 08. Mrz 2013, 22:48

doom123 (Beitrag #7) schrieb:
Am ehesten hört man es wenn man die Platte auflegt und den "Tonlosen" bereich abspielt (also diese inneren 4cm auf denen keine Musik mehr ist) hört man es, es dürfte auf jedenfall 1,8 Sekunden sein.
Und der Fehler ist bei jeder Platte!


Wenn es nur im innersten Bereich der Platte auftritt (also unter 15cm Rillendurchmesser), tippe ich auf einen schlecht konstruierten oder defekten automatischen Abschaltmechanismus. Hat der Plattenspieler so etwas, d.h. hebt der Tonarm sich automatisch hoch (legt sich vielleicht sogar selbsttätig auf die Stütze zurück), und der Motor schaltet sich ab? Die Mechanik dazu wird bei vielen älteren Modellen vom Teller angetrieben, man spart so einen Servomotor: Ein mit dem Tonarm lose verbundener Fühlhebel wird bei ganz langsamer Vorwärtsbewegung (Musikrillen) von einem mitdrehenden Vorsprung an der Tellerachse immer wieder beiseitegeschoben, bei der schnellen Bewegung durch die Auslaufrille aber ergriffen und löst dadurch die Abschaltmechanik aus. Der rhythmische "Schubs" des Tellerachsenvorsprungs gegen den Fühlhebel kann ein Klopfgeräusch auslösen (vor allem wenn an dieser Stelle verwendetes Fett und/oder Kunststoffpolster nach Jahrzehnten hart geworden sind), das sich auf den Teller und weiter auf Platte und Nadel überträgt.
monsterbox
Stammgast
#11 erstellt: 09. Mrz 2013, 01:51
Hallo,

Auch kommt es vor, daß bei verharzten Wechslern die Zahnräder unten am Plattenteller minimal Kontakt zum "Automatikgetriebe" bekommen, weil die vorgesehene Aussparung nicht ganz erreicht wird.

Zum testen kann man dann den Teller herunternehmen, die Aussparung händisch nachjustieren, und anschließend probieren, ob das Geräusch weg ist (natürlich ohne vorher die Automatik nochmals durchlaufen zu lassen).

Gruß - Detlef
doom123
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 09. Mrz 2013, 11:47
Hallo nochmal,

also um noch ein paar Sachen abzuklären die hilfreich sein könnten:

Es ist ein Synq x-trm 1, der an einem Onkyo TX-NR414. Verwendet werden ganz normale Chinch-Kabel. Es ist kein Vorverstärker dazwischen geschaltet.
Zur genaueren "Tonfehler" Beschreibung. Während der Lieder klingt es mehr nach einem "schleifen". Kann das an der verwendeten Matte liegen?
Das knacken, besser gesagt klingt es eher wie ein dumpfer Herzschlag, tritt nur im inneren Bereich auf.
Detektordeibel
Inventar
#13 erstellt: 09. Mrz 2013, 18:29
Welcher Tonabnehmer ist drauf?
doom123
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 09. Mrz 2013, 19:25
Tonabnehmer: Ortofon Concord Arkiv


[Beitrag von doom123 am 09. Mrz 2013, 19:25 bearbeitet]
Burkie
Inventar
#15 erstellt: 09. Mrz 2013, 19:40
Hallo,

jetzt bin ich aber auch gespannt. Der Tonabnehmer setzt aber nicht auf der Platte auf, oder?
Hat das Plattenteller-Lager Spiel?
Oder ist irgendetwas zwischen Plattenteller und dem Gehause eingeklemmt? Kann man den Plattenteller einfach abnehmen, und mal nach schauen, ob da irgendwas am Plattenteller schabt? Ist kein Witz, bei Freunde ging mal ein Plattenspieler nicht, das heißt, der Teller drehte praktisch nicht. Da war aber bloß irgendwas in den Spalt zwischen Plattenteller und Gehäuse reingefallen und hat den Plattenteller blockiert.

Grüße


[Beitrag von Burkie am 09. Mrz 2013, 19:45 bearbeitet]
doom123
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 10. Mrz 2013, 09:41
Hallo,

also blockiert wird der Plattenteller nicht. Zumindest sehe ich nichts ungewöhnliches wenn ich ihn abnehme.

Was meinst du mit "aufliegen" des Tonabnehmers? Dass das Gewicht zu stark eingestellt ist? Naja, also ich habe das Gewicht nach angeben des Herstellers des Tonabnehmers eingestellt, also 3,5(ich hab die Einheit vergessen.)
chrisz78
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 10. Mrz 2013, 09:45
Das dürfte zuviel sein, und das Tonabnehmergehäuse klopft auf die Platte!
volvo740tius
Inventar
#18 erstellt: 10. Mrz 2013, 09:58
Hallo,


chrisz78 (Beitrag #17) schrieb:
Das dürfte zuviel sein, und das Tonabnehmergehäuse klopft auf die Platte!


W.z.b.w.


doom123 (Beitrag #16) schrieb:
Hallo,

das Gewicht nach angeben des Herstellers des Tonabnehmers eingestellt, also 3,5(ich hab die Einheit vergessen.)



Es sind Gramm, oder Newtonmeter.
Das Arkiv hat einen Auflagekraftbereich von 2-4 g. Probiers doch mal mit 2g.

Gruß Thomas
Burkie
Inventar
#19 erstellt: 10. Mrz 2013, 10:09

doom123 (Beitrag #16) schrieb:
Hallo,

also blockiert wird der Plattenteller nicht. Zumindest sehe ich nichts ungewöhnliches wenn ich ihn abnehme.

Hmmm. Meine Idee war, dass irgendetwas am Plattenteller schabt. Dieses Geräusch könnte sich über Körperschall auf die Platte und schließlich bis in die Nadel fortsetzten.
Wie ist das mit dem Lagerspiel? Wenn man vorsichtig mit wenig Kraft versucht, den Plattenteller hin und her odr vor und zurück zu kippeln; geht das? Hatts da Spiel?
Oder aber, wenn Du den Plattenspieler ohne Platte und mit Tonarm auf der Tonarmstütze durch den Motor laufen lässt, sind da auch diese Geräusche vorhanden?


Was meinst du mit "aufliegen" des Tonabnehmers? Dass das Gewicht zu stark eingestellt ist? Naja, also ich habe das Gewicht nach angeben des Herstellers des Tonabnehmers eingestellt, also 3,5(ich hab die Einheit vergessen.)

Naja, das war halb im Scherz gemeint. 3,5 Gramm sind OK. Den Tonarm hattes Du aber schon richtig ausbalanciert?

Grüße
doom123
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 10. Mrz 2013, 16:29
Hallo,

also ich habe nocheinmal geschaut ob er richtig ausbalanciert ist - und ja, der Tonabnehmer "schwebt" in der Luft wenn ich ihn auf Null drehe. Dann passts doch oder?
Allerdings ist mir aufgefallen, dass es den Tonarm immer wieder vom Plattenteller nach aussen zieht, wenn er so "schwebt". Kann das ein Hinweis sein, dass das Anti-Skating falsch eingestellt ist?

Man kann den Teller nach vonre und hinten kippen, aber wir reden hier von ganz ganz geringem "kippeln", kaum spürbar.

Im "Leerlauf" hört man nichts.
chrisz78
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 10. Mrz 2013, 16:36

doom123 (Beitrag #20) schrieb:

Allerdings ist mir aufgefallen, dass es den Tonarm immer wieder vom Plattenteller nach aussen zieht, wenn er so "schwebt". Kann das ein Hinweis sein, dass das Anti-Skating falsch eingestellt ist?


Nein, daran sieht man nur dass das Antiskating bei deinem Gerät funktioniert! Wenn die Nadel auf der drehenden Platte reibt, wird sie nach innen gezogen (Skating), und das Anti-Skating soll eine genau gegenläufige Kraft aufbringen, um die Nadel ruhig in der Rille zu halten. Wenn der Tonarm über der Platte schwebt, fehlt die nach innen ziehende Reibungskraft, also drückt die Antiskating-Vorrichtung den Arm sanft nach außen. Je stärker der Auflagedruck, desto größer die Reibung, deswegen muß man das Antiskating je nach Auflagekraft unterschiedlich einstellen.


[Beitrag von chrisz78 am 10. Mrz 2013, 16:36 bearbeitet]
Burkie
Inventar
#22 erstellt: 10. Mrz 2013, 16:38

doom123 (Beitrag #20) schrieb:
Hallo,

also ich habe nocheinmal geschaut ob er richtig ausbalanciert ist - und ja, der Tonabnehmer "schwebt" in der Luft wenn ich ihn auf Null drehe. Dann passts doch oder?
Allerdings ist mir aufgefallen, dass es den Tonarm immer wieder vom Plattenteller nach aussen zieht, wenn er so "schwebt". Kann das ein Hinweis sein, dass das Anti-Skating falsch eingestellt ist?

Man kann den Teller nach vonre und hinten kippen, aber wir reden hier von ganz ganz geringem "kippeln", kaum spürbar.

Im "Leerlauf" hört man nichts.


Hallo,

wenn er schwebt und Antiskating AS nicht auf Null, zieht es ihn nach aussen. Das ist normal. Schweben und AS auf Null, sollte nur stehen, nicht nach aussen ziehen.
Ausserdem sollte der Plattenspieler selber in waage stehen.

Das Geräusch hört man also nur, wenn die Nadel in der Rille liegt? Kommt das Geräusch aus dem Lautsprecher? Oder ist es auch zu hören, wenn der Verstärker aus ist?

Grüße
volvo740tius
Inventar
#23 erstellt: 10. Mrz 2013, 16:41
Hallo,

steht er denn der Dreher in Waage?Wenn ja,würde ich mich jetzt trotzdem nicht verrückt machen, wenn der Arm nach außen zieht. Der ist ja leichtgängig gelagert, so dass man ihn durch leichtes Anblasen bewegen kann. Kann schon sein, dass das AS auf 0 noch leicht "zieht". Das erklärt jedoch kein regelmäßiges Knacken.

Gruß Thomas
Detektordeibel
Inventar
#24 erstellt: 10. Mrz 2013, 19:06

Was meinst du mit "aufliegen" des Tonabnehmers? Dass das Gewicht zu stark eingestellt ist? Naja, also ich habe das Gewicht nach angeben des Herstellers des Tonabnehmers eingestellt, also 3,5(ich hab die Einheit vergessen.)


Arkiv zum hören reichen 2-3 gramm.


wenn er schwebt und Antiskating AS nicht auf Null, zieht es ihn nach aussen. Das ist normal. Schweben und AS auf Null, sollte nur stehen, nicht nach aussen ziehen.
Ausserdem sollte der Plattenspieler selber in waage stehen.


Natürliche Skatingkraft = nach innen
Anti-Skatingkraft =nach außen

Antiskating auf 0 = Antiskating aus, und der arm hat dann zu skaten nach innen. Ansonsten bräuchte man keins. ^^

http://www.youtube.com/watch?v=SymDqAn3Se4

Beim finden der richtigen AS Einstellung gehts darum die kraft soweit einzudämmen das es möglichst stabil dann steht (also auch nicht nach außen abdriftet wie Flitzkacke weil dann ists ja eigentlich zu hoch). Da das aber alles analog ist gehts halt darum den bestmöglichen Kompromiss zu finden. Auf manchen Testplatten hat man für das Skating extra leerrillen um die Bewegung auf der laufenden Platte zu simulieren. Aber auch das ist alles noch irgendwo ne Pi mal Daumen einstellung. Geht darum das man es ungefähr richtig macht, dann passts schon.

So rumzickendes Concorde Arkiv, Antiskating und S-Laute hatten wir aber schon paar Threads, erklärt nicht so wirklich die geschilderten Geräusche. Außer vielleicht Innenrille, Pressqualität...


Zur genaueren "Tonfehler" Beschreibung. Während der Lieder klingt es mehr nach einem "schleifen". Kann das an der verwendeten Matte liegen?


Wie lang ist das Phonokabel eigentlich? So ne dünne Wühltischstrippe ohne Schirmung? Steht der Dreher auf Phono/Line oder ist es noch eine alte Ausführung mit Massekabel?
doom123
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 11. Mrz 2013, 10:08
Hallo,

Ich glaube ich habe den Übeltäter gefunden. Es scheint an der Pressqualität zu liegen. Nach mehreren Durchlaufen verschiedener Platten, sind mir ausschließlich 180gramm Vinyls von Nightwish aufgefallen. Diese sind leider fast alle etwas "gewellt" oder "gewölbt".
Wenn man genau hinsieht sieht man die Platte auch etwas "eiern":.....
Burkie
Inventar
#26 erstellt: 11. Mrz 2013, 10:24

doom123 (Beitrag #25) schrieb:
Hallo,

Ich glaube ich habe den Übeltäter gefunden. Es scheint an der Pressqualität zu liegen. Nach mehreren Durchlaufen verschiedener Platten, sind mir ausschließlich 180gramm Vinyls von Nightwish aufgefallen. Diese sind leider fast alle etwas "gewellt" oder "gewölbt".
Wenn man genau hinsieht sieht man die Platte auch etwas "eiern":.....


Hallo,
da schau her!
Hast Du andere Schallplatten zum Vergleich? Zum Beispiel Schallplatten, die Mitte der 80er Jahre hergestellt wurden?
Oder wenigstens aus anderem Presswerk?

Grüsse
doom123
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 11. Mrz 2013, 11:01
Jap hab ich, so hab ich es übrigens auch bemerkt.
Ich habe ja schon öfter gehört, dass Schallplatten heutzutage minderwertiger produziert werden. Ich hab das immer in die Ecke "jaja früher war alles besser" gepackt, dass es echt so ist, ist wirklich eine Enttäuschung.
Detektordeibel
Inventar
#28 erstellt: 11. Mrz 2013, 14:31
Tja nightwish kann man sich aussuchen, entweder Loudness War CD oder Höhenschlag Schallplatte.

Organisier dir mal zwei Glasplatten in LP Größe. Mit bissel Aufenthalt im Backofen bei 50grad und Platte dazwischen ist es oft noch möglich die Dinger zu glätten. Ansonsten gehört sowas eigentlich wegen Pressfehler zurückgeschickt.
doom123
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 11. Mrz 2013, 14:37

Detektordeibel (Beitrag #28) schrieb:
Tja nightwish kann man sich aussuchen, entweder Loudness War CD oder Höhenschlag Schallplatte.

Organisier dir mal zwei Glasplatten in LP Größe. Mit bissel Aufenthalt im Backofen bei 50grad und Platte dazwischen ist es oft noch möglich die Dinger zu glätten. Ansonsten gehört sowas eigentlich wegen Pressfehler zurückgeschickt.


Ja, da hast du recht. Leider sind es fast alles limitierte Stücke, die man nicht mehr so bekommt. Das ist wirklich sehr bitter...
Läuft man Gefahr die Platte beim "plätten" zu zerstören?
chrisz78
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 11. Mrz 2013, 15:04

Detektordeibel (Beitrag #28) schrieb:
Tja nightwish kann man sich aussuchen, entweder Loudness War CD oder Höhenschlag Schallplatte.

Organisier dir mal zwei Glasplatten in LP Größe. Mit bissel Aufenthalt im Backofen bei 50grad und Platte dazwischen ist es oft noch möglich die Dinger zu glätten. Ansonsten gehört sowas eigentlich wegen Pressfehler zurückgeschickt.


Glasplatten im Ofen ist nicht ungefährlich (für die Platte meine ich), ein paar Grad zuviel und du kannst nur noch eine häßliche Obstschale draus biegen. Wenn es um mehr als ein oder zwei Platten geht, und auch noch um seltene limitierte Stücke, guckst du hier:

http://vinylflat.com/vinylflatproducts.html

Vielleicht eine lohnende Ausgabe, besonders wenn du aktiv sammelst und also immer mal wieder neue oder gebrauchte verwellte Platten in die Finger bekommst. Funktionieren tut es jedenfalls, ist ein Geduldsspiel, aber anders wird es ohnehin nichts - der zu schnelle Preß- und Abkühlrhythmus in der Fabrikation ist ja meist die Ursache für schon bei Auslieferung verzogene Platten.
chrisz78
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 11. Mrz 2013, 15:22
Noch ein paar Anregungen, wenn das Problem vorwiegend tellerförmig verzogene (nicht durch Wärme am Rand verwellte) Platten sind:

Für die Seite, wo der Rand nach unten gebogen ist (die Mitte liegt hohl), hilft ein Gewicht auf die Plattenmitte gestellt. Es gibt sogar spezielle Plattengewichte, aber jedes ausreichend schwere Metallstück, sogar ein umgedrehtes schweres Trinkglas, reicht zum Primitivversuch aus, um festzustellen, ob sich überhaupt etwas zum Besseren verändert.

Leider funktioniert das für die Rückseite einer solchen Platte natürlich nicht, denn da liegt ja das Label ohnehin fest auf, aber der Rand steht ohne Tellerberührung hoch - das kann extremes Rumpeln und Klappergeräusche wie auch Gleichlaufschwankungen verursachen. Abhilfe schafft da, zumindest als schnelle Methode um eine solche Platte überhaupt erträglich abzuspielen, eine ringförmig ausgeschnittene Gummi- oder Filzmatte (Labelbereich großzügig ausgeschnitten), die gerade so hoch sein muß, dass der Plattenrand überall aufliegt und die Mitte ganz leicht hohl. Die normale Matte ggf. weglassen oder gegen einen ganz dünnen Filz tauschen, damit der Gesamtaufbau nicht zu hoch wird. Dann wieder das Gewicht in die Plattenmitte, und das "krumme Ding" liegt zumindest fest und ohne zu kippeln auf dem Teller, auch der Rand kann nicht mehr unkontrolliert vibrieren. Das leichte Gefälle der konkaven Oberfläche stört in den meisten Fällen deutlich weniger als die frei schwabbelnde Scheibe, evtl. muß man das Antiskating ein wenig erhöhen, da die Nadel auf dem "Suppenteller" natürlich stärker nach innen rutscht als auf einer perfekt planliegenden Platte (entsprechend bei konvex verbogener Platte etwas weniger Antiskating, falls es zerrt).

Bei "eiernden" Platten (Loch nicht genau in der Mitte) hilft bei den meisten modernen Plattenspielern nur das vorsichtige Ausweiten des Lochs mit einer Reibahle, damit man die Platte in die korrekte Lage schieben kann. Bei den alten Plattenwechslern kann man i.d.R. die Mittelachse aus dem Teller ziehen und dann nach Belieben von Hand zentrieren. In jedem Fall wieder ein Gewicht auf die Plattenmitte, damit die Scheibe auch so liegen bleibt wie man sie händisch hinbugsiert hat! Der Aufwand lohnt sich zum Überspielen immer, denn Digitalisate mit eingebauten Tonhöhenschwankungen klingen ziemlich eklig....


[Beitrag von chrisz78 am 11. Mrz 2013, 15:23 bearbeitet]
Detektordeibel
Inventar
#32 erstellt: 11. Mrz 2013, 16:25
wenn das innenloch zu eng ist bleistift durch. ^^ wie vor 25 jahren auch schon. ^^ aber ok bei 180g muss man mit messer ran.


Glasplatten im Ofen ist nicht ungefährlich (für die Platte meine ich), ein paar Grad zuviel und du kannst nur noch eine häßliche Obstschale draus biegen.


50grad sind net viel. Aber für wirklich seltenes Zeug vielleicht nicht ideal. Verwellte Altplatten hatte ich übrigens noch nie... Was mit Höhenschlag und Pressfehlern ankommt is fast immer das aktuellere Zeug.
Sehr ärgerlich.
chrisz78
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 11. Mrz 2013, 16:59

Detektordeibel (Beitrag #32) schrieb:
Verwellte Altplatten hatte ich übrigens noch nie...


Glückspilz! Oder reicher Mann, der nichts auf Flohmärkten kauft? Plattenkisten in der prallen Sonne sind jedenfalls beinah eine Garantie für gelegentliche "Dauerwellen" in den schwarzen Scheiben, und da tut die "Vinyl Flat" Vorrichtung nach meinen Erfahrungen bessere und schonendere Dienste, um die ursprüngliche Form ohne größere Klangeinbuße wiederherzustellen, als alle Hausrezepte. Schellacks dagegen kommen auf eine flache Glasscheibe nochmals in die Sommersonne und legen sich dann durch ihr Eigengewicht wunderbar flach.

Praktisch unrettbar verloren sind nur wellige Singles: Sie sind am Rand sehr dünn und, wenn einmal durch Hitze verwellt, praktisch nicht wieder platt zu kriegen ohne dabei erheblich zu schrumpfen, besonders die aus Polystyrol-Spritzguß statt aus gepreßtem Vinyl bestehenden Massenprodukte der 1960er und 1970er Jahre (z.B. die meisten deutschen Polydor- und Philips-45er ab etwa 1960). Der bei Wärmebehandlung entstehende Seitenschlag ("Eiform") ruiniert die Tonwiedergabe völlig: Selbst wenn die Platte hinterher wieder glatt aussieht und die Nadel nicht mehr aus der Rille fliegt, verhindert das Jaulen den Musikgenuß.
chrisz78
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 11. Mrz 2013, 17:05

Detektordeibel (Beitrag #32) schrieb:


50grad sind net viel.


Das stimmt, vielleicht sogar zu wenig je nach Vinylsorte und -dicke. Aber wie genau arbeiten Backöfen in diesem Niedrigbereich? Kurzfristige Spitzen von 70 oder 80 Grad sind bei nomineller Einstellung auf "50" nicht ganz ausgeschlossen, bevor der Thermostat abschaltet und alles wieder langsam auf den Nennwert runterkühlt. Wenn man ein Backofenthermometer verwendet und daneben sitzenbleibt, um den Temperaturverlauf zu beobachten und spätestens bei 60 Grad den Strom aus- und die Herdklappe aufzumachen, kann man es riskieren, aber auf die Skala des Temperaturwählers würde ich mich nicht verlassen, wenn da eine wertvolle Platte drinliegt!
Bepone
Inventar
#35 erstellt: 11. Mrz 2013, 19:25
Hallo,

nehmt's mir nicht übel, aber gleichmäßiges Ticken wegen verwellter oder schlecht gepresster Platten?
Sowas hatte ich noch nie.
Was soll da denn ticken?

Ich habe hier 45er Maxis, die sind so verwellt, dass es den ein oder anderen Tonabnehmer aus der Rille wirft. Aber die anderen, die drin bleiben, die geben auch kein Ticken von sich...


Gruß
Benjamin
chrisz78
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 11. Mrz 2013, 20:18
Naja, eine "suppentellerförmig" gebogene Platte kann auf der Seite, wo nur das Label aufliegt, ganz gehörig ins kippeln kommen und dadurch hörbar ticken/klappern/klopfen. Außerdem wird sie wahrscheinlich Störungen durch akustische Rückkopplung produzieren (der Plattenrand wird durch den Lautsprecherschall oder andere Geräusche im Raum zum Schwingen angeregt, ein hohlklingendes Dröhnen ist die Folge). Beides begünstigt durch die heute oft üblichen flachen DJ-Filzmatten ohne Einsenkung im Labelbereich. Und bei einem schweren Tonarm (große Massenträgheit) setzt ein ohnehin am oberen Ende des zulässigen Auflagedrucks betriebenes System schonmal bei einem Höhenschlag kurz mit dem Nadelträger auf, auch das ergibt ein "Ticken" im Takt der Tellerumdrehung.

Dazu paßt die Beschreibung, dass der Fehler mehr in der digitalisierten Kurvenform als beim Hören auffällt, denn meist spielt sich eine Störung durch Höhenschlag der Platte überwiegend im Tiefstbaß/Infraschallbereich ab wo die Boxen nicht mehr viel abstrahlen, aber dieser Infraschallimpuls kann entweder den A/D-Wandler überfordern (dann ist der hörbare "Tick" wirklich nur im Digitalisat!), oder fällt einfach mehr auf, wenn man beim hören genau darauf achtet, was bei den sichtbaren heftigen Ausschlägen der Digitalaufnahme akustisch passiert.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie schwierig es früher manchmal war, mit einem Allerwelts-Preamp ohne Rumpelfilter wellige LPs anständig auf Cassette aufzunehmen: Bei Direktwiedergabe fiel das Tiefstbaß-Rumpeln kaum auf, trieb aber gern mal die Cassettenaufnahme schon bei weit unter Normalpegel in die Sättigung (besonders die ohnehin etwas baßschwachen CrO2-Bänder), mit entsprechend unerträglichen Intermodulationsverzerrungen bis hin zum momentanen "Zustopfen" und völligem Pegeleinbruch im Takt des Höhenschlages. Womöglich erlebt der TE ähnliches beim Digitalisieren?
Bepone
Inventar
#37 erstellt: 11. Mrz 2013, 20:33
Hallo,

diese Fälle, die du da schilderst, sind so enorm selten, dass sie vielleicht höchstens auf eine handvoll Exemplare einer Sammlung zutreffen können.

Ich erinnere an die Eingangsfrage des TE:


ich begann gestern meine Schallplatten zu digitalisieren, und da fiel es mir auf - ein gleichmäßiges Ticken der LPs

So wie ich das lese, tickt da jede Platte. Das kann nicht an der Platte, sondern muss am Plattenspieler oder der Elektronik dahinter liegen.

Später schreibt er allerdings, dass es nur bei einer Sorte LPs auftritt. Auch hier kann ich kaum glauben, dass das an einer schlechten Pressqualität liegen kann.
Wenn der Fehler vorrangig bei dicken (>>180g) und verwellten Platten auftritt, gibts ein Problem im Tonarm oder der Mechanik.


Gruß
Benjamin
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