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Tonabnehmerauswahl Denon DP 47

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Autor
Beitrag
LarsDD
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 29. Dez 2013, 11:32
Hallo zusammen,

an meinem Denon DP 47 spielt zur Zeit ein Ortofon Tonabnehmer, den die netten Kollegen hier aus dem Forum als einen aus der Serie VMS, FF oder F identifizieren konnten.

Ich überlege, mir einen anderen TA zu kaufen, oder den jetzigen Ortofon mit einer neuen Nadel auszustatten. Ich habe mich bzgl. eines passenden TAs mal schlau gemacht und würde folgende in Betracht ziehen:

- Audiotechnica AT 440 MLA
- Audiotechnica AT 120 E
- Ortofon Vinylmaster Red
- Denon DL 110

Wäre einer der o. g. Tonabnehmer ein Schritt nach vorne im Vergleich mit dem aktuellen Ortofon (VMS, FF oder F), oder würde dieser mit einer neuen, halbwegs hochwertigen Ersatznadel (bis ca. 50€) auf gleichem Niveau spielen.

Ich bin natürlich offen für weitere Vorschläge bzgl. Tonabnehmer, vorausgesetzt sie sprengen nicht mein Budget, was sich bei ca. 200 € erschöpfen würde …

Der DP 47 spielt an einem Onkyo A-8670 Verstärker und ich höre darauf vor allem Rock und Folk.

Schon mal vielen Dank für Eure Anregungen!

Gruß
Lars


[Beitrag von LarsDD am 29. Dez 2013, 11:34 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#2 erstellt: 29. Dez 2013, 11:46
Hallo Lars

An vielen Denon-PS waren ab Werk die DL-110 verbaut. Wenn wir nun davon ausgehen, dass dein altes System ein VMS20 ist (das mit guter Nadel ganz ordentlich aufspielt) denke ich eher nicht, dass das 110er im Vergleich viel mehr bringt. Da würde ich auf ein 103er gehen (sind aber etwas teuer geworden).

Das VM Red würde ich als schlechter als das VMS20 bezeichnen. Wenn Ortofon VM-Reihe, dann wäre das VM Silver (bzw. 540 - eigentlich dasselbe aber etwas günstiger) hingegen ein deutlich hörbarer Fortschritt.

DIe AT-Systeme kenne ich zu wenig um ein Urteil abgeben zu können, das überlasse ich anderen Kollegen hier im Forum.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 29. Dez 2013, 11:47 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#3 erstellt: 29. Dez 2013, 13:05
Hallo!

@Marsilio

Warum in aller Welt soll ein DL-103 mit Rundnadel ein besseres Eergebniss bringen als ein DL-110 mit elliptischem Schliff? Wenn man mal von den Legenden absieht die um das DL-103 gesponnen werden bleibt eine ziemlich betagte Konstruktion mit sehr niedriger Compliance und Rundnadel übrig das im Verhältniss zur gebotenen Leistung viel zu teuer angeboten wird.

@LarsDD

Die VMS-Serien sind den OM-Serien von der Leistung her recht ähnlich und wenn du z.B. ein VMS20 verbaut hättest wäre das so ziemlich genau dem VM-red gleichzusetzen.

Ein AT-120 würde hier auich keine Verbesserung darstellen wäre aber gegenüber -bei einem etwas anderen Klangbild ebensowenig ein Rückschritt wie ein VM-red.

Das AT-440 MLa wäre hier schon eine ganz andere Hausnummer, das System klingt in einem passendem Tonarm etwas hell und sehr detailreich mit klaren Mitten und einem straffen schlanken Tieftonbereich, in deinem Denon dürfte es eine recht gute Figur machen da der Tonarm mit einer recht breiten Palette von Abtastern zurechtkommt.

Mit dem DL-110 würdest du den Plattenspieler in der Tat wieder in seinen Auslieferungszustand versetzen. Das System ist für seinen Preis recht ordentlich und klingt etwas zurückhaltend und sehr ruhig. Es ist sein Geld allemal wert obwohl es auch bloß mit einer elliptischen Nadel versehen ist, -aber das reicht bei ca. 95% aller Platten gut aus-.

MFG Günther
Marsilio
Inventar
#4 erstellt: 29. Dez 2013, 14:39
Hallo Günther

Da hast du wohl recht mit dem DL103 - ich hatte im Hinterkopf vermutlich noch das 103R oder das alte 160er... Egal - zurück zum DL110: Meinst du, dass dieses doch besser klingt als das VMS bzw. die kleineren VM-Systeme? Ein Bekannter von mir möchte in den nächsten Wochen mal mein VMS20 ausleihen, weil er mit eben dem DL-110 nicht so glücklich ist (läuft bei ihm an einem TD320 Mk II).

LG
Manuel
akem
Inventar
#5 erstellt: 29. Dez 2013, 15:00
Wobei man aber auch dazu sagen muß, daß die elliptischen Nadeln nicht alle gleich sind. Das DL110 hat eine Nadel mit 5x18µm. Das ist deutlich besser als die anderen ell. Nadeln der genannten Tonabnehmer (VM Red, AT120), die jeweils nur 8x18µm haben. Dadurch klingt das DL110 deutlich sauberer und verzerrungsärmer. Lediglich das 440 hat eine noch bessere Nadel, hat aber eine gewisse tonale Färbung und klingt etwas dünn und bassarm.

Gruß
Andreas
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 29. Dez 2013, 16:18
Hallo!

Hm, der TD-320 MK II hat einen TP-90 verbaut, hier wäre das VMS-20 nicht unbedingt in einer sehr guten Umgebung aufgehoben, zwar hat der TP-90 zwei Resonanzkammern verbaut die das System-Tonarm-Resonanzproblem nicht aufkommen lassen werden aber er dürfte etwas träge reagieren.

Andererseits ist das DL-110 nicht unbedingt das lebhafteste System, es dürfte sich -je nach Hörgewohnheit und Musikart-, ein Kopf- an Kopf-Rennen ergeben bei dem der Ausgang offen sein dürfte.

Ach ja, ihr solltet den Pegel angleichen, das DL-110 liefert einiges weniger an Ausgangsspannung als das VMS-20.

MFG Günther
Marsilio
Inventar
#7 erstellt: 29. Dez 2013, 19:09
Hallo Günther

Danke für den Hinweis. Hat mich auch etwas überrascht, dass mein Kollege mit dem DL-110 nicht so klarkommt. Nun will er das VMS mal ausprobieren um zu schauen, ob ihm allenfalls ein Ortofon zusagen würde - dann würde die Wahl aber eher auf eines der Grössenordnung VM Silver (bzw. 540) fallen (zumal ich das VMS eh selber behalten möchte). Wahrscheinlich will er vorher aber auch noch mein Sonus Gold testen.
Wuhduh
Inventar
#8 erstellt: 29. Dez 2013, 23:52
Moin, Lars !

Ich weiß nicht mehr, ob ich irgendwo anders schon etwas gepostet hatte, aaber ...

... Ortofon 520 MKII alias Red im neuwertigen Zustand anschaffen und später evtl. auf die Fritz-Gyger-Nadel des Silver aufrüsten. Oder den Onkyo altersbedingt entsorgen, wenn dieser Zicken macht. So prall ist der Phonoeingang nun auch nicht.

Der Nachschub an Original-Nadeln wird noch laufen. Das 540er = silver wirste nicht für unter 200 Euronen NEU bekommen.

MfG,
Erik
LarsDD
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 30. Dez 2013, 11:44
Besten dank Leute, jetzt bin ich auf jeden Fall schon mal etwas schlauer!

Das Blöde ist ja, dass ich nicht mal genau weiß, ob der aktuelle TA ein VMS 20 ist. Könnte ja auch ein VMS 10, 5 oder 3 sein, oder ein FF oder F, etc.pp.

Jetzt ein VM Red kaufen, um es später mit der Nadel vom Silver aufzuwerten, ist mir dann im Endeffekt in Summe zu teuer. Dann lieber gleich das VM Silver.

Ich denke ich werde mal das AT 440 MLA antesten. Möglicherweise verträgt sich der schlanke Bass davon ja ganz gut mit meinen alten muffigen Rockscheiben aus den 70ern. Und fast alles, was ich mir an aktuellen LPs kaufe, ist mir eh beinahe ein wenig zu basslastig. Ausserdem interessiert mich dieser Micro Line Schliff der Nadel vom AT 440 MLA ...

Wäre der DL 110 denn im Bassbereich deutlich kräftiger als der AT 440 MLA?

Ich würde jetzt aber auch noch jemandem hier aus dem Forum die Chance geben, mich vom Mehrwert des Ortofon 540 MKII (bzw. VM Silver) gegenüber dem AT 440 MLA zu überzeugen. Evtl. stocke ich mein Budget dann noch auf. Der finanzielle Mehraufwand von ca. 100€ (beim Thakker) müsste sich aber wirklich hörbar lohnen!

Meinungen?


P. S. ... und der alte Onkyo bleibt auf jeden Fall hier!

Gruß
Lars
Albus
Inventar
#10 erstellt: 30. Dez 2013, 12:59
Tag,

ja, den A-8670 weiter nutzen; gutes Phono-Teil, Kapazität im MM-Modus 135 pF, gute Störabstände bei MM und MC, taugliches Subsonic-Filter.

Freundlich
Albus
Marsilio
Inventar
#11 erstellt: 30. Dez 2013, 13:40
Nochmals zu den Tonabnehmern: Wenn's günstig und gut sein soll: Sonus Gold Blue oder Acutex 412 STR - das sind aber NOS-Teile (New Old Stock, d.h. neu aber schon lange eingelagert, daher evtl. Schwierigkeiten mit verhärteten Auflagegummis) und ob die an den DP47-Tonarm passen weiss ich auch nicht. Gibt es beide für einen zweistelligen Betrag. Das Sonus spielt auf dem Niveau des VM Silver, das Acutex wird hier im Forum ebenfalls gelobt.


[Beitrag von Marsilio am 30. Dez 2013, 13:42 bearbeitet]
akem
Inventar
#12 erstellt: 30. Dez 2013, 14:34
Für das Sonus und einige der Acutex Systeme dürfte der Tonarm aber doch zu schwer sein. Das Sonus hat nominell eine Compliance von 40, einige der Acutex liegen ähnlich. Es gibt aber auch einige Acutex, die nicht ganz so weich aufgehängt sind und sich besser mit dem Arm vertragen dürften.
Ich hatte auch mal ein Acutex, das gemessen am Preis sehr gut war aber tonal doch ein wenig verfärbte. Das AT440 verfärbt nach meinem Empfinden auch ein wenig, schon allein des dünnen Basses wegen. Das DL110 klingt neutral, hat nicht zu viel aber auch nicht zu wenig Bass. Daß es langweilig klingt kann ich nicht nachvollziehen. An einem Thorens TP90 sollte das schon richtig Musik machen.

Gruß
Andreas
Marsilio
Inventar
#13 erstellt: 30. Dez 2013, 15:06

akem (Beitrag #12) schrieb:
Für das Sonus und einige der Acutex Systeme dürfte der Tonarm aber doch zu schwer sein. Das Sonus hat nominell eine Compliance von 40, einige der Acutex liegen ähnlich. Es gibt aber auch einige Acutex, die nicht ganz so weich aufgehängt sind und sich besser mit dem Arm vertragen dürften.
Ich hatte auch mal ein Acutex, das gemessen am Preis sehr gut war aber tonal doch ein wenig verfärbte. Das AT440 verfärbt nach meinem Empfinden auch ein wenig, schon allein des dünnen Basses wegen. Das DL110 klingt neutral, hat nicht zu viel aber auch nicht zu wenig Bass. Daß es langweilig klingt kann ich nicht nachvollziehen. An einem Thorens TP90 sollte das schon richtig Musik machen.

Gruß
Andreas


Thanx, wieder was dazugelernt!
Wuhduh
Inventar
#14 erstellt: 30. Dez 2013, 18:20
@ Albus:

Jo-Jo, mach' ruhig Propaganda für die ollen Onkyo's. Dann kann sich wieder irgendwann darauf berufen, daß in diesem Forum so'ne Kiste als Winntatschgerät mit einem symbolischen Restwert von 60 Euro belobigt wurde.

@ Lars:

Du kannste auch später die abgenudelte oder unbefriedigende Nadel des Ortofon's auf eine Shibata retippen lassen. Der Vergleich zwischen der Shibata und der originalen FG70 wird wohl nie stattfinden, weil niemand das Geld fürs Retippen ausgeben will und die allerwenigsten 2 gleiche Headshells fürn Vergleich haben.

Ich hatte das VM silver und es wühlt wunderbar inna Rille. Die meisten anderen MM's und MI's sind bezogen auf den ursprünglichen Handelspreis von ca. 170,00 Euro ( !!! ) , also mit einem Preislimit von ca. 200,00 Euro, dagegen schlechter ... wenn Laufwerk und Tonarm dazu passen.


Sodele, und nun labert euch mal weiter ohne mich über eure Favoriten aus.

MfG,
Erik
LarsDD
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 30. Dez 2013, 21:13
Gibt es einen irgendwie gearteten Unterschied zwischen dem Ortofon 540 Mk II und dem VM Silver? Und wenn nicht, warum existieren dann 2 identische Systeme parallel?
volvo740tius
Inventar
#16 erstellt: 30. Dez 2013, 22:10
Hallo,

das 540 MKII ist nicht für den deutschen Markt bestimmt, wird aber trotzdem vom Handel importiert. Die zwei Systeme sind identisch. Warum das Ortofon so zulässt, weiß ich nicht. Alles Verkaufen was geht, schätze ich.

Gruß Thomas
.JC.
Inventar
#17 erstellt: 30. Dez 2013, 22:20
Hi,


volvo740tius (Beitrag #16) schrieb:
Hallo,

das 540 MKII ist nicht für den deutschen Markt bestimmt, ..


das kann uns ja egal sein, hauptsache 40-50 Euro günstiger
u. ein echt guter Tipp.

Ich fahre ein AT120E mit der ATN 150E eine Spitzennadel !
(mit 125 E + 139 E ähnlich günstig wie das 540er)

hat AT120E typisch richtig Punch im Bass, aber viel besser definiert
u. bringt Höhen wie Becken einfach nur angenehm rüber.

Ich mag diese Kombi lieber als ein AT 150 MLX
(das man in .jp für um 220 E bekommt)
LarsDD
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 30. Dez 2013, 22:38
Sind die Nedeleinschübe auch identisch? Also könnte ich für ein 540 MkII in ein paar Jahren eine VM Silver Nadel als Ersatz benutzen?
.JC.
Inventar
#19 erstellt: 30. Dez 2013, 23:59
Hi Lars,

nein.

auf den Body passen die verschiedenen Nadeln (einschübe) mit ihren Diamanten.
Die Klangqualität, die erzielt wird hängt von der Nadel ab !
Was man ja auch an den Preisen sieht.
LarsDD
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 31. Dez 2013, 09:19
Ich meinte, ob die Nadel vom VM Silver auch an das 540 Mk II passt?
.JC.
Inventar
#21 erstellt: 31. Dez 2013, 10:19
Hi,

na klar, das ist die gleiche Nadel.
Hörbert
Moderator
#22 erstellt: 31. Dez 2013, 14:08
Hallo!

Der Nadeleinschub der VM-Serie passt definitiv bei der 5xx MKII und umgekehrt.

Ohnehin verwendet Ortofon bei seinen unterschiedlichen Magnetsystem-Serien schon seit dreissig Jahren den gleichen immer nur marginal veränderten Generator. Es ist sogar möglich die verschiedenen OM-Nadeleinschübe auf ein 2M-Korpus zu setzen. Es sieht nur etwas seltsam aus.

MFG Günther
LarsDD
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 31. Dez 2013, 16:09
Ich schwanke jetzt zwischen dem AT 440 Mla und dem Ortofon 540 MkII ...

Beim AT 440 Mla verunsichert mich jetzt doch die häufige Kritik mit dem zu schlanken Bass.

Beim Ortofon 540 stellt sich mir die Frage, ob die Compliance von 30 nicht zu hoch für den Tonarm des Denon DP 47 ist, obwohl sein Manual ja eigentlich von einem "Low mass tonearm" spricht und er elektronisch gedämpft ist ...

Hat hier jemand Erfahrung mit dem Ortofon 540 MkII am Denon DP 47?
akem
Inventar
#24 erstellt: 31. Dez 2013, 17:04
Beim 540/VM Silver ist die Nadelaufhängung sehr gut bedämpft. Das bedeutet, auch wenn der Arm nominell zu schwer ist kommt das 540 trotzdem damit klar. Es gibt auch Leute, die es an einem Thorens TP90 mit 17g effektiver Masse mit gutem Ergebnis betreiben.

Gruß
Andreas
elchupacabre
Inventar
#25 erstellt: 31. Dez 2013, 17:07
Ich selbst habe den 47F einige Zeit mit einem Denon DL160 inkl. Shibata Nadel betrieben und war nach dem Einspielen hoch zufrieden, die Kombi würde ich mir sofort wieder herstellen.
Albus
Inventar
#26 erstellt: 31. Dez 2013, 18:10
Tag,

ergänzend nur erwähnt, die 500-Serie ist die Produktserie für den globalen Markt, die VM-Serie ist für den regionalen (deutschen) Markt; der Link zu den Daten der 500er-Serie: http://www.ortofon.c...d%20500%20series.pdf Einst hatte Ortofon auf die Irritation der Parallelitäten der Serien 500er : VM White, Red, Blue, Silver auf eine Anfrage bemerkt, die globalen 500er seien weniger prägnant im Hochton, andererseits weiß die HiFi-Folklore, die Dinger seien identisch.

Was die Nadelnachgiebigkeiten angeht, die 500er-Serie lautet im Falle des 540 II auf "Compliance dynamisch lateral 25 µm/mN", 30 µm/mN gilt/galt für das VM Silver - insoweit waren die Serien eh nicht absolut identisch (spezifiziert). Ferner ist zu bedenken, hinsichtlich der Tauglichkeit an einem etwas 'gewichtigen' Arm, dass der Wert 25 µm/mN für die Horizontalabtastung steht (lateral), der Wert für die vertikale Nachgiebigkeit steht bei ca. 20 µm/mN oder noch darunter. Wegen der etwaigen Welligkeiten von Platten ist aber der Wert der vertikalen Nachgiebigkeit entscheidend.

Freundlich
Albus
Hörbert
Moderator
#27 erstellt: 01. Jan 2014, 09:54
Hallo!

@LarsDD

Na ja, Tatsache ist daß das VM-silver einen ebenso schlanken und straffen Tieftonbereich wie das AT-440 MLa aufzuweisen hat.

Ohnehin solltest du diesen Umstand als einen Pluspunkt respektive als ein Qualitätsmerkmal sehen und nicht als Nachteil da es eigentlich von einer besseren Abtastung herrührt. Ab dieser Systemklasse ist es Usus das noch bessere Systeme dir eher noch ein trockeneres und immer unspektakuläres Klangbild mit immer größerer tonalen Stimmigkeit und immer größerer Durchzeichnung liefern werden. -Sofern die jeweilige Schallplatte mitspielt und soweit das die alte Analogtechnik überhaupt gestattet-.

MFG Günther
akem
Inventar
#28 erstellt: 01. Jan 2014, 11:02
Mehr als beim 440 ist es aber schon. Ich würde sagen, das Silver macht genau den richtigen Bass. Nicht zu viel und nicht zu wenig.
Das einzige MM, das ich kenne, das deutlich mehr Bass macht, ist das Reson Reca. Ist aber mit 550€ eine ganz andere Liga.

Gruß
Andreas
Hörbert
Moderator
#29 erstellt: 01. Jan 2014, 17:04
Hallo!

@akem


....Mehr als beim 440 ist es aber schon.....
#

J-ein, eigentlich ist nur die tonale Abstimmung des VM-silver etwas dezenter, und das auch nur in einigen Tonarmen und bei nicht ganz exakter Anpassung des Phonoeinganges.

Das VM-silver löst, -auch im Tieftonbereich-, einen Tic besser auf was auf Vorteile der Gyger-70-Nadel gegenüber der ML-Nadel hindeuten könnte, -aber selbst da bin ich mir noch unsicher da die Vorteile nur minimal sind und nur bei recht hochwertigen Tonarmen und sehr kritischem Musikmaterial überhaupt zum tragen kommen. Die Verzerrungsrate ist bei korrekter Justage weder beim -silver noch beim AT-440 MLa merklich höher angesiedelt. Einziges wirklich deutliches Unterscheidungsmerkmal ist wohl wirklich der "Hausklang" der beiden Systeme, beide sind m.E. in dieser Preisklasse als hervorragende Beispiele zu sehen sowohl was die tonale Abstimmung sowie die Auflösung wie auch das Maß der noch vorhandenen Verzerrung angeht.
Nicht umsonst gibt es für beide Systeme eine ganze Reihe von sehr hartnäckigen Befürwortern die der Meinung sind das mehr System kein Mensch braucht. Das sehe ich zwar anders aber mit beiden könnte ich recht gut leben wenn ich so vernünftig wäre nicht immer wieder deutlich mehr Geld für Verschleißteile rauszuputzen bloß weil mir dieser Teil des Hobbys ernormen Spaß macht.

MFG Günther
akem
Inventar
#30 erstellt: 01. Jan 2014, 19:05
Wenn ich Deine Beiträge so lese kommt mir langsam der Verdacht, daß ich das AT440 nie in Bestform gehört habe. Obwohl ich es auch auf drei Armen laufen hatte.
Die Gyger und die ML Schliffe würde ich qualitativ ebenbürtig einstufen. Ich hab auch nie was von Abtastverzerrungen beim 440 geschrieben Mir klang das 440 auch tendentiell etwas zu "topfig" und "gekünstelt", während das VM Silver an der Stelle irgendwie natürlicher und selbstverständlicher klingt. Das ist wohl das, was Du mit "Hausklang" meinst. Hat mich aber immer etwas gestört.

Gruß
Andreas
Hörbert
Moderator
#31 erstellt: 02. Jan 2014, 09:21
Hallo!


..... tendentiell etwas zu "topfig" und "gekünstelt", .....


Hm, wie hattest du es abgeschlossen?

"Über alles" ca 280-330 bringt hier (je nach Exemplar, -die Produktstreuung läßt grüßen) ein gutes Ergebniss, bis ca. 380-400 ein erträgliches.

Ich setze das System gerne als Alternative zum -silver ein, hier gehe ich dann nach den Kapazitätswerten der Verdrahtung und des Entzerrer-Eingangs bei nicht anpassbaren Phonoentzerrern.

Den "Hausklang" empfinde ich etwas anders.Hier würde ich im direkten Vergleich zum -silver vielleicht sagen das die etwas höhere Auflösung des AT zu Lasten der Mitten-Klangfarben geht oder anders ausgedrückt das die Tonale Balance etwas zu den Höhen und oberen Mitten verschoben ist während das -silver gerade im Mitteltonbereich seine Stärken hat und die Mitten zwischen etwa 400-600 '''Hz leicht stärker betont als das AT.Den straffen Tieftonbereich ab ca. 150 Hz haben beide -was die ärgerliche Beule vieler günstigen Systeme gerade in diesem Bereich vermeidet-. Im richtigen Tonarm kommt bei beiden auch noch bei 40 Hz etwas aus den Lautsprechern, -das ist bei Systemen dieser Preisklasse nach meinen Erfahrungen keinesfalls selbstverständlich, -zumal nicht bei Magnetsystemen-.

MFG Günther
LarsDD
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 02. Jan 2014, 11:12
Ich versuche es mal mit dem Ortofon 540 Mk II. Habe ich im Moment ein besseres "Gefühl" bei, was sicher völlig subjektiv ist ...

Ich werde berichten, wie es sich an meinem Denon DP 47 macht.

Vielen Dank für eure kompetente Hilfe!

Gruß
Lars
.JC.
Inventar
#33 erstellt: 02. Jan 2014, 11:16
Moin Lars,


LarsDD (Beitrag #1) schrieb:

Schon mal vielen Dank für Eure Anregungen!


da bei einem Tonabnehmer früher oder später (normal zw. 800 - 1500 h) die Nadel
abgefahren ist u. ausgetauscht werden muss, kann man sich auch davor schon mit
einem Nadelwechsel beschäftigen.

Das hat den weiteren Vorteil, daß man mal hört wie eine Nadel den Klang beeinflusst.
Ich selbst hatte ein AT 120 E auf einem Technics SL 1710 u. war durchaus zufrieden.

Dann war da ein gutes Angebot in der Bucht: ein AT 120 E mit der ATN 135 E Nadel.
Da ich den Klang der ATN 120 E ja schon gut kannte, war die klangliche Veränderung
für mich leicht hörbar (da deutlich besser in allen Belangen).

Insofern startest du vielleicht mit einem VM red o. AT120E hörst das ne Zeitlang u.
montierst später eine höherwertige Nadel.
Damit schlägst du 2 Fliegen mit einer Klappe,
du weisst wie man eine Nadel wechselt (das ist nicht so schwer) UND du hörst,
was die Abtastnadel eigentlich an Klangveränderung bewirkt (s.o.).
LarsDD
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 02. Jan 2014, 11:40
Gute Idee ... leider zu spät. ;-)

Ich habe aber den Vergleich mit der Ersatzrundnadel am VMS20 und den Tonabnehmern an meinen Technics Spielern (epc 270, epc 540, p 23, p30, p33).

Habe auch extra noch ein 2tes Headshell bestellt, um mal schnell zum Vergleich wechseln zu können.
.JC.
Inventar
#35 erstellt: 02. Jan 2014, 11:47

LarsDD (Beitrag #34) schrieb:
Gute Idee ... leider zu spät. ;-)
...
Habe auch extra noch ein 2tes Headshell bestellt, um mal schnell zum Vergleich wechseln zu können.


Na dann wirst du diese Unterschiede ja hören können,
viel Spaß noch beim ausprobieren.
Hörbert
Moderator
#36 erstellt: 03. Jan 2014, 10:26
Hallo!

@LarsDD

Deine Wahl ist gewiss kein Fehler, es gehört für mich zu den MM-Abtastern mit dem besten Preis-Leistungsverhältniss überhaupt und bildet seit Jahren einen festen Bestandteil meiner Systempalette für leichte bis mittelschwere Tonarme bis 12 Gramm eff. bewegter Masse.

Viel Spaß damit.

MFG Günther
LarsDD
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 07. Jan 2014, 16:29
So, seit 2 Tagen ist das gute Stück (Ortofon 540 Mk II) montiert. Ganz schöne Frickelei, den Denen DP 47 richtig einzustellen ...

Der TA klingt an meiner Anlage echt klasse! Über zu schmalen Bass kann ich mich nicht beschweren und er baut eine tolle Bühne auf! Getestet mit Alan "Parsons Project - Turn of a friendly card" und "Pink Floyd - Shine on you crazy diamond & Time".

So viel Spaß hatte ich beim CD-Einlegen noch nie ...

Möchte mich noch mal für eure Tipps bedanken ... auch wenns mich am Ende einen Hunni mehr gekostet hat, als ich geplant hatte.

Gruß
Lars
akem
Inventar
#38 erstellt: 07. Jan 2014, 17:37
Naja, sieh's mal so: lieber etwas mehr Geld in die Hand nehmen und dafür richtig zufrieden sein, als etwas zu sparen und dann nicht ganz zufrieden sein.
Oder wie ein Forenkollege in seiner Signatur schreibt: Die Bitterkeit schlechter Qualität hält noch lange an, wenn die Süße des billigen Preises längst verflogen ist...

Gruß
Andreas
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