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Plattenlaie ruft nach Hilfe (Dual 1224)

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Beitrag
kellerbier
Neuling
#1 erstellt: 26. Dez 2013, 12:47
Guten Tag liebe Forumleute,
ich hoffe ihr habt in diesem Gebiet wesentlich mehr Ahnung als ich.

Ich bin achtzehn Jahre jung und schon immer an einem eigenen Plattenspieler interessiert gewesen. Aus diesem Grund wurde mir ein Plattenspieler Dual HS135 mit dem Spieler 1224 geschenkt. Ich nahm diesen Spieler entgegen, stellte den in mein Zimmer und kratzte mich am Kopf weil ich nicht wusste wie ich dieses große Dingen an meine YAMAHA Pianocraft 750 anschließen soll. Ich habe wirklich lange im Internet recherchiert und dennoch weiß ich nicht was zu tun ist. Ich wäre wirklich wirklich dankbar für jeden der mir hier helfen kann!

grüße
schmiddi
Inventar
#2 erstellt: 26. Dez 2013, 13:03
Die HS 135 ist eine Kompaktanlage von Dual, da ist der Verstärker eingebaut.

Der Plattenspieler 1224 wurde mit einem Kristallsystem ausgeliefert. Ist auf keinen Fall hifitauglich.
akem
Inventar
#3 erstellt: 26. Dez 2013, 13:18
Die HS ist eine kleine Kompaktanlage mit Verstärker zum direkten Anschluß von Lautsprechern. Laut den Unterlagen, die ich gefunden habe (http://dual.pytalhost.eu/hs135s/), müßte die Anlage aber einen Tape-Anschluß haben. Mit einem Adapterstecker von DIN-Stecker auch Cinch-Buchsen (4 Buchsen müssen da dran sein!) sollte man das Ausgangssignal für Tapedecks anzapfen können. Dieses schließt Du dann an einen freien Eingang Deines Verstärkers an (AUX oder sowas, nicht an Phono!).

Jetzt ist es so, daß die Anlage serienmäßig einen Keramiktonabnehmer hat (CDS650 oder sowas). Jetzt ist die Frage, ob der noch dran ist. Qualitativ ist das eher nicht so gut. Magnetsysteme sind in den meisten klanglichen Disziplinen deutlich besser. Allerdings kann es beim 1224 passieren, daß es bei Verwendung von Magnetsystemen etwas brummt (Einstreuungen vom Motor). Außerdem bräuchte man dann einen Phono-Vorverstärker... Falls Du eine solche Umrüstung vorhast, sag Bescheid. Dann sag ich Dir, was zu tun ist.

Gruß
Andreas
kellerbier
Neuling
#4 erstellt: 26. Dez 2013, 13:38
heißt das ich kann den Spieler nicht an die Anlage anschließen? Ich will doch zuersteinmal einen Spieler hier haben und mich mit dem beschäftigen bevor ich mich an fortschrittliche Umrüstaktionen wage

und ja da ist ein CDS 660 dran


[Beitrag von kellerbier am 26. Dez 2013, 13:39 bearbeitet]
akem
Inventar
#5 erstellt: 26. Dez 2013, 13:52
Wie gesagt: mit einem DIN-Cinch-Adapter wie beschrieben kannst Du die Anlage so wie sie ist an Deinen Verstärker anschließen. Die mit TAPE beschriftete DIN-Buchse ist Ausgang und Eingang in einem. Der Adapter muß nur die richtigen drei Pins von den fünfen erwischen. Deshalb kann man nicht jeden beliebigen Adapter nehmen. Der hier
http://www.ebay.de/i...&hash=item53f9e2280a
würde zum Beispiel gehen. Eingang und Ausgang sind beschriftet, rot ist rechts, weiß ist links. Dazu brauchst Du dann nur noch ein ganz normales Cinchkabel in der benötigten Länge.

Gruß
Andreas
schmiddi
Inventar
#6 erstellt: 26. Dez 2013, 13:57
Sorry Andreas hat recht ist ein Keramiksystem und kein Kristall. Aber diese Systeme sind nicht gerade Plattenschonend, sie benötigen 4g Auflagekraft und wenn du die DN6 als Nadel hast, ist es eine Saphir Nadel.
germi1982
Moderator
#7 erstellt: 26. Dez 2013, 14:14

akem (Beitrag #5) schrieb:
Wie gesagt: mit einem DIN-Cinch-Adapter wie beschrieben kannst Du die Anlage so wie sie ist an Deinen Verstärker anschließen. Die mit TAPE beschriftete DIN-Buchse ist Ausgang und Eingang in einem. Der Adapter muß nur die richtigen drei Pins von den fünfen erwischen. Deshalb kann man nicht jeden beliebigen Adapter nehmen....


Ich fürchte ganz so einfach ist das leider nicht. Das was da an Signal rauskommt ist wohl für Cincheingänge zu wenig...den Plattenspieler sollte man auch nicht direkt anschließen, diese Keramiktonabnehmer brauchen eine hohe Abschlussimpedanz von 500 kOhm bis hin zu 1 MOhm. Den haben Cincheingänge aber in der Regel nicht. Da die Keramiktonabnehmer, wie auch die Kristalltonabnehmer, die Entzerrung durch die Abschlussimpedanz der Eingangs erreichen, wird der Frequenzgang ganz schön verbogen. Zu starke Höhen, schwache Tiefen.


Aber diese Systeme sind nicht gerade Plattenschonend, sie benötigen 4g Auflagekraft


In der Regel ja, es gibt nur eine Ausnahme, das CDS 700 kommt mit 2,5g aus und ist damit in der Hinsicht schon Hifi-tauglich. Das ist aber auch die einzige Ausnahme.


[Beitrag von germi1982 am 26. Dez 2013, 14:16 bearbeitet]
akem
Inventar
#8 erstellt: 26. Dez 2013, 14:19
Nicht wirklich. Der richtige Abschluß ist ja intern irgendwo vorhanden. Das ist ein Tape-Ausgang und ich glaube nicht, daß der Tonabnehmer da ohne Zwischenverstärkung dranhängt. In den Unterlagen ist was von 300mV Empfindlichkeit für den Tape-Eingang die Rede. Ich vermute daher mal, daß sich die Ausgangsspannung in einem ähnlichen Bereich bewegen wird. Und mehr liefern gängige Phono-Vorverstärker auch nicht...

Gruß
Andreas
kellerbier
Neuling
#9 erstellt: 26. Dez 2013, 14:42
also taugt der spieler was fürn einsteiger wie mich oder sollt ich den einfach in meinem zimmer stehen lassen
germi1982
Moderator
#10 erstellt: 26. Dez 2013, 19:48

akem (Beitrag #8) schrieb:
Nicht wirklich. Der richtige Abschluß ist ja intern irgendwo vorhanden. Das ist ein Tape-Ausgang und ich glaube nicht, daß der Tonabnehmer da ohne Zwischenverstärkung dranhängt. In den Unterlagen ist was von 300mV Empfindlichkeit für den Tape-Eingang die Rede. Ich vermute daher mal, daß sich die Ausgangsspannung in einem ähnlichen Bereich bewegen wird. Und mehr liefern gängige Phono-Vorverstärker auch nicht...

Gruß
Andreas


Nein, die Ausgänge sind bei DIN eigentlich immer abgeschwächt. Das ist ja das große Problem wenn man DIN-Ausgänge mit Cinch-Eingängen verbinden will. Der Eingang hat zwar 300mV /470 kOhm, aber die Ausgänge bringen nur 10 mV. Deswegen müssen da in die Signalleitungen des Ausganges, also Pins 1 und 4 jeweils ein Widerstand in Reihe eingelötet werden. Der Wert sollte 1 MOhm betragen.

Das ist halt das Problem, DIN arbeitet über den Strom und Cinch über die Spannung.

Der Plattenspieler ist natürlich intern angeschlossen, und der hat auch ein reguläres Line-Niveau.

Der 1224 hat einen zweipol-Motor, das heißt der wird bei den meisten Magnet-Tonabnehmern einstreuen. Es gibt allerdings Tonabnehmer die da unempfindlich sind, zum Beispiel das Shure M75. Allerdings müsste dann ein Phonovorverstärker in die Kompaktanlage eingebaut werden. Zum Beispiel T V V 47.


[Beitrag von germi1982 am 26. Dez 2013, 19:52 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#11 erstellt: 27. Dez 2013, 10:26
Hallo,

nehm einen Kopfhörerstecker 6,35 mm evtl. auf Adapter 3,5 mm auf RCA (Cinch)-Adapter, schließ das ganze an die HS an und geh so in Deinen Verstärker.

Ist zwar klanglich keine Offenbarung, aber es funzt schon mal.

Stell vorher den Dreher gescheit ein (Anleitung http://dual.pytalhost.eu/1224/ ) und kauf eine neue Nadel (DN8 oder noch besser eine Diamantnadel DN 85). Nicht "ungefähr" einstellen sondern schon Zeit und Muße nehmen.

Mit einer guten Nadel schadet man eine Schallplatte auch nicht mit einem Keramiksystem, schlimmer ist eine defekte Nadel, da helfen dann auch keine "nur" 1 Pond Auflagekraft.

Peter


[Beitrag von 8erberg am 27. Dez 2013, 10:28 bearbeitet]
akem
Inventar
#12 erstellt: 27. Dez 2013, 10:30
Nehmen wir mal an, ich schließe ein Tapedeck mit DIN-Anschluß an. Dann kommen Deiner Aussage nach 10mV aus dem Tapedeck raus, der Eingang der CS braucht aber 300mV für Vollaussteuerung. Wie soll das funktionieren?
Gut, DIN war vor meiner Zeit, echte Praxiserfahrungen damit habe ich nicht. Aber rein von der Theorie her wäre eine solche Schnittstelle doch auch extrem einstreuungsempfindlich.

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#13 erstellt: 27. Dez 2013, 10:38
Hallo,

es funktioniert einfach nicht, die Einstreuung ist wirklich heftig.
Es gäbe die Lösung die 1 M-Ohm-Widerstände aus dem Anschluß "Tape out" an der HS rauszuschmeissen oder zu überbrücken, dann hätte man Line-Pegel. Aber das ist letztlich auch nur irgendwie Pfusch und der nächste der ein Cassettendeck mit DIN-Eingang anschließt schießt sich seine Eingangsstufe ab.

Peter


[Beitrag von 8erberg am 27. Dez 2013, 10:38 bearbeitet]
germi1982
Moderator
#14 erstellt: 27. Dez 2013, 14:26
Genau, die Widerstände im Gerät brücken oder raus.


Aber rein von der Theorie her wäre eine solche Schnittstelle doch auch extrem einstreuungsempfindlich.


Die ganze Geschichte war auch rauschempfindlich weil am DIN-Tapedeck die Eingangsstufe auf dieses schwache Signal ausgelegt war. Und zwar u.a. auch aus dem Grund damit man Mikros an dem Eingang des Tapes oder Tonbandgerätes betreiben konnte. Ich rede jetzt nicht von Kondensatormikros mit Fremdspeisung, sondern die einfache dynamischen Mikros die man auch heute noch zuhauf findet. Diese haben einen Signaloutput der im Bereich eines Moving Magnet-Tonabnehmers liegt. Deswegen sind die Mikroeingänge genauso konzipiert wie Phonostufen, es fehlt nur die RIAA-Entzerrung.

Findet man u.a. auch hier:


Aus Wikipedia

Die DIN-gerechte Auslegung von Pin-1,4-Eingängen als Strom- statt als Spannungseingang erfordert zudem aufwändige Eingangsstufen, die anfällig für Rauschen sind, dafür aber sowohl von einem Mikrofon als auch von einem Audiosignal auf Line-Pegel mit Ausgangswiderstand angesteuert werden können.


[Beitrag von germi1982 am 27. Dez 2013, 14:31 bearbeitet]
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