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Dual CS 1224 Setup

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thscplgst
Neuling
#1 erstellt: 28. Mai 2009, 12:21
Hallo liebe Hifi-Götter,
ich habe den Dual CS 1224 von meiner Mutter geerbt, und möchte ihn an meiner Stereoanlage verwenden, diese hat einen Aux-in. Momentan läuft der Plattenspieler über einen Dioden-Cinch-Adapter in die Anlage, funktioniert alles soweit, der Sound ist wie an anderer Stelle schon beschrieben allerdings recht dünn, also höhenbetont mit sehr wenig Bass, jetzt würde ich gerne wissen, wie ich das Gerät aufrüsten kann um einen ausgewogeneren Sound zu erhalten.
Ich habe mir das System mal angesehen, da kann ich auf jeden fall ran.
Wie ist das, kann ich einfach das Keramiksystem(Dual 650) ausbauen und ein beliebiges(passendes) Magnetsystem einbauen, z.B. ein Ortofon VinylMaster oder eins von Shure, und den Spieler dann weiterhin mit dem Adapter an die Anlage schicken, oder müsste ich in dem Fall dann einen Phono-Vorverstärker oder einen Entzerrer dazwischen hängen?
Mein Ziel ist es also, einen ausgewogeneren Klang mit präziseren Höhen und ausgeprägteren Bässen zu erhalten. Gibt es da günstige Varianten?
Im Vorraus tausend Dank,
Sebastian
skyywalker
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 28. Mai 2009, 12:59
Hallo Sebastian,
grundsätzlich kannst Du jedes auf die Headshell passende System einbauen, trotzdem sollte es schon mit dem Tonarm harmonieren. Auf alle Fälle braucht dann aber dein Verstärker einen Phono-Eingang (MM) oder du benötigst einen Vorverstärker/Entzerrer, welchen du dann wie gewohnt an den Aux-Eingang anschliessen kannst. Phono-Vorverstärker findest du zu genüge in der Bucht, von den Einsteigergeräten ist bekanntlich der von Dynavox, TC-750 nicht schlecht (kostet so zwischen 20-25 Euronen).
Auch mit einem relativ günstigen MM-Tonabnehmer wirst du eine deutliche Steigerung gegenüber dem Karamik-System hören.
Grüße
Christian
düdldihüü
Stammgast
#3 erstellt: 28. Mai 2009, 13:01
Wenn es beim 1224 so ist wie beim 1214, dann gibt es einmal die normale Variante und eine Hifi Variante. Da nur die Hifi Variante einen vierpoligen Motor besitzt, kann nur an ebenjene ein Magnetsystem angebracht werden. Das mag bei 1224 zutreffen, aber evtl. auch nicht. Kann dir bestimmt jemand sagen.
Wenn das nicht der Fall ist, dann rate ich klar zu einem Magnetsystem. Dann würdest du allerdings auch noch einen Phonovorverstärker benötigen. Je nach Anspruch gibt es die ab 20-30€. Für ein System solltest du schon mindestens 50€ planen.
Bepone
Inventar
#4 erstellt: 28. Mai 2009, 13:08
Hallo Sebastian,

herzlich willkommen im Forum!


Sehe diesen Beitrag als Ergänzung zu den vorherigen meiner Kollegen, ich war ein wenig langsam beim Tippen.


Das Dual Keramiksystem ist prinzipiell gegen ein Magnetsystem mit Halbzollmontage (handelsüblich) austauschbar. Nach diesem Schritt benötigst du dann zwingend einen Phono-Vorverstärker, preisgünstige gibt es ab ca. 20€ (mit Eingang für MM-Systeme).
Über diesen Vorverstärker schließt du dann den Plattenspieler wieder an den AUX-Eingang der Anlage an.

Beim 1224 sehe ich den Austausch des Keramiksystems gegen ein Magnetsystem aber eher problematisch. Möglicherweise streut der Motor nämlich störend in das Magnetsystem ein, das hörst du dann als Brummton. Bei Modellen, die für Magnetsysteme angedacht waren, ist der Motor anders konstruiert und besser geschirmt.
Des weiteren kann es sein, dass der Tonarm bzw. das Tonarmlager nicht die Qualitäten hat, um ein mit niedrigen Auflagekräften zu betreibendes Magnetsystem sicher und präzise zu führen. Das würde ich dem Tonarm jedoch schon zutrauen.


Also hier kannst du auf Risiko gehen und die Umrüstung auf ein Magnetsystem ausprobieren.
Falls das nicht funktioniert, musst du dir dann eben einen anderen Plattenspieler anschaffen. Ähnliche, hochwertigere und Hifi-taugliche Geräte von Dual wären z.B. der 1218 oder der 1228, die Spitzengeräte dieser Epochen dann der 1219 oder 1229 (wobei die kleineren schon richtig gut sind).
Das Magnetsystem wäre damit kein Fehlkauf sondern könnte auch in den anderen Plattenspielern betrieben werden.


Eine andere Möglichkeit wäre es, zu versuchen, den AUX-Eingang an dein Keramiksystem anzupassen. Wie, kann ich jedoch nicht genau sagen.
Ich persönlich würde aber im Hinblick auf Klangqualität und Plattenschonung ein Magnetsystem bei weitem bevorzugen.



Gruß
Benjamin
Albus
Inventar
#5 erstellt: 28. Mai 2009, 13:47
Tag,

AUX anpassen an einen Kristall- oder Keramiktonabnehmer ist besser zu vergessen, man benötigt einen zum Typ passenden enorm hochohmigen Eingang, ca. 0,5 Megaohm; zu den Gründen in Einzelheiten hier (ab Seite 37): http://www.radiomuse...au_17jg_5644_2v6.pdf

Aber, vielleicht gibt es im Einfachbereich der Phonoverstärker ein Produkt mit Eingängen für je einmal Keramik/Kristall sowie einmal MM-Typen? Wer weiß? Und wer weiß, dann zu welcher Qualität, geringster?

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 28. Mai 2009, 13:48 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#6 erstellt: 28. Mai 2009, 14:19
Hallo,

dass der Eingang sehr hochohmig sein muss, war mir auch noch im Hinterkopf.
Ich hatte mir immer vorgestellt, man könne evtl. einfach einen entsprechenden Widerstand pro Kanal in Serie schalten, um diese Hochohmigkeit zu erreichen - aber das scheint ja wohl nicht der Fall zu sein. Wäre ja zu einfach.


Was ich sicher weiß, Albus, an früheren Verstärkern waren Phonoeingänge für Magnet und Kristall üblich.
So hat z.B. mein Grundig RTV 600 (späte 1960er Jahre) einen umschaltbaren Eingang Magnet/Kristall, mein Grundig RTV 901 HIFI (Mitte der 70er) hat je einen Magnet- und Kristall - Eingang.

Oder eben einen alten Verstärker besorgen, der noch diese hochohmigen Eingänge besitzt. Für Keramik/Kristall muss ja keine Entzerrung und spezielle Vorverstärkung vorhanden sein.


Gruß
Benjamin
gdy_vintagefan
Inventar
#7 erstellt: 28. Mai 2009, 16:38

düdldihüü schrieb:
Wenn es beim 1224 so ist wie beim 1214, dann gibt es einmal die normale Variante und eine Hifi Variante. Da nur die Hifi Variante einen vierpoligen Motor besitzt, kann nur an ebenjene ein Magnetsystem angebracht werden. Das mag bei 1224 zutreffen, aber evtl. auch nicht. Kann dir bestimmt jemand sagen.


Einen "1224 hifi" gibt es nicht! Jeder 1224 hat also nur den zweipoligen Motor.

Die HiFi-Version des 1224 (bzw. der Nachfolger des 1214 hifi) ist der 1225.

Da 1224 und 1225 eben bis auf die Motoren ansonsten identisch sind, sehe ich da kein Problem, was die Qualität des Tonarm bzw. Tonarmlagers betrifft. Original wurde der 1225 mit dem DMS 200/210/220 (von Audio Technica) ausgeliefert.

Gruß
Michael
luckyx02
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 28. Mai 2009, 16:54
Hallo,
zur damaligen Zeit gab es aber gerade für diese Art von Plattenspielern besonders gut geschirmte Systeme. zB von Empire, ADC aber auch Tonar/Nagaoka, haben damals damit geworben, besonders brummfreie Systeme für solche Fälle zu bauen.

Ich selber betreibe an meinem 1224 ein Tonar(Nagaoka)511 BE (das Gelbe) mit elliptischer Nadel.Ein M103 brumm da wie schon beschrieben leicht. Das Tonar ist absolut still.

Passt für ungefähr 38€ preislich, technisch und klanglich sehr gut an den 1224. Wenns noch preiswerter und knalliger sein soll, für alte Singles zB passt auch das Nagaoka 511 DJ sehr gut. Um die 25€ bei Conrad. Der Korpus ist identsch mit dem 511 BE. Highendig kann man dann noch die Shibataversion da rein tun vom Tonar 555, für nur ca. 50€ ! Es handelt sich also um einen sehr vielseitig zu verwenden Systemkörper.

Grüsse Lutz


[Beitrag von luckyx02 am 28. Mai 2009, 17:19 bearbeitet]
thscplgst
Neuling
#9 erstellt: 03. Jun 2009, 08:50
Vielen herzlichen Dank für die rasche beantwortung.
Also, wenn ich jetzt alles verstanden habe, kann ich mir meinen Spieler mit einem Magnetsystem aufrüsten, brauche dann allerdings einen Phono-Vorverstärker den ich zwischen Anlage und Spieler schalte.
Als System wäre dann jenes System von Tonar zu empfehlen, weil es wenig Einstreuung vom Motor zulässt?
luckyx02
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 03. Jun 2009, 13:51

thscplgst schrieb:

Als System wäre dann jenes System von Tonar zu empfehlen, weil es wenig Einstreuung vom Motor zulässt?






Hier nochmal Shure M44, das wird bei Höhenschlag schon knapp !



Auf jeden Fall, diese Tonarsysteme sind auch sehr gut für Wechslerbetrieb geeignet da sie in längsrichtung V-förmig gestaltet sind. So können sie den veränderten Winkel auf dem Wechselstapel ausgleichen und liegen nicht gleich auf.

Grüsse Lutz

PS: Habe gerade gesehen das Thakker das nicht mehr anbietet. Habe dir 'ne PN geschickt zu dem Thema.


[Beitrag von luckyx02 am 03. Jun 2009, 15:22 bearbeitet]
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